Mick Schnelles Jahrzehntausblick

Neue Spielegenres braucht das Land Meinung

Mick Schnelle ist seit erinnerungsverklärten "Joker"-Zeiten ein schreibendes Mitglied der deutschen Spieleszene, danach folgten Stationen bei PC Player, GameStar und anderen Heften. In der ersten GamersGlobal-Kolumne des Jahres 2010 ruft er die Entwickler (und euch!) dazu auf, neue Spielegenres zu erfinden. Also, macht mit!
Mick Schnelle 22. Dezember 2009 - 17:04 — vor 6 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Ich liebe ja den Satz "Früher war alles besser". Dazu setze ich gern mein grimmigstes "Mick ist böse"-Gesicht auf und erschrecke so ganze Generationen von frischgebackenen Pressesprechern zu Tode. Dabei ist der Satz völlig falsch. Denn richtig müsste er heißen "Früher war alles noch neu!" Denn die Computer- und Videospielbranche gibt es ja erst so richtig seit gut 30 Jahren. Deshalb war zu den Anfangszeiten tatsächlich alles neu. Praktisch alle Spielegenres mussten ja erst erfunden werden.

Doch nach stürmischen Anfangstagen hat sich mittlerweile Behäbigkeit breit gemacht. Irgendetwas Neues kommt so gut wie nicht mehr vor. Selbst die Guitar-Heroes-Inkarnationen sind, wenn man ehrlich ist, ja nur Klone fast zehn Jahre alter Japano-Musikspiele. Deshalb rufe ich am ersten Tag des neuen Jahres einen Kreativitätswettbewerb aus. Entwickler aller Genres, verteidigt euren Ruf! Macht mal was anderes. Und damit ihr nicht sagen könnt, mach's doch selber, biete ich euch schon mal ein paar Steilvorlagen für neue oder neu kombinierte Spielegenres, die ich in 2010 (okay, ihr dürft euch auch bis 2011 Zeit lassen) gern auf meiner Festplatte oder Konsole oder zumindest im iTunes-Store hätte.
 
Sing was Martialisches
 
Doch zu Beginn wollen wir erstmal ein Genre zu Grabe tragen, das wir der Einfachheit halber nach dem omnipräsentesten Vertreter benennen: Sing Star. Hier wurde von Abba bis Zappa tatsächlich schon alles zur Mitgröhlnummer verwurstet, die PS2 zur Karaoke-Abspielstation degradiert. Um endlich zum Schluss zu kommen, schlage ich Sing Star: Despoten-Hits vor. Die schönsten Lieder der größten Diktatoren aller Zeiten. Was wäre das für ein furioses Finale mit Stalins Orgelwerken, Erich Honeckers Schalmeienklängen oder Gadaffis Versen aus dem Grünen Buch diesem Karaokeschrecken ein Ende mit selbigem zu setzen? Wer hier mitsingt, weiß, wie man sich als Herrscher der Massen fühlt. Und wer beim Bonustrack gemeinsam mit dem Chor der Schwarzmeerflotte die Internationale schmettert, dem fällt der Abschied vom Playstation-Diktator Sing Star nur noch halb so schwer.
 
Der lange Weg zum Raid
 
... und auch den Rest von uns Keller-Nerds vom Monitor weglockt
Doch ich hatte ja etwas Neues versprochen. Und dazu bemühe ich trotzdem etwas Bewährtes. Und was hat sich im letzten Jahr am meisten bewährt? Genau, das Wii-Balance-Board. Nintendos Mischung aus Bewegungsmelder und Waage brachte die Jugend der Welt zurück auf den Trim-Pfad der Tugend. Wie wäre es, wenn man diesen Trend ausnutzt, und auch den Rest von uns Keller-Nerds vom Monitor weglockt, die wir so gern Chips mampfend davor sitzen? Mittel zum Zweck ist ein Online-Rollenspiel der besonderen Art. In Run-Quest muss jeder Spieler erst die tatsächliche Strecke zu Fuß zurücklegen, bevor er eine Instanz betreten darf. (Dieses Echt-laufen-Konzept gibt es übrigens schon auf Smartphones für simple Detektiv-Adventures). Kämpfe werden mit den Fuchtelkontrollern ausgetragen. Und nach getaner Arbeit muss man die Beute (hier verkörpert von Gewichten mit digitalem Zählwerk) wiederum per Pedes nach Hause tragen. Und da es kein Wii-Spiel ohne NintendoDS-Verknüpfung gibt, kann man alternativ auch den Schrittzähler von Laufrhythmus DS verwenden, und die benötigte Strecke tatsächlich draußen (das ist da, wo die Sonne scheint und noch angeblich echter Sauerstoff zu finden ist) zurücklegen. Als Mount ist nur ein Heimtrainer erlaubt, den es für 8000 Golstücke ähh Mii-Punkte im Nintendo-Store gibt.
 
Flasche voll für Fidel
 
Wie, das ist euch noch nicht revolutionär genug? Nun gut, wie wäre es dann mit Speech Star. In dem von der Bundesregierung geförderten Programm muss der Spieler mehr oder weniger bedeutende Statements und Reden von Promis und Politikern möglichst bis auf die letzte Betonung genau nachmachen, ganz so, wie echte Politiker und Promis es vor den Kameras mit Hilfe des Teleprompters ja eh machen. Es beginnt leicht mit ein paar Boris-Becker-Sprüchen (»Ähhh… Laimen?«), setzte sich über spannende Haushaltsdebatten zwischen Angela Merkel und Frank Walter Steinmeier fort (wobei es am schwierigsten sein dürfte, mittendrin nicht wegzunicken) und findet seinen furiosen Höhepunkt in einer achtstündigen Originalrede Fidel Castros zum Tage der »RRRRRRRevoltssssion«. Strategiefans hingegen halten packende Prä-Schlacht-Motivationsreden (einen ersten Vorgeschmack darauf boten die selbstablaufenden Battle Speeches bei Rome Total War), und auch für Fußballmanager-Spiele bietet das neue Genre-Crossover ungeahnte Möglichkeiten: Labere Kleinkind-Psychologie-Quatsch à la Klinsmann! Hänge den Arrogantling raus wie Louis van Gaal. Und als Bonustrack lockt Giovanni Trapatonis berühmte Flasche-voll-Ansage.
 
Wer brüllt, gewinnt
 
Der Pavarotti-Shoout-Out wird die 3D-Ballereien aus dem Dornröschen-schlaf erwecken.
Und es wird noch innovativer. Derzeit scheint das 3D-Shootergenre in einer massiven Falle zu sitzen. Modern Warfare das Nonplusultra, der einsame Gipfel dieses Genres? Ogottogottogott! Doch der Pavarotti-Shoot-Out wird die 3D-Ballereien aus dem Dornröschenschlaf erwecken. Denn als Waffen dienen hier nicht Flinten, Gewehre, Handgrananten oder Hello-Kitty-Figuren. Stattdessen brüllt man die Gegner mittels Mikro nieder. Dabei muss der Ton der gewählten Waffe exakt getroffen werden. Ein Paul-Potts-Tremolo-Slash ist noch leicht nachmachbar, richtet aber auch nur wenig Schaden an. Doch die ultimative Waffe, mit der sich jeder Level in Nullkommanix von heranstürmenden Musikbanausen reinigen lässt, ist der namensgebende Ultimate-Pavarotti-Battle-Cry. Nur wer es schafft das hohe C in Pavarotti-Lautstärke eine Minute lang ohne Pause einzusetzen, kann einen Nuklearschlag auslösen, der die Gegner von der Platte putzt. Bonusspielchen wie das zunächst geplante Sing Star La Bohéme oder Sing Star La Traviata wurden verworfen, weil das Genre ja mittlerweile von mir verboten wurde. Und weil öfter Mikros kaputtgebrüllt werden, kann man die im Zehnerpack für teuer Geld nachkaufen.
 
Ihr seht, es gibt sie noch, die Killerspiele … ähhh -Applikationen, die Spiele, die die Charts der nächsten Jahre dominieren werden und selbst Activisions Chef Bobby Kotick zufriedenstellen würde. Was, ihr findet meine Ideen mau und wisst viel besser, wie man mit neuen Genres zu neuen Ufern aufbricht? Dann man los. Ich bin schon auf eure Vorschläge gespannt!

Euer Mick Schnelle

Abfuehrung
Pausen 11 Forenversteher - 763 - 1. Januar 2010 - 12:03 #

also das selber laufen in RPS wär wirklich mal eine tolle idee :D

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 2. Januar 2010 - 15:32 #

Wie meinst Du das mit selber Laufen? Für jeden Schritt einen Tastendruck?

melone 06 Bewerter - 1512 - 1. Januar 2010 - 12:10 #

Guck dir die GG-Top10 oder Top30 an, dann weißt du was ein Teil des Problems ist. Heute machen prozentual mehr Firmen und weniger Charaktere Spiele, und so sehen die Spiele dann halt auch aus; man erntet was man säht.

Im Groß der Veröffentlichungen gehen dann manchesmal die kleinen aber feinen Sachen gerne unter. Ich sag's immer wieder: Im Indiebereich gibt's auch heute noch tolle neue Spielkonzepte oder zumindest Bekanntes spaßig und mit Ecken und Kanten gemacht.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6785 - 1. Januar 2010 - 12:08 #

Nicht schlecht, nur sind die Genres ziemlich erschöpft. Auch Filme oder Bücher sind mittlerweile ja in ihre Stammgenres einzuordnen, ich wüsste nicht, was bei Spielen da noch neu kommen sollte? Mir wäre es lieber, man würde manches Genres erstmal wiederbeleben, so wie Adventures seit einigen Jahren wieder da sind. Wie wäre es z.B. mal mit einem Falcon 5.0, also einer echten Simulation? Leider ist das Genres nicht casual genug, daher wohl nichts für die großen Publisher. Oder wo bleibt der Bereich Cyberpunk, der so richtig nur mit Bladerunner anno 98 da war? Und selbst im Fantasy-RTS-Bereich habe ich seit WC 3-TFT anno 02 nichts mehr interessantes gesehen.

Anonymous (unregistriert) 1. Januar 2010 - 12:40 #

Langweilig wie immer. Nein früher war nicht alles besser - wenn dann alles schlechter.

Und mit dieser langweilige "neues braucht das Land" Standardschwachsinn ist langsam auch etwas ausgelutscht.
Nein, wir brauchen nichts Neues. Wir brauchen erstmal Gutes, ok?
Wenn es mal genügend wirklich gute Sachen gibt, dann können wir gerne über etwas Neues reden.

Bisher gibt es gerade drei wirkliche Spielemeisterwerke (Uncharted 2, GTA 4 und Fahrenheit). Wenn das Niveau mal in der Masse angekommen ist... dann können wir auch mal über etwas Neues reden ... obwohl.. was soll eigentlich dieser Schrott Neues... was soll es Neues geben?
Früher gab es hald Neues, weils noch nicht da war (wie geschrieben)... Es geht nunmal nicht weiter...

Neues ist Heavy Rain, da es erstmal die Schallmauer zu etwas wirklich kunstvollem Grandiosen schafft... Das erste Spiel aller Zeiten, wo es nicht ums Ballern/Die Welt retten geht (Gab es in kleineren Indietiteln natürlich, oder Casualstuff wie Sims, oder paar Nintendotitel, darum gehts aber nicht), sondern um eine wirkliche Filmgeschichte...

Also... erstmal gute Sachen kommen lassen, ja?

Vidar 18 Doppel-Voter - 12453 - 1. Januar 2010 - 13:00 #

Spielemeisterweke und dann GTA4 nennen lol

melone 06 Bewerter - 1512 - 1. Januar 2010 - 16:28 #

Spielmeisterwerke und dann Uncharted 2, GTA4 und Fahrenheit nennen lol.

Heavy Rain ist auch vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung denn etwas Neues.

Ben 13 Koop-Gamer - 1745 - 1. Januar 2010 - 21:12 #

Heavy Rain ist auch nur der Nachfolger zu Fahrenheit/Indigo Prophecy!

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6785 - 1. Januar 2010 - 14:10 #

Fahrenheit war eine mittelmäßig interaktiver Film und GTA ist nach wie vor immer noch dasselbe wie Teil 1 von 98, nur in immer schönerer 3d-Grafik. Und als "Meisterwerke" 3 mittelmäßige Spiele der letzten Jahre nennen zu können, zeigt eher, dass du nicht lange im Computerspielebereich aktiv bist.

Aladan 22 AAA-Gamer - - 31431 - 1. Januar 2010 - 17:53 #

Uncharted 2 als Mittelmäßig abstempeln, muhaha..

Ben 13 Koop-Gamer - 1745 - 1. Januar 2010 - 21:13 #

Von der Spielmechanik her: Klar! Altebwährtes in schöner anzusehen ;)

Anonymous (unregistriert) 12. Mai 2010 - 13:58 #

gta4 und uc2 als mittelmäßig zu bewerten zeigt eher das du nicht wirklich viel ahnung hast von dem was du da schreibst

Khayet 13 Koop-Gamer - 1300 - 1. Januar 2010 - 16:16 #

Gibs zu in Wahrheit bist du Creasy und nennst dich nur selbst Anonymous, weil du sonst von vornherein nicht ernstgenommen werden würdest..^^

Hedgehog 12 Trollwächter - 979 - 1. Januar 2010 - 16:31 #

Stimmt es gibt kein Spiel, in dem es nicht ums Ballern oder Weltenretten geht. Erst letzte Woche habe ich in Anno 1404 alle Gegner umgenietet und dann noch bei einer Runde Colin McRae Rally die Welt gerettet.

Ich persönlich finde, eine hervoragende Story, tiefgründige, glaubhafte Charaktere und eine perfekte Inszenierung ergeben nochlange nicht ein ausgezeichnetes Spiel. Meiner Meinung nach konzentrieren sich gerade bei Actionspielen, aber auch in anderen Genres, die Entwickler oft zu stark nur auf diese Punkte und der Spielanteil tritt meist in den Hintergrund.

ichus 15 Kenner - 2987 - 1. Januar 2010 - 12:41 #

Eine tolle Kolumne, aber Honecker hast du falsch geschrieben.

Mal sehen, was mir da so einfällt.:)

McStroke 14 Komm-Experte - 2276 - 1. Januar 2010 - 12:57 #

Eine sehr schöne Kolumne, nur die Vorschläge sind ja leider ein wenig problematisch in der Umsetzung.

Mein (utopischer) Spieltraum, wär so eine Art Google Earth zum spielen. Eine Kopie der Echten Welt, nicht wie in die Sims, sondern wirklich realitätsnah, Gebäude sind da wo sie im wahren Leben auch sind, und (einige Schlüssel)Personen gibt es auch, bzw man erstellt sich selber als Chrakter. Dann das ganze als Onlinespiel. Man könnte ja am Anfang mit einer Stadt Anfangen bevor man sich an den ganzen Globus wagt.

Kein zweites Second Life....sondern eine realitätsnahe Simulation des echten Lebens (natürlich ein wenig vereinfacht). Ich fände es unheimlich spannend zu sehen wie sich die Leute verhalten wenn sie die Möglichkeiten haben alles zu tun wovon sie vorher geträumt haben. Nachbars Porsche demolieren oder sich als virtuelles Wohltäter einen Namen machen.

Ich glaube das hääte sogar mehr Spieler als World of Warcraft :)

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 1. Januar 2010 - 13:01 #

Ich weiß was: Wii Cooking! Dafür gibt es dann einen ganzen Haufen Zubehör für die Wii-Mote - Messer, Schneebesen, Kochlöffel, Pürierstab, Grillzange, Kugelausstecher, Käsereibe... etc.
Das Spiel selbst läuft ein bisschen wie ein Quicktime-Event-Game ab (es dauert nur länger), man kann es mit Rezeptsammlungen von Fernsehköchen als kostenpflichtigen DLC erweitern. Und jetzt der Clou: das Spiel hat einen besonderen Online-Service! Dank Verträgen mit ortsansässigen Cateringanbietern bekommt man das Erzeugnis seines Controller-Gewedels nur kurze Zeit später nach Hause geliefert, wobei die echten Köche die Qualität des Gerichts an den übermittelten Highscore anpassen und sämtliche Fehler des Spielers (anbrennen lassen, falsch würzen usw.) exakt nachstellen. Freundliche Mitarbeiter des Inkasso-Büros "Petrograd" überwachen, dass man auch brav seinen Teller leer isst.
Das ist dann mal eine gute Motivation, sich beim Spielen wirklich anzustrengen.
Nach ungefähr einem Jahr empfehle ich dann den Vollpreis-Ableger "Wii Party Cooking" mit speziellen Rezepten und erhöhtem Essenslieferungs-Umfang, damit es für alle Gäste reicht. Live-Übertragungen von Partien könnten dann außerdem als Konkurrenzformat für das Perfekte Dinner an einen verzweifelten Fernsehsender verkauft werden.

Anonymous (unregistriert) 2. Januar 2010 - 3:05 #

Das Spiel gibt es für Wii und nennt sich Cooking Mama. ;-)

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 2. Januar 2010 - 11:03 #

Oh Gott, tatsächlich! o.O
Damit hätte ich wirklich niemals gerechnet - jetzt steh ich da, wie ein mieser Plagiator. Aber ich wusste davon nicht, ehrlich! *schluchz*
Aber den Online-Modus gibt es hoffentlich noch nicht...

Houseputz (unregistriert) 1. Januar 2010 - 13:18 #

Das war echt der schlechteste Artikel den ich jemals gelesen habe.
Das schlimmste ist ja, das dann nurnoch auf der "Singstar-Idee" herumgeritten wurde. Aber so richtig schlecht. Was will man denn auch für "neue Genres" erfinden? Einfach nur die vorhandene gut bis perfekt umsetzen, dann ist uns allen geholfen, und wir müssen nicht 70€ für irgendwelchen Scheiß ausgeben. Und wer Singstar bzw. Guitar Hero spielt ist naja... Egal.

Kein Kudo dafür.

Schober (unregistriert) 2. Januar 2010 - 9:43 #

"Was will man denn auch für "neue Genres" erfinden?"
Mit dieser Begründung könnte man tatsächlich jegliche Kreativitöt fahren lassen. Es gibt ja schon alles. Ich finde eine sehr gewagte Aussage. Aber warum was Neues machen, wenn man doch so schön das Altbewährte widerkäuen kann? Ist ja auch viel bequemer so.

Frank Benjamin (unregistriert) 2. Januar 2010 - 21:54 #

Ja, wenn man Humor nicht versteht ... alles klar, dann sei mal froh mit allem, was die Industrie Dir so vorsetzt. Und beschwer' Dich nicht, wenn Du "NHL 2035" und "Singstar Popstars 2037" spielen musst.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 17. Januar 2010 - 15:10 #

Humor?auf jeden fall nicht meiner dafür ist mir das,bei allem Respekt,zu infantil.
und ach ja:böse industrie,ganz böse industrie!ach ist es nicht schön einen pauschalfeind zu haben?

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 1. Januar 2010 - 13:26 #

Hey, den Gorilla kenne ich! Der steht im Tierpark Hellabrunn in München :D.

Und die Statue daneben steht vor dem Gehege :D.

€dit: Damit noch was zum Artikel kommt:

Wie wäre es mit 'ner Mischug aus Barbies Reiterhof und Mortal Kombat? DAS wäre doch mal 'ne Kombination :D.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2600 - 1. Januar 2010 - 13:33 #

Also dem einzigen Absatz den ich nachvollziehen kann, ist der erste. Danach kommt irgendwie nix ernstes mehr, teilweise nur rumgeblödel.

An Singstar selbst ist doch nix schlechtes. Ein Genre das total ausgeschlachtet ist und keiner mehr braucht? Mitnichten! Einzig für was man Singstar evtl beschuldigen kann, sind die alljährlichen Pop Casting-Shows, wo manche echt denken sie können singen weil sie irgendwo mal in einem Karaokespiel ins Micro gelallt haben. Mit Singstar PS3 wird es sogar Web 2.0-fähig.

Und zu den jetzigen Genres: Die sind im Prinzip vollkommen ausreichend, diese müssen nur gut genug umgesetzt werden. Vllt noch ein paar neue Ideen, Möglichkeiten, whatever. Vor allem technisch sollen mal die Möglichkeiten der Konsolen ausgenutzt werden, da wird auch nur 1:1 portiert, da man von der schwächsten Basis ausgeht. Beim PC ist es genauso.
Nichtsdestotrotz "hätte" ich nix gegen wirklich komplett neue Genres (gar nicht möglich!?), oder müsste es eher heissen "neue Ideen"?

Und irgendwo finds ichs auch Schade das die wirklich guten Redakteure von damals, jetzt nur noch so fragwürdige Kolumnen verfassen. Verschenkte Ressourcen...

Summa Summarum: Ich konnte mich die letzten 2-3 Jahre nicht wirklich beklagen, ich hatte eigentlich immer meinen Spielspass :)

Aladan 22 AAA-Gamer - - 31431 - 1. Januar 2010 - 17:58 #

Ich kann für mich sogar behaupten das ich in den letzten 2-3 Jahren besser unterhalten wurde als jemals zuvor. (Mit wenigen Ausnahmen)

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13400 - 1. Januar 2010 - 15:41 #

Grundsätzlich denke ich, dass Mick recht hat, neue Genres täten dem Medium Videospiele nicht schaden. Ich denke da vor allem an Spiele, die sowohl vom Gameplay als auch vom Anspruch eine ältere Zielgruppe im Visier haben. Viele Leute haben a) nicht die Zeit, sich in komplizierte Spielmechaniken einzuarbeiten und b) auch gar keine Lust dazu. Ich glaube, da liegt ein Riesen-Markt brach, der nur dann erschlossen werden kann, wenn dafür die richtigen Spielegenres erfunden werden. Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber ich finde, das Medium ist immer noch nicht "erwachsen" geworden.

Die Absätze über das Diktatoren-Singstar, RunQuest und Speech Star sind Geblödel, OK. Stört mich aber in einer Kolumne auch nicht. Was ich nicht uninteressant finde, ist der Ansatz mit dem Pavarotti-Shootout, und zwar wegen des Crossover-Gedankens. Elemente verschiedener Genres zu verbinden, könnte ein Weg sein, neue Spielerschichten zu erreichen. Den richtigen Ton zu treffen, um eine vernichtende Attacke auszulösen, ist dabei vielleicht ein absurdes Beispiel. Wobei ich's wahrscheinlich besser könnte als das herkömmliche Aiming ;-) Aber wenn man sich Spiele wie PuzzleQuest anschaut, in dem man durch erfolgreiche Bejeweled-Kombos Spezialangriffe auslösen kann, sieht man, dass solche Konzepte grunsätzlich durchaus interessant und erfolgreich sein können.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 74555 - 1. Januar 2010 - 15:49 #

Also ich empfinde den Artikel eher so, als ob Mick diese ganze Genre-Übersättigung hier etwas auf die Schippe nimmt und der Artikel somit mehr ironisch gemeint ist :-).

nitramred (unregistriert) 1. Januar 2010 - 19:37 #

Ich denke, Mick schlägt hier launig-ironische Lösungen für ein Problem vor, dass es so gar nicht gibt. Das Denken in Genres ist vielleicht gerade das, was die Spieleindustrie einschränkt. Und die Auflösung von Genres sowie die Produktion von Spielen, die mehrere "Genres" zu einem großen, bunten, schönen Spie kombinieren werden innovativ sein. Beispiel "Brütal Legend". Oder welches Genre soll das sonst haben – ohne drei oder vier andere Genrenamen aneinander zu hängen? Wirklich gute Spiele spielen mit ihrem Genre.

Grinch (unregistriert) 1. Januar 2010 - 18:08 #

Glaube so ganz ernst sollte man Mick Schnelle nicht nehmen was denke ich auch so beabsichtigt ist von ihm. Genres gibt es mehr als genug, nur scheiterts an den Umsetzungen. Aber recht hat er mit Modern Warfare 2 schon, wenn sowas der Top-Shooter 2009 gewesen ist gute Nacht.

Und wo bleibt eigentlich Mechwarrior 5 als Hardcore-Sim und die lang ersehnte Umsetzung eines Shadowrun-RPG (mehr Mut zu Sci-Fi/Cyberpunk bitte und kein schnönes Fantasy-Gedöns mehr) mit Multiplayer-Funktion ala Pen&Paper-Vorlage? *schnief* :-(

Michael (unregistriert) 1. Januar 2010 - 21:13 #

Tja, was will uns der Autor dieses Textes sagen? Ist es jetzt ein ernst gemeinter Kommentar? Oder macht sich da jemand über das Schubladendenken lustig? Vermutlich weiß Mick Schnelle es selber nicht und hat einfach nur ein paar Zeilen hingerotzt, um wenigstens irgendwas für die Kolumne hinzubekommen.

Mit Abstand der schlechteste Artikel, den ich bisher auf Gamers Global gelesen habe.

Schober (unregistriert) 2. Januar 2010 - 9:37 #

Was ist an dem Satz "Neue Genres braucht das Land" nicht zu verstehen? Und Humor ist eben nur etwas für Leute mit Humor, also nichts für dich.

Frank Benjamin (unregistriert) 2. Januar 2010 - 21:56 #

Tja, um zu verstehen, was der Autor uns sagen will, muss man schon den Text lesen. Und Textverständnis ... ach, was nützt das Aufregen. du gehörst dann vermutlich auch zu den Leuten, die nach zehn Minuten nicht sagen können, was in den Fernsehnachrichten war. Aber dazu müsste man die Nachrichten ja ansehen.
Dein Kommentar ist übrigens der schlechteste, den ich bisher überhaupt gelesen habe.

Michael (unregistriert) 3. Januar 2010 - 12:06 #

Gelesen habe ich den Text sicherlich, ansonsten wäre ich ja nicht so verwirrt. Die Überschrift stellt die These "Neue Genres braucht das Land" auf, im dazugehörigen Artikel kommt dann nur Nonsense. Deshalb gehe ich davon aus, dass der Artikel satirische Züge haben soll. Nur verstehe ich diese nicht. Es wäre nett, wenn du den Humor des Autors einem dummen Menschen mit mangelndem Textverständnis, wie ich einer bin, erklären könntest. Danke.

Rechen 19 Megatalent - 16014 - 17. Januar 2010 - 15:14 #

ich kann diesen humor auch nicht nachvollziehen (passend ist:vorschlaghammerhumor oder "wer jetzt nicht lacht wird totgemacht")amüsant finde ich aber die comments der leute die sich für unglaublich schlau halten weil sie raffen das da Ironie (oder eine abart davon) drin ist und weil sie die Nachrichten verstehen.herzlichen glückwunsch!

McFareless 16 Übertalent - 5556 - 2. Januar 2010 - 0:30 #

Das RPG Rennen kommt bestimmt gut :)

General_Kolenga 15 Kenner - 2862 - 2. Januar 2010 - 0:51 #

Au ja! Wie wäre es zum Beispiel mit einem Shooter-Adventure: Man muss Gegner umpusten, aber mit einer Waffe, die man sich vorher aus verschiedenen Teilen(die völlig zufällig und volkommen logisch auf dem Schlachtfeld herumliegen wie...ein Haargummi, ein Autoreifen, ein Kochtopf und eine Hundeleine. Herraus kommt ein Raketenwerfer. McGyver salutiert!) zusammenbauen muss. Bei steigendem Schwierigkeitsgrad entfällt die Hotspotanzeige. hrhr

Oder eine Mischung aus Rennspiel und Strategiespiel- das ganze im 2. Weltkrieg! Oder lieber doch nicht- das endet doch nur im TOTALEN GRAND PRIX...
Hach, mein Gehirn arbeitet...

Anonymous (unregistriert) 2. Januar 2010 - 9:18 #

"Mick Schnelles Jahrzehntausblick"

Das neue Jahrzehnt fängt erst in 364 Tagen an.
Davon abgesehen ist die Kolumne echt schwach. Da bin ich von der Seite (und teilweise auch von Mick) Besseres gewohnt.

Schober (unregistriert) 2. Januar 2010 - 9:40 #

Ah, jemand aus der Klugscheißerecke. Wahrscheinlich regst du dich auch darüber auf, wenn in Filmen Autos explodieren oder Raumschiffe im All beleuchtet werden. Ich fand die Kolumne sehr treffend und vor allem witzig. Aber Witzigkeit ist eben leider nicht jedermanns Sache.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 2. Januar 2010 - 15:36 #

Besser sind doch die laut lärmenden Schießereien und Explosionen im Luftleeren Raum.

Frank Benjamin (unregistriert) 2. Januar 2010 - 21:59 #

Hihi, du hast vermutlich den neuen Jahrtausendbeginn auch erst 2001 gefeiert und Dich gewundert, dass keiner mit dabei war? Oder warst Du da noch nicht alt genug zum Feiern?
Und dann noch der schöne Hinweis, dass Mick ja "teils" was Besseres schreibt. Ach ja, nimmt dieser Anti-Mick Schnelle-Club eigentlich einen Jahresbeitrag?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 332346 - 5. Januar 2010 - 11:33 #

Ja genau, das Jahrzehnt fängt erst in 2011 an. Denn alle außer dir sind blöd und haben noch nie nachgerechnet.

Das Problem ist aber: Sprache und Gewohntheit schaffen eine eigene Realität, und das ist die, in der sich 99,9% der Menschen bewegen. Und diese Realität heißt zum Beispiel:

"Die 80er Jahre sind die Jahre, die wo da so eine 8 vorne dran steht".

Dagegen kommst du mit deinem Geheimwissen nicht an.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 2. Januar 2010 - 17:52 #

Ich will StripStar

DarkMark 15 Kenner - 2909 - 4. Januar 2010 - 13:32 #

I second that!

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3162 - 2. Januar 2010 - 23:14 #

mmmm netter Ansatz Herr Schnelle NUR das gleiche könnte ich auch vom Fussball sagen. Seit X Jahren laufen da ein paar Typen hinter einem Ball her und schaffen es viel zu selten den Ball ins Tor zu versenken.
Warum nicht ein paar Änderungen?

@ Computerspiele
Jedenfals würde ich mir die Üblichen Punkte wie jedes Jahr wünschen :
0.) das die Entwickler aus Fehler lernen und die gleichen nicht NOCHEINMAL machen; nur das sie die diesmal als Feature ankreiden....
1.) cleveres freies Speichern, cleveres Autosave und cleveres schnelles Saven.
2.) WAFFEN gehen nicht nach 2 Schuss kaputt.
Das nervte schon bei System Shock.
3.) KEINE Waffenklauen, Bei HL1 extra wenig Granaten genutzt usw. und was ist? Waffen werden geklaut.
4.) KEINE dämlichen Autosabves setzen. Bei Far Cry im Jeep unterwechs => ruckel...ruckel dank Autosabve => bin von der Fahrbahn abgekommen => ab in den Abgrund. Save Punkt geladen => bin von der Fahrbahn abgekommen => ab in den Abgrund.
mmmm hat was von Punkt 1.) .....
5.) Kein sinnfreien Kopierschutz / drm ala nur dreimal installieren.

Anonymous (unregistriert) 5. Januar 2010 - 16:27 #

Konto-Manager 2010 von EA:

Was auf den ersten Blick daherkommt wie eine langweilige
Mischung zwischen Kontoverwaltung, Haushaltsbuch und Vermögens-
verwaltung, entpuppt sich als geiles RealLife-MMO mit
haufenweise Highscore-Listen und Achievements.

Die folgenden Achievements sind schon durchgesickert:

Allrounder: Hat sich im laufenden Kalenderjahr mal wieder mehr als 3
verschiedene Konsolen gekauft oder mindestens je 10 Vollpreis-
spiele aus jeder der Kategorien Sportspiel, Shooter, Adventure
und Strategie.

Powerman: die Spiele-Hardware braucht mehr Strom, als die
Beleuchtung eines ganzen Wohnblocks.

Zocker: gibt 30% des Nettoeinkommens für Spiele aus.

Oberzocker: 50% des Nettoeinkommens für Spiele und keine
Cheat- und Lösungsseiten im Internet besucht.

Camper: alle Lebensmittel liefert das Pizza-Taxi

Weichei: Deinstalliert tatsächlich alle 50 Spiele mit Installations-
zähler, bevor er den Rechner neu installiert.

Schrauber: Baut PCs selber zusammen und gibt dafür mindestens
20% des Einkommens aus.

Gamepad-Guru: Kauft nur Spiele. Keine DVDs. Keine Musik. Kauft
pro Jahr mindestens 20 Spiele für alle Plattformen auf denen
sie erscheinen und hat sie auch auf allen durchgespielt.
Er liest keine Komplettlösungen, er schreibt sie.

Anonymous (unregistriert) 7. Januar 2010 - 21:23 #

"3 Meisterwerke(Uncharted 2, GTA 4 und Fahrenheit)" hahahaha wie schön es sein muss keine Ahnung von der Videokultur zu haben! Ein neues Genre wär das STORYTRON von Chris Crawford, der jedoch damit zur Zeit verzweifelt...
Ansonsten wird der Trend zu Avantgarde-produkten wie "LOVE" gehen oder zu solch Miniautobiographien wie "The Passage".

ECHTE Meisterwerke:
Deus Ex, Vampire 2, Fallout, Facade, Alpha Centauri, Mick Schnelle übernehmen Sie.

Mfg:
Ich, Ich ganz persönlich!

Tchibo 13 Koop-Gamer - 1448 - 9. Januar 2010 - 12:11 #

Es gab mal ein Projekt von einer Universität, welche "alternative" Eingabemethoden für Computerspiele gesucht haben.
Die haben ein Rennspiel im Stiele eines Micromachines programmiert.
Dazu wurde eine Webcam und ein Microfon benötigt.
vor der Webcam hast du ein "lenkrad" gehalten auf dem 3 Markierungen waren und damit gelenkt.
Das coolste allerdings war die Beschleunigung des Wagens. Man musste nämlich "Motorengeräusche" machen. Je lauter.... desto schneller.

Ich find das aber gerade nicht mehr. Dachte es hies DDR (Bla blubbb Death Race)

Wenn das jemand findet.... bitte ne PM mal an mich schicken.. .ich will das mal wieder spielen

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