Roland Austinat beklagt:

Leider vergriffen! Meinung

Alte Schwarzweiß-Filmklassiker gibt es zumeist auf DVD, sie laufen also auch auf topmodernen Blu-ray-Playern. Echte Meilensteine gibt es zum Beispiel als Criterion Collection, mit restaurierterm Originalsound und bestmöglicher Bildqualität. Doch bei älteren Spielen heißt es entweder "Pech gehabt, vergriffen" oder "läuft nicht mehr".
Roland Austinat 12. März 2010 - 23:45 — vor 6 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
Na, Dragon Age schon durchgespielt? Oder Mass Effect 2? Und wie steht's mit Bioshock 2? Keine Angst, ich verrate keine inhaltlichen Details, die drei haben sich auch noch nicht im DVD-Laufwerk meines PCs beziehungsweise meiner Xbox 360 gedreht. Doch wer das kleine Kunststück schon vollbracht hat, das Trio vollendet zu haben, dem empfehle ich einen Blick auf die Vorgänger. Die sind nämlich ebenfalls ganz hervorragend. Aber bekommt man die heute noch so einfach? Laufen sie auf aktuellen PCs?

Wenn die Spielebranche immer wieder prahlt, größer als die Filmindustrie sein zu wollen...
Wenn die Spielebranche immer wieder prahlt, größer als die Filmindustrie sein zu wollen, muss sie sich diesen Vergleich gefallen lassen. Denn: Einen überwiegenden Teil neuzeitlicher Kinofilme kann ich mir entspannt zulegen und anschauen. Auch wenn sie 50 Jahre alt sind. Von anderen Kulturgütern wie Büchern mal ganz zu schweigen. Aber gehen wir nun mal die genannten drei aktuellen Spieletitel der Reihe nach durch...

Von Baldur's Gate bis Dragon Age

Die Vorfahren von Dragon Age sind Baldur's Gate 1 und 2 und irgendwie auch Planescape: Torment und das Icewind Dale-Duo. Bei den Oldie-Rollenspielen von BioWare und Interplay sieht es gut aus: Alle Baldur's-Gate- und Icewind-Dale-Titel gibt es etwa bei Amazon in einer Sammlung für gerade mal 12 Euro. Killerpreis! Das von vielen RPG-Fans noch höher gepriesene Planescape: Torment muss man sich dagegen schon aus England importieren -- beim Verfassen dieser Kolumne gab's auf der deutschen Amazon-Seite noch fünf Stück für ebenfalls rund 12 Euro. Doch was, wenn die verkauft sind? Dann grüßt eBay, wo das dunkle Rollenspiel-Vergnügen gleich deutlich mehr kostet: 25 Euro und mehr sind für die Erstausgabe keine Seltenheit. Immerhin laufen all diese Titel, die auf BioWares Infinity-Engine basieren, noch auf modernen PCs. Und das dank diverser inoffizieller Patch-Anstrengungen rühriger Fans oft mit höherer Auflösung und vollständigeren Quests als in der Verkaufsfassung.
 
Nächstes Beispiel: BioShock 2. Den ersten Teil gibt's natürlich noch überall, doch wie sieht es mit den geistigen Vorgängern System Shock und System Shock 2 aus? Neuware Fehlanzeige, je knapp ein Dutzend Gebrauchtangebote auf Amazon und der deutschen eBay-Webseite. Und das, obwohl das System-Shock-Duo wirklich grandiose 3D-Rollenspiele mit beklemmender Atmosphäre sind, die sich vor modernen Titeln nicht verstecken müssen. Zig Wiederveröffentlichungen gäbe es von beiden Teilen -- wenn sie als Filme das Licht der Schöpfung erblickt hätten. Zu allem Verdruss handelt es sich bei den für 30 bis 60 Euro angebotenen "Originalspielen" nur um die CD, ohne Schachtel, ohne Handbuch. Gut, optisch macht der 1996 erschienene erste Teil vielleicht nicht ganz so viel her, doch hier zählen ganz klar die inneren Werte. Und einmal mehr läuft das Duo auch auf modernen PCs, mit etwas Mühe zumindest.
 
Kommen wir zum dritten Kandidaten: Mass Effect 2. Teil 1? Abgehakt, kriegt man noch. Doch das Science-Fiction-Team bei BioWare startete schon ein paar Jahre vor Commander Shepard ins All: Wie sieht es mit dem gut sechs beziehungsweise fünf Jahre alten Duo Knights of the Old Republic aus? Einmal mehr Neuwaren-Fehlanzeige bei Amazon, wer das Spiel in einer Schachtel oder zumindest auf DVD besitzen will, ist auf Wiederverkäufer angewiesen. Immerhin bietet Valve den Titel seit Ende letzten Jahres für rund 10 Dollar auf seiner Online-Plattform Steam an - auf Wunsch sogar in Deutsch. Wer lieber die Ur-Fassung für Microsofts Xbox-Konsole mag, sollte sich beeilen: Im April 2010 schaltet Microsoft den Online-Dienst Xbox Live für die erste Xbox ab -- und damit auch herunterladbare KotOR-Bonus-Inhalte wie neue Orte und Gegenstände. Dumm gelaufen!
 
Ernüchterndes Ergebnis
 
Die letzten 40, 50 Kinojahre bleiben uns filmhistorisch ausgezeichnet erhalten.
Ein unterm Strich eher ernüchterndes Ergebnis. Wer gerade einmal fünf bis zehn Jahre alte Spiele ehrlich erwerben will, hat in den allermeisten Fällen Pech gehabt oder muss sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Wohlgemerkt: Ich rede jetzt nicht einmal davon, dass ich alle Module für das Atari VCS 2600 aus den 80er Jahren kaufen und spielen will -- ebenso sind auch Hunderte von Stummfilmen aus den Hollywood-Anfangstagen vom Erdboden verschwunden, und das oft zu Recht. Doch die letzten 40, 50 Kinojahre bleiben uns filmhistorisch ausgezeichnet erhalten. Warum klappt das nicht mit PC-Spielen? Wo finde ich eine heute spielbare Version von Wing Commander oder The Bard's Tale? Wo ist die Criterion Collection der Ultima-Serie, der "Mario-Kanon", die "Zelda Complete Edition"?
 
Klar, der Retro-Markt ist nicht so groß wie der für hochgejubelte Gegenwarts-Shooter. Aber für Konsolen wie Wii, Xbox 360 und PlayStation 3 gibt's in den entsprechenden Online-Läden doch auch zahlreiche Klassiker aus den 80ern. Die sich mancher damit bereits zum zweiten oder gar dritten Mal kauft.

Ich will die "Criterion Games Collection"

Ich finde: Zu einer ernsthaften Beschäftigung mit dem Medium Games gehören nun mal auch solche Titel, die nicht erst vor einem Jahr herausgekommen sind. Mit Steam oder Good Old Games gäbe es auch für den PC passende Vertriebsmodelle, falls physikalische Schachteln, Handbücher und CDs zu teuer sein sollten. Aber auch dort ist beispielsweise System Shock 1 und 2 nicht zu finden. Stattdessen werden ernsthafte Spieler, die einen interaktiven Ausflug in die Geschichte der Computer- und Videospiele machen und dafür durchaus Geld auszugeben wollen, in die Arme der Raubkopierer und von so genannten "Abandonware"-Sites getrieben.

Das kann es doch nicht sein! Oder hat die Industrie, Vertriebs- und Eigentusmrechte einmal außen vor gelassen, Angst vor einem ständig verfügbaren Klassiker-Katalog, der uns zeigen würde, wie wenig sich die Spiele abgesehen von der Optik weiter entwickelt haben? Oder fürchten sie sogar, dass mancher Oldie auch heute noch spielenswerter ist als mancher moderne Grafikblender und manches Lizenz-Schwergewicht?

Ich fordere die "Criterion Games Collection", die mir alte Klassiker restauriert und sofort lauffähig für meinen heutigen PC bietet. Mit liebevollen Packungsbeilagen, also Nachdruck der Handbücher (sowas gab's ja vor ein paar Jahren noch!), Zusatzinformationen der Designer, Artbooks -- all das, was auch in einer gut ausgestatteten Klassiker-DVD in der Schachtel liegt. Denn Games haben eine Historie! Oder wollen wir Computerspiele nur im Hier und Jetzt erleben, als hätten sie keine Vergangenheit, als wären sie es nicht wert, sich ihrer zu erinnern? Und vor allem: Sie nach Jahren wieder neu zu erleben?

Sagt es mir.

Euer Roland Austinat

Abfuehrung
bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. März 2010 - 0:10 #

Naja, ich seh die Abandonware-Sites nicht als die oberbösen Raubkopierer. Ganz offensichtlich beschäftigen sich die Publisher nicht damit, drum seh ich diese Angebote als derzeit legitimste Möglichkeit an, Oldies zu holen. Die Abandonware-Sites die ich kenne nehmen den Titel ja sofort Offline, wenn sie vom Rechteinhalber ne Mail kriegen, so geschehen etwa bei Monkey Island 1, das jetzt auf Steam vertrieben wird. Ich gehe davon aus, dass den Publishern die Angebote bekannt sind, aber es wird eben geduldet.

Ach ja, die Antwort auf die Frage
Ja schon, fände ich auch cool wenn ich noch ein Baldur's Gate mit nem ordentlichen Handbuch kaufen könnte. Oder ein schönes Adventure mit ordentlicher Schachtel? Andererseits geht beim Spielevertrieb alles hin zum online-Vertrieb, was ich irgendwo auch sinnvoll finde, weil es viel effizienter ist. Da muss man keine Container durch die Gegend schieben, keine Bäume für die Schachteln umsägen, das ist doch an sich ne gute Sache...

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 13. März 2010 - 0:02 #

Super Artikel! Herr Austinat trifft meist ins Schwarze. Die Publisher müssten sich echt mehr um die alten Schätze kümmern. Selbst wenn man einen "alten" Schatz ausgräbt, ist noch lange nicht sicher, dass man ihn auch öffnen kann. Nichtmal Deus Ex läuft mehr (ohne wie wild rumzufriemeln)...

Porter 05 Spieler - 2981 - 13. März 2010 - 0:31 #

hmm Deus Ex läuft doch einwandfrei, mit ein bisschen friemelei sogar im 16:10 Modus in 1920x1200

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 13. März 2010 - 0:14 #

Als Retro-Freund merke ich viel zu oft, dass ich meine alten Konsolen lauffähig machen muss, wenn ich Spieleklassiker spielen will (Sei verflucht Stereo-AV-Kabel des Mega Drive 1)- jedoch hat sich eine Sache auf dem "Konsolenmarkt" in den letzten Jahren bewiesen:

Sega still does what Nintendon't.

Die letzte "einigermaßen Komplett-Sammlung" von Zelda war ein 15000-Sterne-Item für den Gamecube und die letzte Mario-Sammlung war "Super Mario Allstars + World", leider.

Porter 05 Spieler - 2981 - 13. März 2010 - 0:30 #

Endlich mal ein guter! und wirklich origineller Artikel von dem Herrn Austinat, ohne halb Legal nach "Abandonware" im Internet zu Linsen ist man als interessierter Retrospieler wirklich etwas aufgeschmissen.
Auf ehemalige Schachteln und sonstiges original Geröschel kann ich ja noch verzichten und nehme bei wiederauflagen auch die PDFs in kauf aber das manche große Titel innerhalb von ~5-10Jahren komplett verschwinden ist echt hart.

Ich hoffe ja aber das vor allem in nächster Zeit remakes ala "Monkey Island" Schule machen, denn wenn ich da alleine an die Masse an Adventures und RPGs denke deren Story man heute durch akuellere Präsentation und gameplay mechaniken richtig Leben einhauchen könnte, welche die gedruckte Artworks der Cover oder Begleithefte von einst z.B. animiert darstellen könnte dann dürfte doch da ne Menge zu holen sein, stattdessen halten alle tollen Lizenzen bei den Großen Unternehmen erzwungenen Tiefschlaf, sozusagen im Keller weggesperrt und der Öffentlichkeit vorenthalten...

Anonymous (unregistriert) 13. März 2010 - 0:30 #

Also ein gedrucktes Handbuch gibt es nicht, aber mit der Virtual Console kann man doch viele Klassiker spielen. Und die sind technisch mal perfekt adaptiert. Scheint definitiv ein PC-Problem zu sein, darin stimme ich der Kolumne zu: Da liegt viel verschenktes Potenzial, denn Retro boomt.

Felix 11 Forenversteher - 657 - 13. März 2010 - 0:34 #

Von den im Artikel erwähnten fünf Stück von Planescape:Torment war eben (0:35 Uhr)
noch eins (!) verfügbar. Und das ist jetzt auf dem Weg zu mir! Muahahahaha ... xD

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. März 2010 - 13:10 #

Habs mir echt auch überlegt :)

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. März 2010 - 13:11 #

Ob ein Herr Austinat die vorher günstiger eingekauft hatte? :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 5:14 #

Haha, ich hab mein noch meine US-Fassung der Planescape-Erstausgabe. :)

Olphas 24 Trolljäger - - 46989 - 14. März 2010 - 7:58 #

zu meinem großen Glück hab ich Planescape damals original gekauft (an vielen ist es ja leider bei Erscheinen vorbeigegangen) und es hat einen Ehrenplatz in meinem Spieleregal, ebenso wie System Shock 2. Ein Paar Klassiker (witzigerweise noch mal Planescape sowie System Shock 1 oder auch Master of Orion 2) besitze ich noch auf uralten Spiele-Heft Cds und DVDs.
Dafür besitze ich bis heute keine Version von Day of the Tentacle. Und da zu vertretbaren Preisen in einer vernünftigen Version (also keine nackte "Bestseller Games CD" dranzukommen ist auch gar nicht so einfach.

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 14. März 2010 - 10:16 #

http://www.zavvi.com/games/platforms/pc/plane-scape-torment/10069153.html

Der einzige, mir bekannte Laden, der PS:T noch im regulären Sortiment hat. Zudem ist's mit 10L mehr als bezahlbar ^^

flow7 (unregistriert) 13. März 2010 - 0:40 #

super artikel!!!

sehr interessant wird es bei serien die eine eigene welt erschaffen haben wie mass effect usw

falls man in 20 jahre noch immer im mass effect universum spielt möchte ich sicher wieder mal die ur version spielen. ob das möglich sein wird??

wer weis...

LegendaryAfanc 16 Übertalent - P - 4630 - 13. März 2010 - 0:45 #

keine Bäume für die Schachteln umsägen, das ist doch an sich ne gute Sache...

du vergisst bei der Sache das die Server im Internet auch sehr viel Strom verbrauchen, mal ein kleiner Auszug aus einer AMD Studie:

120 Milliarden(!!) Kilowattstunden, das entspricht einer Stromrechnung über 7,3 Milliarden Dollar. Weltweit sind sage und schreibe 14 komplette Kraftwerke nötig, um die Server und Klimaanlagen dieser Welt mit Energie zu versorgen. In den USA entspricht das etwa 1,2 Prozent des gesamten Energiebedarfs - so viel, wie alle US-Fernsehgeräte zusammen.

Also aus Umweltfreundlicher Sichtweise kann man nicht wirklich sagen das man mit Online-Vertrieb die Umwelt mehr schont.

Tante Bernd (unregistriert) 13. März 2010 - 10:45 #

Naja, Server *und* Klimaanlagen. Letzteres wird anteilig wohl deutlich mehr als die Hälfte ausmachen und hat mit dem Onlinevertrieb nichts zu tun, genauso wenig wie ein Großteil der in der Studie enthaltenen Server.

Dragor 14 Komm-Experte - 2161 - 13. März 2010 - 14:53 #

Die Klimaanlagen haben schon etwas mit Servern zu tun.
Die dinger wollen ja auch kühl gehalten werden.

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 13. März 2010 - 0:45 #

Die mangelnde Verfügbarkeit alter Spiele habe ich selbst neulich zu spüren bekommen. Ohne den Gebrauchtmarkt wär's da ganz schnell zappenduster, denn nur dort habe ich noch "Jedi Knight 2" und das "Conflict:Freespace 1&2 Battle Pack" noch herbekommen können.

ganga Community-Moderator - P - 15585 - 13. März 2010 - 0:52 #

Ich finde es teilweise auch erschreckend, dass man Spiele die erst einige Jahre alt sind quasi nicht mehr für neu bekommt.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 13. März 2010 - 1:53 #

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Schlimm ist ja allein schon, wie wenig sich überhaupt um schon erschienene Titel gekümmert wird, selbst, wenn es erst wenige Jahre zurückliegt.
So gibt es einige Spiele, die etwa 3 Jahre (einige etwas mehr, andere etwas weniger) alt sind, unter Win7 aber erstmal nicht normal lauffähig sind. Da muss man dann umständlich diverse (normalerweise unsinnige) Einstellungen vornehmen, um die Spiele überhaupt starten zu können, von einwandfreier Funktion ganz zu schweigen. Manche Spiele lassen sich gar nicht mehr spielen, da z.B. der alte Kopierschutz mittlerweile streikt - hier gibt es nur die Möglichkeit (immerhin verfügbare) Kopierschutzfreie Pyramiden-Versionen zu erstehen.

Alles in allem wirklich erschreckend, wie wenig Pflege (in der Regel gar keine!) Spieletitel spendiert bekommen, die seit länger als einem Jahr auf dem Markt sind. Blizzard ist da eine seltene Ausnahme. Das wünsche ich mir allerdings von allen Herstellern - warum ist es z.B. nicht möglich, für "halb moderne" Titel einen "Win7-Patch" herauszubringen?

SonkHawk 14 Komm-Experte - 2151 - 13. März 2010 - 2:00 #

Was wird eigentlich mit den Spielen geschehen, die durch DRM und ähnliches vom Gebrauchtmarkt ferngehalten werden?

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 13. März 2010 - 2:50 #

Ja, ich habe einiges was ich gern wieder spielen würde. Von alten Flugsimulationen bis zu schlüpfrigen Space-Adventure-Shootern. O_o Syndicate Wars läuft nun gottlob via Dosbox...

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 13. März 2010 - 3:58 #

Ich kann hier nur voll zustimmen. So oft lese ich von Klassikern, die ich damals verpasst habe und gerne nachholen würde, am liebsten natürlich in Vollausstattung wie die Originalverpackung und ohne Gefriemel lauffähig auf einem aktuellen Rechner und Betriebssystem. Im Idealfall optisch etwas aufpoliert (höhere Auflösungen, Widescreen tauglich, Filter), aber das ginge auch ohne. Leider bietet das jedoch niemand.

Anonymous (unregistriert) 13. März 2010 - 5:41 #

Kleiner Fehler: System Shock 1 ist 1994, nicht 1996, erschienen.

xemmy 09 Triple-Talent - 275 - 13. März 2010 - 6:31 #

Auch nicht unwichtig beim auflegen alter Titel, wäre das entfernen alter Kopierschutz Mechanismen:
Ich habe vor einem Jahr mal Second Sight aus meinem Keller hervor gekramt.
Der Versuch es auf meinem Vista Rechner zu installieren endete leider mit Bluescreen und erzwungener Neuinstallation des Betriebssystems :/...

Starslammer 15 Kenner - P - 2745 - 13. März 2010 - 7:18 #

Der Kopierschutz hat mir auch schon einige Klassiker vergrellt, so bekomme ich zum Beispiel nicht ohne weiteres Sacred 1, Spellforce 1, das Gothic 2-Addon Dreamfall und Darkstar One unter Windows 7 zum laufen. Nur weil der Kopierschutz meint, meine Original-DVD im Laufwerk wäre keine Original-DVD.

Wie sieht es dann erst aus, wenn man Jahre später Assasins Creed 2 oder Siedler 7 noch einmal spielen möchte ?

Auch ärgerlich, dass die Multiplayerunterstützung durch abschalten der Server auch verloren geht, wie es aktuell LotR: Conquest zeigt und man das Spiel danach in die Tonne werfen kann. Und da neuere Spiele wie Starcraft 2 dann nur noch auf ihren eigenen Server setzen ...

So ein Virtual Console-System wie bei der Wii für alte PC-Spiele wäre etwas tolles und bestimmt eine nette Idee für die gängigen Download-Portale á la Steam.

Meine Ultima-Collection habe ich auch für teuer Geld aus den USA importieren müssen und das ohne Schachtel !

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 13. März 2010 - 7:24 #

Das mit dem Kopierschutz am PC ist wirklich ein Kreuz. Aber die Konsolen haben da auf lange Sicht auch keinen Vorteil. Irgendwann gehen diese kaputt, und 10 - 15 Jahre nach Herstellung wird es dann schwer werden (nicht unmöglich) an günstige funktionierende Exemplare zu kommen.

Aber zum Glück brauchen wir uns dank OnLive und Co. darum in Zukunft keine Sorgen zu machen. Da wird nur noch gespielt was aktuell auf den Tisch kommt.
An alten Spielen verdient man ja schließlich auch nix... ;P

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 13. März 2010 - 8:30 #

Ich bin derselben Meinung, und ich würde angemessenes Geld für einige frühere Spiele ausgeben! Und meine eigenen alten Handbücher, Schachteln, Karten und Figürchen niemals verkaufen!
Danke für den Artikel!

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 13. März 2010 - 8:48 #

Ich habe bei Baldurs Gate bspw. unter >XP derbste Grafikaussetzer, also quasi unspielbar.

Ich finde die Publisher müssen auch ihre alten Schätzchen bei jeder neuen Betriebssystemversion updaten...

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 13. März 2010 - 8:52 #

Das halte Ich dann schon für übertrieben. Man kann einen Publisher nicht 11 Jahre nachdem ein Spiel erschienen ist noch heranziehen wenn das Spiel nicht mehr läuft.

Dafür gibt es doch sicher genug helle Köpfe in der Community die diese Probleme beheben können. Du gehst doch nach 11 Jahren auch nicht mehr zum Hersteller deiner Kaffemaschine wenn Sie nicht mehr funktioniert.

Von den ganzen alten Herstellern und Publisher mal ganz abgesehen die es inzwischen nicht mehr gibt.
Ich für meinen Teil habe immer noch meine alten Rechner, schön und sicher verpackt quasi auf dem Speicher... für den Fall das es mich nochmal reißt und Ich was ganz altes daddeln möchte.

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 13. März 2010 - 11:11 #

Hast du zufällig eine GeForce 8 im Rechner? Dan könnte dir das weiterhelfen:

http://kerzenburg.baldurs-gate.eu/downloads.php?id=27

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 13. März 2010 - 11:45 #

Danke!

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 5:16 #

Baldur's Gate 1 oder 2? Ich hab Teil 2 unter XP am Start, ohne Probleme.

Mit dem Tool hier in ungeahnten Auflösungen:

http://www.gibberlings3.net/widescreen/

Probier das doch mal!

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 14. März 2010 - 12:15 #

Danke werde ich beim nächsten Durchspielen installieren. DA:O Awakening geht aber nächste Woche erst vor :-)

Joker 12 Trollwächter - 1153 - 13. März 2010 - 10:24 #

naja man muss aber sehen das das medium film lange nicht so einen technischen entwicklungssprung gemacht hat.... bluescreen war halt schon ab 55 bekannt (ben hur) und danach... cgi effekte gibts nun neuerdings noch das und halt die aufösungen mit hd usw

aber man kann das alter eines films viel besser vertuschen, als der eines Games. Natürlich haben alte Games ihren Charme, aber letztendlich setzen sich auch auch nur Hardcore Gamer damit auseinander, sprich ein kleiner Markt....

Ich würde natürlich auch gern mal den einen oder anderen Klassiker spielen, aber a) fehlt mir die Zeit und b) in Sachen Komfort sind die alten Klassiker nicht so dienlich, dass man meistens aus Frust das Spiel irgendwann in die Ecke schmeißt.

Claus 28 Endgamer - - 108700 - 13. März 2010 - 10:42 #

Virtual Console und GOG/Good old Games machen ja irgendwie den Anfang.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Trend noch deutlich verstärkt bzw. diese Anbieter ihr Angebot noch deutlich ausbauen.

Ist schon ein Jammer, dass ganze Thema, nichtsdestotrotz.

Uebelkraehe (unregistriert) 13. März 2010 - 11:16 #

Ich sehe die Lage dann auch weniger dramatisch - da kommt meiner Ansicht wieder mal positiv zum Tragen, dass die digitale Distribution den Vorteil hat, auch Titel mit kleinerem Budget einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Zumindest auf dem PC ist es deshalb doch eher so, dass der Trend zu einer besseren Verfügbarkeit vieler Klassiker geht.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 13. März 2010 - 10:57 #

Sehr schöner Artikel, spricht mir wirklich aus dem Herzen. Gedruckte Handbücher und Schachteln darf man wohl nicht erwarten, aber ein halbwegs vollständiges Angebot an Downloads wäre doch echt nicht zu viel verlangt!

An dieser Stelle ein Hoch auf GOG, Emulatoren, Modder und Abandonware. Zu letzterer muss ich auch noch sagen, dass die meisten derartigen Seiten in der Regel (obwohl sie rechtlich gesehen natürlich genauso illegal ist) schon versuchen, sich klar von "Warez" (also Raubkopien aktueller Software) abzugrenzen. Sie bereichern sich nicht, Downloads werden auf Anfrage der Rechteinhaber prompt entfernt, Spiele, die es neuwertig zu kaufen gibt, werden in der Regel gar nicht erst zum Download angeboten (bzw. nach einem entsprechenden Hinweis auch entfernt), Anfragen nach Spielen einer der vorigen zwei Kategorien werden nicht geduldet und in vielen Fälle bieten die Seiten (im Gegensatz zu den Rechteinhabern) auch noch eine (oft die einzige) Form von technischem Support für die angebotenen Spiele. Von der Tatsache, dass es inzwischen auch Spiele gibt, zu denen gar keine Originale mehr existieren, mal ganz zu schweigen.

Film- und auch spielhistorisch muss ich auch sagen, dass kein Titel "zu Recht" verschwindet. Das ist in jedem Fall eine kleine Tragödie, denn auch schlechte Filme und Spiele können von Bedeutung sein und uns viel, mindestens so viel wie gute, über den Stand des Mediums zur damaligen Zeit erzählen.

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 13. März 2010 - 11:49 #

abandonware ist zwar extreme grauzone, aber nicht raubkopie.. und die haben auch keine negativen ziele damit- sie sammeln wirklich die verlassenen (abandon). sie sammeln die, die nurnoch die spieler wahrnehmen, nicht aber die publisher, die designer oder ähnliche. und das ist ne derzeit nicht sehr angesehene lösung für ein ernstes problem- aber die derzeit EINZIGE!

bei spielen haben wir nunmal das problem: alte filme werden sofort auf neue medien übertragen und die technologie ist doch grundsätzlich die gleiche. bei den spielen wird nicht übertragen und es bleibt nur die gemeinsamkeit, daß sie auf 1 und 0 basieren. wären manche filme extra dafür gestaltet, daß sie nur auf VHS laufen und würde die filmindustrie dagegen angehen, daß man auch ne dvd drauß macht, dann kommen wir langsam in den geistigen bereich der spieleindustrie. alte musik von schallplatte-> digital remastered jetzt auf cd? nicht bei spielen- es gabs NUR auf einem fixen spielautomat, für den wurds gemacht und wenn man auch nur dran denkt, daß man das selbe spiel nochmal genießen sollte, dann ist es offenbar ein kapitalverbrechen?!
musik digital remastern? ja- gibts im laden
kustwerke restaurieren? ja- im museeum für alle zugänglich
filme auf andere medien übertragen? ja- filmverleih
stellt euch mal vor, das alles würde nicht gemacht?
klassikfreunde müssen sich nur livekonzerte oder allte walzenaufnahmen anhören, beatlesCD? lol! und wehe da kommt ein kratzer in die platten rein, denn die läden führen das zeug ja nichtmehr- filmfans brauchen nen projektor, betamax oder VHS zur dauernden verfügung und langsam würden die bänder ausbleicheen und konstwerke würden verwittern..

warum nicht auch bei spielen? ...? hat jemand ne antwort? ich hab keine
---

ein anderer vergleich: konsole vs computer oder konsole vs automaten oder konsole1 vs konsole2 oder betriebssystemrechner1 vs betriebssystemrechner2- das ist nicht übertragbar auf filme. das wäre, als wenn einer mit ner uralten filmrolle kommen würde und der andere die versuchen würde in einen dvdspieler zu stopfen (keine übertragung auf dvd- STOPFEN!). und wehe einer versucht, den film zu überspielen aufs andere medium!

und welche ideen werden denn bei uns bei spielen offen gezeigt:
alte aufahmen sollten nie wieder gezeigt werden?! was?
fanremakes sind verwerflich?! ernsthaft?
wir sind stolz drauf, daß es sie gab aber solange kein publisher ordentlich einkassieren kann, sollten sie lieber verrotten als daß sie nochmal jemand anfassen sollte?! wirklich?
emulatoren sind böse, abandonware ist illegal und diebstahl?! warum?

heutzutage auch ein problem: man darf nichtmal ein spiel an einen kumpel leihen, damit er es "auch mal sieht" (weil das spiel auf einen registriert ist und auch auf die eigene maschine!).
versucht mal einem filmfan onlineregistrierung eines films und eine maximale anzahl an "ansehtickets" für eine dvd anzudrehen bevor man, sofern das filstudio noch existiert, um erneuerung flehen muss oder die dvd beim kauf auf die seriennummer des eigenen players binden oder eben der film ist nur in den ersten 4 jahren ansehbar in denen er rauskam.. der filmfan lacht euch doch aus! und sagen wir nächste woche kommt ein neues videoformat raus und die firmen weigern sich, die DVDs weiter zu übertragen. da gäbe es einen aufstand.
und trotzdem müssen wir spieler uns das komplett gefallen lassen.
die spieleindustrie muss echt mal aus den bunkern kriechen und nicht immer zeter und mordio brüllen.

wir brauchen echt ne gute zentrale stelle, die es uns ermöglicht und sicherstellt, daß es in zukunft möglich sein wird, alte klassiker zu zocken.

Anonymous (unregistriert) 13. März 2010 - 11:38 #

Ich glaube nicht, dass sich so eine Altverwertung auf breiter Front durchsetzen wird.
Warum? Eigentlich steht schon alles im vorletzten Absatz. Die Publisher werden sicherlich nicht an dem Ast sägen auf dem sie sitzen. Z.B werden nahezu alle der im Artikel genannten Titel noch heute herrangezogen um mit ihnen aktuelle Spiele zu vergleichen. Meist mit dem Ergebnis, dass die Technik besser ist bei den neuen.
Aber spielerische Freiheit und Umfang. Kein Kommentar ;).
Auf den Konsolen klappt es ja gut mit dem alten Wein in neuen Schläuchen, da laufen die alten Titel nicht mehr und du kannst immerwieder das selbe bringen. Alles alte läuft nicht mehr. Warum also nicht mehr Geld durch neue Titel einnehmen, auch auf dem PC.

Außerdem ist meist die Rechtsituation bei Spielen mehr als Unklar. Wem gehört jetzt das Spiel...

Wirklich schwarz sehe ich jetzt aber für die DRM Titel. Da laufen wir gefahr eine ganze Spielegeneration zu verlieren. Bei allen Beteuerungen, ich glaube irgendwie nicht daran, dass Ubi noch in 20 Jahren AC2 auf die Server läßt. Oder was ist wenn es Steam in 50 Jahren doch nicht mehr gibt. Man schaue nur auf die im Artikel genannte Stillegung von XBL für die alte Box. Was wenn dies auch für die 360 geschiet, die ja viel stärker auf DL-Titel setzt. Der Industrie ists egal, da kann man wirklich nurnoch auf die Raubkopiererszene setzen. So traurig sich dies anhören mag, der graue bis schwarze Teil des Internets rettet die alten Spiele.

Loco 17 Shapeshifter - 8090 - 13. März 2010 - 11:51 #

Ich finde viele Spiele würden durch ein Textur Update schon mehr wiederspielwert bekommen... man denke da an Half-Life und das HD Pack was mit Blue Source kam... da waren Welten dazwischen.

So etwas wünsche ich aber von den Entwicklern und nicht als Fan Patch. Sooo schwer kann es nicht sein texturen auszutauschen und eventuell die alten models etwas detailierter zu exportieren.

Darino 14 Komm-Experte - 2412 - 13. März 2010 - 11:59 #

Ein wirklich super geschriebener Artikel. Er spricht mir aus der Seele. Viele Klassiker kann man (zumindest ohne Mehraufwand) nicht mehr spielen oder kommt erst gar nicht mehr ran.
Leider kommt zu den genannten Problemen ja noch ein weiteres hinzu:
Die Lizenz. Wenn ein Riese eine kleine (oder Konkurs gegangene) Firma schluckt, diese die Rechte an einem guten Titel besaß, ist man auf die "Gnade" des neuen Eigentümers angewiesen. Oft verschwinden ja dadurch Top Titel auf ewig in den Archiven. Oder es kommt zwischen zwei Entwickler-Studios zu Lizenz-Streitigkeiten oder oder oder..

Schade finde ich, dass durch die Hürden der Technik, dem Lizenzwahnsinn und dem, was da noch so in Frage kommt immer so viel Kulturgut verloren geht.

Anonymous (unregistriert) 13. März 2010 - 12:38 #

Es gibt doch jede Menge Neuauflagen / Restaurierungen? Mir fallen spontan schon eine ganze Menge ein. Metal Gear, Die Siedler 2, die Atari-Collections, Namco Museum, die Titel auf der Wii Virtual Console, die ganzen Klassiker auf Steam (UFO, Lucas Arts Adventures, die liefern sogar die DOSBox fertig eingestellt mit, Knights of the Old Republic gibt's da auch), Baphomets Fluch, die ganzen C&C-Titel, Good old Games (da gibt es sogar so Uralt-Schinken wie Castles), Deus Ex gibt es auf Gametap, der Duke ist auch nicht tot zu kriegen...

Es muss nicht jeder Müll neuaufgelegt werden, auch im Filmbereich sind zahlreiche Klassiker schwer zu kriegen. Ich erinnere nur mal an das Drama mit der DVD-Auflage der alten Star-Wars-Trilogie, wie lang das gedauert hat. Bei filmen ist eine Neuauflage zwar auch Arbeit, aber sicherlich deutlich weniger aufwendig. Einen Film muss man zur Überprüfung maximal 3 Stunden anschauen. Zu testen, ob der neue Code in einem 10-20 Stunden Spiel mit verschiedenen Charakterkombinationen und Verzweigungen zu neuen Bugs führt, ist doch wesentlich aufwendiger, wenn man es ernsthaft betreiben will (was der Spieler natürlich voraussetzt). Vor allem ist man als Hersteller dann auch wieder zu Supportleistungen verpflichtet.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6674 - 13. März 2010 - 12:59 #

Da kann ich voll zustimmen. Daher passe ich so arg auf meine Spielesammlung auf...

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73393 - 13. März 2010 - 13:19 #

Und genau aus diesem Grund behalte ich grundsätzlich meine - stellenweise sehr alten - (Retro-)Spiele und verkaufe sie nicht weiter, was heutzutage bei diversen DRM-Maßnahmen sowieso kaum mehr geht.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20740 - 13. März 2010 - 18:15 #

Genau so siehts auch bei mir aus ^^ Insgesamt sind das ca 1200 Spiele die in Powerplay, PC Player, Gamestar und PC Powerplay ne Wertung von 70 % + haben (hab mir meist 2 Hefte gekauft um die Wertungen zu vergleichen ^^)

Anfragen unerwünscht - geb nicht 1 Titel aus der Sammlung her! :P

Olphas 24 Trolljäger - - 46989 - 14. März 2010 - 8:04 #

Geht mir ganz genauso, ich habe sowieso nie meine Spiele verkauft, von daher ist mir dieses Argument bei der DRM-Diskussion immer ziemlich schnurz.
Oh. Doch. EINMAL hab ich ein nagelneues Spiel bei ebay verkauft. Das war damals Anno 1503. Hab es gleich am Erscheinungstag gekauft und mich furchtbar drüber aufgeregt. Was ein Disaster, zumindest zu dem Zeitpunkt. Vor lauter Wut hab ich dass dann gleich verscheuert. Aber sonst? Alle noch da, sogar meine uralten SNES Spiele.

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 14. März 2010 - 8:33 #

Alles noch da, zurück bis zum Ur-Alt Atari 2600 den Ich geschenkt bekommen habe.

Nur leider sieht es bei mir deswegen langsam aus wie in einer Messie-Wohnung. ... muss mich vergrößern...

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 13. März 2010 - 15:07 #

@Faerwynn und Tr1nity: Jaja, so mach ich das auch. Meine Spielevitrinen sind mein Schaaaaaaatz ^^

Umso trauriger allerdings finde ich es, wenn Leute ihre Sammlungen, aus welchen Gründen auch immer, auflösen...

ChrisnotR (unregistriert) 13. März 2010 - 16:57 #

Nette Kolumne, aber ich verstehe nicht so ganz worauf der Autor hinaus will:

1. Um seine Konsolen-Retro Spiele zu zocken muss er auch seine Uraltkonsole mitsamt passendem Monitor/ TV Zubehör aufheben und die bei Bedarf wieder anschließen.

Und da gibts keine Texturenschärfung/AA. Auf einer 360 laufen auch keine NES Games mehr, bei Heimcomputer/PC-Spielen könnte er doch auch einen 486er entstauben. Oder er spielt die PC Spiele auf dem Emulator auf einem aktuellen System, wo sie um ein vielfaches besser aussehen als früher. Und wenn er die Originalversion besitzt ist dass ganze komplett im legalen Bereich!!

2. "Aber für Konsolen wie Wii, Xbox 360 und PlayStation 3 gibt's in den entsprechenden Online-Läden doch auch zahlreiche Klassiker aus den 80ern."

Gibt es auch für PC, zB. Good old Games oder auch Steam! Oder die ganzen Budgetreihen die es so auf der Konsole gar nicht gibt. Hier hätte er sich vorher ruhig besser informieren können!

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 13. März 2010 - 19:38 #

1. und wie kommt er JETZT an die legalen originale, damit das ganze im legalen bereich liegt? (btw: ich glaube, es liegt nur nichtmehr im abssolut ILLEGALEN bereich- nicht wirklich im legalen. eher marke 'geduldet')

kannst du immernoch charlie chaplin-filme kaufen, obwohl du sie nie legal hattest oder nicht geboren warst zu der zeit? ja
kannst du immernoch das originale tetris kaufen, damit du deine emulation '(halb)legalisierst'? nö
(schlechte beispiele, ich weiß- aber das war nur um die grundidee zu erläutern)
darum gehts afaik

alte hardware geht irgendwann kaputt und niemand überträgts wirklich auf neue medien wies bei filmen geschieht, damit es für zukünftige generationen weiterhin erhältlich ist

2. annahme: es gibt nicht ALLE klassiker, die die spielewelt formten auf steam. das ist natürlich schon nicht optimal und jetzt fehlen nurnoch wenige schritte zum absoluten negativszenario

schritt 1: steam verschwindet
schritt 2: niemand nimmt das konzept wieder auf
schritt 3: die spiele sind nicht länger zugänglich
darum gehts afaik

p.s. unter der annahme natürlich nur, daß ich die kolumne verstanden hab ;)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 5:23 #

1. Tetris kann ich über diverse Online-Dienste für Konsolen kaufen, das schwarzweiße für den Ur-GameBoy noch auf eBay. Aber eben nicht mehr im Laden. Und PCs gehen eher nicht kaputt, da laufen theoretisch noch alle DOS-Spiele seit den 80ern drauf.

2. So sieht es aus, das ist mein Punkt. Noch krasser ist das ja bei MMOs - da können zukünftig Spieler und Entwickler nur noch von Videos lernen, wie die damals vor dem Server-Abschalten aussahen.

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 14. März 2010 - 8:10 #

naja.. das mit dem tetris- wollte einfach mal n altes game aus ner anderen ära nennen. sagte ja, es sei ein schlechtes beispiel.

und ebay hat btw alles nur solange die spiele, bis es keiner verkauft oder alle, die verkauft wurden kaputt gehen- das zeug hält sich nicht ewig. ;)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 5:21 #

1. Hab ich auch, etwa um die 35, 40 Konsolen inklusive Handhalds. Texturenschärfung brauche ich nicht. Und Emulatoren? Das wäre so, als wenn man eine Käfer-Karosserie auf einen Porsche setzen würde: "Fährt doch auch, sieht genau so aus."

2. Ich habe Steam und GoG genannt. Aber da gibt es die meisten meiner genannten Beispiele eben *nicht*.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 14. März 2010 - 10:07 #

Warum denn keine Emulatoren? Klar sind Originalspiele auf Originalhardware in gewisser Weise optimal, aber insofern unrealistisch, als dass an die Hardware noch um ein Vielfaches schwerer heranzukommen ist, als an die Spiele selbst. Das wäre, um beim Filmvergleich zu bleiben, ja fast so, als wenn es alte Filme weder im Fernsehen noch auf DVD geben würde sondern nur, ganz ursprünglich, auf Zelluloid. Das könnte dann auch nur ein Bruchteil der Öffentlichkeit nutzen, was dem Bewahrungscharakter derartiger Veröffentlichungen ja zuwider laufen würde.

Am ehesten ist das Originaleingabegerät noch wichtig, aber da gibt es, vom Competition Pro USB zu SNES-nach-USB-Adaptern, ein überraschend breites Angebot. Auf was für einem Prozessor das Spiel dann läuft, erscheint mir, bei ausreichender Qualität der Emulation, hingegen nur von untergeordneter Bedeutung zu sein. Insbesondere sind nachträgliche grafische "Verbesserungen" praktisch immer optional. Insofern hinkt der Käfer-Vergleich in meinen Augen gewaltig. Treffender wäre da vielleicht, wenn man sich vorstellt, einen alten Käfer mit Sicherheitsgurten und einem Katalysator nachzurüsten, damit man ihn überhaupt noch fahren kann. Das Fahrgefühl mag sich geringfügig ändern, aber dafür verkommt das Auto selbst nicht zu einem bloßen Anschauungsobjekt.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 23:28 #

Alte Konsolen bis VCS 2600 kriegt man heute noch entspannt auf eBay.

PC-Spiele laufen ja quasi bis auf eventuell zu drosselnde Geschwindigkeiten und den MIDI-Sound identisch zu damals.

Aber hast Du mal ein Konsolenspiel in einem Emulator gespielt? Meiner Meinung nach ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 15. März 2010 - 1:08 #

Inwiefern?

Kann jetzt zwar nicht für alle Systeme sprechen, aber beispielsweise fand ich NES- und SNES-Emulation bislang immer hervorragend. Für mich persönlich jedenfalls definitiv gut genug.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 15. März 2010 - 7:59 #

Naja, es ist schon etwas anderes, das Original-Pad an der Original-Konsole anzuschließen, den Fernseher einzuschalten, auf das Modul zu pusten und es dann in den Schacht zu stecken. Durch die Schlitzmaske des Fernsehers fiel es auch nie auf, wie pixelig manche Spiele waren, die auf dem Monitor dafür gnadenlos scharf dargestellt werden. Und dann war da noch die Emulation der jeweiligen Sound- und Spezial-Chips - wie war das noch mit Starfox oder Pitfall 2?

Anym 16 Übertalent - 4962 - 15. März 2010 - 19:04 #

Naja, ein Original-Pad oder einen Fernseher für schäfere Kontrollen oder ein unschärferes Bild an einen Computer anzuschließen ist jetzt auch nicht das große Problem. Wenn's darum geht, da kannst du mit Emulatoren genauso haben. Nur auf das Pusten muss man halt verzichten (oder es halt stattdessen mal in die Lüftungsschlitze pusten), wobei das den Spielen ja angeblich eh nicht gut tun soll und so oder so ein Aspekt von alten Spielen ist, den ich definitiv nicht vermisse. Die überwiegende Mehrheit der SNES-Spiele mit Zusatzchip (unter anderem SuperFX Spiele wie Starwing) ist heutzutage genauso gut emuliert wie die ohne. Pitfall II für den Atari 2600 scheint auch vollständig emuliert zu sein, aber da kenn ich wiederum weder das Original auf Konsole, noch die emulierte Version, so dass ich mich mit meinem Urteil noch zurückhalten muss. Aber selbst wenn 1% aller Spiele einer Plattform auf keinem Emulator laufen würde, hielte mich das doch auch nicht ab, die 99% anderen zu emulieren (natürlich immer nur unter der Voraussetzung, dass ich die Originale habe).

Ich persönlich fand das ganze drumherum (genau dieses Gamepad, genau dieses Gehäuse, genau so pusten, genau so lange Ladezeiten,...), nie so wichtig, wie die Spiele selbst oder auch nur die Bequemlichkeit alles an einem Gerät spielen zu können ohne erstmal sämtlich Kabel anzuschließen. Wenn das jemanden aber noch die 10% extra Spielspaß bringt ist das natürlich schön und freut mich für ihn. War nur überrascht ob des Vergleichs, dass zwischen nicht-emulierten Spielen und emulierten ein Unterschied wie Tag und Nacht herrschte und ehrlich gesagt, versteh ich ihn immer noch nicht

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 16. März 2010 - 1:05 #

"aber da kenn ich wiederum weder das Original auf Konsole, noch die emulierte Version, so dass ich mich mit meinem Urteil noch zurückhalten muss."

"War nur überrascht ob des Vergleichs, dass zwischen nicht-emulierten Spielen und emulierten ein Unterschied wie Tag und Nacht herrschte und ehrlich gesagt, versteh ich ihn immer noch nicht"

:)

Vermutlich trifft bei Dir die Gnade der späten Geburt zu. ;)

Anym 16 Übertalent - 4962 - 16. März 2010 - 10:42 #

Bei den die alten Ataris sicherlich, bin dann doch eher so die NES-/C64-Generation. Auch dort zieh ich heutzutage jedoch den Komfort eines Emulators klar vor. :-P

Mag auch durchaus sein, dass nicht jedes System gleich toll emuliert ist, aber ein Fall, wo die Emulation ein Spiel zur Unkenntlichkeit oder Unspielbarkeit verfälscht hätte, ist mir auch nicht bekannt. Ich spiel alte Spiele aber auch nur in den seltesten Fällen, um in alten Erinnerungen zu schwelgen, sondern meistens nur, weil ich sie immer noch für super oder zumindest für einzigartig halte. Also eher Spiele wie Loom (dass es, nachdem es lange Zeit vergriffen war, inzwischen ja bei Steam auch wieder zu kaufen gibt) als Spiele wie SimCity, bei dem einige der Nachfolger (wenn auch nicht alle) inzwischen besser als das Original finde.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324130 - 16. März 2010 - 12:34 #

Es ist halt zum einen das Eingabegerät, zum anderen das Ausgabegerät: Kathodenstrahl-Fernsehgeräte haben ein anderes Bild geliefert als heutige LCD- (oder auch Analog-) Monitore, und auch wenn viele Emulatoren ein künstliches Zeilenraster zuschalten können, ist der Effekt halt nicht derselbe.

Von den Tempogeschichten einmal abgesehen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 23:28 #

Alte Konsolen bis VCS 2600 kriegt man heute noch entspannt auf eBay.

PC-Spiele laufen ja quasi bis auf eventuell zu drosselnde Geschwindigkeiten und den MIDI-Sound identisch zu damals.

Aber hast Du mal ein Konsolenspiel in einem Emulator gespielt? Meiner Meinung nach ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Anonymus (unregistriert) 13. März 2010 - 17:05 #

Ich kann mich mit der Abwärtskompatibilität von Vista nicht beschweren. Sowohl die Thief-Games, Baldurs Gate (bei XP können die Grafikfehler auch per dxdiag umstellung bereinigt werden) und die Jedi Knight Serie laufen bei mir super! Und dass in höherer Auflösung, verschärften Texturen und ohne Fehler!

Starslammer 15 Kenner - P - 2745 - 13. März 2010 - 17:40 #

Die Spiele selbst machen auch in den wenigsten Fällen Probleme, es ist eher der alte Kopierschutz !

Mav2000ger 10 Kommunikator - 378 - 13. März 2010 - 17:50 #

Super Artikel! Warte selber noch auf eine Quake/Mechwarrior Anthology!

Alle anderen Spiele habe ich noch und auch entsprechende Rechner um sie wie damals zu spielen. Hm ich könnte glatt mal wieder Crimson Skies zocken, dafür muss ich nur meinen W98-Rechner anschalten :-)

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 6921 - 13. März 2010 - 18:51 #

Da spricht mir jemand aus dem Herzen. Ich würde gerne Wing Commander 1-3 holen. Ich hab nämlich noch die passende alte Hardware. Systemshock 1 + 2 sind auch irgendwie an mir vorbeigegangen, das würde ich auch gerne mal nachholen. Habe allerdings die Hoffnung das diese bald über Steam neu veröffentlicht werden. Ist zwar nicht ganz das selbe wie mit Handbuch, Tastaturbelegungsplan usw. aber besser als nix.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. März 2010 - 20:50 #

Ich finde, die Hardware muss auch passen. Die beiden wichtigsten Sachen:
1.) Kugelmaus (Unglaublich, die fühlen sich durch die Trägheit der Kugel echt weicher an)
2.) 15"-CRT (Monitore waren früher so groß wie meine Hand. Und gewölbt. GEWÖLBT!)

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 13. März 2010 - 22:24 #

An meinem privaten "Arbeits-PC" hängt immer noch ein 21" CRT Monitor. Bald 7 Jahre alt und läuft (fast) noch wie am ersten Tag.
Er scheint an seinem Dasein zu hängen... er will einfach nicht die Hufe hoch machen.

Oh verdammt! -Klopf auf Holz- ...wir wollen ja nichts beschwören...

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 13. März 2010 - 22:58 #

7 Jahre ist ja auch nicht alt. :) Meiner ist mit 12-13 ja schon fast doppelt so alt.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 5:25 #

Wow, werden da nicht langsam die Leuchtstoffröhren düster?

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 15. März 2010 - 16:15 #

AAAAAAAAAAAAAAAAAH

Da schreit mein Ingenieursherz :D

In nem CRT sind doch keine Leuchtstoffröhren!

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Cathode_ray_tube_de.svg&filetimestamp=20080419144858

Aber in den Leuchtschirm können sich Bilder die lange angezeigt werden einbrennen, darum gabs auch Bildschirmschoner. Dieses eingebrannte Bild kann man ab und zu noch bei nem alten Geldautomaten sehen, der noch ein CRT-Display hat.

Mein 14,5-Zöller der beim 486er dabei war tuts auch noch super :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 16. März 2010 - 1:06 #

Leuchtschirm, Leuchtstoffröhren ...

Ich rede mich mit GDC-Übermüdung und einem verkleinerten deutschen Sprachumfang raus, nach fast sechs Jahren in der Fremde. ;)

Worin hast Du Deinen Ingenieur gemacht? Energie- und Maschinentechnik hier. :)

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 16. März 2010 - 8:51 #

Mikrosystemtechnik hier!

robsetabse 10 Kommunikator - 440 - 13. März 2010 - 21:06 #

steam und gog sind doch schon ein guter anfang für alte klassiker.

ist ja auch das gleiche wie virtual console.

aber es sollte auf jeden fall mehr geben.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 13. März 2010 - 22:57 #

Es müsste halt wie bei Filmen "Firmen" geben wo man was zum restaurieren hingeben könnte. Was bei Filmen halt das aufbereiten des alten Filmmaterials ist, müßte beim Spiel das Anpassen an aktuelle Hardware/Software sein.

j-d-s 06 Bewerter - 86 - 14. März 2010 - 15:33 #

Wenn man lange genug sucht, findet man jeden Titel.

Anonymous (unregistriert) 14. März 2010 - 20:29 #

Ein paar Gedanken zum Wochenende:

* Alte Spiele auf neuer Hardware ist ein ganz trauriges
Thema.

* Open Source Spiele haben das Problem nicht, die
werden gepflegt.

* Ich liebe es PC-Spiele unter Linux mit Wine zu spielen.
Endlich laufen die Spiele im Fenster und parallel
kann mein 64-Kern-PC noch andere Sachen machen -
10 Fernsehkanäle zeigen, Chat-Fenster zeigen, etc.
Nie wieder dieser umweltverschmutzende Vollbildmodus
(in 800x600).

* Der Kopierschutz ist der Feind jedes Sammlers!
Ich sollte so langsam anfangen, auch die Cracks
alter PC-Spiele zu archivieren ...

Rouven Klatt 07 Dual-Talent - 109 - 14. März 2010 - 21:04 #

Gibts eigentlich noch so Sammlungen wie die GoldGames? Da packte man von verschiedenen Anbietern gute Games zu einer noch besseren Kollektion zusammen. Mit ein bisschen Schrauben liefen die auch auf neuer Hardware noch ganz artig (mittlerweile wohl auch nicht mehr...).

Bernd (unregistriert) 14. März 2010 - 22:34 #

Auch wenn der Artikel ein paar interessante Gedanken und Fragen aufgreift, hinkt die Kernaussage beim grundsätzlichen Vergleich mit der Filmindustrie.
Auch der Filmfreund bekommt zumeist nur den Mainstream als DVD ins Sammlerregal, und das bei so manchem Film oft genug mit größerem Aufwand auf dem Gebrauchtmarkt. Und man sollte tunlichst vermeiden altgediente VHS- oder gar BetaMax-Geräte zu entsorgen, wenn man ernsthaft mit dem Gedanken spielt auch mal Filme abseits des Mainstreams gucken zu wollen. Die Probleme sind also identisch mit denen an der Videospielfront, bei der jeder gut daran tut für ein Wing Commander noch einen 386er im Keller stehen zu haben.

Aber sind wir mal ehrlich, so schön die gute, alte Zeit auch gewesen sein mag, sind die heutigen Spieletitel nun mal nicht nur Grafikblender, sondern haben gewaltig an Unterhaltungswert zugelegt. Man vergleiche nur mal Wing Commander mit Mass Effect. Die Erinnerung an die lange vergangene Jugend gaukelt uns da manchmal einfach mehr vor, als wirklich da war.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 14. März 2010 - 23:26 #

Wing Commander ist doch wohl wirklich Mainstream gewesen - warum soll ich den nicht also auch kaufen können?

Die Diskussion, wie gut alte Spiele sind, mache ich hier nicht auf. Ich möchte einfach nur die *Möglichkeit* haben, alte Spiele noch heute zu spielen. Den Computer dafür lass meine Sorge sein. ;) Mir ist es wichtiger, das Spiel überhaupt zu bekommen.

tintifaxl 12 Trollwächter - 856 - 15. März 2010 - 8:27 #

Leider hab' ich schon zu wenig Zeit für die neuen Spiele, die ich mir gekauft habe. Da stört es mich nicht, wenn die alten nicht mehr laufen.

Außerdem habe ich die für mich spielenswerten eh schon damals gespielt ;-)

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1939 - 15. März 2010 - 15:15 #

Interessanter Artikel, der zum Diskutieren einlädt, auch wenn ich vieles davon persönlich nicht so sehe aus folgenden Gründen:

1. Mal so ganz allgemein: Auch wenn Filme und Spiele grundsätzlich Ähnlichkeiten aufweisen, da beide Unterhaltungsmedien darstellen, sind sie eben nicht gleich. Und deshalb muss man nicht zwangsläufig bei Spielen immer einfordern, was für Filme gilt.

2. Game Publisher sind genau wie Filmverleiher hauptsächlich erst mal an einem interessiert und das ist: Produkte verkaufen. Gäbe es eine grosse Nachfrage nach alten Spieleperlen, dann würde es auch sicher ein entsprechendes Angebot geben. Die Nachfrager sind doch wohl aber nur eine relativ kleine Gruppe von Hard-Hardcoregamern.

3. Filme auf ein neues Medium zu retten, ist relativ leicht. Man kopiert sie -vereinfacht gesagt- vom (bestenfalls) Originalfilm auf die entsprechende DVD,Blue Ray etc. Im ebsten Fall führt man noch eine Bild- oder Tonoptimierung. Spiele hingegen müssen i.d.R. auf ein neues Betriebsystem angepasst werden, test müssen durchgeführt werden usw. Das kostet.

4. Spiele altern schlechter als Filme (Ausnahmen wie Science Fiction Filme bestätigen die Regel). Eine Screwball Comedy der 30er oder einen Hard Boiled Krimi der frühen 70er kann man sich heute noch problemlos anschauen. Ein im Vergleich dazu viel viel jüngeres Spiel wie, sagen wir mal, System Shock, das immerhin aus den 90ern stammt, sieht doch aus heutigem Blickwinkel so was von scheußlich aus, das will doch heute kaum einer mehr ernsthaft spielen. Das typische Problem alter 3D-Spiele. Aber selbst für langsamer alterdne 2D-Spiele gilt das doch. Hat sich mal in letzter Zeit jemand hier z.B. das originale Sim City angeguckt? Hässlich wie die Nacht!

Womit wir wieder bei Punkt 2 wären: so was will sich doch wirklich nur ein absoluter an Spielegeschichte interessierter Games Nerd antun.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 16. März 2010 - 10:57 #

Zu 2.: Zumindest GOG scheint damit ja ein gutes Geschäft zu machen und würden sicher auch gerne ihr Angebot erweitern. Wenn ein Hersteller seine alten Titel schon nicht selber wieder veröffentlichen will, dann soll er sie doch bitte an wen lizenzieren, der es gerne täte.

Zu 3.: Portierungen erscheinen mir auch sehr problematisch. Ich bin da ja für Emulation (siehe auch meine Kommentare weiter oben).

Zu 4.: SimCity vielleicht wirklich nicht, da haben einige der Nachfolger (wenn auch nicht alle) das Original in meinen Augen klar verbessert, das Spielprinzip bewahrt und einfach mit aktueller Grafik und aktuellem Interface ausgestattet, aber andere Spiele durchaus. Loom (oder andere LucasArts-Adventures) sind zum Beispiel heutzutage immer noch extrem zugänglich und auch das Grafik-Design war trotz (oder gerade wegen) der technischen Limitationen Spitze und sie gehören immer noch zu den besten Spielen in ihrem Genre. Wer sich die nicht "antun" will, wenn er sie denn findet, dem entgeht wirklich was und er ist selber Schuld.

emme 04 Talent - 19 - 15. März 2010 - 19:16 #

Es wundert mich, wie stark in vielen Kommentaren (mal ganz ab von der im Artikel beschriebenen Problematik) ein altes Spiel auf seine Grafik reduziert wird. Sind Video- und Computerspiele letzten Endes also doch eine Frage der technischen Perfektion, spielerische Substanz adé? Und dabei predige ich doch seit ewigen Zeiten das genaue Gegenteil...

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 16. März 2010 - 1:08 #

Sehr guter Punkt. Mir fällt persönlich mangelnder "Komfort" viel stärker auf. Ich mag heute halt nicht mehr Karten mit Karopapier zeichnen, das Stück-für-Stück-Enthüllen einer fertigen Karte rockt.

Olphas 24 Trolljäger - - 46989 - 16. März 2010 - 9:25 #

Wobei Karten auf Karopapier zeichnen schon seinen eigenen Reiz hatte. Ich hatte damals eine riesige Karte zu "Die Dunkle Dimension" (C64) gemalt und hatte damit viel Spaß. Und gut sah es auch aus.
Aber das ging natürlich auch so gut, weil damals die Spielwelten auch in Blöcke unterteilt waren die sich 1:1 auf das Karopapier übertragen ließen. Ein Schritt, ein Kästchen.
Aber es stimmt schon, heut hab ich es auch lieber komfortabel und mag meine Ingame-Karten.

emme 04 Talent - 19 - 16. März 2010 - 11:36 #

Klar, das wunderbare Gefühl, neben dem Vorankommen im Spiel gleich auch noch ein eigenes kleines Kunstwerk zu schaffen, hat das Spielen seinerzeit sicherlich immer wieder beflügelt.
Dass ich sowas heute aber nicht mehr brauche, da stimme ich Roland Austinat absolut zu.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 25. März 2010 - 15:38 #

Ich auch.

Zumal es früher halb so viele Spiele gab und wir als Schüler doppelt so viel Zeit, also quasi umgerechnet tausend mal so viel Zeit zum Kartenmalen hatten! ;)

Anym 16 Übertalent - 4962 - 16. März 2010 - 11:17 #

Geht mir genauso, auch wenn ich statt "Komfort" eher allgemein "Interface" sagen würde. Über veraltete Grafik kann ich hinwegsehen, ein veraltetes Interface kann ein Spiel für mich hingegen fast unspielbar machen. Insbesondere, wenn ich Retro-Titel, die ich zu ihrer Zeit verpasst habe, Jahre später erstmals für mich entdecke.

emme 04 Talent - 19 - 16. März 2010 - 11:33 #

Dem würde ich jetzt, bei allem Verteidigungsdrang für die Oldies, weitestgehend zustimmen und mache das hiermit auch. Ist mir in der letzten Zeit verstärkt bei älteren Titeln J-RPGs aufgefallen (namentlich Phantasy Star 2 und Dragon Quest 4), deren hoffnungslos veraltete Menüführung sich als immenser Gameplaybremsklotz entpuppt. Weitere Beispiele für dieses Phänomen wird es sicher zu Dutzenden geben.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 16. März 2010 - 11:11 #

Naja, dass ein Großteil der Spieler großen Wert auf die Präsentation legt und manche davon sogar mehr auf die Präsentation als auf den Inhalt achten, war doch eigentlich immer schon so. So wie manche Leute sich auch nie einen Stummfilm oder keinen Schwarzweißfilm außer Sin City und Schindlers Liste ansehen würden.

Nur sind Spiele, die schon früher nur gute Grafik hatten, heute größtenteils vergessen, während gute Spiele, egal mit was für einer Grafik, heute noch gespielt werden. Zwar macht mir eine gutes Spiel mir guter Grafik vielleicht noch einen Tick mehr Spaß, aber wenn das Spiel stimmt, ist die Grafik eigentlich egal. Damit bin ich zwar vielleicht in einer Minderheit, aber keiner verschwindend kleinen. Ich denke durchaus, das es ein Markt mit Potential wäre.

Anonymous (unregistriert) 16. März 2010 - 18:11 #

Als ob die Grafik das Hauptproblem wäre. Weiß du, wie scheiße so ein Spiel von 1980 / 1990 zu steuern ist? Niemand, der in den letzten Jahren mit Maus und freier Kamerasteuerung warm geworden ist, würde freiwillig zur Buttonsteuerung der 80er oder den Texteingabefeldern der Sierra-Adventures zurückkehren. Da kann die Optik ruhig bleiben wo sie ist, die Bedienung ist einfach für den Allerwertesten. Bei einem Film muss ich mich nur berieseln lassen und meine Augen benutzen. Aber wenn ich das ganze auch noch bedienen soll, dann sollte es schon komfortabel sein und im Vergleich zu Konkurrenzprodukten nicht unnötig meine Zeit verplempern. Über mangelnde Alternativen kann man sich wahrlich nicht beschweren. Darum bleibt System Shock auch brav in der Mottenkiste, denn mit so einer Steuerung will ich heute nix mehr zu tun haben.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 16. März 2010 - 20:46 #

Für mich ist die Steuerung auch oft das Hauptproblem (siehe auch meinen Kommentar weiter oben), denke aber schon, dass sich viele Spieler von der Grafik abschrecken lassen, bevor sie überhaupt jemals mit der Steuerung in Berührung kommen.

Ich will auch gar nicht abstreiten, dass einige Spiele heutzutage unspielbar geworden sind, denke aber das diese klar die Minderheit darstellen und man hier nicht derart verallgemeinern kann oder sollte. Wenn man sich beispielsweise Super Mario Bros. oder The Secret of Monkey Island ansieht, merkt man schnell, dass etwa Platformer und Adventures von früher mindestens genauso gut zu steuern sein können wie ihre heutigen Pendants. In anderen Genres gibt's ebenso sowohl positive als auch negative Beispiele. Kameraführung ist überhaupt erst ein Problem seit viele 3D wurden und Sierra-Adventures leiden mehr an ihrem spielerfeindlichen Design, denn an ihrem Parser. Sogar reine Textadventures, also mit Parser aber ohne jegliche Grafik, werden immer noch geschrieben und gespielt, siehe dazu beispielsweis Anatols Artikel http://www.gamersglobal.de/meinung/neue-textadventures-bitte

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33795 - 24. März 2010 - 14:14 #

Selbst Point & Click hat sich seit den Tagen von SCUMM weiterentwickelt. Das Verben-Interface ist heute nicht mehr wirklich komfortabel. Hab ich neulich gemerkt, als ich Patrimonium angetestet habe. Bei heutige Adventures klickt man seinbe Befehle deutlich einfacher zusammen. Teilweise leidet leider auch die Rätselkomplexität darunter, dennoch ist mir das alte System heutzutage zu umständlich.
Auch genrellt finde ich ein veraltetes Interface bzw. Steuerung schlimer als veraltete Grafik. Wobei alte, pixelige 2D-Grafik immer noch besser zu ertragen ist als (eigentlich nicht ganz so) alte, kantige 3D-Grafik.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 16. März 2010 - 18:55 #

Schöner Artikel, meiner Meinung nach regelt sich der Markt hier aber selbst, erfolgreiche Spiele wie z.B. Halflife werde ich wahrscheinlich noch lange in irgendeiner Form kaufen können, durchschnittliche Titel verschwinden von der Bildfläche und die will in der Regel auch keiner mehr spielen. Würden viele Leute bereit für alte Titel noch Geld auszugeben, dann würde dieser Markt auch bedient werden. Alte Filme scheinen halt noch gefragt, Spiele nicht.

Da digitale Vertriebswege aber ständig zunehmen kann davon ausgegangen werden das sich dies mit der Zeit aber bessert.

Was hier aber ganz klar fehlt ist die Erhebung von Computerspielen zur Kunst, oder zumindest zu einem schützenswertem Gut, damit es endlich mal, ähnlich wie für Bücher, Archive gibt, die sicherstellen das wir von den Titeln auch in 200 Jahren noch eine Kopie haben. Diese Rolle übernehmen heute teilweise die Abandonware-Sites die aber alle weit davon entfernt sind komplett zu sein, und wie angesprochen, auch eher einen halblegalen Ruf haben. Es gibt sehr legitime, und aber auch ziemlich illegale Angebote, der Laie wird hier nur schwerlich unterscheiden können.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 16. März 2010 - 21:01 #

Mir scheint, dass Firmen überhaupt erst vor kurzer Zeit auf den Trichter gekommen sind, dass dieser Markt überhaupt existieren könnte!
Beispielsweise war das ganze, größtenteils sowohl erfolgreiche wie auch begehrte LucasArts-Sortiment von früher lange Zeit überhaupt nicht verfügbar und weite Teile davon sind es bis heute nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass Steam-Re-Releases oder GOG erfolgreich genug sind, dass das Beispiel Schule macht und eher zur Regel denn zur Ausnahme wird.

Faxenmacher (unregistriert) 18. März 2010 - 1:23 #

Hab noch Hexen 2, Heretic 2, oder POD bei mir rumliegen LOL wie lang das schon her ist ;)!

Tom 82 (unregistriert) 18. März 2010 - 17:47 #

Geile Kolumne. Mehr gibt es nicht zu sagen.

KenchU 06 Bewerter - 78 - 22. März 2010 - 17:45 #

Prinzipiell würde ich es auch befürworten, wenn man alte Games noch irgendwo offiziell bezihen könnte, keine Frage. Es gibt schon noch den einen oder anderen Klassiker, den man gerne mal wieder spielt. Aktuell ist dies bei mir z.B. StarCraft. Bevor Teil 2 anrollt, will ich einfach nochmal das alte Spiel durch haben (AddOn inklusive). Ähnlich geht es mit mit Diablo und auch WarCraft III (inkl. AddOn) sind bei mir auf der "will ich in nächster Zeit nochmal spiele"-Liste.
Glück #1: obige Spiele besitze ich noch im Original
Glück #2: Blizzard bietet - wenn man die Spiele registriert - den Download der Spiele an. Zumindest bei StarCraft war das jetzt so. 1.2 GB IIRC und man hat die aktuelle, gepatchte Version inklusive AddOn auf dem heimischen PC. Vorbildlich.

Grundsätzlich gibt es bei den alten Spielen Aspekte, die sie deutlich von Filmen unterscheidet: Biete man ein altes produkt an, muss man auch in gewissem Umfang Support dafür leisten. Bei StarCraft kein Thema: Das Spiel ist ja durch den Multiplayer-Teil noch quasi aktuell; auch Diablo wird, soweit ich weiss, noch gespielt.
Dazu kommt, daß Spiele, die vor 10 Jahren (oder mehr) herauskamen auf anderer Hardware und anderen Betriebssystemen liefen. DirectX ist sicherlich ne ganze zeitlang abwärtskompatibel, aber wer kennt noch WinG? Von spielen, die auf DOS-Basis liefen mal ganz zu schweigen; ich kann mich noch durchaus erinnern, daß ich für diverse Spiele eigene DOS-Bootdisketten hatte, um die config.sys/autoexec.bat optimal und so klein wir möglich zu gestalten und viel Speicher frei zu haben.
Und für solche alten Konstellationen sollen dann die Hersteller heute noch Support bieten? Das wird sich sicherlich nie rechnen und hier geht es einzig und allein ums Geschäft.
Ein Alternative wäre natülich, wenn mit den Games in ihrem alten Zustand eh kein Geld mehr gemacht wird, sowas wie Abandonware 'offiziell' zu machen, sprich, Hersteller geben ihr Spiel für Interessierte frei. Es kann runtergeladen werden und jeder kann selbst sehen, wie er es zum laufen bekommt.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 22. März 2010 - 23:19 #

WinG, wow. Das waren noch Zeiten. 1994, oder? :)

KenchU 06 Bewerter - 78 - 23. März 2010 - 13:54 #

Könnte hinkommen. Allerdings kann ich mich an kein Spiel erinnern, daß auf WinG lief und irgendwie erfolgreich war. Zu der Zeit speilte man halt noch unter DOS. Windows-Spiele wurden erst mit DirectX salonfähig.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. März 2010 - 14:14 #

Ganz spontan fällt mir da Civilization II (1996) ein. Das läuft auch unter Windows 3.1 immer noch genauso gut wie heutzutage unter XP.

Amano_Jyaku 06 Bewerter - 72 - 24. März 2010 - 10:58 #

Woodruff and the Schnibble of Azimuth (ogott, habe ich das richtig aus dem Gedächtnis geschrieben?) verwendete auch WinG. Der Kram läuft sogar noch unter XP, wie ich vor ein paar Monaten feststellen konnte.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 25. März 2010 - 0:48 #

Lief nicht auch Doom unter WinG? Erinnere mich schwach an Shooter-Support.

Amano_Jyaku 06 Bewerter - 72 - 25. März 2010 - 11:00 #

Also das originale Doom war soweit ich weiß ein reines DOS-Produkt. Später wurde Doom 95 nachgeschoben und dies verwendetete schon DirectX.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3303 - 26. März 2010 - 7:53 #

Hab gerade mal in der Wikipedia nachgeschaut - so schlecht war meine Erinnerung nicht:

"WinG was a technology being built by Chris Hecker in the research group, and at the time it was one of the small "Microsoft Skunkworks" projects, very low profile and off-the-wall. Basically it was fixing broken Windows drivers to make them run faster and more acceptably. Using it, we were actually able to create a video API that could run DOOM almost as fast under Windows as it did in DOS."

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6483 - 25. März 2010 - 15:41 #

Ich hatte zur 3,5-Zoll-Zeit auch für x Spiele eigene Boot-Disketten. Nach jedem heißersehnten Kauf - Master of Magic! - mußte man erst beten, daß es vielleicht möglicherweise bitte-bitte sogar sofort laufen könnte und dann in aller Regel drei Tage lang an config.sys/autoexec.bat basteln, weil's natürlich nicht sofort lief (und weiterbeten, daß es IRGENDWANN DANN DOCH NOCH klappen möge, damit man Hammerspiele - Master of Magic! - nicht gezwungenermaßen zum Kaufhof zurücktragen mußte und somit total verpaßte).

TheEdge 14 Komm-Experte - 2380 - 20. April 2010 - 14:41 #

Die Virtual Console und XBL Arcade sind ein guter Anfang. Hoffe aber auch auf restaurierte PC Spiele :)

Dr.Dave (unregistriert) 22. April 2010 - 11:38 #

Als bekennender Retro-Gamer finde ich die Seite GOG.Com ziemlich gut...

Tarak 10 Kommunikator - 416 - 19. Mai 2010 - 19:23 #

Genialer Artikel. Gibt so diverse Spiele die ich gerne als Neuauflage hätte. Zum Beispiel die Panzer General Reihe.

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