Philipp Spilker über Heavy Rain:

Heavy Neuland

"Quicktime-Events sind böse und Heavy Rain ist kein echtes Spiel!" In seiner Kolumne geht Philipp Spilker nicht nur auf diese beiden Vermutungen ein, sondern beschäftigt sich mit der Frage, ob Heavy Rain ein neues Genre etablieren könnte: Er hat beim Spielen Verhaltensweisen an sich beobachtet, die unüblich sind beim Computerspielen.
Philipp Spilker 14. Februar 2010 - 20:59 — vor 4 Jahren aktualisiert
Anfuehrung

Beim Namen David Cage -- dem Mastermind hinter Heavy Rain -- muss ich jüngst immer auch an Paul Thomas Anderson denken, und an dessen kaum bekannten, aber hochdekorierten Film Magnolia. Dieses Meisterwerk (in dem ihr Tom Cruise in einer grandiosen Darbietung erleben könnt, die nichts anderes als selbstentlarvend ist) verwebt die Schicksale von neun Charakteren äußerst kunstvoll, bevor es dann (übrigens in einem kataklystischen Unwetter) zum großen Finale kommt. Und auch Heavy Rain verknüpft die schicksalshaften Erlebnisse seiner vier Handlungsträger, und zwar in einer Weise, die euch das Abschalten der Playstation 3 nahezu unmöglich machen wird. Zumal ihr das Geschick dieser Charaktere aktiv beeinflusst. Das hört sich simpel an. Aber es ist ein großer Schritt für das Medium Computerspiel und seine inzwischen doch recht festgefahrenen, selten wirklich innovativen Genres. Und das gelingt Heavy Rain nicht etwa trotz, sondern wegen seiner Quick-Time-Events.
 
Mein neuer Freund: Der Quick-Time-Event
 
Ich weiß ja auch nicht, wer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass QTE vom Teufel kommen, aber kennen lernen würde ich ihn gerne mal. Und dann würde ich ihm erzählen, dass es nicht auf den QTE ankommt, sondern darauf, wie er benutzt wird. Und ja, bisher wurde er nie sonderlich klug benutzt. Stattdessen war er ein Substitut für Gegner oder Fallen. Zu einem meist völlig unvorhersehbaren Zeitpunkt blinkte es zur allgemeinen Überraschung auf, etwa in Resident Evil 5 oder im ersten Uncharted. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit scheiterte man beim ersten Versuch, merkte sich den Knopf oder die Stelle, spielte die Szene erneut und überlebte. Der QTE als billige Steigerung des Schwierigkeitsgrads, als dümmliche Verlängerung der Spielzeit? Danke, ich passe!
Der QTE als billige Steigerung des Schwierigkeitsgrads? Danke, ich passe!
 
Doch wer Heavy Rain beginnt, der weiß von Beginn an, dass es ganz zentral um QTE gehen wird. Und wenn dann eine Actionszene startet, eine Verfolgungsjagd oder ein Kampf, dann ist man ganz darauf konzentriert. Der Reaktionstest ist nicht seelenloser Aufklatsch, sondern zentrales Spielprinzip. Und ein einziger Fehler entscheidet noch lange nicht über Tod und Leben. Aufhalten tut er, ja. Aber das ist dann zusätzlicher Ansporn, nicht Bestrafung. Zumal sich die Bewegungen (und das war im meiner völlig subjektiven Meinung nach ebenfalls schon guten Fahrenheit noch nicht so) nachvollziehbar und echt anfühlen. Sofern sich das Drücken eines Knopfs, um eine Kampfszene zu steuern, eben echt anfühlen kann. Schon nach kurzer Zeit bin ich jedenfalls drin, will gar nicht mehr anders, verzichte auf direktere Steuerung gerne. Denn durch die Inszenierung bin ich involviert wie in kaum einem anderen Spiel.
 
Klar: Mittendrin war ich auch in Uncharted 2. Mittendrin in einem einstürzenden Haus und in vielen anderen Szenen, die sich mir noch lange in meinem Gedächtnis halten werden. In meinem Gedächtnis hält sich aber auch noch etwas anderes. Nämlich, dass ich aus dem einstürzenden Haus erst nach vielen Versuchen entkommen bin, da ich den richtigen Punkt für den Absprung nicht fand. So toll die Szene sein mag, so großartig auch die Inszenierung gelungen ist: sie ist letzten Endes immer gleich und sie duldet nur einen Ausweg. Heavy Rain ist in vielerlei Hinsicht und in vielen Szenen interaktiver und geht auch noch weiter, wenn es mit dem Drücken der richtigen Knöpfe gerade mal wieder länger dauert. Die nur eingeschränkt freie Steuerung ist nicht etwa der Schwachpunkt, sondern gerade die Stärke.
 
An mir ist alles echt. Echt!
 
Das ist nur einer der Gründe, aus denen ich dem Vorwurf unendlich müde werde, Heavy Rain sei doch eigentlich gar kein „echtes“ Spiel. Natürlich ist es das. Es ist sogar viele Spiele auf einmal, nämlich Adventure, Actionspiel und ein Stück weit auch Lebenssimulation. Und zusätzlich dazu ist es auch noch ein Film, der emotionale Bindung zu seinen Charakteren aufbaut, wie es nur den wenigsten Produktionen gelingt. Einige der schönsten Momente in Heavy Rain hatte ich tatsächlich in Szenen, die auf dem Papier zunächst so klingen, als müssten sie prinzipiell das Langweiligste der Welt sein.
 
Vor seiner letzten großen Aufgabe beispielsweise saß Ethan völlig fertig mit der Welt auf dem Boden seines Zimmers. Ihn so wie jeden anderen Charakter in Heavy Rain einfach dadurch aufstehen zu lassen, dass ich den rechten Stick nach oben bewege, war nicht möglich. Ich hätte stattdessen mehrere recht unkomfortabel über den Controller verteilte Knöpfe gleichzeitig gedrückt halten müssen, um ihm auf die Beine zu helfen. Ein schöner Kniff des Spiels, mir mitzuteilen, dass er am Ende seiner Kräfte ist. Und was habe ich gemacht? Ich habe beschlossen, Ethan noch etwas Zeit zu geben. Habe ihn da sitzen lassen, der traurigen Hintergrundmusik gelauscht, die wechselnden Kameraperspektiven abgewartet. Etwa zwei Minuten lang. Und dann erst half ich ihm, sich wieder aufzurappeln. "Gebracht" in Sachen Punkte oder Trophäen hat mir das nichts. Aber Ethan, dieser Mensch da auf dem Bildschirm, der hatte sich diese Ruhe verdient. Dem war ich das schuldig, nach all dem, was ich ihm als Spieler schon zugemutet habe. Heavy Rain gelingt es mit Leichtigkeit und quasi im Vorbeigehen, ein ungekannt intensives Verantwortungsgefühl des Spielers für seine Spielfigur zu erzeugen. Natürlich ist es ein „echtes“ Spiel, gar keine Frage.
 
Hinterm Horizont geht’s weiter
 
Vor allem ist es mal ein anderes Spiel. Ein Spiel, für das sich schwer ein Vergleich finden lässt. Das bringt das Betreten von Neuland halt mit sich. Aber solche Wagnisse braucht das Medium Computerspiel, dass in der populären Meinung doch trotz kleinen Fortschritten immer noch festgelegt ist als Ballerspiel oder Kinderkram. Heavy Rain ist alles andere als Ballerspiel und Kinderkram. Es ist ein psychologischer Thriller und ein sehr düsteres Drama. Hoffentlich ist ihm finanzieller Erfolg beschieden. Denn dann müsste jeder, der zwei und zwei zusammenzählen kann, erkennen, dass es offenbar ein Publikum gibt für erwachsene Spiele, die aus mehr Komponenten bestehen als Blut und nackte Brüste (wobei es letztere schon gibt in Heavy Rain, aber eben als kohärenten Teil des Ganzen). Heavy Rain kann dem Medium Computerspiel nur gut tun und es einen Schritt weiter bringen auf seinem Weg.
 
Heavy Rain kann dem Medium Computerspiel nur gut tun und es einen Schritt weiter bringen auf seinem Weg.
Ist Heavy Rain also die Spielezukunft? Nein, die Spielezukunft ist es sicher nicht. Eine Spielezukunft ist es sehr wohl. Es ist ein Neuzugang im Kader, steht auf eigenen Füßen und inspiriert in der Zukunft hoffentlich auch Entwickler jenseits von Quantic Dreams. Jedes Genre stand irgendwann einmal in seinen Kinderschuhen, und da steht auch Heavy Rain noch. Natürlich ist es nicht perfekt. Teilweise scheinen die Entwickler Angst vor ihrem eigenen Anspruch der Wahlfreiheit bekommen zu haben. Einige Dinge, die möglich sein sollten und auch für die Story umsetzbar gewesen wären, sind eben nicht möglich. Und so fesselnd es sein mag: Die Illusion, die es so geschickt aufbaut, hat auch hier und da Risse aufzuweisen. Aber wenn ein möglicher Nachfolger zu Heavy Rain derart verbessert werden sollte, wie schon Heavy Rain eine Verbesserung zu Fahrenheit darstellt, dann dürfte spätestens bei Erscheinen eben dieses Spiels den Kritikern der Wind in den Segeln endgültig ausgehen. Und wieso denn überhaupt diese Abneigung einem solchen Spiel gegenüber? Es ist ja nicht so, dass es einem Nathan Drake, Nico Bellic oder dem namenlosen Helden aus TGFKAG (The Game Formerly Known As Gothic) seinen Platz streitig machen wollte.

Wegbereiter für ein neues Genre?

Am Ende bleibt festzuhalten: Wer Heavy Rain nicht spielt oder spielen kann (längst nicht jeder hat eine PS3 oder das Taschengeld, sie mal kurz eben zu kaufen), dem entgeht eines der wohl faszinierendsten Spielerlebnisse der letzten Jahre. Ein Spiel, das große Schritte tut, vieles wagt, QTE salonfähig macht. Und das zumindest mich mehr zum Nachdenken über das Medium Videospiel gebracht hat, als es etwa der (vielen Spielern aber eh verhasste) Plot-Twist von Bioshock je schaffen konnte. Vielleicht ist Heavy Rain sogar ein Spiel, das man in einigen Jahren als Wegbereiter eines neuen Genres bezeichnen wird. Deswegen: Spielt Heavy Rain! Lasst euch drauf ein und euch überraschen. Seid unter den ersten, die Neuland betreten.

Euer Philipp Spilker

Abfuehrung
Jörg Langer Chefredakteur - Abo - 268442 EXP - 14. Februar 2010 - 21:20 #

Hey, ich kenne Magnolia auch! Richtig toller Film, und am Ende regnet es Frösche vom Himmel...

Philipp Spilker Redakteur - Abo - 22108 EXP - 15. Februar 2010 - 23:49 #

Und die Szene, in der alle Charaktere "Wise Up" singen, ist ziemlich unschlagbar.

miree 16 Übertalent - Abo - 4539 EXP - 16. Februar 2010 - 3:11 #

Spitzen Artikel Philipp! Ich habe gestern auch die Demo gespielt und war sehr begeistert. Fahrenheit habe ich nur eine Stunde durchgehalten, aber ich werde ihm noch eine Chance geben bevor ich Heavy Rain kaufe.

Aber Magnolia?! Wahrscheinlich habe ich den Film einfach nicht verstanden. Der war mir zu anspruchsvoll.

Aber Heavy Rain? Definitiv!

Contra4you 17 Shapeshifter - 7185 EXP - 17. Februar 2010 - 20:35 #

Jörg, du kannst doch nicht einfach das Ende des Filmes erzählen.xD

Philipp Spilker Redakteur - Abo - 22108 EXP - 17. Februar 2010 - 21:13 #

Ist streng genommen gar nicht das Ende. Sondern nur die Szene, an die sich seltsamerweise jeder am ehesten erinnert, wenn man den Film zur Sprache bringt.

Red237 18 Doppel-Voter - Abo - 9543 EXP - 19. Februar 2010 - 23:49 #

Ich erinnere mich an Frösche - viele viele Frösche...

Anonymous (unregistriert) 14. Februar 2010 - 21:35 #

Hm es ist schwierig dieses Spiel wirklich einzuorden, die (persönlichen) Meinungen in der Fachpresse gehen da teilweise recht stark auseinander. Aber das etwas andere Spielerlebnis ist es wohl, auch wenn ich nicht soweit gehen würde es als quasi neues Genre zu definieren. QTE, Lebenssimulation etc. gab es auch schon viel früher, wie z.b. in Shenmue, das wohl seiner Zeit etwas voraus war und leider auch net den finanziellen Erfolg hatte. Sicher nicht genau damit zu vergleichen, aber Parallelen lassen sich erkennen, auch wenn das Setting komplett anders ist. Aber mal abwarten inwiefern dieses Spiel etwas beitragen kann zum Kulturgut Videospiel.

Dennis Ziesecke 21 Motivator - Abo - 27393 EXP - 14. Februar 2010 - 22:08 #

Cooles Teaserbild btw ;) ..

Tr1nity Community-Moderator - Abo - 62760 EXP - 16. Februar 2010 - 3:40 #

Hossa! Ich seh das jetzt erst ;-). LoL, coole Idee.

flow7 (unregistriert) 14. Februar 2010 - 22:40 #

sehr cooler artikel....ich finde den ansatz was mass effect 2 oder heavy rain zeigt sehr interessant...nämlich dass in beiden spielen die hauptcharaktere sterben könnnen und es in einem fall (heavy rain) sogar weiter geht! ich will keine game over screens ich will ein spiel in dem alles passieren kann.

Contra4you 17 Shapeshifter - 7185 EXP - 14. Februar 2010 - 22:48 #

Wow was für ein Artikel. Es wurden wieder sehr viele fasseten des Spieles aufgenommen und somit hat man immer mehr ein Bild vom Meister Werk Heavy Rain. Die Qualtität eurer Texte also vom Schreibstiel bis zum Design ist Grandios. Das ist Gee Qualität und das hat schon was zu heißen. Ich bedanke mich für jeden dieser Artikel!

John of Gaunt Community-Moderator - Abo - 37075 EXP - 14. Februar 2010 - 23:35 #

Ein sehr guter Artikel. Und auch ich denke, dass Heavy Rain einen ersten Schritt der Weiterentwicklung des Mediums Spiel darstellt, eben dank seiner Entscheidungsfreiheit und dem Mut, etwas anderes zu probieren. Hoffentlich nehmen sich andere Entwickler ein Beispiel.

Bin ich außerdem der Einzige der findet, dass DER Quick-Time-Event, wie in der ersten Zwischenüberschrift, seltsam klingt und aussieht? Stimmt zwar laut Duden (hab's extra nachgeschaut, zuerst sollte hier nämlich eine kritische Verbesserung stehen ;-)), aber dennoch wirkt das auf mich ziemlich unrund.

Anym 16 Übertalent - 4962 EXP - 15. Februar 2010 - 16:36 #

Ging mir genauso und hab auch extra nachgeschaut! :-D

Wie's im Endeffekt geschrieben wird ist mir zwar egal, ich fänd's nur schön, wenn der Artikel (der Test scheint das Wort nämlich sächlich zu verwenden) und die Schreibweise ("Quick-Time-Event", "Quicktime-Event") auf der Seite einheitlich wären.

bam 15 Kenner - 2755 EXP - 15. Februar 2010 - 0:03 #

Wegbereiter für ein neues Genre?

Das hat Fahrenheit schon nicht geschafft und ich bezweifel, dass Heavy Rain dies schaffen wird. Heavy Rain bietet meiner Meinung nach wenig Potenzial für eine Genre-Bildung. Die Variationsmöglichkeiten sind viel zu eingeschränkt, so dass jedes ähnliche Spiel als Klon gebrandmarkt werden würde.

Ich denke aber dass Bestandteile von Heavy Rain andere Spiele und Genres durchaus beeinflussen werden. 2 Punkte stechen da für mich heraus.

1. die QTEs, welche sicherlich in ähnlicher Form in anderen Spielen einfließen könnten, aber eben nicht so bestimmend und allgegenwärtig wie bei Heavy Rain: Alternativ gibt es aber nun auch die Motion Controller, welche das was Heavy Rain mit einem Gamepad simuliert eigentlich viel besser können: Nämlich echte Bewegungen immitieren.

2. die Variation des Spielerlebnis bzw. Konsequenzen des Handelns. Man sieht genau diesen Aspekt schon bei Mass Effect und BioShock in anderer Form, aber Heavy Rain ist ein Spiel, welches durchgängig die Konsequenzen des eigenen Handels aufzeigt und eine sehr persönliche Geschichte daraus entwickelt.

Das ist genau der Aspekt der eben weitesgehend in der Spielelandschaft noch fehlt. Wir haben in den letzten Jahren die Entwicklung von sehr linearen zu eher offenen Spielwelten erlebt, die Geschichte aber blieb in der Regel recht linear. Durch solche Spiele wie Heavy Rain werden aber sicher andere Entwickler ermutigt mehrere, unterschiedliche Handlungen und Handlungsauflösungen in Spielen zu implementieren.

Letztendlich ist es ja genau das was Spiele von Medium Buch oder Film unterscheidet: Man ist nicht auf eine vorgefertigte Geschichte limitiert, sondern kann durch eigene Aktionen das Erlebnis unterschiedlich gestalten.

Vanguard 13 Koop-Gamer - 1264 EXP - 16. Februar 2010 - 19:09 #

Der fehlt aber nicht zufällig. Es ist einfach sehr teuer und aufwendig, das umzusetzen. Und dabei berücksichtigt man noch nicht mal, dass dann große Teile des Contents nicht vom Spieler gesehen wird, was auch nicht im Interesse des Entwicklers ist.
Gerade auf einem qualitativ hohen Level wie z.B. bei Mass Effect 2, kann man das einfach nicht voll umsetzen. Genau aus diesem sieht man auch Ashley oder Kaiden kaum und aus dem Grund wird man wahrscheinlich auch die meisten aus Teil 2 nicht mehr wiedersehen oder zumindest nur kurz.
Außer sie haben ein paar intern unsterblich gemacht, Tali z.B.

tuareg87 10 Kommunikator - 491 EXP - 15. Februar 2010 - 11:12 #

ich denke das hier alle zu viel ihren senf abgeben !!! und bevor ihr alle weiter so selbst verliebt eure mehr oder weniger guten oder schlechten kritiken ablasst SPIELT ES ERST EINMAL SELBST !!! wenn ich schon lesen muss "Wegbereiter für ein neues Genre?
Das hat Fahrenheit schon nicht geschafft und ich bezweifel, dass Heavy Rain dies schaffen wird." fahrenheit erschien 2005 und heavy rain kommt am 24.02.2010 das sind 5 jahre in denen sich einiges in der spiele welt geändert hat !!! doch es muss ja immer wieder leute geben die den fortschritt bremsen wollen warum auch immer...wer ehrlich etwas zu diesen spiel sagen kann ist der der es spielt und das sind leute wie Philipp Spilker oder Jörg Langer...denn sie waren an der quelle und das sollten wir alle tun und dann könnt ihr das spiel zereissen oder hochjubeln !!! wer austeilt muss auch einstecken können aber was ich schreibe ist nun mal logisch also hoffe ich hier niemandem zu nahe gekommen zu sein wenn ja tut es mir natürlich leid PEACE !!!

Ganon 20 Gold-Gamer - Abo - 22348 EXP - 16. Februar 2010 - 17:32 #

Komm mal runter! Die Kommentare hier waren alle sachlich geschrieben, nur du schmeißt hier mit Ausrufezeichen um dich und willst anderen das Recht auf ihre persönliche Meinung absprechen. Sicher ist alles bisher nur Vermutung, weil es bis auf die Tester noch keiner hier gespielt hat, aber auch deren Aussagen sind letztlich nur subjektive Meinungen und können somit angezweifelt werden.

breedmaster 12 Trollwächter - Abo - 1025 EXP - 17. Februar 2010 - 10:46 #

Zwischendurch mal durchatmen! :)

xanatos32 09 Triple-Talent - 299 EXP - 15. Februar 2010 - 12:00 #

Nach dem Test und der Kolumne habe ich mir ( keine PS 3 daheim ) Fahrenheit bei Amazon bestellt und auch schon die Demo gespielt. Bin leider nie auf dieses Entwicklerstudio aufmerksam geworden und habe wohl Einiges nachzuholen :)
Heavy Rain erinnert mich ein bisschen an verschiedene "Entscheidungsbücher", die es für Kinder gibt- nach dem Schema: Wenn du den linken Pfad nimmst, ließ auf Seite 84 weiter. Natürlich auf völlig anderem Niveau und komplexer, aber das Grundprinzip denke ich ist toll!

Und genau in diesem Punkt glaube ich ( wie viele meiner Vorredner auch ) , dass in Sachen Entscheidungsfreiheit Computerspiele an sich noch enorme Schritte nach vorne tun können und ihr eigentliches Potenzial genau darin steckt. Wenn Entscheidungen in Spielen die einzige Innovation in den nächsten 5 Jahren sein sollten, hätte ich nichts dagegen ;)

Philipp Spilker Redakteur - Abo - 22108 EXP - 17. Februar 2010 - 21:16 #

Fahrenheit merkt man sein Alter inzwischen zwar deutlich an, aber dennoch ist es ganz bestimmt kein Fehlkauf. Wenn auch das Element QTE im Vergleich zu Heavy Rain wirklich nicht mehr mithalten kann. Ich wünsche jedenfalls viel Spaß mit diesem Klassiker.

Equi 13 Koop-Gamer - 1739 EXP - 15. Februar 2010 - 12:26 #

Ist TGFKAG ne offizielle Abkürzung ;) ?

Olphas 20 Gold-Gamer - Abo - 21345 EXP - 15. Februar 2010 - 14:09 #

Sicher nicht, aber eine die ich sofort für mich übernommen habe, als ich sie gestern hier gelesen hab. Sehr klasse! :D

melone 06 Bewerter - 1512 EXP - 15. Februar 2010 - 14:49 #

Oh Gott, ich hab's nicht bis zum Ende ausgehalten, aber lange nicht mehr so ein schwülstiges Gedöns gelesen. Ich hoffe, die Leute interessieren sich trotzdem für das Spiel.

Llane 09 Triple-Talent - 240 EXP - 15. Februar 2010 - 19:18 #

Was bitte ist denn eine "Fassette" des Spiels? ;)

Wenn man komplizierte Wörter nicht buchstabieren kann sollte man sie auch nicht verwenden. Nur so eine Idee.

Zum Artikel habe ich keinen richtigen Kommentar; finde Heavy Rain zwar ungemein interessant aber werde mir deswegen noch lange keine PS3 zulegen.

Grinzerator 17 Shapeshifter - 7875 EXP - 15. Februar 2010 - 21:45 #

Wenn man schon einen Rechtschreib-Flame schreiben muss, dann sollte man den Fehler auch verbessern. In diesem Fall ist das aber gar nicht nötig, denn diese Schreibweise von Facette existiert tatsächlich und ist so korrekt. Also bist du der einzige, der dabei einen Fehler gemacht hat.
In Verbindung mit deinem restlichen Kommentar würde ich dir nahelegen, deine zukünftigen Beiträge vorher zu überdenken und gegebenenfalls auf korrekte Rechtschreibung, gerade in Rechtschreib-Flames, zu prüfen, da bei einigen sonst der Eindruck entstehen könnte, du seist ein Dummschwätzer. Und ich nehme einmal an, dass dies nicht deine Intention ist.
In diesem Sinne: Willkommen auf Gamersglobal.de.

Edit: Du kannst auf einen Kommentar direkt antworten, indem du den winzigen Button direkt unterhalb des Kommentars, auf den du antworten willst, anklickst.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 6802 EXP - 16. Februar 2010 - 12:07 #

Ich find die Kolumne hervorragend, selbst - neben jenen der "populären" Autoren, Philipp. Ganz ernsthaft hast du wesentliche Aspekte, die mir persönlich an dem Spiel wichtig waren, mit aufgegriffen und derat präzise zurechtgeschoben, dass ich überwältigt bin.

Zum ersten Mal hab ich den Text mehrfach verschlungen und muss sagen, dass ich immer wieder enttäuscht zum Ende komme, weil der Zauber dann schon vorbei ist. Das klingt jetzt alles arg geheuchelt, aber ich finde das wichtig.

Meine Kritikpunkte sind somit, weitere Ausführlichkeit und eventuell noch ein näheres Beleuchten der Grafikumstände, wie Motion Capture, Playscript ebenfalls das "Gamer-untypische" Verhalten in dir erzeugt haben, die mir fehlen.

Zuerst war ich einfach erstmal froh, dass nicht ausschließlich Jörg das Spiel getestet hat oder diverse andere Leute, habe mir jedoch niemals vorher ein Bild von dir gemacht. Einfach: Der Neue mit der Brille. Ich muss sagen, dass mir jegliches Mitwirken am Heavy Rain Artikel sehr gefällt, auch wenn ich viele Meinungen nicht teile. Was ich auch sehr diffizil sehe, sind Aussagen, über die Spielezukunft, da bisher zu viele gute Ideen verpufft sind und sowieso der allgemeine Chor hier ist: "Daraus hätte was werden können aber..." Ich denke, Heavy Rain mag mitunter natürlich eine weitere Sprosse sein und bestimmt werden Christoph oder Jörg sich in 10 Jahren bei einem Spiel darauf beziehen: "Was Heavy Rain damals schon vorgemacht hatte..." Aber mehr auch nicht. Hochjubeln können wird man das Spiel erst, wenn es soweit ist.

Ich denke durch die PS3 Exklusivität, die Umstrittenheit des Spiels selbst in der Presse, das Messen am Vorgänger und nicht zuletzt gerade doch wieder die QTE, mit der Frage, wo ist das Spiel? *zu stefan schiel* wird es Heavy Rain schwer haben, so einer Aussage stand zu halten. Das sieht man ja auch hier in den Kommentaren. Trotz allem hast du es so formuliert, dass es wirklich mehr als kompromisssuchend und versöhnlich sich lesen lässt, trotz relativ 'radikaler' Aussagen. Kolumne eben-- und gerade deshalb: Besonderes Lob an dich, Philipp.

Philipp Spilker Redakteur - Abo - 22108 EXP - 17. Februar 2010 - 21:15 #

Ähm ... ja, also: Danke!

Green Yoshi 19 Megatalent - 15428 EXP - 16. Februar 2010 - 21:34 #

Guter Bericht, ich hoffe wirklich, dass Heavy Rain die Beachtung bekommt die es verdient.
Wenn es das spielerischen Pendant zu Magnolia ist, umso besser. Mich erinnert es mehr an Thriller wie Sieben und Das Schweigen der Lämmer.
Die QTE in Fahrenheit fand ich in den Action-Szenen echt nervtötend, ich hoffe, dass Heavy Rain dies besser gelöst hat.
Schade, dass die Steuerung viel zu kompliziert ist für Leute, die noch nie ein Videospiel probiert haben. Selbst ich als erfahrener Spieler musste mich auf der gamescom erst Mal ein paar Minuten in die Steuerung einarbeiten.

Herr Klein (unregistriert) 17. Februar 2010 - 12:08 #

Computer- und Videospielbegeisterte sind konservativer als manch CDU-Politiker. Sie denken in festen Genres, Kisten und Schubladen. Und wenn dann etwas nirgends so richtig hineinpassen will dann wird gemeckert, geschimpft und dem Produkt gar das Prädikat Spiel aberkannt.

Heavy Rain ist scheinbar so ein Spiel. Es ist in Sachen Gameplay schwach und darum kein echtes Spiel sondern mehr ein interaktiver Film. Aber was mache ich denn im neusten Bioshock? Ich drücke an den richtigen Stellen die richtigen Knöpfe. Und das nun schon seit 20 Jahren, seit dem ersten 3D-Shooter (Hovertank 3D) und noch dazu beinahe identisch. Ist das besseres Gameplay? Heavy Rain geht da mutig neue Wege. Und hier glaube ich ist der springende Punkt. Während Filme und Bücher quasi „fertig“ sind und die neuen Werke sich nur in Ansätzen bzw. Inhalt von den vorherigen unterscheiden, sind Spiele noch lange nicht an diesem Punkt. Die Technik entwickelt sich immer noch rasant. Das Storytelling ist weiterhin auf dem Weg. Ganz zu schweigen von den Eingabegeräten. Und ganz sicher auch das Gameplay.

Die ganze Diskussion erinnert mich stark an Flower, FlOw oder Noby Noby Boy. Auch das waren laut Kritikern keine Spiele weil man keine festen Ziele hatte. Es gab keine Aufgaben, keine Level und auch kein echtes Ende.

Ohne Highscore, ohne klar definiertes Genre, ohne Bossgegner und herausforderndes Tastendrücken ist ein Spiel halt kein Spiel.

Nur gut das The Graveyard vor zwei Jahren keine große Beachtung gefunden hat. Vermutlich hätte man die Entwickler erschossen.

tuareg87 10 Kommunikator - 491 EXP - 17. Februar 2010 - 13:37 #

http://www.youtube.com/watch?v=hedoZYSgeyU

ohhh...man ist das krank :( habe es mir mal angesehen..

Anonymous (unregistriert) 9. März 2010 - 18:57 #

Fahrenheit hat mir gut gefallen.
Einziges Manko: ich konzentriere mich bei den QTEs so auf
die Anzeige der zu drückenden Tasten am Bildschirm, dass
ich die ablaufende Actionsequenz gar nicht mitbekomme.
Was habe ich mir da eine "Replay"-Taste gewünscht ...

Schon bei Riddick: Escape from Butcher Bay hat mir gut
gefallen, dass es auch eigenständig ablaufende
Actionsequenzen gibt, bei denen der Spieler nur
Zuschauer ist. Nur so wird ein Spiel dramaturgisch zum Film.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
GamersGlobal: Das Spiele-Magazin für Erwachsene
Impressum Nutzungsbedingungen So geht's
GamersGlobal auf Facebook Creative Commons License GamersGlobal auf Twitter.com
Die User-generierten Inhalte dieser Website, nicht aber die redaktionellen, sind unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert, bis auf zwei Ausnahmen (siehe Nutzungsbedingungen).

Seitenanfang