Ideen fordern, Mainstream kaufen

Die neue Scheinheiligkeit Meinung

Spiele mit frischen Ideen? Originellen Inhalten? Scheinbar jeder will sie, wenige kaufen sie. Deshalb findet Michael Orth, dass die Käufer zum Großteil selbst daran schuld sind, dass sie den immer gleichen Brei serviert bekommen. Einzelnen Indie-Erfolgen zum Trotz, scheint der Ruf nach "anderen" Spielen gut, aber nicht ernst gemeint.
Jörg Langer 23. Dezember 2011 - 0:37 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Waaaas? X-Com wird ausgerechnet als Shooter wiederaufgelegt? Syndicate auch? Ich geb’s zu: Auch ich gehörte zu denjenigen, die beim Lesen der entsprechenden Meldungen fast schon reflexartig die Fäuste in den Taschen ballten. Aus Enttäuschung, Wut und Ärger. Und sogar ein wenig Hass. Hass auf die Publisher, denen selbst bei alten Über-Klassikern – die sich doch gerade wegen ihrer innovativen und gehaltvollen Spielkonzepte diesen Status erarbeiteten – nichts anderes einfällt als ein völlig einfallsloses Shooter-Remake. Nach einer Weile pegelten sich die Emotionen wieder auf ein normales Niveau ein, der Gefühlsausbruch wich langsam objektiven Überlegungen. Zwar halte ich es nach wie vor für einen Fehler, alten Spieleserien ein modernes Shooterkleid überzustülpen: Die alten Recken drehen beleidigt ab, die neuere Spielergeneration kann mit diesen Namen wenig bis nichts anfangen. Doch aus kommerzieller Sicht muss man den Publishern wohl trotzdem Recht geben. Selbst wenn die X-Com und Syndicate nur gehobenes Mittelmaß werden, dürften sie sich damit besser verkaufen als mit ihren Originalkonzepten. So bedauernswert ich das auch fände.

Der dumme Massenmarkt?
Für die aufgeklärte, weltoffene Spielerschaft der „Core Gamer“, die sich gerne bei GamersGlobal und anderen einschlägigen Magazinen informiert, wird der Schuldige schnell fest stehen. Der dumme „Massenmarkt“ ist es natürlich, der – ignorant und marketing-manipuliert – überhaupt nur noch große Namen, bekannte Lizenzen und bewährte Fortsetzungen akzeptiert. Gleichzeitig schreit die Core-Gamerschaft laut nach neuen Ideen, innovativen Ansätzen, frischen Szenarien und Mechanismen abseits ausgetretener Pfade. Was, so paradox es auch klingen mag, die Reaktivierung vieler klassischer Spielkonzepte durchaus mit einschließt.

Kombination aus Triple-A-Aufwand und Wiederkäuen
Meiner Meinung nach sind das größtenteils reine Lippenbekenntnisse. Denn abgesehen davon, dass er sich bei Steam-Schleuderpreis-Sales ab und zu mit Indie-Spielen eindeckt, die dann aber eh meistens auf der Festplatte versauern, unterscheidet sich der Core Gamer im Kaufverhalten wenig bis gar nicht vom verhassten Mainstream. Und so dürften 2011 vornehmlich Skyrim und Modern Warfare 3 im echten oder virtuellen Einkaufskorb gelandet sein. Oder auch ein Portal 2. Alles Titel, die nur mit der gesammelten Kaufkraft von Massenmarkt und Enthusiasten zu dermaßenen Megasellern werden können. Ohne Zweifel sind alle drei auf ihre eigene Art fantastische Spiele, aber halt auch prototypische Vertreter für die Kombination aus "Triple-A-Aufwand" und Wiederkäuen eines hinlänglich bekannten Spielprinzips. Ja auch Portal 2. Das war schon in Teil 1 kein Indiespiel mehr.

Selbst auf GamersGlobal.de – mit einer eher etwas älteren, sicher nicht gerade anspruchslosen Leserschaft gesegnet – schlagen AAA-Titel wie Skyrim, Modern Warfare 3 oder Batman Arkham Asylum kleinere Titel wie Trine 2, To the Moon oder Gemini Rue um eine ganze Größenordnung, wischt das hochglanzpolierte Shogun 2 mit einem Strategic Command den Boden auf. Und zwar rein von den Abrufen her, und damit dem offensichtlichen Leserinteresse. Botschaft an GamersGlobal: "Mehr AAA, weniger Geheimtipp, bitte!" Sind die GamersGlobal-User, ach was, die Core Gamer, die ambitionierten Spielefans, am Ende einfach scheinheilig?

Berechenbares Kaufverhalten
Warum auch der Core-Spieler das letztendlich gleiche berechenbare Kaufverhalten zeigt, hat bestimmt viele Gründe. Von denen ich die meisten spontan auch gar nicht konkret benennen könnte. Ein gewichtiger dürfte allerdings die Bequemlichkeit des Menschen sein. Über die Blockbuster wird er ohne eigenes Zutun quasi automatisch mit Tonnen von Informationen gefüttert. Das mag er nach außen hin als lästig empfinden, seine Wirkung wird es dennoch nicht verfehlen. Um den kleinen, feinen Geheimtipps auf die Spur zu kommen, wäre allerdings jede Menge Eigeninitiative gefragt – und diese Arbeit wollen sich viele einfach nicht machen.

Da mag dann noch eine gewisse Grundskepsis gegenüber Neuem reinspielen, welche die angeborene Neugier meist überwiegt. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, gemäß dem alten Spruch: Was der Bauer nicht kennt, frisst er auch nicht.  Und so kommt schnell das eine zum anderen: Der Name unbekannt, die Screenshots nur kurz überflogen – und schon sind viele „kleine“ Titel nach einer Aufmerksamkeitsspanne von fünf Sekunden wieder aus dem Gedächtnis entschwunden. Letztendlich ist es genau diese Faulheit selbst der „ambitionierten“ Spieler, an die sich geschicktes Videospiel-Marketing ranhängt. Und für das ist der Core-Gamer genauso empfänglich wie der ach so dumme Massenmarkt. Auch wenn es dem Spiele-Enthusiasten wahrscheinlich größte Schmerzen bereiten würde, es öffentlich zuzugeben. Man will doch die Big-Budget-Produktionen spielen, den eigenen Rechner ausreizen, mitreden können!

Gut, in ganz so düsteren Farben, wie ich sie gerade gemalt habe, stellt sich die Situation wahrscheinlich gar nicht dar. Dass man Massenware kauft, bedeutet ja nicht automatisch, dass man den Markt der kleinen, feinen Indie-Produktionen komplett links liegen lässt. Und ist der nicht permanent am Boomen? Sind Titel wie Trine oder World of Goo inzwischen nicht ähnlich bekannt wie das oben genannte Blockbuster-Trio? Man könnte es zumindest meinen, wenn man auf Steam geht, dort sind die kleinen Titel gefühltermaßen inzwischen sogar in der Übermacht. Aber mal abgesehen davon, dass ein Ausnahmeerfolg wie Minecraft eben das ist, also eine Ausnahme: Mir geht es auch weniger um diese Art Projekte.  Sondern um die Produktpalette der etablierten, noch im klassischen Retail-Markt verankerten Publisher. Zwei, drei riskante Titel abseits der festgefahrenen Schiene, und schon droht die Pleite – oder zumindest ein ziemlich mieses Jahr. Könnte man zumindest meinen.

Was die Leute wollenDa tut man sich seitens der Hersteller natürlich leicht, mit einem flapsigen „wir liefern ja nur, was die Leute wollen“ das eigene ebenso ideen- wie überraschungsarme Line-up zu rechtfertigen. Doch so leicht kommen mir die Herren Manager nicht davon: Ein wesentlicher Teil des Übels ist meiner Meinung nach die extrem starre Denkweise der Anzugträger, wonach jeder Output ein potenzieller AAA-Titel sein muss. Der demzufolge auch 50 bis 70 Euro kosten darf und soll. Was einen entsprechenden Entwicklungs- und Marketingaufwand nach sich zieht, der den Break-even neuer Marken schon vor Release in unerreichbare Höhen schraubt.

Mir ist völlig schleierhaft, wie eine ehemals so dynamische Branche in Rekordzeit so verkrusten konnte.
Mir ist schon seit längerem völlig schleierhaft, wie eine ehemals so dynamische Branche wie die der Computerspiele in Rekordzeit so verkrusten konnte. Statt sprühender Kreativität verströmen viele Großpublisher den Charme und die Innovationskraft eines Telefonbuchverlags. Warum nur sind die Majors dermaßen unfähig, sich bei den „Kleinen“ etwas abzuschauen? Flexible, dynamische Entwicklerteams, die vorwiegend neue Ideen ausbrüten. Anstatt alleine durch Hundertschaften an Grafikern und Animateuren Millionen zu verbrennen. Und die diese Ideen mit relativ kleinen Mannschaften schnell und günstig zu Bits und Bytes machen.

Ihre eigene Pow
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er sollten die Großen der Branche vor allem in den Bereichen Werbung und Vertrieb nutzen, um diese Kleinode auch einem breiten Publikum bekannt und zugänglich zu machen. Wie wenig manche Branchenriesen strukturell und wohl auch personell dazu offensichtlich in der Lage sind, zeigt sich schön am Beispiel EA. Alles, was nicht in den Bereich Vollpreis-Premium-Spiel fällt, wurde in den letzten Jahren schlichterhand zugekauft. Und das zu horrenden Preisen, für die man wahrscheinlich gleich jeweils fünf Inhouse-Studios aus dem Boden hätte stampfen können. Das hört sich nach klassischem Henne-Ei-Problem an: Was war zuerst da, die Innovationsarmut oder das berechenbare Kaufverhalten? Doch genau das ist meiner Meinung nach eine Chance für beide Lager: Spieler sollten ihre Marktmacht besser nutzen und den 18. Aufguss einer zur Selbstparodie verkommenden Serie noch stärker mit Nichtkauf abstrafen. Nein, wirklich! Und die großen Hersteller sollten schneller als bisher erkennen, dass sie sich mit langweilig-routinierten Mainstreamspielen zum Vollpreis auf Dauer selbst ihr Grab schaufeln.
 
Was meint ihr?

Euer Michael Orth
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Jörg Langer 23. Dezember 2011 - 0:37 — vor 5 Jahren aktualisiert
Green Yoshi 21 Motivator - 25152 - 23. Dezember 2011 - 0:53 #

Oft sind die Mainstreamspiele auch einfach besser und umfangreicher als die kleinen Spiele. So viel Spiel fürs Geld wie bei Skyrim oder GTA bekommt man sonst nirgendwo.
Gibt natürlich auch Negativbeispiele wie Need for Speed, wo selbst die schlechteren Ableger wie Undercover und The Run sich viel besser verkauft haben als ein Blur oder Split Second. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und tut sich oft schwer damit Bewährtem abzuschwören und etwas neuem die Chance zu geben.

Gewisse Publisher sollten sich auch mal überlegen, ob es wirklich so geschickt ist ein Spiel wie Rayman Origin zum Vollpreis mitten im November rauszuhauen. Warum nicht im Sommer veröffentlichen und nur 40€ verlangen?
Aber da erscheint dann wieder monatelang gar nichst und im November kannibalisieren sich die Spiele selber.

Die Filmbranche hat doch gezeigt, dass man auch im Sommer Blockbuster in die Kinos bringen kann.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 23. Dezember 2011 - 0:56 #

Oft sind die Mainstreamspiele auch einfach besser und umfangreicher als die kleinen Spiele. - Das wage ich zu bezweifeln, und was bringt mir ein enormer Umfang, wenn es teilweise nur quälend vollgepumpt ist? Ein Skyrim mag das gut hinbekommen, aber sowas bieten die wenigsten Titel - und dafür kosten kleinere Titel einfach auch viel weniger.

Larnak 21 Motivator - P - 26136 - 23. Dezember 2011 - 1:10 #

"Oft" ist ja nicht "immer". Ich finde, mit "oft" passt die Aussage schon. Du darfst ja nicht vergessen, dass viele kleine Sachen auch eben *nicht* gut, sondern oft genug einfach nur schlecht oder doch zumindest mit deutlichen Mängeln ausgestattet sind. Was dann natürlich sehr an der Käufer-Gunst kratzt.
Ich werfe da nur mal das Wort "Kalypso" ein, die zwar einen Nischenmarkt bedienen, deren Spiele aber eben auch (deshalb) fast immer eine ganze Reihe an Mängeln haben, über die der Käufer dann auch hinwegsehen können muss.

Was natürlich jetzt nicht heißt, dass es nicht auch kleine Titel gibt, die hervorragend gemacht sind und es mit so manchem "großen" Konkurrenten problemlos aufnehmen können.

Green Yoshi 21 Motivator - 25152 - 23. Dezember 2011 - 1:11 #

Ich meinte jetzt eigentlich Retailspiele.
Dass ein 10€ Xbox Live Arcarde Spiel meist nicht mit einem Vollpreisspiel konkurrieren kann, ist klar. Dafür sind sie ja auch günstiger und die Verkaufszahlen stimmen auch wenn man Microsoft Glauben schenken darf.
Aber ein Steel Diver oder Resident Evil: Mercenaries 3D für den 3DS kosten genauso viel wie ein Zelda, Super Mario 3D Land oder Mario Kart 7. Da stimmen meiner Meinung nach einfach die Relationen nicht.

v3to (unregistriert) 26. Dezember 2011 - 14:06 #

deine bemerkung um rayman origins sollte man sich auf der zunge zergehen lassen. fakt ist, dass hier ein klassisches game mit heute im mainstream üblichen aufwand produziert wurde. ich wäre mir da auch nicht so sicher, ob ein günstiger preis oder anderer releasetermin so viel bringen würde. das problem ist imo eher in der ecke marketing/image/bekanntheitsgrad zu suchen und da tut sich ubi schon lange zeit schwer.

Carsten 18 Doppel-Voter - 12134 - 23. Dezember 2011 - 0:57 #

Ich meine, dass es doch ganz ok ist, wie der Markt momentan aussieht, ist doch im Prinzip nichts anderes als in der Musik- und Film-Branche: Neben einem milliardenschweren Mainstream-Markt existiert ein kreativer Indie-Markt, auf dem man durchaus auch Geld verdienen kann. Ich verstehe nicht, warum man zwangsläufig von einem einzigen, großen Videospiel-Markt träumen muss.

Dass die Publisher nicht mehr so experimientierfreudig sind wie früher, liegt unter anderem daran, dass die Branche ihrem Garagen-Dasein entwachsen, und nun "erwachsen" ist. Es ist ja nicht so, dass große Publisher noch nie neue Ideen ausprobiert haben. Nur war dann irgendwann das Problem, dass diese Ideen sich nicht mit den gegebenen finanziellen Mitteln haben umsetzen lassen. Am Ende kam dann ein zusammengeschustertes Machwerk heraus, dem man anmerkte, was es eigentlich wollte, das aber leider nicht ansazweise geschafft hat.

Die Videospielbranche ist mittlerweile eine Branche, von denen viele Menschen leben. Nicht so wie früher, wo man mal so nebenbei ein Spiel entwickelte und dann bei entsprechenden Erfolg das Ganze Full-Time machen konnte.

Deswegen die Frage: Warum Mainstream und Indie nicht nebeneinander existieren lassen? Ihr esst doch zum Filet Mignon auch keinen Burger, oder?

the_korben 11 Forenversteher - P - 550 - 23. Dezember 2011 - 6:05 #

Da stimme ich zu. Das Problem ist allerdings, dass viele Spielefans das noch nicht realisiert haben und die, denen das Medium am wichtigsten ist, noch immer den AAA-Titeln nachhecheln.

Der Punkt ist doch: als Filmfan ist es ok, wenn man bis auf ein paar Ausnahmen den "Mainstream-Bullshit nach Schema F" nicht mag.
Niemand würde doch heute annehmen, dass Hollywood-Schinken die besten Filme sind, oder? Es gibt zwar immer wieder einmal Blockbuster, die auch von Kritikern gelobt werden, aber jeder, der sich einmal mit dem Medium Film beschäftigt hat, wird am Ende des Jahres sicher nicht Transformers 123 als besten Film krönen. Stattdessen gibt es Klassiker, kleinere Produktionen, Indie-Filme, internationale Filme, Kurzfilme, etc. etc. Und es ist völlig in Ordnung, wenn Kritiker für billig produzierte Uniprojekte die Höchstnote zücken und am nächsten Tag den gerade aktuellen Alieninvasions-Hirntot-Blockbuster für seine Stumpfsinnigkeit abstrafen.

Bei den Spielen aber macht beinahe die gesamte Presse genau das Gegenteil. Und Spieler haben auch noch nicht verstanden, dass es ok ist, wenn einen das nächste Call of Duty einfach nicht interessiert.
Das spiegelt sich ja auch in den Wertungen nieder. Rein vom Gefühl her ist es bei Gamersglobal zum Beispiel so, dass ein relativ solides Standardspiel kaum schlechter als 8.0 abschneiden wird. Kleinere Titel mit Abstrichen bei Grafik oder anderen Ecken und Kanten etc. haben diesen Luxus nicht. Bestes Beispiel: "To the Moon." Warum hat das Ding keine Wertung bekommen? Weil es eben nicht in das AAA-Schema passt. Ich zitiere aus dem Test: "Die Story wäre eine 10.0 wert, das eigentliche Spiel drumherum keine 5.0." Daher gab es keine Wertung. Laut Userwertung ist es aber top (Schnitt: 9.5)! Wie kann man das verstehen?

Deshalb: mehr Mut bei den Wertungen und bei den Jahresbestlisten bitte. Sich bei den Spielern alleine abzuputzen ist zu einfach.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 349255 - 23. Dezember 2011 - 10:00 #

Die To-The-Moon-Userwertung kannst du z.B. so verstehen, dass die abstimmenden User ihre Begeisterung für den Titel ausdrücken wollen, aber anders als wir kein Herz vergeben können. Du bemerkst, wie ich den Begriff "Spiel" vermieden habe?

Dass ein relativ solides Standardspiel kaum schlechter als 8.0 bei uns abschneiden wird, mag dir so vorkommen, über Gefühle lässt sich schlecht streiten. Den Fakten entspricht das nicht. Und bitte zieh jetzt nicht zwei sorgsam ausgewählte 8.0er aus dem Hut, wenn, dann schau dir sämtliche unserer Tests z.B. aus 2011 an.

Deine Gefühle bezüglich Filmen teile ich auch nicht, dazu habe ich mich schon in zu vielen französischen Autorenfilmen unsagbar gelangweilt und auf zu vielen Film-Festivals bemühten Schmumpf über mich ergehen lassen. Auch tolle Sachen, die ich sonst nie gesehen hätte, aber eben auch viel Krampf. Ich liebe z.B. Takeshi-Kitano-Filme, auch die ohne Gangster, aber deswegen würde ich nicht behaupten, dass mir sie besser gefallen als Der Pate.

Ich halte sowieso nichts von der Pauschalisierung "Indie = Gut, Hollywood = Böse". Viele, ich würde spontan behaupten, die mit Abstand meisten der großartigsten Filme der Kinogeschichte stammen aus großen Studios, mithin Hollywood. Dass damit keine Alieninvasions-Hirntot-Blockbuster gemeint sind, ist ja wohl klar. Aber es reicht schon, die Oskar-Nominierungen (nicht immer die Gewinner...) der letzten 30 Jahre durchzugehen, da finden sich in schöner Regelmäßigkeit fantastische, oft genreprägende Filme. Und wenn etwas Hollywood ist, dann doch wohl die Oscar-Verleihung, oder?

Anym 16 Übertalent - 4962 - 24. Dezember 2011 - 18:04 #

Ich denke der Eindruck entsteht dadurch, dass, wenn man sich die Zahlen anschaut, von allen auf GamersGlobal getesteten Spielen mehr als die Hälfte eine 8.0 oder besser bekommen hat. Natürlich liegt das zu einem guten Teil an der getroffenen Vorauswahl, welche Spiele überhaupt auf GamersGlobal getestet werden, so dass viele "Standardspiele" überhaupt gar nicht erst bewertet werden, aber das sind eben auch Fakten.

the_korben 11 Forenversteher - P - 550 - 23. Dezember 2011 - 16:28 #

Hi Jörg,

bitte lass mich meine Aussagen relativieren.

1.) Die 8.0-Wertung. Das war ein bisschen polemisch, und ich habe mir natürlich nicht die Mühe gemacht, den Mittelwert oder den Median sowie die Standardabweichung eurer Bewertungen der letzten Jahre auszurechnen. Das wäre zwar spannend, aber ohne Wertungsübersicht gar ein wenig umständlich. Vielleicht kann jemand aus der Redaktion diese Zahlen liefern. Irgendwo gibt es ja sicher ein entsprechendes Excel-Sheet bzw. sollte ein solches Skript für die Datenbank in 5 Minuten zu zimmern sein, oder? ;)

2.) Die Film-Meinung. Da hast du mich auch ein bisschen misverstanden. Ich persönlich bin nämlich auch kein Filmfreak, und kann auch mit vielen Arthouse-Werken nicht viel anfangen. Aber wie du schon im Spieleveteranen-Podcast selbst angemerkt hast, wirken viele Blockbuster heute so, als wären sie auf 12-jährige mit ADS zugeschnitten. Dagegen waren Indiana Jones oder Zurück in die Zukunft hohe Literatur. Aber natürlich gibt es auch heute noch gute Filme aus Hollywood.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 349255 - 23. Dezember 2011 - 17:12 #

Wertungsschnitt: Haben wir, glaube ich, letztes Jahr zum Jahreswechsel gemacht, können wir sicher wieder machen. Oder erstmals, falls ich mich täusche.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 10:16 #

Ich stimme Dir teilweise zu. Die technischen Wertungen führen oft dazu, dass auch sehr simple "Hirntot"-Spiele gute Bewertungen bekommen. Auch wenn sie spielerisch total schwach sind, können sie ja bei Sound, Grafik oder Umfang wegen des hohen Budgets Punkte sammeln.

Gibt es denn Filmkritiker, die Filme so technisch bewerten (Farbbrillanz, CG-FX, Tonspur, Untertitel, Kamerahardware, Schnittplatzsoftware, Catering-Lieferant, ... ok, das war jetzt übertrieben, um anschaulisch darzustellen)?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine technische Bewertung dem finalen Produkt nicht immer gerecht werden wird, weshalb ich die Stunde der Kritiker so mag oder das Format von GameOne.

Die Doppelmoral der Spieler wurde ja sehr gut in dem Artikel beschrieben und ich kann dem wenig hinzufügen, außer der Bestätigung, dass es natürlich in allen Lagern gute und schlechte Produkte gibt, ob nun bei Indies oder bei den Triple-A Produktionen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 349255 - 23. Dezember 2011 - 12:18 #

Dir ist aber schon klar, dass z.B. GamersGlobal-Wertungen keine "technischen Wertungen" sind, sondern Spielspaßwertungen? Nur zur Sicherheit gefragt...

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 16:37 #

... zudem es sehr wohl zahlreiche DVD-Reviews gibt, die vor allem technischen Details (Bild-/Tonqualität, Ausstattung) testen und nicht so sehr den Film.

Limper 16 Übertalent - P - 5446 - 23. Dezember 2011 - 1:16 #

Ich stimme der Einschätzung schon eher zu und versuche auch bestimmte Spiele bewusst auszulassen bzw. mehr weniger bekannte zu unterstützen und freue mich dann auch, wenn ich Perlen wie Hegemony oder Dins Curse finde. Es ist halt irgendwie schade, dass gerade die großen Publisher keine Studios haben die sich um mittelgroße, innovativere/ehernischenansprechende Spiele kümmern die dann zB um 30,- verkauft werden. Klar gibt es Paradox/Matrix/Stardock u.a., aber das heisst ja nicht, dass EA nicht auch was in der Richtung machen könnte, auch wenn der Gewinn dabei geringer ausfällt. Auf Flashofsteel gibts da einen ganz guten, positiven Blog zum sogenannten "Mittelmarkt" http://flashofsteel.com/index.php/2011/12/20/holiday-guest-blog-2-jon-shafer-the-middle-market/

Green Yoshi 21 Motivator - 25152 - 23. Dezember 2011 - 1:02 #

Ich würde mir wünschen, dass die Spiele besser übers Jahr verteilt erscheinen und die starre Preisstruktur gelockert wird. Außerdem wünsch ich mir mehr neue Marken. Avatar, Uncharted und Assassins Creed sind alles neue Marken gewesen in dieser Gen und trotzdem sehr erfolgreich gewesen. Gerade von japanischen Unternehmen wie Nintendo und SEGA erhoff ich mir mehr neues. Man muss ja Zelda und Mario nicht sterben lassen, aber wie wärs mal mit neuen Charakteren?

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 23. Dezember 2011 - 1:12 #

Tja, Bayonetta und Vanquish sind zwar irre Spiele, aber leider nur für einen winzigen Fankreis relevant gewesen. Da hat halt das Setting (Bayonetta) oder das extrem auf "wir sind NICHT Gears" gebürstete Spielprinzip (Vanquish) die Leute abgeschreckt.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 1:01 #

Seitdem Modern Warfare 3 alle Verkaufsrekorde um Längen geschlagen hat, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Masse vom Ewig gleichen jemals gesättigt sein wird.

Naja vielleicht kommen ja doch irgendwann mal Fortsetzungen zu Mirrors Edge und Beyond Good and Evil.

DerMitdemTee 13 Koop-Gamer - 1279 - 23. Dezember 2011 - 13:08 #

Ich Sorge mich mehr um den Begriff der "Fortsetzung" eines Spieletitels, als um die Spielergesellschaft, die die Fortsetzung spielt/spielen will. Seit Beyond Good and Evil und Mirrors Edge hat sich viel geändert, wird dann ein zweiter Teil, hineinentwickelt in den Spielemarkt 2012-?, dann überhaupt noch genügen oder dem folgen was die Vorgänger groß gemacht hat?

Meinem Gefühl nach besteht ein großes Risiko, dass es nicht das wird was die wenigen erwarten die die genannten Titel gerne gespielt haben.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 17:00 #

"Naja vielleicht kommen ja doch irgendwann mal Fortsetzungen zu ..."

Genau das ist das Problem! Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Und ob es nun die Fortsetzung von Modern Warfare xy, XCOM oder irgendeinem Indie-Titel ist, ist doch völlig egal. Fortsetzung bedeutet mehr vom gleichen.

Im Filmbereich gibt es ja Remakes und im Musik-Bereich Remixe. Auch im Gamesbereich wäre eine Neuinterpretation eines älteren Spiel interessanter als die x-te (direkte) Fortsetzung mit mehr vom gleichen. Von daher finde ich ja das neue XCOM interessant. Die oft gehassten Reboots einer Serie (Splinter Cell: Conviction, Prey 2, Tomb Raider) sind auch spannender als nur langweilige Nachfolger. Und sie sprechen eine neue Käuferschicht an.

Aber mir persönlich ist es total egal, ob es Teil 1 oder 2 oder 3 ist. Wenn mich ein Spielprinzip überzeugt, dann kaufe ich es mir. Manchmal ist es Teil 1/1, manchmal ist es ein Reboot und manchmal gefällt mir auch ein Titel so gut, dass ich auch Teil 2 und mehr vom gleichen spielen will.

Was ich mich immer Frage: Warum gibt es keine Spiele als Serie? Wenn wir die Spielebranche mit der Filmindustrie vergleichen (und da gibt es viele Parallelen), dann gibt es nur Filme in unterschiedlicher Qualität. Bei Serien baut man einmalig das Grundgerüst und sorgt dann kontinuierlich für kurze, inhaltliche Fortsetzungen. Und damit meine ich nicht den Fail von Halflife Episode 1-3 oder jährliche Modern Warfares oder unregelmäßige Updates für WoW, sondern wöchentliche/monatliche 2-6 Stunden lange Spiele, aufbauend auf dem vorherigen Teil, mit Cliffhanger, Wendung, Characterentwicklung, Staffelfinale und allem drum und dran. Man hat einmalige Entwicklungskosten für die Engine, Charaktere und Umgebung und muss dann nur noch Story, Scripte und Neuerungen einbauen. Kann nicht viel mehr kosten, als eine gut produzierte Serie. TellTale macht ja sowas als Indie - und auch sehr erfolgreich. Aber auch eher als Mini-Serie und in letzter Zeit ist man auch dazu übergegangen, alles mit einmal zu verkaufen. Ich rede von ~20 Folgen pro Season und im nächsten Jahr eine neue. Warum macht das keiner?

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11250 - 23. Dezember 2011 - 1:03 #

Wenn mich Spiele mit ihrer Idee überzeugen, dann kaufe ich das auch. Aber wenn ich zurück denke, das letzte originelle was mir gefiel war Psychonauts, herrlich abgedreht und einfach zu handhaben. :)

Aber was nützt die originelleste, innovativste Idee, wenn sie mir nicht gefällt. Da kann das Spiel noch so revolutionär sein, Spaß muss es mir machen, sonst erfüllt es nicht seinen Zweck. Deshalb lasse ich einfach auch viele kleine Steam-Titel wie Braid und Trine mit <1h-Spielzeit auf der Platte schmoren.
Ein günstiges Mini-Game wie Plants vs. Zombies dagegen ist für ein paar Euro auf die Platte gewandert und hat mich Stunden beschäftigt.

Vielleicht ist der Platz in der Mitte doch mal eine Überlegung wert. Der Platz zwischen dem 5€ Indie, dem 10€ DLC und dem 50-60€ AAA-Titel. Bei günstigeren Titeln riskiert der Spieler mehr, ergo kann der Publisher auch mehr riskieren und der Absatz stimmt trotzdem. ;)

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 23. Dezember 2011 - 1:09 #

Schöner Artikel. Was man vielleicht noch erwähnen sollte, wäre die Tatsache, daß das "auf Shooter bürsten" nicht immer klappt. Schönes Beispiel dazu ist Red Faction Armageddon. Da hat THQ Volition sicher ordentlich in's Spieldesign reingeredet, und fluppdiwupp hat man aus einem spannenden, innovativen Sandbox-Titel wie Red Faction Guerrilla einen öden, lustlos wirkenden Korridor-Shooter gemacht, der natürlich zu Recht bei den Fans durchgefallen ist. Und das Perfide daran: THQ waren von den Sales so ernüchtert, daß sie die Red Faction-Marke gleich mal auf Eis gelegt haben.

Meine Prognose: Hätte man ein Red Faction Guerrilla 2 gebracht, mit mehr Waffen, mehr Zerstörungsmöglichkeiten und die Schwächen ausgemerzt, die das zugegebenermaßen schon ziemlich gute RFG hatte, es wäre ein Hit geworden. Red Faction Guerrilla hat sich nämlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda einen exzellenten Ruf erarbeitet und gilt zu Recht als eins der Highlights der Serie.

Aber nee, wenn's nicht die gewünschten Umsatzzahlen bringt, wird im Hause THQ erstmal der Stecker gezogen und das betroffene Entwicklerstudio dichtgemacht. Volition ist wohl glimpflich davongekommen, da sie parallel noch an Saint's Row 3 gewerkelt haben, aber bei THQ hat es dieses Jahr gewaltig gerappelt, was geschlossene Entwicklerstudios angeht.

Ich für meinen Teil bin Schlauchlevel-Shooter leid. Mein Letzter war Warhammer 40.000: Space Marine. Mich als Fan des Settings hat das Spiel total kalt gelassen. Zu dieser Zeit ist mir gedämmert, daß so ziemlich alles zum Thema "(Korridor)-Shooter" gesagt worden ist. Ich hab seit dem ersten Modern Warfare keinen Militäry-Shooter mehr angefaßt, da können Modern Warfare 3 und Battlefield noch so gelobt werden. Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem mich die Spieleindustrie echt ankotzt.

Ich will keine Achievements, die als Spielzeitverlängerer herhalten müssen.
Ich will keine DLC-Orgien, die mir den doppelten Kaufpreis häppchenweise aus den Taschen leiern.
Ich will keine Vollpreisspiele mit 4-Stunden-Singleplayer-Modus.

Deswegen habe ich vor zwei Wochen angefangen, endlich mal wieder ein paar alte Klassiker aus dem Schrank zu holen. Momentan spiele ich mit Genuß Final Fantasy VII auf der PlayStation 1 durch und habe bereits über 40 Stunden drin. Und wenn ich damit fertig bin, kommt Final Fantasy VIII dran, das sollte mich bis Februar beschäftigt halten. Und DANACH FF IX, das hab ich bis heute noch kein einziges Mal fertig gespielt. So lange kann ich mir angucken, wie die Spielewelt über Mass Effect 3 abkotzt, wenn die DLC-Codes am Releasetag nicht eingelöst werden können, weil die EA-Server (mal wieder) überlastet sind oder Bethesda Skyrim endlich mal absturzfrei zum Laufen patchen.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 27895 - 23. Dezember 2011 - 1:23 #

Ich fühle mich jetzt mal nicht so sehr angesprochen, da ich in diesem Jahr diverse neue "NoName"-Titel für den C64(!), Nintendo DS und 3DS gekauft habe. Da fällt mir ein, ich wollte ja noch C64anabalt haben...
Ansonsten aber ein sehr schöner Artikel, dem ich nur beipflichten kann.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 23. Dezember 2011 - 2:07 #

Schon den Prince-Of-Persia-Port für den 64er gesehen? :)

Thomas Barth 21 Motivator - P - 27895 - 23. Dezember 2011 - 2:37 #

Na klar! Nur habe ich leider dieses beschreibare Modul nicht (Name vergessen), um es zu zocken. Dafür habe ich Knight`n´Grail durchgespielt und einen Krampf bei Edge Grinder bekommen. Wegen Prince of Persia habe ich mir auch die aktuelle Ausgabe der Return gegönnt, da dadrüber ein Artikel drin steht.

Ganz besonders warte ich ja noch auf Newcomer für den C64, aber da warten soviele drauf, dass es schon wieder Mainstream ist. ;)

Mein Indie-Spiel des Jahres ist übrigens Jim Slim, für den C64, von Protovision. Innovativ, süchtig machend und geile Musik. Drauf aufmerksam wurde ich durch eine News bei GamersGlobal. :)

v3to (unregistriert) 26. Dezember 2011 - 14:58 #

easy flash isses... btw lässt sich pop64 auch auf nem aktuellen vice emulator starten.
ultimate newcomer lohnt sich übrigens richtig (nein, ist immer noch nicht raus. hab 'ne beta hier), wird ua auch als festplatten-variante kommen.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 2:08 #

Natürlich wollen wir innovative Konzepte, aber wir wollen das auch high-end präsentiert bekommen.

Wir wollen keine Pixelscheiße Indiespiele mit tollen Konzepten
Wir wollen keine Grafiprachtshooter ohne Inovation

Wir wollen Grafikpracht High-End Super-Innovative Spiele ... und die kaufen wir dann ...

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 27. Dezember 2011 - 0:19 #

Grafikpracht = teuer und arbeitsaufwendig. Was meinst du, warum hinter einem MW3 mehrere Dutzend Grafiker sitzen und schön brav Texturen malen? Die meisten Indie-Spiele werden von Ein- bis Zweimannteams gestrickt, die Design, Mechanik, Optik und Sound im Alleingang basteln.

Und ganz ehrlich? Ich finde ein schickes, charmantes Indie-Game in 2D erheblich cooler als eine weitere, Unreal-Engine-powered Grafikbombe. Von wegen "Pixelscheiße". Schon mal "radiangames crossfire 2" angeguckt? Oder "Warning Forever"? Oder Beat Hazard?

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 23. Dezember 2011 - 2:52 #

Halte das Thema mittlerweile für ein Kampf gegen Windmühlen. Im Kern stimmt es natürlich, aber dennoch bringen die großen innovationsarmen Macher oder Publisher ja dann doch immer wieder feine Spiele.

Das Problem ist, wie ja hier auch geschrieben, sie sind einfach zu speziell für den Massenmarkt. Wenn sich Spieler nur für 4-5 Spiele im Jahr entscheiden, trifft es eben die großen bekannten Titel, mit denen sie halt schon immer am besten gefahren sind. Wer gerne Shooter im MP zockt, kommt eben nicht an CoD oder Battlefield vorbei. GT steht seit Jahren für umfangreiche und anspruchsvolle Rennsim usw.. Dennoch hat EA ja auch ein Mirrors Edge gebracht, und sie werden ja auch den 2. Teil bringen. Oder das unheimlich stark gefloppte Brütal Legend. Sony setzt immer wieder gegen Blockbuster auch kreative Ansätze wie Heavy Rain, Ico, SotC.

Das Spiele wie X-Com und Syndicate als Shooter kommen, liegt aber auch daran, dass die ehmaligen Genres wie Rundenstrategie oder mittlerweile auch RTS so gut wie tot sind. Genauso wie Weltraumshooter, oder damals Adventures. Wenn etwas erfolgreich ist, wird es halt ausgeschlachtet. Wie lange das noch mit den bekannten Genres geht, mal abwarten.

Erwähnenswert ist hier aber auch die digitale Absatzmöglichkeiten. Ohne Steam, Xbox Live oder PSN wäre der Markt von kleinen innovativen Spielen ja gar nicht vertretbar. Und vielleicht gleicht es sich so auch wieder ein wenig aus.

Auf Teufel komm raus innovativ sein ist auch schlecht. Und Syndicate als auch X-Com wären in einer genrenahen Neuauflage sicher eines nicht: innovativ!

Gorny1 16 Übertalent - 4728 - 23. Dezember 2011 - 3:02 #

Was haben den Core-Gamer so direkt mit Indiespielen zu tun?
Nur weil man ein Coregamer ist muss man sich doch nicht mit den ganzen kleinen Titeln rumschlagen.
Der Begriff steht doch mMn einfach für die Zeit die ein Gamer mit Spielen verbringt eingeschloßen der Recherche nach neuen Titeln, der Aufrechterhaltung einer Wissensbasis im Bereich der Spiele und dem Spielen von Klassikern.
Somit kann der Coregamer ohne scheinheilig zu sein ein Mainstreamtitel kaufen, da er wahrscheinlich schon bei den Vorgängern dabei war bzw. diese sogar heute noch spielt!! Bsp. Morrowind oder CoD 2 o.Ä. .
Und eben daher kommt die Kritik an den neuen Mainstreamspielen.

Mit Indiespielen hat das mMn recht wenig zu tun. Es gibt bestimmt unzählige Coregamer, die vor den ganzen Bundles nie was von Indietiteln ausser Minecraft gehört haben. Und das sehe ich halt nicht als Fehler in deren Selbstbetrachtung als Coregamer.

newMe 06 Bewerter - 59 - 23. Dezember 2011 - 14:06 #

"Auf Teufel komm raus innovativ sein ist auch schlecht."

Danke, dass es endlich mal einer gesagt hat!

Soul (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 4:39 #

Das Problem vieler Indie-Titel ist halt eben auch, dass es sie nur als Download-Version gibt (zumindest am Anfang). Ich hab 1. viel zu langsames Internet. 2. möchte ich meine Daten nicht im Internet angeben und 3. möchte ich bei einem Spiel auch immer was greifbares haben.
Wenn es sie aber später auch als Ladenversion gibt, da greif ich gerne zu. So hab ich mir auch Spiele wie Braid, Penumbra, World of Goo, Trine 1 & 2 z.B. dann gekauft.
Ich spiel eigentlich gerne Spiele abseits des Massenmarktes wie ArmA Reihe oder diverse Flug-, Helisimulationen.
Ich hab auch einige Spiele osteuropäischer Entwickler wie z.B. Cryostasis, was sicher nicht viele kennen ;)
Auch in diesem Jahr hab ich neuen Marken wie Bulletstorm, Brink, Hunted z.b. eine Chance gegeben. Also an mir liegt es nicht *g*
Letztendlich muss man aber doch sagen: Eigentlich ist den Firmen doch völlig wurscht, was wir hier in Deutschland/Europa wollen. Was zählt sind doch die Amerikaner, weil sie den größten Spielemarkt haben. Dort verkaufen sich ja auch 70-80% der Call of Duty Spiele. Wenn die sowas wollen, dann wird das auch hergestellt, da juckt es sie nicht, wenn wir da rumheulen, wie dumpf das Ganze sei.
Das Wichtigste gerade auf dem PC ist, immer die Augen aufzuhalten. Gerade Richtung Osteuropa, die sich mittlerweile zur Bastion für PC Spiele entwickeln. Da kommen so manche Perlen her, die kaum jemand (leider) kennt.
In der Pflicht sind aber auch die Spielemagazine, die dem 99sten 08/15 Shootern, der immer noch die gleiche Grafik und Technik wie vor 5 Jahren hat, nur ein paar neue Maps und ansonsten das gleiche, dann immer noch die riesig hohe Wertung geben und solchen Spielen die volle Aufmerksamkeit schenken.

Novachen 19 Megatalent - 13108 - 23. Dezember 2011 - 5:31 #

Ich persönlich halte von der Abgrenzung "Core"- und "Casualgamer" nun überhaupt nichts, weil er eigentlich nicht existiert und ein Abgrenzung ohne genaue Definition aus der Marketingabteilung diverser Firmen ist. Interessanterweise sind es gerade die sog. Casualgamer die eher zu außergewöhnlichen Titeln greifen. Von solchen Leuten die den Markt differenziert und mit Abstand betrachten bekommt man viel häufiger ein "Was? Ein dritter Teil zu Modern Warfare und ein fünfter Teil zu The Elder Scrolls? Fällt denen nichts neues ein?" hören als von dem berühmten "Coregamer".
Das hat mit Massenmarkt eher wenig zu tun, wie oft habe ich schon Hasstriaden über Steampflicht, Origin und Co. gehört? Verkaufsrekorde stellen Call of Duty Modern Warfare 3 und Battlefield 3 trotzdem auf, und das sicherlich nicht wegen dem Unwissenden Massenvolk auf dem Markt. Die Leute die auf Seiten wie hier am lautesten schreien hatten als erstes Origin und Steam auf der Festplatte.

Das der Name wichtig ist, zeigt beispielsweise Command & Conquer 4. Es hat sich beispielsweise besser verkauft als Act of War, ParaWorld und Universe at War - Earth Assault zusammen genommen, obwohl es allen dreien im Gameplay Welten unterlegen ist. Wer ein Call of Duty kauft, erwartet genau das was es ist. Einfach genau das selbe Spiel wie vorher zu sein. Ein Counterstrike: Source war schließlich auch erfolgreicher als es Counterstrike je war, obwohl es bis auf die Grafik sogar absolut identisch ist.
Bei Filmen ist es genau das selbe, ein SAW brachte es immerhin auf sechs Teile weil die Fans genau immer und immer wieder den selben Film sehen wollten. Sicherlich, eine Sättigung tritt irgendwann immer ein, aber bei einem dauert es länger als bei einem anderen. So funktionierten Fortsetzungen schon immer, auch bei Videospielen. Würde man offen über ein Modern Warfare 4 reden, wenn es in Modern Warfare 3 urplötzlich gegen Aliens anstatt gegen Terroristen gegangen wäre? Ich vermute nicht.

Es gibt einfach Dinge die erwartet man von einem Nachfolger und das ist in erster Linie das, dass alles so bleibt wie es war. Wenn man das Genre wechselt wie im Falle von XCom und Syndicate schreckt das die alten Fans ab, aber um die geht es ja auch gar nicht. Man muss bedenken wie lange das letzte Spiel beider Reihen her ist. 1996 und 1997. Viele der heutigen Spieler kennen diese Reihen in dieser Form doch gar nicht. Sicherlich gab es bei X-Com nach 97 noch Spiele, aber die litten damals noch unter dem Genrewechsel, weil das "klassische X-Com" eben noch für die meisten zu frisch war. 1998 kam Interceptor für die Space-Sim Fans und 2001 gab es Enforcer. Und Xcom ist zumindest so konsequent, dass es sich vom Gameplay an Enforcer orientiert. Wer das Spiel mochte, wird sich sicherlich auch auf das neue Xcom freuen können. Und ja, ich finde X-Com Interceptor als Spiel eher grässlich, hätte mich als Space-Sim Fan aber auch tatsächlich gefreut, wenn das neue X-Com eine Space-Sim geworden wäre.

Letztendlich haben wir doch alle unsere Lieblingsgenre und wir sind doch seit Jahren an einem Punkt angekommen wo man sich doch ernsthaft fragt wie man dieses Genre noch ernsthaft verbessern soll. Für viele ist ein Call of Duty eben doch schlicht Perfekt. Was man liebt, liebt man trotz oder eben wegen den Schwächen und möchte sowas einfach nicht missen. Man muss es eben anerkennen, wir leben einfach nicht mehr in der Pionierzeit der Videospiele wo sich Marken erst aufbauen müssen und noch viel Platz für neue Ideen sind. Heutzutage gibt es eben die großen Marken die sich im Kern eben doch über Jahre hinweg selbst treu bleiben müssen, wenn sie für längere Zeit im Gespräch sein wollen. Für den Rest gibt es eben doch nur einen kleinen Teil vom Kuchen. Ein X-Com gerät eben nach 10 Jahren gerne in Vergessenheit, wie auch ein Lemmings, Battle Isle und Wing Commander, alles einst große Marken der 90er Jahren, die meistens mit Ihrem letzten Titel eben doch zuviel Innovation gewagt haben und sich damit ins Abseits manövriert haben. Ein Call of Duty 4 hätte mit dem Szeneriewechsel auch alles falsch machen können und wir würden heute nicht mehr von Call of Duty sprechen. Da hatte man eben doch mal Glück, ein Medal of Honor schaffte diesen Sprung beispielsweise nicht und kann so auch schnell ein Vergessenskandidat werden.

Märkte definieren sich eben über Marken und deren Wiedererkennung, wieso gibt es bei VW beispielsweise seit über 20 Jahren fast jährlich einen neuen VW Golf obwohl der genauso aussieht, die selben Eigenschaften besitzt wie der alte und auch die selbe Funktion hat: Auf vier Rädern auf Straßen zu fahren.
Wieso gab es bei Star Trek über 15 Jahre hinweg immer neue Staffeln und Serien, obwohl doch eigentlich jede Staffel irgendwie doch immer das selbe hatte wie die vorherigen. Weil die Leute es eben genau so wollten.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9293 - 23. Dezember 2011 - 6:13 #

Ich als bekennender Extrem Hard Core Game Advanced Oldschool Swag Gamer sehe diesen Artikel als Blasphemie an !

Nein mal im ernst, er hat in vielen Punkten recht. Aber die Hoffnung das innovative gut gemachte Triple A kommen auf die wir alle warten ist ja durchaus begründet. Und so wie im Fußball und in der Musik, kann nun mal nicht jeder sein Handwerk sehr gut, egal wie verzweifelt er es versuchen mag. Überall da wo es Geld zu verdienen gibt , gibt es nunmal auch Stümper, Amateure, Blender und Wannebe's.

Einige "Spieleschmieden" verstehen ihr Handwerk und könnten großartige Dinge vollbringen und tun dies sicher auch, mit mehr oder minderem Erfolg. Aber Qualität lässt sich nunmal nicht verstecken. Wenn ein Titel in den Augen vieler besser ist als ein anderer, dann hat das oft ganz simple Gründe.

Und die sogenannte Breite Masse lässt sich zwar oft blenden und wird auch gerne geblendet aber erkennt doch wahre Qualität. Ein gutes Beispiel dafür ist World of Warcraft. Es war einfach so gut strukturiert und mit dem nötigen Background ausgerüstet das es alle anderen Konkurenten leicht überholte in dem es einfach auf extreme Liebe im Detail wie auch in technischer Hinsicht optimal konzipiert wurde. So ein Titel setzt sich einfach durch, mit oder ohne Marketing.

Da muss keiner bitten und betteln das die Leute kommen. Es spricht sich rum und schaffte es (wenn leider auch oft negativ) sogar in die breite Öffentlichkeit. So einen Erfolg erreicht man nicht durch Glück oder Marketing.

Viele Multiplayer Spiele werden auch heute noch dahingehend geändert, das sie an die Professionelle Szene angepasst werden. Die Fixes und Änderungen beziehen sich meist nur auf die Professionellen die auch gesponsort und regelrecht vertrieben(Das Kaufmännische Vertreiben ist damit gemeint ;) ) werden. Der Otto Normal Zocker der viele andere Sachen tut aber selten zockt wird in diese Überlegungen auch nicht miteinbezogen. Als Beispiele seien genannt, League of Legends, Starcraft 2.

Das Spielen ist nunmal in der breiten Öffentlichkeit angekommen und hat somit alle negativen Aspekte geerbt die auch andere Sachen haben in denen es ums Geld verdienen geht.

Henke 15 Kenner - 3636 - 23. Dezember 2011 - 7:03 #

Sehr gut geschriebener Artikel, Kudos dafür...

Fühle mich durch den Artikel in meinem Kuafverhalten bestätigt, denn ich bin (wie viele andere Gamer auch) "massenkompatibel". Auch ich verfolge die großen Triple-A-Titel viel eher denn den Indie-Sektor.

Liegt aber auch daran, dass ich eher der Retail-Mensch bin und gerne etwas im Regal stehen habe... und daran, dass Indie-Erfolge wie Angry-Birds oder Zombie-Driver für teilweise Cent-Beträge angeboten werden, während Retail-Versionen (sollten sie denn erscheinen) im Laden dann gerne mal 10€ (oder mehr) kosten sollen... das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auch hier nicht wirklich gegeben...

Was die Triple-A-Titel betrifft:

Sicher werden wir Gamer mit Werbung und Versprechungen auf kommende Top-Titel regelrecht "zugeschissen", dennoch lohnt es sich in Zeiten von DLC und Preisverfall, Platinumserien und Goty-Editionen auf jeden Fall, den ersten Hype abzuwarten.

Die längere Wartezeit erlaubt dem (meist ungeduldigen) Spieler, einen MustHave-Titel einer kritischeren Betrachtung zu unterziehen, Geld zu sparen, erste Patches abzuwarten und einen Ausblick auf kommende DLCs zu erhaschen.

Mein Fazit: Nicht gleich in den Kaufrausch mit einfallen, sondern erstmal einen Gang zurückschalten und ein wenig warten... und die freie Zeit kann man dann nutzen, um sich über Indie-Erscheinungen zu informieren oder auf GamersGlobal zu surfen...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7525 - 23. Dezember 2011 - 9:10 #

Galuschka ist endlich wieder da, nur als Orth? Bitte mehr von dir in Zukunft!

Pfarra2k 13 Koop-Gamer - 1223 - 23. Dezember 2011 - 13:53 #

Hab ich auch sofort gedacht, als ich ihn gesehen hab :-)

Claython 16 Übertalent - P - 4696 - 23. Dezember 2011 - 9:27 #

Endlich mal wieder was von Michael Galuschka zu hören, is ja mal eine tolle News, jetzt fehlt noch Martin Deppe, Peter Steinlicher und Jörg Spormann, dann können wieder solche Perlen erstellt werden. :-)

http://www.youtube.com/watch?v=HKO_-ID2yqI

Rogaa 15 Kenner - 3857 - 23. Dezember 2011 - 10:17 #

sehr geil! Daran kann ich mich auch noch erinnern

OtaQ 16 Übertalent - 4368 - 23. Dezember 2011 - 14:30 #

hehe, das waren Zeiten ^^

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 23. Dezember 2011 - 15:00 #

Peter Steinlechner ist Spieleredakteur bei Golem.de.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9293 - 23. Dezember 2011 - 21:37 #

Musste Gameone gucken, die Qualität ist in Deutschland bis jetzt noch unerreicht. Solltest es du nicht kennen, beneide ich dich jetz schon. Denn auf dich warten viele Hundert Folgen ;)

Claython 16 Übertalent - P - 4696 - 24. Dezember 2011 - 8:52 #

Wer kennt Gameone bitte nicht? Haben die nich auch den Grimme-Preis gewonnen? ^^°

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3334 - 23. Dezember 2011 - 9:35 #

Woher stammt die Erkenntnis, wie hoch der Anteil der Core-Gamer bei AAA-Titeln ist, oder bei wie vielen Spielern Indie-Titel auf der Platte versauern? Hat jemand das Kaufverhalten von Core-Gamern untersucht? Wo gibt es die offizielle Definition des Core-Gamers?

Hier wurde aus Behauptungen heraus ein Artikel konstruiert.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 10:11 #

Mein Spiel des Jahres ist ...

... nicht "Skürim", weil ich immer noch Morrowind und
Oblivion spielen muss. Oder auch Baldur's Gate 1+2
und Planescape Torment...

... nicht Portal 2, welches sicherlich gut war

... kein Indie-Spiel, die ich zwar schon mal billig kaufe,
dann aber wegen Designschwächen oder hakeliger Steuerung
nach 5 Minuten genervt wieder in die Ecke pfeffere.

... nicht Uncharted 3, dessen Anfangskapitel ich einfach
nur langweilig finde (junger Drake).

... ist Driver SF. Ein schöner Stadtraser mit tollem
Fuhrpark und gelungener Gamepad-Steuerung und der
wirklich gut ins Spiel integrierten Möglichkeit,
zwischen Fahrzeugen zu springen.
Hier wurde eine neue Idee wirklich mal
toll ins Spiel integriert.
Da lasse ich alle langweiligen Perlenschnur-Raser
wie Forza und GT gerne links liegen.
Leider ist die PC-Version wegen dem DRM unkaufbar.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 27. Dezember 2011 - 0:26 #

Schön, daß ich da nicht der Einzige bin. Tolles Spiel!

Gronka 12 Trollwächter - 915 - 23. Dezember 2011 - 10:15 #

Sehr schöner Artikel, obwohl meine Meinung in eine etwas andere Richtung geht.
In meinem eigenen Kaufverhalten liege ich wohl wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Ich habe mir dieses Jahr auch ein Skyrim zugelegt und greife immer noch bedenkenlos zu PES. Nachdem ich noch MW 1 und MW 2 oder auch die Battlefield Teile gerne gespielt habe, habe ich dieses Jahr, trotz des großen Hypes und der bombastischen Trailer, keinen der beiden neuen Titel gekauft. Ich weiß bei beiden Spielen ganz genau, was ich bekomme und mir ist bisher der Preis für die Titel einfach zu hoch. Warum soll ich denn für 60 € MW 3 kaufen, wenn ich weiterhin stundenlang mit Freunden MW 2 spielen kann und immer noch Spaß habe. Stattdessen bin ich eher auf die kleinen Perlen, wie Binding of Isaac oder Clash of Heroes hängen geblieben. Ich schreie nicht unbedingt nach neuen Innovationen oder genialen Gameplay-Ideen. Warum nicht wieder ein Final Fantasy mit den guten alten Rundenkämpfen? Jeder sagt doch, dass FF7 der bisher beste Teil war. Warum? Weil die neuen Elemente und Gameplay-Änderungen einfach nicht mehr so gepackt haben. Ich kaufe mir auch kein Need-for-Speed mehr. Warum? Weil ich gerne mit prolligen Autos durch die Gegend geheizt bin und keine Story oder QTEs brauche.
Ich stehe neuen Ideen offen gegenüber, solange die bisher gut funktionierenden Elemente einer Serie nicht über den Haufen geworfen werden. Andererseits brauche ich nicht jedes Jahr ein neues Call of Duty. Mir würde es reichen, wenn es alle 2 oder 3 Jahre einen neuen Teil geben würde. Und der darf dann auch ruhig alle Elemente wieder recyclen, wenn sie denn gut sind.
Sooo... das war, glaube ich, genug Text.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 10:30 #

Das klingt logisch und nachvollziehbar. Letztens habe ich gelesen, dass Cliff B. von Epic über Unreal 3 nachdenkt, mein Herz blieb fast stehen. Und dann kam sein Kommentar von einem Restart der Serie und wusste, gleich, dass mir das nicht gefallen wird.

Hier passiert was sehr Komisches in der Branche. Es gibt nämlich einen Markt für Remakes, neue Aufgüsse, traditionelle Konzepte. Ein Outcast in moderner Technik würde im Grunde mit einem Skyrim locker mithalten können, in Unreal, wie es damals war, würde durch seine Geschwindigkeit, die abwechslungsreiche Atmosphäre und die fantasievollen Umgebungen neue Akzente im drögen Alltagsmilitärgeballer setzen. Aber man denkt über einen Restart nach, um sich den ganzen neuen Richtungen anzupassen, ich tippe auf Selbstheilung, Deckungsgeballer und das Spawning von ganz vielen Gegnern, um den Spieler lange an einer Position festzunageln, was einerseits Konsolenspieler mit Controller entgegenkommt und andererseits durch die Verlangsamung den Umfang erhöht und weniger Level für eine bestimmte Spielzeit benötigt, die gängigen modernen Tricks, um Geld zu machen.

Und bei NfS kann ich Dich aus mehreren Gründen gut verstehen: klischeehafte Rap-Culture Stories, extremste Gummiband-KI und dann auch noch QTEs, hier wurde vergewaltigt was nur geht, aber wenn sich sowas verkauft, dann verkauft sich auch die Hundertste Gangster-Story wie in den GTAs, Saint Rows usw.

Für mich waren CG Filme genauso wie Spiele immer die Möglichkeit, die Extreme der Fantasie auszuloten, Abenteuer zu beschreiben, die real undenkbar wären. Aber so weit geht der Mainstream-Gamer wohl nicht, er will kaum von der Realität abweichen, nur mal in eine andere gegenwärtige Rolle schlüpfen, was den Erfolg der doch meist schwachen Simulatoren erklärt.

Ganesh 16 Übertalent - 5032 - 23. Dezember 2011 - 10:16 #

Also den einzigen AAA-Titel, den ich dieses Jahr zum Launch gekauft habe, war Anno. Skyrim kann warten, bis es günstig und vollständig ist und Shooter sind generell nicht mein Genre (Action-Adventures auch nicht). Dafür hatte ich eine Menge Spaß mit Harvey und den Paradox-Spielen aus dem letzten Jahr. Und nach Weihnachten wird auch endlich das Komplexitätsmonster Distant Worlds gekauft.

Bin ich deshalb jetzt weniger ein Zocker? ;)

Zum Artikel muss ich sagen, dass mich viele Indie-Spiele nicht so sehr interessieren, weil es halt kleine Geschicklichkeitspiele sind (nichts anderes sind auch viele AAA-Titel, bloß pompös inszeniert). Das ist schlichtweg nicht mein Fall.
Ich persönlich habe nichts gegen den Massenmarkt, was mich stört, ist die Tatsache, dass viele Spieler in ihrem Hobby weiterhin nur stumpfe Unterhaltung sehen wollen, was dann zu konservativen Spieleentwicklern und Medien, die hauptsächlich über diese berichten, führt. Das Verhältnis von Mainstream und kreativen Neuheiten ist in anderen Medien, wie oben ja schon angesprochen, auch besser. Jeder Bücherliebhaber wird wissen, dass Harry Potter nur eins von vielen Büchern ist und es trotz astronomisch hoher Verkaufszahlen nicht unbedingt zum Klassiker taugt (selbiges lässt sich wahrscheinlich zu Rihanna im Bereich Musik oder zu den Transformers-Filmen sagen).

Den Bericht zu To the Moon habe ich übrigens viel lieber gelesen, als die Tests zu MW3, Uncharted 3 und Resistance 3. Und ja, ich freue mich über solche Geheimtipps, auch wenn ich sie dann (meist aus Zeitmangel) nicht kaufe. So bin ich nämlich informiert, was es alles so gibt und mir wird die Vielfalt des Hobbys bewusst...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 10:42 #

Ich verstehe Dich recht gut. Allerdings gibt es bei den Indie-Spielen weitaus mehr, als nur Geschicklichkeitsspiele. Gerade To The Moon oder Gemini Rue sind eher Erzählungen und beide sehr gut, dramatisch und emotional erzählt. Das ist dann eher Unterhaltung als Spiel.

Ebenso ist es doch bei den großen Mainstream-Spielen. Die Spielmechanik, die damals bei den alten Shootern noch komplett auf Spaß getrimmt wurde, ist doch heutzutage extremst beschnitten und vereinfacht. Die Faszination kommt doch durch die Erzählweise, die Skrtiptevents, die Story. Der unglaubliche Einzug und die Verbreitung von Quicktime-Events hat doch spielerisch kaum Sinn, es ist nur ein Element, eine total feste Erzählweise, die das Gegenteil von Interaktivität ist, mit einem Trugbild von Interaktion etwas aufzumöbeln. Und die Konsumenten haben es geschluckt. Die Verkäufe haben doch bestätigt, dass Spiele, die weniger spielen aber mehr zuschauen lassen, die größeren Verkaufserfolge feiern.

Das ist einerseits schade, aber der Markt ist gewachsen und die Abwechslung ist groß. Dieses Jahr war fantastisch. Es gab super Old-School-Spiele (Alice, DNF, Hard Reset, Serious Sam 3, Rage), es gab tolle RTS-Spiele, es gab fantastische Indie Spiele (Gemini Rue, To The Moon, Minecraft).

Also am Ende würde ich nicht klagen wollen. Genauso wie im Fernsehmarkt der Sender mit dem primitivsten Format, in dem nur Menschen erniedrigt und gedemütigt werden (RTL) die besten Einschaltquoten hat, werden flache Mainstream-Spiele immer die besten Verkaufserfolge feiern. Das ist ok, solange es Alternativen gibt.

Ganesh 16 Übertalent - 5032 - 23. Dezember 2011 - 14:18 #

Unterhalten tun Spiele und Geschichten. Da besteht kein Problem. Bloß in simpler Berieselung sollen sie sich nicht erschöpfen.

Und der Einzug von narrativen Elementen in Videospielen ist natürlich dann ein Problem, wenn die Spielelemente dafür zurückgedrängt werden. Das hat der Artikel zu To the Moon hier ja dokumentiert. Ob sich GG das nicht auch mal beim nächsten Bioware-Spiel trauen sollte?

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 23. Dezember 2011 - 10:19 #

Stimme vollkommen zu. Ich hasse auch diese scheinheiligen CoreGamer!
So, jetzt gehe ich wieder spielen, MW3 habe ich fast durch und in Skyrim muss ich auch paar Level machen ;)

Übrigens, vielleicht wollen auch die Mehrzahl der Spieler einfach nur unterhalten werden ohne jegliche Tiefgang oder Philosophien. So was ähnliches ist doch bei Filmen schon lange so: ich sage nur "Mainstream-Hollywood-Produktionen" vs "Charakter-Film-Produktionen"

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 10:49 #

Exakt, genau wie die Mehrzahl der Fernsehkonsumenten RTL schaut und dort die Sendungen den meisten Erfolg feiern, in denen ständig Menschen erniedrigt und gedemütigt werden, /ironie/ach wie lustig/ironie/

Ich empfehle mal einige Folgen von Fernsehkritik.tv, um das etwas näher zu durchleuchten.

Für mich ist das Argument "die Mehrzahl der ..." aus diesen Gründen eher ein sehr trauriges Argument, das sehr oft (natürlich nicht immer) zu mittelmäßigen bis qualitativ schlechten Produkten führt. Das merkt man schon, wenn man sich bei Lebensmitteln mal die Zutaten und deren Qualitäten anschaut und sich z.B. wundert, warum Nutella nach wie vor ein Synonym für Nuss-Nugat-Creme ist, nicht weil es gute Qualität hat, sondern weil die Masse einer Werbeindustrie aufgesessen ist und ein Produkt zum Lifestyle gemacht hat, aber das ist nur eines von vielen Beispielen.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 23. Dezember 2011 - 11:05 #

Ich beziehe mich wieder auf Computerspiele, es ist absolut in Ordnung, dass Spieler sich mit "leichter Kost" unterhalten wollen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 11:14 #

Natürlich ist es in Ordnung, ich wollte es nur etwas relativieren und zum Denken anregen. Ich will es nicht verteufeln oder schlecht reden. Wenn ich Rage spiele, ist es ja auch keine intellektuelle Höchstleistung, da fordert mich ein Anno oder X3 deutlich mehr. Unterhaltung kann eben vielfältig sein. Nur sollte man auch mal kritisch damit umgehen und nicht zu sehr einer eingefahrenen Spur folgen und damit spielerisch wie auch geistig verarmen. Also Mut zur Abwechslung!

Ganesh 16 Übertalent - 5032 - 23. Dezember 2011 - 14:15 #

Dagegen hat ja auch keiner was, oder?

Nur, wenn das alles ist, was selbsternannte Coregamer tun, dann ist das ein Problem. Mir ist noch ein anderes Beispiel eingefallen: Bei Brettspielen würden die wenigsten Brettspieler sagen, dass Risiko und Monopoly sehr gute Spiele sind, nur weil sie sie schnell unterhalten. Wenn es eine neue Monopoly-Edition gibt (und davon gibt es tausende) kräht da in der Community kein Hahn nach. Das heißt ja dann aber noch lange nicht, dass man mit anderen nicht mal gelegentlich eine Runde davon spielt.

Reverend 12 Trollwächter - 1049 - 23. Dezember 2011 - 10:53 #

Es ist der Hype. Jeder Blockbuster wirft seine Schatten als Hype oder "viral marketing" voraus. Somit pflanzt sich der Kaufbefehl auch viel eher viel tiefer ein. Ein Indie-Titel KANN dies gar nicht leisten. Nur durch die Spieler selbst schaffen es kleine Titel, gross zu werden. Siehe Minecraft. Und soll GG wirklich Blokbuster ignorieren, um Indie-Games zu fördern ? So ist man schneller in der Verlierer-Nische angekommen, als man denkt. Die Mischung machts. Und die stimmt hier bei GG. Portal war auch "cooles Indie" und jetzt ? Blockbuster-Müll ?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 11:16 #

Absolut, das sehe ich ähnlich. GG ist hier auf der richtigen Seite mit dem Mix der Plattformen, Indies und Blockbuster. Kudos für GamersGlobal! :)

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3234 - 23. Dezember 2011 - 12:05 #

Man darf es sich auch nicht so einfach machen, "Mainstream" immer als Produkt einer Hype-Kampagne und der Werbeindustrie anzusehen.
Mainstream heisst erstmal, dass eine Masse der Bevölkerung etwas gut findet.

Heutzutage sind alle Individualisten (und damit auch wieder Teil der Masse), und deshalb hat "Mainstream" einen negativen Touch. Warum soll aber Musik, die 80% der Menschen gefällt, schlechter sein als Musik, die nur 10% der Bevölkerung anspricht?

Reden wir uns das nicht ein? Wippen nicht mehr von uns heimlich zum Charthit im Radio mit dem Fuß mit, als es zugeben wollen? Lassen wir mal die Werbeindustrie aussen vor, dann ist es doch eigentlich ein Qualitätsmerkmal, wenn ein Produkt einen großen Teil der Menschen überzeugen kann.

Und - Ausreisser mal außen vor - MW3 und Skyrim SIND gut! Und was uns alles als Indie verkauft wird, ist auch nicht immer der Geheimtip!

Rubio The Cruel 12 Trollwächter - 1078 - 23. Dezember 2011 - 12:31 #

Moorhuhn Warfare 3 als fantastisches Spiel zu bezeichnen ist irgendwie daneben...

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11250 - 23. Dezember 2011 - 12:52 #

Anderen ihre Meinung nicht lassen, auch. ;)

ToreanT3r (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 12:57 #

Jööööh, der Michael Galuschka (Orth?) ist wieder da! Aaaah, so viele Weihnachtserinnerungen beim Lesen diverser Computermagazine damals... [wohlig warm ums Herz]

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 23. Dezember 2011 - 14:44 #

Hier sprechen ja viele bei Indiespielen über "hakelige" Steuerung , Mängel im Design usw.
Der Punkt ist also auch dass die Käuferschaft heutzutage eine andere ist, als früher. Beim C64, Amiga war man es gewohnt erst mal herauszufinden, wie die Steuerung funktioniert. Heutzutage schmeißen viele Leute ein Spiel schon nach 5 Minuten in die Ecke, weil irgendein Feature nicht im Tutorial erklärt wurde. Damals gabs noch gar keine Tutorials ^^
Als Indieentwickler muss man sich also bei aller Innovationslust auch erst mal daran gewöhnen ein benutzerfreundliches Spiel zu entwickeln, um "massentauglicher" zu werden. Wir haben z.b. unheimlich viel Arbeit in sowas investiert, wird aber trotzdem noch viel gemeckert. Z.b. "Wie könnt ihr es wagen bei einer 100 Meter Map mit 2 Abzweigungen keine Mini map einzubauen"
- also wird weiterhin viel Arbeit darein gesteckt. :)

Bernd (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 14:50 #

Ein Artikel mit einigen doch zumindest fragwürdigen Statements. Da wird viel behauptet im Text. Dass die Käufer sich ihre Festplatten mit Indie-Zeugs vollstopfen, aber nicht spielen würden (aha!), dass zwar Viele zum Mond wollen, aber dann doch in Arkham City versumpfen würden (soso!), usw.. Ich frage mich nur, woher weiß der Herr Orth das so genau?

Zu beobachten ist doch, dass der Markt für Nischen noch nie so riesig war wie heutzutage. Gerade durch iPhone und Co., Xbox Indies, PSN Store, Steam und zig andere Downloadplattformen haben heute Entwickler ein unglaublich breites Veröffentlichungsspektrum. Und die "Kleinen" haben offensichtlich hin und wieder das Zeug zum Hit, weil mit einem Mal der vermaledeite Mainstream-Käufer darauf aufmerksam wird und sich Qualität tatsächlich herumspricht und der Games-Journalismus seine jahrzehntelange Informationshoheit inzwischen eingebüßt hat. Vielleicht auch, weil durch Preview-Gehype, merkwürdige Wertungen (jetzt nicht explizit auf GG bezogen) und nicht immer ganz glaubwürdige Trennung zwischen Anzeigenabteilung und Redaktion viel Kredit beim Konsumenten verspielt wurde.

Wie wäre es denn mal auf GG mit einem ebenso groß aufgemachten Artikel zu einem Indie-Spiel, wie bei einem AAA-Titel? Macht doch mal einen Indie-Titel zu einem Spitzentitel (mal unabhängig davon, ob jetzt eine 8.0 oder 9.5 unterm Strich steht). Macht Videos, macht eine Stunde der Kritiker zu einem Indie-Titel. Macht doch mal Meinung, ohne auf die dadurch generierten Klicks zu schielen. Ja, mag schwer sein, weil man ja Geld verdienen muss und naturgemäß bekommt man mit einem "Angry Meat Boys in the Limbo of the Moon" weniger Klicks, als mit Skyrim zusammen, aber probierts doch mal aus. Guter Journalismus über Indies ist tatsächlich eine echte Nische, die besetzt werden kann. Und die Betonung liegt auf Journalismus. Berichtet über Entwickler, Programmierer, macht das Zeug bekannt und dadurch interessant für die Mainstream-Käufer. Wer, wenn nicht der Journalismus, kann Meinung machen und damit interessante und neue Konzepte einer breiten Masse näher bringen?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4435 - 23. Dezember 2011 - 15:13 #

Woher der Herr Orth das weiß, hat er sogar im Artikel erwähnt. Man sieht es an den Kommentaren und den Views der jeweiligen Artikel bereits auf Gamersglobal. Bei anderen Online-Magazinen sieht man es ebenfalls. Du könntest auch Youtube-Videos recherchieren usw.

Bernd (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 15:43 #

Daraus kann man allenfalls ableiten, dass eben der typische GG-Besucher/Nutzer sich durch die Mainstream-Artikel klickt. Sagt das auch nur irgendwas aus, was diese ganzen Leute daheim im stillen Kämmerlein tatsächlich spielen?? Nur weil jemand regelmäßig die BILD durchblättert, heißt das doch im Umkehrschluß nicht, dass dieser Jemand ein unterdurchschnittlich gebildeter und unterdurchschnittlich verdienender Mensch ist. Daheim auf der Couch kann dieser Jemand das Handelsblatt und Managermagazin abonniert haben und seine 9.000 Euro im Monat einfahren. Ich will damit nur davor warnen aus Klicks, Kommentaren und ähnlichem Kram, noch dazu einer "Peer-Group", auch nur irgendetwas an gehaltvoller Aussagekraft über die tatsächlichen Verhältnisse ableiten zu wollen.

Ich vermisse da tatsächlich vor allem auf Leser-Seite ein kritisches Hinterfragen solcher Statements. Nur weil es ein altgedienter Redakteur behauptet und scheinbar vernünftig herleitet, sagt das nichts über den Wahrheitsgehalt aus. Fakt ist doch, dass es gar keine Erhebungen gibt, was die Millionen von Käufer tatsächlich daheim zocken. Klar, Huntertausende haben Skyrim gekauft. Heißt das auch, dass die Huntertausende es auch spielen? Hm? Huntertausende haben sich auch eine Gitarre gekauft. Heißt das dann, dass die nicht Klavier spielen?

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 23. Dezember 2011 - 16:31 #

http://store.steampowered.com/stats/
;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 349255 - 23. Dezember 2011 - 16:54 #

Verstehe ich dich richtig?

- Erfahrungswerte mit Zielgruppen, Bekannten, der Branche an sich, und zwar über Jahre hinweg, sind für dich keine valide Grundlage für Annahmen.

- Die Annahme, dass bei den ganzen Steam-Sales auch Spiele gehortet werden, die man gar nicht spielen will und kann aktuell, hältst du für weit hergeholt.

- Wie Core Gamer auf GamersGlobal.de klicken, sagt für dich nichts darüber aus, wie sie auf anderen, ähnlichen Websites klicken.

- Was sie klicken, hat nichts damit zu tun, was sie spielen.

Halbwegs richtig zusammengefasst? Kann dir da nicht zustimmen, selbstverständlich kann man von einer Erfahrungsgrundlage und mithilfe des gesunden Menschenverstands vernünftige Schlussfolgerungen treffen. Du machst das jeden Tag, von früh bis spät, sonst könntest du nicht überleben.

Du musst ja nicht jede der Annahmen oder Folgerungen teilen. Aber von bloßen Behauptungen zu sprechen und dann den statistisch irrelevanten 9000-Euro-Manager als "Auch-Bild-Leser" ins Gefecht zu führen, hat doch keinerlei Substanz.

Ich kann dir gerade nicht "beweisen" (habe keinerlei Lesermarktdaten hier), dass der Spiegel-Leser gebildeter und einkommensstärker ist als der BILD-Leser. Ich kann dir nicht beweisen, dass die Hauptzielgruppe der Brigitte Frauen sind. Ich kann dir nicht beweisen, dass GamersGlobal-Leser mehr in der Birne haben als die von spielehints.dk (oder so ähnlich). Und? Stimmt trotzdem, das zeigt sich an sehr vielen Faktoren, und immer wieder. Etwa der Sprache, der Themen, wen man mit dem einen Heft in der Hand so trifft und wen mit dem anderen, et cetera pp. Es zeigt sich übrigens auch in Diskussionsthreads :-)

Anonymous (unregistriert) 25. Dezember 2011 - 18:23 #

Ich will dem Rest überhaupt nicht widersprechen, aber:

Woher weißt du welcher Klick von einem "Core-Gamer" kommt?

Und ja, ich klicke sehr oft auf Infos über Spiele, die ich nicht spielen werde. Vielleicht sogar gerade deshalb, denn wenn ich einen Titel sowieso noch spiele, will ich gar nicht vorab gespoilert werden. Und sich auch über Titel zu informieren, die man nicht spielt, rundet definitiv den Gesamteindruck über die Spiele-Szene ab. Mir ist es wichtig, nicht nur die Namen meiner wenigen Lieblingstitel zu kennen. Anders wäre es auch schwer, eventuell neue Lieblingstitel zu finden. Deus Ex Human Revolution war z.B. auch ein totaler Mainstreamtitel der sich millionenfach verkauft hat, der mir aber "trotzdem" viel Spaß bereitet hat. Hätte ich jetzt alle Artikel dazu gemieden, wäre mir vielleicht nie bekannt geworden, dass das Spiel wieder mehr wie Teil 1 war, denn Teil 2.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 23. Dezember 2011 - 15:23 #

Kann mit dem Begriff "Core Gamer" schon normalerweise nicht viel anfangen, die hier verwendete Definition irritiert mich noch ein Bißchen mehr. Irgendwie dachte ich bisher immer, dass Core Gamer von Leuten, die eben Call of Duty, Halo oder Skyrim spielen verwendet wird, um sich von den Leuten, die Wii Sports, Angry Birds oder FarmVille spielen, abzugrenzen. Und jetzt ist "Call of Duty" nicht mehr "core-ig" genug? Und nochdazu sollen "Core Gamer" "aufgeklärt" und "weltoffen" sein?! Für mich waren das irgendwie immer die ärgsten Fanboys. Oder lieg ich da mit meiner Definition voll daneben?

Je nachdem, was nun damit gemeint ist, ist dann auch das Geschriebene vielleicht etwas anders zu bewerten. Kann mir nicht vorstellen, dass diejenigen, die sich lautstark über Call of Duty beschweren, dann auch diejenigen sind, die ihm seine Rekordverkaufszahlen bescheren, sondern eher wirklich auch mal öfter zu Nischentiteln greifen. Nur sind das halt viel weniger. Umgekehrt kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand, der Call of Duty zum Release kauft, nicht schon genau weiß, was ihn erwartet und sich dann über fehlende Innovation beschwert.

Mit den Zugriffszahlen dürfte sich's ähnlich verhalten. Treue GamersGlobal-Leser mit einem breiten Interesse lesen Artikel zu Trine genauso wie den zu Call of Duty, nur zieht letzterer eben auch viel mehr Laufkundschaft (Klickkundschaft? Laufklickschaft?) an, was sich dann eben auch in den Aufrufen niederschlägt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 349255 - 23. Dezember 2011 - 22:53 #

Mit einer zweistelligen Millionenzahl an Spielern und auch in der überschaubaren Komplexität des Geschehens ist ist Modern Warfare mit Sicherheit kein reines Core Game. Bei Skyrim bin ich mir nicht so sicher, auch wenn da ebenfalls gewaltige Verkaufszahlen gemeldet werden.

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12926 - 23. Dezember 2011 - 15:55 #

Sagen wir es mal so. Das Phänomen, das AAA Titel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als Indi-Titel mit unbekanntem Namen stimmt. Ist auch bei mir so, allerdings überfliege ich z.B. auch AAA Tests bei GG die mich vom Genre her nicht interessieren. Core-Gamer = Mainstreamgamer = Nur-Konsolenspieler. Ist meine Meinung, auch wenn mir das manch übel nehmen werden. Aber mein Problem ist ein völlig anderes. Ich bin der No-Time-Gamer. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er kein Problem hat sich Spiele zum Release für 50 € zu holen, aber trotzdem sehr gut auswählen muss was er sich kauft. Der finanzielle Spielraum ist sehr hoch, aber da er berufstätig ist und noch andere Hobbys, Partner, Freunde hat der Faktor Zeit viel wichtiger. Daher liegt man bei "Bewährtem" meist richtig. Zumal hab ich noch so viele Indie-Perlen in meinem Steamkonto die ich noch nie angespielt hab. Dadurch, dass ich auch noch sehr viele alte Klassiker und die nötige alte Technik habe brauch ich auch weniger neue Spiele. Und dann fallen die Shooterverwurstungen alla X-Com und Syndicate bei mir schon vorab durch. Wenn die grob gesagt 8.0 bei GG bekommen sind sie nix tolles, da muss schon was außergewöhnliches bei rauskommen damit ich mir die auch nur ansehe!

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 103622 - 23. Dezember 2011 - 17:23 #

Aua, die Wahrheit tut weh! ;)

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 17:54 #

Ich sehe da gar nicht allzu viel "Scheinheiligkeit". Mag ja sein, dass sich gefühlt viele User negativ zu Mainstream-Games im Internet äußern (Foren, Blogs und was weiß ich). Aber das bestätigt wohl nur, dass sich nur diejenigen äußern, die sich daran stören. Alle anderen texten ja nicht unbedingt etwas dazu. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie man von hier auf "Scheinheiligkeit" kommt. Ich denke es ist eben genau so, dass nur die Wenigsten Innovation und Neuerungen wollen. Es gibt gewisse Spielmechanismen, die sich (zurecht) bewährt haben. Was passiert, wenn man daran immer weiter rumdoktert konnte man z.B. sehr schön bei C&C4 sehen.

Ich bin nicht gegen Innovation und neue Spielmechanismen, aber die Kritik sei zulässig, dass sie sich gegen bewährte Standards behaupten müssen.

Anonymous (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 20:28 #

Ich finde nicht zuletzt die Indie-Szene selbst scheinheilig. Die meisten Titel sind einfach gestrickte Minigames und wiederaufgewärmte Uraltkonzepte, mit denen die Entwickler heimlich auf den großen Durchbruch hoffen. Nein danke. Das ist so ähnlich wie die Indie-Szene in der Musik - letztlich ist es doch nur eine Grundfärbung von Pop, mit ähnlich engen Vorgaben.

DerStudti 11 Forenversteher - 775 - 23. Dezember 2011 - 21:35 #

Ein weiterer Teil des Problems ist für mich der Spielejournalismus. Egal ob klassisch gedruckt oder online: Spielemagazine, die Neuerscheinungen testen und ihre Erkenntnisse verbreiten, stellen noch immer den meines Erachtens wichtigsten Informationsweg dar. Virales Marketing und freundschaftliche Empfehlungen, u.a. in sozialen Netzwerken, gewinnen zwar an Bedeutung, doch bieten die Spielemagazine Einordnung und Marktüberblick. Sie boten beides zumindest bislang, denn mit sinkenden Auflagenzahlen sparen heutzutage immer mehr Magazine kräftig ein. Titel aus der zweiten Reihe werden oft gar nicht mehr erwähnt, geschweige denn getestet. Vor allem gedruckte Magazine verkommen somit immer mehr zu Blockbuster-Präsentationsheften. Das größte Negativbeispiel in dieser Hinsicht ist die Gamestar, die sich selbst seit einigen Monaten fast komplett auf die "großen" Titel beschränkt und die für einen Marktüberblick essentiellen Kurztests einfach wegrationalisiert hat. Wenn man wenigstens alle online erschienenen Artikel als pdf und alle Videos als xvid auf die DVD packte, wäre mein Groll nicht ganz so groß, aber sie einfach wegzulassen, schränkt meine Informationsmöglichkeiten doch sehr ein.

Was mich angeht, so haben kleinere Entwickler bei mir durchaus ne Chance...aber nur, wenn sie sich wohltuend von den großen absondern. Ich habe dieses Jahr aufgrund der immer schärferen Kopierschutzmaßnahmen und meiner nicht mehr für die diversen Onlinedienste geeigneten Internetverbindung keinen einzigen AAA-Titel gekauft, dafür aber u.a. mehrere Adventures von Daedalic. Solange sie weiterhin gute Spiele produzieren und sie mit klassischem Kopierschutz (CD-Key, Drehscheibe) ins Regal stellen, werde ich das weiterhin tun. Genauso war ich bislang Fan von paradox interactive - Produkten, v.a. wegen ihrer Komplexität, Modbarkeit und Spielerfreundlichkeit in Sachen Kopierschutz. Davon sollen - laut Chefentwickler - demnächst einige Punkte wegfallen. Ich werde die Lage beobachten und mein Kaufverhalten entsprechend anpassen...

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9293 - 23. Dezember 2011 - 21:40 #

Einige Artikel bei der Gamestar abseits der Tests sind aber wirklich gut geschrieben und sehr interessant. Ist halt die Frage ob man für die 2 Artikel pro Heft 3,99 ausgeben will^^

Politician 12 Trollwächter - 1160 - 23. Dezember 2011 - 21:47 #

Das Problem ist meiner Ansicht nach auch, dass sich Spiele innerhalb kurzer Zeit verkaufen müsssen. Das liegt an der geringen Preisstabilität. Wenn sich ein Spiel Jahre nach Release zum Kulttiteln mausert, weil es eben eine ausgereifte und gute Spielmechanik hat, bringt es den Entwicklern wenig. Das Spiel ist mitlerweile so preiswert, dass es keine Gewinnen mehr abwirft. Die einzige Hoffnung für die Entwickler ist ein etwailiger Nachfolger. Die Preisstabilität ist auf dem CD oder DVD Markt höher. Somit kann eine Band, deren Album erst nach einem Jahr bekannt wird immernoch sehr viel Geld machen.

Warum letztlich die Spieler doch auf Nummer sicher gehen beim Kauf hat mehrere Gründe. Zum einen fehlt es selbst guten Indietiteln oft an bestimmten wichtigen Aspekten.
Die hier genannte innovativen Major Titel Brütal Legend und Mirrors Edge hatte beide eine gewichtigen Nachteil. Sie waren extrem kurz. Man hatte einfach wenig Spiel fürs Geld.
Das ist leider bei innovativen Konzepten oft so. Ein RPG mit dem Umfang eines Skyrim kann eben kein Indiestudio stemmen. Und für mich ist Umfang in bestimmten Genres ein sehr wichtiger Faktor.
Vorallem auch bei der Kaufentscheidung, weil er direkt messbar ist.

Zusätzlich kommt hinzu, dass ich mir Vollpreisspiele häufig vorallem dann kaufe wenn ich Multiplayer spielen will. Und da haben großen Produktionen einfach den Vorteil, dass sie sicher auch gespielt werden, während kleine Titel immer Gefahr laufen nicht angenommen zu werden.

Hinzu kommt, dass Marketing auf jeden wirkt. Wenn man sich anschaut wieviel Geld in Marketing investiert wird, ist klar, dass dies messbare Erfolge bringt. Sonst würde nicht jeder große Warenproduzent Marketing betreiben.
Häufig werden Titel, die Innovativ sind nicht gut beworben. Es wird kein Hype aufgebaut und die Publisher gehen halbherzig zu Werke.

Selbst wenn alle Corespieler bewusster kaufen würden, wäre ihre Marktmacht wohl beschränkt.
Ich selbst versuche mir eher kleinere Titel für den Vollpreis zu kaufen und Majorproduktionen eher in Sales zu erwerben, wenn kein Multiplayer vorhanden ist.

Bei den Genrewechseln muss auch der Konsolenfokus berücksichtigt werden. Strategie ist allein deshalb auf dem Rückzug, weil der PC Marktanteile verloren hat. Auf Konsolen funktionieren komplexe Strategiespiele nunmal schlecht.
Trotzdem bin ich mir bei X-Com oder Syndicate nicht sicher ob der Schritt wirtschaftlich richtig war.
Wenn die Spiele unterdurchschnittlich abschneiden, können sie auch als Shooter floppen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich schwache Shooter so toll verkaufen.
Den Hauptteil vom Kuchen teilen sich die stark beworbenen Megaproduktionen. Allerdings hoffen Publisher eben durch eine Wiederbelebung einer alten Franchise auf diesen Zug aufspringen zu können.
Die Chancen steigen durch die Shooterproduktion sicher. Allerdings ist meiner Meinung nach auch das Risiko eines Totalflopps größer, wenn man im Shootereinheitsbrei untergeht.

Ich denke z.B. nicht, dass sich ein Afterfall Insanity toll verkaufen wird.
Mit Nischentiteln werden leider keine Millionen gemacht aber durch Steam und digitale Distribution entwickelt sich langsam sowas wie ein Markt. Ich werde jedenfalls versuchen diesen eher zu stärken. Wenn mir Steam die Sache nicht so schwer machen würde, indem sie bevor ich Zeit zum spielen habe, den begehrten Titel so billig anbieten, dass ich mir fast wie ein Dieb vorkomme ;)
Letztlich handelt man als Mensch leider doch als Egoist.

Dan Sky 13 Koop-Gamer - P - 1372 - 24. Dezember 2011 - 11:46 #

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich so kreative und einmalige Spiele wie Interstate 76, Grim Fandango, No One Lives Forever, oder X-Wing Alliance vermisse. Jedoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch in den letzten Jahren tolle, neue Spieleserien auf den Markt vorgedrungen sind. Mass Effect, Far Cry, Dragon Age, Batman Arkham City, Mirrors Edge, Fable usw sind für mich großartige Spiele, die ihren Teil zur Entwicklung des Marktes beigetragen haben. Es ist dabei natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass große Marken extrem gemolken werden. Aber das war auch schon 1994 der Fall nur eben nicht mit Budgets die mit Hollywood Blockbustern mithalten konnten.
Es ist schön, dass sich GG auch den eher unbekannten Perlen widmet (sonst wäre ich nie zu Nier gekommen, vielen Dank!), jedoch muss ich auch kritisieren: das Versäumnis einen ausführlichen Test über Rayman: Origins zu verfassen wiegt für mich schwer. Hier hat sich ein großer Publisher getraut ein künstlerisches und spielerisches Meisterwerk zu erschaffen und damit nicht auf den "ausgetretenen Pfaden" zu wandeln. Dieses Wagnis sollte auch von einer Website mit einer "eher etwas älteren, sicher nicht gerade anspruchslosen Leserschaft..." honoriert werden und damit vielleicht den ein oder anderen Full-Price Kauf verursachen.
Ich würde gerne an dieser Stelle auf einen tollen Artikel auf IGN hinweisen, der Rayman: Origins als eines der bedeutendsten Spiele 2011 tituliert: http://xbox360.ign.com/articles/121/1215079p1.html

raumich 16 Übertalent - 4673 - 25. Dezember 2011 - 12:20 #

Hier soll eine Lanze für Indie-Spiele gebrochen werden und verlinkt zum Thema, wird auch wieder nur Modern Warfare 3. Daher habe ich schon nach dem ersten Absatz wieder aufgehört, den Artikel zu lesen. Sowas brauch ich nicht.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 25. Dezember 2011 - 13:02 #

Einmal Burger, immer Burger.

Allerdings gibt es die Spiele, die ich will, einfach zu selten:
Kreative Ideen (Indie) + Big budget (Mainstream) = Halleluja!

Indies sind mir zudem oft zu Jump n Run lastig, ein Genre, das bereits seit Amiga Zeiten ausgelutscht ist und alles andere als Originell ist.

Ich kaufe mir selten Indies, allerdings halte ich mich auf fern von MW3, weil man dort wirklich alles schon einmal gesehen hat.

AlexG 08 Versteher - 175 - 26. Dezember 2011 - 22:09 #

Ich weis nicht wie es euch geht aber ich komm an die fünfte Wiederauflage gar nicht mehr ran.
Wieviele Stunden ich in Medieval versenkt hab kann ich noch nicht mal grob abschätzen. Rome hat auch nochmal richtig viel Zeit gekostet. Medieval 2, eine echt tolles Spiel, konnte mich aber nicht mehr annährend solange fesseln. Und obwohl ich die Vorgänger liebte, hab ich das Spielkonzept langsam über gehabt und die Nachfolger trotz spannender Szenarien nicht mal angeschaut.
Ähnlich ging es mit bei Heroes of Might and Magic. Der erste Teil ist das erste Spiel an das ich mich bewusst erinnern kann. Und Teil 2 und 3 hab ich verschlungen. Doch alles was jetzt kommt geht einfach an mir vorbei. Sicher wäre es ein echter Verlust wenn solche Serien verschwinden denn die neue Spielergeneration soll auch noch was davon haben aber ich hab mich daran sattgespielt und will was neues. Shooter waren für mich eh schon immer Einheitsbrei und wie man da noch den hundertsten Wiederaufguss spielen kann ohne das einem nach einer halben Stunde langweilig wird kann ich gar nicht verstehen.
Nur bei RPGs störte mich das gleichbleibende Spiel bis jetzt noch nicht. Ich zähl da mal die Open World Titel nicht direkt dazu. Denn da hatte ich nach 200h Morrowind auch keinen Bock mehr auf Oblivien. Aber ich könnte mir noch mehrere SW:KotOR-Teile, eine neues Planscape Torment oder Baldur Gate gut vorstellen wenn wieder eine spannende Geschichte erzählt wird. Die sollte dann aber auch neu sein;)

ponx 08 Versteher - 205 - 25. Dezember 2011 - 16:02 #

Ich liebe To The Moon ! Und würde es trotzdem nicht gegen Skyrim eintauschen wollen - und umgekehrt auch nicht. Ist ja nachvollziehbar, dass aufwendig produzierte Big Budget Titel im Vorfeld mehr Interesse generieren. Auf solche Perlen wie To The Moon dann trotz fehlendem Eye-Candy und Marketing-Budget aufmerksam zu machen, ist eure Aufgabe als Spielemagazin. Das hat in meinem Fall bestens geklappt übrigens - vielen Dank für euren punktgenauen Test dazu ! Was mir völlig rätselhaft ist, ist dass dieses Spiel trotz Mojang als Publisher und immerhin 10€ Verkaufspreis immer noch keine deutsche Übersetzung hat - und es hat nichtmal vertonte Dialoge. Da können sich die "kleinen" Publisher mal was von den großen Abgucken - bei Skyrim wurde jedes einzelne noch so bedeutungslose Buch übersetzt. To The Moon gibt's nichtmal auf Steam.

Anonymous (unregistriert) 25. Dezember 2011 - 18:03 #

"Ideen fordern, Mainstream kaufen"

Totaler Quark! :D Direkt an der Prämisse ist zu sehen wieso der Tenor des Artikels falsch ist und alle wesentlichen Punkte übersehen wurden.

1. Der Mainstream kauft natürlich mehr Spiele als irgendeine der ebenfalls vorhandenen Nischen. Sonst wäre es nicht der Mainstream. Duh! Somit ist es völlig egal ob wirklich jeder "Core Gamer" zu genau dem tollen Indie Game greift (und es eben KEIN reines Lippenbekenntnis ist), denn für ihn sind mindestens 15x mehr Leute da, die sich einfach blind das nächste Call of Duty holen, weil sie vielleicht auch gar nichts anderes kennen.
Derzeit ist gerade Weihnachten. Was glaubt ihr, was für ein Spiel da die meisten Kinder geschenkt bekommen von den Eltern oder Großeltern, die selbst nicht spielen und daher nur die 1-2 Titel kennen, die überall groß in der Werbung waren? Ja genau, natürlich den kreativen Indie-Titel, von dem sie noch nie gehört haben! :P

2. Spiele-Entwickler fristen ihr Dasein üblicherweise unter riesigen Publishern, die echt gar nichts interessiert als Geld zu verdienen. Gar nichts. Wenn Syndicate also verspricht auch nur 1 Kopie mehr zu verkaufen wenn man es als Shooter statt Strategie macht, dann wirft man es als Shooter und nicht als Strategie auf den Markt, klar? Es interessiert niemanden ob es objektiv jetzt das schlechtere, langweiligere, ideenlosere oder sonstwie minderwertige Produkt ist. Im kritischen Sinne jedenfalls. Das Offensichtliche, dass mehr Leute (=Mainstream) mehr Spiele kaufen können, als eine handvoll Hardcore-Spieler mit vielfältigerem Geschmack, wurde ja schon festgestellt. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull war für viele Fans der Serie, sowie viele Film-Enthusiasten nicht nur der schlechteste Teil der Reihe, sondern insgesamt einfach kein guter Film. Im kritischen Sinne. Spielt keine Rolle. der Film hatte über 700 Millionen Dollar Box Office. Somit ist er ein _finanzieller_ Erfolg. Ein solcher finanzieller Erfolg, dass Lucas sofort damit anfing ein Indiana Jones _5_ in Betracht zu ziehen. Es ist völlig verfehlt, die Verantwortung hieran auch noch ausgerechnet den Fans zu geben, die Teil 4 schlecht fanden. Die können nichts dafür, dass auch Teil 5 nach der gleichen schlechten Formel gemacht werden wird, wie Teil 4. Das gleiche gilt bei den Spielen.

Überhaupt wird der Auswertung von Spieleverkäufen zu viel Bedeutung beigemessen, bzw. deren Auswertung falsch interpretiert. Ich habe mir vor einer Weile alle Dungeons & Dragons Spiele bei GOG gekauft (also Baldur's Gate 1+2, Planesacpe Torment usw...). Deswegen setzt sich jetzt auch kein Executive hin und meint man müsse neue Spiele diesen Typs machen. Man nimmt zwar gerne das extra Geld, aber mehr Konsequenz darf man sich davon nicht erwarten.

Anonymous (unregistriert) 25. Dezember 2011 - 19:37 #

Die Mehrheit der Konsumenten leidet an massiven Intellekt Defiziten. Da die Entwickler ihre Gewinne maximieren wollen, sind Core Gamer bedeutungslos. (zumindest für große Publisher) Ausser natürlich sie kaufen jeden Indie Titel 50 mal pro Person. Gewinnmaximierung tötet Anspruch u. Kunst. Weil man mit "Müll" mehr verdient.

RICK (unregistriert) 26. Dezember 2011 - 11:48 #

"999 Gigawatt ... grausam!" @ Raumschiff Gamestar

partykiller 17 Shapeshifter - 6231 - 26. Dezember 2011 - 12:28 #

Meiner Meinung nach wird in den Begriff Coregamer zu viel hineininterpretiert. Zum Teil auch viel zu viel Edles.
In meinen Augen ist dieser Begriff nichts anderes als ein Synonym für "Stammkundschaft". Und der "casual gamer" ist eben die "Laufkundschaft". Oder auch "Vielspieler" vs. "Gelegenheitsspieler". Ein Coregamer könnte auch ein Spezialist für ein bestimmtes Genre oder sogar nur für eine bestimmte Spieleserie sein, im schlimmsten Fall sogar nur für ein einzelnes Spiel.
Anders ausgedrückt: ein eingefleischter Fanboy kann auch ein Coregamer sein. Und unter dem Gesichtspunkt ist der Ausdruck Coregamer dann gar nicht mehr so positiv, wie er gerne verwendet wird.

Coregamer können nämlich auch einfach ganz üble Chauvinisten sein. Stichwort "was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht!" Ein Coregamer ist also mitnichten zwingend jemand, der offen für neue Konzepte ist und auch alternativen Ideen eine Chance gibt und Aufmerksamkeit widmet.
Ein Coregamer ist lediglich jemand, der sich mit dem Medium etwas länger beschäftigt hat als ein casual gamer, zum Teil verleiht man sich dieses Prädikat gerne selber, um sich vom "Pöbel" abzuheben der den neu hinzugekommenen "Parvenus", die sich mal so als Lifestyle-Objekt eine Wii oder ein iPhone zugelegt haben. (irony mode off) :)
Coregamer können also auch ganz einfach ignorant und verbohrt sein. Und es können auch ganz einfach Fließband- und Mainstreamkonsumenten sein. Vermutlich würden sich auch Raub-/Schwarz-/Illegal-kopierer vermehrt gerne als core gamer bezeichnen, obwohl diese gar nicht zu Verkaufszahlen beitragen.

Im Gegensatz dazu muss ein "casual gamer" kein völlig ahnungsloser Konsument sein, dem man jeden Rotz verkaufen kann. Es kann auch einfach jemand sein, der weniger Zeit zum Spielen hat und selten dazu kommt, dennoch kann es ja sein Hobby sein. Oder es ist jemand, der das Spielen wirklich nur als Zeitvertreib und nicht als Hobby betreibt. Da gibt es verschiedene Ausprägungen.

In meinen Augen sollte man den Begriff "Coregamer" auf keinen Fall glorifizieren oder auf ein Podest heben. Mit diesem Mythos sollte endlich mal Schluss sein. Und genauso wenig sollte man casual gamer einfach als Ahnungslose Neu-Opfer-Konsumenten abkanzeln.

Manche wollen unter dem Begriff core gamer jemanden verstehen, der ein Video- und Computerspiele-Liebhaber ist, der ein breit gefächertes Wissen über dieses Medium in all seinen Facetten hat, der sich mit der Geschichte der Spiele beschäftigt hat und auch viele selber gespielt hat. Von mir aus auch jemand, der sich einem bestimmten Genre über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv gewidmet hat und eine Vorliebe enwickelt hat; jemand, der ein Genre von den Anfängen bis zum aktuellen Stand miterlebt und mitverfolgt hat. Das können natürlich Menschen aus der Branche selber sein (Spieleentwickler, Spiele-Journalisten), aber auch Sammler und Spieler der "frühen oder gar ersten Stunde", die einfach viele interessante Dinge zu Spielen beizutragen haben und die auch über die Jahre hinweg die Entwicklung miterlebt haben.

Vielleicht sollte man also besser von
Neuspielern
Gelegenheitsspielern
Vielspielern
Genrespezialisten
Spieleliebhabern
Sammlern etc.,

sprechen, core und casual sind einfach zu missverständlich und decken das einfach nicht ab.

v3to (unregistriert) 26. Dezember 2011 - 13:43 #

um es von meinem standpunkt auf den punkt zu bringen: ich kann weder mit ego-shootern, echtzeit-strategie als auch mmo was anfangen. das hat noch nicht mal was mit den genres selbst zu tun, action, rpg und strategie sind seit über 20 jahren eigentlich meine favs. bei ego-perspektive sind es permanente orientierungsprobleme, im mmo die langeweile der unendlichkeit und nervige mitspieler, bei echtzeit-strategie schlichte überforderung. aus dem grund ziehe ich mitlerweile indie-games den aaa-titeln meist vor, denn dort gibt es tatsächlich noch sowas wie auswahl. auch wenn mir die big-budget-inszenierung zugegeben schon abgeht.

hazelnut (unregistriert) 30. Dezember 2011 - 17:27 #

es liegt eindeutig bei den spieletester auf dieser welt..
..was die so bewerten was völliger mainstream ist..
..aber da man ja rumkuscht weil man angst hat man könnte was verpassen wenn man ein bisschen revoluzzer spielt..
..nicht kaufen allein bringt es nicht..
..man muss schon "oberhalb" anfangen..
..nu seit ein bisschen kritischer..dann klappt des auch.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 6313 - 4. Januar 2012 - 19:07 #

seid wann heißt der Mikkel denn "Orth"?

Callet 12 Trollwächter - 1153 - 7. Januar 2012 - 13:58 #

Ich muss gestehen, ich zähle in gewissem Maße auch zu den Mainstreamkäufern. Jedoch hat das auch Gründe. War nämlich von Kindheit an ein Zocker mit Tendenzen zum Nerdtum ( Mit 7 eigener Pc, usw. ) jedoch hatte ich später immer besseres zu tun, als Zeit in dieses Hobby zu investieren. Als ich dann eine Ps2 bekam war mir das Geld für viele neue Spiele ( Ok 5 über 2 Jahre waren erträglich ) zu schade.

Tja, und nun: volljährig, mit Job, genug Freizeit, beginne ich viele Spiele aufzuholen.
Da hänge ich mich lieber an die großen Titel der letzten paar Jahre, denn sonst stünden nicht 50, sondern weit über hundert Spiele auf meiner Liste. ( Wobei da auch um die 20 Indie und Kleinentwicklerstudios bzw. längst abgeschriebene Firmen dabei sind *grübel* ) Letztendlich fehlt mir noch mein Genre, konnte mich noch nicht genug durchtesten um etwas definitives festlegen zu können.

Nebenbei ist es mir zur Praktik geworden einfach mal die Releaselisten durchzugehen und was interessant ausschaut/sich so anhört wird mal genauer unter die Lupe genommen.
Gruß

MrWulf 10 Kommunikator - 476 - 8. Januar 2012 - 20:44 #

Der Grund warum die ganze Branche so schnell verkrustet ist, ist meiner Meinung nach ziemlich einfach. Es wurden zu schnell zu viele komplett Branchenfremde mit dazugeholt. Diese wissen zwar wie man aus einer Marke Geld rausholt aber eben nur begrenzt wie man kreativ arbeitet.
Ich persönlich habe das Gefühl das früher einfach Spiele released wurden und sobald die Spiele aus der Verlustzone raus waren, waren alle zufrieden. Heutzutage wird dagegen jedes Spiel als Flop gewertet das sich nicht millionenfach verkauft. Ich finde dass diese Entwicklung in die komplett falsche Richtung geht.

Francis 15 Kenner - 2700 - 5. Juni 2012 - 19:17 #

Innovationen werden oft leider nicht belohnt

Anonymous (unregistriert) 25. Juni 2012 - 0:46 #

Solange man Menschen an Schulen beibringt wie man andere Menschen gezielt manipuliert um einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen, solange werden sich die Manipulierten gegenseitig anfeinden und das Rad am laufen halten. Willkommen in der "freien Welt"

Xentor 14 Komm-Experte - 2268 - 21. September 2012 - 22:42 #

Ein Problem in der Spielewelt sind in der Tat die Leute, großteils.
So Diskussionen betreffs Spielen (Auch wenn der kritiker total Sachlich argumentiert) entwickeln sich oft schnell zu einer Art Religionskrieg:
"Was du sagt was gegen Spiel XYZ (Bitte hier entsprechendes Lieblingsspiel einsetzen), du hasst doch keine Ahnung du ... (Bitte hier gängige Kommentar- / Web Beleidigung einsetzen).
Denke ihr wisst alle was ich meine und habt es schon gesehen.

Tolles Beispiel: Das Mass Effect 3 Ende.
Der "Shitstorm" kam ja gar nicht so sehr wegen dem Ende zustanden, sondern eher wegen der üblichen 2 Lager. Die einen "Ende ist Mist (zu dem ich gehöre) Die anderen: Ende ist toll. (Warum hab ich immer noch nicht verstanden.)
Keine Seite wollte auf die Argumente der anderen hören und wie lange wurde das in Foren plattgewaltzt. (Damals war ich noch nur bei Gamestar und man man man... war das albern).

Ist bisschen wie bei der Android vs Aplle, Konsole vs PC.... Kiste.
Im Grunde mögen die Leute alle lecker Eiskrem, aber streiten sich um die Geschmackssorte :-) Wie kleine Kinder.

Wie soll also ein guter Spielemarkt entstehen, wenn wir die Konsumenten nicht einmal mit einer Stimme sprechen können (wollen)?

R-X-D 06 Bewerter - 97 - 17. November 2012 - 15:35 #

Ich kann dem Kommentar nicht zustimmen. Und zwar bereits in der Grundaussage:

Woher willst du wissen, dass es "viele wollen"? Meistens schreien nur die, denen etwas weh tut.

Ich behaupte mal ganz frech dagegen: Ein paar (sagen wir: 10 von 200 Spielern) wollen innovative Spiele und schreien in Foren, etc. danach. Kaufen tun sie dann nur DIE innovativen Spiele, die auch ihren Genre-Vorlieben entsprechen und das nur dann, wenn die Innovation sie auch ANSPRICHT.

Die große MEHRHEIT der Spieler ist im Großen und Ganzen (und dazu zähle ich mich auch) zufrieden, wenn Starcraft 2 sich genauso wie der Vorgänger spielt, wenn Call of Duty 5 lediglich grafisch ein wenig aufpoliert wurde weil ansonsten die Inszenierung ja passt, wenn Mass Effect 4 NICHT "back to the roots" geht und der pot. Spieler wieder mehr als 10 Minuten mit der Charaktererstellung verbringen muss.

R-X-D 06 Bewerter - 97 - 17. November 2012 - 15:42 #

@Xentor (über mir):

"Wie soll also ein guter Spielemarkt entstehen, wenn wir die Konsumenten nicht einmal mit einer Stimme sprechen können (wollen)?"

Ganz einfach: weil "ein guter Spielemarkt" nun einfach mal Geschmackssache ist.

ME3 bringt es auf den Punkt. Es gibt Leute, die das Ende mochten (ich gehöre dazu, weil es endlich mal ein Entwickler gewagt hat, KEIN Happy End zu bieten - und das noch bei drei Möglichkeiten - DAS ist eine Innovation, die mich anspricht!) und welche die es nicht mochten (kann ich nachvollziehen - 90% der Menschen sehnen sich eben nach einem harmonischen Ausklang einer Geschichte).

Hier kann man aber einfach nicht diskutieren, weil es unterschiedliche Geschmäcker sind. Und über Geschmack zu streiten ist sinnlos, da es IMMER ergebnislos bleiben wird. Genau wie beim genannten Eis. Ich HASSE Bananen- und Straciatella-Eis - Ich LIEBE Erdbeer- und Schlumpfeis. Und 100 andere haben 100 andere Geschmäcker.
Das Problem sehe ich darin nicht.

Genau so ist es eben bei den Spielen. Soll man nun den Konsumenten (bzgl. deines letzten Satzes) diktieren, was ein guter Spielemarkt ist? Es ist unmöglich, dass alle Konsumenten die gleiche Meinung haben, eben weil sie unterschiedliche Geschmäcker haben, was "ein gutes Spiel" betrifft.

Julian Hartinger 09 Triple-Talent - 314 - 17. Februar 2014 - 17:54 #

Mir geht es ähnlich, beschwere mich auch über Titel wie COD. Aber auch das gute alte Halo, was mit dem 4ten Teil ebenfalls große Schritte Richtung Mainstream geht, tut mir in der Gamerseele weh...Habe mich diese Woche erst wieder höllisch Über overpowerte Waffenkombis aufgeregt und das Spieltempo gleicht auch immer mehr einem COD. Ich wünsche mir auch kleine neue Ideen, aber dann ist es auch wieder eine Frage des Geldes- weil bei einem COD 25 oder einem BF 23 weis ich als Konsument einfach, was ich für mein Geld erhalte.

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