Deutsche Spiele wie früher Meinung

Mick vermisst Kaiser, Hanse & Co.

Mick Schnelle / 21. Mai 2017 - 10:20 — vor 18 Wochen aktualisiert
Mick Schnelle träumt. Von Spielen, bei denen die Zeichnung eines Schreibtisches das Hauptmenü darstellte. Oder wo das Einrichten einer Lieferroute Befriedigungsprozesse auslöste, die keine Hollywood-eske Render-Cutscene jemals erreichen kann.
Anfuehrung
Das Gehirn ist ein gar wunderlich Ding. Selbst bei angejahrten Spieletestern wie mir produzieren die kleinen grauen Zellen oftmals Kram, nach dem man gar nicht gesucht hatte. So erwachte ich eines Morgens und erwischte noch ein paar Resttraumfetzen. Darin spielten Pelzlieferungen von Nowgorod nach Rostock eine nicht unwesentliche Rolle. Der eine oder andere dürfte jetzt ein nostalgisches Lächeln im Gesicht tragen, denn die Pelzlieferungen aus Russland waren einst, so in den frühen 90er Jahren, ein nicht unwesentliches Wegstück zu Reichtum und Macht. Wie? Immer noch keine Idee? Die Rede ist von Der Patrizier, einer Wirtschaftssimulation von Ascon (später Ascaron), die sich großer Beliebtheit erfreute. Wenn ich von „großer Beliebtheit“ rede, muss ich ein „hierzulande“ davorsetzen. Denn Der Patrizier war eines der Spiele, die von Deutschen für Deutsche gemacht wurden. Erfolg im Ausland? Null!

Mir geht es um Spiele, denen das Deutschsein aus jedem einzelnen KByte rieselt und die sich hierzulande in den 80er und 90er Jahren einer immensen Beliebtheit erfreuten. Und die mittlerweile völlig aus der Spielelandschaft verschwunden sind. Ich frage mich warum. Denn auch wenn‘s im Ausland mau aussah, war im eigenen Land schönes Geld damit zu verdienen. Die Siedler, Battle Isle, diverse Fußballmanager, Der Patrizier und noch Dutzende WiSims vom Winzer bis zum Planer dominierten oft die Charts. Deutsche Hersteller wie Software 2000, Ascaron, Blue Byte, Magic Bytes und etliche weitere erlebten ihre goldenen Tage.

Und warum? Weil wir alle, egal ob Raubkopierer oder ehrlicher Käufer, diese Spiele nicht nur gut fanden, sondern regelrecht liebten. Uns damit Tag und Nacht beschäftigten. In einer seinerzeit sehr bekannten Spielezeitschrift namens ASM (Aktueller Software Markt) gab es zeitweilig sogar vorbereitete Formulare, um etwa besonders gewinnträchtige Handelsrouten für den Patrizier einzutragen. Formulare für Spiele. Geht es noch deutscher? Einen nicht unwesentlichen Teil an der Verbreitung der deutschen Spiele hatten C64 und später vor allem der Amiga 500. Die standen nicht nur in fast jedem Kinderzimmer, sondern auch in allen Entwicklerkellern, wobei der Übergang von Kinderzimmer zu Softwareschmiede fließend war. So sollen etwa die Siedler im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses das Licht der Welt erblickt haben…

Aber WiSim hin, Amiga 500 her, woher kam denn der Erfolg nun eigentlich? Die meisten Spiele deutscher Bauart sahen schon so aus, wie wir Deutsche es gern haben: ordentlich. So war in fast jeder Wirtschaftssimulation ein (nicht-animierter) Schreibtisch Dreh- und Angelpunkt und diente als Hauptmenü. Englische Redakteure winkten schon beim Anblick müde ab, die Pressemenschen der deutschen Firmen bekamen oft nicht mal einen Vorführtermin. Amerikaner gucken bis heute meist verwirrt, wenn man sie auf eins dieser Spiele anspricht. Nur Die Fugger 2 sorgte kurzzeitig für transatlantisches Interessse. Warum? Man spreche den Namen mal englisch aus.

Für uns Hiesige aber war das deutsche Angebot das, was wir uns unter Spielen so vorstellten. Denn schließlich ist Arbeit Teil der Freude! Klingt arg nach Klischee? Dann muss eben der ganz und gar undeutsche Peter Molyneux dafür Zeugnis ablegen, der mir einst bei der Vorführung von Dungeon Keeper verriet: „Deutsche Spieler bauen immer alles ordentlich auf, auch wenn es gar nichts bringt und dadurch teurer wird.“ So sind wir eben. Ordentlich bis in den Ruin.

Und so verdanken wir den Fußballmanagern, egal ob von Software 2000, Ascaron oder Heart-Line, den Rings of Medusa, Kaiser, Hanse oder Vermeer einen Spielspaß, der heutigen Titeln oftmals so abgeht, egal, wie toll sie auch inszeniert sein mögen. Nicht zuletzt, weil damals ein Gutteil des Spaßes weniger auf dem Bildschirm, sondern im Kopf stattfand, beim Verrechnen des virtuellen Sparkontos. 

Ich möchte dieses Gefühl wiedererleben! Kleine Spiele (Kaiser etwa war nicht viel mehr als ein spartanisch bebildertes BASIC-Listing), die man immer wieder spielt, einfach weil das Konzept dahinter uns in unserem Innersten anspricht. Ja, ja, ich weiß auch, dass es von einigen Oldies mehr oder weniger geglückte Remakes und Free2Play-Varianten gibt. Ich habe auch Spaß an LKW-Sims, Landwirtschafts- oder Feuerwehrsimulationen. Weiß den doch sehr deutschen Ansatz bei Die Zwerge zu schätzen. Aber das meine ich nicht! Ich möchte neue Spiele, die den Spaß und das Flair der urdeutschen Klassiker einfangen. Die ein wenig dröge wirken und ihre Werte erst nach einigen Spielstunden offenbaren. Die selbstprogrammierte, umständliche Speichermenüs haben. Die sperrig sind, Ecken und Kanten deutscher Entwicklerarroganz aufweisen. („Was? Nein, die Konkurrenzspiele kenne ich gar nicht.“)

Und ja, solche Spiele werden im Ausland wahrscheinlich nicht laufen. An diese Erwartungen muss man die Teamgröße anpassen. Man braucht aber auch keine Grafikerscharen oder ein eigenes Symphonieorchester! Und auch kein Management-Team, das rund um den Globus mehrere Studios koordiniert. Sollte es dennoch Finanzierungsprobleme geben, rege ich einen Fond unter „Notopfer deutsche Spiele“ an, dem ich gern mit einer Starteinlage unter die Arme greife!

Euer Mick Schnelle
Abfuehrung
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Mick Schnelle 21. Mai 2017 - 10:20 — vor 18 Wochen aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 21. Mai 2017 - 10:21 #

Viel Spaß beim Lesen!

Shawn 12 Trollwächter - 1040 - 21. Mai 2017 - 23:17 #

Dankeschön Jörg, den hatte ich definitiv! :-) Guten Wochenstart Euch allen.

Scando 23 Langzeituser - P - 44180 - 21. Mai 2017 - 10:28 #

Ach ja. Bei der Pelzlieferung musste ich sofort an meine stundenlangen Partien Hanse denken. Danke für den Artikel und die Erinnerungen.

Berthold 15 Kenner - - 3013 - 21. Mai 2017 - 13:17 #

Ging mir genauso. Ich hatte sofort den Hanse Bildschirm des C64 vor meinem geistigen Auge:-)

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 35555 - 21. Mai 2017 - 14:07 #

Und der quälend langsame Aufbau der Karte auf dem CPC.

Scando 23 Langzeituser - P - 44180 - 21. Mai 2017 - 15:42 #

Das dauerte auf dem 64er auch sehr lange.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 16:02 #

Ging eigentlich noch.
Un wenn, dann war es im Vergleich der Datasetten-Ladezeit (knappe 30 Minuten, gerne mal am Ende mit einer blinkenden Load-Error Mitteilung) nicht wirklich erwähnenswert.
Wenn ich dann noch daran denke, dass ein Missgeschick (drücken der run/stop Taste) das Ganze spiel sofort beenden konnte, argh.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21054 - 21. Mai 2017 - 22:52 #

In Hanse wurde aber nach Lübeck geliefert.

G1N_T0X1C 11 Forenversteher - 601 - 21. Mai 2017 - 10:29 #

Das Flair der alten deutschen Spiele? Das dürfte machbar sein... aber Spaß? Sorry, für die provokative Aussage - Spaß haben die damals schon in keiner Weise gemacht. Im Kern werden hier Spiele gefordert, die absichtlich umständlich (sogar in den Menüs) gehalten sind. Nein, danke. Da bevorzuge ich die schöne neue Welt. Und generell: Mit solchen Wirtschafts-Sims konnte ich schon damals nicht das geringste anfangen. Lediglich Wet (mit dem Organisieren der Billig-Pornos) hat mich begeistert. ;-)

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6169 - 21. Mai 2017 - 10:35 #

Wobei das zweite Fugger im Multiplayer mit seiner kleinen Politiksimulation mir damals schon viel Spaß gemacht hat.

eksirf 15 Kenner - P - 3145 - 21. Mai 2017 - 15:20 #

Doof war nur, dass im MP Hot-Seat immer jemand keine Nachkommen bekam und ausschied. Also einmal neu...

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12861 - 21. Mai 2017 - 17:42 #

In Teil 2 gab es definitiv die Funktion nachträglich einen neuen Spieler aufzunehmen. Der hatte dann auch ca. das Vermögen der anderen, weshalb man das auch als Cheatfunktion nutzen konnte, indem man das Geld verschenkte.

Steffi Wegener 15 Kenner - 3804 - 21. Mai 2017 - 10:30 #

Auch, wenn Mick hiermit meine Arbeiten an einem thematisch gleichen User-Artikel zunichte macht, bin ich nicht böse. Denn dieser Text ist wirklich, wirklich schön, weil man seine eigene Passion in jedem Satz herauslesen kann.

zuendy 14 Komm-Experte - 2320 - 21. Mai 2017 - 13:34 #

Ich fordere ein Recht auf Diversifikation. :)

Simonsen 16 Übertalent - 4164 - 21. Mai 2017 - 17:07 #

Nach den Beobachtungen der letzten Woche, wäre das bei dir doch eh nur einer von hundert Artikeln um Backlog gewesen ;-)

RoT 18 Doppel-Voter - 10123 - 22. Mai 2017 - 5:54 #

trotzdem schreiben, würde ich meinen...

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6169 - 21. Mai 2017 - 10:34 #

Ich spiele gerade Empire TV Tycoon auf dem Tablet, das ist MadTV in schlechter. Und ich habe meinen Spaß damit. Wurde übrigens in Spanien entwickelt.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35233 - 21. Mai 2017 - 22:35 #

Mad TV in schlechter würde ich halt gar net spielen. Eben weil schlechter. Das kann dann eine andere Plattform (für mich!) auch nicht retten.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11555 - 25. Mai 2017 - 11:00 #

Oh doch, ich schon! Ich suche immer noch händeringend einen vernünftigen Offline Fußball-Manager für iOS. Gibt es nicht! Der muss nicht komplex sein, eher so Niveau des ersten Bundesliga Managers. Original-Lizenzen erwarte ich ich nicht, Editor zum ändern der Namen wäre fein, muss aber nicht.

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 21. Mai 2017 - 22:42 #

Hab das Spiel auch (für PC), aber tatsächlich noch nie gespielt. Was genau ist denn schlechter als beim Vorbild?

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 10:35 #

"...war eines der Spiele, die von Deutschen für Deutsche gemacht wurden. Erfolg im Ausland? Null!

Mir geht es um Spiele, denen das Deutschsein aus jedem einzelnen KByte rieselt und die sich hierzulande in den 80er und 90er Jahren einer immensen Beliebtheit erfreuten."

klingt eher nach kz-manager als nach patrizier. ;>>

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2172 - 21. Mai 2017 - 10:39 #

Aha.

einMitlesender (unregistriert) 21. Mai 2017 - 11:07 #

Widerlicher und unpassender kommentar

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 22. Mai 2017 - 9:42 #

"ausserordentlich humorvoll" hast du leider vergessen. :)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10841 - 22. Mai 2017 - 19:06 #

Eher "selbstverliebt, provokant und unpassend".

-> Wie viele Deutsche brauchst du, um eine Glühbirne auszuwechseln?

Das gibt auch oftmals gut das Bild der Deutschen im Ausland wieder. Wenn du in erster Linie an KZ und Kriegsverbrechen denkst, dann sagt das vielleicht mehr über dich als über andere aus.

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 22. Mai 2017 - 19:42 #

Ja wie viele braucht man denn jetzt?

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 22. Mai 2017 - 19:56 #

mensch, das liegt doch auf der hand: 4.

einer macht einen witz mit holocaust-bezug, einer bringt dem witzeerzähler die humboldts näher, einer relativiert das mit einsichten über die deutsche geistesgeschichte, und einer wechselt die birne. :)

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 22. Mai 2017 - 21:09 #

How many Psychotherapists do you need to change a Light Bulb?
Just one, but the light bulb have to want to change.

P.S. Falls mein Englisch schlecht ist liegt es an der fehlenden Praxis.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10841 - 22. Mai 2017 - 22:19 #

Einen ;-)

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7162 - 21. Mai 2017 - 11:50 #

Ich glaube du hast zuviel N24 gesehen.
Es gibt noch andere Geschichten aus Deutschland.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 12:00 #

glaubst du? kann ja sein, dass "zweimal im jahr, bei bekannten" schon zu viel ist, mir scheint das eher wenig. glaube, letztes mal lief so eine talkshow mit dem gysi.

sicher gibt es noch andere "Geschichten aus Deutschland" (????), aber man redet auch nicht umsonst von der singularität des holocaust

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19352 - 21. Mai 2017 - 13:36 #

Über die Singularität des Holocaust gabs erst vor kurzem zum Thema CoD WW2 eine ausfühliche Diskussion und deine Interpretation von wegen das lässt alles andere weichen ist nun ja beinahe beleidigend.

Auf dem was Mick hier mit deutsch meint ist nicht zuletzt die Redewendung "Das Land der Dichter und Denker" entstanden. Und das hat der Holocaust auch nicht verdrängt.

Nur um mal einen Namen, der genau dafür steht, und der der Welt der Wissenschaft einen der nachhaltigsten Stempel aufgedrückt hat, zu nennen: Humbold.
Es gibt so vieles was aus Deutschland erwachsen ist das polit Diskussionen sicher nicht abbilden kann. Erst recht nicht im Zusammenhang mit den Spielen wie sie Mick beschreibt.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 14:06 #

das ist ja nun nicht nur meine interpretation. die gaskammern hat uns noch keiner vor- oder nachgemacht.

den sprung vom "Land der Dichter und Denker" zu öden schreibtischsimulatoren gehe ich auch nicht mit.

was hat Humboldt (mit t) denn damit zu tun? welchen Humboldt meinst du eigentlich?

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19352 - 21. Mai 2017 - 14:46 #

Welchen der beiden Brüder (Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander oder Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand) du nimmst ist mir ehrlich gesagt egal. Beide stehen für Forschung und empirische Wissenschaft.

Und wenn du das denken aus "Land der Denker ..." mit dem empirischem herangehen "VON HumboldT"s nicht in Zusammenhang mit den Spielen die Mick erwähnt bringen willst/kannst ist das dein Problem.

Na ja egal dann bleib doch bei deiner Übertreibung in Richtung alles dreht sich nur noch um Holocaust und KZ wenn es um deutsch sein geht. Ich sehe mich persönlich und die Vergangenheit jedenfalls nicht so. 12 Jahre egalisieren nicht alles andere.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 14:50 #

schau an, ein Humboldt-experte. hätte ich nach dem letzten posting gar nicht erwartet. ;)

so richtig kann ich den strohmann aber nicht nachvollziehen, ehrlich gesagt. ja, es wurde in deuschland und auch von deutschen viel großes geleistet. und nun?

malkovic 14 Komm-Experte - P - 1912 - 21. Mai 2017 - 21:50 #

Ich denke, du musst mit solchen Spitzen ziemlich vorsichtig sein. Darauf reagiert die deutsche Seele sehr empfindlich, und dann muss gleich wieder der arme Humboldt ran und die Kohlen ausm Fegefeuer holen.

Es gab in Buchenwald einen sog. Arzt, der offenbar sinngemäß sagte: "Wir sind nicht mehr das Land der Dichter und Denker, sondern der Richter und Henker".

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6521 - 21. Mai 2017 - 22:01 #

Seltsam. Wieso muss es entweder oder sein?
Wiseo das Land der Dichter und Denker oder das des Holocaust?
Schwarz / Weiß, gut / böse - das ist doch nur dann wichig, wenn man alles simplifizieren will. Eine Flagge, eine Nation, eine bestimmte Art, zu sein. Ein bestimmtes Urteil.
Da halte ich nichts davon.

"Deutschland" ist nicht einfach nur gut oder böse. Die Errungenschaften des Idealismus z.B. sind etwas Gutes und der Holocaust etwas Böses. Man kann weder das eine noch das andere von dem Begriff Deutschland trennen. Jedoch muss man hier ausdifferenzieren: wenn jemand die Floskel der "Dichter und Denker" benutzt, nimmt er Bezug auf Philosophie und Literatur, also meistens doch bspw. Hegel, Kant, Goethe und Schiller usw. Als die gelebt haben, gab es doch noch gar kein Deutschland. Deren Wirkungsstätten gehörten zu Preußen, zum Rheinbund oder waren freie Städte. Geht man weiter zurück in der Geschichte, verliert sich die Spur völlig. Wie kann man jetzt dahergehen und die Errungenschaften der genannten Leute in irgendeiner Weise auf das heutige Deutschland beziehen und dann auch noch Eigenschaften daraus ableiten, die Menschen allein aufgrund des zufälligen Umstandes, hier und nicht 6000 weiter im Süden geboren zu sein, auf sich beziehen?

Was soll das Gerede von "deutschen Eigenschaften"? Das sind alles Konstrukte, die auf dem Wege der Kulturvermittlung Bestand erhalten und dann wirksam werden, aber auch nicht bei allen, sondern bei einer großen Masse, die Teil hat an der Vermittlung dieser Kultur durch unsere Bildungs- und Normierungssysteme. Fällt man durch dieses Netz - also weil man aus einem marginalen Milieu kommt - hat man mit diesen "Dichtern und Denkern" mal garnüscht am Hut. Konkret: geh doch mal in die Ghettos bestimmter Großstätte und klingel in einem der großen Wohlbunker bei Müller oder Schmidt und frage nach Schiller, Goethe oder Hegel. Die werden vermutlich meinen, Du frägst nach einem Nachbarn.

Hedeltrollo 18 Doppel-Voter - P - 9510 - 21. Mai 2017 - 21:21 #

Meinte Mick mit deutsch nicht eher das ordentliche, durchorganisierte und "formularisierte"? Und da kann einem dann schon der Holocaust in den Sinn kommen als industrialisierter, durchorganisierter Massenmord.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7162 - 21. Mai 2017 - 13:42 #

N24 ist auch bekannt als Hitler-Channel für Jung und Alt, weil dort gefühlt jeden Tag Dokus über die NS-Zeit laufen.
;)
Jemand der Aufgrund des Artikel auf "kz-manager" kommt, könnte zuviel N24 gesehen haben und dadurch die Deutsche Geschichte auf die NS-Zeit reduzieren.

Das habe ich geglaubt. Aber aufgrund deiner Antwort weiß ich ja jetzt, dass das bei dir nicht so ist.
:)

Ge·schịch·te
Substantiv [die]
der (längere) Text, in dem jmd. über ein (vergangenes) Geschehen berichtet.

Was wäre denn dein Vorschlag (????)

vicbrother (unregistriert) 21. Mai 2017 - 22:24 #

Hitler läuft heute über alle Sender rund gesehen um die Uhr. Kein Witz: Ich habe vor Jahren mal Nachts zu Silvester mit Freunden gewettet. Lief. Das ist aber nicht negativ zu sehen: Das Aufarbeiten der Geschichte ist ein positiver Teil unseres Wesens.

Andere Länder sagen im Gegensatz einfach nur "Die Deutschen sind schuld" und sind dann mit der eigenen Aufarbeitung fertig. Höhepunkt meiner Erfahrung war ein Besuch von Prag, wo eine italienische Schulgruppe uns mit dem bekannten Gruß grüßten. Nur der Erfinder in der Neuzeit war Mussolini... Traurig.

Ich wünschte mir nur, es gäbe weniger WK/Nazi-Spiele (und vielleicht mehr Aufklärung in anderen Ländern, seht mal nach Indien...).

BigNaturals 14 Komm-Experte - 2120 - 21. Mai 2017 - 12:39 #

Vielleicht lässt sich ökonomisch keine so schön ausschlachten wie diese? So stark wie sie in den Köpfen verankert wird und ist...Wäre schon interessant, was diese Thematik für Umsätze bringt bzw. bringen kann.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 17:29 #

oh, jetzt wirds aber richtig hässlich.

ich nehme an, die lokale npd-vertretung kann dir da bestimmt mit zahlen weiterhelfen. hm, die "Söhne Mannheims" scheinen dazu auch gut informiert; vielleicht mal bei denen probieren.

BigNaturals 14 Komm-Experte - 2120 - 21. Mai 2017 - 18:21 #

Hässlich wird es, wenn damit Geld gemacht werden soll wie z.B. mit dem Film Hitler Aufstieg des Bösen, oder den Landser-Heftchen. Kann mir schon vorstellen, dass da außerhalb der akademischen Welt zum Teil auch irgendwo eine Industrie hinter steckt, die weniger moralisch oder aufklärerisch, sondern eher kapitalistisch Reibach machen möchte. Und wirklich ernsthaft bin ich an den Zahlen auch nicht interessiert, schon garnicht von Parteien, die mich gerne unter der Erde hätten.

thepusher90 08 Versteher - 191 - 21. Mai 2017 - 12:25 #

Generell muss ich sagen, dass bei mir schon einige Aussagen von Herrn Schnelle Zähneknirschen hervorgerufen haben. Das ganze wird dann nur noch von seinen Aussagen in Podcasts verstärkt (Heimatfilme a la Winnetou und Helene Fischer als große deutsche Kunst angepriesen). Ich bin froh dass seine Genrevorlieben sich nicht mit den meinen überschneiden, denn ich mag auch Final Fantasy (was ja eines seiner Lieblings-Franchises aus dem Nicht-Simulationsbereich ist) überhaupt nicht. Ergo muss ich auch seine Artikel nicht lesen, welche zumeist nach "Früher war alles besser!" klingen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 347316 - 21. Mai 2017 - 14:09 #

Es ist grundsätzlich keine gute Idee, Comments zu schreiben, ohne das Kommentierte gelesen zu haben. Im besten Fall wirkt man arrogant dabei.

thepusher90 08 Versteher - 191 - 21. Mai 2017 - 21:14 #

Wie kommst du auf die Idee ich hätte den Kommentar von Kommentarabo (welchen ich kommentiert habe)nicht gelesen?

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17400 - 21. Mai 2017 - 14:50 #

Also die alten Winnetou-Filme sind durchaus spaßig, den neuen hatte Mick kritisiert, glaube ich...? Und ja, er mag Helene Fischer, aber ich glaube nicht dass er sie ernsthaft als große deutsche Kunst anpreist. Ich liebe Perfume, aber ich behaupte trotzdem nicht, dass das große japanische Kunst ist. Da solltest Du vielleicht etwas besser zuhören und mehr trennen. Mick mag Helene, ja. Er ist da nicht der einzige, und rein musikalisch ist es halt total ungefährlicher, massenkompatibler Pop. Mit englischen Texten könnte ich mir das vermutlich auch ne ganze Weile anhören. Dass eine Oper von Wagner oder sonstwem rein künstlerisch und kulturell wert- bzw. anspruchsvoller ist, wird Mick sicherlich nicht abstreiten. Und jeder hat halt seinen eigenen Geschmack. Leider hast Du Dich ja offenbar nicht getraut, dein Profil auszufüllen. Da sind sicher auch ein paar Sachen dabei, bei denen ich denke "Ugh, das höre ich aber nicht gerne". Denke ich bei Helene auch. Und trotzdem mag ich Mick. Man muss aber nicht zwangsläufig jeden Menschen mögen. Aber falls man jemanden nicht mag ist es meistens ganz nett, dann einfach nix zu sagen und sich seinen Teil zu denken, statt rumzulaufen und jedem ein "Du bist doof, weil..." an den Kopf zu werfen. Immer schön an Bambi denken: "Wenn man nichts nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten". (https://youtu.be/AK1shyOfOZM)

thepusher90 08 Versteher - 191 - 21. Mai 2017 - 21:26 #

Mein Profil habe ich aus purer Faulheit nicht ausgefüllt. Abgesehen davon muss ich aber auch nicht meine Lebensgeschichte und meine Vorlieben auf jeder X-beliebigen Forenseite offenlegen. Wenn jemand wissen möchte was ich gerne höre kann er/sie mich gerne fragen (ob ich dann eine befriedigende Antwort gebe steht auf einem anderen Blatt). Und wie so oft wird hier mal wieder ein Kommentar seziert und einzelne Satzteile auf die Goldwage gelegt und missinterpretiert. Ich habe nicht gesagt, dass ich Mick nicht mag aufgrund seiner favorisierten Musikrichtung. Ich sagte, dass ich einen gewissen Trend in seinen Aussagen erkenne, der bei mir stellenweise Alarmglocken läuten lässt, nicht mehr und nicht weniger.

Und zu guter Letzt: Den Mund / die Schreibselei lasse ich mir nicht verbieten. Möge sie auch noch so höflich und bunt verpackt sein.

PS: Die Musik mag massentauglich sein aber in meiner Gegenwart sehr gefährlich...auch auf Englisch...Musikradio läuft bei mir aus jenem Grund seit Jahren keines mehr...Playlisten forever!

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17400 - 21. Mai 2017 - 23:19 #

Okay, dann läuten halt deine Alarmglocken. Aber warum? Hast Du Angst, Mick entwickelt sich zu einer Person, die Du nicht magst? Dass Mick dann immer mehr Dinge gut findet, die Du nicht gut findest? Dass sich eure Geschmäcker auseinander entwickeln? Wieso möchtest Du uns das mitteilen, wenn es doch ein Problem ist, was nur die Beziehung zwischen Dir und Mick betrifft? Ich meine, wenn man jetzt daraus schlussfolgern könnte, dass Mick einen Umsturz der Bundesrepublik plant um uns alle zu seinen Sklaven zu machen, dann darfst Du gerne deine Alarmglocken öffentlich läuten lassen. Aber so? "Hey, somebody on the internet is wrong!" - so kommt mir das gerade vor.

Und nur zu deiner Info (wobei ein Blick auf mein Profil diese Erkenntnis nahelegen dürfte) - ich höre auch seit Jahren quasi kein Radio mehr, weil da viel Zeug läuft, das ich nicht mag. Das macht aber weder mich noch meinen Musikgeschmack automatisch besser. Kann doch jeder hören, schauen und machen, was er will...

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15465 - 21. Mai 2017 - 14:37 #

Ach, der Nonsens mal wieder.

Sciron 19 Megatalent - P - 17466 - 22. Mai 2017 - 11:53 #

Wehrmacht denn heut noch solche Scherze?

Hedeltrollo 18 Doppel-Voter - P - 9510 - 22. Mai 2017 - 19:11 #

Jetzt Reichsadler!

Misaki-chan 16 Übertalent - 4505 - 22. Mai 2017 - 19:28 #

Um Himmlers Willen sowas ist geschmacklos.

Sciron 19 Megatalent - P - 17466 - 22. Mai 2017 - 19:31 #

Mach hier mal bitte nicht so nen Rommel.

Misaki-chan 16 Übertalent - 4505 - 22. Mai 2017 - 19:35 #

SS-kaliert langsam.

Simonsen 16 Übertalent - 4164 - 22. Mai 2017 - 22:11 #

Rechts ist halt da, wo der Westen links ist!

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 23. Mai 2017 - 2:13 #

Der war grandios! :>

Sciron 19 Megatalent - P - 17466 - 23. Mai 2017 - 5:15 #

Jetzt aber genug herumge-Albert, sonst werden wir noch alle ge-Speer-t!

Misaki-chan 16 Übertalent - 4505 - 23. Mai 2017 - 11:49 #

Das wäre das Göring-ste Problem.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 23. Mai 2017 - 22:35 #

Autobahn! Autobahn!

Sciron 19 Megatalent - P - 17466 - 24. Mai 2017 - 11:29 #

Treib's bitte nicht zu weit, sonst kommt es noch zu einem Handge-Mengele.

Punisher 19 Megatalent - P - 15914 - 26. Mai 2017 - 8:43 #

Würd auch sagen, jetzt blitzkriegt euch doch mal wieder ein.

Sebastian -ZG- 27 Spiele-Experte - P - 77712 - 21. Mai 2017 - 10:35 #

Ich will bei gog Die Fugger II endlich finden, den Bundesligamanager professional, der Reeder, ...

Janosch 21 Motivator - - 29836 - 21. Mai 2017 - 10:40 #

Oder die tollen Titel von Max Design: Burntime, Oldtimer oder 1869 Hart am Wind... Das waren Spiele...

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19352 - 21. Mai 2017 - 13:37 #

Also mir würde ja schon erstmal eine gut lauffähige Version von PC-Kaiser langen :-D.

Scando 23 Langzeituser - P - 44180 - 21. Mai 2017 - 16:28 #

Das Problem hierbei sind wohl die Rechte, die teilweise aufgrund von Insolvenzen nicht eindeutig geklärt sind. Und bei Fugger, da ist wohl die Familie gegen die Spiele und deren Neuauflagen.

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 10843 - 21. Mai 2017 - 17:33 #

BMP... LEGENDE... was habe ich denn gesuchtet.

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 15132 - 21. Mai 2017 - 22:43 #

Als Alternative zum Reeder kann ich das sehr davon inspierirte "Trans Ocean" durchaus empfehlen. Auch für den Mick, ist schon eine sehr deutsche Wi-Sim.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 16:02 #

Schöne Meinungskolumne, die mir irgendwo sehr aus dem Herzen spricht.
Hanse, Kaiser, Dallas / Oel, und alles, was da dann noch folgte - das würde ich gerne wieder bekommen.
:)
Btw.: danke dür den Kaiser-Screenshot als Bildhintergrund!

Janosch 21 Motivator - - 29836 - 21. Mai 2017 - 10:37 #

Bei der Erinnerung an Der Patrazier und Die Siedler wird mir ganz warm ums Herz.Allerdings bin ich mir undicher, ob ich heute noch die Geduld hätte, mich auf einen Titel wie Patrizier einzulassen.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2172 - 21. Mai 2017 - 10:39 #

Quark - Hanse, Vermeer und Kaiser waren grottig. Ein Blick in einen zeitgenössischen Testbericht wird das bestätigen. Und nein, ASM gilt nicht.

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 10:43 #

Kaiser war gut, Hanse konnte man ordentlich zu zweit Spielen. Vermeer ging an mir vorbei. Aber die Bilder von ihm kann ich mir eh nicht leisten.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39841 - 21. Mai 2017 - 10:45 #

Mir haben sie damals auch sehr gut gefallen. Kaiser habe ich wahrscheinlich am längsten von den genannten gespielt. ;)

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2172 - 21. Mai 2017 - 10:48 #

Verglichen mit MULE, das etwa 5 Jahre älter war, waren alle drei Titel in jeder Hinsicht unterklassige Totalausfälle mit einer Spieltiefe, die von den Möglichkeiten des 64er-BASIC vorgegeben wurde.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 39841 - 21. Mai 2017 - 10:55 #

Und trotzdem haben mich die oben genannten Titel deutlich länger unterhalten als MULE.

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 21. Mai 2017 - 23:38 #

Ich glaub das fällt unter Geschmackssache. Ich und meine Kumpels damals...wir haben Kaiser, MULE, Hanse und ja später auch "Ports of Call" geliebt.
Aber wir mochten auch "Paradroid", "Uridium" und "Summer Games". :)
Danke an Mick für das Auffrischen der Erinnerungen. Hat Spaß gemacht!

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 10:59 #

Mit der Einschränkung, dass ein gutes Spiel wie MULE ein anderes nicht grottig werden lässt. Die Mängel muss das Spiel schon selber mitbringen. Zu MULE an sich: Das ist in erster Linie im lokal Multiplayer eine Riesenspass gewesen.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 11:03 #

Gleiches galt auch für Hanse, Kaiser & Co.

Der Multiplayer-Spaß war da deutlich höher als der Einzelspieler-Spaß. Vieleicht ist auch dass das Problem bei der unterschiedlichen Wahrnehmung (Einzelspielererfahrungen gegen Multiplayer-Erfahrungen).

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 35555 - 21. Mai 2017 - 14:25 #

Hanse und Vermeer hab ich bis zum Erbrechen gespielt und hatte richtig viel Spaß damit. Natürlich waren sie im Vergleich zu heutigen Spielen wahrscheinlich strunzlangweilig. Andererseits hatte ich im Ur-Elite auch kein Problem damit, ohne Ziel durch das All zu fliegen.

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12861 - 21. Mai 2017 - 15:26 #

Das kann ich bestätigen. Vermeer im MP und SP mit den ganzen versteckten Geschäften war sehr lustig.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 10:53 #

Das waren alles sehr gute Spiele.
Zeitgenössischer Testberichte - wenn du auf Happy Computer anspielst, dann kann man nur sagen, dass Heinrich und Boris da einfach kein Interesse am Thema hatten, und die Spiele daher höufig absolut zu unrecht etwas verrissen hatten. Das zog sich über all die Jahre wie ein roter Faden durch deren Schaffenszeit hindurch, und war für mich damals schon so auffällig, dass mich die Meinung der Herren zu diesen Thema nicht interessiert hatte.

zombi 10 Kommunikator - P - 408 - 21. Mai 2017 - 12:57 #

Hab ich auch so in Erinnerung...

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2172 - 21. Mai 2017 - 15:04 #

Die gesamte Redaktion einschließlich Anatol Locker und Gregor Neumann hat diese Spiele verrissen, und das deckt sich uneingeschränkt mit meinem eigenen Eindruck. Die lauffähigen Raubkopien der 64er-Versionen besitze ich heute noch, und ich glaube nicht, daß mich meine Erinnerung diesbezüglich täuscht.

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 16:02 #

Zu deinen Erinnerungen kann ich nichts sagen, aber mit dem Hinweis auf die ganze Redaktion argumentierst du etwas unglücklich. Du hast ja beim Einstieg eine andere Redaktion ganz ausgeschlossen. Wenn ich nur die Redaktionen zulasse, die geschlossen meiner Meinung sind, komme ich zwangsläufig zum gewünschten Ergebnis.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2172 - 21. Mai 2017 - 16:32 #

Naja...die ASM hat - nicht nur in Bezug auf Wirtschaftssimulationen - tendenziell alles hochgejubelt und mit dem "ASM-Hit"-Prädikat versehen, was dem Tester in die Finger kam.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 21. Mai 2017 - 16:37 #

Solche Ausfälle gab es allerdings in jedem Magazin damals. Die ASM war auf der anderen Seite auch nicht gerade zimperlich mit Verrissen.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 21. Mai 2017 - 16:21 #

Also, wenn man zb auf Kultboy durch entsprechende Tests stöbert, war wohl Volker Weitz der erste Redakteur der PowerPlay, der mit dem Genre etwas anfangen konnte. Davor war das Magazin für Freunde von Wirtschaftssimulationen nicht besonders hilfreich.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1339 - 21. Mai 2017 - 14:12 #

So ein BS.. ich hab die alle gespielt und sie waren grandios. Nur rund um die Power Play / Happy Computer konnte man damit meistens weniger anfangen. Auch alle Freunde auf dem Schulhof waren begeistert dabei.

Kennt hier eigentlich noch jemand Hunderennen? Das haben wir unendlich lange gespielt.. aber irgendwie war das total unbekannt..

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21054 - 21. Mai 2017 - 23:00 #

Hunderennen kenne ich nicht. Dafür ein Spiel namens Transworld. Habe es geliebt und gerne in den Absturz gebracht (> 1 Mio DM bar haben reichte). Allerdings habe ich mich Jahre später gefragt, wie ich das spielen konnte, weil ich die Schrift auf einem großen Monitor gar nicht erst lesen konnte.

Also stimmt es schon, dass wir sehr leidensfähig waren.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21054 - 21. Mai 2017 - 23:00 #

Hanse war Spielspaß pur.

Deep4 10 Kommunikator - 399 - 22. Mai 2017 - 9:12 #

Ich kann mich noch daran erinnern, das ich mal in Mathe Nachhilfe nehmen musste und statt zu lernen habe ich mit meinem Nachhilfelehrer nur Hanse gezockt. Ralf Glau hat mich fast meine Versetzung gekostet ;-)

Die ganzen Handelssims waren schon sehr geile Spiele damals...

Hank Scorpio (unregistriert) 22. Mai 2017 - 12:44 #

Ich fand Hanse auch sehr spaßig. Da ändert auch die miese Wertung durch die Happy Computer nichts dran - gut, dass ich die zu dem Zeitpunkt anscheinend nicht gelesen habe...

Gorny1 16 Übertalent - 4728 - 22. Mai 2017 - 14:49 #

Quark - Vermeer und Fugger 2 z.B. waren grandios... im Multiplayer Hot-Seat.
Die beiden Spiele hab ich mit meinem Bruder hunderte Stunden gespielt, bis Heute!

Wummhelm 13 Koop-Gamer - P - 1621 - 21. Mai 2017 - 10:47 #

Ja solch Gedankengänge habe ich zur Zeit auch, Lauter Tolle Spiele aber der Openworld Trend ist für mich mittlerweile echt ausgelutscht, und so nen richtig Deutsches Spiel würde ich auch gern mal wieder Spielen, zb Ein Neues Der Planer :).

McSpain 21 Motivator - 27558 - 21. Mai 2017 - 10:47 #

Früher war nicht alles besser früher ist nur schon länger vorbei.

Ansonsten deutlich zu muffiger konservativer Beitrag der die intendierte Zielgruppe sicher bestärken wird.

Aber so verbittert wird man wohl wenn man immer Bugfest-Weltraumspiele vorgesetzt bekommt während der Ami und seine liberalen Multikultis ihre großen Kickstarter nicht fertig bekommen.

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 10:53 #

Weder in Text noch in Ton (Veteranen) ist Mick Schnelle bei mir je verbittert angekommen. Jetzt teile ich seine Meinung auch nicht in allen Punkten, aber ganz Unrecht hat er nicht.

McSpain 21 Motivator - 27558 - 21. Mai 2017 - 10:58 #

Dann ist es wohl nur normale Nostalgie.

Aber was anderes:

Sind wir dank Daedalic nicht Adventure-Quell? Hat sich das "deutsche" Spiel nicht nach dem vermeintlichen Tod der Adventures als Asyl des Genres Adventures präsentiert und seine Leitkultur der Managerspiele und Schreibtischsimulationen abgeworfen und sich an Humor und Geschichten versucht? Dann geht der Deutsche halt auch aktuell lieber mit dem Trecker aufs Feld oder an die Wimmelbilder.

Kultur und Menschen ändern sich. Wer sich nicht mit ändern will kann seine letzten Tage zum Glück noch im Fotoalbum oder CD Regal schwelgen und sich leise das Alte zurückwunschen. Mach ich mit MadTV ja auch. Und dann freue ich mich mich auch wieder auf all die tollen Dinge die noch kommen mögen.

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 11:05 #

Ja mit Daedalic hast du recht.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 11:26 #

"Hat sich das "deutsche" Spiel nicht nach dem vermeintlichen Tod der Adventures als Asyl des Genres Adventures präsentiert und seine Leitkultur der Managerspiele und Schreibtischsimulationen abgeworfen und sich an Humor und Geschichten versucht?"

hat es? das "deutsche" spiel hat doch mittlerweile eher in ausbeuterischen handybrowsergames seine bestimmung gefunden. Die gehen schon​ eher richtung kaiser (bzw. kz-manager. ;)).

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 21. Mai 2017 - 23:41 #

Du nervst mit deinem kz-manager. Ich bin für eine Runde Forenkeile für dich. Verbal nur, natürlich. :D

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21054 - 21. Mai 2017 - 23:01 #

Das ist korrekt. Der internationale Erfolg bleibt wegen des deutschen Humors auch aus.

Gurumeditation 12 Trollwächter - P - 980 - 22. Mai 2017 - 16:32 #

Der deutsche Humor ja ... den verstehe ich leider auch nicht, weswegen ich auch die Daedalic-Spiele nicht mögen kann, trotz vieler Versuche diese "Magie" dahinter zu verstehen.

Ich erlebe diesen Humor immer wie folgt:
Jemand stellt sich auf die Bühne der denkt er wäre super duper lustig und baut seine Witze auf ein sehr flaches und einfältiges Themenspektrum auf.

Es eskaliert in einem "verstehste" oder Brumftschreie um dem Zuschauer einen Lach-Reiz zu entlocken. Der Lacht auch daraufhin weiß aber auch nicht wirklich wieso und spielt gute Miene zum bösen Spiel.

Daedalic versucht es so ähnlich :P . Humor zwanghaft aufdrücken wollen funktioniert nur leider nicht.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 22. Mai 2017 - 16:37 #

Das liest sich irgendwie etwas abwertend...

Ich persönlich kann diese lustigen Adventures auch schon länger nicht mehr sehen, und es zündet auch nur ein Bruchteil der Witze bei mir.

Aber das was Du beschreibst, liest sich eher ein Vergleich mit Mario Barth... Und das ist ja dann wohl schon eine derbe Beleidigung für Daedalic Adventures.

Das Daedalic auch anders kann bewiesen übrigens die beiden hervorragenden DSA Adventures.

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 22. Mai 2017 - 18:30 #

Meiner Beobachtung nach ist "deutscher Humor" immer genau das, was man selbst nicht mag, von dem man aber glaubt daß alle anderen ihn haben.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 22. Mai 2017 - 18:33 #

Sag doch gleich "Mario Barth" ;-)

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 22. Mai 2017 - 18:37 #

Um ehrlich zu sein kenne ich den bis heute nicht, nur seinen Namen, daher lässt sich damit nur schwer vergleichen. ;-)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 65016 - 22. Mai 2017 - 18:45 #

"Kennste? Kennste? Kennste?"

Würde dich dich Mario Barth fragen und dann enttäuscht sein, dass du ihn nicht "Kennste".

Aber erspar es dir, außer du hast viel Freude an platten Männerwitzen.

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 22. Mai 2017 - 18:51 #

Ich fürchte, nicht. ;-)

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 22. Mai 2017 - 18:53 #

Spricht für dich :-)

Elfant 18 Doppel-Voter - P - 10281 - 23. Mai 2017 - 0:23 #

*Schmunzel* Demnach wären aus meiner Warte jede dieser schrecklichen US - Konzeptkomödien voll von "deutschem Humor".

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36955 - 22. Mai 2017 - 18:33 #

Deutscher Humor besteht also nur aus Mario Barth? So ein Blödsinn. Manchmal kommts mir vor, als wäre es cool, deutschen Humor blöd zu finden. :P Genauso wie es total cool ist, alles immer nur im Original zu spielen/sehen. ;) Daedalic-Spiele haben teilweise flachen Humor, aber nicht nur.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 22. Mai 2017 - 18:36 #

"deutscher humor" steht nicht umsonst neben "englische küche" und "italienische steuermoral" im regal mit den dünnsten büchern der welt.

Despair 16 Übertalent - 4967 - 22. Mai 2017 - 19:51 #

Für mich einmal Kohlrabi gedünstet mit Fischstäbchen, bitte! Krawehl!

AlexCartman 16 Übertalent - P - 4322 - 22. Mai 2017 - 23:05 #

Den deutschen Humor auf Mario Barth zu reduzieren, finde ich etwas platt, nur weil Du nichts anderes kennst. Klar, er füllt die großen Hallen und Stadien, und wer für so einen Abend 100+ Euro ausgegeben hat (keine Ahnung, ob der Betrag stimmt, nur geraten), der lacht dann schon deshalb, weil er sich sonst über das viele sinnlos ausgegebene Geld ärgern würde. Mario Barth kann vermutlich auch anders, aber er füllt halt die Hallen, und deswegen ... Das sagt umgekehrt aber nur, dass die, die in die Hallen gehen, den Humor haben, den Du und ich doof finden.

Es gibt aber auch anderen Humor, siehe beispielsweise die Sönke Wortmann-Filme aus den 90ern ("Allein unter Frauen", "Der bewegte Mann", "Kleine Haie"), "Was nicht passt, wird passend gemacht", und natürlich neben dem Hardcore-Politik-Kabarett von Georg Schramm und (etwas leichter) Dieter Nuhr ganz viel dazwischen. Oft unterschätzt wird auch Otto, weil den viele nur aus seinen Klamauk-Filmen kennen. Der war in den 70ern der erste richtige Standup-Comedian und wirklich gut. Auch die Filme von Dieter Hallervorden sind teilweise wirklich gut. Und Loriot ist auch größtenteils zum Wegschreien.

Der deutsche Humor ist vielschichtiger, als viele denken. Und die Zuschauer in den Mario-Barth-Hallen trotzdem nur eine Minderheit.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 23. Mai 2017 - 2:21 #

Die Wortmann Filme würde ich persönlich nicht als positive Beispiele nennen... Aber jeder nach seiner Fasson.

Worüber ich immer lachen kann, ist Loriot. Oder Erhardt. Auch Otto ist zeitweilen recht amüsant, wenn auch manchmal etwas arg albern. Bei den "modernen" Comedians kann ich eigentlich vor allem über Mittermeier oder über Willy Astors Wortwitze lachen.

Anspruchsvollerem Kabaret bin ich aber auch nicht abgeneigt.

Also ja, es gibt auch guten deutschen Humor. Nur findet sich der selten im TV oder in großen Stadien ;)

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 11:23 #

Aber du weißt es alles besser, und darfst daher das letzte Urteil sprechen (Inhalt muffig, Autor verbittert)?

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 11:12 #

"Aber so verbittert wird man wohl wenn man immer Bugfest-Weltraumspiele vorgesetzt bekommt während der Ami und seine liberalen Multikultis ihre großen Kickstarter nicht fertig bekommen."

kann mir jemand den satz entschlüsseln? vor allem die 2. hälfte.

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 11:15 #

Vermutlich sind Bernd Lehahn und Chris Roberts gemeint.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 21. Mai 2017 - 11:15 #

ah, ok, danke. was bedeutet der teil mit den "liberalen Multikultis"?

Sisko 22 AAA-Gamer - 35081 - 21. Mai 2017 - 10:49 #

oh ja, Oil Imperium, Vermeer, Rings of Medusa, ... tolle Erinnerungen!

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 21. Mai 2017 - 23:41 #

Ports of Call!!!!!

Hal Fischer 17 Shapeshifter - - 7312 - 21. Mai 2017 - 10:52 #

Super Artikel, danke Mick !

Auch wenn ich ehrlich mit all den Patriziern, Fussball Managern usw nie etwas Anfangen konnte, liebte ich die Siedler und quasi alle deutschen Rollenspiele. Wieviele Stunden ich in die alten DSA Titel versenkt hatte
und Blue Bytes "Albion" vegöttere ich bis heute und spiele es mindestens einmal alle zwei Jahre durch.

Otto 10 Kommunikator - 358 - 21. Mai 2017 - 10:59 #

Und das sage ich mal möglichtst objektiv und denke auch realtistisch.
Solche Spiele haben bei Gamersglobal quasi kaum eine Chance auf eine gute Bewertung zu kommen. Mit solche meine ich Spiele die technisch nicht in der ersten Liga spielen, aber man merkt das dort viel Liebe reingesteckt wurde, die ein wenig Innovativ sind und einfach Spaß machen. Weil leider hier zuviel Wert auf die Technik gelegt wird. Persönlich denke ich das noch ein gewisser AAA Bonus hinzukommt. Anders kann ich mir Bewertungen wie zb Fallout 4 und Dragon Age I. nicht erklären. Wohingegen bei kleineren Titeln sehr genau hingesehen wird. Wenn sie überhaupt getestet werden. Red Orchestra 2, Galactic Civilization 3... Und mir ist vollkommen klar das ihr nicht alles testen könnt, bei der Fließbandproduktion....
Sollte man jetzt nicht als generalkritik sehen sondern eher als Tatsache.
BTW Schöner Artikel.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 11:01 #

Ist nicht ganz richtig.

Auch sperrigere Titel wie beispielsweise Strategic Command werden auf GG teils sehr gut bewertet. Man muss sich nur davon lösen, dass "gut" erst bei Note 8,5 beginnt.

Für mich ist auf GG auch eine 6,0 eine gute Bewertung.

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 11:08 #

No Man Sky hat aber ausdrücklich die 6.0 bekommen um klarzustellen das die Redaktion es nicht besonders gut findet. In seinen wörtlichen Ausführungen war Jörg dann noch deutlich kritischer. Stichwort : gestohlene Lebenszeit.

steever 17 Shapeshifter - P - 6551 - 21. Mai 2017 - 11:01 #

Das hört sich nach Extrem-Nische an. Spiele nur für Deutsche, aber auch nur für "ältere" deutsche Videospieler, die den Nostalgie-Bonus noch wahrnehmen können. Wundert eigentlich nicht so sehr, dass davon nichts mehr kommt. ;)

Desotho 16 Übertalent - P - 4263 - 21. Mai 2017 - 11:16 #

Die Spiele waren für mich eine Weile ok. Damals. Als man sonst nichts hatte.
Heute würde ich den Kram nicht mehr anfassen wollen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7369 - 21. Mai 2017 - 11:21 #

Ich hab die Wirtschaftsspiele als Teenager geliebt, auch wenn ich in den mittleren 90ern dafür schon fast zu spät kam. Aber gerade Anstoß 2 Gold, Die Siedler 2 und 3 oder das alte Fugger habe ich immer wieder gerne gespielt.

Despair 16 Übertalent - 4967 - 21. Mai 2017 - 11:55 #

"Bundesliga Manager", "Oil Imperium" und "Ports Of Call" (war das auch aus Deutschland..?) habe ich bis zum Abwinken gespielt, obwohl ich mit (Wirtschafts-)Simulationen eigentlich nichts am Hut habe. Aber heutzutage fasse ich Spiele dieser Art nicht mehr an. Zu viele Alternativen und zu wenig Zeit... ;)

zfpru 16 Übertalent - P - 4103 - 21. Mai 2017 - 12:11 #

PoC wirkt bei mir bis heute nach. Ich erwäge den Kauf der Handy App.

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 21. Mai 2017 - 23:44 #

Ja, PoC war von Aegis, einem deutschen Entwicklerteam.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 251040 - 21. Mai 2017 - 12:03 #

Hanse, Vermeer, Kaiser, Fugger 2, Anstoss, alle damals gespielt und das mit Begeisterung, am liebsten mit mehreren. :)

Da muss ich gleich noch Ports of Call in die Waagschale werfen, das machte in illustrer Runde auch riesig Spass. Und wenn einer der Mitspieler-Konkurrenten mit seinem neu gekauften Pott beim manuellen Andocken bei den schwierigen Hafeneinfahrten mal wieder an der Hafenkante entlangschrammte, was kostspielige Reparaturen nach sich zog, konnte man sich ja einer gewissen Portion Schadensfreude nicht entziehen. Bis es einen selbst erwischte. ^^

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17400 - 21. Mai 2017 - 14:57 #

Oh ja, Ports of Call war sehr spaßig. Dieses ganze Einparken, und wenn das Schiff aufgrund schlechter Wartung einfach mal untergeht, mitten auf dem Ozean, und dann diese Animation mit den Walen dazu(?). Sehr schöne Erinnerungen ^^ Gewonnen hat niemals jemand von uns, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Der Reeder war aber deutlich einfacher.

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2289 - 21. Mai 2017 - 18:38 #

PoC hab ich auf dem Amiga gesuchtet, zu zweit mit einem Kollegen. Anlegen und Auslaufen, ach ja, das war spaßig.

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 21. Mai 2017 - 22:48 #

Hab Ports of Call irgendwie nie gemocht, war aber stattdessen ein riesiger Oil Imperium-Fan :)

marcw11 11 Forenversteher - P - 766 - 21. Mai 2017 - 12:11 #

Gerade im Bereich Sportmanager gibt es doch immer noch auch nicht deutsche Produktionen, die sehr "deutsch" daher kommen (Tabellen, Tabellen, Tabellen) und nicht aus deutschen Landen stammen: SEGA Football Manager 2017, Eastside Hockey Manager. Wenn man da den Einstieg geschafft hat, entwickeln die sich auch zu echten Zeitfressern.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 6161 - 21. Mai 2017 - 13:03 #

genau das sind die englischen Fußballmanager eben nicht. Die sind in Aufmachung und Spielkonzept von Engländern für Engländer. Deshalb waren und sind die ja hierzulande erfolglos...

Scando 23 Langzeituser - P - 44180 - 21. Mai 2017 - 13:06 #

Erfolglos würde ich nicht sagen. Es ist eher der Lizenz von EA geschuldet. Die Football Manager Serie ist schon erfolgreich. Nur müssen diese imprtiert und deutsch nachgepatcht werden. Die deutsche Community ist recht groß.

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 21. Mai 2017 - 12:11 #

"Früher war alles besser" Artikel von Mick hatten wir ja auch schon länger nicht mehr. ;-)

Aber ich stimme zumindest zu, daß deutsche Spiele damals allgemein besser waren. Naja, Kunststück, gibt ja heute kaum noch welche.

MichaelK. 11 Forenversteher - P - 596 - 21. Mai 2017 - 12:57 #

Also ich hätte ja schon gerne wieder mal einen richtigen Bundesliga Manager oder so. Die anderen Wirtschaftssims waren jetzt nie so mein Fall, aber Fußball geht immer. :)

zombi 10 Kommunikator - P - 408 - 21. Mai 2017 - 13:02 #

Das deutsche Spiel ist für mich Gothic, alleine die Sprecher der Hammer...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12274 - 21. Mai 2017 - 13:05 #

Seufz, ich gehöre einfach zu den seltenen Altspielern, die scheinbar mit Retro und verklärten Kindheitserinnerungen nicht viel anfangen können und sich über neue Spiele freuen.

Gerade mit Kumpels habe ich damals Hanse, Vermeer, Kaiser, Oil Imperium und später Ports of Call, Patrizier, Defender of the Crown und noch später Biing! oder Wet - The sexy Empire und sicher noch etliche mehr gedaddelt. Wie bei vielen Titeln entstand der Charme eher aus dem Zusammenspiel mit Freunden.

Heute würde ich solche Spiele nicht mehr mit der Kneifzange anfassen. Denn tiefgründig oder abwechslungsreich waren die alle nicht. Kein Vergleich zu modernen Ablegern wie Tropico, Galactic Civilizations, East India Company etc. und selbst die wirken aufgrund ihrer Nische doch auch immer ein wenig spartanisch.

Cohen 16 Übertalent - 4546 - 21. Mai 2017 - 13:11 #

"Vico Vermeer lädt Sie zu einer Spazierfahrt ein"... Nooooo! Nicht gerade jetzt!

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 21. Mai 2017 - 13:18 #

Hmm, der Kommentar scheint außer der Vergangenheit nicht viel anbieten zu können. Ich habe zwar später Wirtschaftssimulationen gespielt und das auch gerne. Ich wüsste aber nicht, wo Tropico und co. nicht im Prinzip genau das bieten. Von außen relativ dröge, dafür aber spannende Mechaniken.

Dass die deutschen Entwickler im letzten Jahrzehnt nicht viel gerissen haben, ist klar. Da hat man in der Reportage von AeB auch gute Erklärungen gehört: Der Wandel des Marktes und der Technologie wurde verschlafen, eben weil man sich zu lange auf eine sichere Käuferschaft verlassen konnte.

Mick Schnelle Freier Redakteur - P - 6161 - 21. Mai 2017 - 13:24 #

... oder der sichere Markt wurde nicht mehr bedient, weil man dem vermeintlichen Wandel des Marktes und der Technologie hinterherlief... oder hippe BWL-Hoschis ganze Firmen ins Nirwana schubsten...

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19352 - 21. Mai 2017 - 13:33 #

So hab ich das eigentlich auch eher in Erinnerung.
Die Produkte mussten immer größer und internationaler werden. Und hingen dann zwischen Anspruch und Wirklichkeit irgendwo im Niemandsland.

Dem Stammpublikum wurde es zu sehr verändert und dem angestrebtem neuen gelobtem Land war es aus diversen Gründen immer noch nicht passend genug.

Elfant 18 Doppel-Voter - P - 10281 - 22. Mai 2017 - 1:04 #

Ich denke, daß beide Meinungen sowohl richtig und als auch falsch sind.
Auf der einen Seite stiegen die Kosten durch weil man international mithalten wollte, aber auch weil aus den jungen Burschen und Fräuleins Männer und Frauen wurden und von Übersee mit Geld gewinkt wurde. Zusätzlich endete aber auch die wilde Phase, in der man sich auch in der Industrie nicht um Urheberrechts - oder Lizenzverstöße kümmerte und die Lizenzen auch teuer wurden.
Auf der anderen Seite änderte sich aber auch der Geschmack der Spieler eben durch das Eindringen der internationalen Spielfirmen und die Einnahmen blieben aus. Die gleichen Firmen blockierten aber auch den Sprung nach Übersee und nutzten die (wirtschaftliche) Unerfahrenheit der hießigen Spieleschmieden aus.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 22. Mai 2017 - 9:40 #

Klar, die Zahlenabteilung ist böse. Oder die Technologie. Erklärt aber nicht, warum die Nischen heutzutage gut aus anderen Ländern bedient werden. Teilweise haben Firmen wie Paradox sogar auf so was ihr Geschäftsmodell aufgebaut.

Controller sind überall da, die Technologie auch. Aber der Mut, zum eigenen Produkt zu stehen und es über längere Zeit auch aufzubauen, der ist offenbar nicht überall da.

vgamer85 15 Kenner - 2974 - 21. Mai 2017 - 13:55 #

Achja die Fußballmanager...Anstoss 3 sag ich nur..oh man hab ich das gesuchtet damals mit 15. Meine Jugendliebe sozusagen. Bis Anfang dieses Jahrzehnts langezeit gespielt und dann noch den EA-Manager viel später dazu.
Damals gab es ja den Kicker-Manager oder wie der hieß und noch einen. Zwischen 1995 und 2005 gab es ja einige Fußballmanager...wo sind die denn alle nur hin???Ascaron gibt es nicht mehr. EA hat den eigenen Fußballmanager an den Sarg genagelt...

SEGA Football Manager?Nö. Oder vielleicht probier ich es irgendwann mal aus.

Danke für den schönen Text. Eine Reise in die Vergangenheit.

euph 23 Langzeituser - P - 44639 - 21. Mai 2017 - 14:14 #

Ist das diese Woche angekündigte Pizza Connection 3 dann in deinem Sinne? Deutscher Entwickler, deutsche Publisher und typisch deutsches Genre.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1339 - 21. Mai 2017 - 14:18 #

Hachja, sonst bin ich ja eher nicht Micks Meinung, aber hier unterschreibe ich. Hab sie alle geliebt. Sogar sowas wie Fugger, was in der Happy Computer furchtbar zerrissen wurde. Es war einfach ein riesiger Spaß. Ich frag mich allerdings, ob das heute auch noch so wäre. Bei sowas wie Aufbau Ost war ich schon nicht mehr dabei. Aber würde ich heute wieder ein Oil Imperium spielen? Mit diesen komischen Zwischenspielen? Ich weiss nicht... ich glaube eher, das ist reine Verklärung. Genau wie ich einem North & South, Wings oder Wings of Fury hinterher trauere, würde ich die WiSims glaube ich auch liegen lassen.

Wobei ich letztens Bard's Tale 1 nochmal auf dem Handy durchgespielt hab. Hauptsächlich auf dem Klo, immer mit einem Stapel Papiere dabei. *lach* Das war auch ein riesen Spaß.

SaRaHk 16 Übertalent - 4553 - 21. Mai 2017 - 14:21 #

Punch Club statt Boxing Manager. Und Game Dev Tycoon statt Software Manager. Mit viel "Augen zudrücken" könnte man sogar einen Fussballmanager Light in der Reihe Inazuma Eleven erkennen. Also ich kann mit dieser Evolution ganz gut leben. Den furztrockenen WiSims von anno damals trauere ich da nur wenig hinterher, wenn sich ihre Mechanik subversiv in andere Genres reingemogelt hat. In jedem gut designten Rollenspiel handle und wirtschafte ich, kaufe und verkaufe Waren und jongliere mit meinen Finanzen rum. Immer wieder Mal. Ein Spiel im Spiel, eine quasi-WiSim. Die Einarbeitungszeit von den Tabellenmonstern damals ist dabei so ziemlich das letzte was mir da fehlt.

Flugzeuch (unregistriert) 21. Mai 2017 - 14:50 #

Wieviele "Früher war alles besser" Kolumnen will Mick eigentlich noch schreiben? Inzwischen dürfte jeder mitbekommen haben, dass er den alten Zeiten nachtrauert und mit der Neuentwicklung einfach nicht mehr schritthalten kann. Ich spüre in jedem Artikel Verbitterung statt Nostalgie...

Held ohne Namen (unregistriert) 21. Mai 2017 - 23:18 #

Wenn dieses "Spüren" anfängt zu drücken, musst du zum Arzt!

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 5726 - 21. Mai 2017 - 14:56 #

An Kaiser kann ich mich noch gut erinnern. Das hab ich als Kind auf dem CPC 464 lange gespielt. Motivierend war v.a. der Aufstieg im Rang (Baron, Landgraf, Markgraf usw. bis zum titelgebenden Kaiser), das bekommen Rollenspiele mit ihren simplen Zahlenwerten heute weniger gut hin. :-)

Auch die Landkarte, wo man dann immer mehr und größere Gebäude hatte, war sehr motivierend, das hat Civilization später gut geklaut.

Aber ob mir Kaiser heute noch Spaß machen würde... vielleicht kram ich am Vatertag mal WinApe raus und teste das zusammen mit meinem Vater, der hat das damals auch lange gespielt.

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 21. Mai 2017 - 22:51 #

Hach, wie schön: Kaiser habe ich damals auch auf meinem Schneider CPC 464 gespielt (Rechnung müsste sogar noch rumliegen). Hatte ich da glaube ich in einer Nacht durch :)

Später dann auf dem Amiga war ich ganz verwundert über die Karte -- wenn ich mich recht erinnere, konnte man da Mühlen und so weiter direkt platzieren.

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12861 - 21. Mai 2017 - 15:33 #

Da kann ich dem Mick nur zustimmen. Ich liebte Spiele wie die Fugger und Vermeer, vor allem im MP waren diese sehr unterhaltsam. Ich bin auch der Meinung, dass an den Industriegigant 2 danach nix mehr ran gekommen ist. So schöne Landschaften und Produktionsketten am PC den Taschenrechner liegen. Schöne Zeit. Vor allem bin ich der Meinung, dass diese ganzen Spiele zwar keine supertolle Grafik hatten aber meist sehr gute und nicht aufdringliche Musikuntermalung. Ach verdammt: "Unverhofft zieht Nebel auf..." :D

vicbrother (unregistriert) 21. Mai 2017 - 16:09 #

Damals hatten wir noch Taschenrechner ohne eingebaute Analysis! Vielleicht ist die heutige Jugend einfach schlauer und lässt sich das Spiel per Knopfdruck vom Taschenrechner optimieren, während wir die Differentialrechnung nicht nebenher erledigen wollten (oder konnten)?

Misaki-chan 16 Übertalent - 4505 - 21. Mai 2017 - 15:35 #

Ich würde mich zwar sehr über einen Nachfolger von Klassikern wie Vermeer oder Siedler (im Stil der alten Teile natürlich) freuen. Ich bezweifle allerdings stark das es überhaupt ansatzweise möglich ist den Flair von damals wieder einzufangen. Erstmal hat sich die Spieleindustrie grundsätzlich weiterentwickelt, was dazu führt das selbst wenn man versucht etwas so wie damals zu machen man trotzdem durch die ganzen modernen Spiele stark beeinflusst wird. Zudem merkt man mit etwas Selbstreflektion schnell das man das ganze ein wenig romantisiert.

vicbrother (unregistriert) 21. Mai 2017 - 16:16 #

Ich glaube diese humorlosen Spiele kommen nicht wieder, das Jahrzehnt der dunkelbraunen Mahagoni-Küchen ist einfach vorbei: Heute mögen wir es farbenfroh und humorvoll ;)

wizace 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 21. Mai 2017 - 17:49 #

Gehirne funktionieren heute nicht anders als damals. Freude an einer Tätigkeit und auch beim Spielen hat immer etwas damit zu tun, dass man sich etwas erarbeiten muss.
Ein metamphitanöses Maximalsofortbefriedigungseffektfeuerwerk, das immer neue noch größere noch dickere Effekte ausspucken muss, um den Konsumenten bei der Stange zu halten, indem es über die tief liegende Inhaltsleere hinwegtäuscht, ist letztlich wie ein Drogentrip und lässte den Rezipienten am Ende ausgelaugt und depressiv in Sinnlosigkeit und Reue ob der vergeudeten, investierten Zeit zurück.
Daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass Spiele wie anno dunnemals heute immernoch erfolgreich sein können und vor allem endlich wieder Freude machen.

Baumkuchen 15 Kenner - 3784 - 21. Mai 2017 - 16:07 #

Ach ja, die Wirtschaftssimulationen auf dem C64...

Ich erinnere mich da an das erste Spiel der Kategorie, was ich bei meinem Bruder gesehen habe. Wie hieß das noch? Man war in Amerika und ist mit seinem Kanu einen Fluss entlang gepaddelt und hat Handel getrieben.

Das, was ich damals wohl am meisten gespielt habe, war neben Vermeer wohl Agricola. Füchse schießen und mit Pferdewetten ein Vermögen machen, was will Kind mehr? :)

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6169 - 21. Mai 2017 - 16:10 #

Ich muss an "Herz von Afrika" denken, das natürlich aber nicht in Amerika gespielt hat...

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 16:10 #

Knifflig. Du meinst nicht etwa Seven Cities of Gold, oder?

vicbrother (unregistriert) 21. Mai 2017 - 16:06 #

Jedem Land seine Spiele: Man denke da an Japan mit seinen JRPGs oder Frankreich mit dem etwas künstlerischen Spielgestaltungen.

Deutschland liebt Strategie- und Optimierungsspiele. Oder sind es nur die alten Spieler? Lockt ein Patrizier heute noch junge Spieler an? Ich glaube nicht. Flowige Action (oder soll ich schreiben monokausale Aktions-Reaktions-Abläufe?) sind in: Elex statt Mathe!

Hyperbolic 16 Übertalent - P - 4588 - 21. Mai 2017 - 16:14 #

Ja, das war ein Spass wenn man bei Kaiser alles für die grosse Schlacht vorbereitet hatte und dann dieses dämliche basic Programm abgestürzt ist.
Die Siedler hatten als The Settlers zumindest europaweiten Erfolg und auch bei Fussballmanagern haben die Briten nicht abgewunken (wenn auch eher ihre eigenen programmiert).

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 21. Mai 2017 - 16:17 #

Besser war das damals auf dem ST / Amiga.

Man platziert die Armeen, Schlacht geht los, alle Truppe drehen sich um und gehen zurück Richtung Heimatland. Und zwar solange, bis man die vor dem Krieg nicht auch ausreichend trainiert hatte.

Ich kann mich noch gut an unsere ungläubigen Gesichter erinnern, als dass das erste mal passiert war. :)

Ringo Kilian (unregistriert) 21. Mai 2017 - 16:24 #

Es fehlt heute leider die Ruhe, die man in den 80´er und 90´er Jahren noch hatte. Die Geschäfte hatten 18:30 zu, es gab nur eine handvoll Fernsehprogramme, keine Handys und im Job gab´s auch mal angenehmen Leerlauf. Heute muss alles maximal ausgelastet werden. Was haben wir davon? Mehr Arbeit und mehr Stress, mehr nicht. Nicht mal mehr Kaufkraft. Und der Bildung hat´s auch nicht gutgetan. Nicht gerade der optimale Nährboden für solche Spiele.

thepixel 15 Kenner - P - 2931 - 22. Mai 2017 - 8:39 #

Du bestätigst meine Gedanken!

guapo 18 Doppel-Voter - 10814 - 22. Mai 2017 - 12:24 #

Der Bildung schadets ned. Alle Geraete kannst ausschalten

Sciron 19 Megatalent - P - 17466 - 21. Mai 2017 - 16:27 #

Ich konnte mit Handelssimulationen meist gar nichts anfangen, ob nun deutsch oder nicht. Fand bei Ports of Call auch nur das einparken der Schiffe leidlich spannend.

Dann lieber "deutsche Wertarbeit" wie Turrican 2. Damals wie heute ein Topspiel, das sich vor der internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken brauchte.

Sermon 12 Trollwächter - P - 1174 - 21. Mai 2017 - 16:58 #

Oh Gott! Ich hatte gerade einen Flashback zu "Ports of Call"... das animierte Titelbild der Amiga Version von Jim Sachs hatte einen sehr schönen Colour-Cycling Wassereffekt..... ;)

wizace 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 21. Mai 2017 - 17:40 #

Vielleicht würde es schon helfen, bei der Rezension von Spielen einmal die pseudoobjektive Testerbrille abzusetzen und deutlich zu schreiben, dass die meisten neuen Spiele einfach generischer Schrott sind, die mangels Spielspaß allesamt eine Wertung von <10% verdient hätten.
Ron Gilbert hat vollkommen recht, dass es ein unerträglicher Schwachsinn ist, seine Kritik am gemutmaßten Geschmack anderer auszurichten. Da findet der Tester etwas wie die Insidergags bei Thimbleweed Park eigentlich gut und lustig, kritisiert es aber, weil er meint, dass andere sich daran stoßen könnten. Oder noch schlimmer, er langweilt sich beim Test zu Tode, traut sich das aber nicht zu schreiben, weil er Angst hat, dass die Industrie ihm mangelnde Begeisterungsfähigkeit unterstellen könnte. Hey, es muss ja mit einem selbst etwas nicht stimmen, wenn einem heutzutage kein Spiel mehr Spaß macht, oder?
Erwachsen sein heißt auch, sich einmal langsam zu trauen, zu seinen eigenen Bewertungen und Beurteilungen zu stehen. Ich kann Mick hier nur zustimmen. Gamersglobal - das Spielemagazin (von Erwachsenen) für Erwachsene?

vicbrother (unregistriert) 21. Mai 2017 - 18:00 #

Mir kommt es so vor, als wenn die Mehrheit der Vollpreis-3D-Spiele heute eine Story in den Mittelpunkt stellen, die heute leider noch oft recht dürftig in Dramaturgie und Umsetzung ist.

Strategiespiele dagegen sind oft auf einen schnellen Flow getrimmt, sie folgen keiner langfristigen Strategie, sondern sind eine Aneinanderreihung vieler situationsbezogener Taktikentscheidungen.

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 21. Mai 2017 - 23:55 #

Genau so isses. Zudem verändert sich der persönliche Geschmack sicherlich auch mit dem Älterwerden. Ich hab letztes Jahr das "Walking Simulator" Genre für mich entdeckt und im Augenblick macht mir das am meisten Spaß und Freude. Ich glaub mit 47 hat man auch schon einiges an Welt/Galaxie(n)/Prinzessinnen gerettet und neben Blutdruckmessen und Tagesschau gucken, ist in GTA5 einfach nur herumlaufen/fahren oder Everybodies gone to the Rapture einfach für mich als gestressten Familienvater am entspannensten. Ich hätte gern mehr Spiele für Menschen >40. Vielleicht mal was mit mehr anspruchsvoller Story?

Gurumeditation 12 Trollwächter - P - 980 - 22. Mai 2017 - 16:42 #

Es befriedigt mich so etwas zu lesen. Genau da sehe ich eben auch eine immer größer werdende Zielgruppe zu der auch ich gehöre und gerade in diese Richtung auch in Unity herumbastle =)

Auch Aufbaustrategie wäre da doch mal wieder etwas. Nur eben mal wieder ordentlich umgesetzt und nicht so hektisch. Schon CnC Tiberium Wars ging mir hier tierisch auf den Nerv und dabei war ich damals noch NetzwerkAdmin für LANs beim EA-Lan Team...das waren noch Zeiten :)

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 22. Mai 2017 - 21:12 #

Aufbaustrategie...ich behaupte da wars schon mit dem Erscheinen des ersten CnC vorbei...

Ich mochte in der Bugwelle hinter der CnC Serie die Echtzeit Strategiespiele a la "Commandos Hinter feindlichen Linien", "Jagged Alliance" und "Desperados" etc. doch lieber, da man sich mehr Zeit lassen konnte. Schade das es Spiele in dieser Art gar nicht mehr gibt. XCom war mir da als modernes Spiel zu Ego Perspektiven Lastig...

Olipool 16 Übertalent - 4187 - 23. Mai 2017 - 9:24 #

Und kann man schon ws sehn von deinen Basteleien? :)

vicbrother (unregistriert) 23. Mai 2017 - 13:27 #

Ich programmiere auch mein eigenes Strategiespiel, aber mit Unreal. Vielleicht sind wir einfach nur im besten Heimwerker-Alter, nur Heimwerken wir heute lieber am Computer :)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9926 - 21. Mai 2017 - 19:41 #

"dass die meisten neuen Spiele einfach generischer Schrott sind, die mangels Spielspaß allesamt eine Wertung von <10% verdient hätten."

Sorry, aber das ist einfach nur Quatsch. Aktuell gibt es so viele gute Spiele wie lange nicht mehr. Nicht umsonst ist bei vielen Spielern der sogenannte Pile of Shame relativ groß.

Man muss ggf. nur ein wenig mehr suchen, um die passenden Spiele für einen selbst zu finden. Die Auswahl ist aber riesig und es gibt etliche Spiele, die riesen Spaß bringen.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6169 - 21. Mai 2017 - 20:59 #

Der Pile of Shame ist so groß, weil Spiele verramscht werden.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36955 - 21. Mai 2017 - 21:11 #

Nö, oder kaufst du Spiele, nur weil sie billig sind? Ich kauf mir nur Spiele, die mich auch wirklich interessieren und heutzutage gibt es wirklich viele gute und interessante Spiele, so dass ich gar nicht mehr hinterher komme.

wizace 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 21. Mai 2017 - 22:03 #

Also, ich habe auch eine ungezählte Anzahl von Spielen in der Sammlung, die ich vom Namen und vom Hype her kannte, angespielt habe und die mich meist schon beim Tutorial dermaßen angeödet haben, dass ich sie nie weiter gespielt habe. Vor allem Spiele, die ich über Xbox Gold oder PS+ bekommen habe. Beispiele: Witcher, Metal Gear Solid, Lords of the Fallen, Syndicate (der Shooter) und viele mehr. Diablo 3 und Wasteland 2 habe ich sogar gekauft - Öde... Diablo, immer das Gleiche. Wasteland: Die Story interessiert mich kein Stück und es motiviert mich kein bisschen, die ewig gleichen, langweiligen Kämpfe zu absolvieren, nur um häppchenweise eine langweilige, klischeebeladene und verworrene Story präsentiert zu bekommen. Was mich bei den meisten Spielen nervt, ist, dass ich das Gefühl habe, irgendwie nie wirklich zu spielen. Stundenlang muss ich irgendwelche Knöpfe lernen und irgendwelches Gelaber anhören und dann folgt nur die pure Langeweile mit Geballer, Gekämpfe und noch mehr Gelaber. Früher war man sofort im Spiel drinnen und hat gespielt. Das Spiel war aus sich heraus interessant und man brauchte keine lange Vorbereitung und Einführung. Heute scheinen die Hersteller selbst zu wissen, dass ihre Spiele nichts taugen. Dann wird krampfhaft durch Bombaststory und Einstiegshilfe mittels Tutorial versucht, Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen nach dem Motto: Was wollt ihr eigentlich? Das Spiel hat doch eine Bombaststory, Open World und einen leichten Einstieg. Liebe Hersteller, ich verzichte liebend gerne auf all das und alles andere, was eure Marketingbuzzworderwartungsstanzförmchen so hergeben - wenn das Spiel gut ist!
Und damit nochmals zurück zum "Pile of Shame". Was soll denn hier auch schon wieder diese Pseudoverobjektivierung mit irgendwelchen Argumenten, die genau so klingen, als hätte hier die Spieleherstellerlobby die Feder geführt. Allein schon der Begriff "Pile of Shame"; merkt ihr eigentlich nicht, dass ihr euch die Begriffe und Argumente derjenigen unterschieben lasst, die euch Schrott als gute Spiele verkaufen wollen?

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36955 - 21. Mai 2017 - 22:18 #

So ein Blödsinn. Hab viel Spaß mit den Spielen, die ich mir kaufe und dass ich ein Spiel nicht durchgespielt hab, ist schon ewig her. Du hast wohl einfach die falschen Spiele gespielt oder generell keinen Bock mehr, aber das ist dann halt dein Pech.

wizace 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 21. Mai 2017 - 22:27 #

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Du zur Herstellerlobby gehörst. Weiter oben habe ich schon genau das beschrieben, was Du jetzt versuchst. Aber nein, mein Freund, ich lasse mir nicht einreden, dass es an meiner "mangelnden Begeisterungsfähigkeit" oder meiner allgemeinen "Bocklosigkeit" liegt. Ich erinnere mich an Zeiten, wo ich begeistert über Stunden gespielt habe und in die Spielwelt versunken bin. Aktuell spiele ich stundenlang "Table Top Racing: World Tour" auf der PS4 - gabs kostenlos mit PS+.
Nein, die meisten Spiele sind heutzutage Schrott und haben eine Wertung <10% verdient, weil sie keinen Spaß machen.

PS: TTR wurde nicht einmal auf GG getestet...
PPS: Es ist auch nicht perfekt, es macht aber Spaß.

steever 17 Shapeshifter - P - 6551 - 21. Mai 2017 - 22:31 #

Du machst es zu offensichtlich. ;)

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36955 - 21. Mai 2017 - 22:56 #

Witzig.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9926 - 21. Mai 2017 - 23:06 #

Ja also, gibt ja scheinbar doch noch Spiele, die dir Spaß bringen. Musst halt nur die Richtigen für dich finden.

Es gibt aber eben auch Menschen, denen Spiele Spaß bringen, die dir nicht gefallen, weswegen solche Spiele nicht automatisch eine <10% verdienen.

Und ich habe extra "sogenannte(r)" Pile of Shame geschrieben. Kannst es gerne auch "Liste an Spiele, die man noch spielen will" nennen.

Karsten Bier (unregistriert) 21. Mai 2017 - 22:35 #

Dramatisch überspitzt formuliert und trotzdem trifft es des Pudels Kern. Nur sollten Gameplay Enthusiasten wie wir, uns eines eingestehen, wir sind eine Randerscheinung. Keine bedeutungslose aber zu klein um mit mehr als B-Produktionen bedacht zu werden.

wizace 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 22. Mai 2017 - 13:32 #

Du unterscheidest ernsthaft bei Spielern "Gameplayenthusiasten" und - ja was eigentlich? Spielern, die keinen Wert aufs Spiel legen?
Wie feinsinnig, aber ich glaube, damit triffst Du des Pudels Kern. Worum geht es diesen Leuten aber dann? Um instant gratification vielleicht? Wie Drogensüchtigen? Um das sich Wegbeamen mit Hilfe totaler Reizüberflutung?
Ich weiß jetzt, was Spiele von früher von vielen heutigen Titeln unterscheidet. Spiele von früher hatten eine Art Kunstcharakter. Sicher, auch sie waren kommerziell, aber inhaltlich doch eher kunstvoll im Sinne von einem Geschenk in Form einer Spielerfahrung oder eines Erlebnisses.
Heute werden Spiele designt und zwar einzig und allein daraufhin, dass sie möglichst gut verkäuflich sein sollen. Das heißt, das Spiel will einem heute nichts mehr geben und macht das gerade insofern, als das nötig ist, damit ein Kaufanreiz besteht. Das Spiel von heute will viel mehr etwas von mir. Es will mein Geld und lockt mich mit allem, was man nur von einem "guten Spiel" erwarten kann. Da ist es natürlich sehr hilfreich, als Industrie gleich selbst zu definieren, was ein gutes Spiel ausmacht (Open World, Einsteigerfreundlichkeit, tolle Grafik, rollenspielartige Charakterentwicklung, Kämpfe und epische Bosskämpfe).
Ein Spiel heutzutage will etwas von mir, genau wie Werbung und es will mir eben nichts mehr geben und das was es gibt, gibt es äußerst widerwillig. Das ist es, was mich an den meisten heutigen Spielen ankotzt. Danke, dass Du mir drauf geholfen hast.

PS.: Für die Spielefirmen von heute bin ich niemand mehr, der umschmeichelt und beeindruckt werden soll. Ich bin vielmehr der Depp, der ausgelacht wird, sobald man ihn erfolgreich mit leeren Versprechungen auf Spielspaß und Erlebnis hinter die Fichte geführt und seines Geldes entledigt hat. Deswegen stapeln sich auch heutige Spiele und werden nicht wie früher gespielt. Sobald sie auf dem Stapel liegen, haben sie nämlich ihren Zweck erfüllt.

PPS.: Und als Beweis, das früher nichts besser war, bekommt man in der Retrosammlung dann ehemalige Automatenspiele als Spieleklassiker verkauft. Pfui Teufel!

PPPS.: "Pile of shame" - wer soll sich denn da jetzt eigentlich schämen? Die Industrie oder derjenige, der sich den Stapel angeschafft hat, weil er sich hat täuschen lassen? Aus Sicht der Industrie ist es klar. Der Spieler soll sich schämen, weil er so blöd war und außerdem nicht richtig gepolt ist, wenn es um Spaß geht. Und wer sich schämt, stellt auch keine Fragen :)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9926 - 22. Mai 2017 - 14:19 #

Er meint dich und sich mit "Gameplay-Enthusiasten". Ist natürlich trotzdem albern.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36955 - 22. Mai 2017 - 18:37 #

Scheint mir, als regst du dich hauptsächlich über die Triple-A-Spieleindustrie auf. Dann schau dir doch mal Indie-Spiele an, vielleicht ist da was für dich dabei. Und wie du dich am Begriff Pile of Shame aufhängst, find ich etwas übertrieben.

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 22. Mai 2017 - 18:41 #

Heutzutage sollte wirklich jeder Topf seinen spielgewordenen Deckel finden können. Wer das nicht schafft, macht irgendwas falsch oder ist zu faul zum Suchen.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3088 - 22. Mai 2017 - 18:51 #

Ist ja nicht so wie wenn es den Pile of Shame nicht schon früher gab. Damals bestand er halt nur aus einer Diskettenbox kopierter Spiele. Gespielt hat man da auch schon nicht alle.

Der Unterschied war halt auch dass man gekaufte Spiel fast immer gespielt hat, egal wie schlecht. Einfach weil die sher teuer waren und man den Eltern schlecht erklären konnte dass man lieber ein anderes will :)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15946 - 21. Mai 2017 - 18:20 #

Vielfalt ist immer gut, mein aktueller Favorit wurde/wird in Mexiko entwickelt.

Deutsche Spiele sind ganz ok, nur der Humor wirkt auf mich manchmal etwas seltsam, aber das liegt sicher an der Sprachbarriere.

vicbrother (unregistriert) 21. Mai 2017 - 18:37 #

Deutsche Spiele haben Humor??

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 21. Mai 2017 - 18:49 #

> „Deutsche Spieler bauen immer alles ordentlich auf, auch wenn es gar nichts
> bringt und dadurch teurer wird.“

Haha, ich sehe mich da durchaus selbst wieder :)

Und ja, ein Hanse würde ich gerne mal wieder spielen! Hab noch die Original-Schachtel mit den Disketten hinter mir im Regal stehen... Alle Jubeljahre packe ich mal die DOSBox aus und installier es wieder :)

Die Vollstümper von Ascaron allerdings in einen Beitrag zum Thema "Deutsche Wertarbeit" zu packen... Naja... Meiner Meinung nach gingen die zu Recht zu Grunde.

Extrapanzer 14 Komm-Experte - P - 1891 - 21. Mai 2017 - 18:52 #

Einfach mal Factorio spielen, so wie ich die letzten Nächte wieder ...

Giskard 13 Koop-Gamer - 1279 - 22. Mai 2017 - 11:48 #

Ich musste auch zwangsläufig an Factorio denken.
Das etwas eigenes ist und trotzdem das angeblich so deutsche Bedürfnis nach Ordnung und Produktivität im Spiel sehr gut befriedigt.

Aus meiner Sicht gibt es absolut keinen Grund sich noch die alten Tabellenkalkulationen mit Standbildern zum klicken zurück zu wünschen.

Wird übrigens von einem Team in Prag entwickelt.

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6521 - 21. Mai 2017 - 19:18 #

Naja, bestimmte Eigenschaften werden einem ja nicht durch den Zufall der Nationalität in die Wiege gelegt. Wenn solche eckigen und kantigen Spielkonzepte aus Timbuktu kommen, soll es mir recht sein.

schwertmeister2000 14 Komm-Experte - P - 1955 - 21. Mai 2017 - 19:39 #

sehr schöner Artikel Mick,

ein Siedler 1 auf GOG

oder mal wieder ein Fußballsim wie in den guten alten 90ern

oder mal ein Kaiser oder Patrizier in 2d bitte kein hässliches 3d sondern handgemalte 2d Modelle ....ich würde spenden

Scando 23 Langzeituser - P - 44180 - 21. Mai 2017 - 19:39 #

Es gibt auch weiterhin gute deutsche Spiele, wie z.B. The Curious Expedition und erst zuletzt Shadow Tactics.

Der Marian 19 Megatalent - P - 19414 - 21. Mai 2017 - 20:34 #

Battle Brothers nicht vergessen.

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 21. Mai 2017 - 22:53 #

Ohhh ja :)

Kotanji 12 Trollwächter - 1278 - 21. Mai 2017 - 19:57 #

Ne, bitte nicht. Lieber mal grandiose Erfahrungen, wie womöglich das erste Mal bald mit Sea of Solitude

Triton 16 Übertalent - P - 5794 - 21. Mai 2017 - 20:29 #

Es gibt einige Titel die mich reizen würden. Die Grafik auf Vordermann und die Spiele die man früher mit anderen an einem PC PC gespielt hat, mit Online Funktion belegen. So das man mal eine Runde Kaiser halt am Abend übers I-Net spielt. Oder, wenn auch länger als ein Abend, Der Reeder, Oil Imperium u.s.w. Weit besser als diese Mist F2P Browserspiel Umsetzungen.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 3088 - 21. Mai 2017 - 20:42 #

Wieder sehr schön geschrieben. Habe mich beim lesen an viele schöne Stunden am C64 erinnert. Ich habe hier noch einen Basic Ausdruck rumliegen mit dem ich mir mehr Geld erschleichen konnte :)

Das waren wirklich noch Zeiten, wo ich noch in solche trockenen Spiele versinken konnte. Das gleiche Gefühl schaffen heutzutage nur noch ganz wenige Spiele.

Aber ehrlich gesagt würde ich diese Spiele heute wohl nicht mehr spielen können, und das obwohl ich sehr viel Retro spiele. Aber ich glaube nicht dass mich die alten Handelsspiele noch so faszinieren könnten.

Naja, Nostalgie ist auch schön. Danke an Mick :)

M@rlon 12 Trollwächter - 1103 - 21. Mai 2017 - 20:44 #

Die oben genannten Titel wären doch perfekt an einem Tablet umzusetzen.... ich würde mir von A bis Z jeden Titel gönnen....
Danke für diesen klasse Beitrag durch den man wieder in den schönen Erinnerungen schwelgen kann.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36955 - 21. Mai 2017 - 21:10 #

Mich haben solche Wirtschaftssimulationen nie gereizt, wobei ich zu der Hochzeit solcher Spiele eh noch zu klein war. ;) Nur Anstoß 3 fand ich wirklich super, das hab ich damals echt ewig gespielt. Heute würde ich sowas aber wohl auch nicht mehr spielen.

Arno Nühm 15 Kenner - - 2824 - 21. Mai 2017 - 22:32 #

Klasse Artikel!
Kann mich selber noch an diverse durchgespielte Nächte mit Hanse, Vermeer & später auf dem Amiga mit Oil Imperium erinnern :)

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35233 - 21. Mai 2017 - 22:40 #

Die deutschen Wirtschaftssimulationen und Managerspiele waren klasse, oft auch im MP. Teils knallhart (1869!), teils auch etwas einfach, wenn man sie durchschaut hat (Hanse, aber erst JAHRE oder sogar Jahrzente später ;) Damals übrigens im Original und mit selbst erstelltem, ok mit Hilfe noch, Bootmenü für mehr Speicher!).

Worauf ich z.B. richtig Lust hätte wäre eine GELUNGENE Neuauflage von Mad TV (etwas hübscher, aktuelle Filme, sonst alles gleich) oder, nicht lachen, ein Remake von Der Planer!

Das Ausland hatte durchaus auch WiSims, ich denke v.a. an, wenn auch zeitlich etwas später, Theme Hospital und Theme Park. Beides dann mit humoristischer Ebene, die ich gar nicht gebraucht hätte.

MODERNE "WiSims" und "Management-Spiele" gibt es aber, abgesehen von so einer Art Kopien durchaus. Ich denke z.B. an Prison Tycoon, Gamedev Tycoon oder RimWorld. Ein "Manager Light" wird bei den großen Sportspielen auch stets mitgeliefert.

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 21. Mai 2017 - 23:00 #

Ich hätte jetzt grade RIESENBOCK darauf, einen Podcast zum Thema Deutsche WiSims zu machen -- die ganzen alten Klassiker, die Mick aufgezählt hat -- Oil Imperium, Vermeer, Hanse, Black Gold, Winzer, Steigenberger Hotelmanager, Bundesliga Manager Pro, Kaiser, Ports of Call, Elisbeth I., Fugger, Transworld, Invest, Starbyte Super Soccer, 1869, Patrizier, MadTV, Oldtimer -- und die Hälfte hab ich wohl vergessen.

Ich weiß, das hatte ich alles schon mal in irgendeiner Folge, aber ich will nochmal in detailliert :))

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35233 - 22. Mai 2017 - 15:51 #

Habe nicht alle gespielt. Aber viele. Melde mich freiwillig ;)

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 23. Mai 2017 - 10:09 #

Ich auch nicht, aber würde freiwillig diverse Titel nachspielen -- nur für die Podcast Recherche (das kommt mir so bekannt vor ;)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 251040 - 23. Mai 2017 - 19:41 #

Also, meinen Segen habt ihr. ^^

Sothi 12 Trollwächter - P - 913 - 21. Mai 2017 - 23:08 #

Sehr schöner Artikel Mick. Es könnte tatsächlich sein, dass das was du da geschrieben hast zu arg rückwärtsgewandt, also nostalgisch, ist. Und ich hege doch starke Zweifel, dass es heutzutage noch einen brauchbaren Markt für diese urdeutschen WiSims gibt, von denen du sprichst. Aber das spielt für mich keine Rolle, denn ich glaube zu wissen, aus welchem Gefühl du den Artikel heraus gespeist hast -- weil ich das Gefühl kenne. Ich glaube insgeheim sind WiSims mein Lieblingsgenre. Ich könnte Stunden damit verbringen zu kaufen, zu verkaufen, mein Vermögen zu mehren und mein Imperium wirtschaftlich auszubauen. Und das alles in Minimaloptik.

Und ich kann nicht mal erkären, warum das so ist. Wahrscheinlich bin ich tief im Innersten einfach eine Krämerseele und die klassisch deutschen WiSims aus der Feder von Starbyte, Reline, Ascon und Ralf Glau haben dieses Gefühl wunderbar bedient.

Q-Bert 14 Komm-Experte - 1827 - 21. Mai 2017 - 23:24 #

@Mick:
Schau dir mal "Bounty Train" von Daedalic an. Das ist im Prinzip wie Patrizier, nur halt mit Eisenbahn statt Schiff und ein bisschen North vs. South Atmosphäre ist auch dabei. Angenehm retro, inklusive der geringen Spieltiefe... :)
https://www.gog.com/game/bounty_train

Zur Kolumne:
WIR HATTEN DOCH DAMALS NIX! Hanse, Kaiser & Co. haben wir natürlich gespielt, aber nur, um etwas Abwechslung zu haben nach der 25. Partie MULE, Archon, Fort Apocalypse oder Commando. Der Fussball Manager war ganz spaßig, weil es halt Bundesliga Vereine beinhaltete, aber ehrlich, das hat doch nicht länger als nen Nachmittag verspaßt, bis man halt wusste, wie man mit Spielertransfers Millionen scheffeln konnte.

Auf dem Amiga gab es mit Port of Call und Anstoß ein paar konkurrenzfähige Sim-Programme. Auch PoC war tot, sobald man kapiert hat, dass der Kauf und Verkauf von Schiffen viel mehr Geld brauchte als der Warenhandel. Ring of Medusa hab ich nie verstanden (ich hatte auch keine Anleitung *hust*), fand aber Musik und Grafik ganz hübsch. Keine Chance gegen Cinemaware-Produkte, Bards Tale, Ultima, Dungeon Master, Red Baron, Elite usw...

Als Fazit kann ich für mich nur sagen:
Deutsche Sim-Spiele waren oft gut gemeint, aber selten gut gemacht. Die Spielelemente waren teils schlecht verzahnt und es gab fast immer Exploits, die die Kernmechanik ins Absurde getrieben haben.

Es gab aber durchaus tolle Spiele aus Deutschland:
Battle Isle (inkl. History Line 1914-1918)
Die Siedler
Turrican
MUDS (Mean Ugly Dirty Sports)
und natürlich Hollywood Poker Pro ;)

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 21. Mai 2017 - 23:54 #

Das ist lange her, dass ich zuletzt eine Wirtschafts-Simulation gespielt hatte. Pizza Connection 2 war es. Ich mochte das Genre, steckte bei drei von den Dingern mit in der Entwicklung, wobei ich ab Mitte der 90ern Aufbauspielen eher den Vorzug gab. Und ehrlich frage ich mich auch, warum in Zeiten von kleinen Indie-Games es kaum Projekte in der Richtung gibt. Mal sehen, wie Pizza Connection 3 wird.

monokit 14 Komm-Experte - 2223 - 21. Mai 2017 - 23:58 #

Ich kann da nur den Tip geben...einfach mal die Squenix "GO" Spiele anzuchecken. Haben mir sehr viel Spaß gemacht. Schade nur das mein iPad kaputt ist...

Olipool 16 Übertalent - 4187 - 22. Mai 2017 - 1:02 #

Danke, schön zu lesen, grad wenn man selbst die ganzen Kamellen rauf und runter gespielt hat. Der Bundesliga-Manager ist mal drei Tage durchweg an gewesen, weil das speichern nicht ging. Und ich musste doch Meister werden...
So ein schlichter Fussballmanager hat mir die letzten Jahre echt gefehlt, so dass ich mich vor nem halben Jahr genötigt sah, meinen eigenen umzusetzen und allein das ist schon sehr befriedigend

RoT 18 Doppel-Voter - 10123 - 22. Mai 2017 - 6:18 #

Kennt einer von euch in dem zusammenhang noch imbiss??

war auch so wie tai-pan etc. kleines basic ding meine ich

Elfant 18 Doppel-Voter - P - 10281 - 22. Mai 2017 - 10:56 #

Ja Imbiss kenne ich. Mit Zigaretten, Schokoeis, Cola, Bratwurst und Pommes kam man da immer über die Runden. Es war nur dahin schwierig eine gute Bewertung zu erhalten, weil man nur wöchentlich einkaufen konnte und so nicht dynamisch reagieren konnte.

Bochumer_Junge 06 Bewerter - P - 63 - 22. Mai 2017 - 6:33 #

Ich denke an Patrizier, Die Fugger (Teil 1 und 2), Vermeer, Agricola, Bundesliga Manager Prof., Anstoss 1-3, 1869, .... Alles tolle Spiele. Habe diese damals auf dem C64 und Amiga 500 tagelang gezockt... ich hatte sehr viel Spaß.

DerOhneNamen (unregistriert) 22. Mai 2017 - 8:01 #

Hm, ich weiß nicht, ob ich wirklich so Excel-Spiele wie Kaiser oder den Bundesliga-Manager haben will ... Zumal ja die meisten deutschen Spiele-Studios von ausländischen Publishern aufgekauft wurden´!

Weasel 07 Dual-Talent - 116 - 22. Mai 2017 - 9:14 #

Nostalgie kann sehr beängstige Züge annehmen... siehe Micks Meinung ;-)

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5337 - 22. Mai 2017 - 11:58 #

Warum bekommst du Angst, wenn sich jemand die Spiele zurückwünscht, mit denen er früher Spaß hatte?

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 103218 - 22. Mai 2017 - 10:33 #

Ja, ich hatte damals auch meinen Spaß. Ob ich den auch heute noch haben würde, weiß ich nicht, müsste ich an einem Exempel ausprobieren, den es aber erstmal geben müsste. Da bin ich dann doch wieder bei Micks Forderung. ;)

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5337 - 22. Mai 2017 - 11:58 #

Obwohl ich wesentlich jünger bin und die ganz alten Klassiker nie gespielt habe, kann ich Micks Meinung nachvollziehen. Zahlenschieben kann was sehr befriedigendes haben.

DerMitdemTee 13 Koop-Gamer - 1279 - 22. Mai 2017 - 12:39 #

Ich bin nur mit Kaiser Deluxe aufgewachsen und den ganzen anderen DOS und Windows 95 Spielen, aber von meiner jetzigen Perspektive aus habe ich einfach nicht mehr so viel Zeit mich in super komplizierte Oberflächen und Mechaniken zurecht zu finden, vor allem von deutschen Spieleschmieden.

Einerseits denke ich gerne an die alten Zeiten zurück, andererseits bin ich froh über die meisten Verbesserungen und Komfortfunktionen die es in die Industrie geschafft haben. Oder muss es der Reizüberlutung zuschreiben die meine Konzentrationsspanne einfach gekürzt hat.

Wenn ich aus Nostalgie nochmal etwas anschmeiße dann fallen meine Hände jedenfalls auf keine deutschen Spiele, mal abgesehen von Kaiser oder Anno. Ich gerate wieder an Pirates, Pizza Connection oder Star Wars Rebellion. Alles ab 1995 herum. Ist einfach angenehmer zu navigieren.

Aber wenn plötzlich all die alten Schinken mit neuem Interface und zeitgemäßer Navigation auftauchen habe ich sicher nichts dagegen. :)

Aber es finden sich ja noch ein paar nette Kleinigkeiten aus den Jahren 1998-2002. So wie Wiggles zum Beispiel. ;)

Skuld 13 Koop-Gamer - 1503 - 22. Mai 2017 - 12:47 #

Großartig geschriebener Text. Ich bin einfach ein Fan von Micks Stil. Dazu ein reicher Wortschatz, Sinn und Verstand in Hinblick auf Grammatik und Orthographie (das Interessse mal ausgenommen ;-) ), kurz: Qualität (die man inzwischen zunehmend nicht mal mehr auf großen Nachrichtenseiten findet).

Ich würde gerne einen PP spenden.

euph 23 Langzeituser - P - 44639 - 22. Mai 2017 - 13:53 #

Interessant finde ich, was (Teile) der deutschen Spielentwickler dazu auf Mick´s Facebook-Account zu dem Thema zu sagen haben. Ein Blick dahin lohnt sich :-)

wizace 13 Koop-Gamer - P - 1222 - 22. Mai 2017 - 14:15 #

Sehe da nur F-Jugend Fußballbilder etc. . Kannst Du mal quoten?

euph 23 Langzeituser - P - 44639 - 22. Mai 2017 - 14:22 #

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1662027760493620&id=100000592369710

bluemax71 13 Koop-Gamer - P - 1444 - 22. Mai 2017 - 14:37 #

Oh mein Gott wie viele Stunden ich mit Spielen wie Kaiser, Vermeer, Hanse oder Fussballmanager verbracht habe. Und das nicht allein. Wir saßen zu dritt oder viert in einem Zimmer lasen Zeitschriften oder Bücher und warteten darauf das der Freund endlich seine Zug beendet (der andere brauchte ja immer ewig...).
Was sage ich Stunden, Wochen an Lebenszeit. Hat damals viel Spaß gemacht. Aber irgendwie habe ich mich zusammen mit den Spielen verändert. Weniger Zeit, weniger Geduld und weniger Toleranz gegenüber schlechtem Design. Ich habe ein paar Versuche gemacht alte Klassiker für mich neu zu entdecken. Das ist bisher meist kläglich gescheitert. Dieser Reto Hype, ich kann ihn für mich persönlich zum großen Teil nicht nach voll ziehen.
Klar gab es damals tolle Ideen und klar war das Wahnsinn wenn einige Kids kaum älter als man selbst solche Spiele zustande brachten. Aber ich kann mich für so etwas kaum noch begeistern. Mir fehlt einfach die Zeit und die Geduld.

Labolg Sremag 13 Koop-Gamer - 1326 - 22. Mai 2017 - 15:07 #

verstehe nicht wieso solche alten Kamellen nicht mit einer Hand voll Programmierer Stilecht auf Steam wiederbelebt werden, gerade heute ist es doch eh so, dass eine Schwämme von alten Klassikern bzw. (Neu)Inspirationen seinen weg auf Steam finden und damit auch eine gewisse Anzahl an Käufern.

muss ja nicht großes VR fähiges 3D Rendering sein durch was sich das Spiel präsentiert sondern einfach paar Bildchen/Stock Images in einer (U)HD Auflösung als Kulisse und ne Menge öder Kalkulationen im Hintergrund, so wie früher eben!

Maik 20 Gold-Gamer - - 21987 - 23. Mai 2017 - 13:28 #

Das größte Problem werden die Rechte sein. Wer hat die jetzt? Würde er sie rausrücken? Wieviel kostat das? Die technische Umsetzung ist meist nicht schwer.

Thorsten Feldmann (unregistriert) 22. Mai 2017 - 15:19 #

Ja ja.. träumen ist ja erlaubt.

Dennoch glaube ich, dass wir als Mensch immer nur die schönen Erinnerungen behalten, die schlechten eher verdrängen.

Mir bleibt schleierhaft, wieso man sich solche Spiele wieder wünschen sollte. Und nein, sie würde nicht nur im Ausland nicht, sondern auch in Dtld. nicht mehr funktionieren.

Würde es verstehen dazu anzuregen, alte Konzepte aufzugreifen und mit heutigen Mitteln besser zu gestalten. Ich kann keinem Entwickler dazu raten, so etwas ernsthaft anzugehen (es sein denn als Hobby-Projekt oder ohne kommerzielle Absichten). Die Welt dreht sich halt weiter und mit dieser gewünschten Spielform macht man heute keine 3,50 Euro mehr am Markt.

guapo 18 Doppel-Voter - 10814 - 22. Mai 2017 - 17:23 #

Spannend zu sehen, was heute (noch) funktioniert - sowohl aus Spielersicht als auch aus Entwicklersicht

Toxe 21 Motivator - P - 30905 - 22. Mai 2017 - 18:42 #

Um ehrlich zu sein: Ich fürchte, wenig.

Ich habe damals auch Kaiser, Vermeer, Fugger, Hanse und Co. gespielt, aber wie viele Leute würden das heute ernsthaft noch spielen wollen? Diese Spiele sind quasi das Äquivalent zu zB. Final Fantasy 1+2 oder Dragon Quest 1-3. Ja, die waren früher mal toll, aber heute könnte man damit nur noch wenige Leute locken.

Und selbst Puristen, zu denen ich mich ja häufig auch zähle, haben heute halt andere Maßstäbe und Ansprüche, auch wenn sie sich dessen nicht immer bewusst sind.

Man schaue sich Pillars of Eternity, Wasteland 2 oder das neue Torment an. Wie viele der alten Spieler gibt es, die diese Spiele unterstützt und sich darauf gefreut haben, nur um hinterher festzustellen, daß sie vielleicht doch lieber neue Spiele haben möchten – und bei Bedarf lieber nochmal den nostalgisch verklärten Klassiker rauskramen?

guapo 18 Doppel-Voter - 10814 - 23. Mai 2017 - 12:30 #

Um näher an Mick's vermeintliche Aussage zu gehen: mit neuer (!) sollte womöglich die Grafik (nahezu) egal sein. Und ja, genau so etwas würde ich mir wünschen (zugegebenermassen neben Aufgüssen einer alten Spiele).

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2491 - 22. Mai 2017 - 18:46 #

moderne games wie dwarf fortress, factorio oder dieses eingestellte raumbasenbauspiel von doublefine sind m.e. die weiterentwicklung derartiger wisims. jedenfalls in gut.

in schlecht bzw. unmoralisch-ausbeuterisch gibts die üblichen handybrowsergames, auch gerne aus deutscher produktion. aber das hatte ich ja oben schon geschrieben.

AlexCartman 16 Übertalent - P - 4322 - 22. Mai 2017 - 23:10 #

Der Artikel verdreht Ursache und Wirkung. Die Spiele waren deswegen so dröge, weil mit der damaligen Hardware (besonders was Speicher anging) entweder Grafik oder "KI", aber nicht beides ging. Freiwillig waren die "Wirtschaftssimulationen" sicher nicht so grafikarm. "Ultima IV" sah auch nicht besser aus. Und natürlich würde kein halbwegs normaler Spieler heute eine Wirtschaftssim besonders gern kaufen, weil sie grafisch schlicht ist. Man ist aufgrund der Spieltiefe bereit, über Mängel in der Präsentation hinwegzusehen; ein Kaufgrund sind und waren sie sicher nicht.

Claus 30 Pro-Gamer - - 134130 - 22. Mai 2017 - 23:44 #

Grafikarmut hat nichts mit dröge zu tun (never judge a book by its cover). Insofern verdreht der Artikel auch nichts.

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 23. Mai 2017 - 7:50 #

Rein von der Technik her wäre bei diversen WiSims optisch weit mehr möglich gewesen. Was 8Bit-Systeme angeht sogar drastisch mehr (Oil Imperium gab einen Ausblick). Das hatte idr andere Gründe, warum die Spiele aussehen, wie sie aussehen. Sei es knappe Entwicklungszeit oder dass bei Klassikern, wie Hanse, kein extra Grafiker involviert war.

GeneralGonzo 13 Koop-Gamer - 1562 - 23. Mai 2017 - 10:13 #

Eben. Oft wurden die spiel als Ein-Mann oder maximal 2-3 Mann Team realisiert. Undenkbar heute. Ein gutes Beispiel sind meine Lieblingsentwickler, Free Fall Associates, die u.a. die Klassiker Archon, Archon II und Murder on the Zinderneugf gezaubert haben.
Geniale Spiel mit einem 3 Mann Team!

v3to 13 Koop-Gamer - P - 1394 - 23. Mai 2017 - 10:29 #

Das war zu C64-Zeiten auch Normalzustand. Drei Leute Kernteam, mehr nur dann, wenn die Deadline absehbar zu eng bemessen war.

knusperzwieback 11 Forenversteher - 679 - 23. Mai 2017 - 1:31 #

Hachja, das gute alte Kaiser. Das warn noch Zeiten und was hab ich dieses Spiel geliebt. :-)

Heute packen mich auf längere Sicht fast nur noch Indie-Titel. Nicht wegen der Grafik (die ist mir zwischenzeitlich meist wayne), sondern weil es noch frische Spielideen gibt und nicht den gleichen alten Wein in neuen Schläuchen wie 99% der aktuellen AAA-Titel.

GeneralGonzo 13 Koop-Gamer - 1562 - 23. Mai 2017 - 10:09 #

Naja, Spiele für Deutsche macht heutzutage Slitherine und Paradox.
Wenn man sich das Portfolio von denen anschaut, findet man zu Hauf Nischentitel vorwiegend aus dem Strategiegenre, dass genau die im Artikel genannten Punkte trifft.
Schwer zugänglich, detailverliebt und oft einfach in der Präsentation dafür mit viel Spielspaß!

TheRaffer 16 Übertalent - - 4256 - 31. Mai 2017 - 20:20 #

Recht hat er!

Tasmanius 16 Übertalent - P - 5337 - 31. Mai 2017 - 20:47 #

Wow, late to the party!

Der Saarländer 11 Forenversteher - 798 - 24. September 2017 - 20:19 #

Sehr spät entdeckt, aber trotzdem:
*****
"Ich möchte dieses Gefühl wiedererleben! Kleine Spiele (Kaiser etwa war nicht viel mehr als ein spartanisch bebildertes BASIC-Listing), die man immer wieder spielt, einfach weil das Konzept dahinter uns in unserem Innersten anspricht. [...] Ich möchte neue Spiele, die den Spaß und das Flair der urdeutschen Klassiker einfangen. Die ein wenig dröge wirken und ihre Werte erst nach einigen Spielstunden offenbaren. Die selbstprogrammierte, umständliche Speichermenüs haben. Die sperrig sind, Ecken und Kanten deutscher Entwicklerarroganz aufweisen. („Was? Nein, die Konkurrenzspiele kenne ich gar nicht.“)"
*****
Ach ja, die wünsche ich mir auch zurück.
Ohne großen Grafikfirlefanz, dafür mit sehr viel Spielspaß versehen.

Ich weiß jetzt nur nicht, ob ich eben diesen Spielspaß wiederbeleben könnte.
Jetzt, wo ich kein Kinderzimmer mehr mit meinem kleinen Bruder teile, und wir nicht mehr so einfach den C64 anschmeißen, und 'ne Runde "Kaiser", "Hanse", "Vermeer" oder "Fugger" und "Oel", oder...spielen können.

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