Der Free2Play-Nepp Meinung

Nackenmassagen statt Qualität

Mick Schnelle / 19. Juli 2016 - 21:37 — vor 9 Wochen aktualisiert
Der altgediente Spielejournalist Mick Schnelle erinnert an eine Zeit, als "Monetarisierung" und "Cashcow" noch Fremdworte für deutsche Entwickler waren – und deren Spiele hochwertig statt Free-to-play-Nepp.
Anfuehrung
Ich weiß es noch so genau, als wäre es erst gestern gewesen. Mit diesen Worten beginnen für gewöhnlich sterbenslangweilige Kriegsgeschichten von Großonkel Ferdinand. Ich erläutere mal nicht, warum ich mich momentan nicht viel jünger als der geschätzte Altvordere fühle.  Aber auch ich erinnere mich an etwas. An etwas, das die Spielebranche nachhaltig verändern sollte… und nicht zum Besseren.

Es mag so 15 Jahre her sein, da tingelten schummrige Gestalten über fast alle Branchenkonferenzen, wie weiland Vorwerkvertreter durchs Nachkriegsdeutschland. Ihr einziges Thema: Monetarisierung, und zwar nachhaltige! Dazu muss man wissen, dass die Spieleentwicklung vor allem in Deutschland auf mehr oder weniger lange Sicht fast unweigerlich in die Insolvenz führte. Selbst erfahrene Entwicklerteams erwirtschafteten praktisch nie genug Geld, um einen eventuellen Flop verkraften zu können. Da hört man natürlich ganz genau hin, wenn schlaue Menschen einen Weg zu dauerhaften Einnahmen weisen. Und genau dazu sollte die Monetarisierung dienen. Warum vom Kunden nur einmal Geld bekommen und dann auch noch kostenlos Patches nachliefern, wenn man ihn auch kontinuierlich zur Kasse bitten kann?
 
Warum vom Kunden nur einmal Geld bekommen und dann auch noch kostenlos Patches nachliefern?
Da die deutschen Produzenten natürlich nicht das Kapital und die Manneskraft besaßen, um etwa Blizzard auf dem erfolgreichen World of Warcraft-Pfad zu folgen, schien Free to Play das Mittel der Wahl. Erklären muss man das Konzept heute – leider – nicht mehr. Jeder kennt die kariesbunt verpackten „Spiele“, die vermeintlich kostenlos auf Computern, Konsolen und vor allem Handys gutgläubige Menschen beglücken. Sozusagen die legitimen Erben der Klingeltöne, ebenfalls eine sehr deutsche Domäne. Die Wahrheit ist natürlich eine andere: Diese Apps (früher nannte man das übrigens Programme) dienen nur dem einen Zweck, den Spieler über In-App-Käufe nachhaltig auszunehmen und somit zur Milchkuh zu degradieren. Die Monetarisierungsjünger nennen das treffend und neudeutsch  „Cashcow“. Und die Top-Promille, also jene Fans, die den monatlichen Durchschnittsbetrag der zahlenden User ums etwa Hundertfache übersteigen, sind als „Whales“ bekannt. Als Wale.
 
Ich hätte damals nicht an den Erfolg geglaubt. Doch die Realität überholt oft auch gestandene Journalisten. Das wurde mir erst neulich wieder richtig bewusst, als mir eine Liste mit den aktuellen Mitarbeiterzahlen deutscher Entwicklungsstudios in die Hände fiel. (wer mag, kann hier selber nachlesen). Auf dieser Liste belegen, teilweise mit riesigem Abstand, die vier großen hiesigen Free2Play-Hersteller die vorderen Plätze. Erst auf Platz 5 folgt mit Crytec die erste Firma, die richtige Spiele herstellt. Auf Position 8 folgt Blue Byte (die ja längst ein Teil des Ubisoft-Konzerns ist). Wobei ich nicht verschweigen will, dass man auch bei Blue Byte einschlägige und sehr erfolgreiche Free2Pay-Erfahrung besitzt, etwa mit Anno Online und Die Siedler Online.
  Worüber rege ich mich eigentlich auf? Ist doch schön, wenn auch deutsche Hersteller ihre Nische gefunden haben und nicht mehr alle drei Jahre über den Finanzierungsrand rutschen! Und ja, ich kenne so manchen Designer, Programmierer, Grafiker etc. dem ich es von Herzen gönne, dass er sich mittlerweile mit einem zuverlässig ausgezahlten Gehalt an die Familienplanung wagen kann, ohne reich heiraten zu müssen. Im Gespräch mit diesen Herrschaften höre ich selten Klagen, sondern Freude über ordentliche Gehälter und gute Sozialleistungen. Selbst die seit wahnwitzigen New-Economy-Tagen vergessen geglaubte Nackenmassage in der Mittagspause feiert in Free2Pay-Hausen fröhliche Urstände. Und kostenloses Obst gibt es obendrein.

Damit nicht genug, musste ich mit offenem Mund auch folgende Aussage hinnehmen: „Eigentlich gab es vor Free2Play gar keine richtige Spieleindustrie in Deutschland“, so der von mir eigentlich sehr geschätzte Bernd Beyreuther, der beim Free2Pay-Experten Aeria Games in Berlin arbeitet. Weiter führt er aus, dass diese Spiele mittlerweile Umsätze im dreistelligen Millionenbereich machten und es heute allein in Berlin mehr Spielehersteller gäbe als früher in ganz Deutschland. Tja, das wäre sehr schön – wenn denn diese Machwerke auch tatsächlich richtige Spiele wären. Bitte nicht vergessen: Der Mann hat einst mit Drakensang eins der schönsten richtigen Rollenspiele entworfen… ganz ohne Monetarisierung.

Wo war ich? Ach ja, aufregen! Denn genau in Aussagen wie diesen liegt ein Teil des Dilemmas: Gute Entwickler retten sich in vermeintlich sichere Free2Pay-Gewässer und werden so der Entwicklung richtiger Spiele entzogen. Wenn ein Gutteil der erfahrenen Experten plötzlich nur noch Verdummungs-Apps produziert, braucht man auf Qualitätssoftware „Made in Germany“ nicht mehr zu warten. Denn, und dessen ist sich garantiert auch jeder der zahlreichen Free2Pay-Entwickler bewusst, es wird ohne Scham versucht, mit Hütchenspieler-Tricks die Leute zuerst ans Spiel zu gewöhnen, um SIE dann nach und nach durch mehr oder weniger geschickt eingezogene Paywalls auszunehmen. Nicht umsonst sind ein nicht geringer Anteil der Angestellten in diesen Firmen im Rechnungs- und Buchungswesen beschäftigt oder gleich in der Rechtsabteilung.
 
Free2Pay-Apps sind in keinster Hinsicht Spiele!
Ums nochmal laut und deutlich zu sagen: Free2Pay-Apps sind in keinster Hinsicht Spiele! Nicht mal so ähnlich! Es ist lediglich bunt verpackte Locksoftware, die nach marktwirtschaftlichen Kennziffern genau für den Monetarisierungszweck optimiert wird. Ein richtiges Spiel hat Anfang, Mitte und Schluss. Ist es gut designt; dann harmonieren Dramaturgie und Leveldesign und verschaffen dem Spieler echte Erfolgserlebnisse. Und, das ist besonders wichtig, auch das Gefühl, etwas zu Ende gebracht zu haben. Was gibt es Schöneres, als den Abspann zu genießen, im Wissen, die Welt gerettet zu haben? Ein Gefühl, das bei den fleischlosen Pseudorollenspielen der F2P-Liga garantiert nie aufkommt.

Bleiben wir in Deutschland. Ich habe früher gern in oft sehr einseitigen Diskussionen eine Lanze für hiesige Spiele gebrochen. Ja, es waren viele Fußballmanager dabei, teilweise staubtrockene Wirtschaftssimulationen. Aber eben auch Perlen wie Ambermoon, Die Siedler oder besagtes Drakensang des Herrn Beyreuther.

Beim Begriff „Made in Germany“ fällt mir immer gern die Historie dieses Markenzeichens ein. Denn Ende des neunzehnten Jahrhunderts führten die Engländer diese Kennzeichnungspflicht für deutsche Waren ein, als Schutz für die eigenen Produkte. Denn aus Solingen und Sachsen kam damals vor allem Ramsch und Plagiate, die den Markt überschwemmten. Doch die Geschichte hat gezeigt: In Deutschland war man bald darauf durchaus in der Lage, echte Qualität zu fertigen, und es bestand seinerzeit wohl auch die Einsicht, dass man mit Nepp auf die Dauer keine Geschäfte machen kann.
 
Deshalb habe ich nach wie vor die Hoffnung, dass auch die deutschen Näpp-, äh, App-Entwickler irgendwann wieder zur Qualität zurückfinden. Mögen anderswo auch noch so hohe Gehälter locken. Denn irgendwann meldet sich garantiert das schlechte Gewissen, und der Blick in den Spiegel wird unerträglich. Und dagegen hilft auch die schönste Nackenmassage nichts.
 
Euer Mick Schnelle
 
Abfuehrung
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Mick Schnelle 19. Juli 2016 - 21:37 — vor 9 Wochen aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 19. Juli 2016 - 21:37 #

Viel Spaß beim Diskutieren!

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34449 - 19. Juli 2016 - 21:45 #

Exakt meine Meinung, auch wenn nun wieder einige schreien: "Aber League of Legends und Path of Exile sind so tolle faire Free-2-Play-Spiele".

Mantarus 16 Übertalent - P - 5511 - 19. Juli 2016 - 22:40 #

Sind Sie ja auch und damit ist seine Aussage dass alle F2P Spiele ohne Wert sind nichtig. :)

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1690 - 20. Juli 2016 - 7:13 #

Und vergiß mir nicht Dota 2.

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6313 - 20. Juli 2016 - 8:20 #

Finde ich auch, habe mir für PoE 1x Premium Stash und ein Currency Tab jekauft, beides jeweils im Angebot. Immer noch sehr günstig für meine 200h Spielzeit. Die bietet mir so manches 60€-Vollpreis+Addon (hust Diablo III hust) nicht.

Gendrosh 11 Forenversteher - 586 - 20. Juli 2016 - 9:24 #

Ausnahmen bestätigen die Regel.
Hier hätte besser differenziert werden müssen.
Ich habe den Artikel so verstanden, dass er vor allem die ganzen F2P Apps meint, die den Appstore zumüllen (CandyCrush, Clash of Clans etc.).
Darüber hinaus wird ein Geschäftsmodell, das zu einem großen Teil Schrott produziert nicht dadurch besser, dass es einige wenige Beispiele gibt, bei denen etwas sehr, sehr gutes herum gekommen ist.

Aladan 23 Langzeituser - - 39697 - 20. Juli 2016 - 10:01 #

Aber das ist doch auch wieder nicht differenziert.

Ich kenne paar Leute, die schwören auf Candy Crush, Clash of Clans oder eines der anderen mobilen F2P Spiele. Die spielen sonst quasi gar nichts. Muss ich die Leute jetzt dafür verurteilen?

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 10:05 #

Ich spiele ab und an auch Candy Crush und habe dafür bisher noch keinen Cent bezahlt. Ich hätte das Spiel auch gerne gekauft und dann wären bestimmt einige Level auch schneller gespielt bzw. ich muss nicht immer wieder mal aussetzen, bis nach Ablauf der Sperrzeit neue Versuche möglich sind. Aber ich konnte bisher noch irgendwann jeden Level knacken, auch ohne mir irgendwelche Booster oder ähnliches kaufen zu müssen.

Gendrosh 11 Forenversteher - 586 - 20. Juli 2016 - 13:23 #

natürlich ist das indifferent. Wie sollen denn auch mit einem Artikel oder Kommentar alle einzelnen Meinungen abgebildet werden.
Und irgendjemanden zu verurteilen, weil er etwas spielt, was man selbst evtl. scheiße findet, ist doch auch quatsch.

Das was ich geschrieben habe ist ja auch meine hochsubjektive Meinung. Die muss niemand teilen. Meine Frau hat auch lange und gerne Bubble Witch Saga gespielt und keinen einzelnen Cent bezahlt.

Ich ganz persönlich finde die angeführten Spiele und alles was in diese Richtung geht trotzdem scheiße und das Geschäftsmodell in höchstem Maße verwerflich.

Darüber hinaus gibt es auch Leute die ganz bewusst und kontrolliert mit Drogen umgehen und für die das super funktioniert. Der breiten Masse gelingt das aber nicht.

primehelix 10 Kommunikator - 419 - 23. Juli 2016 - 19:34 #

Aber das ist doch grade die Masche. "Free to Play" sollte bei dem Namen eigentlich kostenlos sein. Du kaufst dir bei PoE zusätzlichen Platz, weil er auf die Dauer bewusst eng bemessen ist. Man könnte auch vorweg alles "groß" designen, oder darauf verzichten Vergrößerungen (die ja einen kleinen Vorteil verschaffen, da man weniger wegwerfen muss) überhaupt anzubieten. Dann gehen aber Einnahmen verloren. Wie im Artikel beschrieben geht der cash-flow verloren.
Ich bin hier schon auf Micks Seite.

burdy 15 Kenner - 2776 - 23. Juli 2016 - 20:43 #

Dann steckt man einfach direkt 60 € rein und schaltet alles frei. Dann hat man so viel bezahlt wie für Diablo und alle sind glücklich.

primehelix 10 Kommunikator - 419 - 23. Juli 2016 - 20:50 #

Ja aber genau darum geht es ja!
Dann hast du defacto einen Vollpreistitel gekauft.

burdy 15 Kenner - 2776 - 23. Juli 2016 - 21:46 #

Nur das man permanent kostenlos Updates mit neuen Inhalten bekommt.
Und schön, dass du zustimmst, das mit Geldeinsatz ein F2P-Spiel quasi ein Vollpreisspiel ist (/sein kann). Erzähl das nur nicht gewissen Leuten, die finden das frech.

primehelix 10 Kommunikator - 419 - 23. Juli 2016 - 22:10 #

Das Updates permanent kostenlost bleiben ist nicht immer gegeben. Bei vielen ehemaligen Vollpreistiteln, die zu F2P umgewandelt wurden ist das keine Seltenheit.
Dennoch wird das Spiel/App etc. als Free to Play vermarket, was schade ist.

Triforce (unregistriert) 20. Juli 2016 - 10:58 #

Er schreibt ja nur über F2P-Spiele aus Deutschland. Welches davon könnt ihr mir empfehlen? Hab eine PS4, Xbox One und WiiU.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 20. Juli 2016 - 18:35 #

Dies ist aber keine wissenschaftliche Studie sondern eine Kolumne.
Und aus der kann man deutlich herauslesen, dass Mick sich nicht auf ein paar glorreiche Ausnahmen bezieht, sondern auf die üblichen Vertreter der Gattung F2P, eben die mit den üblichen Mechaniken. Ein Haus kostet 800.000 Ziegelsteine (entspricht 3 Wochen Wartezeit) oder 3 Münzen - und die Münzen kosten 0,99 € das Stück.

Dass DOTA oder LOL da nicht drunterfallen, ist eigentlich klar...

Green Yoshi 21 Motivator - 25380 - 19. Juli 2016 - 21:49 #

Danke für den Artikel.

Finde das Thema sehr spannend und überlege gerade für die Uni eine Arbeit über die ethischen Aspekte von Free2Play-Spielen zu schreiben. Also aus der Sicht eines Wirtschaftswissenschaftlers. Falls jemand Literaturvorschläge hat, nur her damit.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 20. Juli 2016 - 18:37 #

Bietet das Thema soviel Fleisch? Firma bietet dem Kunden einen freiwilligen Service für Geld. Kunde kann diesen kaufen oder es sein lassen. Basta.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 18:38 #

Mit deiner Beschreibung hast du die ethischen Aspekte ja noch nicht mal angesprochen :D

Skuld 13 Koop-Gamer - 1499 - 21. Juli 2016 - 8:32 #

Ist das Thema den Kommentar wert? Autor bietet den Kunden einen freiwillig anklickbaren Artikel. Kunde kann diesen lesen oder es sein lassen.

Und jetzt? Letztlich lässt sich jedes Thema in solche Sätze packen. Manche möchten sich halt ausführlicher damit auseinandersetzen. Schreiber wie Leser.

Hexer92 13 Koop-Gamer - 1454 - 21. Juli 2016 - 3:41 #

http://store.steampowered.com/app/416760/

Das könnte vielleicht ganz interessant für dich sein.

Calmon 13 Koop-Gamer - 1288 - 19. Juli 2016 - 21:53 #

F2P Spiele wie hearthstone und clash royal habe ich sehr viel gespielt in den letzten monaten und jahre.

Ein riesen Vorteil hat F2P, das Zeugs wird ständig updates und gebalanced. Viele "normale" Spiele in der Vergangenheit hätte das auch gut getan.

Lorin 16 Übertalent - P - 4175 - 24. Juli 2016 - 7:22 #

Für nicht fehlt bei all diesen "Spielen" eine Geschichte die es sich zu erleben lohnen würde. Geht ja auch nicht, wie Mick schon schreibt, dafür bräuchte man ja ein Ende.
Aber ist ja auch kein Problem, ich stecke kein Geld in sowas.

Calmon 13 Koop-Gamer - 1288 - 5. August 2016 - 23:10 #

Es geht mir da mehr um den competitive Aspekt. Weniger um Solospiele wo das mit der 'Geschichte' auch ganz anders läuft.

mchawk 12 Trollwächter - P - 1020 - 19. Juli 2016 - 21:53 #

Mick, altes Haus, schön beschrieben - und mich deucht, dass ein gewisses "Taschenmonstersammelspiel" ebenfalls in die Richtung abdriften wird.

Allerdings halte ich Deine Hoffnung bezüglich "schlechtes Gewissen" für arg übertrieben. Und wer braucht schon einen Spiegel, wenn man tonnenweise Kohle scheffelt? Da braucht's eher eine Dusche. ;)

Tommylein 14 Komm-Experte - P - 1986 - 19. Juli 2016 - 21:56 #

Dein Artikel trifft es genau auf den Punkt. Sogenannte "Free-2-Play" Spiele sind letztendlich wesentlich teurer, wenn man in ihren "Bann" gezogen wurde, als vor ein paar Jahren, als man einmalig für ein Spiel bezahlt hat. Sicherlich gibt es auch ein paar gute Spiele in diesem Bereich, aber der Großteil ist Schrott und nur aufs Geld abschöpfen aus.

wilco96 14 Komm-Experte - 1938 - 20. Juli 2016 - 9:17 #

Ich bin von Hearthstone in den Bann gezogen worden und habe noch keinen Cent dafür bezahlt, warum auch...
Es ist halt typisch Mick alles über einen Kamm zu scheren. Jetzt schon legendär seine Aussage über VR im Spieleveteranenpodcast: "Braucht keiner". Ist ja klar wenn er dass nicht braucht brauchts keiner....
Toll auch seine Begründung "Kenn ich alles schon von früher". Genau Mick wer Pong gesehen hat braucht sich auch ein Uncharted 4 nicht mehr ansehen...

anni 12 Trollwächter - P - 1157 - 21. Juli 2016 - 9:17 #

Micks VR Kommentare haben mich auch sehr entsetzt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 21. Juli 2016 - 9:29 #

Von Hearthstone redet Mick doch gar nicht, seit wann ist das ein deutsches Produkt? Nenne ein deutsches F2P-Produkt, das vergleichbar wäre mit Hearthstone.

Auf Micks VR-Aussagen im Spieleveteranen-Podcast hat er von mir ja sehr deutliches Kontra bekommen, ich halte überhaupt nichts davon, Sachen zu verteufeln, die man selbst nicht mal ausprobiert hat. Dennoch steht ihm diese Meinung zu.

Aber es wäre ein Fehler, mangelnde Argumentation in einem Fall auf andere Fälle zu übertragen: Mick argumentiert in dieser Kolumne, und ich finde: nachvollziehbar.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 21. Juli 2016 - 9:43 #

Wenn ich es recht verstehe, befürchtet Mick, dass aus Deutschland keine guten Spiele mehr kommen, da sie vermehrt auf F2P setzen und diese sMn allgemein keine Spiele wären.

Heartstone und Co. beweisen aber, dass F2P auch sehr gute Spiele hervorbringen kann. Es liegt demnach mMn nicht per se an F2P, sondern an den jeweiligen Entwicklern selbst, ob sie was Gutes oder Schlechtes produzieren.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 21. Juli 2016 - 10:09 #

Hearthstone beweist, dass es Ausnahmen gibt, ja. Oder genauer gesagt: Ein Kartenlegespiel wie Hearthstone eignet sich sehr gut für das Konzept, einzelne Kartenpacks zu kaufen, wenn man nicht genügend so bekommt. Aber Hearthstone erzählt auch keine Story...

(ob es immer noch, wie kurz nach Start von mir diagnostiziert, "pay to win" ist, weiß ich nicht mangels Beschäftigung in den letzten Monaten damit).

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6551 - 22. Juli 2016 - 8:03 #

Ich spiele immer noch fast täglich, und ich würde sagen - obwohl ich inzwischen relativ viel Geld hineingesteckt habe -, dass es nicht pay to win ist: aber man spielt halt ohne jegliches Echtgeld realistisch nicht alle Klassen, sondern sucht sich eine oder zwei oder drei aus, deren seltene, epische oder legendäre Karten man dann halt in (viel) Staub zerlegt; daraus baut man sich dann die Superkarten für die gespielte(n) Klasse(n). De facto gibt es auch relativ viele epische und seltene (und sogar legendäre) Karten, die quasi überhaupt nie von irgendwem gespielt werden, weil sie einfach nicht so stark sind wie andere. Die kann man auch von denjenigen Klassen zerstäuben, die man eigentlich spielen will.

So gesehen hat meiner Meinung nach wirklich jeder ziemlich schnell mindestens ein oder zwei sehr gute konkurrenzfähige Decks, die man auch nicht wöchentlich völlig umwerfen muß. Und alle paar Tage oder Wochen ein, zwei neue Karten zur Anpassung zu ziehen oder herzustellen, schafft man auch locker mit den Tagesquests.

Wenn man Geld ausgibt, hat man eben einfach mehr zufällige Karten und eine höhere Wahrscheinlichkeit, viele gute für mehr verschiedene Klassen zu haben.

Für mich ist das eine Frage, wieviel Zeit man mit dem Spiel verbringen möchte, ohne nur eine oder zwei Klassen zu spielen, und letztlich also eine Frage der Abwechslung. (Aber ich spiele auch bei Rollenspielen lieber fünf Klassen bis Level 30 als eine bis Level 80...)

ganga Community-Moderator - P - 17186 - 21. Juli 2016 - 9:35 #

"Es ist halt typisch Mick alles über einen Kamm zu scheren."

So viel zum Thema Pauschalisieren.

zocker 06 Bewerter - 69 - 19. Juli 2016 - 21:56 #

Stichwort schlechtes Gewissen: Ich habe tatsächlich ein, nicht schlecht dotiertes, Angebot eines der großen F2P-Häuser ausgeschlagen, weil ich mich mal so gar nicht mit dem Geschäftsmodell identifizieren kann.

Sebastian -ZG- 27 Spiele-Experte - P - 78697 - 19. Juli 2016 - 21:58 #

Ein großes reizthema. Denn es stellt grundsätzlich die Frage, ab wann ein Spiel tatsächlich ein Spiel ist. Nach micks Definition mit Anfang und Ende. Das erfüllen auch nicht alle vollpreistitel. Aber trotzdem rennt er offene Türen ein. Und dabei ist es mir Wurscht, ob jemand für einen Haufen Juwelen 99 Cent bezahlt. Allerdings ist die Masse ewig gleiche Aufbau Klone. Aber die Opfer am Smartphone sind in der Regel keine Spieler ( im Sinne unserer Gattung) und haben damit auch nicht den Horizont für Alternativen. Ich glaube auch nicht, dass die daran Interesse haben.

Aber ich spiele selbst grad Pokémon Go... ;)

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34449 - 19. Juli 2016 - 22:12 #

Was hat es eigentlich mit diesem fast schon inflationär auftretenden "-ZG-" auf sich?

Aladan 23 Langzeituser - - 39697 - 19. Juli 2016 - 22:38 #

Das Forum bietet antworten ;-)

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 6:50 #

Steht für die Zitiergilde. Wir spielen hier doch RPG, oder ? Dann braucht es Gilden. ;)

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 19. Juli 2016 - 21:58 #

Mittlerweile nutze ich gerne Mal F2P, gibt reichlich gute Sachen auf Konsole.

Das deutsche Entwickler nichts mehr gebacken kriegen liegt ja nicht an F2P sondern sie haben vor Jahren einfach verpennt Multiplattform zu gehen. Weil der PC in Deutschland weiter sehr beliebt ist, heißt es nicht dass es auch in anderen Ländern so ist.

Crytek ist mit F2P als auch Vollpreis Titel mittlerweile auf die Nase gefallen. Ich weine deutschen Entwicklern nicht nach, die großen Zeiten sind lange vorbei. Japan macht derzeit ähnliches mit. Und wenn Entwickler in Deutschland durch F2P ihren Job ausüben können und due Nachfrage besteht sollen sie glücklich damit werden.

Statt F2P zu verteufeln sollten sich einige Fragen ob viele nicht zu geizig sind um fair Arbeit zu bezahlen, dann sähe die Sache sicher anders aus. Die Preise der Spiele wurden in meinen Augen systematisch von Apple, Valve und Raubkopierern kaputt gesalet und gespart.

tailssnake 13 Koop-Gamer - 1288 - 20. Juli 2016 - 9:59 #

Deswegen geht das Daedalic und King Art auch so schlecht?
Mir sind nur Mobileports beider Studios bekannt, wobei das kommenden Die Zwerge auch auf die Konsolen kommen wird.

Valve ist für die Preise der Spiele in seinem Store nicht verantwortlich, abgesehen von den eignen Spielen. Seit Anfang an gibt der Publisher die Preise für seine Spiele in einem Sale vor, bedeutet alle beteiligten Publisher sind in gleicher Weise für das Dilemma verantwortlich.

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10875 - 19. Juli 2016 - 22:05 #

Bin grundsätzlich auch ein F2P-Verachter. Zocke die Dinger trotzdem an, aber nur um einen kurzen Kick daraus zu gewinnen. Manchmal muss man auch nur 99 Cent bezahlen, um eine Werbefreiheit zu erlangen. Ganz selten ist es mir das auch wert.
Schöner Artikel!

Pannendienst (unregistriert) 19. Juli 2016 - 22:08 #

Warum sollte ein Free 2 Play Entwickler ein schlechtes Gewissen haben? Dieses Geschäftsmodell basiert einzig und allein auf der Dummheit von Menschen. Niemand wird zum kauf von irgendetwas gezwungen. Wenn jemand meint er muß sein Geld für einen Digitalen Pups einer Firma überlassen, so ist dies das Problem des Kunden. Eine Firma bietet eine Ware an, ein Kunde meint die Ware ist ihm Geld Wert und tauscht Ware gegen Geld. Ob die Ware jetzt ein Ferrari oder Urin in Tüten ist, ist doch nebensächlich. Wo ist also das Problem?

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2206 - 19. Juli 2016 - 22:53 #

Im Artikel wird zu einer Statistik verlinkt, in der die Nepper mit seriösen Firmen verglichen werden (und aufgrund ihres Geschäftsmodells haushoch überlegen sind). Da liegt möglicherweise das Problem, die Free2Pay-Branche wird mit "normalen" Spielefirmen (deren Augenmerk nicht auf Abzocke liegt) in einen Topf geworfen und bringt somit alle in Verruf? Ist nur ne Theorie, nicht meine Meinung, die hab ich mir zu dem Thema noch nicht allumfassend gebildet.

Ghusk 15 Kenner - P - 2972 - 20. Juli 2016 - 8:00 #

"Der Markt wird es schon regeln."

Ja genau, bei Glücksspiel weiß auch jeder das es reine Abzocke ist. Daher wird sich das auch von allein regeln. Brauch niemand was unternehmen.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:13 #

"Dieses Geschäftsmodell basiert einzig und allein auf der Dummheit von Menschen."
Das beantwortet direkt deine Frage :D

Dan Sky 13 Koop-Gamer - P - 1373 - 19. Juli 2016 - 22:16 #

Wäre doch toll, wenn die hiesigen Unternehmen ihre Belegschaft dazu ermuntern würde, neben dem Kerngeschäft Free2Play auch einen Anteil X ihrer Arbeitszeit in kreative Spiele zu stecken. Damit wäre man finanziell abgesichert und hätte mehr Spielraum für "richtige" Spiele die eventuell keinen Gewinn abwerfen.

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2522 - 19. Juli 2016 - 22:16 #

Wieder ein sehr schöner Artikel, liest sich richtig locker runter. Danke Mick!

thhko 12 Trollwächter - 829 - 19. Juli 2016 - 22:17 #

Ist das Free2Pay (ohne L) Absicht oder ein Copy+Paste-Fehler? Ist mir so in Mitte aufgefallen, jetzt lese ich mal fertig ;)

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2522 - 20. Juli 2016 - 13:38 #

Pure Absicht, genau so nannte es Mick schon diverse Male auch im Spieleveteranen-Podcast. ^^

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6205 - 19. Juli 2016 - 22:20 #

Und jetzt wäre ein entsprechender Antwortkommentar von Gunnar Lott toll.

Deepstar 15 Kenner - 3054 - 19. Juli 2016 - 22:21 #

Naja, Diablo 3 ist in Asien auch Free2Play... hat ein Ende. Kann ich auch als Europäer kostenlos spielen, wenn ich will. Und mir dann weitere Storyakte und diverse EXP und Lootchancen gegen Geld kaufen.
Ein EVE-Online hat keinen Schluss, ist aber nicht Free2Play.

Beides sind der hier aufgestellten Definition aber nach keine Spiele.

Im Indie-Bereich, vor allem auf Smartphones, da sogar ohne F2P, gibt es ja auch zahlreiche Deutsche Spiele und Entwickler. Das sind aber halt auch nur so 5-10 Leute große Teams, oder auch extrem viele Einmann-Projekte. Und ich stimme auch der Behauptung zu, dass es vor Free2Play keine richtige Industrie in Deutschland gegeben hat. Sind doch nur immer solche kleinen Entwicklerteams gewesen. BlueByte ist ja noch mit das größte. Und selbst die waren nie so groß,
Mit Free2Play hat es Deutschland geschafft wirklich eine Industrie mit zahlreichen größeren Arbeitgebern zu entwickeln. Ja, muss nicht jeder gut finden, aber tatsächlich scheint dieses Marktmodell ja tatsächlich aufzugehen.
Deutsche Spiele waren ja nie eine Frage der Qualität, sondern die Entwicklerstudios sind ja aus unterschiedlichen Gründen zusammen gebrochen... zu lange Entwicklungszeit, große Flops, oft vor allem im Ausland.
Wenn ich in die USA schaue, gibt es da denn wirklich große Entwicklerstudios, die nicht irgendwie Teil eines großen Netzwerks sind?
Wenn, dann haben die wohl auch eine hohe Sterberate mit vielleicht 1-2 Spielen, weil der finanzielle Druck heute vielleicht sogar noch höher ist. Die Entwicklungskosten sind glaube ich viel höher als damals und daher auch der Erfolgsdruck, trotz deutlich besserer Verbreitungsmöglichkeiten. Mit Crowdfunding bilden sich ja auch nur Teams für ein einziges Spiel.. und da gibt es ja auch Deutsche Spiele.
Aber eine Industrie ist das ja nicht.

Ghusk 15 Kenner - P - 2972 - 20. Juli 2016 - 8:03 #

Aber Mick möchte doch uns tolle Hardcore-Gamer ansprechen. Da muss man Sachen säuberlich in Schubladen stecken und alles was anders und neu ist verteufeln.

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 10:17 #

Der Grundton dieses Artikels ist: Hardcore-Gaming im Sinne des kompletten Durchspielens von großen Spielewelten ist gut, das evtl. sogar nur gelegentliche Spielen von günstiger und nicht so umfassend hergestellten Spielen ist nicht gut. Kann ich nicht nachvollziehen, denn es ist ein Fehler anzunehmen, es handelte sich bei Letzterem nicht um Spiele. Per Definition ist das schon falsch, wird aber im Artikel so angeführt.

Habe das schon mal bei anderer Gelegenheit auf dieser Website hinterlassen: Die Zeiten haben sich geändert. Daran sind eben nicht nur die bösen Spiele-Entwickler schuld, die durchaus auch das Recht haben, Unterhalt mit dem zu verdienen, was sie gerne und gut tun. Sondern auch die vielen User, die sich seit der massenhaften Verwendung des Internet die Software runterladen, ohne mit der Wimper zu zucken, Hauptsache gratis.

Es ist daher kein Wunder, dass zB. seit einigen Jahren die Indie-Szene größere Bedeutung gewonnen hat. Die großen Budgets ziehen nicht mehr, das Spielprinzip gewinnt mehr an Bedeutung, weil alles im wiederkehrenden Einheits-Brei versinkt, trotz oder gerade wegen der größeren Budgets. Und die Preise für die Indie-Produkte sind nicht vergleichbar mit den Major-Productions, die allerdings die größeren Spiele-Welten anbieten können.

Für mich ist es keine Frage des Geldes, und auch nicht der Komplexität, ob ein Spiel den Spieler in seinen Bann ziehen und unterhalten kann. Ein Spielprinzip kann gut sein, zusätzlich Free2Play, eben in moderner Weise finanziert. Wir reden hier ja nicht nur von - wie Mick Schnelle generell unterstellt - absichtlich herbeigeführten In-App-Käufen, sondern auch der Verwertung von User-Daten, etc. Wenn das ein Hersteller verantwortungsvoll betreibt, ist das trotzdem in Ordnung. Wir leben in 2016, mit all den Veränderungen, die das Massen-Internet mit sich gebracht hat. Wollen immer bessere, interessantere Produkte, aber nichts dafür bezahlen. Und wenn sich doch jemand etwas einfallen lässt, wie er trotzdem für seine Leistung bezahlt werden kann, dann gibt es die Schnelle-Schelte. Zusätzlich haben Leute weniger Zeit, um zu spielen, etc. Wurde im Artikel alles nicht berücksichtigt.

Das eigentliche Problem liegt nicht im Spiele-Bereich, sondern an der Gratis- und Verdummungs-Mentalität, wie sie im deutschen Privat-Fernsehen bereits an der Tagesordnung ist. Die Dummheit hält überall dort Einzug, wo sich die Massen breit machen. Dagegen gibt es wenig Handhabe. Und viele der Free2Play-Titel sind wohl auch nicht der Rede wert. Gerade ein ausgewiesenes Computer-Spiele-Magazin sollte aber wissen, dass es trotzdem viele gute Leute gibt, die ihr Bestes in dem Bereich abliefern. Darauf den Fokus zu legen, wäre besser, als die Negativität und fehlende Inspiration von Herrn Schnelle ertragen zu müssen.

Beispiel Command&Conquer: Für viele ist es der Niedergang der Serie, so wie das Spiel derzeit aussieht - immerhin gibt es das ja noch. Für mich war der Niedergang schon viel früher besiegelt, als die Leute noch eine Menge Geld für immer gleiche 3D-Strategie bezahlen mussten, in der NULL Neuerung weitergegeben wurde. Insofern ist die aktuelle Rückbesinnung auf die Anfänge und die Einfachheit zunächst einmal für sich schon eine Neuerung. Und eine Möglichkeit, in Zukunft wieder einmal etwas Besseres entstehen zu lassen. Immerhin kann mehr Zeit in das Spielkonzept investiert werden, nicht nur in polierte Grafik und den nächsten fetten Panzer. Das kann durchaus gut tun, allen Beteiligten. Erfolgsgarantie gibt es natürlich da wie dort keine.

spatenpauli 12 Trollwächter - 837 - 20. Juli 2016 - 14:23 #

Tolles Statement, dem ich mich in vielen Punkten anschließe.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 14:44 #

Diesem deinen Comment kann ich teilweise zustimmen, nur das mit den "guten Leuten" sehe ich nicht als Gegenargument: Es arbeiten auch "gute Leute" für Rüstungsfirmen und in auf Kinder spezialisierten Werbeagenturen und was ich wo, da muss man schon das Produkt ansehen und bemängen, nicht die "guten Leute" dahinter. Mick beklagt ja just, dass diese guten Leute immer mehr abwandern in den bösen F2P-Bereich, und gibt zum Ausdruck, dass er das nachvollziehen kann.

Im Mittelteil lässt du nach wie vor erkennen, den Sinn und Zweck einer Kolumne nicht zu verstehen. Aber geschenkt.

Zweifel habe ich an deiner Schlussaussage. Bislang fällt mir da nur das Weiterexistieren des einen oder anderen MMOs ein (was aber nichts Neues ist) und Wargaming.net mit dem Master of Orion Remake, das wohl aus der World-of-Tanks-Portokasse finanziert wird.

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 15:30 #

Man muss ja nicht unbedingt die Rüstungsfirmen und auf Kinder spezialisierten Werbefirmen plakativ bemühen. Manchmal sind die von Rüstungsfirmen erzeugten Produkte leider die, welche uns am Leben erhalten, und unter den nervigen Werbeblöcken finden sich Clips, welche informieren, und einen Mehrwert bieten. Das Dilemma vieler Menschen ist ohnehin in allen Bereichen des Lebens vorhanden.

Aber wie ich in meinem Kommentar erläutert habe, für mich ist Free2 ein Ergebnis der Vergangenheit, das sich jetzt deutlich zeigt. Wir sind immer weniger in der Lage, unseren Unterhalt auf traditionelle Weise zu verdienen. Daher kann ein Modell wie Free2 nicht grundsätzlich als negativ angesehen werden.

Facebook beispielsweise ist nichts anderes als ein Free2-Produkt. Man kann es gratis benutzen, was mit den Daten passiert, wissen wir alle - oder eben nicht. Wenn man weiterführenden Inhalt nutzen oder haben möchte, bezahlt man zum Teil eben dafür. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass das eine oder das andere schlechter wäre, nur weil es etwas oder nichts kostet. Der Umgang ist wohl entscheidend. Facebook ist durchaus für viele eine gute Sache, in Bezug auf die Reichweite und als Plattform an sich. Insofern kommt man gar nicht um eine differenzierte Herangehensweise. Wir leben in komplizierten Zeiten.

Was Kolumnen betrifft, habe ich genug davon gelesen, um den Sinn und Zweck der meisten davon zu erkennen. Nämlich den Erkennungswert des Verfassers zu steigern. Für mich ist eine Kolumne gut, wenn sie mir mehr erzählt, als ohnehin offensichtlich ist.

tailssnake 13 Koop-Gamer - 1288 - 20. Juli 2016 - 10:06 #

Telltale, Obsidian Games, Double Fine, inXile, Night Dive Studios und RSI sind unabhängig und recht groß.

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2206 - 19. Juli 2016 - 22:21 #

Schön wie im Artikel konsequent von "Free2Pay" statt "Free2Play" die Rede ist :)

Vielen Dank für den kurzen Einblick in die Branche, das war mir alles garnicht bekannt. Was wohl daran liegt dass ich Free2Pay grundsätzlich meide.

Zum letzten Satz muss ich allerdings sagen, das ist vielleicht etwas zu naiv gedacht. Bei manchen Menschen gibt es so etwas wie ein schlechtes Gewissen garnicht. Ich will natürlich niemandem kriminelle Energie unterstellen, aber Menschen mit einer gewissen Grundeinstellung wird es immer sehr leicht fallen, mit Nepp-Methoden Geld zu verdienen.

Zottel 16 Übertalent - 4363 - 19. Juli 2016 - 22:31 #

Naja naja, F2P grundsätzlich zu verteufeln halte ich für falsch. Es gibt genug gute Beispiele, in denen ich in einem F2P nur für kosmetischen Krimskrams Geld ausgeben kann. Genauso gibt es auf der anderen Seite auch Vollpreisspiele, die einem dann noch mit DLC`s auf die selbe perfide Weise versuchen abzuzocken, wie es hier mit den F2P-Spielen beschrieben wurde. Und klar gibt es auch ganz viele F2P Titel, bei denen man am Ende viel mehr aussgibt, als wenn man sich einfach einen Vollpreisspiel gekaut hätte, aber es gibt unzählige Spiele, die ich mir gekauft habe, ohne sie auch nur annähernd durchzuspielen. Wenn ich mit einem F2P soviel Spaß habe, dass es mir wert ist, für den ein oder anderen Zusatzinhalt zu bezahlen, was spricht dagegen? (wobei natürlich nicht von reinen Pay2Win-Titeln die Rede ist)
Planetside 2 wäre da ein gutes Beispiel. Absolut kein Pay2Win, dennoch habe ich mir dort die ein oder andere Waffe gekauft, einfach weil mir das Spiel so dermaßen Spaß gemacht hat.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 19. Juli 2016 - 22:37 #

Meh....

Wieder mal eine sehr tendenziöse Kolumne von Mick.
Die ganze Zeit "Free2Pay" statt "Free2Play" zu schreiben hilft jetzt auch nicht.
Besonders weils dann auch noch zitiert wird, und ich bezweifel dass es in der Originalaussage "free2pay" hieß.
Also journalistisch ist das (wieder mal) relativ dürftig, aber meine Herren: es ist letztlich nur eine Meinung.
Zu unterscheiden was "richtige" Spiele sind und was nicht, halte ich aber jenseits aller persönlichen Noten für etwas anmaßend.

Wie es scheint ist differenziertes Betrachten aber nicht mehr so Micks Ding in den letzten Jahren. Vielleicht kann man ihm da auch keinen Vorwurf machen und das ist die natürliche Entwicklung nach einer so langen Branchenkarriere, aber ich finde es ermüdend. Niemand zwingt mich es zu lesen, aber ich wollte mal den ganzen Jubelposts etwas entgegenstellen.

Jeder darf ja seine Meinung vertreten :)

Mantarus 16 Übertalent - P - 5511 - 19. Juli 2016 - 22:45 #

Danke, dass du mir die Arbeit abgenommen hast einen ähnlichen Kommentar zu verfassen. 100% agree. :)

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 5:25 #

Schließe mich da auch an. Irgendwie auch langweilig, andere Spieler immer gleich als Volldeppen hinzustellen, bloß weil sie ein anderes Geschäftsmodell für ihren Spielspaß ok finden.

Man kann nun wirklich jegliche Spielstruktur als Hütchenspielerei deuten, die dazu dienen soll, Idioten anzufixen, damit sie sich den nächsten Teil kaufen. Es gibt genug Nichtspieler, die das auch bei Vollpreisspielen tatsächlich so sehen.

Erst letztens habe ich einen Goodgame Empire Spieler kennengelernt, der monatlich seinen Hunderter da reinsteckt. Das ist überhaupt nicht meins - aber Spaß hat der mit seinem Clan. Was macht der schlechter als jemand, der Hunderte in seinen POS versenkt hat?

st4tic -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 12116 - 20. Juli 2016 - 8:11 #

Ich glaube ihr überinterpretiert hier Micks Meinung. Ich verstehe es zumindest eher so, dass er die Übertreibung als Stilmittel benutzt.

Natürlich gibt es vernünftige F2P-Titel und wahrscheinlich 99% der Spieler haben mindestens einen solchen Titel schon gespielt und damit Spaß gehabt - ich auch. ;-) Das Problem sind denke ich eher die vielen, vielen Handyspiele, die auf den Zug aufspringen und versuchen mit schlecht geklauten, schlecht umgesetzten und einfach lieblos hingekleckerten Pseudospielen dem unbedarften Spieler Geld aus der Tasche zu ziehen. Schaut mal in den App-Store. Da gibt es quasi keine neuen Kaufspiele, alles F2P. (Ausnahmen wie Final Fantasy mal außen vor, da wirklich eine verschwindende Minderheit)

Und hunderte in einen PoS zu versenken halte ich für eher unrealistisch. Der PoS entsteht ja vorallem durch Bundles und Sales, zumindest ist es bei mir so gewesen ;-)

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 8:16 #

Dann muss Mick diffenrenzierter schreiben. Aussagen wie:

"Ums nochmal laut und deutlich zu sagen: Free2Pay-Apps sind in keinster Hinsicht Spiele! Nicht mal so ähnlich! Es ist lediglich bunt verpackte Locksoftware, die nach marktwirtschaftlichen Kennziffern genau für den Monetarisierungszweck optimiert wird. Ein richtiges Spiel hat Anfang, Mitte und Schluss."

hören sich nach einer allgemeinen Aussage bzgl. F2P an, als würde er damit alle F2P-Titel meinen. Warum aber eine Karten-Party Heartstone kein Spiel sein soll, das verstehe ich nicht... sollten F2P allgemein und undifferenziert gemeint sein. So verstehe ich es zumindest hier.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 9:32 #

Nein, Mick muss nicht differenzierter schreiben. Wenn du ihm etwas vorwerfen willst, dann höchstens, dass er hier von Lesern ausging, die wissen, was eine Glosse ist und diese journalistische Form auch erkennen...

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 10:04 #

Eine Glosse bedeutet für mich nicht, dass darin Inhalte sind, die für mich komplett nicht ernst zu nehmen sind (s. mein Zitat).

"Echte Spieler..."
"Echte Spiele..."

Bei Usern wäre das oftmals der Beginn eines Trollversuchs.

"Echte Spieler spielen nur Harcore-Games."
"Echte Spiele haben einen Anfang, eine Mitte, einen Schluss."

Eine Glosse sollte mich zum Nachdenken anregen, auf humorvolle, satirische, sarkastische, meinentwegen polemische Art, über einen bestimmten Sachverhalt (z.B. F2P). Sie sollte mMn aber nicht auf komplett unlogische Sachinhalte aufbauen (z.B. die Definition von Spiele). Das lenkt die Aufmerksamkeit darüberhinaus in völlig falsche Bahnen, von der eigentlichen Sachen weg.

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 10:24 #

Man kann sich im Nachhinein immer darauf berufen, dass alles nicht so gemeint war, wie man es zum Zeitpunkt der Öffentlich-Werdung durchaus auch für wahr gehalten hat. Eine Satire ist das hier nicht, dafür fehlt einfach der Witz. Ein Witz ist allerdings dann die nicht wirklich professionelle Herangehensweise an die Thematik. Auch darüber könnte man sich als Leser eines Free2Read-Artikels aufregen, dass die Qualität hier einfach nicht passt. Natürlich gibt es genug andere Beispiele, die beweisen, dass Free2Read durchaus auch Mehrwert bieten kann. Selbstreflexion würde helfen, Beispiele wie diese gibt es im Leben genug. Gehe jetzt was anderes lesen.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 10:51 #

Dass GG und diese Kolumne Free2Read ist, halte ich für einen super Einwand! :)

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 11:12 #

Danke für die Unterstützung. Das habe ich im selben Kontext auf der Website schon einmal angeführt. Wurde dann aber nicht wirklich beachtet, das bekannte Schicksal der User-Kommentare.

Natürlich ist der Vergleich möglich, immerhin wird hier eine Leistung angeboten, die für den User zunächst einmal Free2Read ist. Wenn mir die Sache gefällt, bin ich gerne bereit, mehr Geld für zusätzliche Bezahl-Artikel auszugeben. Wenn nicht, dann werde ich wohl mein Geld lieber behalten.

Darum ist Mick Schnelles Sicht der Dinge auch für ihn am Ende ein Irrweg: Wenn er generell behauptet, Free2Play/Free2Read/Free2Whatever wäre grundsätzlich nichts wert, dann fällt auch sein Artikel gleich einmal nach dem Veröffentlichen darunter. Weil wir wissen, dass es andere positive Beispiele gibt, und weil er als Free2Read-Journalist auch Umweg-finanziert wird (Stichwort Bandenwerbung, User-Daten wissen wir nicht), kann er trotzdem seine Artikel weiterschreiben. Auch deswegen wäre ein wenig mehr Identifikation mit seiner Tätigkeit angebracht, wenn er schon rausrotzt, was ihm so hochkommt.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 11:19 #

Ich hab das auch schon mal angeführt ;)

http://www.gamersglobal.de/news/112033/ds3-letsplay-lasst-benny-leiden-oder-joerg-top-spender#comment-1697541

kam nicht so gut an ^^

Ansonsten zu deinem Post: volle Zustimmung :)

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 11:37 #

Wenn wir uns ehrlich sind, dann ist das auch keine massentaugliche Meinung im Moment. Die Masse will - so wie bei den Free2Whatever-Artikeln immer die einfachste Antwort und Meinung. Die wird dann unterstützt, mit aller Macht.

Kennt jemand Waldi Hartmann aus dem Fußball-Bereich? Die aktuelle Diskussion auf GamersGlobal erinnert mich an diesen Herrn - der kotzt genauso immer alles direkt ins Gesicht der Leute, die ihn zum Reden einladen. Und wird von der Masse unterstützt.

An anderer Stelle der Postings hier wurde der Sarkasmus als letztmögliche Erklärung für den Artikel genannt. Für mich ist das aber wie bei Waldi Hartmann, das hier hat nicht mal mehr mit Sarkasmus zu tun, sondern ist nur mehr Zynismus. Und den unterstütze ich wiederum grundsätzlich nicht, egal ob mich wer versteht, oder nicht.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 11:40 #

Uuuuuuuund der nächste gute Vergleich ^^
Waldi Hartmann ist schon arg...

Ich kann zu der ganzen Thematik nicht mehr hinzufügen als du in deiner Antwort auf Jörg weiter unten. Macht Spaß dich zu lesen :)

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 13:00 #

:-) Dankeschön.

ganga Community-Moderator - P - 17186 - 21. Juli 2016 - 9:40 #

Wenn ihr euch weiter unterhalten wollt, dann bitte per PN.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 10:30 #

"Eine Glosse sollte mich zum Nachdenken anregen, auf humorvolle, satirische, sarkastische, meinentwegen polemische Art, über einen bestimmten Sachverhalt"
"Eine Glosse bedeutet für mich nicht, dass darin Inhalte sind, die für mich komplett nicht ernst zu nehmen sind"
Für meinen Geschmack widersprechen sich diese beiden Aussagen gewaltig. Wenn Mick schreibt "Echte Spieler...", dann ist das Satire in Reinkultur.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 10:41 #

Für mich nicht unbedingt, aber egal. Wenn "Spiele die keinen Anfang, keine Mitte, kein Ende haben" keine Spiele sind, dann hab ich das nicht als Satire in Reinkultur gesehen, sondern als seine Definition von Spielen. Ist eben das Problem von Satire (insbesonders nonverbal), man kann sie nicht immer als solche erkennen kann, insbesondere, wenn man seinen Gegenüber nicht kennt. Hab da sicher so auch mal den einen oder anderen User (mit ähnlichen Aussagen) als Troll abgstempelt, obwohl er es nur als Satire meinte. Sollte dann kenntlicher gemacht werden. Auf der Bühne geht das einfacher, mit Mimik, Gestik, Intonation und Co.

Und da ich nicht der Einzige bin, der die ganze Satire hier nicht als solche erkennt, stelle ich die Frage nur mal in dem Raum was verbesserungspotential hat, die User, die es nicht erkennen oder der Text, der es nicht deutlich genug hervorhebt?

P.S: Die Jammerkeule weiter unten hättest du dir ruhig sparen können. ;) Ich schreibe auch lediglich meine Meinung, was ich über diese Meinungsäußerung, diese Glosse halte. Zu Jammern hatte ich den in den letzten Wochen (krankheitsbedingt) genug. Ein Text auf GG wird mich sicher nicht zum Jammern animieren können.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 10:59 #

Natürlich bereitet die Erkennbarkeit gewisse Probleme - ein Kabarett hat natürlich den Vorteil, dass schon über der Tür steht, was man drinnen kriegt. "Meinung" ist da keine ausreichende Beschreibung, da hast du Recht. ;-)

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:30 #

Die Definition ist doch aber, typisch für eine Kolumne, zugespitzt. Angesichts des Themas und des Inhalts geht es ihm einfach um die Abgrenzung von Monetarisierungs-Getriebenen F2P-Spielchen ohne viel Inhalt.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 10:47 #

Man kann ja über vieles streiten, aber "Echte Spieler" sind hier absolut keine Satire.
Mick meint das was er sagt schon ernst. Meiner Meinung nach polemisch und verallgemeinernd, aber im Kern meint er das schon ernst.

Deine Lesart der Glosse (die wie alle über mir schon richtig bemerkt haben natürlich trotzdem gewisse Standards hat) würde ja bedeuten, dass Mick free2p(l)ay gut findet.
Ich darf da gerne korrigiert werden, aber das ist eine sehr exklusive Lesart.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 10:30 #

Die meisten können hier glaube ich ganz gut mit Polemik. Sonst würde man die ganzen SDK ja gar nicht überleben. Und diese fiesen " Langer lästert". Und die "Nachtwachen" (falls doch mal wieder eine erscheinen sollte).

Aber das hier ist doch einfach flach. Gewissenlose F2P Entwickler ziehen unmündige Dummuser, die noch nicht mal wissen, was ein Spiel ist, über den Tisch und schämen sich noch nicht mal ...?

Wieviele Bratwurstverkäufer ziehen harmlose Passanten mit leckerem Grillduft über den Tisch, und dann ist es noch nicht mal ein Steak?
Das sollte von "Der Feinschmecker" aber mal dringend journalistisch aufgearbeitet werden.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:29 #

Den Vergleich kann man nun wirklich nicht ernst nehmen ...

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 16:55 #

Möglicherweise bist du noch nie in den Wahrheitskampf einer "ernsthaften" Ernährungsdiskussion geraten. Die Argumentationstrukturen ähneln sich extrem.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:21 #

Nicht Mick stellt hier Spieler als Volldeppen dar, sondern die Entwickler, die sie ausnehmen.

"Man kann nun wirklich jegliche Spielstruktur als Hütchenspielerei deuten [...]"
Da muss man gar nichts mehr deuten, es ist ja bekannt, wie die Spiele entwickelt werden. Was auch der Unterschied zu der Meinung der Nichtspieler ist: Vollpreisspiele werden mit einer ganz anderen Maxime entwickelt.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 16:50 #

Ist doch schräg. Wenn du von Entwicklern ausgehst, die Leute manipulieren und ausnehmen, dann gehst du zwangsläufig auch von Kunden aus, die sich unmündigerweise manipulieren und ausnehmen lassen.
So ein Menschenbild kann man haben. Muss man aber nicht.

Mit welcher anderen Maxime werden Vollpreisspiele denn entwickelt?

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 17:13 #

Bei Vollpreisspielen werden (möglichst spaßige) Spielsysteme designt, bei den typischen F2P-Spielen werden Monetarisierungssysteme designt.

Und natürlich gehe ich davon aus, dass es Leute gibt, die so etwas nicht gewachsen sind. Wie könnte man davon ausgehen, dass jeder alles weiß und sich so automatisch gegen alles schützen kann? In so einer schönen Welt bräuchte man keinen Verbraucherschutz und jeder könnte sich bedenkenlos von seiner Bank beraten lassen, weil er sofort wüsste, wann er ein faules Angebot vor sich liegen hat.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 18:10 #

Ich glaub so einfach ist es nicht. Hinter jedem (komerziellen) Game steckt ein knallhartes Monetarisierungssystem. Völlig egal ob es bei Ubisoft durch dreiundvierzig Assasins Creed Folgen abgesichert wird oder beim Indieentwickler das nächste Spiel in der Pipeline stehen muss, damit Gehälter gezahlt werden können. Oder eben wie bei Zynga und Konsorten, wo man mit vielen kleinen Transaktionen gehalten werden soll.

Abos, Free2play, Werbebanner und vor allem auch der ganze Social Kram sind durchaus mit Spielsystemen verknüpft. Aber für andere Spielertypen. Ich kenne genug Leute, die Casual Gamer sind. Die wollen sich nicht durch Dragon Age schuften oder durch Far Cry schießen. Es gibt viele Sammler und Socializer die einfach nur ein wenig daddeln wollen, solange ihnen das Spiel Spaß macht, es nicht zu schwierig wird und nicht zu teuer.

Man kann die Meinung haben, und Micks Meinung scheint mir ebenfalls diesen Tenor zu haben, dass es sich hier um arme Tröpfe handelt, die von gewissens- und skrupelosen Entwicklern nur abgezogen werden. Ich hab die nicht. Weil diese Leute in aller Regel voll bei Trost ihre völlig gerechtfertigte Kosten Nutzen Rechnung aufstellen. Denen macht Candy Crush Spaß. So what?

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 18:47 #

Doch, so einfach ist es. Natürlich gibt es auch bei anderen Spielen Marktanalysten etc., die schauen, ob es für das Produkt eine Zielgruppe gibt oder was die Zielgruppe mag. Aber die Designer machen ein Spiel, von dem sie der Meinung sind, dass es der Zielgruppe Spaß macht. Das ist ein fundamentaler Unterschied zum typischen F2P-Produkt, bei dem es in erster Linie darum geht, das komplette Spiel mit Monetarisierung zu verknüpfen und um die Frage, wie welche psychologischen Tricks am besten in welcher Situation genutzt werden, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Das ist für den Designer ein ganz anderer Job.

Es geht gar nicht darum, dass Casualspiele blöd sind. Aber wir reden hier nicht von Casualspielen, sondern von F2P-Spielen. Casualspiele gab es schon lange vor dem F2P-Trend, selbst viele Prinzipien sind nur Neuauflagen lange bekannter Vertreter.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 20:46 #

Als ob bei EA und Konsorten der Designer die Maximen vorgäbe. Ubisoft kombiniert knallhart Vollpreistitel mit F2P: AC4 und Pirates um nur ein Beispiel zu nehmen. Deine Perspektive wirkt da auf mich etwas angestaubt.

Und Diskussonsrunden a la welchen psychologischen Trick nutzen wir jetzt mal, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, funktionieren doch nicht mal bei Staubsaugervertretern.

Wenn deiner Meinung nach die Manipulierbarkeit der Menschen das entscheidende Thema bei der Sache ist - bitte.
Ich glaub da nicht dran - und schon gar nicht, wenn ich meiner vierzehnjährigen Tochter bei Klondike zusehe. Die blickt das ganz gut, und es macht ihr ebenso Spaß wie Skyrim oder sonst ein Vollpreistitel.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 20:54 #

Aber ganz sicher geben bei EA und Konsorten die Designer die Maximen vor. Und dann kommt eben das Business Development und zwingt sie, auch noch F2P-Testballons einzubauen. Aber du wirst doch nicht behaupten wollen, dass Assassin's Creed Unity etc. F2P-Spiele sind oder nach F2P-Gesichtspunkten designt wurden?

Verstehe ich dich recht, dass du anzweifelst, dass F2P stark auf psychologische Tricks setzen, und auf statistische "Balance-Optimierungen" um die besten Wartezeiten etc. herauszuarbeiten, um das meiste Geld aus den Kunden zu kitzeln (also aus jenen, die zahlen)?

Ich finde nämlich, diese Tricks funktionieren sehr gut: Erst anfixen mit einem blitzschnell und (zunächst) kontinuierlich wachsendem Reich / Heldentrupp / was-auch-immer, und dann nach einigen Spielstunden das immer stärkere Anziehen der Daumenschrauben. Dann hast du aber schon einige Zeit investierst, willst in den verdammten nächsten Level, oder die Scheune+3 fertigstellen, oder endlich mal PvP gewinnen...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9954 - 21. Juli 2016 - 9:00 #

Beispiel: Diablo 3 Classic. Lootsystem, welches eindeutig für das Echtgeld-Auktionshaus designt war. Der Trend geht doch eindeutig in die Richtung. Echtgeldmechaniken sind bereits heute in vielen Vollpreisspielen enthalten und werden zu Standard werden (wenn sie es nicht schon sind). Der Schritt zu richtigen F2P-Mechaniken ist nicht so groß und werden in abgeschwächter Form auch schon angewandt, z.B. bei Lootboxen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 21. Juli 2016 - 9:09 #

Diablo 3 war und ist ein tolles Spiel, unabhängig vom ursprünglich mal enthaltenen Auktionshaus. Es stimmt weder, dass der Trend eindeutig in diese Richtung geht (obwohl ich diese Befürchtung durchaus habe, dass er es irgendwann könnte: Genau das ist ja meine Sorge angesichts des Erfolgs von F2P), noch dass der Schritt zu "richtigen F2P-Mechaniken" nicht groß sei.

Letzteres schätzt du komplett falsch ein, weswegen du vermutlich auch die Kolumne nicht verstehst: Es geht Mick darum (und ich stimme ihm weitgehend zu), dass viele F2P-Titel eine völlige andere Form von Spielen sind. Sie sind den Glückspielen mit ihren Anreiz- und Belohnungsmechanismen (und in ihrer eher unschönen Absicht des "Ausnehmens", wenn auch nur einer Teilgruppe, eben der zahlenden) näher als Computer- und Videospielen, wie wir sie mögen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9954 - 21. Juli 2016 - 23:30 #

Leg mal die Lootsysteme von D3 zum Release und dem aktuellen nebeneinander. Es ist ein himmelweiter Unterschied, weil es zu Release auf das Auktionshaus ausgelegt war. Zufällig konnte man damit als Spieler Geld verdienen. Und Blizzard gleich mit...Handel unter Spielern gab es im Übrigen abseits vom AH nicht.

Das Spiel hatte eindeutig die (zurecht) verpöhnte F2P-Mechanik. Dafür hat Blizzard auch völlig zurecht massive Kritik erhalten, mit der Konsequenz, dass sie das Lootsystem umgestellt und das AH komplett abgeschafft haben. Ersteres schon massiv vor dem Addon.

Da ist es auch egal, wie nett das Spiel sonst war/ist.

Und für mich geht der Trend eindeutig in Richtung "mehr bezahlen als Spieler". Sei es nun durch DLCs, Lootboxen etc. Das klassische "Zahle-Preis-X-und-komme-damit-2-Jahre, bis zum Addon aus-Prinzip" gibt es immer weniger.

Zur Kolumne an sich habe ich mich gar nicht geäußert. Aber wenn du es willst: Bei z.B. Overwatch oder Battlefield wird doch auch eine Teilgruppe "ausgenommen". "Och, du willst keine 10-20 Stunden spielen? Hier, erhalte alle Waffen der Kategorie Y für 5€". "Och, du willst den Skin haben und hast keine Zeit lange zu spielen? Kaufe dir eine Lootbox".

Sorry, aber das sind 1zu1 die Zeitersparnis-Mechaniken der F2P-Handyspiele. Bei den Lootboxen sogar noch mit reinem Glücksfaktor. Noch extremer z.B. in PvZ Garden Warfare, wo die Skins aus einzelnen Setteilen bestehen.

Ghusk 15 Kenner - P - 2972 - 22. Juli 2016 - 8:48 #

Ich finde das einfließen von Mikrotransaktionen in Vollpreistiteln auch eine unschöne Entwicklung. Häufig ist es einfach ein herum experimentieren etablierter Entwickler mit bekannten Spielkonzepten das keine guten Ergebnisse liefert (Diablo 3).

Allerdings gibt es in den von dir genannten Spielen eine gut funktionierende Spielmechanik, die man ununterbrochen nutzen kann ohne zu zahlen. Die in der Kolumne gemeinten Titel verhindern dagegen das Spielen mit Wartezeiten in denen es extra keinerlei andere Tätigkeit in der Zeit gibt. Und das setzt häufig bereits sehr früh in solchen Titeln ein.

Blizzard zeigt nach dem D3-Debakel sehr schön, wie man gutes Gameplay und die neuen Monetarisierungmechaniken kombinieren kann ohne das ein Nicht-Zahler zu drangsalieren. Und ich glaube/hoffe das wird die Zukunft des f2p-Marktes, so dass zahlungswillige und sparsame Spieler immer häufiger zusammen/nebeneiander spielen können. Positive Beispiele gibt es schließlich schon.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 21. Juli 2016 - 15:14 #

Wenn bei solchen großen Konzernen mal nicht eher die Bilanzen die Maximen vorgeben ...

Ob Assasin's Creed nach F2P Gesichtspunkten designt wird? Gute Frage. Stell die in zwei Jahren noch mal ;) Wenn ich mir das F2P Assasin's Creed Pirates so ansehe, denke ich, dass so einige große Marken mittlerweile zumindest gleichzeitig auf beiden Wegen ausgebaut werden. Teilweise kommt das repetitive Spielprinzip z.B von AC oder Need for Speed dem ja auch entgegen.

Die statistische Optimierung von z.B. Wartezeiten ist eigentlich nicht per se das Problem. Z.B. wenn Spieler sich gegenseitig beschleunigen können, wie in den vielen Facebook Social Games. Solange man seine Spielziele gemeinsam mit den anderen erreichen kann, wird das Spiel durchaus als herausfordernd aber fair erlebt. Wenns irgendwann unfair wird und gezahlt werden MUSS, wandern die Leute schneller ab als Zynga Piep sagen kann. Die sind traurig, weil sie das Spiel mochten, sauer auf den Entwickler und suchen sich was neues für die nächsten 800+ Stunden.

Man sollte nicht vergessen, dass vieleF2P nur von wenigen Prozent der Spieler finanziert werden. Wenn 2/3 der Spieler nicht zahlen, dann müssen die ja irgendetwas geboten bekommen, das sie am Spiel hält. Diesen Aspekt finde ich eigentlich viel interessanter, als den globalen Neppverdacht.

Dass da auch eine Menge Schrott unterwegs ist, weil ein paar Kaufleute denken, das schnelle Geld zu machen ist schon klar. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass der Markt das jeweils fix regelt. Über "tolle" AAA Games über die ich außerdem das Gleiche sagen könnte, will ich mich gar nicht erst auslassen.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 23:57 #

Du musst da nicht dran glauben, das ändert aber nichts daran, dass die meisten dieser Spiele mit genau dem Fokus gemacht werden. Die sind nicht zufällig so, wie sie sind. Es gab zu dem Themenkomplex beispielsweise auf der GDC einige Vorträge oder auch verschiedene Blogs / Artikel, die sich mit so etwas beschäftigen. Das sind nicht einfach nur Vorträge just for fun, so werden die Spiele gemacht. Da sind an den Spielen mehr Leute damit beschäfigt, Geschäftszahlen und Statistiken auszuwerten, als tatsächlich das Spiel zu machen, weil alle nach DEM Weg suchen, wie man die verschiedenen Wirtschaftskennzahlen dieser Spiele (Conversion Rate etc.) maximieren kann.

Und was das Klondike angeht... wenn ich mir den Entwickler und dessen Spiele so ansehe, kannst du dir sicher sein, dass das da auch nicht viel anders gelaufen ist.

Und nein, das ist mit dem, was bei AAA-Produkten momentan hauptsächlich gemacht wird, gar nicht zu vergleichen. Dort sind Mikrotransaktionen einfach ein nettes Zubrot, das man mit nimmt und mit wenig Aufwand am Ende noch oben drauf setzt, indem z.B. vorhandene Progress-Systeme mit Bezahl-Abkürzungen versehen werden. Die Spiele werden aber nicht darum herum designt, was auch überhaupt nicht funktionieren würde, wenn man dafür noch 60 Euro haben will.
Nicht zu bestreiten ist natürlich, dass diese Dinge ihren Ursprung dennoch im F2P-Genre haben. Nicht ohne Grund wird ja auch das von vielen abgelehnt.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 21. Juli 2016 - 15:46 #

Du hast mich da falsch verstanden. Mit der Kombination von Vollpreisspiel und F2P meinte ich nicht etwa, dass z.B. Assasin's Creed um F2P herumgestrickt ist, sondern dass zu "Assasins Creed Blag Flag" die F2P App "Assasin's Creed Pirates" hinzukam. Klarer?

BTW warum sollten bei einem Vollpreisspiel mit Millionenbudget keine Wirtschaftskennzahlen ausgearbeitet werden?

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 17:18 #

Es geht nicht darum, dass das gar nicht passiert, sondern um die Prioritäten.

Und ja, das ist jetzt klarer. Allerdings weiß ich dann nicht, worauf du hinaus willst, ein solches F2P-Spiel ist eben ein F2P-Spiel^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 7:16 #

Das typische F2P-Produkt wird auch so konzipiert, dass es Spaß macht. Sonst würde es sich ja nicht verkaufen. In der Hinsicht haben die Designer die gleiche Aufgabe wie bei jedem anderen Spiel. Deinen Hinweis auf psychologische Tricks lasse ich nicht gelten, denn auch bei normalen Spielen ist Psychologie wichtig, damit der Spaßlevel steigt.
Der Unterschied ist vielmehr, dass beim typischen F2P dieser Spaßaspekt durch Monetarisierung verwässert wird, die direkt im Gameplay integriert ist. Aber der Aspekt wird keinesfalls durch Monetarisierung ausgetauscht.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 9:05 #

Es geht dabei nicht um Spaß, sondern einfach darum, den Spieler zu halten. Manchmal wird das gemacht, indem Dinge Spaß machen. Zu einem großen Teil wird das aber auch durch andere Mechaniken gemacht, die mit Spaß nichts zu tun haben. Spaß ist hier einfach nur eine, oft zu teure, Möglichkeit, das Ziel zu erreichen.

Und ja, Psychologie hat auch bei Vollpreisspielen eine wichtige Rolle. Ich hatte noch überlegt, ob ich es ergänze, um Missverständnisse zu vermeiden, aber wie jemand (ich glaube Jörg?) irgendwo anders hier schon geschrieben hat: Man könnte auch aus jeder Meinungsäußerung eine 20-Seitige Abhandlung machen, um jeden Grenzfall auszuleuchten.
Der entscheidende Unterschied, wenn beispielsweise Diablo für seine Loot-Mechaniken sich psychologischer Erkenntnisse bedient, ist, dass der Spieler davon nicht permanent während des Spielens zum Geldausgeben verführt wird.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 9:16 #

Welche anderen Mechaniken? Entschuldige, wenn die Frage blöd erscheint, aber ich verstehe das tatsächlich nicht.

Ich selbst spiele aktuell hin und wieder "Real Racing 3" auf meinem iPad. Ein F2P-Titel, welcher rein inhaltlich wie ein Vollpreis-Titel daher kommt. Aber ich werde dort praktisch ständig dazu verlockt, Geld auszugeben, um Annehmlichkeiten zu erfahren (keine Wartezeiten für die Auslieferung neuer Autos / Fahrzeugverbesserungen / Reparaturen, optische Verschönerungen der Fahrzeuge usw.). Alternativ kann ich mir Werbevideos anschauen, mit denen ich beispielsweise die Wartezeiten verkürze oder sogar überspringe oder eben die Goldmünzen einsetzen, die ich entweder im Shop für teures (wirklich teures!) Geld kaufe oder in regelmäßigen Abständen als Belohnung bekomme.
Ich spiele das Spiel trotz dieser Unannehmlichkeiten. Weil ich Spaß daran habe. Ja, dieses Spiel macht tatsächlich Spaß! Obwohl ich mir regelmäßig Werbung anschauen muss, weil ich es nicht einsehe, überteuerte Goldmünzen einzukaufen. Aber das ist eben der Preis dafür, wenn ich etwas "kostenlos" haben möchte. Irgendwann wird sicherlich der Punkt kommen, an dem ich absurd viel Werbung schauen muss, um ohne Geld und allzu lange Wartezeiten weiter zu kommen. Da höre ich dann einfach auf. Aber bis dahin habe ich tatsächlich Spaß am Spiel und das ist sicherlich kein Zufall.

Despair 16 Übertalent - 5069 - 21. Juli 2016 - 9:35 #

Es gibt Spieler, die müssen immer die besten verfügbaren Waffen, das neueste Mount und die dickste Rüstung haben - und das am besten als erster. Aus welchen Gründen auch immer (ich tippe schlicht auf Angeberei). Was bei einem F2P-MMO ohne Geldeinsatz einfach nicht möglich ist. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Spielertyp aufgrund des selbst erzeugten "Erfolgsdrucks" sich selbst den Spielspaß versaut. Und von den Entwicklern bevorzugt gemolken wird. ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 9:42 #

Da stimme ich Dir völlig zu :)
Aber das kann ich ja schlecht den Entwicklern vorwerfen.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 9:48 #

Warum nicht? Viele F2P-Spiele enthalten ganz bewusst Mechaniken, die Gefühle (Wut, Neid, ...) erzeugen, und diese dann gezielt mit Monetarisierung ausnutzen. Das funktioniert natürlich gut, da wir in Momentan starker Emotion rational schwach sind und Dinge tun, die wir andernfalls nie tun würden.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 9:43 #

Die Frage beantwortest du dir doch selbst: Die ständigen Verlockungen, Geld auszugeben.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 9:50 #

Das Spiel hält mich, weil es trotz dessen Spaß macht. Nicht, weil ich zum Geld ausgeben verlockt werde.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 10:49 #

Ach das meinst du. Naja, da gibt's so Sachen wie täglichen Login-Bonus, der, wenn er über 4 Wochen nicht unterbrochen wird, einen besonderen Extra-Bonus abwirft oder alle X Minuten etwas tun zu müssen, um optimal voran zu kommen oder "Geschenke" im genau richtigen Moment zum Ködern und um Euphorie zu erzeugen oder virtuelle Sammelobjekte, bei der dir schon direkt ein paar "geschenkt" werden, um dich stärker zum Sammeln zu animieren. Und vieles mehr.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 11:05 #

Den Login-Bonus gibt es auch in RR3, geht glaube ich tatsächlich über 4 Wochen. Hält mich aber nicht davon ab, das Spiel nur dann zu spielen, wenn ich auch Bock habe :)
Klar, ich kann nicht von mir auf die Allgemeinheit schließen, aber ich bin mir sicher, dass außer mir noch viele, viele andere Konsumenten solcher Spiele eine ähnliche Resistenz aufweisen können.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15718 - 21. Juli 2016 - 11:20 #

Kann mich an Ausssgen von F2P-Betreibern erinnern, die behaupten, die grosse Mehrheit kauft nichts.

Noodles 23 Langzeituser - P - 38094 - 21. Juli 2016 - 15:48 #

Ja, ich meine, dass es so ist, dass 10 % der Spieler kleine Beträge zahlen und 1-2 % viel Geld investieren, die werden ja dann Wale genannt. :D

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 21. Juli 2016 - 16:28 #

Deswegen lohnt es sich für die Entwickler das Spiele direkt für die Wale zu konzipieren und das auch bewußt ab Release dahingehend weiter zu entwickeln. Deswegen steie ich bei vielen F2P schon zeitig aus, wenn es nur noch um massiven Geldeinsatz geht.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 11:35 #

Hast du dich noch nie dabei erwischt, irgendwo in einem Spiel Dinge zu tun, nicht weil sie dir Spaß machen, sondern um einen bestimmten Fortschritt im Spiel freizuschalten? Dann hätte ich tatsächlich großen Respekt vor dir :D

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 17:17 #

Niemand hat eine vollkommen reine Weste. Aber einen gewissen Level hat mein Verstand noch behalten :)

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 20. Juli 2016 - 18:47 #

Es ist heute aber auch chic, in jedem Sachverhalt eine differenziert zu betrachtende Situation zu sehen, zu der man sich deshalb keine Meinung anmaßen darf. Das Ergebnis sind lähmende, sich um die neutrale Mitte drehende Endlosdebatten, wie wir sie allerorts finden. Vielleicht liegt es in unserer Mentalität, klare, eindeutige Worte mit Blick auf düstere Zeiten zu fürchten und wir räumen deshalb immer gern ein, dass man XY ja durchaus auch anders sehen kann und überhaupt uns so.

Aber es ist wie es ist: Die Entwicklung zu Spielen, für deren laufendes Fortkommen der Spieler immer weiter zahlen muss, ist objektiv eine Verschlechterung. Nur weil es Leute nutzen, muss es ja nicht gut sein.

Hedeltrollo 18 Doppel-Voter - P - 10020 - 20. Juli 2016 - 18:05 #

Ne, du sollst es ja nicht lesen, wenn es dir nicht gefällt. Und dass es dir nicht gefällt, hast du bitte vor dem Lesen schon zu sehen. Aber wehe du schreibst, es würde dir nicht gefallen, wenn es denn lesen würdest. Dann würde man dir nahelegen, es doch bitte zuerst zu lesen und dann zu urteilen. Hach, verzwickt.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 19:34 #

Hedeltrollo setzt Verwirrung ein - es ist sehr effektiv!

Sullyman (unregistriert) 19. Juli 2016 - 22:37 #

Angesichts der teils miesen Methoden und der moralischen Einstellung, mit der in der Spielebranche stellenweise Geschäfte geführt werden, wundert mich der weitere, tiefe Fall in die Bedeutungslosigkeit nicht. Noch drei, vielleicht vier weitere Jahre in dem Stil weitermachen, dann hat man auch den letzten En­thu­si­ast vergraut.

Während sich die größeren Vertreter auf Messen und für den internationalen Markt völlig irrelevanten Preisverleihungen gegenseitig vorgaukeln, wie gut es der Branche angeblich geht, werden die Folgen zahlreicher wirtschaftlicher Fehlentscheidungen und vor allem der eigenen Überheblichkeit auf dem Rücken der letzten Wahnsinnigen ausgetragen, die noch verrückt genug sind sich für die Leidenschaft Spiele zu kreieren komplett kaputt zu arbeiten.

Aber irgendwann sind auch diese Leute verheizt. Irgendwann haben diese dazu gelernt und wechseln die Branche. Oder manchen Spiele "nur" noch als Indies weiter. Und eines Tages rücken auch keine Naivlinge mehr nach, die man ausnutzen kann, weil man ihnen schon früh in der Berufsberatung nahe gelegt hat, man solle der instabilen Branche doch lieber fern bleiben.

Da werden Mitarbeiter von einem Tag auf den anderen gekündigt, weil sie einen Betriebsrat gründen wollen. Andererorts liegen am Morgen plötzlich Unterlassungserklärungen auf dem Tisch, ohne dass die Angestellten wirklich im Bilde sind. Praktikanten werden als billige Arbeitskräfte mit Träumen und Versprechungen auf Festanstellungen angelockt und anschließend fallen gelassen. Freiberufler werden sehr spät oder gar nicht bezahlt. In Verträgen wird jedes Schlupfloch genutzt, um jeden Cent herauszupressen, egal, wie es dem Vertragspartner danach geht. Man lässt sogar ganze Entwickerstudios bewusst vor die Wand fahren und täuscht mit geschickter Kommunikation vor, alles sei noch zu retten.

Gute Arbeitsbedingungen schaffen ein gutes Arbeitsklima. Ein gutes Arbeitsklima schafft glückliche Angestellte. Glückliche Angestellte sind motiviert bei der Arbeit. Und das resultiert in guten Produkten, die dann womöglich auch international interessant sein könnten, wenn sie über die Seele verfügen, die das Entwicklerteam ihnen eingehaucht hat.

Aber davon sind wir weit entfernt. Drei, vielleicht vier Jahre, dann ist die deutsche Spielebranche, wie wir sie heute kennen, verschwunden.

TSH-Lightning 19 Megatalent - P - 13004 - 20. Juli 2016 - 10:36 #

Ich weiß auch nicht wie der Mick drauf kommt, dass Dank F2P Leute in der Branche davon leben und jetzt endlich eine Familie planen können.

Die Spiele-Branche bezahlt von der ganzen Softwarebranche am schlechtesten! Bei Einführung des Mindestlohn haben sich einige MA von BP gefreut, dass es eine Gehaltserhöhung gab. Von den Arbeitszeiten, Überstunden und der Crunchtime fange ich erst gar nicht an. Ich kann nur jedem davon abraten in die Games-Industrie einzusteigen. Software Entwicklung ja, aber dann doch eher als SAP-Consultant.

Aladan 23 Langzeituser - - 39697 - 19. Juli 2016 - 22:43 #

Ja Hm... Ne lass mal, damit konnte ich jetzt wirklich gar nichts anfangen. Völlig undifferenziert erinnert mich das gerade eher an typische einseitige Facebook Hate Kommentare. ;-)

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14575 - 19. Juli 2016 - 22:44 #

Sehr schöner Artikel. Ich kann nur zustimmen, ich habe es zwar ein Paar Mal ausprobiert, aber Free2Play ist für mich so gar nichts. Die Spiele haben nie eine gute Geschichte oder ein gutes Gameplay.

brundel74 14 Komm-Experte - 1975 - 20. Juli 2016 - 1:00 #

Was absoluter Humbug ist. World if Tanks ist klasse, Warframe hat sich mittlerweile sehr gemausert und erfreut sich zumindest auf Konsole großer Beliebtheit und Neverwinter ist ein sehr feines MMORPG was mir mehr Spaß macht als TESO.

Den Spielen also zu unterstellen sie seien schlecht nur weil Du F2P nicht magst ist an den Haaren herbei gezogen.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 6:56 #

Wie sieht es denn bei Neverwinter als Free Player aus ? Hat man gravierende Nachteile wie zb bei SWTOR ?

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 7:10 #

Hatte es bei Erscheinen bis lvl 50 oder so gespielt. Konnte man gut ohne Käufe spielen. Ein paar Euro gab's dann trotzdem weil das Spiel schon Spaß machte. Ab L50 wurde alles aber sehr aufwändig und repetiv das hätte sich nur durch größere Investitionen beschleunigen lassen. War dann eh nicht mehr meins. Aber sonst gerade im Koop schon fein.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28099 - 20. Juli 2016 - 7:39 #

Ich hatte es auch bis Level 50 gespielt und es gibt rein gar nichts, was man mit genug spielen nicht kaufen kann, da man die Echtgeld-Währung Zen für die Ingame-Währung Astraldiamamten von anderen Spielern eintauschen kann. Dafür gibt es sogar eine eigene Tauschbörse, ohne überhaupt mit anderen Spielern sprechen zu müssen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9954 - 20. Juli 2016 - 8:43 #

Wobei man als Durchschnitts-Spieler bei World of Tanks ab Tier 7-8 ohne Premium (sprich mehr XP + Gold pro Match) nicht mehr weiterkommt. Außer, man farmt das Geld massiv in niedrigeren Tiers.

Also klar, das Spiel ist grundsätzlich schon sehr gut. Aber nicht unbedingt das fairste Free2Play-Modell.

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 20. Juli 2016 - 14:08 #

Völlig richtig, deshalb habe ich immer einen Premium-Account genutzt. Wenn ich aber daran denke, dass ich hunderte Stunden da zugebracht habe, ist das für mich völlig in Ornung. Konnte genug Geld sparen, weil ich keinen anderen spiele gekauft habe. :) Jedoch nichts anderes gekauft. Ich leite gerade ein paar Anfänger durch WoT und die merken schon bei T5, wie hart das langsam ohne Premium wird. Da beide leider noch schlecht spielen, gibt es eben auch mal ein Minus vor den erspielten Credits.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15718 - 19. Juli 2016 - 22:49 #

Micks Definition kann ich in keiner Hinsicht zustimmen ;)

Just my two cents 16 Übertalent - 4895 - 19. Juli 2016 - 23:04 #

Ich mag es nicht, ich spiele es daher nicht aber bei der Erwähnung von Drakensang musste ich lachen. Der Titel hat Radeon Labs das Genick gebrochen und zur Insolvenz geführt. "Gerettet" wurden sie dann von Bigpoint. Da kann man also den geneigten Spielern nur ein lautes selbst Schuld zurufen. Wer die normalen Titel nicht mehr kauft bekommt eben FreetoPlay...

Jahnu 11 Forenversteher - P - 819 - 20. Juli 2016 - 0:19 #

Drakensang 1 hat Radon Labs nicht das Genick gebrochen; die Firma ist nach Release des Addons zu Teil 2 (das eher 1.5 war) pleite gegangen. Soweit ich mich erinnere, gab es da Gerüchte um Schwierigkeiten mit dem Publisher, aber die wirklichen Gründe kenne ich nicht.

Ich habe die Reihe sehr gemocht, es ist wirklich schade drum.

Just my two cents 16 Übertalent - 4895 - 20. Juli 2016 - 6:33 #

http://www.buffed.de/buffedde-Brands-143860/Specials/Drakensang-Online-Interview-mit-Bernd-Beyreuther-und-Christian-Godorr-790481/
Dazu sagt der damalige Radeon Labs Chef Bernd Beyreuther:
"Richtig. „In Schönheit sterben“ war die Formulierung, die im Raum stand. Wir mochten Drakensang, aber zu wenige haben es gekauft."

"Wir haben vor der Übernahme schon ängstlich auf die Wertungen und auf die Verkaufszahlen von Am Fluss der Zeit geguckt. Wir haben tolle Kritiken bekommen, wir haben ja sogar Top-1-Platzierungen abgeliefert. Aber die Verkaufszahlen haben hinten und vorne nicht gereicht. Und klar ist: Wenn die Zahlen gut gewesen wären, dann wäre es auch mit Radon Labs anders gelaufen."

Klarstellung, mag ich nicht, spiele ich nicht bezieht sich auf FreetoPlay - Drakensang habe ich mit DSA Lizenz sehr gemocht und meinen Teil mit Releasekäufen getan!

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3823 - 20. Juli 2016 - 7:20 #

Ihr habt beide Recht.
Der erste Teil verkaufte sich ordentlich, während der zweite wie Blei in den Regalen lag, obwohl er nichts groß anders machte als sein Vorgänger. Warum das so war, versteht, glaube ich, bis heute niemand so richtig.

"Wer die normalen Titel nicht mehr kauft bekommt eben FreetoPlay..."
Jein!
Drakensang war von Anfang an ein absoluter Nischentitel. Die Kombination aus komplex-komplizierten DSA4-Regeln und deutschem Spieldesign führte dazu, dass das Spiel gerade im angelsächsischem Raum lediglich als Kuriosität wahrgenommen wurde. Als dann im Nachfolger die Nische, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr funktionierte, war es dann folgerichtig schnell aus mit dem Geschäftsprinzip.
Ansonsten steckt in dem Satz viel Wahrheit.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 15:17 #

Ich fand den zweiten Teil auch deutlich weniger ansprechend was Story und Setting anging. Der erste Teil war da nach außen hin deutlich attraktiver, fand ich.

Namen (unregistriert) 19. Juli 2016 - 23:06 #

Worum geht es nun eigentlich?

F2P generell? Was von der kleinen Mobileverarschungsapp bis zum ausgewachsenen StarTrek/Neverwinter/HdR Online bzw Warthunder reicht?

Im Text kommen als einzige Beispiele 2 quasi Browserspiele mit teilweise sehr hoher Paywall und typischen Browsermechaniken.
Und der Text selbst ließt sich (alleine schon die Verwendung von App), als gehe es um den Kram der auf Mobilgeräten läuft.

Dazu als kleinen Seitenhieb, hat Crytec als "richtiger" Spieleentwickler nicht auch F2Ps im Portfolio und Entwicklung?

Wenn wir hier über den Schrott der teilweise als Browser"game" oder Mobile"game" rausgehauen wird meckern, da mach ich mit.
Kosten und Nutzen stehen bei den Teilen in der Regel weit Abseits jeglichen gesunden Menschenverstandes.

Wenn wir aber gegen F2P generell anrennen sollen.

Sorry, bisher habe ich in einem STO weit weniger ausgegeben als mich ein Abo gekostet hätte und gleichzeitig wäre das Spiel ohne F2P nicht mehr am Leben.
Und dafür bekomme ich ein vollwertiges MMO.

Nicht Alles wo F2P draufsteht ist eine Kundenverarsche. Es gibt Genug, dass sich mit moderatem monaritärem Aufwand sehr gut spielen läßt.
Nur sollte man sich auch nicht auf "geht Alles ohne Geld super" versteifen. Früher (tm) war es ein Abo, heute ist es kaufbarer Krempel.
Und damals wie heute sollte man schon etwas Verstand walten lassen...

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3823 - 20. Juli 2016 - 7:09 #

"Worum geht es nun eigentlich?"

Das ist tatsächlich eine gute Frage, da viele der Kommentatoren an der Kolumne vorbei argumentieren. Micks unglücklicher Satz "Jeder kennt die kariesbunt verpackten „Spiele“, die vermeintlich kostenlos auf Computern, Konsolen und vor allem Handys gutgläubige Menschen beglücken." tut sein Übriges dazu.
Die Kolumne hat, trotz zitierten Satzes, Mobile-Apps deutscher Entwickler und die deutsche Entwicklerszene im Allgemeinen zum Thema. In den Kommentaren fallen viele Namen von F2P-Spielen, die für gut befunden werden. Nur habe ich noch keinen einzigen einer deutschen Mobile-App darunter gelesen. Es mag sie da draußen geben: die App aus deutschen Landen, die einzig um den Spielspaß herum konzipiert wurde, bei der es in erster Linie darum ging, wie man dem Spieler eine möglichst unterhaltsame Zeit bescheren kann. Aber ich bin mir sicher, wenn es sie gibt, ist sie sehr, sehr einsam.

Noodles 23 Langzeituser - P - 38094 - 19. Juli 2016 - 23:36 #

Ich hab mit Free2Play nix am Hut. Auf meinem Handy spiel ich nur die beiden vorinstallierten Spiele und am PC bevorzuge ich Singleplayer und Spiele mit Story, die gibt es ja im Free2Play-Bereich eher nicht. Und solange noch genügend für mich interessante Spiele kommen, ist mir ziemlich egal, was es da alles für Schrott im Free2Play-Bereich gibt, kann ich ja einfach ignorieren. Und es gibt ja auch positive Ausnahmen, wie z.B. League of Legends oder Planetside 2. Aber sowas spiel ich ja wie gesagt nicht.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28099 - 19. Juli 2016 - 23:38 #

Zum Glück ist es nur eine Meinung und kein Artikel, denn spätestens seit den Tests zu Animal Crossing und Luigis Mansion, kann ich von Mick eh nichts mehr ernst nehmen. ;)

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 11353 - 20. Juli 2016 - 1:34 #

Warum? Weil die Wertung nicht deinem Geschmack entsprochen hat? Gerade bei Tests ist es das Ergebnis doch subjektiv vom Tester aus.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28099 - 20. Juli 2016 - 6:51 #

Nein, sondern weil Mick schon bei Animal Crossing damit angefangen hat in Frage zu stellen, ob es überhaupt ein Spiel ist. Wer einen Artikel über ein Spiel so anfängt, muss sich nicht wundern wenn es Leser gibt die in Frage stellen, ob er überhaupt noch professionell genug ist, um über Spiele zu schreiben. Diese Meinung hier beweist mir mal wieder, dass er es nicht ist, da ein Geschäftsmodell nicht darüber entscheidet, was ein Spiel ist und was nicht.

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 11353 - 20. Juli 2016 - 9:34 #

Ich denke ihm geht es hier in erster Linie um Handyspiele. Dort ist es wirklich zu 95% so, das die App nur dazu da sind den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Wo hat Mick den Animal Crossing getestet?

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28099 - 20. Juli 2016 - 10:11 #

Dann soll er Handyspiele schreiben, wobei es da auch gute F2P-Spiele gibt, die er alle über einen Kamm schert. Er hat Animal Crossing für GG getestet:
http://www.gamersglobal.de/news/70527/gg-kurztest-animal-crossing-new-leaf

Er ist in meinen Augen einfach nur ein bezahlter Troll, kein "echter Journalist".

RoT 18 Doppel-Voter - 10340 - 20. Juli 2016 - 0:24 #

schönewortwahl mit weiland :D

und teils richtig, in der schwemme find ich es auch arg lästig, aber schon meine kiddies wissen, was sie nicht klicken dürfen, wenn man mal solche games installiert...

andererseits, wenns gut gemacht ist und auch die chance für nichtzahler hoch genug ist langanhaltenden spielspaß zu haben durchaus auch eine wertvolle geschichte...

ikariam spiele ich nun schon über viele jahre und hab nix gezahlt, top werde ich zwar nie, aber kann eben meinen beschäftigungen nachgehen.

ein wenig ist das modell mit dem erst heiß aufs game machen ja auch aus shareware zeiten bekannt ;)

AlexCartman 16 Übertalent - P - 4490 - 20. Juli 2016 - 1:13 #

Überflüssiger Artikel. Die typischen Mobile Games haben eine andere Zielgruppe als AAA F2P wie Hearthstone oder Neverwinter. Wenn das F2P-Modell den Programmierern ein auskömmliches Einkommen ermöglicht und die Käufer sich gut unterhalten fühlen, somit einen für sie akzeptablen Gegenwert für das investierte Kapital erhalten, was soll daran schlecht sein? Dass die Mobile Games-Kunden noch dazu eventuell AAA-Titel für die "richtigen" Gamer mitfinanzieren, kann der Zielgruppe einer Gamer-Webseite wie GG doch wohl nur recht sein?
Schade um die verschwendeten Bits und Bytes.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7652 - 20. Juli 2016 - 4:53 #

F2p= Schrott, wofür ich kein Geld ausgebe.Lediglich bei World of Tanks und Warships war da ok, weil ich ohne Geld als Casualgamer gut meinen Spaß hatte für lau.

Despair 16 Übertalent - 5069 - 20. Juli 2016 - 10:38 #

Offensichtlich sind dann World of Tanks und Warships ebenfalls Schrott. Für die hast du ja anscheinend auch kein Geld ausgegeben...

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36395 - 20. Juli 2016 - 5:53 #

Bei den Spieleveteranen erwähnt Mick doch immer, was er in letzter Zeit so gespielt hat. Waren da nicht auch regelmäßig FtP-Spiele dabei, die ihm sogar Spaß gemacht haben?

Zaroth 17 Shapeshifter - P - 7111 - 20. Juli 2016 - 5:56 #

Ich habe hier den Eindruck, dass man entweder gegen F2P und gleichzeitig Coregamer sein muss oder für F2P und keine Ahnung von Spielen haben darf. Was ist mit Leuten, die gerne dreistellige Stundenzahlen in Witcher 3 oder Civilization versenken, aber in ruhigen Minuten auch ein paar Bonbons in Candy Crush schubsen? Die für Candy Crush (F2P) keinen Cent ausgeben, aber für Hearthstone (auch F2P!) schon? So Spieler wie ... ich?
Gerade Hearthstone zeigt auch, dass nicht nur reine F2P-Studios, sondern auch große Qualitätshersteller F2P produzieren. Darf ich jetzt keinen Spaß mehr in StarCraft 2 haben, weil Blizzard dessen Entwicklung vielleicht mit den regelmäßigen F2P-Einnahmen aus Hearthstone finanziert hat?
So gerne ich sonst Micks Artikel lese, dieser hier hat mir nicht gefallen. Er ist zu einseitig und verkürzt die Realität zu sehr.

rammmses 19 Megatalent - P - 13337 - 20. Juli 2016 - 6:24 #

Hm, die ollen adventures und aufbauspiele aus deutschland gibt es ja immer noch. So viel hat sich da auch nicht verändert. Wie mick schon sagt, mobile f2p spielen in einer anderen liga, sind im grunde keine richtigen spiele, würde das also auch nicht vergleichen. Würde da trennen zwischen app entwicklern und echten spielestudios.

Unregistrierbar 17 Shapeshifter - P - 6924 - 20. Juli 2016 - 8:55 #

All dem liegt die Vorstellung zugrunde, die Spiele-Branche sei homogen, so wie es früher einmal war.
Das ist schon lange nicht mehr der Fall. Wir freuten uns, dass Spiele zusehends in der Mitte der Gesellschaft angekommen waren. Dass dies aber gleichzeutig zur totalen Kommerzialisierung führen musste, stiess uns sauer auf.
Kundenbindung ist leider ein Teil dieses ganzen Kommerzes, was soll man machen?

Achso, natürlich finde ich F2P eben so scheisse wie Mick. Immer wieder suche ich nach dem "nimm mein Geld, aber gib mir ein komplettes Spiel"-Button, aber die Gier bei den Anb8etern ist so groß, dass ihnen selbst dieses sichere Geld nicht mehr reicht. Denn: mit F2P lässt sich langfristig eben NOCH mehr Geld machen.

Ist also ein Problem des Wirtschaftssystems bzw. eine Begleiterscheinung, denn die einzige Alternative wäre Steuerung, was aber langfristig den Markt kaputt macht.

Also: einfach damit leben: wir haben Computerspiele an die Mitte der Gesellschaft verloren.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1363 - 20. Juli 2016 - 6:32 #

Die Verdammung des f2p ist eine Pauschalisierung, die man so nicht stehenlassen kann. f2p bedeutet nämlich auch, dass Spiele über ihre gesamte Lebenszeit geupdated und gebalanced werden, was bei vielen anderen Titeln nicht der Fall.

Es gibt mittlerweile sehr viele Titel, die man auch ohne Geldeinsatz wirlich "free" spielen kann (als da wären World of Tanks, LoL, Dota, Pokemon Go, Hearthstone..). Und da investiere ich irgendwann halt auch ein bisschen Geld, wenn mir das Spiel Spaß macht. Gerade bei den Titeln merke ich auch immer wieder, dass mir ein gereiftes f2p Spiel meistens längerfristig mehr Spaß macht, als ein gehypter Bezahltitel a la GTA 5.

Und was sind denn die Alternativen? Alle 4 Wochen einen DLC für 20 Euro rausbringen a la Paradox oder Creative Assembly? Wie Blizzard Abos nehmen UND Shops reinpflastern? Ob das jetzt soviel besser ist, sei mal dahingestellt.

Im übrigen finde ich es etwas belustigend, hier im Artikel immer latent das Thema "Abzocke" durchklingen zu lassen. Und auf der anderen Seite in jedem "Langer lästert" zu lesen, dass kein Geld für viel Arbeit bezahlt wird.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 6:42 #

Wie überall gibt es halt nicht nur schwarz und weiß. Und so gibt es F2P-Spiele, die wirklich nur darauf ausgerichtet sind, dass die Spieler Ingame-Käufe tätigen. Aber es gibt auch solche, die man auch ohne zu bezahlen ganz ordentlich spielen kann. Das ein oder andere ist sogar so, dass man fast freiwillig was bezahlt (Jörg hat da vor kürzerem ein solches Spiel im Veteranenpodcast angesprochen, wo er ein Skinpack schon deshalb gekauft hat, um den Entwickler des kostenlosen Spiels einen kleinen Betrag zukommen zu lassen).

Aber diese Kolumne ist natürlich nicht dazu da, sich intensiv mit diesem Feld zu beschäftigen, sondern soll polarisieren. Das schafft sie ja auch :-)

DocRock 13 Koop-Gamer - 1363 - 20. Juli 2016 - 8:28 #

Polarisieren ist so BILD-esque. Mir sind weniger reisserische Artikel echt lieber. Ich hab in WoT auch schon mehrere 100 Euro gelassen, aber es stört mich einfach nicht. Ich kaufe halt spezielle Panzer, weil ich die "cool" finde. Meistens sind die ja nicht mal besser als die normalen, eher schlechter.

Ich finde auch nicht alle f2p Titel toll, gerade mobile Spiele sind meistens Schrott und immer dasselbe. Mobile Spiele sind allerdings auch generell meistens Schrott. ;) Aber deswegen stell ich mich doch nicht hin und sag jetzt "f2pay (sic!) ist Abzocke!!!" oder "free2play ist das tollste!!"...

Würde ich von einem Magazin für Erwachsene auch erwarten.

Asderan 14 Komm-Experte - 2494 - 20. Juli 2016 - 10:39 #

Finde fast schon lustig, dass es jetzt auch bei Spielen die alten meckernden Menschen gibt, die alles neue pauschalisierend verdammen. Allein die Bezeichnung "keine richtigen Spiele"... aber gut, vermutlich sind allein deutsche F2P-Titel gemeint. Wird mir aber nicht so richtig deutlich.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 15:20 #

Die Spiele, die du hier nennst, sind doch aber überhaupt nicht zu vergleichen mit denen, die Mick meint.

Daniel Weber (unregistriert) 20. Juli 2016 - 6:52 #

Lustig wie man (zurecht) gegen F2P und die furchtbare deutsche Spielelandschaft wettert, aber im Gegenzug einen Rahmen um den Artikel mit Werbung für ein solchnes F2p-Spiel hat...xD

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 12:39 #

Das zeugt von redaktioneller Unabhängigkeit.

_XoXo_ 13 Koop-Gamer - P - 1635 - 20. Juli 2016 - 6:52 #

Guter Kommentar zur aktuellen Lage, Mick!

spatenpauli 12 Trollwächter - 837 - 20. Juli 2016 - 7:08 #

Ich habe keine Erfahrungen mit F2P-Titeln, aber nicht aus Prinzip, sondern weil es sich bisher einfach nicht anbot.

Mal eine Milchmädchenrechnung: Auf der einen Seite habe ich ein lt. dem Autor "normales" Spiel für 50 € gekauft (spätere DLCs mal außen vor gelassen), welches mich prima unterhält. Auf der anderen Seite spiele ich einen gut gestalteten F2P-Titel, in dem ich im Laufe der Monate ebenfalls 50 € investiere, der mir viel Spaß macht. Wo ist der Unterschied? Warum ist eines verwerflicher als das andere? Ich hätte es gut gefunden, wenn Mick diesen Aspekt deutlicher rausgearbeitet hätte.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 15:24 #

Der Unterschied ist, dass sehr viele F2P-Spiele nicht so ausgelegt werden, dass du im Laufe der Monate 50 Euro investierst, sondern 500 oder mehr. Und dass dabei mit psychologischen Tricks gearbeitet wird, dich dazu zu bringen, genau das zu tun.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 7:16 #

Wieso schreibst du nicht z.B. über F2P Mobile-Spiele, wie z.B. "Final Fantasy Brave Exvius‬"? Aufgrund von deinem Facebook-Post, in dem du dich darüber freust, dass dein verregneter Samstag schonmal gerettet ist und das Spiel als Stromfresser bezeichnest, hatte ich es mir runtergeladen und ebenso Spaß damit gehabt...

Ich mag Videospiele. Ob das F2P, voll hardcore oder extrem casual ist... das ist mir sowas von schnuppe. Ein Spiel muss Anfang, Mitte und Schluss haben? Für mich glücklicherweise nicht. Ein Spiel muss mich einzig und alleine unterhalten und mir Spaß bereiten können. Ich mag ein Minecraft und Animal Crossing ohne Mitte und Schluss, ich mag Casual-Tetris und Minispielsammlungen mit Bowlingkugeln auf meiner Wii, hab meinen Spaß mit 100 Stunden Witcher 3 und ich bin begeistert von F2P Spielen wie Heartstone und Co.

Kurz: Bin froh, dass es das alles gibt. Die Oberbegriffe (F2P; Core, Casual und Co.) sind mitnichten aussagekräftig genug, um diese als Qualitätsmerkmale anzusehen. Perlen gibt es überall, genauso umgekehrt.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 7:21 #

Schön geschrieben.

Triton 16 Übertalent - P - 5847 - 20. Juli 2016 - 7:29 #

Ach wie schön war die Zeit mit P2P, jeder zahlte seinen kleinen Obolus und hatte die gleichen Chancen. Aber das ist ein anderes Thema...

Esketamin 15 Kenner - P - 3601 - 20. Juli 2016 - 7:58 #

Toller Artikel. So froh ich wäre, wenn sich deine im Schluss beschriebene Hoffnung bewahrheitet, ich glaube ehrlich gesagt nicht dran. Die Verdummung hat ihr Schadpotential bereits voll entfaltet.

McTi. 18 Doppel-Voter - P - 11005 - 20. Juli 2016 - 8:19 #

Klare Worte zu einem für mich klaren Thema.
Wenn ich die anderen Kommentare so lese ist es für viele aber weniger klar oder sie fühlen sich einfach bei ihrem Lieblingsspiel auf den Schlips getreten.
Wenn F2P dann auch von Anfang an klipp und klar mit offenen Karten spielen und die Einschränkungen inkl. Preisen darstellen.

Gronka 12 Trollwächter - 918 - 20. Juli 2016 - 8:30 #

Schöner Artikel. Allerdings kann ich die Aufregung auch nicht so ganz verstehen. Die Spieleentwickler wollen doch, wie jeder andere Mensch, Geld verdienen. Es ist doch in jeder Branche so, dass man halt dahingeht, wo die Kohle lockt. Über Qualität möchte ich da auch nicht sprechen. Viele F2P Spiele funktionieren in der Form, wie sie halt funktionieren sollen. Da muss man nicht dem Entwickler die Schuld geben, das F2P Modell ist hier eher Schuld. Und viele F2P Spiele sind ja auch nicht schlecht, sie machen es einem Spieler, der wirklich gar nichts ausgeben möchte, halt etwas schwieriger oder langwieriger.
Es gibt, glaube ich, viele Leute hier, die so wie ich, einen riesigen Stapel an "echten" ungespielten Spielen haben, der noch abgearbeitet werden muss. Man findet genug Spiele, die nicht F2P sind, meiner Meinung nach.

Man meckert ja auch nicht ständig über Discounter wenn man Qualität möchte, sondern geht einfach zu einem besseren Laden...oder?
Genauso brülle ich auch nicht meinen Autohändler an, wenn er mir sagt, dass eine Klimaanlage "Sonderausstattung" ist, die ich zusätzlich bezahlen muss, wenn ich sie denn haben will, fahren tut das Auto trotzdem

Horselover Fat 09 Triple-Talent - 315 - 20. Juli 2016 - 8:38 #

Free2Play hieß früher Demo. Wer die Sprache beherrscht, beherrscht alles.

Gronka 12 Trollwächter - 918 - 20. Juli 2016 - 10:52 #

Nein, Beta und Early-Access hieß früher Demo ;)

Free2Play hieß dann schon eher Shareware, obwohl es auch nicht ganz zutrifft.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 10:58 #

Geht aber zumindest begrifflich in die richtige Richtung.

Tr1nity 28 Endgamer - 101245 - 20. Juli 2016 - 14:21 #

"Free2Play hieß früher Demo."

Völlig falsch. Kehre nochmal in dich und finde den Fehler.

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6313 - 20. Juli 2016 - 11:53 #

Die Kolumne ist mir zu pauschal (darf sie ja auch).
Ja, die meisten F2P-Apps sind Abzocke, aber nicht alle. Alle F2P-Spiele auf Konsole oder PC schon gar nicht.
Man muss bei F2P die Spreu vom Weizen trennen, nicht ALLE Konzepte über einen Kamm scheren. Spiele, die die Progression ohne "Mikro"-Payment einschränken oder verzögern sind doof, genau wie Spiele, die zahlenden Usern eklatante Vorteile verschaffen.

Bietet aber ein Spiel nur an, das sonst über Grinding zugängliche gegen Geld abzukürzen finde ich es nicht mehr so schlimm, genau wie rein kosmetische Upgrades.

Vollpreisspiele, die Mikrotransaktionen anbietet sind ein Thema für sich. Solange es nur kosmetische Items sind kann ich sie gut ignorieren (oder den Entwickler "belohnen", wenn ich denn unbedingt will).
In anderen Fällen kann das Konzept ähnlich wie Shareware einordnen. Guild Wars 2 ist hier ein gutes Beispiel: Das Kernspiel ist kostenlos, mit einigen Einschränkungen, sehr gut spielbar. Will man alles erleben muss man die aktuelle Erweitung kaufen. Weitere Transaktionen sind zumeist nur kosmetisch oder sorgen dafür, dass ich nicht alle 3 Tage eine neue Spitzhacke kaufen muss. Aber hier sind die Shop-Items auch gegen Ingame-Gold verfügbar.

Immer gilt:
F2P dürfen keine Jugendlichen/Kinder als Zielgruppe haben.
Erwachsene dürfen gerne ihren Verstand einschalten, bevor die Kreditkarte belastet wird.
Es sollten keine "Zwischenwährungen" existieren, jeder muss die realen Kosten den ersten Blick erkennen können. Zumeist kann man auch nur zuviel oder zuwenig der Währung kaufen (Skin kostet 500 Münzen, es gibt aber nur Pakete von 400/800 Münzen).
Es muss eine Möglichkeit geben die Möglichkeit für Ingame-Käufe zu deaktivieren, oder besser: über Opt-In überhaupt freizuschalten.
Kein Glücksspiel bei Mikrotransaktionen! Overwatch ist hier schon grenzwertig, zum Glpck kann man (wie auch in GW2) alles aus dem Ingameshop auch freispielen. Ohne dies, wie z.B. Kisten und Keys in CS:GO, sollte verboten werden.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 8:46 #

Die Kritik trifft es grundsätzlich sehr gut, wenn man einen Teil der F2P-Schwemme betrachtet. Aber dieser Artikel begeht so manchen Fehler.
Zum Einen werden hier mal eben F2Ps als Monetarisierungskonzept komplett über einen Haufen geworfen, dabei geht es im Artikel ganz offensichtlich nur um "Billigproduktionen" in der Mobile-Sparte. Dass es auch teure F2P-Prduktionen gibt, die ein trotz dessen ausbalanciertes Gameplay bieten, weil sich die Monetarisierung ausschließlich von gameplay-fremden Items wie optischen Firlefanz nährt, wird völlig ignoriert. Mick hat hier offenbar wohlweißlich seine Meinung auf den Entwicklerstandort Deutschland beschränkt.
Dann ist die Definition, was ein Spiel ist, absolut nicht meine. Auch F2Ps inklusive der hier kritisierten Näpps sind Spiele. Sie bedienen sich lediglich einer anderen Form der Monetarisierung als die "richtigen" Spiele. Aber bedienen sich letztere etwa nicht eines Monetarisierungskonzepts? Muss man für diese "richtigen" Spiele etwa kein Geld auf den Tisch legen, um mit ihnen Spaß zu haben? Natürlich sind Spiele zu kritisieren, wenn sie von vorne bis hinten darauf ausgelegt sind, dem Spieler kontinuierlich Geld aus der Tasche zu ziehen. Nichtsdestotrotz sind auch "richtige" Spiele für ihre teils dreiste Monetarisierung nicht vor Kritik gefeit. Für Erweiterungen bzw. Add-Ons nochmal den Vollpreis zu verlangen, ist für mich jedenfalls nicht einen Deut besser. Ganz davon abgesehen, dass auch F2Ps einen Anfang und ein Ende haben können, wie man es von "richtigen" Spielen gewohnt ist.

Naja, egal. Dieser Artikel ist eine Meinung, wurde als eindeutig als Meinung veröffentlicht und Meinungen sind eben verschieden. Danke, Mick, für Deine Meinung :)

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 9:59 #

Ich finde die Reaktionen ehrlich gesagt erschreckend. Da wird ständig gejammert, das alles müsste viel differenzierter dargestellt werden, nicht so überspitzt, weil es ja auch Ausnahmen gibt.
Dafür sind dann Glossen als literarisch-journalistische Ausdrucksform völlig unbekannt.
Hat denn mal jemand Satire erlebt, die NICHT überspitzt? Gibt es Kabarett, das immer alles brav differenziert darstellt?
Hat sich mal jemand überlegt, käme Mick euren Vorstellungen nach, müsste er einen fünfzig Seiten langen Artikel verfassen, der absolut ausgewogen und differenziert ist, keinerlei Aussage trifft und absolut niemandem weh tut...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 10:17 #

Hä? Was maulst Du mich denn jetzt an? Ich habe meinen letzten Absatz nicht ohne Grund geschrieben. Und: Wenn Mick seine Meinung kund tut, kann ich auch eine Gegendarstellung kund tun. Nicht mehr und nicht weniger habe ich getan, gleichzeitig seine Ansichten respektiert.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 10:35 #

Wo hab ich dich angemault? Du stehst - zufällig - ziemlich am Ende einer langen Reihe von Kommentaren, die Micks Absicht zumindest in Teilen völlig ignorieren und ihm vorwerfen, sein Artikel sei nicht objektiv oder zumindest überspitzt.
Mit dir speziell hatte das überhaupt nichts zu tun, ich hatte nur keine Lust, unter jeden zweiten Beitrag den gleichen Text zu setzen. :-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 11:22 #

Ich habe ihm aber nicht vorgeworfen, nicht objektiv zu sein oder alles zu überspitzen. Es sei denn, eine bloße Gegendarstellung reicht Dir hierfür schon aus.
Nein, ich habe von Anfang an Micks Meinung respektiert und auch wenn ich mich wiederhole: Meinen letzten Absatz hatte ich aus gutem Grund geschrieben, nämlich um genau das deutlich zu machen.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 11:41 #

Nochmal: Du warst nicht speziell gemeint, sondern nur als pars pro toto, weil du (damals) der Letzte in der Reihe warst und zudem als Mod ohnehin zur dunklen Seite gehörst und sowas abkönnen müsstest. ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 12:49 #

Ich kann das ab, keine Sorge :)
Ich fühlte mich von Dir nur irgendwie missverstanden und da habe ich immer einen unbändigen Drang nach Richtigstellung^^

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 20. Juli 2016 - 13:25 #

Ja, den Drang kenne ich :-)
Hör das mal zur Beruhigung: https://www.youtube.com/watch?v=K18MzbPbNP8 ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 15:17 #

Rammstein hätte es auch getan :)

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 21. Juli 2016 - 18:14 #

Rammstein kennst du doch schon ^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 21. Juli 2016 - 18:16 #

Da hast Du recht :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:13 #

Du schreibst mir aus dem Herzen. Wer unter einer als "Meinung" gekennzeichneten *Kolumne* mangelnde Differenzierung beklagt, hat etwas Grundsätzliches nicht verstanden.

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 11:21 #

Herr Langer, was soll das aber bedeuten? Dass entweder sämtliche Leser dumm sind, die sich einen besser fundierten Artikel einer Fachzeitschrift erwarten? Oder dass man grundsätzlich nichts mehr hinterfragen sollte, was von dieser Zeitschrift verbreitet wird, sollte es auch noch so von mangelnder Recherche sein? Dann bin ich hier eindeutig falsch, obwohl die GamersGlobal-Artikel, die keine "Meinung" in Ihrem Sinn enthalten, durchaus interessant und gut zu lesen sind.

Meine Meinung habe ich schon kundgetan: Auch Mick Schnelle erzeugt Free2-Produkte. Wenn ich als User davon ausgehen muss, dass das grundsätzlich keine qualitativ hochwertigen Beiträge sind, nur weil sie Free2 sind, dann gibt mir sein Beitrag hier Recht. Wenn ich aber differenziere, und weiß, dass es bei GamersGlobal Bandenwerbung und auch verwertbare User-Daten gibt, dann weiß ich, dass Mick Schnelle aus diesen Quellen finanziert wird. Und aus diesem Grund wäre es auch für ihn günstiger, seine Recherche umfassender anzulegen. Dass es genug qualitativ hochwertige und lesbare Produkte auch im Bereich Free2Read gibt, das weiß ich, und bin davon weiterhin überzeugt. Herr Schnelle gibt mir dazu allerdings keinen Grund.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:46 #

Das soll bedeuten, was ich geschrieben habe: Der hat etwas Grundsätzliches nicht verstanden. Nämlich was eine Kolumne darf und soll, im Gegensatz zu bspw. einer Nachricht oder einer Reportage.

Aber was soll eigentlich dein Kommentar bedeuten? Dass du ein wahnsinniger Diktator bist, der die Welt mit Atomwaffen vernichten möchte – oder doch nur, dass du jede einzelne Hauskatze mit eigenen Händen erwürgen willst?

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 13:28 #

Also das überrascht mich jetzt wirklich. Von einigen anderen Usern hätte ich mir schon eine Antwort wie diese erwartet. Allerdings nicht von Ihnen. Immerhin bezeichnen Sie mich als wahnsinnigen Diktator und Tierquäler, nur weil ich anderer Meinung (hallo, Meinung! Wo bleibt denn Ihr Gefühl für Satire) bin, als Herr Schnelle. Die Frage hat sich also schnell erledigt, wer hier der Diktator ist. Jemandem ohne Recherche das Tierquälen zu unterstellen, würde ich mir zB. nicht zutrauen. Auch nicht im Internet.

Sie gehen auch gar nicht im Einzelnen auf einen meiner Kommentare ein, sondern bezichtigen mich grundlegend, ohne mich zu kennen. Das hat für sich schon die gerne zitierten Troll-Qualitäten. Bin jetzt wirklich enttäuscht, immerhin kenne ich Sie seit Jugend-Tagen, zumindest Ihre Produkte. Aber keine Sorge, dass wir persönlich nicht zusammenpassen, hat keine Auswirkungen darauf, dass ich nicht weiterhin die GamersGlobal lese - und kommentiere, sofern ich das weiterhin tun werde dürfen. Bin mir da im Moment gar nicht sicher, merkwürdig irgendwie, finden Sie nicht auch?

Übrigens, habe ich schon erwähnt, dass ich durch Zufall mal auf das Naruto Online (Bandenwerbung auf der GamersGlobal-Website) geklickt habe. Das ist ein Free2Play-Spiel. Meine Meinung habe ich ja schon kundgetan. Oder, wie man das aus den US-amerikanischen Filmen kennt: I rest my case.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 13:29 #

Nein, ich gab dir nur scherzhaft deine eigene unhygienische Diskussionstaktik zurück: Ich schrieb A, du fragst nach, ob das B oder C bedeuten soll, wobei B und C etwas völlig anderes (und negatives) war. Genau das habe ich mit zwei völlig hirnrissigen Alternativen, die aber auch gar nichts mit deinem Comment zu tun hatten, karikiert.

Du kannst dich nach abermaligem Lesen deines vorigen Kommentars und dem dann vielleicht eintretenden Erkenntnisgewinn bei mir entschuldigen, wenn du möchtest. Lesekompetenz lässt sich erarbeiten! Humorgefühl leider weniger, aber das führt jetzt zu weit.

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 13:51 #

:-) Ich fasse das jetzt mal als gut gemeinten Scherz auf, das ist aber von meiner Seite schon mehr als gut gemeint. Bevor ich weiter gemobbt werde, breche ich das hier ab. Scheinbar hat nicht nur Herr Schnelle, sondern auch ich nicht nur einen, sondern mehrere Nerven getroffen. Dennoch, weil ja auf der Website immer wieder von Journalismus und Qualität, etc. geschrieben wird (gerne von der Herausgeber-Seite): Das hört nicht bei einem selbst auf, das muss immer wieder nachgeprüft werden. Die Spiele-Branche war diesbezüglich immer weit hintennach, und sollte noch einiges aufholen. Man kann durchaus jeden Tag etwas dazulernen. Jetzt muss ich aber wirklich weiter.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 14:06 #

Du willst dich also nicht bei mir dafür entschuldigen, dass du mir unterstellt hast, ich wolle folgendes ausdrücken:

>>Dass entweder sämtliche Leser dumm sind, die sich einen besser fundierten Artikel einer Fachzeitschrift erwarten? Oder dass man grundsätzlich nichts mehr hinterfragen sollte, was von dieser Zeitschrift verbreitet wird, sollte es auch noch so von mangelnder Recherche sein? <<

Das finde ich schade, denn damit bist du für mich als Diskussionspartner gestorben. Man kann sich ja streiten, aber dem anderen irgendwas in den Mund zu legen, um ihn schlecht aussehen zu lassen, ist unterste Schublade.

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 14:58 #

Gut, um das klarzustellen: Ich sehe gar keinen Grund dafür, mich entschuldigen zu müssen. Von wegen "schlecht aussehen" lassen, das ist Ihr Kommentar, der mein folgendes Posting ausgelöst hat, das Sie wiederum oben zitieren:

"Du schreibst mir aus dem Herzen. Wer unter einer als "Meinung" gekennzeichneten *Kolumne* mangelnde Differenzierung beklagt, hat etwas Grundsätzliches nicht verstanden."

Der Meinung bin ich eben nicht, und mit diesem Satz "...Grundlegendes nicht verstanden" wird genau das versucht, das Sie mir jetzt vorwerfen: Jemanden ohne nachvollziehbare Argumentation ins schlechte Licht zu rücken. Nur weil sich zwei Gesprächspartner augenzwinkernd offenbar verstehen, heißt das noch lange nicht, dass allgemeiner Konsens herrscht über die tatsächliche Richtigkeit Ihrer Aussage.

Noch einmal zusammengefasst, vielleicht können wir uns ja darauf einigen: Der Artikel von Mick Schnelle ist vielleicht seine Meinung, dann kann aber eben auch davon ausgegangen werden, dass er genau das meint, was er hier schreibt. Wenn man als anerkannter Spiele-Journalist eine gesamte Branche pauschal angreift, dann hat das halt in der Realität durchaus Auswirkungen. Für mich ist das Internet auch nur ein Abbild der Realität (wie man viel zu oft sieht). Darum sind wir auch per Sie, wir kennen uns ja nicht wirklich (wie man lesen kann). Als Satire jedenfalls ist dieser Artikel nicht zu erkennen, dafür müssten schon drei große Pfeile mit Beschreibung vorhanden sein, sowie fünf verkleidete Elefanten mit Posaunen darauf herumspazieren. Allerdings verstehe ich, dass Sie Ihren Mitarbeiter schützen möchten, das ist in Ordnung. Aus meiner Sicht halt nicht vorbildhaft, wie auch immer.

Weil Sie ja kein Unbekannter in der Spiele-Branche sind, wäre es günstig, solche Artikel deutlicher zu kennzeichnen, sofern es sich tatsächlich um Satire handeln sollte. Und ich bin weiterhin der Meinung, dass eine ebensolche - Meinung - durchaus differenziert und recherchiert sein sollte. Muss - in diesem speziellen Fall.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 15:58 #

"Darum sind wir auch per Sie, wir kennen uns ja nicht wirklich"
Das ist mit Abstand der größte Quatsch den ich hier bisher las.
Im Netz willst du mit dem "Sie" nur provozieren. Und das weißt du verdammt genau. Im Netz ist "sie" so gut wie nicht existent. Du glaubst scheinbar dass sich deine Posts so seriöser lesen. Tun sie nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 16:13 #

Ein Artikel muss nicht in Gänze Satire sein, um satirische, sarkastische oder anderweitig rhetorische Elemente enthalten zu dürfen ...

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 21. Juli 2016 - 9:24 #

Nachvollziehbare Argumentation: Der Begriff "Kolumne" ist definiert. Seit hunderten von Jahren. Da kann man keine "andere Meinung" zur Bedeutung haben...

RoT 18 Doppel-Voter - 10340 - 21. Juli 2016 - 22:32 #

Ich kann mir vorstellen, dass du dich in manchen fällen missverstanden fühlst und hab den eindruck, dass du/sie im Kommunikationsstil sehr unterschiedliches gewohnt sind.

scheinbar hattest du das mit der diktator und tierquäler nummer tatsächlich enrst genommen. ich denke das muss nicht ganz so streng genommen werden.

die sache mit der satire sehe ich ambivalent, das hat denke ich auch damit zu tun, dass einige autoren einen speziellen schreibstil pflegen, und mick soweit ich mitbekommen habe gerade für das schreiben einiger ganz schön deftiger verisse bekannt ist. manchmal kann satire auch nur wirken, indem sie gerade nicht explizit vorher angekündigt wird.

grundsätzlich wäre es natürlich hilfreich, solche kategorien wie News, Report, User artikel, Meinung, Test etc. entsprechend nochmal kurz zu beschreiben, falls es das sogar schon irgendwo gibt, wäre eine verlinkung dahin sicher für einige hilfreich. Bei der kategorie meinung könnte dann beispielsweise geschrieben stehen, dass sich dort auch satirische elemente wiederfinden können.
allerdings hat der ghostbusters test von benjamin auch einen guten humor...

jörg kam mir in dem fall auch ein wenig zu giftig vor...

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:45 #

"Meine Meinung habe ich schon kundgetan: Auch Mick Schnelle erzeugt Free2-Produkte. Wenn ich als User davon ausgehen muss, dass das grundsätzlich keine qualitativ hochwertigen Beiträge sind, nur weil sie Free2 sind, dann gibt mir sein Beitrag hier Recht."

Micks Beitrag darauf zu reduzieren, dass das Problem das "Free2" sei, verkennt völlig, worauf Mick eigentlich abzielt. Ihn stört doch überhaupt nicht, dass es kostenlos angeboten wird, sondern ihn stören die Methoden, die hinter diesen Spielen und ihrer Entwicklung stehen, und deren Ziel nicht ist, ein spaßiges Spiel zu entwickeln, sondern den Spieler in psychologische Fallen tappen zu lassen.

Daher läuft die "Free2"-Analogie mit Micks Artikel völlig ins Leere.

Solche merkwürdigen, aus der Luft gegriffenen Einwürfe und vermeintlichen Zusammenhänge kommen von dir mehrfach, nicht zuletzt haben sie Jörg oben zu dem, wie ich finde, sehr schön zugespitzten Atomwaffenvergleich gebracht.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 11:24 #

Wobei ich genau das eben nicht getan habe. Ich habe zwar versucht, differenzierter zu sein als diese Kolumne, das ist aber keinesfalls mit einem Vorwurf gegenüber Mick gleichzusetzen. Das war zumindest von mir sicherlich nicht so beabsichtigt.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 11:28 #

du bist nicht gemeint. ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25033 - 20. Juli 2016 - 11:30 #

Ich möchte es nur unmissverständlich klarstellen, weil der Ursprungskommentar hier von mir ist und zumindest mein erster langer Absatz in diesem Kommentar hinsichtlich dessen durchaus missverstanden werden kann - wie ich gerade bei neuerlichem Lesen feststellen musste :)

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 11:41 #

:-) Huch, bloß keine "echte" Kritik!

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 11:48 #

Gemeint war in erster Linie der User steever.

ICH.

Jawoll!

Ha!

Ich, der jeden Text bis ins kleinste Atom differenziert haben möchte. So. Ich stehe dazu. Genau! Mir egal was da oben steht! Meinung? Glosse? Satire? Pumpernickel? Differenzierungen müssen her! Alles schwarz sehen ist nicht schön, die Welt ist bunt. Ich mag auch Bienen, finde sie knuffig.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 13:15 #

Vor allem in Honig geröstet schmecken sie schön nussig.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 13:20 #

dann sind sie aber nicht mehr knuffig, höchstens knusprig.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 13:25 #

Yummy ! Es lebe Maja in Honey Mustard !

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 13:18 #

Ja, bitteschön Herr Steever - wissen Sie denn nicht, dass man gegen eine Meinung (vor allem die von Herrn Schnelle) nichts dagegenzureden hat! Das wird hingenommen, und damit basta. Auch wenn die Logik - die ja in der Satire durchaus ihre Berechtigung hat, nur es erkennt sie kaum wer - noch so sehr dagegenspricht. Die Retter der Spielideen wird niemand angreifen!

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 13:22 #

ähm... duz mich bitte, fühle mich ansonsten viel zu alt. ;)

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 13:42 #

Gerne, dann sind der Aufwiegler Steever und ich jetzt also per du. Übrigens wurde in den Kommentaren schon einmal versucht, den Beweis für die redaktionelle Unabhängigkeit anzutreten, weil gegen die Free2Play-Branche gesamt, und nicht nur ein spezielles Produkt Meinung gemacht wird.

Meiner Meinung (Achtung, Meinung!) nach ist das nicht die richtige Beweisführung: Der richtige Beweis wäre, wenn die Firma XY für ihr Spiel Werbung auf GamersGlobal macht, weil GamersGlobal eben Reichweite bringt. Und GamersGlobal bewertet daraufhin das konkrete Spiel schlecht, obwohl es konkrete Kohle gebracht hat. GamersGlobal führt dabei nachvollziehbare und objektive Kriterien als Grundlage heran, davon gehe ich aus. Damit wäre der Beweis der Unabhängigkeit der Redaktion erbracht. Eine positive Kritik für ein auf der Website beworbenes Spiel ist bei objektiv nachvollziehbaren Kriterien auch noch kein Nachweis für die redaktionelle Abhängigkeit, auf der anderen Seite.

Nach wie vor bin ich von der redaktionellen Unabhängigkeit von GamersGlobal überzeugt, weil ja die Test-Artikel passen. Nur die Meinungsmache muss besser recherchiert erfolgen. Gegen Satire hat ja wirklich niemand was, es gibt viel zu wenig davon. Aber Satire erfordert halt auch Hintergrund-Wissen, ansonsten wird es im besten Fall ein guter Witz. Das war hier aber nicht zu erkennen. Sondern es wird unabhängig von großen Playern in der Branche auch die kleine, aber feine Gemeinschaft von Entwicklern mit in die Mangel genommen, die an der Misere gar kein Verschulden haben. Die wären aber hervorzuheben, und zu fördern, das wäre die Aufgabe von GamersGlobal. Ob das dann als Satire, oder irgendwie anders passiert, wäre mir als User dann vollkommen egal.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:50 #

Wo wird denn hier irgendjemand in die Mangel genommen, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen?

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 13:25 #

Ja Herr rsommerer, wissen sie denn nicht das kaum jemand mit ihrer genialen Denkweise konkurrieren kann ? ;)

rsommerer 12 Trollwächter - 928 - 20. Juli 2016 - 11:30 #

Natürlich, wenn man die Möglichkeit erhält, auf einer Website als User eine Darstellung seiner Sicht der Dinge abzuliefern, dann kann man das vollkommen zurecht auch tun. Wer dann kommt, und versucht, einem das Wort zu verbieten, ist eindeutig im Unrecht. Etwaige Verletzungen der Etikette einmal vorbehalten.

Gendrosh 11 Forenversteher - 586 - 20. Juli 2016 - 8:59 #

F2P und DLCs sind eine echte Seuche! (die Witcher 3 Addons nehme ich hier mal aus, sowas ist nicht das, was ich mit DLC meine).
Hier allerdings auf die Lösung durch schlechtes Gewissen zu warten, ist in meinen Augen sehr blauäugig und ein schlechter Abschluss für einen ansonsten gut geschriebenen Artikel.
Das Einzige, was hier am Ende stehen kann, ist der klare Appell an alle, diese Scheiße nicht zu unterstützen, indem man sie spielt und im schlimmsten Fall noch Geld hineinsteckt.
In einer Gesellschaft, die immer noch glaubt, "Geiz ist geil" und jedem steht automatisch alles zu, ohne dass man es sich erarbeiten muss, wird sich in der Hinsicht aber wohl nichts ändern.
Insofern ist die F2P Entwicklung nur ein Symptom für das was schief läuft.
#rantende

DJHolzbank 09 Triple-Talent - 339 - 20. Juli 2016 - 9:05 #

Gähn... Da ist jemand sauer, dass die deutsche Software-Industrie einen Weg gefunden hat, Geld zu verdienen. Niemand wird gezwungen, Spiele dieser Art zu spielen. Wenn überhaupt irgendjemand "Schuld" hat, dann ist es der Konsument, der mit seiner Nachfrage den Markt befeuert. Vollends lächerlich wird es aber, wenn Mick Schnelle sich anmaßt, zu definieren, was ein Spiel ist und was nicht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:17 #

Wieso sollte Mick sauer sein, dass die deutsche Software-Industrie Geld verdient? Das macht doch gar keinen Sinn. Mick "maßt" sich auch nicht an, zu definieren, was ein Spiel ist. Er sagt für *sich* in einer *Kolumne*, was ein Spiel ist.

In diesem Punkt – nicht bei der ganzen Kolumne übrigens – bin ich ganz nah bei Mick: Das sind doch überwiegend keine richtigen Spiele! Das ist meistens Suchtspiralen-Perfektion ohne tieferen Wert, gemacht für Ahnungslose, Aufmerksamkeitsschwache und Müde. Habe wirklich genug dieser Spiele ausprobiert, oft kommt schon nach wenigen echten Spielstunden der Punkt, an dem ich mich schäme, überhaupt diese Zeit investiert zu haben.

Meine persönliche Meinung: Nicht jedes F2P ist automatisch Mist, und es gibt einige sehr gute Ausnahmen wie Hearthstone und Co. Aber der Mist-Anteil im F2P-Genre ist ungeheuer hoch. Ich unterstelle der Mehrzahl der F2P-Entwickler, nicht in erster Linie an einer tollen Spielerfahrung interessiert zu sein, sondern an Monetarisierung. Das unterstelle ich den Entwicklern echter Spiele nicht: Sie sind in aller Regel daran interessiert, eine sehr gute Spielerfahrung zu bieten, weil nur darüber der (dauerhafte) wirtschaftliche Erfolg kommt. Diese Relation scheint mir bei F2P nicht so gut zu funktionieren.

spatenpauli 12 Trollwächter - 837 - 20. Juli 2016 - 14:29 #

Wäre es für GG zukünftig eine Option, den ein oder anderen F2P-Titel mal näher unter die Lupe zu nehmen? Gerne als Test. Da diese Sparte rasant wächst und immer mehr Anhänger findet, würde dieses in meinen Augen echt Sinn machen (auch wenn es für Euch sicherlich einen ziemlichen Aufwand bedeuten würde).

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 20. Juli 2016 - 14:46 #

Dann kommt jedoch unweigerlich die Frage nach einem Nachtest auf, gerade wenn so 1-2 Jahre vergangen sind. Doch ob sich das lohnt?

Ganesh 16 Übertalent - 5035 - 20. Juli 2016 - 9:27 #

Eine Kolumne ist Meinung und polarisierend. Aber Quatsch erzählen sollte sie deshalb doch nicht, oder?

Die hier dargestellte Linie, dass F2P grundsätzlich Abzocke wäre, ist nachweislich falsch. Dass deutsche Entwickler jetzt ihr wirtschaftliches Überleben mit schlechtem F2P sichern, mag sein, ist aber wahrscheinlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Am Ende verkauft sich das, was auf dem Markt nachfragt wird. Und dieser Markt ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, global. Statt einem Geschäftsmodell die Schuld in die Schuhe zu schieben, sollte man fragen, warum bspw. Ubisoft es geschafft hat, zum globalen Konzern zu werden oder warum es Paradox gelungen ist, ein funktionierendes Nischen-Unternehmen aufzubauen.

Was mich aber auch massiv stört, ist das bestimmte Spiele (mit Anfang und Ende) hier zu 'richtigen' Spielen erklärt werden, während andere dann entweder casual, F2P oder beides sind. Da sieht man sehr gut, wie viele bei deutschen Spielemedien immer noch LOL, Hearthstone, Dota, etc. fremdeln. Die Spiele werden so 'hardcore' gespielt, wie es nur eben geht (E-Sport), sind aber trotzdem F2P. Aber sie laufen halt am üblichen Muster der (deutschen) Spielepresse vorbei. Man kann sie nicht richtig testen, weil es keinen richtigen Launch gibt. Die Kaufentscheidung ist dank F2P marginalisiert, den Test würde also auch keiner lesen. Und dann würde es Ressourcen verschlingen, der fortwährenden Bedeutung eines solchen Titels gerecht zu werden.

Harry67 16 Übertalent - P - 4619 - 20. Juli 2016 - 9:44 #

Interessante Perspektive. Guter Kommentar!

Hyperlord 15 Kenner - P - 3998 - 20. Juli 2016 - 10:36 #

Dem schließe ich mich an

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 11:23 #

Same here! Scharfsinnige Beobachtung :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:24 #

Ja, was denn nun? Darf polarisiert werden in einer Kolumne, also überspitzt und weggelassen, oder nicht? Wenn ja, ist es kein Quatsch, den Mick schreibt, wenn nein, hast du wohl etwas gegen Kolumnen, die nicht deiner Meinung entsprechen.

guapo 18 Doppel-Voter - 10972 - 20. Juli 2016 - 12:59 #

Bin ich der einzige, der Micks Nennung von Bluebyte/Anno/TSO als positives Beispiel F2P sieht?

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6313 - 20. Juli 2016 - 13:00 #

DSO und Anno kenn ich nicht, aber TSO ist gutes F2P.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 14:56 #

Er nennt BlueByte zunächst als zweiten seiner Meinung nach "richtigen" Entwickler in der Liste, nur um direkt darauf einzuschränken: Auch BlueByte bewegt sich teilweise in dem von ihm nicht geschätzten Bereich.

Ganesh 16 Übertalent - 5035 - 20. Juli 2016 - 16:33 #

Überspitzen ist was anderes als Unsinn erzählen/schreiben. Natürlich gibt es einen schmalen Grad zwischen der sinnvollen Überspitzung und dem Punkt, wo die Kolumne aufgrund ihrer Auslassungen nicht mehr zur Meinungsbildung taugt. Ich kann viele Kolumnen lesen, die mit meiner Meinung nicht übereinstimmen (Fleischauer oder wie der Typ heißt), aber sie helfen trotzdem noch bei der Meinungsbildung.

Wenn auf F2P eingeprügelt wird, weil es keine schönen deutschen Spiele mehr gibt, ist das für keins der beiden Themen, F2P auf der einen Seite, die deutsche Spieleindustrie auf der anderen Seite, hilfreich.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 16:55 #

Dann ist ja gut, dass Mick in seiner Kolumne keinen Unsinn schreibt, und sie ausweislich der angeregten Kommentare darunter vortrefflich zur Meinungsbildung taugt. Es gibt natürlich viele Leute, die ihre Meinung schon gebildet haben, bevor sie zu lesen beginnen, aber das kann man schlecht der Kolumne anlasten.

Sei doch einfach ehrlich und sage: "Mir passt diese Kolumne nicht, mich überzeugt sie nicht!". Völlig okay. Aber deine sich höchstrichterlich gerierenden Einlassungen dazu, ob die Kolume zu viele Auslassungen hat oder nicht zur Meinungsbildung taugt oder oder sinnvoll überspitzt ist oder Unsinn ist oder alles zusammen, kann ich nicht so ganz ernstnehmen.

Ganesh 16 Übertalent - 5035 - 20. Juli 2016 - 20:00 #

Okay, meinetwegen. "Mir passt diese Kolumne nicht, mich überzeugt sie nicht! Und sie bietet keine interessante Position, mit der ich mich auseinandersetzen könnte.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 15:26 #

In der Kolumne geht es nicht um Lol, Hearthstone, Dota etc., sondern um die F2P-Produkte der deutschen Spieleindustrie.

Ganesh 16 Übertalent - 5035 - 20. Juli 2016 - 16:36 #

Ich gebe dir teilweise recht. Aber dieser wichtige Kontext fehlt und ist für die Beurteilung wichtig. Es gibt faire Spiele, die sich für dieses Vertriebskonzept entschieden haben. Dass man in Deutschland offenbar zu so was nicht fähig ist, ist ein interessanter Befund. Aber dieser Vergleich wird unterlassen und deshalb hat der Leser nachher auch keine Ahnung, woher dieser Qualitätsunterschied kommen könnte.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 17:19 #

Das wäre ein sehr interessantes Thema für eine Reportage, aber für eine Kolumne ist das meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig. Natürlich hätte Mick noch etwas schreiben können wie "Im Ausland gibt es auch tolle F2P-Produkte", aber es ist nicht essentiell für das, was er sagen möchte.

Mirko (unregistriert) 20. Juli 2016 - 9:57 #

Ich bin verwirrt. Möchte der Autor dieser Zeilen, dass alle 2500 Leute, die allein in Hamburg arbeiten, künftig wieder arbeitslos oder völlig unterbezahlt "richtige Spiele" machen?

Als "gewissenloser Betroffener" in dieser Branche habe ich eine Überraschung für den Autor: Die ganze Unterhaltungsindustrie basiert darauf, Menschen möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen! NEIN, WAS, NIEMALS?!
Wer den letzten Star Wars Film und die anderen davor geschaut hat, ist beispielsweise der tollen Franchise Maschinerie der Filmindustrie auf den Leim gegangen, die einen nicht nur in mehr oder minder-guten Kinofilmen abkassiert hat, sondern auch noch über Merchandising... aber da scheint niemand ernsthafte Probleme zu haben als Cashcow alle Jahre wieder gemolken zu werden.

Wenn ich so etwas lese, muss ich etwas würgen, denn da schreibt jemand, ohne wirklich zu reflektieren, WAS "Games Industry" eigentlich bedeutet. Es ist eben nicht "der Traum vom eigenen Spiel, mit dem man berühmt wird und es macht, weil man es schon immer machen wollte".
Es geht um Geld. *surprise*
Es ging auch schon bei Titeln in den "guten alten 90ern" um Geld und es wird auch künftig um Geld gehen. Und wer das nicht versteht oder möchte, hat natürlich immer die Wahl mit einem krumpeligen Indie-Game gegen den Strom zu schwimmen, nur sollte der dann auch nicht davon leben wollen.

Dieser Artikel ist ähnlich sinnlos wie der Kampf der Musikindustrie, gegen Online-Distributionen, weil CDs sich viel besser verkaufen lassen.
Wenn der Autor "die dummen Konsumenten" läutern will, dann sollte er vielleicht ganz aus der Unterhaltungsindustrie rausgehen und für ein Wissenschaftsmagazin schreiben oder eben anfangen sich dafür einzusetzen, dass unser Bildungssystem verbessert wird. Aber das wäre wahrscheinlich zu viel erwartet von jemandem, der denkt, ein "richtiges Spiel" hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende.

Ach ja und alle Leute als gewissenlose Abzocker zu deklarieren, die mit dieser Art von Unterhaltung ihren Lebensunterhalt verdienen ist einfach geschmacklos und beleidigend.

Hyperlord 15 Kenner - P - 3998 - 20. Juli 2016 - 10:36 #

DANKE!

Wollte heute früh in die gleiche Kerbe schlagen, war aber nicht in der Lage, das nett und sachlich zu formulieren.

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2284 - 20. Juli 2016 - 10:42 #

Blödsinn. In Micks Artikel geht vor allem und völlig zu Recht um die grottige Qualität von F2P-Bespassungen. Ob jemand von der Herstellung dieses Krams lebt, ist mir als Konsumenten doch völlig egal. Es lebten ja Leute vom Verkauf von Klingeltönen, und der Verweis auf diese Branche ist sehr treffend gewählt.

Wer als Konsument aber nun zu geizig ist, 40, 50 oder 60 Euro für ein Spiel auf den Tisch zu legen, verdient es andererseits auch nicht anders und nicht besser, als im Rahmen irgendwelcher F2P-Geschäftsmodelle dauergemolken zu werden. Insofern haben F2P-Spiele durchaus eine evolutionär-sozialdarwinistische Daseinsberechtigung.

Gronka 12 Trollwächter - 918 - 20. Juli 2016 - 11:04 #

Das ist auch völliger Blödsinn. Ich gebe viel zu oft 40, 50 oder 60 Euro für Spiele aus und spiele auch gerne mal zwischendurch Free2Play MMORPGs ohne auch nur einen Cent zu bezahlen. Dauergemolken? So ein Quatsch! Natürlich gibt es da Ausnahmen, die tatsächlich nur durch Abzocke glänzen aber Abzocke gibt es doch überall. Und es gibt qualitativ gute F2P Sachen. Oder verliert zum Beispiel Evolve jetzt an Qualität weil es auf F2P umgestellt wurde?

Bluff Eversmoking 14 Komm-Experte - P - 2284 - 20. Juli 2016 - 11:26 #

Der Hinweis auf die zwei oder drei F2P-Titel, die spielerisch nicht minderwertig sind, ist kein Grund, in diesem konkreten Fall von einer Verallgemeinerung abzusehen.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 11:08 #

"Wer als Konsument aber nun zu geizig ist, 40, 50 oder 60 Euro für ein Spiel auf den Tisch zu legen..."

Öhm... sind F2P Modelle nicht gerade deswegen so erfolgreich, eben weil die Konsumenten nicht geizig sind viel Geld für das Spiel auf den Tisch zu legen? Dauermelken geht bei Geizigen doch nicht so gut. ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3380 - 20. Juli 2016 - 11:08 #

Echt? Ein Film hielt noch nicht mittendrin an und zwang mich einen plüsch-X-Wing zu kaufen, wenn ich das nächste Kapitel sehen möchte... ;)

Mirko (unregistriert) 20. Juli 2016 - 11:58 #

Au contraire, ein Film wickelt dich viel besser mit unterschwelligem oder ganz direktem Product-Placement (Beispiel: James Bond) ein...
Naja und dass man in der Hoch-Zeit von bestimmten Filmen nirgendwo mehr vor deren Cross-Promo sicher ist, wo dann beispielsweise ein IKEA eine dämliche Star-Wars Lampe anbietet, nur um auf der Merchandize-Welle mitzuschwimmen, ist für mich völlig gleichzusetzen mit einem Pop-Up, das mir sagt ich möge doch bitte 150 Rubine kaufen. Das ist vielleicht aber sogar noch sympathischer, weil es nämlich nur diesen Teil meiner Lebenswelt durchdringt und nicht meinen gesamten Alltag auch noch...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:56 #

Ich lese aus der Kolumne nicht heraus, dass Mick deutschen Spiele-Entwicklern die Arbeitslosigkeit wünscht. Er wünscht sich, dass sie ihr Geld mit richtigen Spielen verdienen statt mit der Vortäuschung von Spielen, deren Hauptzweck die Monetarisierung ist, nicht der Spielspaß.

Auch aus meiner Sicht als jahrzehntealter Spielefan ist da eine gewaltige Fehlentwicklung im Gange, deren Ursache die breite, spiele-dumme, durch Smartphones oder Browser aber jederzeit mit vordergründig kostenlosen Spielen erreichbare Masse ist.

Und nur weil es müßig ist, diese Entwicklung rückgängig machen zu wollen, muss man sich nicht davon abschrecken lassen, gegen diese bedauerliche Entwicklung anzuschreiben.

Mirko (unregistriert) 20. Juli 2016 - 12:07 #

Sehe ich auch anders. Der Markt entwickelt sich nun mal dahin. Man kann versuchen den Markt zu ignorieren, was langfristig in die Insolvenz führt. Genau aus diesem Grund betreiben Sie auch eine Website und kein Printmedium. Weil sich der Markt dahin entwickelt. Ich bin mir sicher, mit einer Auflage wie in den 90ern mit 80k Stück und mehr plus Anzeigenkunden, wäre ihr Leben schöner. Leider hat sich die Zeit geändert und ich bin mir sehr sicher, dass sie nicht zurückkommt. Warum sollte sich also der "Free-2-Play" Markt zurückentwickeln?
Ich erlebe immer wieder, dass Android Nutzer jammern, weil sie doch ganze 0,99 Cent zahlen sollen um einen Zusatz zu spielen, für den sich Entwickler Nächte um die Ohren geschlagen haben. Bei 1,99€ haben wir fast schon Lynchzustände...
Mir gefällt diese Marktentwicklung nicht, ich kann mich darüber aufregen und versuchen in Stellungnahmen den Leuten zu vermitteln, dass selbst ihr Mittagessen teurer ist... das bringt aber nichts. Also MUSS ich, sofern ich ernsthaftes, finanzielles Interesse habe und nicht bei Mutti wohne, mir überlegen, WIE ich diese Leute eben doch dazu bekomme für mein Produkt zu bezahlen und womöglich sogar Spaß daran zu haben. Ich kann daran leider nichts verwerfliches erkennen.

Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 22192 - 20. Juli 2016 - 12:54 #

Gibt's bei Android wirklich 0,99 Cent Abstufungen?

Green Yoshi 21 Motivator - 25380 - 20. Juli 2016 - 13:30 #

Vielleicht sind Android-Nutzer dann einfach die falsche Kundschaft? 2014 setzte die Branche weltweit 87 Milliarden Dollar um. Es wird also sehr viel Geld für Spiele ausgegeben. Nur gibt ein PS4-Besitzer im Durchschnitt deutlich mehr für Spiele aus als ein Smartphone-Besitzer. Dort ist die Konkurrenz mit über einer Millionen Apps auch viel unübersichtlicher als auf den Konsolen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 17:14 #

Mir ist die Monetarisierung von Spielen relativ egal, ich hasse nur diese ganzen Psychotricks, den Leuten durch Anfixen und dann bald nur noch theoretisch erspielbare (musst nur 1 Monat viermal am Tag einloggen...) Inhalte, die sie für Geld sofort bekommen, und durch schwer zu durchschauende Umwandlungsquoten von Euro in Phantasiewährung und von dieser meist noch in die eigentliche Phantasiewährung (verbunden mit extremen Rabatten beim Kauf der 99-Euro- oder 999-Euro-Pakete) das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die eigentliche Fehlentwicklung aber ist für mich, dass die typischen F2P-Spiele (nicht alle, aber die meisten) mit klassischen Spielen, wie ich sie liebe, nichts mehr zu tun haben. Es geht darin schlicht nur ums Hochsteigern, bei bestimmten kompetitiven Spielen noch in Verbindung mit echtem Skill. Die vielen Spiele und Genres, die ich liebe, funktionieren anders. Und darum sehe ich da einen großen Unterschied zu deiner Analogie: Ob jemand Journalismus (oder wegen mir einen Verlag) betreibt, ist grundsätzlich dieselbe Sache, egal auf welchem Medium: Papier, Online, Facebook, YouTube. Klar ändern sich durch das Medium diverse Parameter und damit auch der Stil oder die Form. Aber es bleibt Journalismus.

F2P-Spiele mit ihrem ständigen oder eben auch weniger ständigen Zwang/Angebot/WinkmitderKeule, Geld auszugeben für Zusatzinhalte, sind aber etwas komplett anderes. DLC-artige Konzepte (Episoden, DLC, Addons) akzeptiere ich, sie erlauben auch weiterhin Spiele, wie ich sie mag. Aber typische F2P-Spiele machen mich überhaupt nicht an, ich verorte sie von ihren Mechanismen her eher im Glückspielbereich, nur dass es nichts zu gewinnen gibt.

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 20. Juli 2016 - 17:50 #

Jetzt frage ich mal ganz offen: Was ist denn so schlimm daran, dass ein Spiel sowohl Hochsteigern als auch echten Skill benötigt? Ist das nicht gerade ein System von ActionRPGs? Das ist das gleiche System. Na klar, spielt man dort oft allein, aber per se das gleiche in Grün. Doch dich kann es ja nicht ansprechen, weil die meisten F2P eben in Bereichen sind, die dich einfach nicht interessieren. Ist halt so, kann ich vollends akzeptieren.

Für mich stellen diese Spiele eine Erweiterung des Spielemarktes da, bei dem ich als Spieler entsheiden kann, was mir gefällt oder eben nicht. Wenn ich ein Spiel egal welcher Art nicht mag, dann spiele ich es einfach nicht. Dann kann mich auch keine sonstige Rabattaktion für irgendwelche Spielwährungssysteme locken. Doch wenn ich ein F2P begeistert spiele, dann kann ich doch die Bereitschaft zeigen, etwas Geld locker zu machen. Man sollte aber schon wissen, wie weit man gehen kann. Ich habe für ein koreanisches F2P mal 30€ in den Ring geworfen, also nicht mal Vollpreis anderer Spiele, und habe bis fast 2 Jahren sehr viel Spaß gehabt. Es kommt eben immer auf den einzelnen Menschen an.

Als Journalist sollte klar sein, dass auch in Vollpreisbereich ohne Anfixen nichts läuft, Auch da wird mit genug psychologischen Mitteln gekämpft, um den Käufer zu überzeugen. Nur die Form ist anders. Ich behaupte einfach, dass durch dem Mobilmarkt die Zahl der angebotenen F2P massiv zugenommen hat. Auf den PC-Markt gibt es zwar je nach Sichtweise auch viel, doch das ist vergleichbar wenig, dazu oft mit deutlich mehr Aufwand produziert.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 17:58 #

Da missverstehst du mich: Der "echte Skill" war eine Einschränkung *zugunsten* entsprechender Spiele, wenn also F2P nicht ausschließlich auf Hochsteigern setzen. Nur, dass ich keinerlei Multiplayer-Skill besitze, und mich also auch das nicht versöhnt.

Unsere Meinungen unterscheiden sich ansonsten unvereinbar: Du hältst F2P für eine Erweiterung, ich für eine Pervertierung der Computerspiele, die mittel- und langfristig den von mir geliebten Spielen schaden werden. Denn es ist offensichtlich mit ihnen gewaltiger Umsatz zu machen, wieso also sollten nicht irgendwann sämtliche Hersteller, bis auf ein paar aufrechte Indies natürlich, dazu übergehen, dasselbe zu machen?

vicbrother (unregistriert) 20. Juli 2016 - 18:41 #

Weil das der Käufer entscheidet.
Es wird zu keiner Monotonie von Spielen kommen, dazu ist der Käufer zu differenziert. Beispiele sind zB das pixelige Minecraft, Spiele ohne Ziel wie EU oder überhaupt Paradox-Strategieschwergewichte mit großen Einstiegshürden oder ein Dauersterben in Dark Souls. Wenn etwas Gewinn verspricht wird es auch produziert werden.

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 20. Juli 2016 - 19:26 #

Ich verstehe deine Sorgen durchaus. Was wäre, wenn eines Tages ein Total War F2P erscheint? Möglich ist das durchaus. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mein geliebtes Mount & Blade ein F2P-Spiel werden wird. Das ist der blanke Horror!

Ich rechne schon damit, dass die großen Publisher in Zukunft mehr F2P anbieten werden, ihre Kernmarken aber normal weiter führen. Denn diese Marken bringen zuverlässig Geld in die Kasse, während F2P eher schwankend ist. Da vor allem bei neuen Inhalten bezahlt wird, muss dafür ständig produziert werden. Das wiederum ist beim klassischen Modell immer weniger der Fall. Ein paar kleine DLC sind schnell gemacht, das Patchteam muss nicht groß sein. Ich selbst stehe mit DLC auf Kriegsfuß, das ist mein Schlachtfeld. Dein Schlachtfeld ist F2P, so ist das eben. Anderer Mensch, andere Prämissen. Ein Glück, dass wir alle verschieden sind, sonst hätten wir nur Molyneux-Spiele. (Ich denke dabei an die letzen "Spiele") :)

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 20:14 #

Das gibts schon: Total War: ARENA

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 20:57 #

http://www.gamersglobal.de/news/94489/angespielt-total-war-arena

Ist sogar ein gutes Beispiel, wo sich die Leute Gedanken gemacht haben, wie sie ein Teil des Grundprinzips in ein faktisch anderes Genre retten können. Hat aber dennoch (für mich) nahe null Faszination.

Und ein echtes F2P-Aufbauspiel haben sie mittlerweile auch zu Total War gemacht: Total War Battles: Kingdom. Sieht 1 bis 2 Minuten nach etwas Besonderem aus (Wasser absenken oder Deiche bauen! Hmm, aber irgendwie nur im Tutorial...), und die Schlachten sind für F2P-Verhältnisse sogar geringfügig beeinflussbar. Ist dennoch eine üble Pervertierung aus meiner Sicht.

Ghusk 15 Kenner - P - 2972 - 20. Juli 2016 - 13:36 #

Ich bin nicht komplett bei Micks Meinung. Denn egal ob man das jetzt als Glosse oder Satire (danach sieht es aber nicht aus) bezeichnet, verallgemeinert sie zu stark. Schließlich gibt es genug f2p-Beispiele wo gutes Gameplay, eine verträgliche Monetarisierung und langfristiger wirtschaftlicher Erfolg zusammen kommen.

Aber dann sind da die schwarzen Schafe. Und leider gibt es mehr schwarz als weiß. Und wo zieht man die Grenze? Eigentlich relativ klar dort wo das Gameplay dahingehend optimiert wird, einen zu möglichst vielen Zahlungen zu bewegen.

Für mich geht das eindeutig in den kriminellen Bereich und ist ähnlich zu werten wie geplante Obsoleszenz oder all die Spielhallen die zur Zeit aus dem Boden sprießen. Noch ist die f2p-Problematik nicht in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Aber ich glaube, dass hier in Zukunft noch einiges passieren wird. Vielleicht sollte vorher der eine oder andere in der Branche seinen moralischen Standpunkt nochmal überdenken.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 15:11 #

Das liest sich jetzt aber doch mehr wie eine verzweifelte Verteidigung. Wenn du ein "gewissenloser Betroffener" bist, kennst du den Unterschied im Designprozess, je nachdem, welcher Typ Spiel entwickelt wird. Und du weißt, dass der Fokus beim typischen F2P-Spiel ein ganz anderer ist, nämlich nicht einfach der, ein überzeugendes Gesamtprodukt zu entwickeln, das der Zielgruppe Spaß macht, sondern möglichst oft und überzeugend Anlässe, etwas zu bezahlen in das Spiel einzubauen – nach Möglichkeit natürlich so, dass es die Menge nicht gedeckelt ist.

Einerseits so zu tun, als wäre dieser Unterschied geradezu unerheblich oder marginal, und direkt darauf das Wissen um die Bedeutung der "Games Industry" in den Raum zu stellen, ist schon recht absurd.

Ja, natürlich geht es auch bei anderen Spielen ums Geld. Das ist Mick mit Sicherheit bewusst, aber das Präsentieren dieser überraschenden Wahrheit lenkt doch nur von dem Unterschied ab, von dem "Wie". Nicht alles, bei dem es ums Geld geht, hat automatisch die gleiche moralische Qualität. *surprise*

Micks Formulierung mag geschmacklos oder beleidigend sein, aber ist sie inhaltlich wirklich so falsch?

Triforce (unregistriert) 20. Juli 2016 - 10:56 #

Es mag so 10 Jahre her sein, da tingelten leidende Chefredakteure und sonstige Journalisten über fast alle Branchenkonferenzen, wie zuvor bereits schummrige Gestalten aus der Spielebranche. Ihr einziges Thema: „Monetarisierung und zwar nachhaltige!“ Dazu muss man wissen, dass das Verlagswesen und Print, auf mehr oder weniger lange Sicht fast unweigerlich in die Insolvenz führte. Selbst die besten Journalistenteams erwirtschafteten praktisch nie genug Geld, um den tendenziellen Auflagenflop verkraften zu können. Da hört man natürlich ganz genau hin, wenn schlaue Menschen einen Weg zu dauerhaften Einnahmen weisen. Und genau dazu sollte die Monetarisierung dienen. Warum dem Kunden Qualität und investigativen Journalismus bieten, wenn man ihn mit cleverem Webseitenmanagement zur Cashcow machen kann?

Da man den Online-Trend schon von Beginn an völlig falsch angegangen war und die Leser dazu erzogen hatte, alles kostenlos konsumieren zu können, schien Clickbaiting das Mittel der Wahl. Erklären muss man das Konzept heute – leider – nicht mehr. Jeder kennt die reißerischen Bildchen und Headlines, die vermeintliche Inhalte suggerieren. Sozusagen die legitimen Erben der analogen Klatschpresse. Die Wahrheit ist natürlich eine andere: diese Bilderfolgen und inhaltsleeren Berichte, dienen nur dem Zweck, die Leser zu sinnfreie Seitenaufrufe zu bringen und somit zur Milchkuh zu degradieren.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:30 #

im Internet-Boulevard gibt es natürlich auch eine Art von niveaulosen "F2Ps", das sind für mich diese ganzen (auch bei seriösen Nachrichtenseiten gerne bezahlt verlinkten) "Die 99 besten Tipps zum Abnehmen", "30 heiße Promi-Girls, die noch keinen Freund haben", "10 Luxushotels, die sich jeder Penner leisten kann" Click-Bait-Aggregatoren.

Aber dennoch gibt es die Qualitätsmedien, wie Spiegel.de, sz.de, faz.net, taz.de, zeit.de, welt.de (sic) und wie sie alle heißen. Bei GamersGlobal haben wir keine Click-Baits und verlinken auf nicht diese halbseidenen Bestenlisten-Anbieter. Viele unserer Mitbewerber machen letzteres schon (und teils auch ersteres). Nur: Das macht nicht unsere Mitbewerber generell unseriös, und ihre Artikel nicht generell inhaltsleer.

Vor allem würde ich, ähnlich wie bei F2P, die Schuld eher beim Kunden suchen: Zahlen wollen sie für nichts, also muss man sich irgendwie anpassen, um doch Geld zu verdienen. Wie eben der F2P-Kunde nicht kapiert, dass eine tolle, stunden- oder tagelange Spielerfahrung 20 bis 70 Euro wert ist, sodass er lieber für umme Lauwarmes bis Schlechtes spielt. Und 5% dieser Leute lassen sich dann eben dazu verleiten, Edelsteine oder sonstige Phantasiewährungen zu kaufen. Und davon wieder 1 bis 5% geben (weit) mehr Geld im Monat für F2P aus als zwei neue AAA-Titel kosten würden. Weil sie dann in einer Rangliste in die Top 10 möchten. Oder endlich mal eine Schlacht gewinnen. Oder ihrem Avatar grüne Exklusiv-Ohren verpassen. Was natürlich auch schön sein kann, ganz klar...

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 11:35 #

"Vor allem würde ich, ähnlich wie bei F2P, die Schuld eher beim Kunden suchen: Zahlen wollen sie für nichts, also muss man sich irgendwie anpassen, um doch Geld zu verdienen."

Zahlen wollen sie für nichts und mit F2P lässt sich viel Geld verdienen... hmmm. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:37 #

Na, was glaubst du, wieso wir die Premium Points eingeführt haben... Ein durchschlagender Erfolg bislang, übrigens. Hüstel.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 11:49 #

Noch besser als Laterpay? Dann gibt´s bald auch Spiegel-Points :-)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 12:45 #

Vor allem funktioniert LaterPay auch beim Spiegel auf iPhones so toll wie bei uns. Nämlich gar nicht, man wird schlicht nicht getrackt.

AlexCartman 16 Übertalent - P - 4490 - 20. Juli 2016 - 11:41 #

Sehr gut!

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3380 - 20. Juli 2016 - 11:06 #

Nicht die Spielermacher sollte man kritisieren, sondern die Konsumenten, die lieber 10 mal 5€ im Monat zahlen, als einmal 50€. Das ist ja zu teuer für ein Spiel...
Die Industrie passt sich der Dummheit der Konsumenten an, ist doch ok.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 11:10 #

Das ist im Wesentlichen auch meine Meinung.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 11:10 #

Kommt halt immer wieder darauf an, von welcher Art Spiele wir gerade sprechen. Für ein Candy-Crush würde ich weder 50 Euro Retail zahlen, noch 50 Euro Inapp-Käufe tätigen (andere machen das aber anscheind).

Bei einem World of Tanks könnte ich mir an sich schon vorstellen, dafür Vollpreis zu bezahlen bzw. eine monatliche Abogebühr (sofern mir das gefällt).

Aber ganz offensichtlich scheint es ja jede Menge Spiele zu geben, die Dank F2P viel mehr Geld einspielen, als das ein regulärer Verkauf tut. Und das obwohl nur ein Bruchteil der Spieler Geld im Spiel ausgibt (dann offenbar aber jede Menge).

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36395 - 20. Juli 2016 - 11:13 #

Wie war das bri HdR Online? Nach der Umstellung ging es angeblich finanziell bergauf. Ich habe leider keine Zahlen, kann das aber für mich kaum nachvollziehen.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 11:22 #

Keine Ahnung wie das bei HdR Online war. Aber es muss ja einen Grund geben, warum zum Beispiel ein Pflanzen gegen Zombies im ersten Teil als "normale" App zu kaufen war und der zweite Teil dann F2P war.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36395 - 20. Juli 2016 - 12:14 #

Ich wollte Dein Argument ja auch nur unterstützen. Ich kenne persönlich niemanden, der für FtP schon mal Geld ausgegeben hat, aber irgendwas muss ja drsn sein. PvZ2 hab ich übrigens bei der ersten nervenden Schranke gelöscht.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 12:20 #

PvZ2 hab ich auch nicht sonderlich weit gespielt, ganz im Gegenteil zum ersten Teil. Ich möchte immer noch lieber einmalig einen Preis für ein Spiel zahlen und dann meine Ruhe haben. Aber das wird, zumindest im mobilen Sektor und in bestimmten Genres, immer weniger möglich sein.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 11:19 #

Leute die für etwas anderes ihr Geld ausgeben, mit was anderem Spaß haben, die müssen dumm sein. Ja...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3380 - 20. Juli 2016 - 11:25 #

Wie gut, dass ich davon kein Wort geschrieben habe...

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 11:29 #

Es kam so rüber, als würden Leuten die für F2P Geld ausgeben dumm wären. ;) Verstehe heute wohl einiges falsch, liegt an der Hitze. ;D

Gronka 12 Trollwächter - 918 - 20. Juli 2016 - 11:28 #

Das ist vermutlich der beste Kommentar unter diesem Artikel und das ist auch der einzige Kritikpunkt den ich gegenüber Mick hätte. Nicht die Entwickler sind die bösen, sondern "wir" dummen Konsumenten.

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 20. Juli 2016 - 11:29 #

Wie so oft hätte der Konsument es in der Hand, scheint sich in der Masse aber nicht daran zu stören.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7705 - 20. Juli 2016 - 11:34 #

So ist es leider, und auch kaum vermeidbar. Wer noch nicht den Begriff "Tragik der Allmende" gehört hat, ich finde die F2P Entwicklung geht sehr stark in diese Richtung: https://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende

Und weiterführend und sehr interessant: http://scienceblogs.de/zoonpolitikon/2008/07/05/spieltheorie/

edit: Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr finde ich dass auch die Raubkopie-Problematik in diese Richtung geht.

RobGod 14 Komm-Experte - 2477 - 20. Juli 2016 - 11:38 #

Der Scienceblog Link ist super interessant! Danke dafür :)

Green Yoshi 21 Motivator - 25380 - 20. Juli 2016 - 11:57 #

Die meisten Nutzer von Free2Play-Spielen geben doch nie Geld aus. Es sind je nach Spiel zwischen 1 und 10 Prozent.

Habe auch noch nie bei einem Spiel, egal ob Free2Play oder Vollpreis, Geld für Mikrotransaktionen ausgegeben.

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1690 - 20. Juli 2016 - 14:58 #

Mhh halt ich für fragwürdig. Gerade Spiele im Multiplayerbereich müssen permanent vom Entwickler betrieben und unterstützt werden. Logischerweise müssen auch die Mitarbeiter bezahlt werden. Jetzt kann man sich fragen, ob ein monatlicher Zwangsobolus, wie seinerzeit bei WoW die Lösung ist oder halt wie bei dem guten F2p-Titeln nicht freiwilliges bezahlen für kleine Gimmicks dem Vorzug zu geben ist. Ich persönlich finde Letzteres wesentlich angenehmer.
Weiterhin zeigt das Funktionieren dieses Bezahlmodells bei den guten F2p-Titeln, dass der Mensch auch gerne bereit ist, mehr Geld für etwas auszugeben, wenn ihn der Inhalt überzeugt, also nicht jeder auf der Geiz ist Geil-Schiene fährt.

Despair 16 Übertalent - 5069 - 20. Juli 2016 - 12:29 #

Absolute Zustimmung - sollte sich diese Kolumne tatsächlich nur auf miese kleine Abzock-Apps beziehen, deren einziger Existenzgrund der Profit ist. Aber selbst in dieser Liga findet sich bestimmt der ein oder andere Kandidat, der zumindest kurzzeitig Spaß macht. Und wer sowas längerfristig mit Freude zockt, der soll gerne dafür bezahlen. Alles Geschmacksache. Es soll ja sogar Leute geben, die sich Plastikmucke aus den Charts kaufen und aufs Smartphone schaufeln, das Zeug zwei Wochen hören und dann wegschmeißen. Diese allein auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Wegschmeißmusik gibt's eben auch im Spielebereich und nennt sich neumodisch App. Ich würde ja die Bezeichnung "interaktiver Klingelton" bevorzugen. ;)

Ernsthaftes zum Thema F2P:
Ich bin froh, dass durch F2P altehrwürdige MMOs wie mein geliebtes HdRO (zumindest vorerst) am Leben gehalten werden. Ebenso dankbar bin ich für Spiele mit fairem F2P-Prinzip (z. B. Path Of Exile). Und selbst für Nichtzahler stark eingeschränkte Spiele finde ich in Ordnung, wenn die Kosten für eine komplette Freischaltung in vertretbaren Dimensionen bleiben. Im Endeffekt hat der Spieler es selbst in der Hand, wieviel Geld er in ein Spiel stecken möchte. Falls nicht, würde ich eine Suchttherapie empfehlen.

Kühlschrankmagnet 06 Bewerter - 66 - 20. Juli 2016 - 13:20 #

Das ist der Nachteil, wenn man sich unter Gleichgesinnten wähnt. Mick meint, das vermutlich geteilte Feindbild zu referieren, ersetze bereits das Argument. Warum „kariesbunte“ (schöne Formulierung) Spiele keine richtigen Spiele seien, wird dann auch lediglich per Abgleich mit dem persönlichen Vorliebenkatalog deklamiert. Aus der Frechheit der Browserfabriken, etwas den Mick'schen Geschmack nicht Bedienendes zu produzieren, wird ein moralischer Vorwurf gebaut.

Dieser Koch brät seine Bouletten ohne Thymian? Er ist ein Lump!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 13:43 #

Also ich kenne Mick schon ein paar Jahrzehntchen, aber dass er sich unter Gleichgesinnten wähnen müsste, um seine oft recht eigensinnige Meinung zu äußern, wäre mir neu. Mick äußert seine Meinung auch, wenn er weit und breit der Einzige ist, der sie vertritt, und jeder im Sicht- und Hörumkreis sich stöhnend krümmt ob dieser Meinung. Das habe ich schon immer an ihm geschätzt.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 20. Juli 2016 - 14:48 #

Gut, dann kann ich doch wieder aufrecht gehen. Es liegt also nicht nur an mir, der dieses und jenes falsch aufgefasst hat ("das ist ne Glosse", "das ist Satire", "das ist nicht ernst gemeint", "das muss man anders verstehen", "das braucht man nicht zu hinterfragen", "da muss man nicht differenzieren"), sondern liegt auch einfach nur an Micks Meinung. Dann bin ich wieder am Anfang. Aber das ist auch ok, jeder hat eine andere, so auch eine andere Meinung bzgl. der Meinung des anderen, der eine Meinung zur Meinung eines anderen hat.

Gnu im Schuh (unregistriert) 20. Juli 2016 - 15:43 #

Ist eine solche Eigenschaft für eine Karriere hilfreich oder schädlich? (Frage an Jörg in seiner Rolle als Chef)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 15:58 #

Kommt immer auf den Vorgesetzten an. Mich hat das durchaus oft genervt, gleichzeitig fand ich Querdenken immer wertvoll, weil so neue Gedanken in die Gleichung kommen statt immer nur die Mehrheits- oder Chef-Meinung. Für deine persönliche Karriere wag ich keine Tipps zu geben bzw. in einem Konzern würde ich jederzeit dazu raten, das toll zu finden, was der Vorgesetzte toll findet. Oder dessen Vorgesetzer, wenn ersterer keinen guten Stand hat...

FliegenTod 13 Koop-Gamer - 1206 - 20. Juli 2016 - 16:14 #

Ich hoffe, dass lesen all fest angestellten Gamers Global Redakteure ;-)

guapo 18 Doppel-Voter - 10972 - 20. Juli 2016 - 17:01 #

Wenn du dich das fragen mußt im Zweifel nicht für dich. Für Häuptlinge definitv!

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 104520 - 20. Juli 2016 - 15:07 #

Ach ja, in einer perfekten Welt... ;) Natürlich muss ich dem Mick recht geben, ich hoffe ja auch, dass sich der Schmuh bald auflöst, aber solange der Rubel rollt, gibt es auch kein zwickendes Gewissen. Es ist auch illusorisch zu glauben, dass die App-User-Masse plötzlich zu "echten" Spielen greift, denn diese Leute sind keine Spieler oder Gamer, waren sie nie und werden sie auch nie sein. Die Gamer sind zwar mehr geworden über die Jahre, haben aber mit dieser Masse an F2P-Junkies wenig gemein. Das was da angeblich in der "Mitte" der Gesellschaft angekommen ist, ist lediglich eine neue und modernere Form der Volksverdummung und sicher nicht das Computerspielen.

knusperzwieback 11 Forenversteher - 751 - 20. Juli 2016 - 15:28 #

Wenn ich mittlerweile F2P lese mache ich einen großen Bogen um das Spiel. Ich denke mir dann immer, verarschen kann ich mich auch selber.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9294 - 20. Juli 2016 - 15:37 #

Schöner Artikel, ich deklariere ihn hiermit auch als meine Meinung !

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40506 - 20. Juli 2016 - 15:42 #

Da kann ich Mick grösstenteils mehr als zustimmen (und die amüsanten Kommentare dazu, unbezahlbar). ;)

burdy 15 Kenner - 2776 - 20. Juli 2016 - 16:14 #

Sportspiele (NfS, Fifa, etc), Aufbaustrategie (Siedler, Sim City, etc) und MMOs (WoW, Battlefield, etc) haben alle kein Anfang, Mitte, Schluß, keine Dramaturgie, teils kein Leveldesign und man bringt auch nix zu Ende. Ergo keine Spiele. Wieder was gelernt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 16:28 #

Falsch, alle von dir aufgezählten Kategorie haben das natürlich. Bei Sportspielen z.B. der Karrieremodus oder eine Saison. Bei Aufbauspielen die Kampagne oder ein Szenario mit Siegbedingung. Dass man da meist in einem Sandbox-Modus vor sich hinspielen kann, ist kein Gegenargument. MMOs haben selbstverstänlich Early, Mid und Endgame. Battlefield ist kein MMO.

Im Vergleich dazu unterstellt der Autor typischen F2P-Spielen, dass es ums immer weiter Hochsteigern geht, und sonst um nichts. Ich sehe das nicht so ausschließlich, stimme ihm aber im Großen und Ganzen zu.

burdy 15 Kenner - 2776 - 20. Juli 2016 - 16:55 #

Battlefield ist kein MMO, sondern ein MO, ein M zu viel.

Ansonsten ist die ganze Argumentation löchrig wie ein Schweizer Käse. All das, was über F2P-Spiele gesagt wird trifft auch auf normale Spiele zu. Letzlich bleibt da nur über "Es ist kein Spiel für mich, weil ich das Geschäftsmodell nicht mag". Dann soll mans halt nicht spielen. Aber es gibt Leute, die haben Spaß daran, sollen die es halt spielen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 17:00 #

"All das, was über F2P-Spiele gesagt wird trifft auch auf normale Spiele zu."

In deiner Wirklichkeit vielleicht, in der Wirklichkeit des Autoren (und übrigens auch meiner) keinesfalls. Das ist ja gerade der springende Punkt in der Kolumne, aus dem der Autor folgert: "F2P sind für mich keine richtigen Spiele!" Dem kann ich nicht 100% zustimmen, weil es Ausnahmen gibt. Aber ich würde ihm zu, sagen wir, 99% mengenmäßig und 90% umsatzmäßig zustimmen :-)

burdy 15 Kenner - 2776 - 20. Juli 2016 - 17:21 #

Ja, in meiner Wirklichkeit. Man kann natürlich auch seine eigene haben, in der erst das Nichtvorhandensein von Anfang, Mitte, Ende, Abspann und Weltenrettung kritisiert wird und dann direkt im nächsten Absatz die Siedler, ganz ohne Anfang, Mitte, Ende, Abspann und Weltenrettung, als positives Gegenbeispiel anführen.
(Bevor jetzt wer mit "Siedler hat doch auch noch ne Kampagne als Dreingabe zum Endlosspiel" kommt, in jedem Test zu Aufbaustrategie wird immer das Endlosspiel als das einzig wahre Spiel verkauft, siehe auch zB Anno oder Sim City)
Und er sagt nicht "keine richtigen", sondern "in keinster Hinsicht", was wohl schon ein qualitativer Unterschied ist.

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34449 - 20. Juli 2016 - 19:07 #

Deine Wirklichkeit hat nichts mit der Realität zu tun. Du behauptest:

"Bevor jetzt wer mit "Siedler hat doch auch noch ne Kampagne als Dreingabe zum Endlosspiel" kommt, in jedem Test zu Aufbaustrategie wird immer das Endlosspiel als das einzig wahre Spiel verkauft"

Ich habe nun den Test zu Die Siedler 7 auf GameStar, 4players und GamersGlobal durchgesehen, alle erwähnen als Positiv: "lange Kampagne mit zwölf Missionen" respektive "sehr schöne Kampagne" oder "Umfangreiche Kampagne".

Selbiges auch bei Anno 2205. GamersGlobal: "Kampagne treibt das Spiel voran", GameStar: "belanglose, schlecht erzählte Kampagnenstory".

Damit sehe ich deine Behauptung als hinreichend widerlegt.

burdy 15 Kenner - 2776 - 20. Juli 2016 - 19:52 #

Also beim Test zu Siedler 7 steht
"Das alles kann aber nicht kaschieren, dass die Einzelspielerkampagne im Kern nicht mehr als ein sehr umfangreiches Tutorial für den Mehrspieler- oder Plänkelmodus ist"
Bei Anno 2205 führt Tester Mick Schnelle als negativ an "Kampagne nicht deaktivierbar"
Bei Anno 2070 schreibt ebenfalls Mick Schnelle "Kampagne pfui, Endlosspiel hui"

So Dinger mit Anfang, Mitte, Schluß sind für manche scheinbar ziemlich lästiges Beiwerk. Die wollen nicht, das etwas ein Ende hat. F2p-Fans halt.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 20. Juli 2016 - 20:15 #

Dass Mick selbst das dort geschrieben hat, sollte ausreichender Hinweis darauf sein, dass die Formulierung in dieser Kolumne nur zugespitzt ist und nicht absolut zu verstehen ist.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 20:20 #

Großartig, jetzt hast du – aus deiner Sicht – Mick bei einem Untergenre widerlegt. Aus meiner Sicht allerdings nicht. Denn Mick hat mehr geschrieben: "Ein richtiges Spiel hat Anfang, Mitte und Schluss. Ist es gut designt, dann harmonieren Dramaturgie und Leveldesign und verschaffen dem Spieler echte Erfolgserlebnisse. Und, das ist besonders wichtig, auch das Gefühl, etwas zu Ende gebracht zu haben. Was gibt es Schöneres, als den Abspann zu genießen, im Wissen, die Welt gerettet zu haben? Ein Gefühl, dass bei den fleischlosen Pseudorollenspielen der F2P-Liga garantiert nie aufkommt."

Damit ist doch klar, dass er hier am Beispiel RPG die beiden Dimensionen normales Spiel / böses F2P vergleicht. Natürlich trifft das nicht auf jedes andere Genre vollumfänglich zu. Aber das ist doch kein legalistischer Text, der jeden einzelnen Fall abdecken muss mit 1. -23. , Römisch I bis Römisch XXXVII und a bis y. Sondern es geht darum, das (postulierte) Grundproblem zu definieren und exemplarisch zu untermauern.

Dass Mick persönlich bei Aufbauspielen die Szenarios oder die Kampagne weniger wichtig sind, widerspricht seiner Aussage überhaupt nicht. Jeder kann ein Anno 2070, Siedler 7 und wie sie alle heißen problemlos von F2P-Aufbauspielen unterscheiden. Im ersteren Fall geht es um das Hochziehen von Produktionsketten, effektive Wege, geschickte Verwaltung, das erzählte oder implizierte Narrativ, Herrscher/Gott eines Mikrokosmos zu sein. Und für viele Leute auch um gelungene Szenarien. Beim F2P-Aufbauspiel geht es darum, sich alle paar Minuten oder Stunden einzuklinken, um eine blöde Mühle platzieren zu dürfen und bei der Gelegenheit durch Antippen von Feldern oder Minen noch schnell Rohstoffe zu "ernten" – oder diesen entwürdigenden Gängelungsprozess durch Echtgeldzahlung abzukürzen. Wer Geld ausgibt, ist schneller erfolgreich. Wo sind da die echten Erfolgserlebnisse, von denen Mick schreibt?

burdy 15 Kenner - 2776 - 21. Juli 2016 - 7:34 #

Was heißt Untergenre? Aufbaustrategie ist das klassiche F2p-Genre schlechthin, in dem auch vor allem deutsche Entwickler fleißig dabei sind. Und dann gerade solche Spiele mit Standards anderer Genres traktieren, die man sonst in Vollpreisspielen der Art kaum schätzt, zeigt doch, wie schwach die Kritik ist. Wenn man halt letztlich als Argument nur hat "Ich mag das nicht", dann ist das schwer das objektiv zu unterfüttern. Nur weil man bei zB Anno 2070 kontinuierlich eine Produktionskette hochzieht und bei Anno Online nur 10 Minuten am Tag ist noch lange nicht eins von beiden kein oder weniger ein Spiel. Es ist halt anderes (langsameres) Gameplay. Das kann man gutfinden, muss man aber nicht. Es gibt auch zB Leute, die sagen, es ist mieses Gamedesign, wenn ein Rollenspiel keine Schnellspeicherfunktion hat und nach dem Tod alle Erfahrung weg ist und alle Gegner neu spawnen. Andere finden das halt toll. Und andere finden es toll, wenn sie jeden Tag 5 Minuten lang ihre Produktionsstätten abernten und ein neues Gebäude aufstellen könnnen. Jedem das seine.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 21. Juli 2016 - 8:57 #

Aufbaustrategie ist ein Untergenre der Strategie, was gibt es da zu diskutieren? Wenn jemand schreibt, dass F2P für ihn keine richtigen Spiele sind, sind selbstverständlich die richtigen Spiele für ihn die Referenz, geht ja sonst auch gar nicht. Dass bei F2P die "Aufbaustrategie" (sorry, aber ohne Anführungszeichen geht es nicht) das Hauptgenre ist, würde ich hingegen sofort unterstreichen – danke übrigens, dass du die exemplarische Erklärung, wieso das keine richtigen Spiele sind, gleich mitlieferst.

Auf meine Erinnerung nebst Zitat, dass Mick mehr geschrieben hat als nur "Anfang, Mitte, Ende" nun mit der Behauptung zu antworten, sein einziges Argument sei "Ich mag das nicht", ist frech. Und zwar ihm gegenüber als Autor und mir gegenüber als mit dir Diskutierendem. Deshalb: Danke für die Diskussion.

burdy 15 Kenner - 2776 - 21. Juli 2016 - 18:39 #

Frech? Ah ja.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 21. Juli 2016 - 9:10 #

Es geht beim Vergleich ANNO 2017 / ONLINE nicht um die DAUER, mit der man Produktionsketten hochzieht, sondern darum, dass man bei Online gar keine Produktionsketten hochzieht, sondern ein in psychologische Mechanismen eingebettetes, suchterzeugendes, spielähnliches Warten-->Belohnung-System bedient.

Dies ist mit "klassischen" Spielen nicht vergleichbar, denn hier ergibt sich durch den Spielerfolg maximal die Motivation zum Weiterspielen, also innerhalb des (bereits bezahlten) Spielekosmos.
Es wird im Spiel eine Welt erzeugt, die dem Spieler eine Aufgabe, ein Rätsel etc. stellt und der Spieler diese Handlung auflösen muss.

Bei den F2P-Produkten wird eine Spielmechanik vorgetäuscht, die aber nicht auf spielerischem, lernbaren Skill basiert, auch nicht auf einer gestellten Aufgabe, sondern auf dem Invest von Zeit. Durch das Farmen von kleinen Belohnungen wird eine entsprechende Motivation/Erwartungshaltung beim Kunden aufgebaut, die dann zum richtigen Zeitpunkt durch Erschweren, längere Wartezeiten, teurere Preise, etc. durchbrochen wird. Hier setzt dann der gewünschte Effekt ein, dass viele Kunden dieses ausbleibende Erfolgerlebnis durch Investition von Echtgeld herbeiführen.

Der einzige Grund, warum sich viele F2P-Produkte heute noch in der Ausgestaltung von diesen Mechanismen unterscheiden, ist der, dass das psychologische Prinzip dahinter (Wie weit kann ich maximal gehen? Wie bewege ich den größten Prozentsatz der "Spieler" zum Geldausgeben?) noch nicht abschliessend erforscht ist. Die Branche probiert noch. Sobald einer den "perfekten" Weg gefunden hat, werden sich alle F2P-Produkte annähern.

Und die hier stets vorherrschende "Lasst doch jeden machen wie er will!"-Haltung ist grundsätzlich OK und auch Zeitgeist (wir sind halt eine Gesellschaft des Schulterschlusses) - hinkt aber in diesem Beispiel: F2P bedient sich psychologischer Mechanismen ähnlich dem Anfixen mit Drogen. "Der erste Schuss ist kostenlos..." usw.
Hier würde ja auch niemand sagen "Manche finden es halt toll, süchtig zu sein. Jedem das seine!" - Nein, die gutgläubigen Spieler suchen eine schnelle Zock-Beschäftigung und F2P-Produkt XY "wirkt" auf den ersten Blick wie bekannte Spiele. Map, Sprites, Abläufe - all das ähnelt Spielen und suggeriert, es hier mit einem solchen zu tun zu haben. Alles weitere, die psychologischen Mechanismen, etc. laufen dann beim Spieler unterbewusst ab - so dass hier nicht "...die einen haben halt Spaß daran" gesagt werden kann, weil der Spieler keine bewusste Entscheidung trifft, sondern mit perfiden Psychotricks zum Investieren von Geld bewegt werden soll.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 21. Juli 2016 - 9:36 #

Ich finde das eine sehr gut erklärte Zusammenfassung, danke dafür. Möchte nur den Hinweis anfügen, dass der Begriff F2P selbst etwas unscharf ist: Spiele z.B., die dir rein kosmetische Aufwertungen verkaufen, also Hüte und Co., funktionieren anders, hier wird schlicht der Wunsch nach Individualisierung angesprochen.

Auf die große Mehrheit der F2P-Titel (und damit auf das, was u.a. ich mit "F2P" meine, wenn ich es nicht näher erläutere) trifft die Analyse aber ganz sicher zu.

burdy 15 Kenner - 2776 - 21. Juli 2016 - 18:46 #

Bei Diablo wird der Suchteffekt geradezu als positives Alleinstellungsmerkmal hochgelobt.
Bei Anno zB hast du ne Schleife in ner Schleife in ner Schleife in ner Schleife usw. Deshalb wird der Endlos-Modus so geschätzt. Weil er exakt die Mechaniken einsetzt, wie erfolgreiche F2P-Spiele. Immer ne neue Schleife, so dass man immer was neues zu tun hat. Aber bei Anno 2070 ist das Spielmechanik, bei Online ne Simulation von Spielmechanik?
Kein Spiel, ob nun Egoshooter oder Rennspiel kommt heute noch ohne Level-Mechaniken aus. Immer nen nen Level, immer ne neuen Skill, ne neue Waffe freischalten. Und dann bei Max Level reset und nochmal von vorne. Simulieren Vollpreisspiele also heutzutage nur noch Spielmechaniken, sind aber keine Spiele mehr?

Lefty 10 Kommunikator - 525 - 20. Juli 2016 - 16:47 #

Ich spiele eigentlich nur ein F2P, im Gegensatz zu World of Tanks ist der "du-muss-bezahlen-um-was-besseres-zu-bekommen"-Gedanke kaum vorhanden. Man kann sich bis auf wenige Modelle alles sogar erspielen. Das Spiel selbst ist sogar recht ansprechend und relativ gut balanced, das eigentiche Schlimme sind die viel zu oft die grenzdebilen Mitspieler, die gute Ideen einem madig machen. Da greift man dann doch lieber auf GOG.com zurück und kauft sich für wenig Geld ein zwar altes aber auf Dauer interessanteres Spiel runter.

Was Neuerscheinungen angeht, wundert mich die F2P-Schwemme eigentlich nicht. Was setzt man dem den entgegen? FinalFantasy MMXCVI? WOW! oder FIFA Soccer 2225. Die restlichen Spiele gabs irgendwie schon mal, man spielt sie bis auf wenige Ausnahmen 10h, dann verschwinden sie im Regal oder verstauben in der Steam-Bank, weil sie für ein zweites Durchspielen einfach zu unattraktiv sind, oft reicht es ja nicht mal um sie überhaupt einmal durchzuspielen.

Weiter oben echauffiert sich jemand darüber, dass Mick meinte die VR-Brille braucht niemand. Stimmt, was bringt die VR-Brille eigentlich wirklich neues? Okey, das Spielgefühl wird anders, aber deswegen werden die Spiele nicht besser.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6551 - 20. Juli 2016 - 16:51 #

Daß der Blick in den Spiegel unerträglich wird, wage ich zu bezweifeln. Ist ja nicht so, daß sie indische Kinder unter Tage für einen Dollar die Stunde arbeiten ließen...

Aber im Prinzip haste natürlich recht, Mick.

Und das Schlimme ist, Omas und Freundinnen tendieren dazu, diese F2P-Handy-Spielchen für Spiele zu halten, und uns RICHTIGE Spieler sehen sie dann in solchem Licht - wääh.

Golmo 16 Übertalent - P - 5006 - 20. Juli 2016 - 17:04 #

Bestes F2P und meiner Meinung nach das Modell der Zukunft:
World of Warcraft !

Du kannst es bis Level 20 unbegrenzt und so lange du willst zocken, alles ausprobieren und wenns dir dann gefällt kaufen!

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 17:12 #

Dann ist es aber kein F2P mehr ! ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 17:17 #

So etwas nannte man früher Shareware. Hat unter anderem Doom sehr erfolgreich gemacht...

Sehr faires Prinzip, hat nur mit F2P nichts zu tun.

Golmo 16 Übertalent - P - 5006 - 20. Juli 2016 - 17:36 #

Ja aber dieses F2P ist auch absoluter Quatsch in meinen Augen. Ein für beide Seiten faires System wird es da nie geben! F2P gehört komplett abgeschafft und ein WoW ähnliches Modell muss her! Wird bei manchen Spielen natürlich schwieriger umzusetzen zu sein als bei anderen aber unmöglich ist es sicherlich nicht! Wenn man so will ist SWTOR auch ganz gut wo du F2P hast aber trotzdem jederzeit ein Abo abschliessen kannst.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 20. Juli 2016 - 18:10 #

Das dumme bei SWTOR ist, dass wenn du einmal ein Abo hattest, du nicht mehr ohne möchtest....

Despair 16 Übertalent - 5069 - 20. Juli 2016 - 18:07 #

Das macht z. B. HdRO genauso. Man bekommt einige Gebiete kostenlos, für die folgenden Gebiete müssen Questpacks erworben werden. Der Unterschied: Man muss nicht zwingend echtes Geld ausgeben, sondern kann sowohl Questpacks als auch ganze Addons mit erspielten Punkten kaufen. Dass das - vor allem dank des inzwischen gigantischen Umfangs des Spiels - Grinding Galore bedeutet, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Will man sich das nicht antun, wird man VIP, zahlt monatlich seine Abogebühr und wird nicht weiter vom F2P-System belästigt. Meiner Meinung nach ein absolut faires System.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6862 - 20. Juli 2016 - 18:37 #

So gerne ich Mick hier im Kern der Aussage Recht gebe (das die meisten F2P Spiele getarnte Spieleautomaten sind und meiner Meinung nach unter die selben regulatorischen Gesetze fallen sollten), so sehr stoße ich mich an den anderen Aussagen:

Ein Spiel muss keine Mitte und kein Ende haben. Jedenfalls, wenn man damit Computerspiele im allgemeinen meint (bei der Wissentschaftlichen Definition sieht es anders aus, aber da würden dann auch schon viele Rollenspiele oder GTA nicht mehr unter "Spiel" fallen). Und es gibt auch F2P Spiele, die mit kurzen Arenenkämpfen ein Anfang, eine Mitte und ein Ende haben.

Und ich würde auch nicht so weit gehen, alle F2P Spiele als skrupellose Abzocke zu bezeichnen. Aber die Abzocktitel sind zahlenmäßig schon am Meisten vertreten. Und auch unter den Hochglanztiteln verbirgt sich so manche Falle.

Im Großen und Ganzen sind nicht-F2P Spiele für den Konsumenten aber wesentlich angenehmer und entspannender.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10864 - 20. Juli 2016 - 20:13 #

Es gibt auch gute F2P-Spiele, wie z.B. Hearthstone. Bestimmte Spieltypen eignen sich für so etwas mehr als andere. Wenn ein Spiel gut gemacht ist und der Bezahlpunkt nicht künstlich aufgesetzt ist, habe ich damit kein Problem. Dann gebe ich auch gerne mal etwas aus.

Wenn aber klassische Spiele, die in der Vergangenheit gut als Vollpreisspiel funktioniert haben, plötzlich im F2P-Gewand daherkommen und sich letztlich als endlose Tretmühle darstellen, kann ich nichts positives daran finden. Das trifft leider für die meisten Spiele zu. Ich suche oft vergeblich die Möglichkeit, für meine Kinder die 4-5€ für den 100sten Klon eines Farmaufbauspiels oder einer Tierarztpraxis zu bezahlen, damit sie nicht unkontrollierter Werbung ausgesetzt sind. Leider gibt es diese Möglichkeit oft nicht, so dass das Spiel entweder direkt von mir gelöscht wird, oder eben nach einiger Zeit von den Kindern als langweilig empfunden und ... auch gelöscht wird. Ich kann nicht verstehen, wie man für so etwas Geld ausgeben kann. Aber dann ist es wenigstens nicht für Zigaretten oder Alkohol ausgegeben worden... ;-)

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3320 - 20. Juli 2016 - 20:25 #

Irgendwie Gähn.
Warum ist F2P so erfolgreich?
=> weil es jeder nutzt.
Warum gibt es keine/kaum Bezahlprogramme (am Handy)?
=> weil die keiner / zu wenige kaufen.

Der Markt kriegt eben das was er verdient.
Anscheind gibt es einfach viel zu wenig Nutzer die gerne Programme kaufen wo "alles" drin ist, fast Bugfrei und ohne Verarschung sind.
Anders kann ich mir den Trend der letzten ~15 Jahre nicht erklären.
.
mmm
gibt es da Parallelen zu dem Trend Abos für Magazine im Internet anzubieten?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 22:12 #

Meine Erfahrung ist da eher, dass – unter den überhaupt zahlenden Usern – das Abo klar über den Einzelkauf siegt. Das hat wohl damit zu tun, dass die Hürde, überhaupt zu zahlen im Internet, als sehr hoch empfunden wird.

Werbekunde (unregistriert) 20. Juli 2016 - 20:29 #

Da hier anscheinend die ganze Zeit eine Werbung zu Naruto Online läuft, eine Frage an die Redaktion oder den Autoren der Kolumne: Ist "Naruto Online" auch so ein Drecks-F2P?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 20. Juli 2016 - 20:49 #

Also erstens einmal schreibt Mick nirgends von "Drecks-F2P", sein Vorwurf ist, dass F2P keine richtigen Spiele seien.

Im Fall von Naruto Online verweise ich auf : http://www.gamersglobal.de/news/113259/naruto-online-angespielt

Ich hab's mal eine halbe Stunde angespielt, und ich finde es überraschend gut gemacht – für ein Browser-F2P. Wäre ich Naruto-Fan oder wäre mir langweilig: Warum nicht? Im Gegensatz zu Mick in dieser Kolumne (der das ja zuspitzt, und dem es vor allem um deutsche Entwickler geht) finde ich, dass es durchaus Ausnahmen gibt im F2P-Genre, die was taugen.

Ob Naruto Online dazugehört? Keine Ahnung, dazu müsste ich es länger spielen. Wenn es dich interessiert: Einfach mal draufklicken und ausprobieren, eine Wegwerf-Mail wirst du ja gerade noch haben...

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11566 - 20. Juli 2016 - 21:37 #

Wenn man sich nur auf die F2P-Mini-Spiele für Tables und Smartphones stürzt, dann kommt sowas sicher dabei raus. Aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt auch nur einen Euro in Dota 2 gesteckt hätte und das Spiel ist schon ziemlich ordentlich, wenn ihr mich fragt. Nur halt nicht Made in Germany, aber dann soll man sich eben was vernünftiges einfallen lassen.

zfpru 16 Übertalent - P - 4306 - 20. Juli 2016 - 22:05 #

Muss man so sehen, kann man aber nicht. Alternativ: Muss man so sehen, kann man aber nicht. Unstrittig ist, dass Mick die Zeichen der Zeit zu spät erkannt hat und zu dem auch noch falsch liegt.
Die F2P Mechaniken sind doch längst fester Bestandteil der meisten Vollpreisspiele. Als Beispiel sei hier PES 2016 mit dem MY Club Modus genannt. Dieser Modus war zunächst im Spiel enthalten und erlaubt Echtgeldkäufe. Später gab es diesen Modus als Auskopplung für PS3 und PS4 zum Gratis Download.
Mit dem In Game Store von Street Figter V ist es nicht besser. Wobei der im Gegensatz zu Overwatch noch nicht zum Spielstart geschaltet war.

Der Zug den Mick meint ist längst ohne ihn unterwegs.

Jetzt zum Thema Geld. Geht schnell, weil ist keines da.

Es erstaunt mich, dass solche Bedenken dagegen herrschen. Zwischen Crowdfundings und dem Zahlen in einem F2P sehe ich nur wenig Unterschiede. Beides wird von den wenigen Walen getragen. Ob ein Wal sich seine Ausgaben leisten kann, ist für den Geldnehmer eine moralische Frage, die sich nicht auflösen lässt, weil nicht nachprüfbar.

Wenn die deutschen Entwickler zwar schöne Spiele gemacht haben, sich aber am Markt nicht finanzieren konnten, ist ein Wechsel des Geschäftsmodelles kein Wunder. Geneppt, geschleppt und als Bauer gefangen wird da keiner. Die Spiele sind Gratis bis man an die Fortschrittsgrenze stößt. Dann muss man halt hart bleiben und nicht zahlen.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 21. Juli 2016 - 9:13 #

Der erste Schuss ist auch gratis. Danach muss man halt "hart bleiben"...

Noch forscht die Branche, wie sie mit "spiel-vortäuschenden Psycho-Apps" möglichst optimale Abschöpfraten generiert, so dass heute noch viele Spieler diesen Mechanismen widerstehen können.

Wartet mal ab, bis der Markt sich hier perfektioniert hat :-)

Skuld 13 Koop-Gamer - 1499 - 21. Juli 2016 - 8:41 #

Auch wenn ich - wie viele andere hier - der Meinung bin, dass es - seltene - positive Ausnahmen gibt (auch ich würde hier Path of Exile nennen) und mir nicht klar geworden ist, ob mit "App" nun tatsächlich nur Apps gemeint sind, oder alle Free2Play-Produkte, wollte ich vor allem eines loswerden:

Mick, ich finde Deine Artikel unterhaltsam, abwechslungsreich - auch in der Wortwahl (keine Selbstverständlichkeit) - und stilistisch gelungen, kurz: ich lese sie gern.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, Dich zu noch häufigeren GG-Artikeln zu bringen, lass es mich wissen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352504 - 21. Juli 2016 - 8:52 #

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Thomas Schmitz Freier Redakteur - 5391 - 21. Juli 2016 - 10:52 #

Auch wenn ich jetzt viel wiederhole, was hier schon geschrieben wurde: Eine Kolumne ist kein Artikel, eine Kolumne ist Meinung. Ein Artikel muss sachlich und objektiv sein und darf (im besten Fall) keine Meinung enthalten. Mick hat eine Kolumne geschrieben, also seine Meinung über Free-2-P(l)ay dargelegt - und das ist vollkommen legitim. Eine Kolumne muss nicht unbedingt Satire oder Glosse sein, sondern kann auch Kommentar sein - eine Kolumne ist demnach nicht zwangläufig komisch/witzig. Was eine Kolumne aber sein muss: meinungsstark. Am besten transportiert jeder Satz die Meinung des Autors (was nicht immer gelingen kann).

Genauso legitim ist es natürlich, dass jemand die Meinung des Autors nicht teilt. Dafür sind Meinungen eben da - jeder hat seine eigene. Die Form der Kolumne darf man aber in diesem Fall nicht angreifen - die ist vom journalistischen Standpunkt einwandfrei. Kolumnen sind von der Stilistik nun mal sehr frei. Am Ende entscheidet natürlich die Redaktion, ob eine Kolumne erscheint.

Grundsätzlich finde ich übrigens ganz gut, wenn man einen Kolumnisten hat, der nicht unbedingt das schreibt, was alle anderen meinen. Das hat Jörg ja schon geschrieben: Das treibt einen zur Weißglut, regt aber auch selbst dazu an, Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten und führt im Endeffekt immer zu neuen Erkenntnissen.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6205 - 21. Juli 2016 - 16:01 #

Darf ich hier Links posten? Ach, passt halt zu 100 Prozent zum Thema:

Bernd Beyreuther antwortet auf Micks Kommentar auf gameswirtschaft.de
http://www.gameswirtschaft.de/meinung/free2play-kolumne-bernd-beyreuther/

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40506 - 21. Juli 2016 - 16:08 #

Da scheint Mick ja voll ins Schwarze getroffen zu haben. ;)

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 21. Juli 2016 - 16:43 #

Sieht so aus. Wird es eine Antwort von Mick geben? Eine spannende Frage. :)

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 22. Juli 2016 - 5:13 #

Ein Kolumen-Battle :-)

Maik 20 Gold-Gamer - - 22101 - 22. Juli 2016 - 12:49 #

In der linken Ecke ... und in der rechten Ecke ... Der Kampf beginnt!

guapo 18 Doppel-Voter - 10972 - 21. Juli 2016 - 16:42 #

Er raeumt auch Zustimmung ein!

OT weiter der Teaser dort: Gamescom Partnerland Tuerkei. Das gab Index-Kopfkino

euph 24 Trolljäger - P - 47669 - 21. Juli 2016 - 17:02 #

Wollte ich auch gerade posten.

Larnak 21 Motivator - P - 26209 - 21. Juli 2016 - 17:19 #

Ich auch! Ich auch! :>

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15718 - 21. Juli 2016 - 17:43 #

Interessante Seite, die die gute Petra da aufgezogen hat.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 21. Juli 2016 - 17:49 #

Super interessant, tolle Seite, danke für den Link!

Skeptiker (unregistriert) 21. Juli 2016 - 19:23 #

Ist das auch Free-2-Play?
en.wikipedia.org/wiki/List_of_commercial_video_games_released_as_freeware

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34449 - 21. Juli 2016 - 20:50 #

Da du einen Link zum englischen Wiki einfügst, gehe ich davon aus, dass du der englischen Sprache mächtig bist. Um deine Frage zu beantworten musst du lediglich den ersten Satz des von dir selbst geposteten Wiki-Eintrages lesen und verstehen.

Skeptiker (unregistriert) 22. Juli 2016 - 12:09 #

Spiele, die mal Vollpreisspiele waren, heute aber offiziell als Free-2-Play bezeichnet werden, sind dann auch kein Free-2-Play?. Wo ist der Unterschied von Freeware und Free-2-Play, wenn Freeware keine Untermenge von Free-2-Play ist? Willst Du sagen, Freeware kann man nicht kostenlos spielen, solange man will?

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34449 - 22. Juli 2016 - 13:08 #

Aha, das Verstehen ist also das Problem. Ehemalige Vollpreisspiele, die heute Freeware sind, werden als Freeware bezeichnet, nicht als Free-2-Play.

Weiteres Unterscheidungsmerkmal:
Freeware -- völlig kostenlos spielbar, es gibt noch nicht mal die Möglichkeit Geld auszugeben.
Free-2-Play -- kostenlos spielbar, es gibt aber -- oft zahlreiche -- Möglichkeiten Geld einzusetzen um sich Vorteile und/oder Kosmetisches zu kaufen.

Tr1nity 28 Endgamer - 101245 - 21. Juli 2016 - 20:52 #

Klassischer Fall von Kolumne nicht verstanden.

Matti 16 Übertalent - 4767 - 21. Juli 2016 - 21:02 #

Ganz so schwarz sollte man das mit Free2Play nicht sehen, aber es gibt leider tatsächlich viele Spiele die einen nur Abzocken wollen. Aber es gibt eben auch ein paar, bei denen man gut spielen kann ohne etwas zu bezahlen. Die motivieren trotzdem und machen auch Spass. Man muss sich nur selber ein bisschen im Griff haben und darf sich durch die Spielmechanik und die Angebote nicht zum Kaufen verleiten lassen.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3258 - 21. Juli 2016 - 22:52 #

In vielen Kommentaren hier wird irgendwie alles in einen Pott geschmissen.

Also:
Es geht hier NUR um Free2Play-Apps
NICHT um kostenpflichtige DLCs.
NICHT um Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen.
Nur um F2P-Apps.

Skeptiker (unregistriert) 22. Juli 2016 - 12:18 #

Was ist mit Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen, die
wegen mangelnden Absatzes inzwischen als Free-2-Play vermarktet werden.

Ich glaube ja wir brauchen ein Gütesiegel um gutes und schlechtes Free-2-Play zu unterscheiden.
Hier einmal ein paar Vorschläge für Kriterien:
* Kostendeckelung (kein Walfang!)
* Kostentransparenz vor Anmeldung.
* Anonymes Probespielen.
* All-Inklusive-Paket für 99 Euro oder weniger
* kostenlos für Minderjährige

Wer das Gütesiegel ignoriert und dann noch auf
die Hütchenspieler reinfällt, dem ist dann auch
nicht mehr zu helfen. Aber so manches Studio wird
vielleicht seine Strategie überdenken, um das
Gütesiegel zu bekommen.

Ghusk 15 Kenner - P - 2972 - 22. Juli 2016 - 15:14 #

Ein Gütesiegel wäre wirklich eine Idee. Stellt sich nur die Frage wie man das durchsetzt. Wenn, dann muss das von der Herstellerseite angegangen werden (Interessenverband?), um sich internationale durchzusetzen. Und dann gibt es sicher ewige Streitereien um die konkreten Kriterien. Oder es wird extrem schwammig und ist nix wert.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67379 - 23. Juli 2016 - 9:39 #

Zumindestens der Win 10 Store geht schon den richtigigen Weg. Dort werden alle Ingame Microtransaktionen angezeigt.
Und wenn ich dann sehe das zb Gameloft in Asphalt 8 für ein Auto 10 Euro verlanget, frag ich mich ob es wirklich so beknackte Leute gibt.....

Alte Hütte 12 Trollwächter - P - 924 - 23. Juli 2016 - 9:34 #

Toller Artikel, ich stimme in fast allen Punkten zu...

RMS Titanic 10 Kommunikator - 502 - 23. Juli 2016 - 16:17 #

Ist ja schön und gut. Aber was hat das Thema "Apps" auf einer Spielerseite zu tun? Ziemlich wenig würde ich sagen.
Wenn etwas Geld einbringt wird es auch gemacht. Ansonsten befasst sich auch nicht jeder mit diesen Apps.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 24. Juli 2016 - 14:11 #

Spiele haben nichts auf einer Spielerseite zu tun?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15718 - 24. Juli 2016 - 14:48 #

Glossenzitat: "Free2Pay-Apps sind in keinster Hinsicht Spiele! Nicht mal so ähnlich!"
Skandal, die Meinung ist ja auf der völlig falschen Seite gelandet ;)

RMS Titanic 10 Kommunikator - 502 - 24. Juli 2016 - 15:15 #

Du hast es erfasst^^.

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6313 - 24. Juli 2016 - 21:53 #

Ist aber Micks Meinung. Jörgs Spielemonat spricht da eine andere (teilweise) Sprache.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15718 - 24. Juli 2016 - 23:28 #

Es war ein Scherz ;)

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6313 - 25. Juli 2016 - 7:22 #

Oh, Sorry. Das sollte auf RMSTitanics Post antworten, nicht auf Deinen.

steever 17 Shapeshifter - P - 6869 - 25. Juli 2016 - 10:07 #

Ein in diesem Zusammenhang mMn sehr interessantes Video (wie entsprechende Spiele designt werden, um Geld zu generieren):

https://www.youtube.com/watch?v=fKK9nVLvhGM

MichaelK.. (unregistriert) 30. Juli 2016 - 20:07 #

Die wichtigste Aussage: Ein richtiges Spiel hat Anfang, Mitte und Schluss.

Marcel86 05 Spieler - 35 - 1. August 2016 - 19:49 #

"Kostenlos spielen" ist mittlerweile zu nem Slogan geworden der suggeriert das das Spiel nur mit laufenden Kosten Spaß machen wird :-/

bonkic (unregistriert) 4. August 2016 - 6:55 #

die grundsatz-kritik an f2p teile ich zunächst mal schon nur in teilen.
ja, es gibt natürlich diese abzocker-spiele, aber es gibt eben auch andere, die man mit sehr wenig oder gar keinem finanziellen engagement spielen kann, auch wenn das vielleicht ausnahmen sein mögen.
über einen kamm scheren kann man sie aber eben nicht, und das tut er.
mal ganz abgesehen davon, dass das kein dt. phänomen ist. wie er darauf kommt, leuchtet mir schon überhaupt nicht.

kommen wir aber zum eigentlich punkt, der dt. spieleindustrie:
schnelle zitiert anfangs beyreuther, der sicherlich auch übertrieben feststellt: "Eigentlich gab es vor Free2Play gar keine richtige Spieleindustrie in Deutschland“. weiter unten nennt er dann ein paar beispiele für seine gegenteilige behauptung: "staubtrockene Wirtschaftssimulationen.Ambermoon, Die Siedler oder besagtes Drakensang."

mit ausnahme von die siedler waren das durch die bank international völlig bedeutungslose titel. das gilt ebenso für die vielen klassischen grafik-adventures (daedalic und co), die übrigens nach wie vor in deutschland entwickelt werden und nicht auf f2p setzen. ebenfalls noch aktiv ist bekanntlich auch piranha - und auch deren titel spiel(t)en auf dem weltmarkt so gut wie keine rolle. und diesbezüglich könnte ich noch eine reihe anderer nenen. in der wiki-liste finde ich aber keinen dt. entwickler von weltrang, sofern sie denn noch existent sind.

als international wirklich über einen längeren zeitraum relevant hätte ich früher natürlich factor 5 und rainbow arts bezeichnet, aktuell fällt mir neben crytek und mit abstrichen vielleicht noch shin'en ein. sehr viel mehr ist da nicht, war da eben aber auch noch nie. eigentlich denke ich, dass schnelle weiß, wovon er redet, aber hier kann ich ihm besten willen nicht zustimmen.

interessant wäre die frage des warum. hatte ich sogar hier schon des öfteren mal aufgeworfen. wirklich klären konnten wir das nie. und ich persönlich habe ehrlich gesagt auch keine antwort. liegts alleine am image von videospielen? schwer vorstellbar.
es könnte an der früheren pc-fixierung gelegen haben. auf dem pc alleine verdient kaum einer geld, und wenn dann nur noch mit f2p, womit sich der kreis dann vielleicht wieder schließt. ein dt. unternehmen könnte ja mal probieren, wie schnelle indirekt vorschlägt, ein spiel mit abo-modell auf den markt zu bringen. bin gespannt, ob es sich länger als 2 wochen halten würde, selbst bei überragender qualität....

crosspost von pcgames.de

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 4. August 2016 - 18:00 #

Nur mal als Info: "Eine Glosse ist ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag in einer Zeitung, einer Zeitschrift und im Fernsehen."

DomKing 18 Doppel-Voter - 9954 - 4. August 2016 - 23:30 #

Warum sollte das eine Glosse sein? Steht das irgendwo? Das ist ein Meinungsartikel bzw. Kolumne. Du bist der Einzige hier, der das als Glosse bezeichnet, was es augenscheinlich nicht ist. Zumindest nicht für jedermann erkennbar.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 5. August 2016 - 9:52 #

Ich hätte auch "Satire" oder "kabarettistischen Beitrag" sagen können, habe aber den Begriff "Glosse" gewählt, weil GG in diesem Aspekt einer klassischen Zeitung/Zeitschrift am Nächsten kommt. "Meinungsartikel bzw. Kolumne", wie du es nennst, ist aber auch völlig in Ordnung.
All diese Varianten unterscheiden sich nur in Nuancen, gleichzeitig unterscheiden sie sich aber alle ganz gewaltig von einem "Bericht", einem "Report" oder einer "wissenschaftlichen Untersuchung".
Falls du eine zweite Meinung zum Thema hören möchtest, hier ein Zitat von Jörg Langer: "Du schreibst mir aus dem Herzen. Wer unter einer als "Meinung" gekennzeichneten *Kolumne* mangelnde Differenzierung beklagt, hat etwas Grundsätzliches nicht verstanden."

DomKing 18 Doppel-Voter - 9954 - 5. August 2016 - 10:45 #

Naja für mich ist das hier weder eine Satire, noch eine Glosse oder Kabarett, sondern eine Meinung. Denn das andere hat etwas Belustigendes oder ist stark überzeichnet. Der Beitrag ist aber ernst gemeint, natürlich aufbauend auf der eigenen Meinung und deshalb nicht objektiv.

Will damit sagen: Ja, es ist eine Meinung bzw. Kolumne, aber keine Glosse, Satire oder Kabarett. Da gibt es durchaus noch Unterschiede.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 5. August 2016 - 10:53 #

Natürlich gibt es Unterschiede, sonst würde es keine verschiedenen Begriffe geben. Das heißt aber nicht, Vermischungen, Varianten oder Erweiterungen wären verboten.

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