Knut Gollert über WoW Cataclysm:

"Das Tokio Hotel der Spielebranche" Meinung

Cataclysm, die dritte WoW-Erweiterung, ist gerade mal vier Tage alt, da hat das schöne Hobby "WoW-Meckern" schon wieder Hochkonjunktur. Irgendwie ist WoW das Tokio Hotel der Spielebranche: Viele hassen es einfach nur deswegen, weil es so erfolgreich ist. Knut Gollert, WoW-Spieler von Anfang an, seziert die WoW-Mecker-Fraktion genauer.
Knut Gollert 10. Dezember 2010 - 21:37 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Erfolg hat bekanntlich immer zwei Seiten. Die glänzende Front und den kalten Popo, sozusagen. Mal überwiegt der Glanz, mal zeigt sich das Hinterteil deutlicher. Wie bei Tokio Hotel. Die waren (oder sind?) extrem erfolgreich, wurden regelrecht vergöttert. Aber ein nicht unerheblicher Teil der jugendlichen Bevölkerung empfand TH als abstoßend. Was nicht unbedingt an deren Musik liegt – ein paar Gitarrenriffs, von wem auch immer, sind meines Erachtens deutlich weniger schlimm als etwa das Backstreet-Boys-Gesäusel. Es liegt an dem riesenhaften Erfolg und der mangelnden Akzeptanz des selben.
 
World of Warcraft ist – ich bin jetzt mal gemein und wertungsfrei – das Tokio Hotel der Spielebranche. Es hat unglaublich viele Fans, mehr als jedes andere Online-Rollenspiel. Und ist eines der wenigen Spiele, über die ein ziemlich großer Teil von Menschen meckert. Menschen, die es teilweise wirklich hassen. Lustigerweise: manchmal sogar ungespielt. Es wird geschimpft und gezankt, beleidigt und gezickt, stellenweise wird das arme WoW sogar verbal massakriert. Kein anderes Spiel steht dermaßen im Fokus einer stets größer werdenden Mecker-Community. Die Frage ist: Warum? Was treibt Menschen dazu, ein Spiel in Grund und Boden zu reden? Welche Beweggründe haben sie? Welches Ziel? Ich versuche das im folgenden einmal ganz dilettantisch zu ergründen. Als einer, der von Psychologie wenig, von Spielen und WoW umso mehr Ahnung hat.
  
Der Neider
 
Die Neider sind die wohl größte Gruppe innerhalb der WoW-Mecker-Gemeinschaft. Und die harmloseste. Sie bedienen sich vor allem bekannter Klischees, denn sie kennen das Spiel nur vom Hörensagen oder von der 10-Tage-Testversion. Sie müssen andere Meckerer inhaltlich kopieren und sind nur in ihrer Wortwahl kreativ. Das macht sie zu leichten Opfern für alle, die mit harten Argumenten zurückschießen.

Aber durch die blanke zahlenlose Überlegenheit sind sie die wohl effektivste Waffe der WoW-Mecker-Fraktion. Ihre Beweggründe sind schnell umrissen: Sie spielen kein WoW, und das finden sie irgendwie doof. Entweder reicht das Geld nicht. Oder die Zeit. Oder Sie sind Fans anderer MMOs und neiden WoW den großen Erfolg. Das ist in etwa so, wie die Golf-Fahrer, die den Porsche vom Nachbarn belächeln. Ich persönlich kann das sehr gut verstehen. Aber ich mache weder den Porsche noch die Model-Freundin des Nachbarn schlecht. Das bringt nämlich nix. Hier heißt die Devise: Ausprobieren und wenn's gefällt, selbst besorgen. Beim Model des Nachbarn mag das nicht klappen, bei WoW aber ganz sicher. Und wem es dann nicht gefällt, weiß wenigstens endlich, warum.
  
Der Ex-Junkie
 
Der Ex-Junkie ist ein Überlebender. Er hat WoW überlebt. Er hat es exzessiv gespielt, 24/7. Er hat gejubelt und gelitten, es geliebt und gehasst. Er hat es gelebt. Und irgendwann hat er aufgehört. Aus vielfältigsten Gründen, es ging einfach nicht mehr. Er hat sich damals eingeredet, dass WoW sowieso bald tot ist. Ein kleiner Teil dieser Leute gehört heute zum harten Kern der Mecker-Community. Sie sind die Superschimpfer, denn sie sind in gewisser Weise eifersüchtig, fühlen sich von "ihrem" WoW betrogen. Wie kann es nur OHNE SIE weitermachen? Und womöglich noch weiter wachsen? Über die Jahre hat sich der Hass in sie hineingefressen wie Rost in einen alten Kahn. Ihr Ziel: WoW soll sterben! Warum? Weil sie es nicht alleine haben können.
 
Der Samariter
 
Er kennt World of Warcraft nicht, weiß aber um die Gefahren der MMO-Sucht.
Der Samariter schimpft nicht, er belehrt. Er kennt World of Warcraft nicht, weiß aber um die Gefahren der MMO-Sucht. Er ist der Fänger im WoW-Roggen. Er versucht, so viele Kinderlein wie möglich aus den Klauen der Online-Sucht zu befreien, vom Klippensprung zu bewahren. Seine Warnungen sind immer die selben: "…ich kenne jemanden, der hat wegen WoW nicht nur seinen Arbeitsplatz, sondern auch seine Familie verloren!" oder, weniger scharf, "...einer unserer Freunde war früher immer mit dabei. Seit er WoW spielt, ist er weg. Der geht nicht mal mit zum feiern…". Schön blöd, selber schuld, sage ich da. Das gleiche Problem haben Leute, die zu sehr in ihrer Arbeit oder in ihrem Sport aufgehen. Das ist natürlich nicht schön, und darum hat der Samariter irgendwo Recht. Aber er klärt nur halb auf. Er verdammt das Spiel. Er will, dass es aufhört. Und dafür wird er ausgelacht. Stattdessen sollte der Samariter vielleicht einen 5-Punkte-Plan zum gesunden Umgang mit MMOs schreiben.
 
Der Smarte
 
Der Smarte ist vor allem eines: Zu klug für dieses Spiel. Er kennt WoW selbstverständlich, gehörte zu den ersten, die in Vanilla Ragnaros und Nefarian gelegt haben (zwei der schwersten Bosse des "alten" WoW). Er hat es damals "nur nebenbei" gespielt und aufgehört, weil es schlicht zu anspruchslos wurde. Außerdem fand er es nie wirklich toll. Gegen Cataclysm führt er dieselben Argumente ins Feld wie gegen Wrath of the Lich King. Er meckert gegen WoW auf hohem Niveau, begründet alle Aussagen, interpunktiert korrekt. Das hilft etwas über sein Hauptmanko hinweg: Er hat im Grunde keine Ahnung. Weil er nicht (mehr) spielt und zu faul ist, zu recherchieren. Mit richtigen Infos nehmen ihm WoW-Fans schnell den Wind aus den Segeln. Sein Hauptziel hat er dennoch erreicht: Er sucht vor allem Aufmerksamkeit.
 
Der Vielspieler
 
Die Vielspieler sind die Meckerer, die man wirklich ernst nehmen darf. Auf der einen Seite. Auf der anderen nicht. Sie sind die Zocker-Götter, haben alles, was es gibt. Kennen den Unterschied zwischen einer PC-Engine und einer Turbo-Duo, haben Times of Lore mindestens vier mal durchgespielt und dabei nie auch nur einen einzigen Schlüssel zerbrochen. Und sie kennen, natürlich, auch WoW.

Allerdings haben sie verständlicherweise nur kurze Zeit im Spiel verbracht. Das ist umgekehrt ihr Hauptangriffspunkt: WoW bindet die Spieler dermaßen, dass sie für etwas anderes keine Zeit mehr haben, keine anderen Spiele mehr spielen. Und damit spielerisch verdummen. Das hat etwas Originelles und Einleuchtendes. Aber in Wirklichkeit sind die Vielspieler nur etwas sauer, dass sie ausgiebiges WoW-Spielern zeitlich einfach nicht hinkriegen. Am liebsten würden sie nämlich jedes Spiel – und damit auch jedes MMO – durchspielen. Ihr Ziel: Zur Diskussion anregen und hoffen, dass sie aus den Tiefen der Schlachtzug-Details in die Breite des Spielekanons geht. Denn dann können sie ihr allmächtiges Wissen wieder anbringen und sich stark profilieren.
 
Der "N00b"-Rufer

Mit 264er Gear die Instanzen mit 'Brain AFK' durchlaufen.
Eines liegt mir ganz besonders am Herzen: Die Möchtegern-Elitären mal zurecht stutzen, die schreien, WoW wäre ja viel zu einfach geworden (Fachterminus: "generft"), nur noch was für N00bs. Da wiederspreche ich jetzt mal im Catacylsm-Kontext ganz herzlich. Wer mal im Schattenhochland gequestet hat, weiß, wie "schwer" der normale Quest-Content für frische 84er oder 85er ist. Auch die Instanzen: In WotLK waren die heroischen Instanzen anfangs deutlich leichter, als jetzt die Heros. Auch wenn frische 80er damals auch Probleme hatten. Wer natürlich mit 264er Gear in diese Instanzen gegangen ist, konnte mit "Brain AFK" durchlaufen. In Cataclysm wird das mit Items ab Level 400 nicht anders sein. Aber zur Zeit sind die Dungeons schwer, stellenweise sehr schwer. Und das ist gut so. Das macht Spaß! Gerade gepaart mit den neuen Klassenmechaniken, die teilweise deutlich anspruchsvoller geworden sind -- man schaue sich nur das Mana-Intensive Heilen an. Wer diese Instanzen als zu leicht schimpft, spielt wie Gott oder kennt sie gar nicht.
 
So, damit hätten wir die wichtigsten Mecker-Persönlichkeiten umrissen. Natürlich gibt es noch die "normalen" Kritiker, die das Spiel regelmäßig spielen und denen ganz einfach das eine oder andere nicht gefällt. Das beklagen sie, ohne gleich ganz WoW infrage zu stellen. Sie sind aber seltsamerweise in der Unterzahl. Und jetzt könnt ihr ja auch mal eine Runde meckern. Über diesen Text hier zum Beispiel. Ich gehe dann mal Cataclysm durchspielen. Muss noch was zum Motzen finden!

Euer Knut Gollert
 
 

Abfuehrung
alterspassvogel 11 Forenversteher - 643 - 10. Dezember 2010 - 21:48 #

Klasse Analyse!!! Mehr davon

Asto 15 Kenner - 2904 - 20. Juli 2011 - 17:54 #

Jap, wird wieder Zeit für sowas :)

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 10. Dezember 2010 - 21:52 #

Sehr fein, hat Spaß gemacht das zu lesen!

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 21:55 #

Seltsamer Artikel. Tokio Hotel wurde nur im Eingang erwähnt und stimmt für den Vergleich doch nicht?! Keine der angebenen WoW-Gegnergruppen kann man auf TH projezieren. Und TH sind schlecht, weil man neidisch ist? Das ist doch Blödsinn. TH sind schlecht, weil sie Imagemusiker sind. Flachpfeifen, die sich verkaufen.

Und zu WoW. Auch hier passe ich in keine der Gruppen und find WoW trotzdem scheisse. Und nun? Am ehesten würde noch der Samariter passen, aber selbst hier ist die Beschreibung tendenziell denunzierend geschrieben, dass der Bash-Konter wie ein Bash wirkt.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:11 #

Mh, ich finde, du passt sehr gut da rein - auch in Bezug auf das, was du über TH schreibst :)

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 22:15 #

Und wieso? Wo ist der Vergleich da legitim?

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:19 #

"Irgendwie ist WoW das Tokio Hotel der Spielebranche: Viele hassen es einfach nur deswegen, weil es so erfolgreich ist. "
Und genau das schreibst du ja auch: Mainstream, der Geld dafür bekommt, unkreativ (-> Flachpfeifen) zu sein (jetzt mal sinngemäß deine Aussage übernommen).
Das ist bei WoW das gleiche Argument, das vielen im Kopf herumspukt, siehe "Neider" :)

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 22:26 #

Ehm nein, Tokio Hotel verkaufen sich. Das bedeutet nicht, dass es darum geht, erfolgreich zu sein. Ich höre Bands, die sich mit Hängen und Würgen mal eine Pressung von 500 CDs ihres Debut-Albums leisten zu können, ich höre aber auch die Foo Fighters, die Millionen CDs verkaufen und ganze Stadien füllen. Die verkaufen sich aber nicht. Die sind, wie sie sind, ohne irgend einem Bild gerecht werden zu müssen.

Oder nimm Grönemeyer. Kriegt auch Platin und sonstwas. Verkauft der sich? Nein. Die sind/der ist "true" wie man es im Neudeutsch sagt.

Wo ist da der Vergleich zu WoW? Wie kann bei WoW Neid aufkommen? Auf die 12€ im Monat? Blödsinn. Auf den Erfolg vom Spiel? Ähh? Nein.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:39 #

Ähh? Ja. :D
Und das merkt man auch sofort an den Kommentaren. Die Argumentation, die Sichtweise auf das Spiel - da fehlt dann in der Regel jede Substanz. Es ist einfach grundlos "scheiße". Das ist immer ein guter Hinweis auf Neid, den man bei wirklich sehr vielen WoW-Hassern findet.
Der Neid darauf, dass ein Spiel, dass man selbst nicht spielen kann/ will/ darf erfolgreicher ist, als Spiele, die man spielen kann/ will/ darf - damit kommen viele wohl nicht klar.
Aber wenn du fragst, WIE da Neid aufkommen kann - da musst du schon die fragen, die neidisch sind. Wobei das ja auch das Problem ist: Die würden das nie zugeben (wie das bei Neid eben so ist :D ).

Aber mit "verkaufen" hatte ich dich falsch verstanden. Ich hatte es im Sinne von "verkaufen haufenweise CDs" aufgefasst.
Gut, aber auch das kannst du ja auf WoW übertragen und ich denke, gerade bei dem Argument spielt die Subjektivität auch eine Rolle - was für den einen "sich verkaufen" ist, ist für den absoluten Fan wahrscheinlich auch nur "true". Und bei WoW ist das doch das gleiche Argument der Gegner: Blizzard geht es nur um Geld, die wollen euch nur melken, ihr macht das auch noch mit, wie doof seid ihr eigentlich, das ist doch nur Abzocke und nichts dahinter, das Spiel selbst kann doch gar nichts, jedes andere Spiel ist besser, WoW profitiert nur von seinem Fame-Faktor - und so weiter.

Wobei natürlich diese "Charakterisierung" von Knut nicht jeden einordnen möchte, der WoW nicht mag - da geht es ja nur um die, die sich ständig darüber echauffieren.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 10. Dezember 2010 - 22:41 #

Mit Verlaub: Ich kann mir niemanden vorstellen, der auf ein Videospiel - WoW - neidisch wäre. Oder jemanden, der sich mit seinem Lieblingsspiel identifiziert, und aus dieser Warte heraus WoW beneidet.

Ausgeschlossen.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:48 #

Mag sein, dass du dir das nicht vorstellen kannst - aber man trifft sie eigentlich ständig, wie ja Knut auch geschrieben hat. Wenn ich eines gelernt habe, dann, dass andere Menschen teilweise Ansichten und Motivationen für Dinge haben, die mir im Traum nicht als schlüssige Antriebskraft dienen könnten.
Es gibt z.B. haufenweise Freizeitaktivitäten, die von enorm vielen Menschen ausgeübt werden, bei denen ich mir nicht im Traum vorstellen kann, dass irgendjemand daran Spaß haben könnte. Ausgeschlossen.
Trotzdem beweist mir die Realität ständig: Es gibt solche Leute tatsächlich.
Und das ist bei Neidern nicht anders. Neid ist ja auch unglaublich vielfältig, man kann eigentlich auf so ziemlich alles problemlos neidisch sein - die hübschere Ehefrau eines anderen Mannes gehört da ja noch zu den klassischen Dingen, aber eigentlich lässt sich das auf so ziemlich jede Kleinigkeit des Lebens ausweiten. Warum nicht auf WoW?

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:01 #

Und worauf? WoW gehört doch Blizzard. Wenn, dann müsste man auf die neidisch sein und nicht auf WoW. Man könnte auf Ingame-Items neidisch sein, weil man die ja noch braucht für seine super duper tolle Rüstung.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 23:05 #

Auf ingame-Items sind sicher so manche neidisch, aber das trifft nur WoW-Spieler. Worauf man neidisch ist, habe ich ja weiter oben schon geschrieben:
Darauf, dass ein Spiel, dass man selber nicht mag, unglaublich erfolgreich ist und man es diesem Spiel nicht gönnt - weil es doch eigentlich verdammt nochmal von allen für "doof" zu befunden werden hat :)
Dazu kommen natürlich noch Dinge wie Kollegen, die sich darüber unterhalten, Freunde, die das miteinander spielen (statt Spiel xy, das man selbst viel besser findet) - die Liste ließe sich fortsetzen.

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 22:48 #

Ich hab genug Gründe, um WoW scheisse zu finden. Ich hab sie nur nicht angebracht, weil ich der Kategorisierung von Knut erstmal nur widersprechen musste.

Ich kenne nur selbst genug Leute, die WoW-Opfer geworden sind. Damit wär ich nach Knut aber nur ein Samariter, der sich auch kein bisschen damit auskennt und einfach nur jault, weil das ein Samariter nunmal macht. Er spricht mir damit von vornherein jegliche Kompetenz ab.

Ich habe mich aber mit WoW befasstund selbst aus Bastelfreuden vor Jahren mal selbst einen Server aufgesetzt um damit rumzuexperimentieren. WoW weckt aber gezielt einen gewissen Herdentrieb. Ich sag nur tägliche Raids mit Gruppen/Gildenzwang. Ohne die kann man ja auch nicht erfolgreich sein. Was das für Auswirkungen hat, hab ich aus nächster Nähe selbst erlebt.

Und nein, ich habe nichts dagegen, dass Firmen auch Geld verdienen. Warum auch. Trotzdem fördert es eine gewisse Dynamik, die ich nicht gutheissen kann.

Aber das ist auch nicht unbedingt ein spezifisches WoW-Problem, sondern eins von allen MMORPGs. Zudem entgeht mir dabei der Sinn des Spiels, wenn es kein Ziel gibt. Man kann es nicht durchspielen. Es wird doch immer und immer wieder Endgamecontent nachgeschoben. Man wird nie fertig und lässt nicht los.

Neid? Spür ich immer noch nicht :)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 23:07 #

Ich habe ja auch nie gesagt, dass du neidisch bist (oder es zu sein hast) :)

Ich finde trotzdem, dass du zu den 'Samaritern' passt. Natürlich sind alle von Knuts "Klassen" in der Beschreibung überzeichnet, um deutlicher im Ausdruck zu sein (Auch für nicht-WoW-Spieler).
Aber du hast die Ähnlichkeit ja selbst auch bemerkt. Und auch die Sache mit "Ohne kann man nicht erfolgreich sein" trifft genau die Beschreibung: Denn das ist faktisch nicht so. Es kommt immer darauf an, was der einzelne Mensch sich für Ziele setzt und wie er mit gebotenen Dingen um geht. Man kann in WoW auch schon mit sehr geringem Zeitaufwand erfolgreich sein - denn Erfolg in einem Spiel ist, wenn es einem Spaß macht. Das Problem ist, dass es Menschen gibt, die nur Spaß haben, wenn sie "die besten" sind. Das das Zeit kostet leuchtet ein, wenn man in Konkurrenz zu mehreren Millionen anderen Spielern steht :D
Tägliche Raids? Gibt es nur in sehr wenigen Gilden und ist in der Regel auch nicht nötig. Täglichen Gruppenzwang? Tägliche Gruppen ja, Zwang nein.
Überhaupt, "Gruppenzwang", "Herdentrieb": Das stellst du in deiner Argumentation als negatives, problematisches Feature dar. Dabei ist das nichts anderes als das Kernelement eines MMOs: Die Fasznation daran, mit anderen eine Gemeinschaft zu bilden. Und: Das ist auch das Kernelement eines jeden (Sport)vereins. Sind Sportvereine böse, weil sie "Gruppenzwang", "Herdentrieb" und "tägliches Training" fördern?
Auch das "nie fertig" kannst du auf Sportvereine übertragen. Warum gehen die jedes Jahr zu einer Meisterschaft? Ist ja doch immer der gleiche "Endgamecontent". Warum tut man so was? Sind Leute, die im Sportverein aktiv sind, Opfer einer Suchtmaschinerie geworden? Wohl nicht. Sie haben Spaß daran, zusammen (im Team) Herausforderungen zu meistern. Und das ist exakt das, was WoW in Gilden fördert. Sind also soziale Bindungen "böse"?

Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Elementen in WoW, die die Kundenbindung fördern und am Ende ohne Sinn in stupiden Aufgaben münden - nur hast du keine von denen angesprochen.
Die gefallen mir auch als (ehemaliger) WoW-Spieler nicht. Darum habe ich sie einfach nie gemacht. Ich werde hier aber auch nicht müde zu betonen, wie wenig sinnvoll es ist, immer wieder solche Aufgaben zu bewältigen. Aber wenn die Leute es toll finden - im Gegensatz zur materiellen Sucht besteht bei WoW jedenfalls immer die Möglichkeit, über Selbstreflexion das eigene Tun kritisch einzuordnen und entsprechend zu korrigieren. Deshalb bin ich auch für "WoW ab 18", weil man das von jüngeren Spielern nicht durch die Bank erwarten kann. Wenn Erwachsene das dann trotzdem nicht tun... naja, Eigenverantwortung :)

Also ich finde, Knut trifft dich eigentlich ziemlich gut :D
Weil deine Kritik sich auf Dinge versteift, die immer schnell als Schlagworte auftauchen: Gildenzwang, Erfolgsdruck. Die wirklichen Faktoren, die die Problematik an MMOs in Bezug auf Suchtgefahr bewirken (was also MMOs in der Hinsicht in gewisser Weise 'riskanter' macht als einen Sportverein), hast du gar nicht betrachtet.
In meinen Augen passt das eigentlich (abzüglich der Überzeichnung!) ziemlich gut zu "Aber er klärt nur halb auf. Er verdammt das Spiel."

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 10. Dezember 2010 - 23:29 #

Und da ist sie, die Kommentar-Metzelei, die ich in meinem Post vorhergesagt hatte. Will jemand die Lottozahlen von nächster Woche wissen? ;-)

Zum Thema: Ich fand es auch sehr seltsam, WoW Herdentrieb und Gruppenzwang vorzuwerfen. Dann könnte man geauso gut Counterstrike vorwerfen, dass man es nur mit anderen zusamenn spielen kann. Nicht wirklich sinnvoll.

Aber es sind immer die gleichen "Argumente", falls man sie denn so nennen will. Bin da klar auf Knuts und Larnaks Seite.

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:35 #

Weisst du was? Ich werf das auch CS und co. vor.

Dort ist die Spielmechanik trotzdem noch auf einem anderen Niveau. Und was stimmt denn an den Argumenten nicht?

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 0:47 #

Wo siehst du denn Metzelei? :D
Ich hoffe nicht, dass das so rüber kommt - so ist es nämlich sicher nicht gemeint :)

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:33 #

Kein Zwang? Das glaub ich kaum. Ich habs wirklich oft genug gesehen, um sagen zu können, dass das nur eine Ausrede ist. Wie sehr man sich in so etwas reingesteigert hat. Und immer wurde gesagt, dass das doch kein Zwang und keine Sucht ist, nur um sich dann damit zu rechtfertigen, dass ja sonst jeder ankommen könnte, wenn er mal grad keine Lust hat und dann ist die Gruppe ja nie komplett... wie soll man dagegen noch ankommen? Das ist ein Schlag in die Magengrube, wenn man das von Leuten hört, um die man kämpft.

Und du sagst selbst, dass es Mechaniken gibt, die du nicht magst. In einen gewissen Sinne ist es ein Machtmissbrauch. Weil die Spieler manipuliert werden. Und Machtmissbrauch ist immer scheisse. Was macht Knut? Sagt nur "höhö, du bist doof, schreib doch lieber einen Ratgeber". Die Bild nutzt ihre Stellung auch aus, um Meinungen zu Bilden und Lobbyarbeit zu leisten. Darf ich die jetzt auch nicht mehr doof finden? Soll ich hier auch einen Ratgeber schreiben?

Und die Vergleiche zum Sport hinken, weil auch Vereinssachen immer limitiert sind. Und da gibt es Ziele. Meisterschaften. Etwas, das man erreichen kann. Und das ist zeitlich begrenzt. Oder man macht es professionell und macht damit das Hobby zum Beruf. Und dass es eine deutsche WoW-Liga gibt, wäre mir neu.

Und zum Schluss "bla bla, er klärt nur halb auf". Was macht denn Knut? Er sagt auch nur, dass alle, die WoW doof finden, selbst doof sind. Tolle Wurst.

Und wenn es tatsächlich nur um die Kids geht, die immer bashen (ich denke mal ans Gamestarforum - "WAS? SCHON WIEDER NE WOW-NEWS??!!?!?!11 ROFL"), dann ist das hier auch nur ein Eigentor. Don´t feed the trolls.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 0:34 #

(edit: Ups, lang geworden. :D )

Welche Art von Zwang meinst du hier? Gruppenzwang - sicher, den gibt es immer, wenn es um Teams, um Gruppendynamik und zwischenmenschliche Beziehungen geht. Spielgegebenen Zwang gibt es nicht, auch nicht für Erfolg. Wenn der bei einzelnen auftritt, ist das selbst auferlegter Zwang der in den Zielen der einzelnen Menschen begründet liegt.
Und dein Argument ist ja schön und gut, aber hast du dir denn mal einen Fußballverein angeschaut? Was passiert denn da, wenn jeder mal nicht kommt, weil er gerade keine Lust hat? Richtig, gar nichts. Der Verein ist dann nämlich so gut wie tot. Wie gesagt: Die Argumente, die du anführst, sind schlicht nicht das Problem. Dann bist du an einem Punkt, an dem jegliches Auftreten von Teams, von Gruppen, von Freundschaft und Liebe direkt verurteilt werden muss, weil sie immer Abhängigkeit, Aufopferung und Vertrauen bedingen.

Die Sache mit dem Ratgeber ist, wie die ganze Kolumne, überzeichnet dargestellt. Sprich: nicht wörtlich zu nehmen. Was wahrscheinlich dahinter steht: Ein Ratgeber würde verlangen, sich intensiv mit dem Spiel auseinanderzusetzen. Man müsste darauf verzichten, die Standardsprüche von Gruppenzwang und Herdentrieb zu bringen, die (wie oben erwähnt) ein Scheinargument sind - was wahrscheinlich von denen erfunden worden ist, die WoW nicht ausreichend kennen - um denen, die vielleicht wirklich Probleme mit dem Spiel haben, helfen zu können. Denn da kann man nur helfen, wenn man das Problem verstanden hat. Und das Problem ist nicht die primäre Gruppendynamik des Spiels. Klar, das wird immer wieder an allen möglichen Stellen gesagt, aber es stimmt einfach nicht. Die Probleme sind wie schon gesagt ganz andere Mechaniken (die sich aber tatsächlich nicht nur bei WoW, sondern mittlerweile bei unglaublich vielen anderen Spielen ebenso finden - und tatsächlich zu gleichen Verhaltensweisen führen. Andere Spiele sind nur einfach kleiner, weshalb das Problem sich irgendwann selbst erwürgt)

Das ist doch mit der Bild-Zeitung das gleiche Problem: Wenn ich die Bild doof finde und andere davon überzeugen möchte (oder sie zumindest dafür sensibilisieren möchte, damit deren Konsum der Bild die Inhalte kritisch betrachtet - so gibt es z.B. einige, die die Bild schlicht "zum Spaß" lesen), dann muss ich Argumente benutzen, die auch tatsächlich das Problem beschreiben. Ich muss differenziert betrachten: Nicht jeder Bild-Leser ist ein doofer Trottel, der alles glaubt, was darin steht (s.o.). Und ich muss versuchen, die, die tatsächlich in der Problemzone sind, auch zu erreichen. Das schaffe ich aber nicht, wenn ich sage "Das, was die Bild tut, ist scheiße. Wenn ihr das lest, seid ihr doof" - dann schalten Betroffene aus gutem Grund auf Stur. Und das ist bei WoW natürlich das gleiche: Wenn jemand mit Betroffenen spricht, der Ahnung von den Problemen hat, der die Mechaniken wirklich versteht, der die Menschen kennt, die die Spiele spielen, und der auch weiß, wo deren Problem (sofern es denn überhaupt vorhanden ist) liegt oder nicht liegt, der kann auch die WoW-Spieler auf einer persönlichen Ebene überhaupt in einer Form erreichen, in der das Gesagte von ihnen aufgenommen wird.
Bei "Der Gruppenzwang macht euch alle zu Süchtlingen" oder ähnlichen Pauschalaussagen (die man ja auch immer wieder gern von Menschen liest, die es eigentlich besser wissen müssten) MUSS ein WoW-Spieler schon aus natürlichem Selbstschutz abriegeln.
Das ist das, was hinter der "Ratgeber"-Sache steckt: Wenn schon Samariter, dann auch so, dass es hilft.

Der Vergleich mit Vereinen hinkt nicht, Vereine funktionieren auf exakt der gleichen Mechanik wie WoW-Gilden (oder CS-Clans). Limitierungen? Eine Meisterschaft jagt die nächste. Ist das eine Jahr um, fängt das nächste an. ist das eine Turnier bewältigt, steht das nächste vor der Tür - das ist keine Limitierung. Wenn du einen aktiven Vereinssportler kennst, dann weißt du, wie wenig Zeit die plötzlich nur noch für Freunde und Familie haben. Das ist doch genau das: "Ja, ich weiß, Oma hat heute Geburtstag und ich würde echt gern mitfeiern - aber ich kann doch meine Truppe nicht im Stich lassen!". Wie gesagt: Es sind exakt die gleichen Gruppenmechaniken. Natürlich gibt es Unterschiede zu WoW - ich sage schließlich nicht "WoW ist das gleiche wie ein Verein und deshalb wird man nicht süchtig nach WoW". Ich habe ja die Probleme des Spiels oben schon angesprochen ebenso wie das dadurch bedinge höhere 'Risiko' im Vergleich zum Sport. Nur: Du führst dieses Risiko in deinem ersten Post zu dem Thema auf die Gruppendynamik zurück. Weil die aber in jedem Verein identisch ist und Vereine in der Regel nicht für das Auftreten von Suchtkranken bekannt sind, passt eben dieses Argument schon aus dieser Sicht nicht.

Was Knut macht: Er schreibt einen Kommentar, nichts weiter.
Kommentare sind doch in der Regel als Denkanstoß gedacht. Denkanstoß an sich selbst oder zu Diskussionen (wie dieser) - und damit hat er dann schon etwas erreicht, solange es nicht in wildem Geflame ausartet. (was ich in den nächsten paar Tagen jedenfalls nicht vor habe :P )
Ob es auch in Bezug auf den "Flamewar" (du sprichst ja die Gamestar-News an, an die habe ich da auch zuerst gedacht) etwas ändert - naja, auf's Ganze wohl nicht. Aber wenn nur ein paar sich danach mal Gedanken (siehe "Denkanstoß" :D) machen über das Thema, hat er ja schon eine Wirkung erzielt. Noch dazu unterstelle ich GG einfach mal, dass hier eher User unterwegs sind, die erstens nicht zu bedingungslosem Schubladendenken neigen, sondern auch offen für neue Ansichten sind und die zweitens auch keine bedingungslosen 'WoW-Hater' sind. Was heißt, dass man bei denen, wenn sie z.B. in eine der von Knut angegebenen Richtungen tendierten, schon die Chance hat, dass sie vielleicht eine neue Ansicht darüber gewinnen. Dinge anzusprechen ist eigentlich nie ganz verkehrt, zumal ja gerade diese Problematik eine ist, die zwar jeder kennt (auch durchaus von anderen Spielen), die aber eigentlich nicht "offiziell" Diskussionsthema ist, wodurch so ein Kommentar hier vielleicht für den einen oder anderen auch tatsächlich ganz neue Gedanken bereit hält.
Aber die klassischen News-Flamer von Gamestar wird man damit sicher nicht ändern - vielleicht ist der Kommentar auch gerade deshalb hier und nicht dort zu lesen? Wer weiß :D

qu4d (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 10:33 #

Viel zu lang geworden! :P

Ich fixier mich auch nicht nur Negativpunkt auf das Gruppenzeug etc. - hätte ich gewusst, dass das hier zum Debattierclub wird, hätt ichs wohl direkt etwas anders geschrieben ;) :P

Trotzdem hinkt für mich der ganze TH-Vergleich, der ja durch die Überschrift gegeben sein sollte und dann einfach nach der Einleitung vergessen wird.

Und mit der Bild. Wie erreicht man die Spass-Leser? Auch wenn die das nicht alles ernst nehmen, was da drinsteht. Sie fördern die Zeitung mit einem Kauf und damit auch diesen "Qualitätsjournalismus".

Naja, wie dem auch sei. Ich vermisse bei dieser Meinung/Kolumne auch eine Zielgruppe. Wen möchte Knut damit ansprechen? WoW-Fans? Die werden weiter bejubelt, weil sie doch nicht zu den doofen Neidern oder sonstwem gehören.

Oder WoW-Hater? Damit wird nur Öl ins Feuer gegossen, die Trolle werden gefüttert und es ändert sich nichts. Ja, ist ja auch "nur" eine Meinung, aber der Sinn entgeht mir dennoch.

Oder WoW-kenn-ich-nich-und-is-mir-auch-scheissegal-ich-les-es-trotzdem-um-informiert-zu-sein? Die werden auch nicht schlauer, sondern kriegen nur ein Bild vorgesetzt, dass sie glauben können oder nicht.

Da les ich lieber Reportagen mit Interviews und allem drum und dran vom Jörg :|

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 13:30 #

Also ich als ehemaliger WoW- und TH-hater fand den Artikel schon sehr lesenswert. Ich hab zwar bis heute noch immer keine Ahnung von WoW oder TH, aber ich finde, dass der Vergleich zwischen den beiden aus Laiensicht schon sehr zutreffend ist. Und was die Neider-fraktion betrifft, also in meinem Umfeld ist die schon sehr stark vertreten, sowohl zu Th als auch zu WoW. Das sieht man vor allem daran, dass andere Dinge, die sie nicht mögen und die deutlich weniger erfolgreich sind, nicht erwänenswert sind, aber wenns dann um Th, WoW, Harry Potter (den ich übrigens sehr mag) geht fängt das große Gebashe an. Ich selbst hasse z.B. den neuen Indiana Jones und die beiden Transformers Filme und vor allem Twi-Light, aber ich geb auch gerne zu, dass es daher kommt, dass ich denen ihren Erfolg nicht gönne, weil meine Lieblingsfilme nicht so viel Umsatz machen und fortgesetzt werden (Und von Indiana Jones fühl ich mich als langjähriger Fan schlicht betrogen). Und deshalb ist es auch ne Art von Neid, aber deswegen schäm ich mich ja nicht, denn Neid ist was völlig natürliches. Ich kann wirklich nicht verstehen, wieso es Leute als tabu betrachten und andere strafen, wenns sies doch mal zugeben, als ob es abnormal wäre. Ich will dir auch garniochts von dem unterstellen, eigentlich antworte ich nur auf deine Meinung, der Artikel wäre unsinnig.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:34 #

Ich denke die Zielgruppe sind alle die, die schon mal in WoW-News auf Gamestar oder sonst wo bei Freunden, in Chats und in Kommentaren die vielen 'WoW-muss-sterben'-Kritiker, die Knut betrachtet, gesehen haben, und die sich entsprechend über die generalisierten Überzeichnungen der einzelnen Gruppen angesichts ihrer Erfahrungen amüsieren können. Eben der klassische "Ah, ja, klar, kenn ich doch!"-Humor, der viele Witze erst witzig macht (-> Mario Barth)

qu4d (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 18:19 #

Mario Barth ist witzig?! Wär mir neu :ugly:

Schmuhf (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 19:40 #

Mario Barth ist ein Symptom des kulturellen Verfalls in diesem Land.

Blaine 12 Trollwächter - 1120 - 11. Dezember 2010 - 20:45 #

danke, mehr ist dazu nicht zu sagen!
da lob ich mir doch ottis schlachthof, was besseres gibt es nicht im fernsehen!

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2010 - 5:07 #

Tja, darüber kann man sich natürlich streiten - aber du willst sicher nicht bestreiten, dass viele Leute ihn unglaublich witzig finden ;)
(wenn doch - naja, dann wundere ich mich auch nicht, warum du das mit dem Neid nicht nachvollziehen kannst ;) )

Blaine 12 Trollwächter - 1120 - 10. Dezember 2010 - 21:59 #

Ich find WoW immernoch toll. Es aber spielen tu ich trotzdem nicht :D
Zu zeitintensiv. Ja auch andere Computerspiele sind zeitintensiv!

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 10. Dezember 2010 - 21:59 #

Cooler Artikel! Auf ner WoW-Seite würde ein solcher Artikel zu Kommentar-Metzeleien führen ;-)

Ich hab auch WoW gespielt, fands zu leicht und hab mit WotLK aufgehört - aber jeder soll seine eigene Meinung haben, die dann aber bitte auch auf die eigenen Erfahrungen im Spiel aufbauen.

Aber auf Cataclysm hätte ich schon wieder Lust, man hört einfach so viel Gutes ;-)

Piratesteve81 (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 22:03 #

KNUUUUUT,

wie geil. Dich gibts auch noch. Ein neuer Spieleveteran ist aufgetaucht. Jedenfalls seh ich das erste mal was von dir seid der Power Play.
Ab zu den Veteranen in den nächsten Podcast als Stargast bitte.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:12 #

Knut macht bei Gamestar übrigens die WoW-Seite. Hier mal der Link, falls du sie dir mal ansehen möchtest:
http://wow.speedydragon.de/

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 10. Dezember 2010 - 23:13 #

und hat beim Public Viewing der Gamestar zu Cataclysm mit gemacht:

http://www.gamestar.de/index.cfm?pid=1589&pk=15298

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10002 - 11. Dezember 2010 - 10:45 #

Außerdem hat er auch hier schon auf GG geschrieben. Geh einfach mal auf sein Profil oder lies das hier: http://www.gamersglobal.de/meinung/nerf-mich-nicht

Poledra 18 Doppel-Voter - 12230 - 10. Dezember 2010 - 22:10 #

Herrlich zu lesen :)
Habe nie WoW gespielt und auch kein anderes MMO mangels Zeit und schnellem Internetzugang. Es gibt genug andere Spiele und anderes Hobbies.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23300 - 10. Dezember 2010 - 22:36 #

Ich hoffe ich werde niemals so verbittert sein, so einen Text schreiben zu müssen.^^
Jedes erfolgreiche Spiel lockt neben Fans auch Kritiker an, so what?
Bayern München mag auch nicht jeder. ;-)
Was ist eigentlich mit Leuten, die nicht auf Onlinegames stehen, sondern auf Singleplayer-Games? Sind die auch neidisch darauf, dass sie ihre Zeit mit Freundin und Freund verbringen müssen, statt sie sinnvoll mit WoW zu vertreiben?^^

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:16 #

Schön, auch hier was von Knut zu lesen :)
Viele der umrissenen Gruppen erkennt man im alltäglichen WoW-Gebashe tatsächlich wieder, aber die meisten sind natürlich (wie immer) "irgendwo dazwischen".
Trotzdem, sehr treffend beschrieben.

Mir fehlt da aber eine Gruppe, die aber ähnlich den Ex-Junkies ist, nur mit anderer Motivation. Nämlich die, die WoW am Ende nur wegen der Items und Erfolge gespielt haben, die dem System also quasi komplett auf den Leim gegangen sind. Spaß hatten die nicht mehr, sie haben es nur nicht mehr gemerkt.
Irgendwann ist es ihnen dann doch aufgefallen (oder "aufgefallen worden") und sie haben aufgehört. Seitdem ärgern sie sich, dass sie so blöd waren, das nicht von selbst zu merken - und projizieren diesen Ärger auf WoW.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 10. Dezember 2010 - 22:30 #

Eine wichtige Gruppe, zu der ich mich selbst zähle, hat keine Erwähnung gefunden: Die Rollenspielkostverächter.
Ich habe es häufig versucht, bin jedoch noch mit keinem Rollenspiel richtig warm geworden. Klar, durchgespielt habe ich das ein oder andere mit interessanter Story schon, aber in einem "gelebt" habe ich nie.
Ich sehe keinen Reiz darin, einen Charakter Hunderte von Stunden lang aufzuleveln - wofür, wenn ein großes Ziel fehlt?

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 10. Dezember 2010 - 22:42 #

Aber wird ein Rollenspielverächter sich hinstellen und stundenlang in Kommentaren, bei Freunden, in Chats usw. herumposaunen, wie scheiße doch WoW ist?
Ich denke, die meisten von denen denken sich einfach "Mh, mag ich nicht" - so wie es mir bei den meisten Ego-Shootern geht :)

Und bei den meisten Rollenspielen gilt tatsächlich "der Weg ist das Ziel". Das gefällt natürlich nicht jedem, aber genau das ist ja "das große Ziel" - abseits natürlich von spannenden Geschichten, die natürlich dann immer das "Happy End" als Ziel vorgeben.

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 10. Dezember 2010 - 22:48 #

Ich probiere es demnächst nach 2 Jahren wieder mit WoW. Ich habe vor mir einen konservatien, alten, rassistischen, geldgetriebenen Goblin zu erstellen :D. Dem sein höheres Ziel ist eigentlich nur die Anhäufung von Geld und noch mehr Geld. Das Leveln ist ein Nebenbeiprodukt und Quests sind Auftrage an seine "Firma" (Dienstleistungsgewerbe). Wenn er gerade mal nicht dabei ist, Aufträge zu erfüllen, läuft er nur in einem hübschen Anzug herum und versucht seine Errungenschaften zu veräußern (natürlich nicht über dem Handelschannel).

Bei WoW war es schon immer so, dass man sich das Rollenspiel selber basteln musste. Es klappt auch, wenn man es versucht :). (Ich hatte mal einen Troll, der nur trollisch reden konnte... das war lustig :D).

Lokis667 11 Forenversteher - 607 - 10. Dezember 2010 - 23:03 #

Wundervolle Analyse. Wo kann ich unterschreiben? :)

bersi (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:24 #

Hmm, am Ende fehlt leider die Rückkopplung zu Tokio Hotel, wodurch die Kolumne hinkt.

Es gibt sehr gute Gründe WoW nicht zu mögen. Viele verschiedene, die sich sicherlich auch überlappen. Neid ist denke ich nur einer davon. Ich finde du pauschalisierst diesen Teil einfach zu sehr.

Es kommt so rüber, als wäre jeder "Hater" gleichzeitig neidisch. Nein das ist nicht so, sage ich. Viele Menschen haben sicherlich gute Freunde, Lebenspartner oder weiß der Geier was "an WoW verloren". Das ist ein guter Grund zu sagen 'Ich hasse das Spiel', der bei Leibe _nichts_ mit Neid zu tun hat.

Genau so ist nicht jeder Tokio Hotel Hater auf deren Erfolg neidisch. Das scheint heutzutage eine angenehme Masche zu sein um sich zur Wehr zu setzen.

"Wie du magst das nicht? Du bist doch nur neidisch!" Sorry, aber dieses Verhalten ist genau so engstirnig und kindisch wie das "Wäh, ich mag WoW/TH nicht, also dürft ihr das auch nicht mögen!"-Geflame der Hater.

qu4d hat mit seinen Posts nicht ganz Unrecht. Sicher gibt es viele Trolle da draußen, denen es einfach nur Spaß macht Anti zu sein. Ein großer Teil davon wird mit Sicherheit auch neidisch sein; weil er das Spiel selbst nicht spielen darf, er nie den Erfolg wie z.B. Ensidia genießen durfte, oder ein Hunter seinem Schurken zum drei Millionsten Mal sein T0 Set weggewürfelt hat.

Dies ist aber nur ein Teil der Hater. Ein bisschen mehr Tiefgang hätte ich mir schon gewünscht :/

LG bersi - WoW Spieler und TH Hater.

qu4d (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:41 #

Danke.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 0:38 #

Das stimmt, besonders tief greift die Kolumne nicht. Aber Knut schreibt ja selbst: Er ist kein Psychologe - und entsprechend schreibt er nichts als seine Meinung.
Und ich glaube auch nicht, dass er mit der Liste einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wollte. Es stimmt, gerade die, die wirklich miterlebt haben, wie ein wichtiger Mensch von einem Spiel (oder allgemein einer Sucht) aufgefressen wird, der hat andere Sorgen, als neidisch auf dieses Spiel zu sein.
Da hat es dann wohl eher mit wirklichem, ohnmächtigem Zorn zu tun.

Anonymous (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:29 #

Wenn ich WoW nicht spiele, weil ich nicht doppelt für Spiel
und Abo abgezockt werden will, dann bin ich ein ... Neider?
Ein Geizkragen?

Wenn ich kritisiere, dass es kein vernünftiges Bezahlmodell
für Wenig-Spieler gibt, bin ich ein ... neidischer Geizhals?

Schon klar, wenn ich jetzt zur Weihnachtszeit
die Massen sehe, wie sie sich freiwillig
durch überfüllte Einkaufszentren schieben,
dann sehe ich da auch nur deshalb hirnlose
Konsumzombies a la Romero, weil ich selber tief
in mir drin nur neidisch bin und selber keine
Erfüllung darin sehe, mein Geld auf diese
Weise zu verprassen. Ich wäre ja auch so
gerne ein Konsumzombie. Schnief!

Anonymous (unregistriert) 10. Dezember 2010 - 23:48 #

Mit dem n00b-rufen hatten die meisten in bc und wotlk aber recht.

mensch, warum machen die das spiel immer besser ... ich dachte ich wär clean ... noch kann ich mich zurückhalten.

cornholio (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 0:11 #

Ich werde nächste Woche mit Guild Wars anfangen und das aus zwei Gründen;
1. Es gibt keine Ganker, keine Rep-Kosten, keine Idioten- und Arschloch-Auslese in einer Ruhm und Ehre Gilde, keine Soziopathen mit Star-Allüren, keine Hippies die denken Fließbandarbeit in Instanzen kann man am Fließband im Real-Life genau so gut ertragen, wenn man nur genug soziale Kompetenz ins Team-Speak investiert.
2. Es kostet mich nichts.

Age 19 Megatalent - P - 13972 - 11. Dezember 2010 - 0:35 #

WoW? Wird darum immer noch so ein Hype drum gemacht? Welcher Typ bin ich eigentlich, der in der US Open Beta damit anfing, viele Monate intensiv spielte, viele Leute zu diesem Spiel bekehrte und ihm dann den Rücken kehrte weil die Spielmechanik ihn anödete und er keinen Drang danach verspürte sich ein soziales Parallelleben mit Pflichten für ein Computerspiel aufzubauen? Tut mir leid aber ich finde, dass sich diese Kolumne auf dem gleichen Niveau bewegt wie sinnfreies WoW-Gebashe. GN8!

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 0:47 #

Du bist schlicht gar keiner der einzuordnenden Typen, schließlich bist du kein Meckerer. :)
Das bezieht sich jetzt gar nicht speziell auf dich, aber ich finde es wirklich interessant, wie viele Kommentatoren sich hier von diesen Klassen (oder der angestrebten Einteilung) angesprochen fühlen, obwohl sie offenbar gar nicht in das Raster der Einzuteilenden fallen. Anonymous weiter oben versucht auch, sich irgendwie in die Neider-Schiene zu quetschen, obwohl er da gar nicht rein gehört :)

Niederes Niveau kann man dem Kommentar aber schon vorwerfen, wenn man möchte, stimmt. Das sieht man ja schon daran, dass sich eben relativ viele angesprochen (oder angegriffen?) fühlen, die eigentlich gar nicht gemeint sind.
Da hätte es gut getan, nochmal deutlich zu machen, dass das alles wahrscheinlich pauschalisiert und nicht todernst gemeint ist - wobei das ja im Prinzip durch die Aussage impliziert wird, dass Knut sich nicht für einen guten Psychologen hält.

Age 19 Megatalent - P - 13972 - 11. Dezember 2010 - 11:06 #

Oh doch ich habe gemeckert. Über fehlende Inhalte die versprochen waren, über die Problematik, dass man damals seinen Terminkalender nach Raids ausrichten musste wenn man teilnehmen wollte oder über den übertriebenen Hype der Medien, etc. Da ich noch vor dem ersten Addon ausgestiegen bin, kenn ich WoW nicht mehr, weil sich bestimmt viel verändert hat, deswegen ist es mir schlicht wie viele andere Spiele egal geworden. Aber gemäß meiner früheren "Meckerei", bin ich laut Kolumne auch nur ein Neidhammel wie bei Tokio Hotel und das muss ich mir sicher nicht von jemanden erzählen lassen, der scheinbar seit Jahren auf einem Spiel fest hängt und "Durch den Monsun" in der Dauerschleife hört. Zu pauschal? Bestimmt. Aber passend. ;)

qu4d (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 11:57 #

Hahaha, sehr gut Age! :D

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:10 #

"deswegen ist es mir schlicht wie viele andere Spiele egal geworden."
-> Nicht einordnenswert :P
Und deine ehemalige Meckerei scheint mir dann auch eher zu "Natürlich gibt es noch die "normalen" Kritiker" zu passen, oder?

Aber du darfst dich natürlich gern zu den Neidern zählen :D

furzklemmer 15 Kenner - 3110 - 11. Dezember 2010 - 0:50 #

Wahhh! Er hat ein Spiel mit Tokio Hotel verglichen! Das ist ja schlimmer als ein Nazi-Vergleich. Ich distanziere mich hiermit von GG. Es MUSS einfach auch hier eine Grenze geben! Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 11. Dezember 2010 - 1:43 #

*Knopf zur Internetabschaltung hinhalt*

Bittesehr der Herr :D

Darkling 09 Triple-Talent - 258 - 11. Dezember 2010 - 3:47 #

Welche Gruppe sind die Leute die ein AV nerf scheisse finden weil die Allianz Spieler weinen das der Geländevorteil ihrer Seits nicht mehr genug zum tragen kommt und sie laufend AV verlieren ?

Oder die die es ankotzt das WoW mittlerweile nur noch ein "cookie-cutter" MMO ist ?

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 11. Dezember 2010 - 6:01 #

Vielen Dank für diese "Typologie der Hater"! :) Sehr unterhaltsam geschrieben und leider nur allzu wahr. Wer WoW länger spielt oder gar seit Anfang an dabei ist und nebenbei noch durch diverse Foren surft, kennt deren "Argumente", ja ist teilweise einfach nur genervt davon und gibt schlussendlich das Gegenargumentieren auf. Es bringt einfach nichts, denn zwei Posts weiter wartet auch schon der Nächste und alles beginnt von vorn. Exemplarisch sind dafür die Kommentare zu jeder(!) News auf Gamestar. Eine Anti-WoW-Haltung scheint wohl einfach irgendwo ziemlich cool zu sein. Mir stellt sich da die Frage nach der Altergruppe. In anderen MMOs sollte man übrigens keinesfalls durchblicken lassen, dass man WoW spielt, gespielt hat oder gar dessen Termini verwenden. Sucht man beispielsweise in HDRO nach einer "Gilde" anstatt nach einer "Sippe", darf man mit netten Flames rechnen.^^

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 11. Dezember 2010 - 8:57 #

Also mal abgesehen davon, dass ich den Vergleich zu TH ein wenig befremdlich finde- da wurde doch ein sehr große Gruppe übersehen! Nämlich die Leute, die von dem Spiel erzählt bekommen, von irgendwelchen 'hatern' und sich dann denken "Ja, dieses WoW ist schon ganz schön blöd"

Aber schöner Artikel ;)

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 11. Dezember 2010 - 9:15 #

Super Analyse, auch wenn der Autor seiner Meinung nur ein Hobby-Psychologe ist :)

Und alleine die anschließende Diskussion im Kommentarbereich beweist, dass er einen Nerv getroffen hat, sowohl bei den Gegnern, als auch bei den Befürwortern.

Porter 05 Spieler - 2981 - 11. Dezember 2010 - 9:34 #

ganz "nett" der Text aber nichts gehaltvolles oder erkenntnisreiches und vor allem absolut nix neues!

"Ein Umriss der Meckerfraktionen bei WOW, verglichen mit Tokio Hotel"...WOW!*(satirisch gemeinter Ausdruck des Erstaunens) nach 6Jahren WoW könnte man doch eigentlich damit rechnen dass da detailliertere Gesellschafts. oder Charakterstudien zum Spiel verfasst werden können, aber sicher wollte der Author wirklich nur schnell wieder seinen Char. und seine Gilde zu neuen Erfolgen führen, daher wurde halt schnell was niedergeschrieben sonst hätte womöglich wirklich ein interessanter Artikel draus werden können.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 10:22 #

Hehe ... sehr, sehr guter Artikel.

Ich persönlich bin aber ein anderer Typ:

Der Irre mit dem Pappschild

Er analysiert, dass WOW ein lebendiges, dämonisches Wesen ist. Aus der Spieleindustrie geboren, ist es nicht wie andere Spiele. Denn es trägt nichts dazu bei, die Branche zu entwickeln, sondern frisst sie von innen her auf. Wie viele Solospiele hätten in diesen sechs Jahren zusätzlich verkauft werden können? Doch sie wurden weder verkauft noch entwickelt, weil dieser Moloch Millionen von Gamern in Abhängigkeit und Verblödung getrieben hat. Er duldet auch keine echte Konkurrenz in seinem Gebiet. Ganze Volkswirtschaften werden schon an den Rand der Krise getrieben, weil sich Heere von Arbeitnehmern für ein Addon URLAUB! nehmen - von den Schülern ganz zu schweigen.
Nur die Chinesen in ihrer jahrtausendealten Weisheit ahnen, dass dieses "Ding" kontrolliert werden muss.
Der Irre verbündet sich sprunghaft mit allen Kritikern des Dings - auch wenn ihn niemand wirklich ernst nimmt... :(
(ausser vll. die Samariter)

Crazycommander 14 Komm-Experte - P - 1863 - 11. Dezember 2010 - 10:29 #

Made my day!

Crazycommander 14 Komm-Experte - P - 1863 - 11. Dezember 2010 - 10:28 #

Also ich habe mich amüsiert und ein winziges Bisschen in der ein oder anderen "Charakterisierung" wiedergefunden :)

Natürlich erwarte ich hier keine tiefschürfende psychologische Studie über die Hater-Persönlichkeit!

Ich finds als Vielspieler von Offline-Spielen halt immer schade, dass so viele Perlen, gerade in erzählerischer und Atmosphärischer hinsicht, von passionierten WOW-Zockern verpasst werden. Natürlich bietet WOW auch pfundweise Atmo, aber es ist bedingt durch die Spielmechanik doch etwas anderes.

Aber Missionieren oder gar hassen? Nee, jeder Spieler soll das Spielen, was ihm persönlich Spaß macht. Ich weise nur auf mögliche Offline-Alternativen hin und freu mich, wenn ich mit meinem Tipp mal einen Treffer gelandet habe. Ein Ventil für meine Begeisterung für ein Spiel im Freundeskreis zu finden ist halt nicht einfach wenn die meisten WOW spielen....

Ach ja: Ich werde meinen Acct. nach 5 Jahren reaktivieren und gemütlich mir einem Goblin(?) Catacombs zocken. Und wenns mit INIs und dauerzocken losgeht bin ich wieder weg. Habe aber etliche Stunden Spaß für vergleichbar wenig Geld gehabt.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 11:14 #

es ist untersucht. dass hunderttausende menschen wow-süchtig sind ist eine tatsache. dass viele ihr reales leben aufgegeben haben auch. dass das konsequenzen hat (bildung, arbeit, freunde) ist ein deduktiver schluss mit zahllosen beobachtbaren beispielen (falifizierbarkeit gegeben) - ebenso, dass blizzard gezielt die suchtmechanismen des menschen bedient (flow-theorie, gruppenzwänge, prestige / erfolge, reize die man im realen leben nicht erfährt holt man sich eben dort - dementsprechend sind meiner ansicht nach eher menschen mit weniger entwickeltem sozialleben, bzw ohne erfolge im wahren leben von wow-sucht betroffen). diese tatsachen abstreiten zu wollen wäre lächerlich, ebenso wie wow abzusprechen, dass es ein "gutes" (weil in sich sehr gut funktionierendes) spiel ist.

die .. sagen wir ironisch-selbstbestätigende kampfschrift ist, wenn man das zugrunde legt, nicht selbstkritisch genug und leider auch recht inhaltsarm. leider, weil das oben genannte problem ein ernstes und übergreifendes problem ist. und dieses problem wird aus seinem gegenstand hinaus erzeugt.. also wow. man kann zwar nach allem süchtig sein, aber wow fokussiert diese sucht, legt es also darauf an. die bedürfnisbefriedigungen sind im wahrsten sinne virtuell und werden früher oder später in vielen fällen konsequenzen haben.

ansonsten:
ich persönlich zum beispiel mag den doch schon außerordentlich infantil-kitschigen grafikstil nicht und die spielmechanik ansich finde ich auch eher dröge-primitiv und unbefriedigend. ich weiß, dass es vielen kritikern ähnlich geht.. und ich weiß, dass sehr, sehr vielen dieses spiel außerordentlich gefällt, die mechanismen sehr gut greifen und das erstmal ihr gutes recht.. aber auf die gefahren muss hingewiesen werden und die wow-kritiker-kritik sollte dementsprechend differenzierter ausgeführt werden.

wie schon mehrfach erwähnt wurde, viele verlieren ihre freunde darüber.. und es zieht nicht einfach zu sagen, dass derjenige dann pecht gehabt hat - das ist im übrigen ähnlich, wenn jemand exzessiv kifft, trinkt oder dergleichen..

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:13 #

Die "WoW-Kritiker-Kritik" kritisiert allerdings auch niemanden, die zu Recht mit fundierter und begründeter Kritik in einen offenen Dialog treten wollen.
Jedenfalls wird so jemand (wahrscheinlich aus gutem Grund) nicht in eine der pauschalen Gruppen eingeordnet.

Ikoo 05 Spieler - 36 - 11. Dezember 2010 - 11:53 #

Was mir in dieser Kolummne am meisten aufstößt, ist dass hinter jeglicher Kritik am Spiel fast immer Neid stehen soll?.

Ich habe mir selbst die Trial mal wieder angeschaut und kann nun wirklich nichts tolles an dem Spiel finden.

Wald von Elwynn : Grafik...Texturbrei am Boden, die Worgenanimation sieht ja mal sowas von scheiße aus. Killquest (Töte 12 davon, Sammel Blumen von Murlocs) und Sammelquest (klick 6 Gefallene an) en masse. Es sieht pothässlich aus, die Quest sind total langweilig und kommt man in eine Hauptstadt und liest den allgemein Chat, dann versinkt das Niveau ins Bodenlose.

Einzig das Low lvl PVP hat einigermassen Spass gemacht, aber auf Dauer Kriegshymnenschlucht wäre mir zu langweilig.

Worauf also neidisch, von mir aus können 13 Millionen Hausfrauen ihr Geld in WoW stecken, das macht das Spiel für mich trotzdem schlecht.

Auch sehr toll, wenn man Worgen oder Goblins spielen will als Neuling soll man sage und schreibe im billigsten Fall : 75 Euro bezahlen....Ja ne ist klar.

Da Spiel ich lieber was anderes.

LG

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 11. Dezember 2010 - 12:15 #

@Lanark:
Danke für den Link, der erklärt so einiges. Das der vorderste GS-Fanboi extern auf Kreuzzug geht, hat mehr Ironie als der ganze Text. ;)

Bei der Überschrift freute ich mich auf bissige Satire, wurde aber leider enttäuscht. Versucht er doch tatsächlich seine Schubladen mit Argumenten zu füllen. Herrlich!

Naja, am Ende war es doch unterhaltsam. Wenn auch anders, als vom Autor geplant. Immerhin wissen wir jetzt, WoW hat keine Fehler und Musik mag man nicht, wenn die Band erfolgreich ist.

qu4d (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 12:36 #

Und auch hier ein Daumen hoch von mir :)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:28 #

Mh, Hast du möglicherweise hinter der Überschrift (bei der du ja noch die bissige Satire erwartet hast) vergessen, die satirisch-humoristische Überzeichnung von Knut zu beachten?
Meinst du, die Argumente sind bierernst gemeint, Knut ist der Meinung, WoW habe keine Fehler und Musik sollte gehasst werden, sobald eine Band erfolgreich ist? :O
Wenn du schon von der Überschrift eine bissige Satire erwartest, dann verstehe ich nicht, warum du den Text nicht auch mit genau der Intention liest.
Ich will ja gar nicht sagen, dass Knuts Artikel ein Glanzstück deutscher Literatur ist, aber wieso du Knuts Überzeichnungen nicht erkannt hast, während du auch jetzt in deinem Kommentar genau die Überzeichnung selbst benutzt, verstehe ich wirklich nicht.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 11. Dezember 2010 - 18:09 #

Weil er streckenweise alles andere als Überzeichnet ist. Z.B. hier:

"Eines liegt mir ganz besonders am Herzen: Die Möchtegern-Elitären mal zurecht stutzen, die schreien, WoW wäre ja viel zu einfach geworden, nur noch was für N00bs. Da wiederspreche ich jetzt mal im Catacylsm-Kontext ganz herzlich. Wer mal im Schattenhochland gequestet hat, weiß, wie "schwer" der normale Quest-Content für frische 84er oder 85er ist."

So etwas hat in einer Satire nichts verloren, hier lässt er einfach nur Dampf ab. Zwischen den Zeilen spürt man förmlich, wie sich angestauter Frust seinen Weg bahnt. So wird Möchtegern-Satire zum Bumerang, was den Text dann doch wieder interessant macht... ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2010 - 5:14 #

Mh, vielleicht verstehe ich die Stelle falsch, aber für mich ist das immer noch überzeichnet.
Natürlich ist das keine reinrassige Satire sondern eben eine "Meinung" - und ja, klar ist da auch ein Teil "Dampf ablassen" bei.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 12:18 #

Wow Kritik:
- kein neuer Content: LK von Dezember bis Dezember (für diejenigen ohne Beta), nach Monaten erst ein halbherziger gescheiterter Versuch mit RS.
- Contentstreckung: extreme Inflation der Achievements, die letzten zwei Monate vor Cata müssen Spieler einen verbuggten Alpha-Testrealm Spielen und dienen als Versuchskaninchen um das Balancing einigermaßen rechtzeitig hinzubekommen.
- Schwierigkeit: Wohlfahrtsitems, "episches" Equipment/Mounts/Pets/etc werden einem nachgeworfen und verlieren so an Prestige. Da Hauptspielemechanik das Karotte-Am-Stiel Modell (Itemjagd mit ständiger und immer schnellerer Entwertung) ist darf da wohl schon die frage aufkommen "warum soll ich mir T10/T11/T12.. holen wenn es in 4 Wochen! wieder wertlos ist? Hat mit TOC angefangen und seitdem nicht mehr aufgehört).
- Bizarre! AGB: Wenn du spielen willst klickst du auf "Akzeptieren". Du trittst damit jegliche Persönlichkeitsrechte an uns ab und schliesst mit uns einen Weltweiten, nicht wiederrufbaren und von uns nicht zu bezahlenden Platten/Veröffentlichungsvertrag.

Vergleich zu TH:
-Content: TH müsste immer wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und wieder dasselbe Lied spielen. 12 Monate lang. Tun sie das?
-Contentstreckung: TH müssten ihre Proben live spielen und dafür den vollen Eintrittspreis verlangen.
-Schwierigkeit: TH müsste wertloses Zeug verschenken das schon nach kurzer Zeit nur noch belächelt wird. Tun sie das?
-AGBs: TH müsste bei jedem Abspielen ihrer Cds, Musikdateien oder Besuch ihrer Konzerte einen Vertrag aushändigen in dem der Hörer seine sämtlichen Rechte abtritt. Tun sie das?

ich frag mich zu welcher Nörgelfraktion ich zähle..

Siak 13 Koop-Gamer - P - 1411 - 11. Dezember 2010 - 12:25 #

Man kann WOW auch wegen seiner Wirkung auf die Spielebranche kritisieren.

Sicher, da kann das Spiel selbst nichts dafür, aber ich kritisiere an WoW, dass es durch seinen (kommerziellen) Erfolg die Spielelandschaft in eine Richtung beeinflusst/lenkt, die fern von der ist, die ich mir erhoffen und wünschen würde.

DAS ist der Grund dafür, warum ICH mir wünsche, es hätte WoW nie gegeben...

Und ich denke, dies ist auch der Grund für viele andere WoW-Kritiker.
Und dies ist auch der Grund dafür, warum man WoW sehr wohl, in gewissen Maße und indirekt, verwünschen kann, ohne es je gespielt zu haben.
Also sozusagen wegen seiner "Nebenwirkungen" auf die Spielebranche.

Die Motive der Menschen sind nicht immer eindeutig und offensichtlich. Manchmal wissen sie daher nicht einmal selbst zu sagen, warum sie etwas mögen oder nicht mögen.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 12:27 #

Was du also eigentlich bemängelst ist nicht der kommerzielle Erfolg von Wow sondern die Entwicklung die die große Spielerschaft angenommen und mit ihrem Geld gefördert hat. Demanch kritisierst du die Entscheidung der Spielerschaft?

Siak 13 Koop-Gamer - P - 1411 - 11. Dezember 2010 - 12:41 #

Ja, wenn man davon ausgeht, dass der Mensch wirklich frei in seinen Entscheidungen und beim Bestimmen seiner Vorlieben ist, und dieses "allein" aus sich selbst heraus tut.

Nein, wenn man davon ausgeht, dass der Mensch Ersteres keineswegs immer so praktiziert, sondern im Gegenteil, bei seiner Entscheidungs- und Meinungsfindung, sowie beim Entwickeln seines "persönlichen" Geschmacks, sehr empfänglich für äußere Einflüsse ist (Werbung, die Meinung anderer, Gruppeninstinkte, mit der Masse gehen, usw)

Ist aber nur mein persönlicher Standpunkt, den ich für mich selbst im Laufe meines Lebens beim Beobachten meiner Umwelt gefasst habe.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 12:44 #

Ja hast recht. Dann aber die Frage, wohin hätte es sich Entwickeln sollen?

Siak 13 Koop-Gamer - P - 1411 - 11. Dezember 2010 - 13:04 #

Zunächst vielleicht noch mal allgemein ein Beispiel für fremdbestimmte Entscheidungen:

Warum trifft ein Mensch die Entscheidung mit dem Rauchen zu beginnen? Es ist oftmals ein gruppendynamischer Prozess der dazu führt. Und diesbezüglich sind Jugendliche besonders empfänglich. Daher beginnt eine Raucherkarriere meistens im Jugendalter. Oder wer kennt viele Beispiele, dass ein Nichtraucher nach dem Überschreiten von sagen wir mal 20 Jahren noch mit dem Rauchen begonnen hat?

Was die Entwicklung des Spielgeschmacks angeht, ist es nicht unähnlich. WoW hat eine Eigendynamik entwickelt, die Einsteiger ins Spielegenre MMORPG "ansaugt". Und dies mittlerweise seit mehreren Jahren.

Parallel dazu und dadurch bedingt, hat ein Prozess eingesetzt, in dem wirkliche Alternativen wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit kollabiert sind und heute auch gar keine wirklichen Alternativen mehr entwickelt werden.

Es gibt hierbei niemanden, auf den man mit dem Finger zeigen könnte und sagen: "du bist schuld".
Es ist lediglich eine Nebenwirkung des Erfolges von WoW. Eine Nebenwirkung, die ein Spielegenre zum derzeitigem Stand im kreativen Würgegriff hält, aus dem es nicht heraus kommt. Kreativ, im Sinne von "anders", nicht unbedingt von "besser". Ich möchte WoW seine Qualitäten nicht absprechen.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 15:01 #

immerhin regelt sich die Branche ja wieder ein wenig aus. Die Änderungen locken eine andere Art von Spielern an, die Erwartungen ändern sich, der Umgang wird ruppiger. Dank Instant Gratification, dem neuen Branchenstandard auf den die meisten Publisher wohl zurecht aufgesprungen sind.

Resultat: Direktport zu allen Instanzen, ausgestorbene Regionen, Overgear nach kurzer Zeit, geringschätzung von Erfolgen und Items, Bedarf nach mehr Kaufitems. Mehr Komfort, einfacherer "Erfolg", mehr Spieler, weniger freundlicher Umgang. Für die neuen hat es das gute, sie können ein herrlich ausgereiftes Spiel spielen, die alten Spieler sind enttäuscht weil alte Werte verloren gehen (z.b."selber Schuld wenn du Lfg Gruppen mitmachst, geh halt nur mit der Gilde, wenns dich stört hau doch ab").

Ob du treuer Fan seit Jahren bist oder Neuling ist egal, nur die jetzigen Verkäufe zählen. Wenn ein Neuling Multiboxer ist zählt der sogar mehr als du, auch wenn der nach 3 Monaten keine Lust mehr hat.

Das gute: Die alten Spieler die so vergrault werden sind wieder frei für etwas neues, und geben Indispielen vielleicht eher eine Chance. Und für die neuen Spieler ist die Suchtgefahr etwas geringer weil die Items weniger Wert sind. Wo weniger Zeit investiert werden muss wird auch das Schreckgespenst Sucht nicht mehr so oft erwähnt.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 11. Dezember 2010 - 12:45 #

Glaubt eigentlich jemand außer mir, dass der Artikel hauptsächlich unterhalten soll? Dazu überzeichnet der Autor Gruppen von WoW-"Hatern", die man im Kern auch tatsächlich vorfindet. Dass es noch andere Gruppen von Spielern gibt, denen WoW nicht gefällt, wird doch nirgends bestritten. Und dass Neid einer der Hauptgründe für das "Haten" von WoW ist, kam mir beim Durchstöbern diverser Foren auch schon in den Sinn...

Natürlich gibt es auch "objektive" Gründe, WoW nicht zu mögen. Allerdings prügeln Vertreter dieser Kategorie nur selten auch WoW ein. Ich habe auch aufgehört, weil mir vieles nicht gefallen hat. Diverse Gründe wurden hier schon genannt:

- langweilige/eintönige Quests
- repetitives Spielen (immer wieder in die gleichen Inis/Raids)
- zu wenig Content (vor allem im WotLK)
- zu einfach (Stichwort Wellfare-Epics, auch vor allem WotLK)

Die Liste kann beliebig erweitert werden. Wer WoW mag, wird diese Gründe einfach nicht unterschreiben und das anders sehen. Allerdings gehe ich mit dem Autor komform und denke, dass die, die WoW tatsächlich bashen, selten richtig gute Argumente haben.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 12:50 #

ja, hauptsächlich soll der wohl unterhalten, dennoch hat er auch einige Untertöne die herbe Kritik an jedweder Wow-Kritik herausstreicht.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 11. Dezember 2010 - 13:03 #

Es wird halt mal zurückgebasht. Das müssen die Basher halt auch mal vertragen können :-)

Natürlich vereinfacht der Artikel stark, aber ich glaube, dass der Autor sich schon bewußt ist, dass man auch objektive Gründe haben kann, WoW nicht zu mögen.

qu4d (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 13:13 #

Und wird mal als Kritiker gleich mit Bashern in einen Topf geworfen?

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 11. Dezember 2010 - 13:25 #

Nö, wieso? :-)

Ich kann nur nicht nachvollziehen, dass man einem MMO vorwirft, dass man es mit anderen zusammen spielen muss. Das hab ich aber auch schon oben geschrieben. Andere objektive Gründe lass ich ja gelten, immerhin hab ich davon ja selbst einige.

Und wie gesagt, den Artikel nicht gleich als Angriff auffassen, ist meiner Meinung nach Unterhaltung.

qu4d (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 13:31 #

Nicht? An wen ist der Artikel dann gerichtet? Also nur an die Basher? Also begibt sich Knut auf das Niveau von unten und füttert damit die Trolle und ist damit selbst kein Stück besser als die Leute, über die er sich lustig macht. Spitze.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 11. Dezember 2010 - 13:50 #

Warum Knut sich damit auf ein niedriges Niveau begeben soll, kann ich nicht nachvollziehen. Knut beschreibt im Kern Gruppen von Leuten, die WoW nicht mögen, und überzeichnet diese dann.

Das muss man nicht mögen, ich persönlich sehe es als Unterhaltung an. Es erinnert mich beispielsweise an ein Streitgespräch mit einem Arbeitskollegen, der keinen Plan von WoW hat und es nur aus der medialen Berichterstattung kennt, mir dann aber vorbeten wollte, wie "böse" das Spiel ist.

Wie gesagt, gegen objektive Argumente sag ich nichts, einige davon teile ich auch. Aber ich finde, dass der Artikel viel zu sehr auf die Goldwaage gelegt wird.

Und dafür, dass man ihn nicht für bare Münze und damit 1:1 in sein Leben übernimmt, dafür hat man dann seine eigene (Lese-)Kompetenz.

Anonymous (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 13:59 #

Hätte jetzt gesagt er ist in erster Linie an zufriedene Spieler gerichtet. Und an diejenigen vielleicht die sich häufig gegen ungerechte Suchtvorwürfe rechtfertigen müssen. Ein wenig Provokation gehört dazu und belebt die Diskussion, an sich also nicht verkehrt.

Fehler ist nur das er nicht neutral bleibt und sich durch Bekennen zur Spielerschaft inkl. Seitenhieb gegen jegliche Kritik zu stellen scheint und so die humorvolle Beschreibung der Kritiker zu pauschalisieren scheint. Stimmt wahrscheinlich nicht, aber der Eindruck könnte entstehen.

Ansonsten, dank der Neuausrichtung und Änderung der Spieleweise macht Wow ja netterweise wieder etwas Platz für innovativere Spiele.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:19 #

Ich habe das ja schon vorher angesprochen: Ist es nicht bezeichnend, wie viele User sich von diesem Artikel offenbar tatsächlich direkt angesprochen fühlen, obwohl das in erster Linie eine humoristisch überzeichnete Abhandlung ist?
Ist es nicht auch bezeichnend, wie vielen Usern gerade bei dem Thema "WoW" plötzlich die Fähigkeit zur Abstraktion abhanden kommt, ihnen plötzlich die Fähigkeit fehlt, zu erkennen, was hinter einem Text steht?
Ich finde, das ist eigentlich eine schockierende Verdrehung der eigentlich überzeichnet gemeinten Einordnung in die Realität, die doch in gewisser Weise der (wohl gar nicht geplante) Beweis dafür ist, dass Knut doch mehr Recht hat, als er wohl eigentlich selbst geplant hatte. Das jedenfalls ist momentan der Eindruck, den ich gewinne, wenn ich mir die Kommentare hier durchlese.
Hier fehlt irgendwie der Schritt des Abstandnehmens von der satirischen Überzeichnung VOR dem Schritt, die von Knut dargelegten Dinge einem Abgleich mit der eigenen Person zu unterziehen.

Major_Panno 15 Kenner - 2934 - 11. Dezember 2010 - 13:03 #

Eine Gruppe, der ich angehöre fehlt hier meiner Meinung nach auch noch: Die Gelegenheits-Spieler, die eigentlich nichts gegen WoW haben, doch mangels passendem Bezahlmodell und mangels geeigneten Mitstreitern kein WoW spielen.
Ich zum Beispiel habe es 3 Monate gespielt. Jedoch habe ich ein hartes Studium zu bewältigen, einen Nebenjob und ein recht ausgefülltes Privatleben. Somit habe ich leider nur wenig Zeit für ein MMO. Meine "Sucht" konnte ich daher sehr gut einschränken und habe nur ca. 3x die Woche je 2-3 Stunden gespielt. Leider hatte ich dadurch keine Chance, mit meinem Kumpel mitzuhalten, der 6-8 Stunden am Tag in diesem Spiel verbrachte. Irgendwann lief er ständig hektisch mit seinem hochleveligen Char neben mir her, und versuchte mich krampfhaft schnell durch das Spiel zu zerren, bis ich ihm sagte, dass ich das ganze lieber in Ruhe spielen will, da ich es für mich Entspannung ist vom Stress des Alltags. Doch alleine machte mir das Spiel auch nur wenig Spaß, wodurch ich dann aufhörte.
Mir sind einfach so viele Dinge im Leben wichtiger als Videospiele, dass für mich Zocken als Freizeitaktivität eine niedrige Stellung hat. Heißt: Wenn ich abends alleine zu Hause bin und zocke, und mich jemand spontan anruft, und noch etwas unternehmen will, schalte ich sofort den Rechner aus und fahre los. Daher sehe ich ein Spiel nur als Zeitvertreib für Zwischendurch. Und dafür ist mir WoW zu zeitintensiv und die monatlichen Gebühren lohnen sich daher einfach nicht für mich. Vielleicht werde ich mir nach Ende meines Studiums mal wieder 1-2 Monate mit ein paar Kumpels Cataclysm anschauen, einmal pro Woche einen Abend lang. Mehr aber auch nicht. Dafür ist mir ehrlich gesagt einfach meine Lebenszeit zu schade.

Faxenmacher 15 Kenner - 3981 - 11. Dezember 2010 - 15:40 #

Schön geschrieben, mir geht es da ähnlich (auch wenn ich sehr viele Spiele habe ;)). Wenn ich was mit meinen Kumpels machen kann/will, eingeladen werde, etwas mit der Familie zu machen usw. ist das auch meine erste Wahl. Spielen ist mein Hobby, ein Zeitvertreib für Zwischendurch, aber auch bei wahren Spieleperlen ein "Zeitfresser". Jedoch nie ein Grund die Konsole/den PC nicht auszuschalten wenns mit den Kollegen was zu unternehmen gibt. :)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:21 #

Auch hier wieder: Wieso fehlt denn die Gruppe? Du gehörst doch gar keiner Gruppe an, die WoW den Tod wünscht, es verdammt und schon ganz grundsätzlich nicht bereit dazu ist, positive Seiten des Spiels zu sehen.

Deine Gründe sind schließlich absolut nachvollziehbar und auf einer ganz rationalen Grundlage gebaut, da ist ja gar kein Platz mehr für sinnloses "WoW-Bashing" :D

Pausen 11 Forenversteher - 763 - 11. Dezember 2010 - 13:26 #

Der Artikel erinnert mich an das Video
http://www.youtube.com/watch?v=eJ9-qR_l-wU&feature=related

Iceman 10 Kommunikator - 374 - 11. Dezember 2010 - 13:44 #

Ich denke, die Abneigung mancher richtet sich weniger gegen WoW, als in erster Linie gegen manche Spieler. Und zwar gegen diejenigen, die mit WoW den Einstieg ins MMO Genre fanden und nun jedes neue Konkurrenzprodukt mit Blizzards Werk vergleichen. Man trifft dabei auch auf WoWler, die selbst nie etwas anderes gespielt haben, aber andere MMOs vom Hörensagen her beurteilen, vor allem kurz nach Release eines neuen Titels. Gerne werden dann auf fehlende Inhalte und Bugs hingewiesen, die es in WoW angeblich nicht gibt oder gab, wobei die Fans fast immer von der aktuellen Version, bzw. der Version ausgehen die sie bei ihrem Einstieg kennen lernten. Das ihr Lieblingstitel bei der Veröffentlichung oftmals die gleichen Macken hatte ist ihnen nicht bewusst, weil sie Azeroth nicht bei Veröffentlichung betraten oder selbst verblendet sind und gewisse Schwächen nicht wahrhaben wollen. Genau wie manche WoW-Hasser.
Wenn wir schon von Engstirnigkeit der Hasser reden, dann bitte auch über die der Fanboys ;)
Der Artikel ist mir etwas zu einsitig, weil er jeden Kritiker in eine Schublade steckt die "Unwahrheit" oder "unbegründete Abneigung" suggeriert. Dadurch wirkt es, als ob WoW tatsächlich das makelose und ultimative Spiel ist für das es mancher hält und jede Kritik daran unangebracht sei.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 11. Dezember 2010 - 16:23 #

Andersrum wird doch ein Schuh draus: Der Artikel betrachtet schlicht nur die Kritiker, die sich selbst in die Schublade "Unwahrheit" und "unbegründete Abneigung" stecken.
Die anderen sind ganz explizit davon ausgenommen.

Iceman 10 Kommunikator - 374 - 11. Dezember 2010 - 20:25 #

Nein, der Artikel beinhaltet keinerlei Differenzierung. Hier werden alle Kritiker automatisch mit "Unwahrheit" und "unbegründeter Abneigung" konfrontiert, selbst diejenigen mit sachlichen Argumenten und eigener Erfahrung. Der Autor ordnet diesen subjektiv verschiedene Beweggründe zu um sie in die von ihm erstellten Gruppen packen zu können.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 11. Dezember 2010 - 15:06 #

Schöner Artikel :)
Ich muss zugeben, dass ich dann wohl der Vielspieler bin. Wie gerne würde ich alle aktuellen Titel UND WoW spielen? Aber es geht halt einfach nicht. Und wenn sich die Freunde dann drüber unterhalten sitz ich allein mit meinem frisch durchgespielten Twilight Princess oder Dragon Age da :/
Und jetzt bin ich schwach geworden und hab mir lichking und cataclysm bestellt ^^

anonymer Onkel (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 15:08 #

Unterhaltsame Krawallkolumne!
In dem einen oder anderen Archetyp habe ich mich teilweise wiedererkannt. Und auch viele andere fühlen sich offensichtlich angesprochen. Denn wie man so schön sagt: Getroffene Hunde bellen.

winthefight 06 Bewerter - 66 - 11. Dezember 2010 - 16:46 #

Ich denke das muss jeder selber wissen was er mit seiner Zeit anfängt, ich finde es auch nicht schlimm wenn jemand WoW spielt, nur ich spiele das Spiel einfach aus dem Grund nicht, weil es mir nicht gefällt.

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 11. Dezember 2010 - 18:34 #

Die Idee hinter dem Artikel gefällt mir gut, jedoch hatte ich mir diese "Analyse" doch etwas sachlicher vorgestellt.
Abgesehen davon, hat mich dein Schreibstil in diesem Artikel zu sehr an Boulevard Zeitungen erinnert, was mir persönlich überhaupt nicht zusagt.

Ein anderer Punkt ist, du wirfst wahllos Behauptungen in den Raum wie z.B. "Die Neider sind die wohl größte Gruppe innerhalb der WoW-Mecker-Gemeinschaft." oder "Ihr Ziel: WoW soll sterben! Warum? Weil sie es nicht alleine haben können.", ohne diese mit Beispielen oder irgendwelchen belegbaren Zahlen zu begründen.

Alles in allem ist es ganz unterhaltsam zu lesen und die Idee hinter dem Artikel finde ich interessant, aber mein persönlicher Geschmack sind derartige Artikel jedenfalls nicht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 12. Dezember 2010 - 10:21 #

Aber wenn's eben keine bitterernste Analyse ist, sondern ein Meinungsartikel? Seit wann müssen Kolumnen objektiv sein? Seit gar nie...

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 12. Dezember 2010 - 14:04 #

Da gebe ich dir auch Recht.
Wahrscheinlich bin ich mit falschen Erwartungen an den Artikel herangegangen.

Mazzle (unregistriert) 11. Dezember 2010 - 23:16 #

Für mich ist dies ein recht komischer Artikel. Am Anfang wurder der Vergleich mit Tokio-Hotel gezogen der daraus entstanden werden sollte, dass diese Band bzw. das Spiel zu viel Erfolg haben ohne wahre Beründung. Dabei muss man sagen, dass, so wie ich Leute kenne, TH hassen aufgrund ihrer Art und ihres Msuikstiles.
Ich selber habe nie WoW gespiet und werde es auch nie, da mich diese Art des zockens nie interessiert aber man kann sich dennoch darüber informieren oder kennt Leute, die es gezockt haben. Das aber nur der eine Aspket den ich anmerken wolle.
Der andere Aspekt den ich aufweisen will und der mehr mit dem Artikel zu tun hat ist die Auflistung der verschiedenen WoW Gegner. Hier wird echt jeder, egal wie viel er gezockt hat nieder gemacht, egal in welcher Art und weise. Als ob es keinen gebe, der damit aufgehört habe, Ahnung von dem Spiel oder Zocken hatte. Das stimmt einfach in keinster Weise, dass so pauschal darzustellen. Solche Aussagen kann ich einfach nicht für gut heißen. Sorry aber in dieser Weise geht es nicht, denn für mich ist dies eine teils oberflächliche Kritik an die Kritiker.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 13. Dezember 2010 - 5:11 #

Nein, Knut befasst sich nur mit den Extremen, siehe auch "Natürlich gibt es noch die "normalen" Kritiker".
Im Klartext: Damit wird nur ein winziger Bruchteil der möglichen Kritiker erfasst, dafür aber der lauteste ;)

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 12. Dezember 2010 - 0:55 #

Also was haben wir hier? Einen Artikel der einzig die persönliche Meinung des Autors bezüglich einer stark vereinfachenden Pauschalisierung von Gruppen von WoW-Kritikern darlegt. Sprich wir haben hier einen fast inhaltsleeren Wortschwall von jemandem der offensichtlich mal die WoW-Kritiker bashen wollte. Ein exakt gleich aufgebauter Artikel könnte hier auch erscheinen, der sich die WoW-Liebhaber hernimmt und diese in Gruppen einteilt und sie dabei basht. Hätte den gleichen Nicht-Inhalt und wäre mMn. genauso überflüssig. Das Ding hier tut absolut nichts weiter als höchstens noch zusätzlich Öl ins Feuer zu schmeißen. Keine Ahnung wozu das gut sein soll. Der einzige Effekt, den er mMn. hat: Die WoW-Liebhaber könnten sich beim Lesen des Artikels besser fühlen, weil da jemand der gleichen Meinung ist wie sie. Das war's auch schon. Überflüssig.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 12. Dezember 2010 - 10:20 #

"Einen Artikel der einzig die persönliche Meinung des Autors bezüglich"

--> Ja, erkannt, volle Punktzahl! Darum heißt diese Artikelform bei uns "Meinung".

Anonymous (unregistriert) 12. Dezember 2010 - 12:06 #

Die schlausten Kommentare kommen hier noch immer vom Chef persönlich.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 14. Dezember 2010 - 3:49 #

Jo, natürlich, es könnte auch Kolumne oder so heißen. Ich sehe nur den Sinn der Veröffentlichung gerade bei dem Thema nicht. Schon gar nicht ohne Gegenartikel der gleichen Art. Er bringt mMn. GamersGlobal und dem Großteil seiner Leser nichts. Nur dem Teil der WoW-Spieler/-Verfechter, der die dargestellte Meinung teilt, das Gefühl zu geben: "Da ist einer meiner Meinung und basht auch mal schön dumm pauschalisierend öffentlich die anderen.". Wie gesagt, überflüssig und aus meiner Sicht (wenn auch nicht gravierend) schädlich fürs Ansehen von GamersGlobal.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 15. Dezember 2010 - 16:38 #

Mit dem kleinen Unterschied, dass er nicht "die" WoW-Kritiker "bashen" will, sondern einige ganz bestimmte Gruppen, die eigentlich jeder (ob WoW-Spieler oder nicht) kennt, wenn er z.B. auf Gamestar.de oder anderswo mal die Kommentare zu WoW-News gelesen hat.
Um die normalen Kritiker Marke "mir gefällt das nicht weil" geht es Knut nicht, was er auch klarstellt.

Da können sich also ruhig auch nicht-WoW-Liebhaber bestätigt fühlen, denen die Art, mit WoW umzugehen, auch auf die Nerven geht :P

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 16. Dezember 2010 - 21:18 #

Leider schreibt er nirgendwo, dass er nicht der Meinung ist alle oder die meisten WoW-Kritiker so stumpf in diese Gruppen einsortieren zu können. So etwas ist halt dumme Pauschalisierung. Und der Part aus der Überschrift "Knut Gollert, WoW-Spieler von Anfang an, seziert die WoW-Mecker-Fraktion genauer." spricht auch nicht gerade dafür, dass hier nicht doch eine Analyse vorgetäuscht wird. Gerade die Worte "seziert" und "genauer" fallen da ins Auge.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 16. Dezember 2010 - 15:08 #

Das ist einfach falsch. Indem er seine Meinung (v.A. als Gamestar-Red.) nämlich hier auf GG öffentlich in einem Artikel kundtut, ist davon auszugehen, daß es auch automatisch Meinungsmache ist. Es war so lange seine persönliche Meinung, bis er sie öffentlich gemacht hat. Denn wenn jemand, von dieser Materie völlig ahnungsloses, diesen Artikel liest -und davon ist auszugehen-, dann wird er es tendenziell als seine Meinung annehmen.
-
In Hinblick darauf hätte ich eine kritische Gegenüberstellung beider Seiten als realistischer und vor allem richtiger empfunden, statt solch einer einseitigen Aneinanderreihung von persönlichen Ansichten. Vermutlich sind seine Aussagen genauso unqualifiziert wie die der WoW-Kritiker, die selbst nie gespielt haben!

McFareless 16 Übertalent - 5556 - 12. Dezember 2010 - 13:24 #

Find ich gut erklärt :)

Anonymous (unregistriert) 12. Dezember 2010 - 14:11 #

Nee, is keene Erklärung, sondern nur die Meinung von Herrn Gollert.

Hat unser Langer Jörg doch geschrieben...

monokit 14 Komm-Experte - 2099 - 12. Dezember 2010 - 17:30 #

Geil. Also ist es bei WoW wie in allen anderen Hobby Bereichen...egal ob Musik, Fotografie, Modelleisenbahn oder Autos. Alle die genannten "Typen" gibt´s auch in diesen Bereichen.

Diegooh (unregistriert) 13. Dezember 2010 - 11:46 #

HUNTER MACHEN ZU WENIG DMG OMG

zu welchen gehöre ich wohl^^

btw. die inis sind echt geil geworden BSF hero erster boss echt herausfordernd für healer und die neue klasse in heros (nicht dd, nein der interrupter/crowd controller)

Nagel-auf-den-Kopf-treff-Text^^

Ghostwriter (unregistriert) 13. Dezember 2010 - 15:14 #

Netter Artikel. Ich nehm mich da mal fein raus, hab WoW nie gespielt, kann mir daher gar keine Meinung bilden, weder Pro noch Contra :)

Sollen die dies spielen doch ihren Spaß haben, ich fang eben erst gar keine Spiele an, in die ich so viel zeit investieren müsste. Wo is das Problem? Andere Spielertypen, andere Meinungen. Deshalb muss ich das Spiel aber noch lange nicht schlecht machen.
Ihr spielt WoW, ich spiel weiter Trials HD :)

matthias 13 Koop-Gamer - 1250 - 13. Dezember 2010 - 17:43 #

"Ich gehe dann mal Cataclysm durchspielen."
in 2 jahren dann den nächsten kommentar? ^^

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 14. Dezember 2010 - 7:34 #

Hm. Deine Meinung wirkt schon fast etwas aggressiv. Das wiederum lässt dich etwas unsicher erscheinen. Falls du damit ein wenig Geflame lostreten wolltest, dann hast du das anscheinend geschafft, wenn ich hier mal so drüber fliege *lunz* ;)

Ich finde WoW ziemlich öde, aber wenn es Leuten Spaß macht - warum nicht? Viele denen WoW angeblich zu viel Zeit kostet verbringen Stunden mit anderen Spielen oder vorm Fernseher. Von daher... ist das wirklich besser?

Atlas (unregistriert) 14. Dezember 2010 - 21:49 #

Bin schon ganz ungeduldig auf das neue Stunde der Kritiker Video. Wann ist denn damit zu rechnen? :-)

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 16. Dezember 2010 - 14:19 #

Habe den Artikel gelesen weil ich glaubte, daß es hier um eine Gegenüberstellung von WoW pro/contra geht..
Gollert lässt sich auf uncharmante Weise über die scheinbar unqualifizierten Gegner "seines" WoW aus und übersieht dabei, daß er eben genau dasselbe mit -ihnen- macht, nämlich unqualifiziertes Psychoanalysieren!
Nach seinen Aussagen zu urteilen entspricht er sogar selbst einer (oder mehreren) seiner eigenen Schubladen - nur halt an der anderen Front. Man merkt ihm seinen kleinen WoW-Hasser-Hass regelrecht an.
Selbst spiele ich zwar kein WoW, bin aber auch kein Gegner, einfach neutral interessiert.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324491 - 19. Dezember 2010 - 20:35 #

Schau, es handelt sich um eine Meinungskolumne. Das ist eine im Journalismus existierende Artikelform, in der es ausdrücklich nicht um Objektivität geht, sondern um die persönliche Meinung des Schreibenden. Diese Meinung mag dir nicht gefallen, aber deine Kritik (auch weiter oben im Thread) an der Artikelform schießt daneben: Du hast eine Gegenüberstellung erwartet, und sie nicht vorgefunden -- aber sie war gar nicht zu erwarten.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 20. Dezember 2010 - 18:35 #

Ok ich verstehe und mir ist bekannt was Kolumnen sind - sie sind mir sogar mit das Liebste in Zeitschriften. Aber unabhängig davon, ob ich mir etwas anderes gewünscht hätte, finde ich meine Kritik nicht abwegig. Man hätte den Artikel doch auch für sich alleine stellen können und nicht in den WoW-Testbereich. Das wirkt nämlich schon so, als gehöre es unmittelbar zum GG-Cata-Test...also als Meinung die stellvertretend für die GG-Red. steht.

Und ich kritisiere ja hauptsächlich die "uncharmante Weise" des Textes. Wobei es teilweise auch an unverschämt grenzt. Wenn sowas ein Harald Fränkel in seiner Scherz-Kolumne macht, ist das ja absolut ok, man weiß, daß es um Satire geht und steckt dort somit auch noch viel schlimmeres weg.

Meine Kritik hier stellt ja auch nur -meine- Meinung dar.
Ach je, vielleicht interpretiere ich einfach zuviel hinein..habe mich als nicht-WoWler einfach angegriffen gefühlt.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23300 - 20. Dezember 2010 - 13:14 #

Meinung hin oder her, wenn hier jemand Leute die WoW nicht für die beste Erfindung seit dem Rad halten, als geistig unterbemittelt darstellt, darf sich derjenige nicht wundern wenn seine Meinung auf Kritik stößt.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 20. Dezember 2010 - 18:43 #

Wundern wird er sich nicht, er hat mit Sicherheit sogar damit gerechnet. Die Kritik-Kritik kommt von Anderen.

LegendaryAfanc 16 Übertalent - P - 4630 - 31. Dezember 2010 - 20:04 #

Manche Fanboys denken immer noch das wow der Nabel der Welt ist...
Wacht mal auf, wow mag ein gutes Spiel sein mehr aber auch nicht.

Mich interessiert das Spiel schlichtweg einfach nicht. Und daran wird sich auch nichts ändern. Grafikstil, PvP, Gruppenspiel in der Form, das sagt mir alles nicht zu, übrigens auch nicht bei den wowklone.

ich würde mich über ein Daoc 2 zehnmal mehr freuen.
Das PvP von Daoc ist für mich immernoch Referenz.

exe (unregistriert) 12. Januar 2011 - 21:21 #

es gibt doch auch einfach spieler die nix mit mmos zu tun haben und einfach flamen und leute die es einfach nicht mögen ja so etwas soll es geben ich finde die meckerer haben ihr ziel erreicht wenn sogar schon auf solch profisionellen seiten über sie geschrieben wird^^

IcecreamLE 06 Bewerter - 67 - 24. Januar 2011 - 22:31 #

Unterstellt mal den Leuten irgendwelche Motive

Ich hab als Kind im Ferienlager bemängelt, daß bei uns schon Nachtruhe ist, wärend ich aus dem Fenster, die Kinder vom polnischen Nachbarlager noch beim Federball spielen beobachten konnte.Beim Indianerfest(so was wie Neptunfest), war ich dann verwundert daß die Häscher mich auswählten , nach dem üblichen Ritual gab es Urkunde "Meckernder Bock".

Wenn alles in Ordnung wäre, würde ich ZOCKEN und nicht versuchen Firmen zu erklären, was mit ihrem Game nicht stimmt.

Can1s 15 Kenner - 3194 - 16. Oktober 2012 - 8:42 #

Knuts Psychoanalyse kommt wohl durch eigene Erfahrung als WoW-Spieler. Etwas einseitig aber ansonsten kann ich fast komplett zustimmen.
Ich bin dann wohl einer der "Ex-Junkies"

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