Austinat-Analyse: Rohrkrepierer?

Das Steam-Dreigestirn Meinung

Der PC-Markt ist angeschlagen, zu bequem spielt es sich auf dem Sofa mit Konsolen. Valve macht aus der Not eine Tugend und schickt ein eigenes System in den Ring: Mit SteamOS, Steam Machines und Steam Controller sollen auch PC-Spieler Spaß im Wohnzimmer haben. Dampfplauderei oder eine ernstzunehmende Konkurrenz für Microsoft und Sony?
Roland Austinat 30. September 2013 - 21:36 — vor 3 Jahren aktualisiert
Anfuehrung
 "Der Spielebranche geht es schlecht, die Verkaufszahlen von Soft- und Hardware sinken ebenso dramatisch in den Keller wie die Gewinne der Hersteller" – dieses Jammerlied hören wir nicht erst seit gestern. Zwar gibt es mit GTA, Call of Duty und Co. immer wieder Ausreißer nach ganz weit oben, und der bevorstehende Verkaufsstart von Xbox One und PlayStation 4 sorgt für Begehrlichkeiten bei Kunden und Entwicklern, doch der PC-Markt? Der dümpelt bis auf wenige Ausnahmen wie MMOs, MOBAs sowie Indie- und Retrospiele vor sich hin. Kein Wunder: Mal müssen wir monatelang auf eine Umsetzung eines erfolgreichen Konsolentitels warten, dann kratzen wir uns ob der lausigen Grafik einer zeitgleich veröffentlichten PC-Version – hallo, Dragon Age 2! – den Kopf und fragen uns, warum wir überhaupt in eine pfeilschnelle 3D-Karte investiert haben.
 
Doch wer trat letzte Woche vor das Mikrofon, um die Rettung der PC-Plattform zu verkünden? Gabe Newell, Chef von Valve Software – einer Firma, die in den letzten Jahren primär mit der Übernahme unabhängiger Entwickler und deren Titel wie Portal, Team Fortress und Left 4 Dead von sich reden machte. Noch mehr Kohle scheffelt natürlich Valve mit den Lizenzgebühren, die sie Herstellern für den Vertrieb ihrer Spiele auf der firmeneigenen Online-Vertriebsplattform Steam abknöpfen – auch, wenn einige der dort vertriebenen Titel gelegentlich überhaupt nicht auf dem heimischen PC funktionieren, so wie bei mir die Baldur's Gate: Enhanced Edition, für die ich eine uralte XP-Installation bemühen musste. Wie lässt sich Valves Gewinnmaximierung noch steigern? Mit einer eigenen Infrastruktur aus Soft- und Hardware, um die Kunden noch besser in Schach zu halten!

Nach Gabe Newells monatelangem Genörgel über Windows 8 und dessen ach so bösen App-Store ...
Gesagt, getan: Nach Gabe Newells monatelangem Genörgel über Windows 8 und dessen ach so bösen App-Store stellte Valve in der letzten Woche gleich drei Projekte vor: ein auf Linux basierendes Betriebssystem namens SteamOS, das auf sogenannten Steam Machines läuft und Spielen eine Heimat bietet, die mit einem Steam Controller gesteuert werden. Die Idee leuchtet ein: Der Spieler von heute sitzt beim Zocken nicht mehr am Schreibtisch und starrt auf den Monitor, sondern lungert bequem auf dem Sofa herum und blickt auf den mächtig großen Flachbildfernseher. Dank Surround-Sound und (vielleicht bald immer öfter) 3D befindet er sich mittendrin im meist actionreichen Geschehen.
 
Nichts Neues für gewitzte PC-Spieler: Sie schnappen sich schon seit langem ein HDMI-Kabel und ein schnurloses Gamepad beziehungsweise eine schnurlose Tastatur und Maus, um ihre Lieblingstitel in wandfüllendem Format zu genießen. Valves Steam-Add-on Big Picture schlug letztes Jahr in die gleiche Kerbe, indem es die Steam-Spielesammlung bildschirmfüllend ohne großes Menüwirrwarr präsentierte. Doch dafür braucht man immer noch einen PC oder Mac. Eine konsolenartige Steam Machine mit einem SteamOS ohne den Überbau von Windows und OS X wäre doch viel schicker, oder nicht? Nun: Auf dem Papier ist ein reines Spiele-Betriebssystem nicht nur aus diesem Grund eine gute Sache. Schlank genug funktioniert es nicht nur auf einer auf PC-Komponenten basierenden "Steam-Box", sondern auch als Teil eines schlauen Fernsehers oder einer Kabel-Set-Top-Box. Doch hat Valve seine Hausaufgaben gemacht und die Geschichte der Videospiele studiert?
 
Schon zweimal versuchten Softwarefirmen, Hardwarehersteller für ihre proprietäre Spieleplattformen zu gewinnen: Microsoft probierte es ab 1983 vorwiegend in Japan mit dem MSX-Heimcomputer, während die US-amerikanische Firma 3DO ab 1991 versuchte, Lizenzen für ihr CD-ROM-Spielsystem an den Mann zu bringen. Beide hatten damit nur bescheidenen Erfolg. Stellten seinerzeit noch Konsolen von Sega und Nintendo sowie der florierende PC-Spielemarkt schier unüberwindbare Bollwerke dar, bekommt es Valve heute mit den Konsolen von Microsoft und Sony zu tun. Darüber hinaus muss sich jeder Lizenznehmer streng an die technischen Auflagen von Valve halten, damit jedes SteamOS-Spiel wirklich auch auf jedem Endgerät läuft. Und vergessen wir nicht: Die Entwicklungskosten für Konsolenspiele sind in den letzten Jahrzehnten nicht gerade gesunken – ein Titel, der verkaufstechnisch unter der Millionengrenze bleibt, wird von vielen Publishern schon als Flop angesehen. Da ist es fraglich, ob ein Entwickler neben den Plattformen PlayStation 4, PC, Wii U und Xbox One noch in eine fünfte namens SteamOS investiert - von mobilen Systemen wie Nintendo 3DS, PlayStation Vita sowie Android- und iOS-Geräten ganz zu schweigen.
 
Außerdem fehlt einer Steam Machine der riesengroße Vorteil eines PC...
Außerdem fehlt zumindest einer in TV & Co. integrierten Steam Machine der riesengroße Vorteil und das Alleinstellungsmerkmal eines PCs: die modulare Erweiterbarkeit. Schnellere CPU, schnellere Grafikkarte, größere Festplatte? PC-Spieler rüsten ihr System Stück für Stück mit neuen Komponenten aus. Besitzer von Konsolen – und nichts anderes ist eine Steam Machine mit vorgegebenen Bauteilen – müssen dagegen jahrelang mit der gleichen Hardware leben, die im Laufe der Zeit hemmungslos veraltet. Wer auf eine "offene" Steam Machine setzt, kauft sich im Laufe der Zeit vielleicht neue Komponenten, schickt Spielentwickler damit jedoch in ein weiteres Minenfeld: Wie schon bei Windows-Titeln müssen sie jetzt auch sicherstellen, dass ihr Produkt mit zahllosen Hardware-Permutationen der gebräuchlichsten SteamOS-Systeme funktioniert. Und wer kauft sich einen neuen Fernseher, nur weil die eingebaute Steam Machine nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist? Natürlich antwortet Valve auf solche Bedenken mit der Aussage, dass SteamOS auch "alle Windows- und Mac-Spiele streamen" kann. Doch wie sieht es mit der praktischen Umsetzung aus? Wer einen Mac oder Windows-PC besitzt, streamt von diesem auf die Steam Machine, ähnlich wie etwa die Wii U auf das Display des Gamepads streamt. Nur: Warum braucht man dann überhaupt eine Steam Machine, wenn man den Computer direkt mit dem Fernseher verbinden kann? Futuristischer wäre Cloud-Gaming mit HD-Spielen, doch das krankt noch immer an Lag-Problemen und unschön komprimierter Optik. Dazu verschlingt das hier zum Einsatz kommende Live-Streaming hehre Datenmengen – doch echte, limitlos ungedrosselte Internet-Flatrates gibt es selbst in den USA nicht mehr. Erinnert sich noch jemand an Wunsch und Wirklichkeit von OnLive? Gewiss, auch Sony und Microsoft setzen bei ihrer kommenden Konsolengeneration auf Spiele-Streaming, doch beide Hersteller konzentrieren sich zunächst noch auf physische beziehungsweise Download-Distribution.
 
Bleibt der Steam Controller. Hier wird es noch einmal spannend, denn dabei handelt es sich um ein Gamepad komplett ohne Mini-Sticks. Dennoch soll er nach Valves Angaben "mit allen Steam-Spielen" zusammenarbeiten. Eine kühne Behauptung, denn statt eines oder beziehungsweise zwei Analogsticks, die schon 1996 auf dem Controller des Nintendo 64 Premiere feierten, lauern auf Valves Eingabegerät zwei runde Touchpads auf unsere Daumen. Ein drittes Touchpad sitzt in der Mitte, ähnlich wie beim Gamepad der PlayStation 4. Wie sich das in der Praxis anfühlt und wie leicht die Finger auf den mit einem kleinen Kreis markierten Pad-Mittelpunkt zurückgleiten, kann nur die Praxis zeigen. Für langsame Strategiespiele oder Rollenspiele, in denen man ohne großen Zeitdruck unterwegs ist, mag eine Touchpad-Steuerung angehen. Ich habe mich schon vor Jahren mit einem PlayStation-Controller durch die PC-Fassung von Final Fantasy 11 gehangelt. Doch wie sieht es in 3D-Shootern aus, in denen man sich mit Maus und Tastatur nach wie vor am schnellsten um die eigene Achse dreht?
 
Sorgt SteamOS nicht für eine zusätzliche Fragmentierung des Marktes?
Ich wünsche Valve nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil! Schließlich bin ich seit Jahren großer Fan des Studios im Nordwesten der USA. Doch ich frage mich: Ist das Steam-Trio eine Lösung auf der Suche nach einem Problem? Sicher, das Wohnzimmer ist ein gewinnbringender Markt, sonst hätte Microsoft nicht 2001 die Xbox herausgebracht und jahrelang subventioniert. Doch kan
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n ein Softwarehersteller ohne Hardware-Historie ein Projekt wie Steam Machines und Steam Controller stemmen? Und sorgt SteamOS nicht für eine zusätzliche Fragmentierung des Marktes? Viele Entwickler freuen sich über die AMD-Chips in PlayStation 4 und Xbox One sowie die damit verbundene PC-nahe Systemarchitektur, denn das erleichtert das plattformübergreifende Spieldesign ungemein. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Top-Studio von sich aus einen Exklusivtitel wie ein neues Call of Duty nur für SteamOS entwickeln wird. Valve selbst ausgenommen – schließlich warten wir ja schon seit Jahren auf Half-Life 3 (https://twitter.com/IsHL3OutYet) oder wenigstens die dritte Episode von Half-Life 2. Damit könnte Valve punkten. Doch reicht das? Schließlich hält sich sechs Jahre nach dem Erscheinen von Half-Life 2: Episode 2 sicher nicht nur meine Erwartungshaltung in vornehmen Grenzen.
 
Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu altmodisch, weil ich nach wie vor am liebsten mit einem klassischen Gamepad beziehungsweise mit Maus und Tastatur spiele?

Euer Roland Austinat

Abfuehrung
Roland Austinat 30. September 2013 - 21:36 — vor 3 Jahren aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 348687 - 30. September 2013 - 21:44 #

Viel Spaß beim Lesen!

jguillemont 21 Motivator - P - 30833 - 1. Oktober 2013 - 14:20 #

Danke für den Artikel und die kritische Würdigung! Mehr davon bitte.

Calmon 13 Koop-Gamer - 1284 - 30. September 2013 - 22:01 #

So wie Microsoft steam behandelt hat (Windows 8 App) hätte ich auch angefangen meine eigenen Plattform aufzubauen.

Die machen das schon richtig!

Larnak 21 Motivator - P - 26131 - 30. September 2013 - 23:03 #

Wie haben sie Steam behandelt? Ich hab nur mitbekommen, dass Gabe sich mehrfach über das ach so furchtbare Windows 8 ausgelassen hat :)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 2:12 #

Weil sich Windows erdreistet hat, wie Apple einen App-Store ins System einzubauen, als direkte Konkurrenz zu Steam. ;)

Starslammer 15 Kenner - 2769 - 1. Oktober 2013 - 4:16 #

Wie er auch über die PS3 hergezogen ist und dann dort mit Portal 2 sogar Steam dort untergebracht hatte, welches dort so erfolgreich war, dass es ein ganzes Spiel dort gab und damals nicht lief, weil Sony durch den Hackerangriff damals die Server ausser Betrieb nahm. :-)

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 22:03 #

Öhm soweit ich Steam verstanden hab ist die Steam machine modular und beliebig erweiterbar wie ein pc, und das Steam Os kann kostenlos auf jedem Herkömmlichen Pc installiert werden unabhängig von der Hardwarekonfiguration. Es braucht auch keine extra version der Spiele für Steam OS programiert werden wenn es eine Pc Version gibt.

Das is ja grade der Clou an der sache, man kann sich recht einfach mit dem Steam Os seine eigene Konsole zusammenstellen ohne auf Windows oder ähnliches angewiesen zu sein, Steam OS selbst basiert auf Linux.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 22:05 #

eine Ergänzung noch : Der Controller ist auch Optional man wir zu nix gezwungen es funktioniert mit allen herkömmlichen Controllern.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 30. September 2013 - 22:18 #

Modular: Danke, hab das noch etwas präziser formuliert.

Nur: Wenn Du Dir Deine eigene Konsole zusammenstellst, muss ein Spielehersteller nicht nur die Windows-Version seines Spiels mit zig Konfigurationen testen, sondern auch die SteamOS-Fassung. Da wird er unter Garantie lieber zu PS4 und XO eilen, wo alle die gleiche Hardware besitzen.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 22:24 #

die umsetzung auf Steam os ist eigendlich keine da Steam selber diese übernimmt, z.b. werden alle derzeit erhältlichen Steam Spiele so gut es geht nach und nach für die Benutzung mit Controller und Steam Os Konfiguriert wenn,s überhaupt nicht geht nimmt man halt Maus und Tastatur wie immer.

Quelle: Steam Hardware Beta Foren und andere.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 6:46 #

WIe soll das aussehen, wie soll Valve die Spiele für ein anderes OS portieren, bei denen Sie keinen Quellcode habe?

Das wird dann höchstens in einem "Windows Emulator" laufen, der z.B. für das Spiel die DirectX-Schicht simuliert und auf OpenGL übersetzt. Das wird bei kleinen Indie-Spielen gut funktionieren, bei AAA-Spielen die wirklich Leistung einfordern glaube ich eher nicht daran, dass das ein Performance-Bringer wird.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3800 - 1. Oktober 2013 - 8:21 #

Da denke ich ähnlich.
DirectX in SteamOS integriert, wäre eine spannende Sache. Aber MS wird nen Teufel tun, das zu lizenzieren.

Cat Toaster (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 9:09 #

Gabe wird einen Teufel tun auch nur einen Cent für eine Lizenz von irgendwas an Microsoft zu bezahlen, was meint ihr weswegen er das ganze veranstaltet?

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 9:38 #

Vor allem kannst du die API nicht so einfach in Linux integrieren... ich denke, man müsste sie portieren. Den Aufwand wird sich keiner machen, das lohnt schlicht nicht.

jguillemont 21 Motivator - P - 30833 - 1. Oktober 2013 - 14:15 #

Das ist doch ein klassisches Henne-Ei-Problem (oder wie heißt das genau?;-)) Solange zu wenige Spiele SteamOS (bzw. Linux) da sind, benützt es niemand, und solange es niemand benützt, entwickelt niemand Spiele dafür, weil es sich nicht lohnt. Ich denke aber, dass wenn es jemand schaffen kann, dann Valve, weil sie den langen Atem dafür haben können.

Spätestens dann lohnen sich die Tests.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 14:37 #

Alleine die Tatsache, dass Valve nicht selbst Geld in die Hand nimmt sondern die Steamboxen an Fremdhersteller lizensiert und die auf eigenes Risiko bauen lässt, spricht dagegen, dass Valve da wirklich investieren will.

Wenn sie das Gerät wirklich pushen wollen, dann müssten sie nämlich auch selbst Exklusiv-(!) Spiele dafür entwickeln. Also Half Life 3 ausschließlich für Steambox, sodass es nicht auf dem Steam Client unter Windows oder Linux (einschließlich Steam OS) läuft.

Valve beweist mit ihrem Konzept, dass sie keinen Bock haben erst mal fünf Jahre etliche Milliarden zu investieren um dann irgendwann doch bei den Konsolengrößen mitzuspielen.

Dass so ein Konzept wie Valve es hat nicht über einen Nischenmarkt hinausgeht, sollte eigentlich jedem klar sein, der den Spielemarkt beobachtet. Teure Hardware + Null Exklusivspiele + keine einzelne Firma, die mit vollem Einsatz dahinter steht = Flop vorprogrammiert.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9413 - 30. September 2013 - 22:49 #

Nicht wenn es eine PC-Version der Spiele gibt, sondern eine Linuxversion. Sagst ja selbst, dass das SteamOS auf Linux basiert ;)

Aber ich nehme mal an, dass linuxkompatible Spiele mit den neuen Konsolen auch zunehmen werden. In der PS4 lauert glaube ja auch ein UNIX Unterbau. Von da aufs Linux ist es kein großer Schritt mehr.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 1:56 #

Zu hoffen wäre es. Auf meinem Mac sieht es in Sachen Steam traurig aus. Von den 40 oder so Spielen, die ich auf dem PC per Steam spielen kann, lauern auf dem Mac gerade mal ein Bruchteil. Und das ist ja, wie richtig gesagt, der gleiche Unterbau.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9413 - 1. Oktober 2013 - 2:35 #

Nunja, die ganzen Titel, welche das Steamplay-Logo haben laufen ja unter Win,Mac und Linux. Also wenn derzeit für Linux portiert wurde dann offensichtlich auch gleich für Mac. Allerdings sind ein Großteil der Steamplaytitel auch Indiegames. Wenn die Sammlung hauptsächlich aus AAA-Titeln besteht wird da sicher nicht soviel auf dem Mac laufen.
Die großen Publisher scheuen die Aufwände für Portierungen bei so kleiner potentieller Marge. Aber wenn es für die PS4 eh auf UNIX läuft dann bekommen wir zukünftig auch mehr AAA kost für Linux und Mac. Sofern es nicht grade Exklusivtitel sind.

Jadiger 16 Übertalent - 5371 - 30. September 2013 - 22:07 #

Ja der PC Markt geht es so schlecht zur Zeit stimmt das überhaupt nicht mehr. Vor 6 Jahren könnte man das noch so stehen lassen aber inzwischen kommt jedes Konsolen Spiel mit besser Grafik auf dem Pc. Inclusive Gamepad und Mouse Support die Verkaufs zahlen sind jetzt auch nicht so schlecht. Außerdem könnte man genauso umgekehrt Argumentieren das einige Spiele mit deutlicher Verspätung mal den Weg zu den Konsolen finden.

Zur SteamBox warum gehen immer alle von einer schnellen Veralterung aus? Im Grunde ist die PS4 nichts weiter wie ein PC die veraltet auch schnell bloß da stört sich auch keiner dran. Ob man jetzt ein Konslen Spiel mit auf Mittel Spielt auf der PS4 und es bloß keine Regler dazu gibt oder ob man bei der Steambox spielt wo man dann die Einstellungen sieht das es nicht Ultra ist macht rein logisch gar keinen unterschied aus.

Auch lustig "doch kann ein Software Hersteller ein Hardware Projekt stemmen" fast alle Konsolen Hersteller waren Software Hersteller. Sogar MS Sony ist da ja eine Ausnahme und so blöd ist es nicht denn was kostet sie das? Sie müssen weder eine Konsole bauen noch irgendwas selber verschicken außer mal die Gamepads die wahrscheinlich dann bei PCs einfach dabei sind die das Logo haben. Sie können mit dem Projekt auf jeden Fall nur Gewinnen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 30. September 2013 - 22:19 #

Bedenke, dass die aktuellen Konsolen fast ein Jahrzehnt alt sind. Sobald im Herbst XO und PS4 erscheinen, wird sich das wieder ändern. Und meinst Du, dass GTA 5 auf dem PC solche Umsatzzahlen hätte einfahren können? Ich bin mir da nicht so sicher.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9413 - 1. Oktober 2013 - 2:44 #

Nach der Meldung, dass der Vorzeigetitel Ryse für die XBoxOne nur in 900p läuft und auf HD hochgerechnet wird ernüchtert schon ein wenig. 1080p sind bei PC-Spielern seit Jahren Standard. Zum Teil deutlich mehr.

Da Fernseher heutzutage in der Regel alle 1080p mitbringen und das nunmal die Standardanzeige der Konsolen ist hätte man schon erwartet, dass die das schaffen.

Die alten Konsolen waren zumindest am Start einiges vorne. Sicher kommt mit der Erfahrung der Entwickler mit den neuen Konsolen dann auch noch die ein oder andere Leistungsreserve zum Vorschein. Aber wenn man jetzt schon danach suchen muss wirds 2-3Jahre nach Release schon wieder eng.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 3:08 #

Stimmt. Bei Launch-Titeln haben die Entwickler immer das Problem, dass sie auf Entwicklungssystemen arbeiten, die mit der finalen Konsole nicht so viel gemein haben ... ist eher ein "moving target", alles.

Deswegen sehen die First-Gen-Spiele der Next-Gen-Konsolen auch nicht unbedingt so gut wie The Last of Us aus. Oder guck mal Murdered: Soul Survivor an, für current gen. Unglaublich.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9413 - 1. Oktober 2013 - 5:11 #

Ja stimmt schon. Wobei die Augenweiden dabei meist PS3 exklusiv sind. Andere AAA Titel sehen oft bei der Konkurrenz ein bisschen besser aus. Aber auch beim Release der neuen Konsolen scheint zumindest bei den Launchtiteln Sony den Entwicklern mehr Zeit gegeben zu haben sich mit der neuen Konsole vertraut zu machen. Oder sie haben einfach schon die besseren Tools dafür. Denn was man da in den Videos bisher zu sehen bekam sah zumindest nicht schlecht aus. Naja oder Tatsächlich mehr Leistung. Wer weis.

Jadiger 16 Übertalent - 5371 - 1. Oktober 2013 - 9:33 #

Die neuer Spiele sehen besser aus weil die Engine sich einfach weiter entwickelt. Dev Kits sind Technisch auch potenter wie die Konsole und DX11 und die AMD Gpu Technik müsste auch schon jeder kennen. Es handelt sich ja nicht um irgend einen Speziale Chip wo man erst raus finden muss wie man am besten mit denen Arbeitet.

Und Last of US ist Technisch gar nicht so toll und die Grafik schwankt sehr stark in dem Spiel. Es hat eine recht gute Beleuchtung aber mit Next Gen kannst du das wirklich nicht vergleichen. Die zwischen Sequenzen sind zum Beispiel einfache Videos und hat gar nichts mit Grafik zutun. Das mit den Videos machen sehr viele Spiele gerade die jetzigen um mit Grafik zu protzen die es gar nicht gibt.

NEIDiger (unregistriert) 2. Oktober 2013 - 15:08 #

Ach ja, immer wieder süß, Jadiger. Ja nicht die programmiertechnischen Errungenschaften auf alten Systemen würdigen.
Würdest du Last of Us auch einem PC von 2006, mit 512 MB Ram und Geforce7800 GTX in derselben Qualität zum laufen kriegen? Oder, da die letzte Frage rein hypothetisch ist, würdest du GTA V, wenn es ersteinmal für den PC kommt, auf einem PC von 2005 zum Laufen bringen? Am besten auf einem PC mit obengenannter Konstellation: Geforce 7-Serie, 256 MB Grafikspeicher, 256 MB Hauptspeicher, Direct X 9.0c?
Kram schon mal die 8 (acht!) Jahre alten Hardwareteile raus, dann sehen wir uns wenn es soweit ist! Bin schon gespannt...

Jadiger 16 Übertalent - 5371 - 1. Oktober 2013 - 9:36 #

Genauso sieht es aus mit D3 auf den Konsolen ist auch kein Vergleich zum PC. Und GTA4 hat sich auf dem PC auch sehr gut verkauft trotz Kopierschutz Wahn von Rockstars.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 30. September 2013 - 22:11 #

"Lösung auf der Suche nach einem Problem" trifft das Gefühl ganz gut, was ich seit der Ankündigung nicht richtig in Worte fassen konnte.

Einzig bei der Aufrüstbarkeit komm ich nicht ganz mit - ich dachte, Steam Machines sind genauso aufrüstbar wie der PC? Okay, wenn sie in Fernsehern fest verbaut sind wohl nicht, aber das dürfte doch nur einen kleinen Teil der verfügbaren Geräte betreffen.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 22:16 #

Ja Steam Machine ist genauso aufrüstbar wie ein Pc weil es im grunde einer ist, Die Steam Konsolen besten eigentlich nur aus dem Betriebsystem das auch auf jedem Herkömmlichen Pc installiert werden kann.

Ich möchte dem Herrn Austinat ja nich zu nahe treten aber Die Steamseite erzähl einem dann doch ein paar andere Fakten die wie hier beschrieben nicht zutreffen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 30. September 2013 - 22:16 #

Merci, ich hab es jetzt etwas präziser formuliert.

Mclane 19 Megatalent - P - 13189 - 1. Oktober 2013 - 10:56 #

Das mit der Aufrüstbarkeit ist ja auch so eine Sache. Ein Argument bei der Diskussion Steam/Konsole/PC ist ja immer, dass der Overhead den Windows betreibt um die unterschiedliche Hardware zu unterstützen bei Konsolen etc. entfällt. Was ja wohl potentiell Performancevorteile bringen müsste. Wenn die Steam-Machine jetzt auch erweiterbar ist und diverse Hardware Versionen unterstützen muss, wo liegt dann der Vorteil?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:08 #

Es gibt keinen. Die Steam Machines sind schnöde PCs mit Linux, mehr nicht.
Effektiv sogar nachteilig, ein Komplettsystem kann eben nicht mit einem Selbstbau-PC mithalten.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15529 - 30. September 2013 - 22:21 #

Naja, ganz nett analysiert, nur zustimmen kann ich dieser Analyse nicht.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 30. September 2013 - 22:25 #

... weil? :)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15529 - 30. September 2013 - 22:44 #

Ja weil! ;) "Dagegen"

Nein, ernsthaft, ich sehe die Steambox-SteamOS-Steamcontroller- Kombination nicht als zwingende Einheit ala Konsole, es ist alles optional und man kann sich für diese Einheit entscheiden, oder aber nur SteamOS auf den heimischen Rechner bügeln und gut is.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 22:57 #

Genau so ist es .. Danke.

Dieser Artikel baut Missverständnisse auf.....

Steam Os ist wie Windows .. nur halt ausschließlich für Zocker und somit optimiert und schneller für Spiele.

Es wird dabei nich das klassische Konsolen Problem der veralteten Hardware geben oder Probleme mit Abwärtskompatibilität ( scheiß Wort). Wenns ruckelt neuen Speicher oder Prozessor rein und Feierabend.

Die Steam Konsolen ,wenn man sie den so nennen mag, erleichtern einem das nur in dem verschieden Komplettsysteme angeboten werden je nach Geldbeutel.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 1:58 #

Ein Betriebssystem nur für Spieler klingt gut. Jetzt muss aber ein Hersteller für PCs aller Couleur, SteamOS mit allen möglichen Hardwarekomponenten - wenn es keine integrierten Steam Machines sind - sowie für drei Konsolen entwickeln und testen. Und den Mac, und iOS, und Android.

Welchen Weg wird ein gewinnorientiertes Unternehmen mit begrenzten Finanzmitteln gehen? ;)

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6353 - 1. Oktober 2013 - 12:10 #

Ich glaub das mit dem Aufrüsten stellt du dir etwas zu einfach vor. Es reicht nicht nur die Hardware zu tauschen, die Treiber dazu müssen auch passen. Gerade für Grafikkarten ist das ein Problem unter Linux, wenn auch nicht mehr ganz so schlimm wie vor ein paar Jahren. Nvidia bietet nur geschlossene Treiber an, die müssen mit dem Kernel und X-Server zusammenpassen, sonst geht nix. Ein neuer Treiber mit altern Grafikkarte? Ist ein reisen gefrickel. Die OpenSource-Treiber kommen bei weitem noch nicht an die Leistungsfähigkeit ran, vor allem bei 3D-Leistung. AMD entwickelt zwar seit einer Weile OpenSource-Treiber, die hinken aber den geschlossenen ein Stück hinterher (wenn auch bei weitem nicht so stark wie bei Nvidia) was die Leistung und Funktionsumfang (Stromsparfunktionen, Support für neue Karten) angeht.
Mit der Abwärtskompatablilität gibt es auch unter Windows genug Probleme, ich glaube kaum dass SteamOS das wesentlich besser macht - das Problem ist, dass Spiele irgendwann fertig entwickelt sind, das OS sich aber weiterentwickelt und teilweise auch mit alten Technologien bricht - und schon starte ein Spiel, das darauf setzt nicht mehr. Bei Linux hat man noch den Vorteil, dass man die Quelltexte hat und diese anpassen kann (sofern man genug Ahnung hat), aber bei einem Spiel, bei dem du nur einen Klumpen binäre Daten kriegst ist das nicht so einfach.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 3:09 #

Ich hätte lieber feste als optionale Specs. Weil ja gerade die "festgegebenen" Spezifikationen bei Konsolen überhaupt erst dafür sorgen, dass Call of Duty sowohl bei Lieschen Müller (18) als auch Tante Erna (81) problemlos und identisch läuft.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 6:39 #

Da stimmt ich zu - die variable Systemkonfiguration finde ich hier auch etwas merkwürdig, soweit ich gesehen habe gibts nichtmal Mindest-Standards? Das nimmt eben die Möglichkeit, die man bei Konsolen hat, wirklich auf EIN System zu optimieren - und es wird sicherlich leistungsschwächere Varianten geben, die in SmartTVs verbaut sind oder so, die dann genauso berücksichtigt werden müssen.

Was also im Moment bleibt, wenn Controller und Machine nun auch keine Einheit sind ist ein MediaCenter-PC, eine im Moment noch exotische OpenSource-Linux-Distribution und ein Controller, über den man sicher geteilter Meinung sein kann...

Ich kann völlig verstehen, wie man da "nicht-hyped" sein kann. Ich bins auch nicht.

Lacerator 16 Übertalent - 4453 - 30. September 2013 - 22:28 #

Hmm, ich sehe den Vorteil an der ganzen Sache auch noch nicht so recht. Ich fühle mich aber auch nach wie vor sehr wohl an meinem schönen Schreibtisch, in meinem bequemen Stuhl, mit meiner präzisen Maus u.s.w.! Nichts gegen Konsolen, aber ich bleib' bei meinem treuen Rechenknecht und beobachte wie sich das alles so entwickelt.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9413 - 30. September 2013 - 22:57 #

Ich Spiel auch fast alles lieber am PC. Aber zum Beispiel bei The Walking Dead saß ich lieber mit meiner Freundin auf der Couch. Bei dem Spiel bietet sich das einfach an.
Oder The Witcher 2 hab ich von der Couch gespielt als mein Arm gebrochen war. Da hätte ich die Maus garnicht bedienen können.

BigPicture war da schon sehr praktisch. Es kommt halt auf das Spiel und die Situation an. Ich sehs als Ergänzung, statt als Ersatz und so ergibt es für mich zumindest eine Menge Sinn.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1348 - 3. Oktober 2013 - 12:09 #

Seh ich genauso... Schreibtisch mit rückengerechten Stuhl, 2 Monitoren für paralleles Surfen und ner 5.1 Anlage >>> Wohnzimmercouch. Da guck ich Filme. Und schlaf dabei halb ein. Zum Daddeln möchte ich konzentriert sein. Und ich besitze so ziemlich jedes Stück Hardware der letzten 10 Jahre, fühle mich da recht objektiv. ;)

Skeptiker (unregistriert) 30. September 2013 - 23:15 #

Wenn es sich bei der Steam Machine um einen MacMini für 400 Euro handelt bin ich dabei. Möglich sollte das sein, weil die Kosten für das OS ja praktisch wegfallen. Dann kauf ich auch gerne ein 2. Gerät als Internet-PC (mit "normalem Linux") und ein drittes Gerät als Entwicklungsrechner.
Und wenn nach spätestens 2 Jahren die Festplatte überquillt, ich gehe mal von 500 GB aus, dann halt die überarbeitete Fassung.
Bei PCs sind die 400 Euro meine Preisgrenze, daher kommt mir eine PS4 entgegen und eine Steam Machine zu dem Preis wäre auch attraktiv.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 23:23 #

Wenn du einen Pc hast mit dem du Zockst brauchst du keine Steam Machine du brauchst nur das Steam Os, es wird genauso funktionieren wie die Steam Machine wenn die Hardware ähnlich schnell ist.

SteamOS wird Kostenlos sein somit hast du im grunde garkeine Mehrkosten wenn dein Pc halbwegs aktuell ist.

Der einzige unterschied wird wohl das Design und Die Wohnzimmertauglichkeit sein.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:12 #

Wobei du natürlich bei Steam OS das Problem hast, dass du von den 2000+ Steam spielen unter Windows nur 200 von spielen kannst, die für Linux portiert wurden ...

Horschtele 16 Übertalent - P - 5485 - 30. September 2013 - 23:31 #

Wird es denn für SteamOS DirectX Unterstützung geben? DirectX ist nämlich ein Microsoft Produkt und m.E. auf Linux nicht verfügbar. Ggf. wäre das Gros der Spiele gar nicht lauffähig, oder muss erst unter großem Aufwand auf OpenGL portiert werden. Das würde den namhaften Publishern/Entwicklern gar nicht schmecken, wo die große Kohle doch auf XBox und Playstation eingefahren wird.

Von vornherein auf OpenGL zu setzen ist leider keine gute Option, weil trotz Plattformunabhängigkeit im Vergleich zu DirectX die Leistungsfähigkeit reduziert ist.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 23:37 #

Laut Steam sind derzeit 600 bis 800 der 2500 auf Steam verfügbaren Spiele auf Steam Os eingestellt. Wie genau Steam das macht und ob überhaupt OpenGl oder was anderes verwendet wird weis ich nicht. Was aber sicher ist das alle Spiele die du bisher auf deinem Steam Account hast auch auf dem SteamOS bzw. der Konsole laufen werden. Was natürlich auch für Zukünftige Spiele gelten wird.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 1. Oktober 2013 - 0:19 #

Fragt sich nur, welche Spiele das sind. Viele Indie-Games laufen auch auf Linux oder Mac - nur die großen AAA-Titel sind bis auf ein paar Ausnahmen meist Windows-exklusiv... und genau das sind die Spiele, die die meisten Leute spielen wollen.

sesha (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 0:30 #

wie gesagt es werden alle spiele umgesetzt bisher sinds halt 600 bis 800

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 2:00 #

Auf meinem Mac laufen derzeit noch nicht alle Spiele, die ich besitze. Da sind 600-800 Spiele ein schwacher Trost. So viele habe ich noch nicht einmal. ;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:15 #

Wie kommst du denn da drauf? Es gibt bisher ca. 200 Spiele, die auf Linux portiert wurden. Von den Entwicklern wohlgemerkt. Zum Start der Steam Machines sollen es um die 300 sein.

Und nein, du kannst definitiv nicht alle deine Windows Steam Spiele auf Steam OS spielen! Woher kommt dieses komische Gerücht?

lis (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 16:46 #

Über "In-Home-Streaming". Klar, da läuft im Hintergrund woanders ein Windows. Meine Windows-Spiele werde ich damit aber anscheinend auf SteamOS spielen können.

Siehe: http://store.steampowered.com/livingroom/SteamOS/

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 20:06 #

Das ist aber verfälschend. Dafür braucht man doch kein Steam, da steckt man seinen PC direkt an den Fernseher ...

lis (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 20:26 #

Was ist da verfälschend? Brauchen tut man Steam für sowas sicher nicht, aber es geht halt auch. Machen eben nicht alle so, wie "man" das so zu tun hat.

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6353 - 1. Oktober 2013 - 12:15 #

Das wirklich alle laufen werden wage ich etwas zu bezweifeln - es laufen ja nicht mal alle auf Win7+.
Bei den bereits auf Linux portierten Titel gibt es kein Problem, die sollten laufen - das sind aber bisher nur sehr wenige. Für alle anderen kommt eigentlich nur eine Lösung ala Wine/Cedega in Frage, ein komplette Emulation wäre viel zu langsam. Und selbst das braucht noch eine gute Portion Extra-Power im Rechner, damit es flüssig läuft. Und eine Garantie dass es mit allen geht gibt es auch nicht, wobei bei Wine viele Probleme durch CD-basierte Kopierschutzmechanismen entstehen. Die hat Steam zwar nicht, aber es gibt noch genug andere Probleme bei solchen Lösungen. Ich wage deshalb zu bezweifeln, das Ausnahmslos jedes Spiel laufen wird. Zumindest die, die noch eine weiteres DRM-System nutzen fallen weg, also z.b. alle die Uplay brauchen oder Securom.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:57 #

Naja, wenn man sich mal das WineHQ ansieht dann laufen die Spiele alle eher schlecht als recht. Grafik- und Netzwerkfehler sind eher die Regel als die Ausnahme.

lis (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 16:50 #

Pah! Schön wär's (Nein ... eigentlich nicht)! Mir werden in der AppDB immer nur blühende Landschaften versprochen, die ich dann nie finde! (Aber das Problem liegt hier sicher oft bei mir :))

Decorus 16 Übertalent - 4252 - 1. Oktober 2013 - 0:19 #

DirectX ist nicht per se schneller oder featurereicher.
Und nur auf DirectX setzen kannst du auch nicht, es sei denn, du willst nur auf Windows und XBox veröffentlichen.

Green Yoshi 21 Motivator - 25101 - 30. September 2013 - 23:50 #

Wenn ich das Konzept hinter der Steambox richtig verstanden habe, wird das Bild vom PC aus dem Arbeitszimmer auf die Box im Wohnzimmer gestreamt. Es wird also keine dicke Internetleitung benötigt. Ähnlich funktioniert ja auch der Nvdia Shield Handheld.

Und wenn die Steambox ähnlich leistungsfähig wie PS4 und XBOX wird, sollten alle Spiele der kommenden Jahre darauf laufen. Das entschärft meiner Meinung nach die Gefahr, dass die Hardware schnell veraltet. Die Entwickler werden für den kleinsten gemeinsamen Nenner entwickeln und nicht die beste Hardware optimal ausreizen.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 6:42 #

Streaming ist nur eine Option... die Spiele sollten grundsätzlich auch direkt auf der Box laufen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:17 #

Warum sollte man dann eine Steam Machine kaufen? Das sind dann je nach Leistung des Geräts mal eben 600 bis 1200 Euro verschenkt. Schließt man den PC eben direkt am TV an.

Ganon 23 Langzeituser - P - 38943 - 1. Oktober 2013 - 16:57 #

Wieso dicke Internetleitung? Das läuft über dein WLAN, aber doch nicht übers Internet. Davon abgesehen können die Steam Machines beides: Dort installierte Spiele, die SteamOS unterstützen laufen lassen oder welche von einem anderen Rechner streamen.

lis (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 17:12 #

Wird laut Beitrag auch nicht benötigt. :o

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 2. Oktober 2013 - 3:25 #

Das habe ich noch etwas klarer formuliert, ja.

Nur: Wenn Du dann einen PC im Arbeitszimmer laufen hast, warum brauchst Du dann eine Steam Machine?

Und wenn die eine Hälfte der Spieler ihre Steam Machine nie erweitert, die andere Hälfte aber schon, dann sehen Spiele wie von Dir geschildert nur so gut aus, wie es der kleinste gemeinsame Nenner hergibt. Auf Konsolen können die Entwickler alle Register ziehen, bildlich und in echt.

lis (unregistriert) 2. Oktober 2013 - 16:17 #

Um ihre gehegte Sammlung zusätzlich im Wohnzimmer spielen zu können, ohne sich selbst um den Streaming-Kram kümmern, oder beide Maschinen wirklich aufrüsten zu müssen. Für mich ist das im Moment aber auch kein Anwendungsfall. :>

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14523 - 30. September 2013 - 23:38 #

Sehr guter Artikel stimme mit fast allen Punkten überein. Ein Hersteller der es auch mit Lizenz Systemen versucht hat wurde aber vergessen, Apple. Mit seinem Pippin wollten sie es auch weit bringen. Es immer wieder herrlich wie der PC hier von den Fanboys hochgehalten wird. Statt zu sagen: "Ja der PC hat die und die Probleme, und so könnte man sie lösen." Wird nur davon geredet was er für eine Überhardware ist. Ich finde hier wird einfach die Wirklichkeit verdrängt. Reine PC Titel wie CoD verkaufen mittlerweile den Großteil auf Konsole. Neue Systeme werden kaum noch verkauft, und erzählt mir nicht das jeder Erstkäufer sich sein System selbst zusammenbaut und nein Indie Titel sind nicht der Nabel der Welt. Steam hat ne gute Idee gehabt, aber da sie nicht willens sind den Schritt ganz zu gehen, Aufrüstbarkeit sollte nicht drin sein, ordentlicher Controller, wird das denke ich keine neuen Kunden bringen.

Sesha (unregistriert) 30. September 2013 - 23:43 #

warum sollte aufrüstbarkeit nicht drin sein?

Was den Controller betrifft nehm den der dir am besten gefällt es keine zwang den steam Controller zu nutzen

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14523 - 1. Oktober 2013 - 6:40 #

Wenn Valve weg möchte vom klassischen PC Markt und neue Kunden begeistern will, müssen sie auch mit den Nachteilen aufräumen. Und für Neueinsteiger ist das Aufrüsten ehr abschreckend. Sie hätten eine Konfiguration festlegen sollen die wie bei Konsolen ca. 5 Jahre für alle bindend ist.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 2. Oktober 2013 - 3:26 #

Ganz genau. Das wäre eine echte Chance gewesen. Und dann vielleicht alle zwei, drei Jahre eine "Erweiterungskarte", wobei die dann wieder den Markt fragmentiert. Lieber Deckel zu und gut. ;)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 1. Oktober 2013 - 3:12 #

Pippin, richtig. Strenggenommen könnte man auch noch das M2 nehmen, die nächste Generation des 3DO. Was da für Summen in den Sand gesetzt wurden.

Ich muss gestehen, dass mein nächster Heim-PC nach 20 Jahren nicht mehr aus Komponenten bestehen wird, sondern wohl ein iMac mit Boot Camp wird. Das ist ja auch eine Art Konsole. ;)

SaRaHk 16 Übertalent - 4557 - 1. Oktober 2013 - 0:24 #

Keine Meinung. Kein Interesse.
War trotzdem interessant zu lesen. :)

Ganesh 16 Übertalent - 5032 - 1. Oktober 2013 - 7:07 #

Ich weiß nicht, ob die auf den Spiele-Mainstream ausgerichtete Sicht im Hinblick auf die Plattform PC und damit auch Steam so viel hilft... Strategiespiele funktionieren bis auf wenige Ausnahmen nicht auf Konsole und werden es vermutlich auch nie (eben weil nicht alle Leute beim Spielen auf dem Sofa gammeln wollen). Deshalb ist ein Teil der Analyse schon mal hinfällig: Dem PC geht es nicht schlecht, sondern seine Stärken haben ihn vielmehr über zig Todesorakel getragen. Zu denen gehört jetzt eher weniger die stärkste Leistung, sondern Unabhängigkeit von einer einzelnen Firma und Anpassbarkeit an individuelle Bedürfnisse.

Die SteamMachines sind dementsprechend auch keine PCs, sondern Geräte, die vielleicht ganz gut mit üblichen PC-Umgebungen zusammenarbeiten. Ich glaube nicht, dass derartige Geräte direkt mit Sony und Microsoft konkurieren, sondern eher ein Element in einer sehr offenen Plattform darstellen. Ich persönlich habe meinen PC inzwischen an den Fernseher angeschlossen, brauche also keine SteamMachine mehr - der PC ist längst im Wohnzimmer angekommen... ;)

Cat Toaster (unregistriert) 1. Oktober 2013 - 7:49 #

So furchtbar gemütlich ist FullHD auf einem 46"-TV gar nicht, denn ich kann in vielen Spielen auf 2,5m Entfernung kaum noch das HUD/die Menüs lesen. Wenn ich auf einen Meter ran muss, kann ich mich auch gleich vor den PC setzen. Der nächste TV wird 80" und um Himmels willen kein 4k.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:59 #

Genau! Die ganzen Steam-Freaks, die dann Dota 2 auf ihrem TV spielen, werden ziemlich blöd gucken, wenn sie da nichts erkennen oder letztlich 50 Zentimeter vor dem TV hocken ...

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4863 - 1. Oktober 2013 - 8:00 #

So wirklich teile ich die Analyse nicht, direkt widersprechen möchte ich in 2 Punkten:
1. Konsolenhardware würde hoffnungslos veralten - das ist genau bei Konsolen nicht der Fall, da sich die Hardwareanforderungen der Spiele nicht ändern. Ein GTA5 läuft eben auf einer XBox 360 von 2005 genauso gut wie auf einer XBox 360 von 2013. Das ist bei PC-Spielen zumindest in der Theorie anders, da dort die Anforderungen Stück für Stück erhöht werden. Natürlich leisten PCs schon seit Jahren mehr als Konsolen, aber solange alle aktuellen Spiele auf einer Konsole laufen, kann man mMn nicht sagen, dass sie veraltet ist.
2. "PC-Spieler rüsten ihr System Stück für Stück mit neuen Komponenten aus." - Ernsthaft? Ich will nicht abstreiten, dass dies einige wenige noch tun, aber ich behaupte, das ist bei weitem die Minderheit (hat jemand Zahlen hierzu?). Ich erneuere meinen PC wohl in kürzeren Abständen als die Konsolenhersteller ihre Hardware, aber das sind immer noch 3-4 Jahre, in denen mein System quasi unangetastet bleibt. Insbesondere bei performancekritischen Dingen wie CPU und Grafikkarte lohnt sich mMn das Upgraden kaum; ein lohnenswertes CPU-Ugrade verlangt nach einem neuen Mainboard, die Grafikkarte kann sich manchmal lohnen, aber warum dann nicht gleich zusammen mit der CPU? Mal abgesehen von der Zunahme von Gaming-Notebooks, die man ja eh nicht upgraden kann.
Derzeit kommt natürlich erschwerend hinzu, dass es kaum neue Spiele gibt, die Mittelklassehardware von vor 3 Jahren wirklich ausreizen, da alles für langsame Konsolen geschrieben wurde. Ich habe derzeit kein Spiel, bei dem ich merken würde, dass meine Grafikkarte es ausbremst. Gut, Korrektur, Star Citizen - dafür könnte ich wohl 3000€ in einen PC investieren und es wäre immer noch nicht flüssig :P

Außerdem teile ich nicht die Ansicht, dass Steam wirklich als dritter bzw. vierter Hersteller eine Konsole mit eigenen, angepassten Versionen von den Spieleentwicklern verlangt. Hast du da mehr Quellen als die verlinkten Ankündigkungsseiten?
So wie ich das bisher verstehe wird die Steam Machine ein Wohnzimmer-PC, vielleicht in geringster Leistungsstufe passend in den Receiver-Steckplatz eines Fernsehers, in leistungsfähigeren Versionen dann als Stand-Alone-Gerät, vielleicht mehr oder minder in den Dimensionen der nächsten Konsolen. Eine PC-Alternative für Leute, die keinen Spiele-PC haben (wollen). Valve sagt ja selbst, wer schon jetzt einen Spiele-PC hat, wird weder SteamOS noch SteamMachine brauchen (aber den Controller vielleicht haben wollen ;) )

Bigtom 13 Koop-Gamer - 1398 - 1. Oktober 2013 - 10:41 #

Das mit dem nach-und-nach aufrüsten seh ich wie du. Allerdings lohnt es inzwischen durchaus, nach 2 Jahren die alte Grafikkarte auf Ebay zu verticken und eine aktuellere Version zu holen. Ich besitze noch einen alten Q6600 aus dem Jahr 2008. Gestartet habe ich mit einer Geforce 880 GTS. Nach einem Jahr war das Teil defekt(Garantie) und ich holte mir eine GTX 260 (165 €) 2 Jahre später noch für 85 € verkauft und jetz hab ich eine GTX 460 drin. Waren durchaus immer Leistungssprünge von ca. 30 % und die meisten Spiele sind doch hauptsächlich sehr grafikkartenhungrig. Mein nächster PC wird mit StarCitizen angeschafft und ich denke bei der jetzigen CPU Power wird der PC locker wieder 6 Jahre "durchhalten" (mit entsprechenden Grafikkarten Upgrades)

Achja nochwas zum Artikel: Ich denke die wenigsten haben ihren PC im Wohnzimmer stehen, deshalb ist die Streaminfunktion durchaus interessant, vorausgesetzt es wird ohne Verzögerung gestreamt um eine schnelle Steuerung zu gewährleisten (mit WLAN wird da nix zu machen sein)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 3. Oktober 2013 - 23:19 #

Spannend! Ich hatte genau die gleichen Probleme mit meiner 880 GTS. Von wem war Deine? Hab danach eine GTX 460 eingebaut, läuft ohne Probleme. Nur nicht mehr so fix wie eine aktuelle.

Ganon 23 Langzeituser - P - 38943 - 1. Oktober 2013 - 17:03 #

Du widersprichst dir ein wenig. Du meinst, Konsolen würden nicht veralten, später meinst du dann aber, "dass es kaum neue Spiele gibt, die Mittelklassehardware von vor 3 Jahren wirklich ausreizen, da alles für langsame Konsolen geschrieben wurde."

Das ist doch genau das, was mit der "Veraltung" von Konsolenhardware gemeint ist: Im Vergleich zur dann aktuellen PC-Hardware ist sie einige Jahre nach Erscheinen alles andere als up to date.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4863 - 1. Oktober 2013 - 18:57 #

Das ist dann Definitionssache. Natürlich wird eine Konsole vom Fortschritt auf PC ein- und überholt, so wie wir es in den letzten Jahren erlebt haben. Mein Punkt ist, dass auch heute noch Spiele für die "veralteten" Konsolen erscheinen; es gibt keine steigenden Anforderungen und ich kann aktuelle Spiele mit voller verfügbarer Qualität auf vor 8 Jahren gekauften Konsolen spielen. Somit veraltet die Konsole erst dann, wenn keine oder nur noch wenige Spiele für sie erscheinen und das ist bis dato nicht der Fall. Es mag bessere Hardware am Markt geben, aber die verfügbare Hardware reicht für alle angebotenen Spiele aus.

Ich behaupte aber mal pauschal, dass eine PC-Version von GTA5 auf einem PC von Ende 2005 gar nicht erst laufen wird. Der Vergleich geht übrigens auch schon mit der PC-Version von GTA4, die exakt 3 Jahre nach XBox-360-Verkaufsstart erschien.
Die lange Lebenszeit der Konsolen führte zu einer Verlangsamung der Alterung von PCs, aber nicht stark genug, dass die PCs 8 Jahre überbrücken könnten. Daher freue ich mich als PC-Spieler auch auf die neue Konsolengeneration, weil das hoffentlich mal die seit Jahren erhältlichen Grafikkarten ins Schwitzen bringen wird.

Ganon 23 Langzeituser - P - 38943 - 1. Oktober 2013 - 23:31 #

Das ist dein Punkt, aber nicht das, was mit "veralteter Konsolenhardware" gemeint ist. ;-)

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 3. Oktober 2013 - 23:18 #

Das Veralten ist relativ zu sehen. Zwar lernen die Entwickler im Laufe eines Konsolenlebenszyklus' immer mehr Tricks, andererseits entwickelt sich die Technik in den Jahren weitere, so dass zwar die Spiele gegen Ende einer Konsolenlaufbahn besser als zu Anfang aussehen, aber nicht mehr mit den dann aktuellen PC-Grafikkarten mithalten können.

McGressive 19 Megatalent - 14000 - 1. Oktober 2013 - 9:04 #

In einer Branche in der doch eigentlich immer noch der Grundsatz "Software Sells Hardware" gilt (correct me if I'm wrong?), sehe ich das größte "Problem" für die Steambox doch ganz klar im Fehlen von zugkräftigen Exklusiventwicklungen für diese Plattform!?
Sind denn nicht nach wie vor die Spiele der Hauptgrund, warum man sich neue Hardware ins Haus holt..?

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 12:28 #

Das ist der wichtigste Punkt, warum die Steamboxen floppen werden.

Mit einigen Hundert Uralt- und Indiespielen kann man keine Konsole verkaufen. Dazu benötigt man Exklusivtitel. Und man benötigt die großen Marken: Fifa, GTA, Call of Duty, Battlefield ...

Außerdem wird die Steambox mehr kosten als PS4 und XBox One wenn sie die gleiche Leistung (auf dem Papier) erreicht. Denn die Hersteller der Steamboxen kriegen selbstredend bei ihren kleinen Produktionsmengen nicht annähernd die Margen die Microsofrt udn Sony bekommen. Außerdem verdienen die Hersteller ausschließlich an der Hardware, die wird bei Sony und Microsoft ohne Gewinn bzw. sogar mit Verlust verkauft. Also kostet eine Steambox mit ähnlichen Werten wie ein Mittelklasse-PC auch mindestens so viel wie ein solcher, nämlich ca. 800 Euro.

Also, niemand, der nicht totaler Geek oder Fanboy ist, kauft sich eine Konsole zum Preis eines guten Zocker PCs auf dem er dann ein paar olle Kamellen daddeln kann.

Das hat schon bei der Ouya nicht geklappt, und die hat nur 120 Euro gekostet.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 18:38 #

"Also, niemand, der nicht totaler Geek oder Fanboy ist, kauft sich eine Konsole zum Preis eines guten Zocker PCs auf dem er dann ein paar olle Kamellen daddeln kann."

This. Eine andere Zielgruppe kann auch mit den Schlagwörtern "Linux" und "Steam" so wenig anfangen, dass der Blick zwangsweise auf die Spiele fallen wird. Und da kann in den ersten Monaten/Jahren die Steam Machine eigentlich nur verlieren.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 1. Oktober 2013 - 9:12 #

Steam Machines? Sind mir egal. Ich baue mir meinen PC selbst zusammen und der wird schneller und günstiger als jede Steam Machine sein.

SteamOS? Könnte interessant werden. Linux benutze ich bisher nicht, aber wenn es Valve tatsächlich gelingen sollte, dass ein guter Teil der Spiele für SteamOS erscheint (alle müssen es gar nicht sein), dann verabschiede ich mich liebend gerne von Windows.

Steam Controller? Könnte ausgesprochen interessant werden. Meinen XBox-Controller benutze ich am PC eigentlich ganz gerne. Aber halt nur, wenn keinerlei Präzision gefragt ist, denn dann ist er der bewährten Maus/Tastatur-Kombination hoffnungslos unterlegen. Und 90% aller Spiele benötigen nunmal ein Mindestmaß an Präzision. Sollte der Steam Controller tatsächlich zumindest einigermaßen nahe an eine Maus herankommen, werde ich sofort zugreifen und ihn für einen Großteil der Spiele benutzen.

Alles in allem bin ich sehr angetan von Valves Plänen. Aber nur die Zeit wird zeigen, was dabei tatsächlich herauskommen wird.

Jadiger 16 Übertalent - 5371 - 1. Oktober 2013 - 10:00 #

Was was hier nicht steht es könnte tatsächlich möglich sein das alle AAA titel da raukommen. Warum ist ganz einfach die PS4 hat opengl die Ps4 ist ein X86 System und im Grunde nicht mal viel anderes wie eine Steambox nur halt geschlossen. Ich denke auch das die Ports in Zukunft sehr sehr einfach sein werden. Besonderes da die Xbox ja praktisch sogar Win8 und DirectX hat ich mein wahrscheinlich sind das nur sehr geringe Anpassungen. Ich wünsche aber den Konsolen Herstellern jetzt schon viel Spaß mit gewissen Warez.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 10:08 #

Nu, ganz so einfach kann man sichs da nicht machen. Die Konsolen werden schon noch andere APIs mitbringen als nur welche grafischer Natur, dass das nicht so ohne weiteres als Schwarzkopie auf einem anderen Gerät läuft. Ich mein, wir sprechen NUR von einer Grafikschnittstelle, die auch woanders läuft. Weder hat die PS4 ein Standard-Linux noch hat die XBO ein Standard-Windows 8. Nur weil irgendein Spiel OpenGL nutzt muss es ja auch nicht automatisch auf allen Systemen funktionieren, die OpenGL-fähig sind.

Für die Entwickler ist der Portierungsaufwand sicher geringer als früher, aber das irgendein cooler Warez-Cracker das anhand der kompilierten Dateien portiert halte ich doch für sehr unwahrscheinlich.

Aladan 23 Langzeituser - - 39084 - 1. Oktober 2013 - 10:43 #

Danke für den Artikel, ich persönlich halte nach wie vor gar nichts von allen 3 Dingen. Ich bleibe bei meiner Kombination aus PC mit Windows und meiner baldigen PS4.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4429 - 1. Oktober 2013 - 10:45 #

Ich verstehe die Gedanken und Fragen von R. Austinat. Aber was vergessen wurde zu erwähnen: Valve hat einen entscheidenden Vorteil: Sie haben Steam und die größte Onlinespieledatenbank der Welt. Und nur um diese geht es. Sie wollen diese Spiele ins Wohnzimmer bringen. Dabei ist ihnen die Hardware gar nicht so wichtig, denn damit wollen sie nicht das Geld verdienen. Daher haben sie ein offenes Referenzdesign, ein offenes Betriebssystem und einen offenen Controller. Sie wollen schlicht den Zugang zu Steam leichter machen, neue Kunden erreichen. Einen PC-Spieler, der mit Maus und Tastatur einen Vorteil bei einem Shooter hat, wird auch diese Hardware nicht vom Hocker ähm vom PC-Stuhl hauen.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 11:36 #

Die neue Zielgruppe wäre aber eigentlich eher die WII- oder Mobile-Spieler. Die überfordert man doch wiederum mit einem offenen System mit heterogenen Spezifikationen - egal ob man sich praktisch damit rumschlagen muss oder nicht; wenn ich mir heute einen Windows/Linux-PC als Komplettpaket kaufe muss ich mich auch um nichts mehr kümmern, trotzdem entscheidet sich diese Zielgruppe bewusst dagegen.

Dazu kommt - diese Zielgruppe kann weder mit "Steam" noch mit "Valve" besonders viel anfangen. Den relativ guten Ruf und Namen haben beide doch nur in den geekigen Kreisen der Spieler, nicht in der "echten Welt".

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 3. Oktober 2013 - 23:20 #

Das Erreichen neuer Kunden ist ein wichtiger Punkt - aber gleichzeitig auch heikel, weil ja Microsoft und Sony (und Nintendo) mit eigenen Konsolen das Wohnzimmer in Besitz nehmen wollen, die nach dem "Einschalten - Läuft"-Prinzip funktionieren.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40170 - 5. Oktober 2013 - 23:51 #

So oft wie ich neue PS3-Spiele oder aber die Firmware updaten darf hat das auch nicht mehr soviel von "Einschalten - Läuft". Und wenn die WiiU oder die XBone auch erstmal einen DayOne-Patch benötigen ist das doch eher ein angleichen an den PC (und kein Vorteilhaftes).

Despair 16 Übertalent - 5009 - 1. Oktober 2013 - 14:35 #

Ich sehe die Steam Machines als auf Spiele ausgerichtete Alternative zu Fertig-PCs. Letztere leiden ja meist unter einer unterdimensionierten Grafikkarte, um den Preis niedrig zu halten. Wenn man ein anderes Betriebssystem parallel zu SteamOS installieren kann (wovon ich mal ausgehe), könnte man die Steam Machines auch als normalen PC nutzen.

Als Alternative zu DirectX werkelt AMD ja momentan an Mantle:
http://www.golem.de/news/amd-radeon-mantle-schnittstelle-als-directx-konkurrent-1309-101805.html

Bin gespannt, was dabei herauskommt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 14:44 #

Das Problem ist, Fertig-PCs ohne beiliegendem Windows, also ganz ohne System oder mit Linux liegen wie Blei in den Regalen. Wird faktisch nicht angeboten, weil sämtliche Versuche bisher grandios gescheitert sind.

Mal ehrlich, kaufst du dir für 800 bis ca. 1200 einen Spielerechner mit Linux als OS? Damit du was spielen kannst? Ein paar olle Linux Indie-Games, die selbst auf einem zehn Jahre alten Notebook laufen würden. Einen PC auf dem quasi ausschließlich Linux Steam Games und Linux Games laufen aber sonst nichts? Alle großen PC Titel nicht.

Despair 16 Übertalent - 5009 - 1. Oktober 2013 - 15:05 #

"Mal ehrlich, kaufst du dir für 800 bis ca. 1200 einen Spielerechner mit Linux als OS?"

Wenn man Windows parallel zu SteamOS installieren kann - warum nicht? Ich gehe davon aus, dass das geht, weil SteamOS auch auf "normalen" PCs laufen soll, wenn ich recht informiert bin. Und für ein reines Zock-OS würde wohl kein PCler seine bestehende Windows- oder Linux-Installation killen.

Es wäre ein Segen, nicht mehr Microsofts Willkür in Bezug auf Windows ausgeliefert zu sein. Ich habe jedenfalls keine Lust mehr darauf, alle paar Jahre einen zwei- bis dreistelligen Geldbetrag für ein neues OS hinlegen zu müssen, obwohl der Vorgänger noch brav seinen Dienst tut, aber keine Updates mehr bekommt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 15:43 #

Du musst Windows aber extra kaufen, was den Preis der Konsole noch mal um ca. 100 Euro anhebt.

Außerdem, so wenige Jahre hält so ein Windows nun auch nicht, dass man da alle zwei, drei Jahre ein neues OS kaufen muss. Die meisten Leute kaufen es nun einmal mit dem Rechner mit, kriegen es also quasi umsonst.

Der Gedankenfehler, den du machst ist der, dass der PC einzig und alleine zum Zocken benutzt wird. Dies wird allerdings bei den wenigsten der Fall sein.
(Übrigens ist aus diesem Grund Linux für mich auch untauglich, da es keine vernünftige Anwendungssoftware gibt, die meinen Ansprüchen genügt)

Ich rechne z.B. alleine Grafikkarte und eingeschränkt Soundkarte für das Spielsystem, liege also bei bei ca. 200 bis 300 Euro für drei bis vier Jahre zocken am Rechner.
Eine richtige Spielkonsole kostet 200 bis 500 Euro.

500 Euro bzw. Dollar ist auch der Betrag, der von Marktexperten als Maximalkosten für ein Spielgerät angesetzt wird, das einen Massenmarkt erreichen will.

D.h. es gibt mehrere Möglichkeiten. Wer gar nicht mehr am PC spielen will, aber Next Gen Leistung erwartet, der greift zu PS4 oder XBox One, weil die günstiger sind und wesentlich mehr Spiele bieten. Wer typische PC Games zocken will, der greift zum Windows PC.

Ich zocke z.B. oft am PC, wenn meine Frau Fernsehen sieht. Auf Konsole zocke ich nur, wenn sie nicht da ist und auch fast nur konsolenexklusive Games.
Oder anders ausgedrückt, bei männlichen Singles steht der PC meist eh im Wohnzimmer, man kann ihn also einfach am TV direkt anschließen. Bei Paaren gibt es oft ein Extrazimmer allerdings kann man abends eh nicht am TV zocken, weil der belegt ist. Dies wird nicht bei allen Leuten so sein, aber bei den meisten.

Die Steambox sitzt zwischen allen Stühlen.
Und, mit Leistung vergleichbar zu PS4 / XBox One wird sie eben mind. bei 800 Euro rum liegen.
800 Euro extra, um ein paar Linux Games drauf zu zocken, die ich auch am PC daddeln kann? 900 Euro, wenn ich mir Windows drauf mache einzig und alleine um zu zocken? Sorry.

Der Massenmarkt wird das nicht mitmachen.
Denn für den Preis spiele ich auf PC und PS4 (siehe oben, Grafikkarte plus halt Konsole).

Despair 16 Übertalent - 5009 - 1. Oktober 2013 - 17:56 #

"Der Gedankenfehler, den du machst ist der, dass der PC einzig und alleine zum Zocken benutzt wird. [...] Die Steambox sitzt zwischen allen Stühlen.
Und, mit Leistung vergleichbar zu PS4 / XBox One wird sie eben mind. bei 800 Euro rum liegen.
800 Euro extra, um ein paar Linux Games drauf zu zocken, die ich auch am PC daddeln kann? 900 Euro, wenn ich mir Windows drauf mache einzig und alleine um zu zocken?"

Wenn ich Windows auf 'ner Steam Machine parallel installieren kann, hab' ich Spielkonsole und PC in einem Gerät. Ich kann also für 800-900 € Windows-Spiele daddeln, SteamOS-Spiele daddeln und mit dem Teil arbeiten. Gleichzeitig kann ich mir die Kohle für XBox One/PS4 sparen, muss keine 60 € pro aktuellem Spiel zahlen und kann die Steam-Sales nutzen. Als All in One-Gerät wäre so eine Steam Machine also billiger als die Kombination PC + Konsole. Und damit 'ne feine Sache (zumindest für einen Single-Haushalt :D).

Zur Microsoft-Gängelei ihrer Kunden passt gerade hervorragend diese Meldung:
http://www.gamestar.de/software/news/windows/3028407/windows_7.html

Und mangelnde Anwendersoftware ist nun wirklich kein Linux-Problem. Eher fehlender Treibersupport seitens der Hardwarehersteller.

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 1. Oktober 2013 - 19:16 #

"Wenn ich Windows auf 'ner Steam Machine parallel installieren kann, hab' ich Spielkonsole und PC in einem Gerät. "

Ja, und bist weit weg von der Zielgruppe, die Valve eigentlich begeistern will. Sie brauchen eine gewisse Masse an Usern, die die bisherigen Versionen nicht kaufen können, um die Portierung für die Publisher attraktiv zu machen. An der Steam Machine direkt verdient kein Publisher was, also müssen die Spiele hier. Steht jetzt eine SteamBox überwiegend bei Usern, die sowieso schon Steam-Kunden sind - hat keiner etwas gewonnen, ausser den Herstellern der Steambox.

Plus: Wenn du das installieren KANNST, brauchst du keine Steambox, sondern einfach einen PC im handlichen Gehäuse - folglich müsste das Teil wieder über den Preis punkten. Was aber im Widerspruch zur Leitung steht - die der Geek ja auch gern hätte, weil hier ja keiner Subventionieren wird, weil die Hardware-Hersteller an der Software nicht verdienen.

Dem Gerät fehlt mMn eine klare Positionierung und Zielgruppe in Einklang. Weiters habe ich das Bauchgefühl, das Valve selbst nicht so richtig sicher ist, ob das gut geht - sonst könnten Sie mit einem Hardware-Hersteller "joint venturen", halbwegs einheitliche Boxen verkaufen, diese subventionieren etc. Die Strategie, die Produktion quasi frei zu geben, solange SteamOS drauf läuft spricht irgendwie nicht dafür, dass Valve selbst nicht zu 100% an ihre eigene Idee mit der Hardware glaubt und größere Investitionen scheut.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 20:32 #

"Wenn ich Windows auf 'ner Steam Machine parallel installieren kann, hab' ich Spielkonsole und PC in einem Gerät. Ich kann also für 800-900 € Windows-Spiele daddeln, SteamOS-Spiele daddeln und mit dem Teil arbeiten. Gleichzeitig kann ich mir die Kohle für XBox One/PS4 sparen, muss keine 60 € pro aktuellem Spiel zahlen und kann die Steam-Sales nutzen."

Das gilt nur, wenn du bisher keinen PC hattest oder wenn du Gelegenheitszocker bist, der nur Komplettsysteme kauft und ein neues fällig wird.
Wozu braucht ein PC Zocker in deinem Beispiel eine Steam Machine? Der Spiele Rechner ist doch schon da bzw. kann man eh jeden beliebigen PC nehmen. Und da Win nicht auf Steamboxen vorinstalliert ist, Steam OS aber kostenfrei aus dem Netz geladen werden kann, wird KEINER eine Steambox kaufen sondern dann eben einen anderen Komplettrechner, wo Win bei ist. Alles andere wäre einfach dumm.

"Zur Microsoft-Gängelei ihrer Kunden passt gerade hervorragend diese Meldung:
http://www.gamestar.de/software/news/windows/3028407/windows_7.html"

Kenne ich, fand ich lustig und habe ich auf mehreren Seiten gesehen. Spannender fand ich, wie alle Seiten voneinander abgeschrieben haben bei einer News mit Null Inhalt. Der Support für Win 7 endet übrigens 2020.

"Und mangelnde Anwendersoftware ist nun wirklich kein Linux-Problem. Eher fehlender Treibersupport seitens der Hardwarehersteller."

Nö, beides ist ein Problem. Ohne Treiber läuft viele Hardware nicht vernünftig. Aber da kann man im Zweifel gegenwirken, indem man kompatible Hardware kauft.

Viel schlimmer und der Todesstoß ist das fehlen von Anwendungssoftware. Gut, bei Office könnte man sich Softmaker Office kaufen, das reicht für Heimanwender in den meisten Fällen. Aber ich kenne weder Bildbearbeitung, noch Videoschnitt, noch Layoutprogramme - das sind die Bereiche die ich zwingend mindestens benötige - die mit den von mir verwendeten Windowsprogrammen: Adobe Photoshop Elements 9, Adobe Premiere Elements 9, Quark XPress 5, Indesign CS2 (also alles ältere Software) in irgend einer Weise mithalten kann. Auch für Outlook gibt es keine Alternative. Ich kann jetzt auch noch ein paar andere Tools aufzählen, wo es schlicht nichts gleichwertiges für Linux gibt. Die Open Source Pendants sind meist ergonomische Katastrophen, komplizierter zu bedienen und vor allem auch langsamer.

Selbst bei so was schnödem wie Videoplayern. VLC ist nett, kann aber in keinster Weise mit Zoom Player Pro mithalten.

Despair 16 Übertalent - 5009 - 1. Oktober 2013 - 20:50 #

Ein vorhandener Rechner ist früher oder später veraltet. Den kann ich entweder verkaufen, verschrotten oder mit Linux weiter nutzen. Mein Windows kann ich auf der neuen Maschine installieren. Jetzt habe ich die Auswahl: Fertig-PC (für den Zocker normalerweise ungeeignet), Eigenbau-PC (ich baue selbst, aber das ist nicht jedermanns Sache) oder Steam Machine (auf Spiele optimierter Fertig-PC). Da könnten die Steam-Kisten doch eventuell durch attraktive Preise oder speziell auf Steam Machines optimierte Spiele punkten. Ist das so abwegig? Vor allem, wenn Windows dann eben nicht mehr essentiell für Spieler sein sollte? Für Leute, die aufs Geld schauen müssen, könnte eine Steam-Kiste eine echte Alternative sein. Und den Leuten, die das nicht müssen, ist's eh egal. Die können sich neben die PS4, den Extrem-PC und die One auch noch 'ne Steam Machine stellen. Der Trend geht eh zum Zweitrechner... ;)

Momentan kann man doch sowieso nur mutmaßen. Erst wenn konkrete Preise und Innenleben der Steam Machines sowie Einzelheiten zu SteamOS feststehen, wird es interessant.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 21:22 #

Na ja, Gute fertige Zocker PCs gibts ja einige zum Kaufen, etwa den Gamestar PC oder den PC Games PC.

Bei der Steam Machine, würde ich jetzt mal behaupten, kommt es dann auch stark auf die Aufrüstmöglichkeiten an. Wenn das so ein Winzgehäuse ist, dann ist essig mit zweiter Festplatte, spezieller Soundkarte (falls der Onboard Sound nichts taugt) oder alleine auch schon mit einer neuen Grafikkarte, die zu lang für das Gehäuse ist. Wenn das Netzteil solche Aufrüstaktionen überhaupt mitmacht.

Und wieso sollte eine Steam Machine eine Alternative für Leute die aufs Geld achten müssen sein? Ähnliche Hardware ohne spezielles Marketing-Logo ist in der Regel günstiger. Ich schrieb außerdem schon etliche Male, dass die Hersteller an der Hardware verdienen müssen! Die kriegen ja keine Prozente von jedem Spiel, das Valve auf deren Geräten verkauft.

Despair 16 Übertalent - 5009 - 1. Oktober 2013 - 21:56 #

Du kennst weder Gehäuse, technische Daten, Aufrüstmöglichkeiten noch den Preis, aber du magst das Steam-Ding nicht. Muss ich nicht verstehen, aber jedem seine Meinung.

Vielleicht sind die Aufrüstmöglichkeiten nicht so vielfältig wie bei einem PC, aber das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Vielleicht gibt's dafür nur sinnvolle, speziell auf die Steam Machines abgestimmte Aufrüstmöglichkeiten in verschiedenen Preisklassen. Und wieso sollten die Hardwarehersteller nichts daran verdienen? Wenn Valve die Steam Machines zu Kampfpreisen in die Läden stellen will, müssen sie selbst die Zeche zahlen. Ein paar Milliönchen wird der gute Gabe schon in der Hinterhand haben. Oder eben gleich einen realistischen Preis nehmen, der nicht höher als der eines ähnlich leistungsstarken PCs ist.

Aber wir drehen uns im Kreis: Du verteufelst etwas, das du nicht kennst und ich verteidige etwas, das ich nicht kenne. Warten wir einfach ab, bis die Dinger auf den Markt gekommen sind.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 22:43 #

Ich finde es einfach völlig überflüssig, weil es unendlich viele Alternativen auf dem Markt gibt. Es ist eben nichts besonderes, spezielles.

Aber du hast Recht, wir drehen uns im Kreis und sollten einfach mal abwarten was da kommen wird.

Ich habe übrigens inzwischen auf einigen Seiten und in einigen Podcasts gehört, dass die Steamboxen zwischen 99 und 300 (eine Quelle) respektive 400 (andere Quelle) Dollar kosten sollen und Valve durchaus spezifische Hardware zur Auswahl vorgibt.

Larnak 21 Motivator - P - 26131 - 2. Oktober 2013 - 2:38 #

Ach, eigentlich sind doch die meisten Dinge überflüssig, bevor sie entweder
a) unglaublich erfolgreich werden oder
b) kaum bemerkt wieder vom Markt verschwinden.

Daher bin ich auch für Abwarten, ob es a) oder b) wird :) Oder wir finden noch eine dritte Möglichkeit und spielen "1, 2 oder 3".

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 2. Oktober 2013 - 3:35 #

"Der Support für Win 7 endet übrigens 2020."

In sieben Jahren, wer weiß, wie dann Windows 9 aussieht. ;)

"Auch für Outlook gibt es keine Alternative."

Thunderbird. Seit vielen, vielen Jahren bei mir am Start.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 2. Oktober 2013 - 11:34 #

Thunderbird ist ein E-Mail Programm, das Pendant dazu ist Windows Live Mail. Outlook ist da schon ein wenig was anderes. Vor allem aber gibt es für Outlook diverse Addons, die ich benötige, die ich aber noch nicht für andere E-Mail Programme gefunden habe, zumindest nicht in der Qualität. Ich nutze jetzt seit ca. 15 Jahren Outlook (derzeit 2010) (in der Firma übrigens viele Jahre auch Entourage) und ich kenne einfach nichts, was da ran kommt (gleiches gilt übrigens insbesondere auch für Excel)

Ansonsten denke ich auch, kaum jemand, der sich über die News aufgeregt hat, wird 2020 noch Win 7 (oder gar Win 8) nutzen. Nur weil Win 8 Mist ist, kann ja Win 9 wieder was werden (die Hoffnung stirbt zuletzt).

Ganon 23 Langzeituser - P - 38943 - 2. Oktober 2013 - 11:46 #

Wieso nicht? ich nutze ja auch immer noch XP. :D

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 2. Oktober 2013 - 15:01 #

Na ja, meine Ansprüche insbesondere in Hinsicht Komfort wachsen halt schon mit der Zeit. XP war damals ein irrer Sprung, aber bei Vista / Win 7 hat man doch schon einige Features mehr, von der moderneren Optik mal ganz abgesehen.

Übrigens ist es das fehlen von Aero, das mich hauptsächlich von Win 8 fern hält. Ich finde die Optik zu sehr an Windows 3 angelehnt. Dazu kommen noch einige Nickeligkeiten wie das unausgegorene fahren in die Ecken und an die Seiten sowie das fehlen der Widgets. Anstelle von Metro hätte man, mit modernem Design und in vernünftiger Größe selbstredend, diese Apps auch einfach wie Verknüpfungen auf dem Desktop platzieren können. Ich will mein Wetter Widget z.B. nicht missen.

Von daher bin ich schon gespannt ob Win 9 tatsächlich eine Weiterentwicklung von Win 7 wird. Win 10 soll sich ja dann wieder eher an Win 8 orientieren. Und Win 8 ist halt leider eigentlich ein System für Tablets oder Smartphones und nicht für Desktops und deswegen überflüssig wie ein Kropf.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 3. Oktober 2013 - 23:23 #

"Nur weil Win 8 Mist ist, kann ja Win 9 wieder was werden (die Hoffnung stirbt zuletzt)."

Ist auch meine Hoffnung - ich hab damals nicht von XP auf Vista upgegraded, weil mir die Horrorstories meiner Freunde gereicht haben. 7 war dann hingegen echt toll. Und ist es noch.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 4. Oktober 2013 - 0:45 #

Vista war eigentlich auch toll. Nur lief es halt nicht so prickelnd auf den fünf Jahre alten XP Kisten, auf die es die meisten Leute versucht haben zu installieren.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 1. Oktober 2013 - 15:02 #

Das einzige was bei dieser ganzen Sache Sinn machen würde, wäre eine günstige Hardware a la Nvidia Shield bloß ohne eigenen Screen, komplett in den Controller eingebaut, die einfach vom Windows PC auf den TV streamt aber eben nichts selbst berechnet.

Das Ganze für so 80 bis 100 Euro und der Nutzer kann ALLE seine PC (Windows) Games gemütlich im Wohnzimmer auf der Couch spielen, braucht kein Kabel legen und hat eine passende TV kompatible Oberfläche (Steam Big Picture).

Die Idee, dass Leute anstelle ihre Windows PCs jetzt mit einmal auf eine Linux-Konsole umsteigen ist absurd. Die Vorstellung, dass Leute sich zusätzlich zu ihrem 1000 Euro Zocker-PC noch einmal 1000 Euro für eine leistungsstarke Steambox hinblättern ist noch absurder.

Decorus 16 Übertalent - 4252 - 1. Oktober 2013 - 15:16 #

Ein paar Gedanken von mir zu diesem Thema:
1. Es gibt eine gewisse Konsolidierung der Spieleengines. Die großen Publisher haben ihre "Hausengine", die ohnehin Multiplattform ist und somit Linux "nur" noch eine weitere unterstützte Plattform darstellt. Das verursacht natürlich Kosten - aber im Gegensatz zu früher, wo wirklich jedes Studio seine eigene Engine hatte, kann sich hier dieses Investment über viele Titel einer Engine-Generation amortisieren, anstatt über einen oder zwei.
2.Die Investitionen sind hier dank "Stangenware" deutlich niedriger für alle Beteiligten. Es amortisiert sich schneller. Es müssen nicht X-Mio. Einheiten verkauft werden, um die Forschung und Entwicklung einer "Sonderlösung" reinzuholen. (Und nur, weil die Konsolen x86-Hardware verwenden bedeutet dies nicht, dass keine speziellen Lösungen/Entwicklungen Einzug gehalten haben)
3.Der Gesamtmarkt. Vielleicht etwas überspitzt, aber Sony geht es gerade finanziell nicht besonders gut, Nintendo rennt mit der WiiU auch nicht gerade von Erfolg zu Erfolg und die XBone war ein PR-Desaster, allerdings hat MS den Vorteil "Money to burn" zu haben. Somit ist eine freie Plattform, selbst wenn es nicht gerade einen riesen ROI abwirft, ein Fallback für die Publisher, der unabhängig von den Großen ist, falls einer von denen den Weg des Dodos geht und/oder Microsoft seine Plattformen noch mehr in Richtung "Walled Garden" entwickelt.

Stephan Windmüller 17 Shapeshifter - 7653 - 1. Oktober 2013 - 22:24 #

"Nur: Warum braucht man dann überhaupt eine Steam Machine, wenn man den Computer direkt mit dem Fernseher verbinden kann?"

Ganz einfach: Der Computer steht im Arbeits-, der Fernseher im Wohnzimmer. Das Herumgestöpsel tue ich mir für eine kurze Runde doch von $SPIEL nicht an, aber beides ist dauerhaft via LAN verbunden.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 2. Oktober 2013 - 11:44 #

Der Grund warum der PC im Arbeitszimmer steht ist der, dass deine Frau in Ruhe Fernsehen sehen kann während du zockst. Du kannst also gar nicht am TV zocken, selbst wenn du wolltest! ;)

Und selbst wenn, dann kann man sich immer noch ein Gerät rein zum Streamen holen und braucht doch nicht gleich eine eigene Konsole.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 2. Oktober 2013 - 2:46 #

> Der PC-Markt ist angeschlagen, zu bequem spielt es sich auf dem Sofa
> mit Konsolen.

Erster Satz des Artikel schon son Unsinn... Da brauch ich erst gar nicht mehr weiterlesen.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 2. Oktober 2013 - 3:35 #

Dann guck doch mal die Verkaufszahlen von Spielen auf Konsole und den gleichen Spielen für PC an. :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 2. Oktober 2013 - 11:41 #

Was nichts daran ändert, dass weltweit rein von der Menge her mehr Spiele für PC verkauft werden als für alle Konsolen zusammen. Der Unterschied ist nur, auf Konsole konzentriert sich alles auf einige wenige Titel die viel Geld kosten, während es auf dem PC sehr aufgesplittert ist.

Name (unregistriert) 2. Oktober 2013 - 14:35 #

Klar gibt es 5 Milliarden PCs die Minesweeper oder Solitaire installiert haben und die Landwirtschafts- und Euro Truck Simulatoren verkaufen sich auch super. Keine Frage.

Allem Anschein nach liegt der Hauptfokus trotzdem stets bei diesen "einigen wenigen Titeln, die viel Geld kosten". Und zwar nicht nur bei Spieleseiten wie Gamersglobal, sondern auch bei einem Großteil der PC-Leserschaft. Wie oft liest man im Kommentarfeld folgende Kommentare: "Wann kommt das für den PC?", "Wieso kommt das nicht für den PC?", "Selbst Schuld, wenn ihr mein Geld nicht wollt","PC-Version?!?!", "Wieso ist die PC-Version von FIFA auf last-gen Niveau?" etc. etc.

Oder anders gesagt: es gibt anscheinend mehr PC-Spieler, die ein Last of Us, Red Dead Redemption, GTA V, NHL 14 oder ein den PC ausreizendes FIFA auf dem PC vermissen, als es Konsolenspieler gibt, die sich Arma 3, Civ 5, DCS A-10A oder den Euro Truck Simulator für ihre Konsole wünschen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 2. Oktober 2013 - 14:52 #

Jain, du betrachtest rein ausschließlich den deutschen Markt und wenn du in Spieleforen schaust, dann ist logisch, dass dort meist ausschließlich Core-Gamer anzutreffen sind. Die meisten Leute spielen aber einfach nur.

Was das Fragen nach Konsolenports angeht, nun ja, zum einen haben sehr viele Konsolenspieler einen PC (auf Deutschland bezogen), brauchen also nicht nach PC Ports für Konsole fragen, zum anderen liegt es auch einfach an den Genres und der Zielgruppe. Konsolenspieler zocken nun einmal vermehrt Actionspiele und haben gar keinen Bedarf an Hardcore Strategie- oder Simulationstiteln. Diese sind außerdem sowieso vornehmlich in Deutschland populär.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 3. Oktober 2013 - 23:35 #

Betrachtest Du mal *nicht* den deutschen Markt, fragt kaum noch jemand nach einer PC-Version eines Konsolentitels. Ehrlich.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12437 - 4. Oktober 2013 - 0:51 #

Das ist absolut korrekt. Die PC Spieler spielen in der Regel völlig andere Titel, häufig ja online, und sind da dann auch oft Monate oder gar Jahre bei "ihrem" Spiel eingebunden. Bei ihnen besteht kein Bedarf an den vorwiegend actionlastigen Titeln der Konsolen (Ausnahme Ego-Shooter).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 348687 - 2. Oktober 2013 - 8:48 #

Stichwort Lesekompetenz: Der erste Satz ist durch Anführungszeichen als Zitat gekennzeichnet (in diesem Fall ein unterstelltes, "empirisches") und wird zudem sofort als "Jammerlied" bezeichnet. Du kannst also nicht von diesem Satz auf die Meinung des Autors oder die im Artikel kolportierten Standpunkte schließen. Aus meiner Erfahrung empfiehlt es sich zudem generell, nicht Kommentare unter Artikel zu setzen, die man gar nicht gelesen hat. Die Chance, sich lächerlich zu machen, ist dabei nicht auszuschließen :-)

Punisher 19 Megatalent - P - 16009 - 2. Oktober 2013 - 12:31 #

Will ja net klugscheissen, aber der von ihm zitierte Satz der Einleitung, auf den er sich bezieht, steht nicht in Anführungszeichen. Sondern der erste Satz des Fließtextes, der im Kommentar nicht zitiert ist. :) Den mit dem Jammerlied hat er natürlich nicht mehr gesehen, wenn er nach dem ersten Satz der Einleitung schon ausgestiegen ist - das gibt dir natürlich wieder im Gesamten recht. :)

Ansonsten stimme ich natürlich zu. :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 348687 - 2. Oktober 2013 - 13:12 #

Oh, da hast du natürlich Recht. Was zeigt, dass auch meine Lesekompetenz noch ausbaufähig ist...

Shenzakai (unregistriert) 10. Oktober 2013 - 15:32 #

Sehr guter Artikel, Roland. Kudos dafür!

Nur scheint er mir nicht ganz exakt recherchiert worden zu sein.
Wie hier einige andere schon angemerkt haben:

1.) Steam Machines stellen lediglich gewöhnliche PCs dar. Vergleiche das einfach mal mit Alienware oder beliebigen anderen Fertig-PCs, meinetwegen aus dem Elektronikdiscount. Sie bekommen halt einen Stempel mit Steam-Logo drauf und es wird SteamOS darauf laufen. Dennoch kann man lt. Valve jederzeit die Steam Machine öffnen, Komponenten tauschen oder ein ganz anderes OS darauf installieren. Von der Integration in TVs o.ä. war bisher weder inoffiziell noch offiziell die Rede.

2.) SteamOS ist nichts weiter als eine Linux-Distribution. Vermutlich auf Ubuntu o.ä. basierend. Vermutlich wird diese direkt in den Steam Big Picture Modus booten. Es stellt kein eigenes OS dar, für das Entwickler speziell entwickeln müssten. Wer ein Spiel für Linux entwickelt, wird es mit Ubuntu ebenso wie mit SteamOS spielen können. Valve hat ja bereits vor einer Weile begonnen, Linux zu supporten. Aktuell sind ca. 300 von über 2000 Spielen aus dem Steam-Shop mit Linux nutzbar. Valves Ziel, auch um von Windows und dessen Monopol wegzukommen, ist es ja eben Linux in die Masse zu tragen. Das versuchen sie mit SteamOS (auch wenn dies, sofern es Erfolg hat, noch sehr viele Jahre benötigen wird, um Windows im Spielesupport zumindest ebenbürtig zu sein).

3.) Der Steam Controller ist eine großartige Innovation, wie ich finde. Es gibt bereits einige Erfahrungsberichte von Entwicklern, welche direkt bei Valve vor Ort waren (Suchmaschine deiner Wahl bemühen ;)). Dabei sind das nicht einfach nur ordinäre Touchpads wie bei einem Notebook. Sie haben eine spezielle Oberfläche sowie eine ausgefeilte Force Feedback-Technik, welche einen Widerstand liefern soll, wenn man z.B. in eine bestimmte Richtung scrollt, basierend auf der Druckstärke. Genaueres wird man wohl erst sagen können, wenn die ersten 300 Betatester, welche Valve demnächst im Losverfahren ermittelt, ihre Erfahrungen mit dem Internet teilen. Ich halte den Controller jedoch bereits jetzt für das innovativste Eingabemedium seit der Wii-FB!

Ganon 23 Langzeituser - P - 38943 - 11. Oktober 2013 - 10:04 #

"Ich halte den Controller jedoch bereits jetzt für das innovativste Eingabemedium seit der Wii-FB!"

Da kann man wohl kaum widersprechen. Innovativ heißt natürlich nicht zwangsläufig, dass es wirklich funktioniert und gut ist. Aber ich bin da auch voller Vorfreude.

Roland Austinat Freier Redakteur - 3315 - 16. Oktober 2013 - 3:29 #

Danke Dir, gute Kommentare.

Mit der "offenen" Herangehensweise gibt es dann blöderweise eine neue Hardware-Zersplitterung, bei der die Hersteller nun wieder eine Heerschar von Komponenten auf ihre Funktion mit ihrem Spiel unter SteamOS testen müssen. Ich kann jetzt nicht mehr finden, wo ich von der TV-Integration gelesen habe, aber ich hab das weder erfunden noch es aus geheimen Unterlagen kopiert. ;)

Wie gesagt, ich habe sowohl einen Windows- als auch einen Mac-OS-Rechner, und die Steam-Spiele, die auf OS X unterstützt werden, sind doch sehr überschaubar. Was umso betrüblicher ist, weil ja unter der Haube von OS X ein Unix-Herz schlägt.

Der Controller war vor zwei Wochen, als diese Kolumne entstand, ja erst angekündigt, aber darüber zu lesen gab es noch nichts. Ich bin auch gespannt, wie der sich anfühlen wird. Und noch mehr bin ich gespannt, wie Valve ihr Projekt jenseits der USA promoten und vermarkten wird.

Fastfingerfreddy 06 Bewerter - 58 - 7. Januar 2014 - 0:03 #

Ich mag ja falsch liegen, aber im Gegensatz zu Microsoft und Sony hat Valve nebst dem Steamcontroller keine Hardware entwickelt, sondern lediglich Debian 7.1 weiterentwickelt.
Valve will vielleicht gar nicht so sehr ins Wohnzimmer, sondern vielmehr ein hauseigenes Betriebssystem, auf dem die Spiele besser laufen werden.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Valve weniger nach den Steambox verkäufen spechten wird, als vielmehr nach den Nutzerzahlen ihres OS.
Wenn genügend User das eigene Betriebssystem nutzen, wird es für die Entwickler attraktiver, auf das Betriebssystem zu setzen.
Sie sichern damit gegen mögliche zukünftige Einschränkungen durch Microsoft ab, wie eben diese dummen Zertifikationsprozedere für die ach so tollen sandbox-systeme wie bspw. iOs...

Valve hat sicher viel Geld da reingesteckt, aber ich denke man zielt weniger auf monetäre Erfolge, als vielmehr einen Schutz vor Restriktionen durch die Betreiber der großen Betriebssysteme. In meinen Augen mal wieder ein meisterlicher Schachzug von Valve, den sie natürlich mitunter dem nicht-versiegenden Geldstrom aus Steam zu verdanken haben. Sie unterstützen die Freiheit der User mehr, als mancher zugeben mag.

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