GDC16-Gespräch: Witcher Marcin Iwiński

"Am Anfang war es nur ein Traum"

Interview von Jörg Langer / 26. März 2016 - 22:39 — vor 7 Wochen aktualisiert
Bald kommt das zweite große Witcher-3-Addon, Blood & Wine. Können wir einem der beiden CD-Projekt-Gründer weitere Infos dazu entlocken? Oder zu kommenden Projekten? Was ist mit Virtual Reality in Open-World-Spielen? Wir haben während der GDC 2016 fleißig gefragt..
1994 gründeten Marcin Iwiński und Michał Kiciński in Warschau CD Projekt, als Distributor für Computerspiele. Bald kamen aufwändige polnische Lokalisierungen dazu, und 2007 erschien das erste eigene Spiel: The Witcher. Wir haben uns in San Francisco während der Games Developers Conference 2016 mit Marcin Iwiński getroffen und ihn unter anderem zum Firmen-Aufstieg und zur Witcher-Serie befragt.
 

Interview mit dem CD-Projekt-Mitbegründer

GamersGlobal: Es ist eher ungewöhnlich, dass aus einem kleinen polnischen Publisher ein renommierter AAA-Entwickler wird. Ich erinnere mich, dass ihr, war es Ende der Neunziger?, auf einer E3 bei Bioware zur Untermiete wart, in einem Meeting-Raum...
 
Marcin Iwiński: Ja, aber das war später. 2001 oder 2002 fingen wir mit einem RPG-Projekt an, auf Grundlage polnischer Technologie. Und 2003 gingen wir auf Bioware zu, auf der von dir erwähnten E3. Wir vertrieben damals ihre Spiele in Polen, und sie sagten uns, dass die polnische Lokalisierung die beste von allen war. Und wir hatten wirklich jede Kleinigkeit übersetzt, bis hin zu den Rufen der Händler und solche Ambient-Sachen. Sie fragten uns, "Wie habt ihr das gemacht?", und wir antworteten: "Wir haben die Szene im Studio nachgestellt und dann aufgenommen." Ich denke, sie haben etwas in uns gesehen. Und als wir dann kamen und meinten, wir haben da ein eigenes Spiel, und das könnte noch etwas Input und Polishing gebrauchen, haben sie es sich angesehen und gesagt: "Übrigens, wir lizenzieren neuerdings Aurora, also die Neverwinter-Nights-Engine." Und sechs Monate später hatten wir einen Deal. Ich glaube, The Witcher war das einzige externe Spiel mit Aurora-Engine, das tatsächlich erschien.
 
GamersGlobal: Dennoch erklärt das nicht, dass CD Projekt quasi aus dem Stand ein erfolgreicher Entwickler wurde.
 
Marcin Iwiński: Ich glaube, bereits als Publisher zeichnete uns aus, dass wir begeisterte Spieler waren. Wir wurden zum größten polnischen Distributor für Computerspiele. Irgendwann führten wir lokalisierte Versionen ein. Wir haben immer versucht, möglichst viel Gegenwert fürs Geld anzubieten, damit die Leute legale Software kaufen. Als wir 1994 anfingen, sah es in den Köpfen der Leute so aus: Hardware war etwas, für das man bezahlte, aber Software tauschte man einfach, sie war quasi kostenlos. Und das haben wir geschafft zu ändern. Aber nicht mit Zwang, sondern immer aus Sicht der Spieler. Wir haben beispielsweise eine Budget-Serie aufgelegt, bei der jedes Spiel günstiger war als das, was die Raubkopie-Verkäufer für ein Spiel haben wollten. Und dann dachten wir eben irgendwann: Wir reden mit all diesen Spiele-Entwicklern und Publishern, lasst uns doch selbst ein Spiel machen!

Wie The Witcher entstand

GamersGlobal: Und das war dann der Startschuss für The Witcher.
 
Marcin Iwiński: Am Anfang war es nur ein Traum, und wir sind sehr klein gestartet. Wir hatten ein Designdokument, wir hatten fünf Leute im Entwicklungsteam. Das Designdokument haben wir immer noch, es sieht wunderschön aus, mit einem Textileinband und geprägtem Titel, es hat etwa 100 Seiten. Es enthält alle Spielmechaniken, alle Handlungsstränge. Um genau zu sein: Hätten wir alle davon umgesetzt, wäre Witcher 1 vermutlich drei- bis viermal so groß geworden. Wie naiv wir damals waren! Wir hatten fünf Leute und planten, im Laufe des Entwicklungsprozesses auf 15 aufzustocken. Als wir Ray Muzyka und Greg Zeschuck in Edmonton davon erzählten, bei einem Bier, lachten sie und meinten: "Ihr denkt nicht groß genug!" Und Ray klopfte mir dabei auf die Schulter. Ich dachte: Lass' den mal erzählen! Am Ende arbeiteten dann 80 Leute an Witcher 1, und wir saßen insgesamt fünf Jahre dran. Wir waren von drei Jahren ausgegangen, aber wir hatten keine Erfahrung mit der Produktion, und wie man alles zusammenfügt. Gleichzeitig war Witcher 1 groß, es dauerte 80 bis 100 Stunden zum Durchspielen.
 
GamersGlobal: Witcher hatte seine Eigenheiten: das Kampfsystem, wie die Story erzählt wurde, es war schmutziger und düsterer als die meisten RPGs, es hatte sogar ein klein wenig Sex.
 
Marcin Iwiński: Dieser Stil war von Anfang an unser Plan. Wir wollten dem Stil Andrzej Sapkowski gerecht werden, dem Autoren der Witcher-Romane. Lustigerweise ist mit genau diesem Stil George R.R. Martin erfolgreich geworden, wobei ja eigentlich Game of Thrones erst seit der TV-Serie so richtig berühmt ist. Ich mag GoT sehr! Aber als wir mit unserem Konzept hausieren gingen, also ein einzelner Held, der Monster jagt, in einer düsteren Welt, da kapierten das zwar die Presse und die Spieler. Aber die Publisher, mit denen wir sprachen, waren nicht begeistert. Fast alle lehnten es ab, und manche sogar zweimal. Sie sagten zum Beispiel: "Die Leute wollen verschiedene Klassen und Rassen, sie wollen Magier, Elfen." Ich erinnere mich noch an die Präsentation bei einem großen Publisher, der auch heute noch sehr wichtig ist. Wir hatten ihnen im Meeting lang und breit das Konzept erklärt, die Welt, die Logik dahinter, und dann kam von ihnen doch tatsächlich: "Unsere Umfragen zeigen, dass Geralt ein Multiclass-Held sein muss, und idealerweise eine Frau. Könnt ihr ihn zu einer Elfin machen?" Das war's dann mit der möglichen Partnerschaft. Der Witcher hätte eine Elfin werden können!

Witcher 2: Aus Fehlern gelernt?

GamersGlobal: Witcher 2 war dann ein stromlinienförmigeres Produkt. Es schien auch, trotz der Verzweigungen und der unterschiedlicheren Enden, den Spieler stärker einzuschränken in der Handlungsfreiheit. Als ob ihr dem Spieler die Story stärker aufdrängen wolltet.
 
Marcin Iwiński: Witcher 1 war sicherlich etwas kantiger, auch aus technischen Gründen. Wir hatten zwar Aurora lizenziert, aber Bioware unterstützte die Engine bald nicht mehr oder arbeitete aktiv daran. Als wir dann fünf Jahre später fertig wurden, war die Engine wirklich alt. Und wir hatten bis dahin etwa 90% ihres Codes umgeschrieben. Das Programm bestand also aus einem Teil ursprünglicher Aurora-Routinen und vielen unserer eigenen obendrauf, das machte es etwas unübersichtlich. Zudem lernten wir erst während der Entwicklung, wie man so eine Produktion durchziehen muss. Das machte die Produktion etwas chaotisch. Bei Witcher 2 hatten wir aus vielen Fehlern gelernt und besaßen einen relativ reibungslosen Produktionsprozess. Deshalb konnten wir uns mehr auf die Story konzentrieren. Dennoch gab es eine neue Schwierigkeit: Wir entwickelten Witcher 2 mit unserer eigenen Technologie, der RED Engine. Wir programmierten also zeitgleich eine völlig neue Engine und das eigentliche Spiel. Im Storytelling ist Witcher 2 das deutlich reifere Spiel, mit Fokus auf Cutscenes, Nahaufnahmen und so weiter.

Die Verschiebungen bei Witcher 3

GamersGlobal: Witcher 3 führte dann starke Open-World-Aspekte ein. War das der Grund, dass sich trotz eurer mittlerweile bereits großen Erfahrung die Entwicklung so sehr verzögerte? Ihr habt dann zwar die üblichen Entschuldigungen verkündet, von wegen "Wir wollen das Spiel noch besser machen", aber letzten Endes habt ihr euch doch schlicht verschätzt. Hattet ihr euch übernommen?
 
Marcin Iwiński: Wie du siehst, wollen wir kein einfaches Leben haben, sondern ein möglichst kompliziertes. Anstatt also den dritten Teil als "Witcher 2, nur schneller, größer und besser" zu machen, folgten wir unserem Open-World-Traum. Obwohl wir eine ziemlich gute Vorstellung von der Größe des Projekts hatten, wurden wir super-ehrgeizig und entschieden uns, das Spiel in Hubs zu unterteilen. Und als wir dann alles zusammenzufügen begannen, merkten wir: Um Himmels Willen, ist das viel! Das alles zu polieren, mit all diesen Möglichkeiten und Varianten! Adam Badowski, unser Studioleiter, spielte Witcher 3 Tag und Nacht. Er versuchte alles, um das Spiel zum Absturz zu bringen, mit den absurdesten Ideen. Er ließ Geralt nackt in die Mitte des Flusses rennen mit einer Fackel in der Hand. Das Spiel crashte. Er ließ ihn nackt auf den Dächern rumrennen. Er ließ ihn mit einer bestimmten Rüstung in einem bestimmten...
 
GamersGlobal: Ich sehe da eine gewisse Tendenz zur Faszination mit männlicher Nacktheit...
 
Marcin Iwiński: Ja, aber weil das normalerweise keiner tut! Es ging darum, die unwahrscheinlichsten Kombinationen auszuprobieren, um sicherzustellen, dass das Spiel das verkraftete. Und so kamen wir an den Punkt, dass wir den Spielern zwar einen bestimmten Release-Zeitraum versprochen hatten, aber uns eingestehen mussten: Das klappt nie und nimmer! Es ging uns um die Qualität. Und wir wussten, dass es keinen einzigen Spieler interessiert, wenn ein schlechtes Spiel rechtzeitig veröffentlicht wird. Wir hatten mehrere Jahre unseres Lebens in Witcher 3 gesteckt, und deshalb wollten wir es perfekt machen, bevor wir es veröffentlichten.
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Idylle pur scheint im Herzogtum von Blood & Wine, dem zweiten Witcher-3-Addon, zu herrschen...
Bitte das falsche Wort/die falsche Phrase einkopieren, ohne Änderungen
Hier nur nötige inhaltliche Infos, nicht richtige Schreibweise oder Positionsangabe
Jörg Langer Chefredakteur - Abo - 309857 EXP - 26. März 2016 - 22:41 #

Viel Spaß beim Lesen!

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 26. März 2016 - 23:00 #

Eigentlich ist nur eine Frage relevant: Wann kommt endlich Blood&Wine? :D

Achja, einen habe ich noch: Wo bleibt Cyberpunk 2077? ;)

> "Unsere Umfragen zeigen, dass Geralt ein Multiclass-Held sein muss,
> und idealerweise eine Frau. Könnt ihr ihn zu einer Elfin machen?"

Wenn die Publisher tatsächlich so rangehen, wundert mich bei vielen Spielen gar nichts mehr...

Nagrach 14 Komm-Experte - 2004 EXP - 27. März 2016 - 8:56 #

Wenn BWL'er über Sachverhalte entscheiden wollen, von denen sie keine Ahnung haben...

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 27. März 2016 - 12:41 #

Es ist ja nicht derart, dass sie keine Ahnung hätten, sondern schlicht nur eine unpopuläre Meinung vertreten. Witcher die Reihe ist ohne Frage ein erfolgreiches Projekt, aber alleine Skyrim, welches nun wirklich ein sehr generisches Exeltabellen - Spiel ist, hat sich öfter verkauft als die gesamte Reihe.
Es mögen ja immer alle Spieler nach neuen Ideen schreien, aber am Ende verkauft sich der Mist wie Battlefield, Call of duty, Assasins creed und so weiter eben deutlich besser.

Für mich ist das eigentliche Merkmal allerdings, daß CDP Witcher 1 überlebt hat und weiter machte, den die erste Verkaufversion war nun wirklich technischer Schund und wurde erst durch Patchs zu einem guten Titel.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 27. März 2016 - 14:02 #

CDPR hat aber auch ordentlich nachgelegt und mit der Enhanced Edition von The Witcher eine ordentliche Version hingelegt, die ich dann auch gekauft habe. Und spätestens mit Teil 2 haben sie auf jeden Fall einen Meilenstein der Spielegeschichte hingelegt. Was das Storytelling angeht, ist das nach wie vor meine absolute Referenz.

Lorion 17 Shapeshifter - 7385 EXP - 27. März 2016 - 16:14 #

"... die erste Verkaufversion war nun wirklich technischer Schund ..."

Das ja nun auch wieder völlig übertrieben. Die Ladezeiten waren in der Releaseversion mit bis zu 2 Minuten je Ladebildschirm extrem übel, aber ansonsten liefs. Ich konnte es in der ungepatchten Releaseversion jedenfalls komplett durchspielen. Wäre bei "technischem Schund" wohl nicht möglich gewesen.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 27. März 2016 - 18:48 #

Plotstopper, zerschoßene Spielstände, Abstürze, Animationsdauerschleifen, feststecken der Spielfigur auf ebenen Grund usw. dazu ein flinker, agiler Kämpfer der sich steuert wie ein Panzer und ein paar andere Fehler mehr.
Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob mein Erlebnis jetzt besonders schlimm war oder eine Ausnahme (an Hand der Tests und Kommentar schätze ich ehr auf das obere Mittelfeld), aber man kann technischen Schund auch komplett durchspielen, weiß ich nur zu gut, denn trotz mittlerweile 11 Durchgängen von Vampier - Bloodlines hatte ich bis her in der Verkaufsversion 1.01 keinen einzigen Absturz, Zwangsneustart oder Plotstopper.

Olphas 24 Trolljäger - - 46164 EXP - 27. März 2016 - 18:50 #

Es stimmt schon, die Verkaufsversion war in vielerlei Hinsicht nicht sauber. Trotzdem hab ich es damals schon gern durchgespielt und fand es sehr gut, was vor allem an Geralt, der Welt, der Story und der Auswirkung von Entscheidungen lag. In der Enhanced Version war es dann aber noch mal deutlich besser, weil es sich auch besser spielte.

Hendrik 23 Langzeituser - Abo - 38682 EXP - 27. März 2016 - 18:53 #

Ich kann dir bei der Release Version von The Witcher nur zustimmen. All das plagte mich auch.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 27. März 2016 - 19:40 #

Auf ATi Karten lief es nahezu gar nicht. Das ist zwar kein "technischer Schund", aber durchaus als "katastrophal" zu bezeichnen. Wurde aber zum Glück alles korrigiert, insofern gibt es nicht viel zu meckern.

burdy 14 Komm-Experte - 2537 EXP - 28. März 2016 - 19:08 #

Wenn "die Publisher" da so rangehen, dann frage ich mich, wo sind die (Rollen-)Spiele mit Frauen als Hauptfiguren? Die einen jammern "Bäh, böse Publisher, immer nur Männer als Hauptfiguren." Und jetzt plötzlich "Bäh, böse Publisher, wollen ne Frau als Hauptfigur."
Bei solchen Aussagen frage ich mich eher, ob es unter PR-Fuzzis nen Wettbwerb gibt, wer die dämlichsten Unterstellungen an böse^TM Publisher macht.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 28. März 2016 - 23:55 #

Irgendwas hast Du nicht richtig verstanden. Erstens ist der Interview-Partner oben kein PR Fuzzi, sondern (einer) der Firmengründer, und zweitens hat glaube ich niemand den Änderungswunsch auf einen Frauencharakter hin bekrittelt (Vor allem ich nicht!), sondern die Tatsache, dass The Witcher nun mal auf einer Buchvorlage basiert, und man da nicht einfach so das Geschlecht und gar die Rasse des Hauptcharakters ändern kann.

Das ergäbe auch inhaltlich außerdem gar keinen Sinn, da Geralt als Hexer genau zwischen den Stühlen - weder Mensch, noch Anderling - sitzt. Außerdem hätte er, bzw. sie vermutlich die Einnahme der Mutagene gar nicht überlebt. [SPOILER] Siehe Teil 3, bei dem der Elfenmagier gerade noch so überlebt, nachdem sie ihm jene verabreichen. [/SPOILER]

Nun konnten die Publisher damals zwar sicherlich nicht jedes Detail kennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass in der Präsentation die Buchvorlage nicht nur beifällig erwähnt wurde...

Achja, und Rollenspiele mit Frauencharakter gab und gibt es genügend. Darunter zähle ich auch jene, die bei der Charaktererstellung beide Geschlechter ermöglichen.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 29. März 2016 - 0:03 #

Aber wahrscheinlich wurde die Existenz der Buchvorlage ignoriert. Selbst unter Genrefans ist sie außerhalb Europas eher unbekannt.
Wenn eine Recherche da keine große Bekanntheit ergibt (,falls der Entscheider sich nicht nur auf sein "Gespür" verlässt) , wird so etwas schlicht unter den Tisch fallen gelassen.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 29. März 2016 - 0:13 #

Wie gesagt, ich bin mir ziemlich sicher, dass bei der Präsentation - zumal die ja über 100 Seiten stark ist, laut Interview - durchaus ausführlich auf die Vorlage eingegangen wurde. Und jedem sollte klar sein, dass bei 5 Romanen und zwei Geschichten-Sammlungen durchaus einiges an Potential da ist, und diese offensichtlich ja auch gut liefen.

Man braucht da auch nichts zu beschönigen. Dort saßen ganz sicher keine kreativen Leute, sondern reine BWLer, die nur ihre bescheuerten Zahlen im Kopf haben.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 29. März 2016 - 3:48 #

Das Kreative aber diese "BWLer" brauchen, ließ sich an diesen "Crowfunding" - Projekten wieder nett nachweisen (Ja ich habe eine gewisse Abscheu gegen beides) und CDP war für Witcher 1 nur in Polen der Verleger, während Atari der weltweite Verleger war. Ich kann jetzt nicht nachvollziehen, ob Atari sich überhaupt in die Entwicklung einkaufte oder die Rechte an einem fertigen Spiel kaufte.
Finanziell musste es CDP aber schon mehr als gut gegangen sein: Ohne jetzt das Interview erneut zu lesen, rechnete die mit etwa 9.600 Mannstunden und am Ende waren es um die 80.000 Manstunden. Bei 20 Millionen Zloty (heute etwa 4,7 Mio Euro) Entwicklungskosten hat man das Budget etwa um das 8,3 - fache überzogen.
Wer schon einmal einen Finanz - oder Bilanzierungplan erstellt hat (sei es für die Bank oder sonst wen), weiß auch, dass, wenn man es richtig macht, ungefähr 90% davon kein Schwein je lesen wird. Irgendein Kellerkind überfliegt es kurz, um die richtige Form festzustellen und fast die restlichen 10% zusammen für den Entscheidungsträger, der damit ins Gespräch geht. Ich vermute einmal, dass es bei einem großem Verleger nicht anders sein wird. Und als Verkaufszahlen kann man sich zu diesem Zeitpunkt in Westeuropa praktisch nur auf Deutschland berufen. Selbst in Osteuropa finde ich auch nur ein paar Staaten, welche es vor den Spielen übersetzt bekamen. Wenn ich mich nicht... verlas (meine Fremdsprachen Kenntnisse sind da wahrlich sehr rudimentär) scheint die russische Ausgabe zwar vor dem Spiel verlegt worden zu sein, aber auf Wikipedia ist da kein Jahr für mich zu erkennen.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 29. März 2016 - 6:31 #

Ich sprach vom Spielkonzept, nicht vom Business Plan. Ich habe zwar ehrlich gesagt keine Ahnung, ob ein Publisher auch einen Business Plan sehen will, bezweifle aber, dass es im besagten Gespräch darum ging. Da - so vermute ich - ging es sicherlich erst einmal um überhaupt ein generelles Interesse auszuloten, nicht um die vertraglichen Rahmenbedingungen auszuhandeln.

Atari ist als Publisher außerdem ja auch erst aufgesprungen, als das Projekt schon in vollem Gange war, soweit ich mich erinnere.

Und zum Thema Buchvorlage: Der letzte Roman wurde 1999 veröffentlicht. Also schon 6 Bücher. Unabhängig davon, ob sie nun übersetzt wurden, oder nicht, würde mir das zumindest zeigen, dass der Verleger offenbar mit den Verkaufszahlen zufrieden war, und es genügend Leser gab, um satte 6 Bücher zu veröffentlichen. Die deutschen Übersetzungen brauchten sicherlich mehrere Jahre (erschienen 2008 bis 2011).

Es sollte somit eigentlich klar sein, dass man bei einer solchen Vorlage nicht einfach ohne Sinn und Verstand den Hauptcharakter verändern kann.

Und nein, BWLer braucht keiner. Genausowenig wie Crowdfunding.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 29. März 2016 - 10:25 #

Der Geschäftsplan war eine Analogie zum Designdokument. Es ist prinzipiell immer gut einen zu haben, aber ihn wirklich komplett ausformulieren tut man nur, wenn man von jemanden Geld haben möchte.

Mea culpa. Wenn ich mich schon durch die slawischen Sprachen quäle, hätte ich auch kurz mal den deutschen Wiki - Artikel lesen können, statt meinem Gedächnis zu trauen.
Du vergisst, aber das der Buchhandel schon rein summenmäßig nicht mit dem Videospielmarkt vergleichbar ist. Der Autor bekommt für die Verlagsrechte, sofern er nicht sehr bekannt, erfolgreich und umworben ist, maximal einen 5 stelligen Vorschuss. Zu diesem Zeitpunkt hat er dann aber schon ein oder zwei Kapitel (oder deutlich mehr) geschrieben. Wenn das Manuskript fertig ist, kommt es in Lektorat, anschließend in die Werbeabteilung, wo Cover und Klappentext entstehen und am Ende in den Druck(wo wir unkorrekterweise mal auch die Setzung miteinbeziehen). Am Ende hat man vielleicht in der Summe eine mittlere 5 stellige Summe als Kosten.
CDP hingegen hatte, falls meine Beispielrechnung halbwegs stimmt, alleine mit 500.000,- € für die Entwicklung gerechnet, die der Verleger wenn schon nicht gänzlich mit einem hohem Anteil finanzieren sollte. Dazu kommen dann wieder die Kosten für Werbung, Gestaltung und Pressung.
Wie gegengerechnet wird und wann der Entwickler / Autor wie viel Geld pro verkaufter Einheit bekommt, sei hier nicht interessant. Man kann allerdings erahnen wie unterschiedlich die Branchen alleine aufgrund des finanziellen Aufwands funktionieren und große Videospielverleger sind bekanntlich nicht an Kleingeld interessiert.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 29. März 2016 - 15:48 #

Warum kommst Du immer wieder mit irgendwelchen Umsätzen oder dergleichen!? Ich sprach einzig und allein davon, dass man nicht eben den Hauptcharakter eines Spiels, welches auf einer bekannten und offensichtlich erfolgreichen Buchreihe, komplett ändern kann. Da haben Zahlen eigentlich nichts verloren.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 29. März 2016 - 18:26 #

Weil die Serie in den Hauptabsatzmärkten für Videospiele nicht bekannt war und Erfolg relativ ist. Hast Du eine Verkaufszahl der Romane bevor Witcher 1 rauskam? Ein Buch ist, wie meine Rechnung aufzeigen sollte, bei wesentlich kleineren Verkaufszahlen bereits ein Erfolg. Wen der "böse BWL" aber nur 50.000 verkauften Einheiten weltweit schätzt, ist das Kleingeld und für einen großen Videospielverleger uninteressant. Folglich gibt man einen Dreck auf die Romanvorlage und versucht das Spiel seinen Marktvorstellungen anzupassen.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 30. März 2016 - 0:52 #

Das ist doch genau das, was ich die ganze Zeit kritisiere. Nur die Zahlen im Kopf, ohne Sinn und Verstand, und vor allem kein Gespür, was auf dem Markt wirklich einschlagen könnte.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 30. März 2016 - 13:20 #

Nur sind Verleger eben für die Zahlen und Marktanalysen da. Ein Entwickler geht ja nicht zu einem Verleger, weil er nur die Vertriebswege haben möchte, sondern weil er in erster Linie Geld haben möchte, welches ihm fehlt. Ein normales Videospiel selbst in der B - Liga hat heute derart hohe Entwicklungskosten, daß es jedem Verleger weh tut und ein gefloppter AAA - Titel ist der direkte Weg gen Konkurs.
Witcher 1 war ein innovatives Spiel (was 2 und 3 ganz nebenbei nicht sind) und Innovationen sind meistens entweder Goldminen oder Geldvernichtungsmaschienen für einen Selbst.
Natürlich macht man dabei auch Fehler, aber die Anzahl der Erkennungen als der Verkennungen ist die größere von beiden.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 30. März 2016 - 15:16 #

> Nur sind Verleger eben für die Zahlen und Marktanalysen da.

Dann sollten sie vielleicht einfach dabei bleiben, und die Klappe halten, wenn es um Kreativentscheidungen geht.

Keine Ahnung, warum Du eigentlich diesen Unsinn so verteidigst!? Selber BWL studiert? ;)

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 31. März 2016 - 1:34 #

Selbstständiger Kaufmann von der Kippe auf gelernt, deswegen sind mir wirtschaftliche Vorgänge im Gegensatz zu Dir nicht fremd. Oder ist Dir etwa bewusst, daß Marktanalysen und "Klappe halten, wenn es um Kreativentscheidungen geht." ein Widerspruch ist?
Es gibt da ein sehr schönes Zitat von Gunnar Lott aus dem "Stay forever" - Podcast, welches ich einmal frei zitieren möchte:
"Es ist ja immer wieder so, daß ein Gamedesigner eine tolle Idee hat und seine Kollegen und Programmier finden sie toll. Und dann kommt einer aus dem Marketing und sagt: "Ähhh was soll den der Unsinn. Macht das mal weg. Das ist doof" worauf die Designer sagen:"Hast doch keine Ahnung. Geh wieder zurück in deine Marketinghölle!". Am Ende kommt das Spiel raus und die Spieler finden diese tolle Idee doof."

Und noch aus der gleichen Quelle:
"Publisher machen die Spiele meist besser. Das ist nur eine Geschichte die keiner erzählt. Man solle sich nur ansehen was für ein Spiel Portal war bevor Valve dazu kam."

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 31. März 2016 - 15:18 #

> Selbstständiger Kaufmann von der Kippe auf gelernt,
> deswegen sind mir wirtschaftliche Vorgänge im Gegen-
> satz zu Dir nicht fremd.

Ich bin Selbständiger Grafiker/Web-Designer, ich muss zwangsläufig beide Aspekte miteinander verknüpfen.

Das manche Spielideen nicht immer so funktionieren, wie gedacht, und man vielleicht auch mal Meinungen von Personen, die etwas mehr Abstand zum Projekt haben, einholen/überdenken sollte, hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun. Es ging um eine absolut grundlegende Design-Entscheidung die aus The Witcher mehr oder weniger ein komplett anderes Spiel gemacht hätte, zumindest auf jeden Fall was die Story-Komponente angeht, welche beim Hexer auf jeden Fall sehr wichtig ist.

Dass Publisher die Spiele "meist besser" machen, halte ich auch für Unsinn. Natürlich gibt es sicherlich auch oft genug positives kreatives Feedback von fähigen Leuten bei den Publishern. Aber der Herr, von dem das Zitat stammt, gehört definitiv nicht dazu.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 31. März 2016 - 15:42 #

Dann nenne mir bitte einen Geschichtszweig der sich dadurch verändern würde? Das Geschlecht der Figur ist austauschbar und auch die Rolle des ausgestoßen Hüters der Menschheit wäre gleich. Einzig die Eichhörnchen wären ein gewisses Problem.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 31. März 2016 - 20:56 #

Das habe ich oben schon groß und breit erklärt. Hexer sitzen zwischen den Stühlen, weil sie weder Anderlinge noch Menschen sind. Frauen werden/wurden grundsätzlich nicht als Hexer ausgebildet, und sind, falls magisch begabt, Zauberinnen. [SPOILER] Geralts Mutter war selbst Zauberin. [/SPOILER] Eine weibliche Elfin als Hexer(in) passt also überhaupt nicht in die Story/ins Universum. Rest siehe oben.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 1. April 2016 - 13:21 #

Nein Du hast etwas behauptet. Hexer sitzen eben nicht zwischen den Stühlen, sondern werden von den Menschen ausgeschlossen, während Anderlinge an sich kein Problem mit Hexern haben. Selbst die Eichhörnchen werben ja mehrmals in den Büchern um Geralt, was nach dessen Absage und deren fanatischen "Wer nicht für mich ist, muss gegen mich sein" - Weltbild, welches sich übrigens auch auf andere Anderlinge angewandt wird, zum Konflikt führt.
Das der Elfenmagier fasst stirbt, liegt wohl eher daran das fast Jeder an der Kräuterprobe stirbt. Mir ist da die Zahl 2 von 10 im Gedächtnis.
Es ist auch nicht bekannt ob Geralt vorher schon magisch begabt war, es ein Teil der Probe ist oder die, laut den Romanen sehr einfachen Hexerzeichen, theoretisch von jedem mit genügend Übung beherrscht werden können.
Das alle magisch begabten Frauen Zauberinnen werden ist ebenfalls Unsinn. Seherinnen/Orakel, Druidinnen, Quellen (u.a. Ciri), Priesterinnen und auch Hexen (die keine weiblichen Hexer sind) sind möglich und in den Büchern verbürgt.
Das es keine weiblichen Hexer gibt, ist zwar unwahrscheinlich, aber es ist auch ungeklärt. Ciri hat einen Großteil der Hexerausbildung (Geralt nahm sie bekanntlich erst gar nicht mit, weil er aus ihr keine Hexerin machen wollte. Ist wie die seiner Mutter eine Kurzgeschichte im "Schwert der Vorsehung") absolviert, wenn sie nicht gerade ihr rosa Rüschenkleid trug, und in den Begründungen warum sie keine Kräuterprobe ablegen soll, wird ihr Geschlecht höchstens als fiktives Argument genommen (Ich meine sogar es kommt gar nicht vor).
Du solltest übrigens nicht über die Spiele argumentieren, da jene mit dem Weltenbau der Roman eher wenig zu tun haben.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 1. April 2016 - 19:36 #

Mein einziges Argument aus den Spielen war das mit dem Elfenmagier aus dem dritten Teil, alle anderen Sachen stammen aus den Büchern. Wie gesagt, ich sehe das anders.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 2. April 2016 - 9:50 #

Einmal ist eben keinmal und zweimal sind einmal zu viel.
Aber dann sind wir uns einig in unser Uneinigkeit.

burdy 14 Komm-Experte - 2537 EXP - 29. März 2016 - 12:12 #

Er sagt "Ansonsten kümmere ich mich vor allem um die Marketing- und Business-Seite involviert" (sic, kein Fehlerlesen bei GG FTW). Ergo PR.
Die BWL-Leute mit ihren bescheuerten Zahlen waren auch wohl bitter nötig. Wenn er sagt, sie haben mit 15 Leuten für 3 Jahre geplant und es sind dann 80 Leute für 5 Jahre geworden, da kann es schon ganz hilfreich sein, wenn irgendwer auch mal Personalkosten und Zeitpläne aufstellen kann.
Mir fällt außer Tomb Raider (wo das auch nur der Fall ist, damit sie nicht wegen Indy verklagt werden) auf die schnelle kein einziges größeres Spiel ein, bei dem der Hauptcharakter nicht männlich ist. Ganz zu schweigen von Spielen mit Elfen. Es wird überall immer nur beklagt, dass niemand Geld für ein Spiel mit weiblichen Hauptcharakteren ausgibt, weil die sich nicht verkaufen.
In anbetracht dessen erscheint es mir extrem absurd, dass wirklich irgend ein Investor verlangt, dass der Hauptcharakter weiblich ist.

CBR 19 Megatalent - Abo - 19427 EXP - 29. März 2016 - 13:02 #

> Die BWL-Leute mit ihren bescheuerten Zahlen waren auch wohl bitter nötig.

Danke hierfür. Ich kann das Genörgel über BWLer nicht mehr lesen.

Bei Frauen in Spielen fällt mir noch Lula ein ;-) Hatte die GameStar zum Thema Frauen in Spielen nicht auch mal eine Reportage?

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 29. März 2016 - 15:54 #

Er ist Firmenchef. Natürlich kümmert er sich nicht (mehr) um die Spieleentwicklung. Nun kann man sicherlich darüber streiten, aber ich würde so jemanden nicht als "PR-Fuzzi" bezeichnen. Vor allem nicht, weil solche Leute meist gar nicht aus dem Marketing-Bereich kommen, und als Firmenchef mittlerweile halt einfach nur notgedrungen in solchen Bereichen arbeiten. Und zum Zeitpunkt des Gesprächs mit dem Publisher war er nur einer von wenigen Mitarbeitern einer Firma, die bisher noch gar kein Spiel entwickelt hatten, sondern nur als Publisher fungierten.

Es gibt dutzende von Spielen mit explizit weiblichem Held. Zusätzlich die Spiele, bei denen man sowohl als auch spielen kann. Entweder bist Du zu jung, oder zu alt (und Dein Gedächtnis lässt Dich schon im Stich ;)) um Dich an diese Titel zu erinnern.

burdy 14 Komm-Experte - 2537 EXP - 29. März 2016 - 18:38 #

Er verdient sein Geld damit, dass er PR macht, in dem er unter anderem solche Legenden erzählt an Reporter, die bereit sind, dass aufzuschreiben. Kann man nennen wie man will.

Und klar gibt es dutzende Spiele mit weiblichen Helden. Aber welcher "große" Publisher hat die? Activision? Ubisoft? EA? Take 2? Square? Der angebliche Publisher soll ja noch groß da sein, aber keiner der großen hat solche Spiele im Programm.
Selbst bei den Spielen, wo man die Wahl hat, da wählen die Spieler männliche Charaktere. Für ME zB wurden ja die Zahlen veröffentlicht. Über 80% männliche Sheppards. Wer will schon eine sexy Sheppard, wenn man ein charakterloses Gesicht mit Army-Haarschnitt haben kann. Oder wer lässt sich die Gespräche entgehen, die meine Zauberin mit Leliana am Lagerfeuer hatte... ich glaub, ich schweife ab :)

Sven Gellersen Community-Moderator - Abo - 17442 EXP - 29. März 2016 - 23:34 #

"Er verdient sein Geld damit, dass er PR macht, in dem er unter anderem solche Legenden erzählt an Reporter, die bereit sind, dass aufzuschreiben. Kann man nennen wie man will."

-> Huch, hab ich was verpasst? Wusste gar nicht, dass das schon bewiesen wurde.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 30. März 2016 - 1:12 #

> Aber welcher "große" Publisher hat die? Activision? Ubisoft?
> EA? Take 2? Square?

UbiSoft => Beyond Good&Evil, diverse Assassin's Creed Ableger etc.

EA => Mirror's Edge, American McGee's Alice etc.

Square Enix => Tomb Raider, Life is Strange etc.

Nintendo/Rare => Perfect Dark

Sierra => No One Lives Forever

Und das sind nur diejenigen, die mir spontan einfallen. Hinzu kommen zahlreiche Titel der kleineren Publisher, und sicherlich auch der ein oder andere Titel der "Großen", den ich vergessen habe.
Nicht zu vergessen jene Titel die entweder eine Charaktererstellung erlauben mit M/F Wahl, die vorgefertige weibliche Charaktere haben (Diablo Reihe bspw. mit der sehr beliebten Sorc). Oder etwa MOBAs, bei denen weibliche Champions ebenfalls sehr beliebt sind.

Und in MMOs ist die Zahl der Spieler, die - auch als Mann - weibliche Charaktere spielen, enorm.

burdy 14 Komm-Experte - 2537 EXP - 30. März 2016 - 13:06 #

Das du bis zu 15 Jahre alte Spiele aufzählst, die größtenteils gefloppt sind und deren Entwickler und/oder Publisher pleite sind könnte ein Wink mit dem Zaunpfahl sein :)

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 30. März 2016 - 15:19 #

Welche der Publisher, die ich nannte, sind denn Pleite!?
Studios werden ständig dicht gemacht, ist ja nichts neues, selbst wenn sie Erfolgreich arbeiten.

Außerdem hat bis auf NOLF jeder der genannten Titel innerhalb der letzten ~2-3 Jahre einen Nachfolger oder ein Remake erhalten.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 30. März 2016 - 17:47 #

Sierra Enterainment, allerdings waren jene seit 1998 (?) eigentlich ständig pleite.

burdy 14 Komm-Experte - 2537 EXP - 30. März 2016 - 19:51 #

BG&E -> Flop, Nachfolger ist bald solange in Entwicklung wie Duke Nukem Forever
AC: Ein DLC und ein Vita-Ableger, keines der Hauptspiele
Mirrors Edge: Flop
Alice: Flop, Entwickler macht jetzt F2p-Handy-Gedöns
Life is Strange: Nischen-Spiel (und das Spiel, dass die davor gemacht hatten, Remember Me, auch mit Frau, auch Flop)
Perfect Dark: Steinalt (N64), und der Entwickler macht jetzt Kinect-Gedöns
Nolf: Flop

Dass dir außer Tomb Raider keine einzige erfolgreiche Spieleserie mit weiblicher Hauptfigur einfällt sollte dir zu denken geben. Wenn ein Publisher sich die Verkaufszahlen anguckt, dann wird er sehen, dass sich mit einer Ausanhme kein Spiel mit weiblichem Hauptcharakter verkauft. In anberacht ist und bleibt es vollkommen abwegig, dass ein "großer" Publisher fordert, die Haputfigur müsse eine Elfe sein, wenn jeder böse BWLer ihnen sofort entsetzt hintererruft, dass das der Tod jedes Spiels ist.

Jörg Langer Chefredakteur - Abo - 309857 EXP - 30. März 2016 - 20:20 #

So ganz kapiere ich deinen Furor nicht.

Im Interview führt Marcin einige lustige Anekdoten an, die wahrscheinlich nicht erfunden sind, aber wie viele Anekdoten eine Auswahl und auch eine Zuspitzung darstellen könnten. Du aber versuchst nun einem Menschen, den du nicht kennst, nachzuweisen, dass er nie und nimmer diese Aussage gehört haben kann in einem Gespräch, bei dem du nicht dabei warst, mit einem Publisher, den du nicht kennst. Und dadurch glaubst du, seine ganzen Ausführungen des reinen PR-Gelabers zu überführen, als das du sie verunglimpfst.

Überhaupt, diese "PR"-Vorwürfe. Was glaubst du, wird dir ein Geschäftsführer eines erfolgreichen Unternehmens erzählen? Dass er der letzte Depp ist und alles falsch gemacht hat? Unwahrscheinlich, schon weil er ein erfolgreiches Unternehmen führt, also ziemlich viel richtig gemacht haben dürfte. Und es ist nicht so, dass Marcin nicht mehrmals die Naivität von CD Projekt ansprechen würde oder dass er nur ausweichend auf meine Fragen geantwortet hätte.

Ich stimme dir sogar zu, dass es wenige Welterfolge mit weiblicher Heldin gibt bislang, aber das tut überhaupt nichts zur Sache. Deine Vorwürfe sind an den Haaren herbeigezogen und ich verstehe nicht, was diese ganze Diskussion bringen soll.

burdy 14 Komm-Experte - 2537 EXP - 30. März 2016 - 23:55 #

Dass er PR macht, dass ist ja nicht der Vorwurf, das ist sein Job. Aber Spiele mit weiblichen Charakteren verkaufen sich nicht besser (sondern tendenziell eher schlechter) und wenn Spieler die Wahl haben, dann spielen sehr viel häufiger männliche Charaktere. Darum halte ich es für vollkommen abwegig, dass irgend ein großer Publisher explizit einen weiblichen Charakter fordert. Mich stört einfach diese Legendenbildung, die Entwickler betreiben, von blöden ahnungslosen Publishern, mit dem man sich offensichtlich super macht bei einem bestimmten Klientel. Und dann mit einem so an den Haaren herbeigezogenen Beispiel.
Und ja, darum, ohne dabei gewesen zu sein, ohne ihn zu kennen, verumglimpfe ich es. Weil es meiner Meinung nicht stimmen kann oder bestenfalls eine grobe Verfälschung des tatsächlichen Kontexts und Gesagten darstellt.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 31. März 2016 - 1:52 #

Dann nenne mir bitte einmal alle mindestens mittelmäßigen Spiele mit Heldinnen, welche Flops waren von halbwegs bekannten Verlegern und / oder Entwicklern vor 2000.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 30. März 2016 - 20:28 #

Du beachtest die Zeiten nicht. Es ist eine Aussage etwa aus dem Jahre 2001. Die jetzt auf gezählten Spiele sind entweder um die entstanden (Was für einen Trend spricht) oder kamen im Zuge der noch aktuellen Sexismus - Debatte bei Videospielen.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 28. März 2016 - 23:55 #

Ich sehe da den verwunderen Fakt nicht. Einmal reden wir von unterschiedlichen Zeiträumen (siehe den vorherigen Kommentarstrang) und dann gibt es nicht den Verleger. Es gibt den entscheidungsberechtigen Verlagsangestellen, der nach seinen Erfahrungen sowie dazu passenden Studien entscheidet und am Ende diese Entscheidung zum Wohl und Wehe verantworten muss.

Michel07 12 Trollwächter - Abo - 892 EXP - 26. März 2016 - 22:53 #

Sehr schön.

iUser 22 AAA-Gamer - Abo - 32258 EXP - 26. März 2016 - 23:00 #

Schönes Hintergrundwissen. Interessanter Weg in Branche.

Jürgen 19 Megatalent - 15974 EXP - 26. März 2016 - 23:01 #

Schönes Interview, vielen Dank!

Olphas 24 Trolljäger - - 46164 EXP - 26. März 2016 - 23:12 #

"Könnt ihr ihn zu einer Elfin machen?" :D Klar! Liegt ja auf der Hand! Zum Glück hat man sich nicht beeinflussen lassen. Schönes Interview :)

Tornado 17 Shapeshifter - Abo - 6589 EXP - 27. März 2016 - 9:43 #

Ja, das ist eindeutig das Beste :) Ich persönlich tippe auf EA.

Lorion 17 Shapeshifter - 7385 EXP - 27. März 2016 - 16:16 #

Vor allem auch wie kurzsichtig gedacht. Das Sammelkartenspiel nur mit Motiven nackter Kerle... wäre an der Hauptzielgruppe ja mal komplett vorbei gewesen. ;D

Slaytanic 21 Motivator - Abo - 29644 EXP - 26. März 2016 - 23:13 #

Klasse Interview.

Arno Nühm 14 Komm-Experte - Abo - 2686 EXP - 26. März 2016 - 23:21 #

Fein, fein. Schönes Interview.
Gerade die Aussagen über das Vorgehen anderer Publisher sind sehr... aufschlussreich... ;-)

furzklemmer 15 Kenner - 2967 EXP - 26. März 2016 - 23:31 #

Geht wohl wirklich noch min. 3 Jahre bis Cyperpunk kommt. Bin mal gespannt, ob sie daher Witcher 3 auch noch nach Blood and Wine am Leben halten.

Hedeltrollo 16 Übertalent - Abo - 4592 EXP - 26. März 2016 - 23:34 #

Ganz tolle Aneinanderreihung von Buchstaben.

mrkhfloppy 21 Motivator - Abo - 28807 EXP - 26. März 2016 - 23:40 #

Ein süffiges Interview, hat sich schön gelesen.

monokit 14 Komm-Experte - 2078 EXP - 27. März 2016 - 0:04 #

Klasse Interview mit einem sympathischen Gesprächspartner! Dankeschön!

Noodles 21 Motivator - Abo - 26565 EXP - 27. März 2016 - 0:48 #

Interessantes Interview, danke! Ich spiel ja grad Witcher 3 und ich muss sagen, mich stört es auch nicht, dass die normalen Bewohner der Welt nicht groß was zu sagen haben.

John of Gaunt Community-Moderator - Abo - 46535 EXP - 27. März 2016 - 10:01 #

Hat mich auch nicht gestört. Keine Ahnung warum das wichtig sein soll, dass einem jeder seine Lebensgeschichte aufschwatzt.

Olphas 24 Trolljäger - - 46164 EXP - 27. März 2016 - 11:24 #

Das Ding ist auch so schon detailliert und groß genug. Wenn jetzt die Hundertschaften an Dorfbewohnern auch alle noch was zu erzählen hätten ... dann wäre ich entweder nie aus dem Startgebiet gekommen oder hätte mit keinem mehr gesprochen solange ich nicht muss.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 27. März 2016 - 12:19 #

Ach das macht man wie in Skyrim mit etwa 5 Standartsätzen pro Geschlecht .... Und Geralt zur Elfe :-D

Nagrach 14 Komm-Experte - 2004 EXP - 27. März 2016 - 12:31 #

Für einen Kumpel war das der grund das er es nicht gespielt hat^^.

Welat 13 Koop-Gamer - Abo - 1671 EXP - 27. März 2016 - 1:45 #

Gutes Interview!

Mabeo 13 Koop-Gamer - Abo - 1468 EXP - 27. März 2016 - 1:59 #

Ich finde es sehr auffällig, dass Marcin Iwiński ein deutlich größeres Vokabular hat als so manch US-amerikanischer Interviewpartner. Und er spricht nicht in Superlativen, sehr angenehm.

Labrador Nelson 26 Spiele-Kenner - - 74432 EXP - 27. März 2016 - 3:30 #

Super, danke für das tolle Interview! Sehr sympathisch! CD Projekt sind zur Zeit eh die größten! :)

Hendrik 23 Langzeituser - Abo - 38682 EXP - 27. März 2016 - 7:31 #

Tolles Interview, gute Arbeit Jörg.

Zaroth 15 Kenner - Abo - 3867 EXP - 27. März 2016 - 8:49 #

Ein gutes Interview mit viel vermitteltem Hintergrundwissen. Danke dafür! Hoffentlich kann sich CD Project seiner Linie treu bleiben.

Master_Sandro 10 Kommunikator - 432 EXP - 27. März 2016 - 10:01 #

Danke für das tolle Interview!
CD Projekt hat sich mit Witcher 3 wirklich in den Olymp geschossen <3 !

xan 14 Komm-Experte - Abo - 2677 EXP - 27. März 2016 - 11:41 #

Informatives und wunderbar runterlesbares Interview mit Fluss. Mit das beste Interview, was ich hier gelesen habe. Sehr interessant dieser kleine Blick hinter die Kulissen.

Wird es auch als Video kommen oder wegen der Parkrechte eher nicht? ;)

Jörg Langer Chefredakteur - Abo - 309857 EXP - 27. März 2016 - 12:54 #

Video wird leider nichts, da nur die ersten paar Minuten ein gutes Bild haben. Danach scheint die Sonne durch sich bewegende Blätter so in die Linse, dass es im Halbsekundenblatt grelle Blitzer gibt. Das ist der Nachteil, wenn man solo die Kamera einrichtet und sich danach davor setzt...

Walter Paddick 10 Kommunikator - 356 EXP - 27. März 2016 - 13:09 #

Danke für das Interview!
Hoffentlich kommt Blood and Wine bald. Bin demnächst mit Hearts of Stone zu Ende und möchte dann eigentlich gern weiter spielen.
Wobei ich Dark Souls natürlich auch irgendwie unterbringen muss. Aber das passt schon irgendwie.

Claus 27 Spiele-Experte - - 83076 EXP - 27. März 2016 - 15:33 #

Ich wünschte mir, dass es mehr solche Interviews auf GG gäbe.
Aber wie dem auch sei: sehr gutes und interessantes Interview, danke dafür!

Sven Gellersen Community-Moderator - Abo - 17442 EXP - 27. März 2016 - 19:22 #

Großartiges Interview, auch dank des angenehmen Gesprächspartners! Mein persönliches Highlight aus der GDC-Berichterstattung.

"Unsere Umfragen zeigen, dass Geralt ein Multiclass-Held sein muss, und idealerweise eine Frau. Könnt ihr ihn zu einer Elfin machen?"
-> Also da fällt einem echt nix mehr zu ein :O

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 27. März 2016 - 20:20 #

Ach komm. Deine Phantasie reicht nicht zu einer Lesbenszene zwischen Geraltlina und den Vampierinnen? ;.p

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 27. März 2016 - 20:21 #

Meine Phantasie bewerkstelligt das auf jeden Fall... Ciri ist ja auch noch da :D

Sven Gellersen Community-Moderator - Abo - 17442 EXP - 27. März 2016 - 21:21 #

Hehe :D

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 27. März 2016 - 20:27 #

Halte die Story für frei erfunden. Jeder weiß, dass männliche Helden besser ankommen. Geralt als harter Typ ist geradezu ideal, deshalb hat garantiert niemand das Spiel ausgeschlagen. Uberambitionierte pläne und wenig Erfahrung des Teams sind wohl wahrscheinlicher, aber ist nicht so pr tauglich;)

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 27. März 2016 - 20:29 #

Nein, vor einigen Jahren war das tatsächlich der Trend. Jede Menge Spiele mit weiblichen Hauptcharakteren. Mittlerweile ist der Trend wieder etwas zurück gegangen. Meinetwegen könnten die auch ruhig viel mehr weibliche Heldinnen basteln. Ich spiele grundsätzlich nur weibliche Charaktere, sofern es das Spiel erlaubt. Aber Geralt muss eben Geralt sein, daran führt kein Weg vorbei.

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 27. März 2016 - 20:50 #

Hast du Beispiele für den Trend? Außer tomb raider fällt mir nichts erfolgreiches mit Heldin ein.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 27. März 2016 - 21:45 #

Dem Vernehmen nach ist bei Rollenspielen mit Wahlmöglichkeit der Heldinnenanteil wohl ziemlich hoch.

Ich habe mir jetzt für die deutsche Wiki - Seite kurz die Spiele 2002 (Witcher 1 kam 2007 - 4 Jahre für die Entwicklung -1 Jahr Publishersuche) anzeigen lassen und die mir bekannten kurz rauskopiert:

BloodRayne, Eternal Darkness: Sanity’s Requiem,No One Lives Forever 2, Syberia, Zanzarah – Das verborgene Portal

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 27. März 2016 - 21:48 #

Alles eher Flops;) kenne nur die Statistik bei mass effect und da ist der male shepard ein vielfaches populärer.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 27. März 2016 - 22:10 #

Syberia wohl kaum, aber beim Rest würde ich Dir zustimmen, aber Trends müssen ja auch nicht erfolgreich sein. ;-)

DBGH SKuLL 12 Trollwächter - 1094 EXP - 27. März 2016 - 23:23 #

Das widerlegt nur deine Mutmaßungen und zeigt wieso der Trend nachgelassen hat.

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 27. März 2016 - 23:39 #

Häh?

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 28. März 2016 - 0:36 #

NOLF2 ein Flop!?
Was hast Du geraucht?

Noodles 21 Motivator - Abo - 26565 EXP - 28. März 2016 - 1:02 #

Also von den Verkaufszahlen her war es schon ein Flop, das Spiel an sich natürlich nicht.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - Abo - 71202 EXP - 31. März 2016 - 10:05 #

Wobei ich mir auch vorstellen kann, daß sehr viele Spieler aus Bequemlichkeit den Standard-Sheploo genommen haben, anstatt sich einen passablen, eigenen Charakter zu schaffen - was schon etwas Zeit kosten kann ;). Ergo, auf die Statistik würde ich so nicht viel geben ^^.

Elfant 15 Kenner - Abo - 2904 EXP - 31. März 2016 - 11:59 #

Ich verbringe ja gerne Zeit in solchen Baukästen um mein Ebenbild zu erstellen, aber bei ME fand ich es wirklich schwierig überhaupt einen halbwegs anständig aussehenden Charakter zu basteln.

Noodles 21 Motivator - Abo - 26565 EXP - 31. März 2016 - 13:12 #

Ich wollte einen eigenen Charakter erstellen, aber als der nach drei Versuchen im Spiel selber dann immer viel schlechter aussah als im Editor, hatte ich kein Bock mehr und hab den Standard-Shepard genommen. :D

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 28. März 2016 - 0:39 #

Die Frage war ja auch nicht nach "Erfolgreich", sondern dass in dem Zeitraum vermehrt viele Spiele mit explizit weiblicher Heldin, oder zumindest der Wahl zwischen M/F, erschienen sind. Da waren gute und schlechte dabei.

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 28. März 2016 - 1:14 #

Naja, aber dass der witcher bei publishern abgeblitzt ist, weil er nicht weiblich ist, halte ich schon für weit hergeholt.

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 28. März 2016 - 1:37 #

Das steht so auch nicht wirklich im Artikel. Das war halt wohl einer der Kuriositäten, die ihm die Publisher an den Kopf geworfen haben, und die er behalten hat. Gab sicherlich genügend andere Gründe, warum man das Projekt abgelehnt hat, allem voran natürlich die - auch im Text genannte - feste Charakter- (Unabhängig von der Geschlechtsfrage) und Klassenwahl selbst und mit Sicherheit auch das Dark Fantasy Setting, basierend auf einer polnischen Buchvorlage.

Die zitierte Aussage passte aber halt genau auf diesen Trend, der damals vorherrschte. Ich erinnere mich noch an eine Umfrage zu diesem Thema, die dtp damals gemacht hat, die (unter NDA) relativ konkrete Fragen zu einem Spielekonzept gestellt hatte. Daraus entstand dann damals Venetica. Mit einem weiblichen Helden in der Hauptrolle.

ElCativo 14 Komm-Experte - 1851 EXP - 1. April 2016 - 7:34 #

Ich denke es ging mehr darum das die Spieler gerne die Wahl Hätten. 2 Freundinnen von mir die auch sehr gerne Rollenspiele Zocken spiele die reihe nicht weil sie Viel Lieber mit einem Weiblichen Charakter Spielen.

Noodles 21 Motivator - Abo - 26565 EXP - 1. April 2016 - 14:43 #

Ich finds irgendwie blödsinnig, Spieleauswahl am Geschlecht des Charakters festzumachen. Mir ist völlig egal, ob ich einen weiblichen oder männlichen Charakter spiele, solange der Charakter interessant ist. Und wenn ich die Wahl hab, nehm ich nicht immer einen männlichen Charakter, nur weil ich selber männlich bin. Ab und zu spiel ich lieber mal einen weiblichen Charakter.

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 27. März 2016 - 20:24 #

Viel bzw. Ausschließlich PR blabla, aber bei dem Partner wohl zu erwarten. Mich hätte noch interessiert, was sie mit den weiteren Inhalten zu witcher 3 nach dem letzten dlc meinen.

Hendrik 23 Langzeituser - Abo - 38682 EXP - 27. März 2016 - 21:20 #

So unterschiedlich kann man einen Beitrag lesen. Ich empfand es erstaunlich blubberfrei.

Sven Gellersen Community-Moderator - Abo - 17442 EXP - 27. März 2016 - 21:21 #

Geht mir ebenso.

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 27. März 2016 - 23:40 #

Es geht auf jeden Fall viel schlimmer ;)

MaverickM 17 Shapeshifter - 6788 EXP - 28. März 2016 - 0:40 #

Entspricht rammmses' üblichem Kommentar-Niveau :p

rammmses 18 Doppel-Voter - Abo - 9783 EXP - 28. März 2016 - 13:16 #

Halt mal den Ball flach ;)

Hendrik 23 Langzeituser - Abo - 38682 EXP - 29. März 2016 - 12:05 #

Wohl kaum. Im Gegensatz zu einem hier namentlich nicht näher genannten User kann man mit rammses durchaus vernünftig dikutieren.

Khronoz 13 Koop-Gamer - 1715 EXP - 30. März 2016 - 12:03 #

Gutes, informatives Interview .... mehr davon :).

Easy_Frag 14 Komm-Experte - Abo - 1859 EXP - 1. April 2016 - 11:31 #

Sehr gutes Interview gerne mehr davon!

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