Macht Computergewalt gewalttätig?

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XLuxx (09 Triple-Talent, 261 EXP)
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Da sich in den Kommentarere zur Bildung eines Spielerverbandes eine Diskussion über Gewalt in medialer Form und ihre Auswirkungen auf das reale Leben zu entwickeln scheint, mache ich mal hier einen Eintrag, auch auf auf die Gefahr hin, das sich so manch Einer etwas derb äußern könnten!

--> Bitte formuliert Eure Meinung so gut es eben geht sachlich und ohne persönliche Angriffe, wenn nötig einmal tief Durchatmen und dann Posten. Ich habe diese Diskussion schon einmal geführt, weiß also was man erwarten kann, bitte cool bleiben und ruhig posten <--

Nun es gibt schon einige Ansätze in der Psychologie die besagen, das gesehene Gewalt in medialer Form Auswirkungen von erlebter Gewalt in realer Form hat. Es finden normale menschliche Gewöhnungsmechanismen statt, die nachhaltig den Grad der Gewalt nach unten verändert. Da ich schon ein wenig in den Kommentaren dazu Stellung bezogen habe verlinke ich mal einfach hier, damit sich jeder ein Bild darüber machen kann:

http://www.gamersglobal.de/news/7327

Inweiweit sieht sich die geballte Spielerschar hier diffamiert und inweiweit kann man sich auch als Spieler nicht davon frei sprechen, Beeinflusst durch mediale Gewalt zu sein. Inwieweit spielt Alter, soziale Herkunft und erlebte Erziehung hier eine Rolle, sind Kinder und Jugendliche weit mehr betroffen als Erwachsene, wo ist die Grenze, wieviel ist gesund und wieviel ist zuviel? Stellt ihr auch eine Verdeutlichung und ein überdeutlich Darstellungsweise von Gewalt in Medien fest, oder läßt euch sowas kalt? Wie steht ihr dazu?

LG

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Bibliothekar (11 Forenversteher, 770 EXP)
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Habe dir auch im Newskommentar geantwortet und dann erst gesehen das du den Thread aufgemacht hast. Hier meine Antwort noch mal:

Erste Frage: Reden wir von Kindern oder Erwachsenen Menschen? Denn dein EIngangsposting implizierte durch die nennung von Männern und Frauen das es sich um Erwachsene handelt. Das Kinder durch alles in ihrer Umgebung beeinflusst werden ist klar. Ich kenne aber niemanden der das bestreiten will.
Und Gewaltzenen aus dem realen Leben nehme ich anders am Fernseher, aber da kommen wir jetzt wieder zu der alten Diskusion ob man nicht alles verbieten soll und die Kinder nicht in einen Raum ohne Fenster setzt damit sie keine Gewalt sehen.
Und Spiele machen süchtig? Jetzt bin ich aber schockiert. Jeder Sport und jedes Hobby und jede Tätigkeit im allgemeinen kann süchtig machen. Gibt sehr interessante Studien zu Fußballfans die irgendwelche Rituale abnhalten und immer wenn ihr Verein verliert geißeln die sich selbst weil sie schuld sind.
Mediale GEwalt, erzählen über Gewalt und so muss überhaupt nix damit zu tun haben das jemand gewalttätig ist. Völlig Banales beispiel gefällig außerhalb von Spielen? Metalfestivals. Da wird über Kriege, Raub, Mord, Brandschatzung und so weiter gesungen und Glory, Steel, Valhalla und haste nicht gesehen. Schau dir mal die Pressemeldungen der Polizei zu den Festivals an. Ich selbst war auf einigen und hab nie was anderes gesehen als echt nette (meist betrunkene) Spinner. Und dafür das die Leute aus der halben Welt kommen, fast alle nicht mehr nüchtern sind und so ziemlich jede Band über Gewalt singt ist das durchaus anerkennenswert. Auf nem Dorffest oder Schützenfest wirst du das nicht finden, da gibt es immer irgendeinen der sich prügeln will.

Und was immer vollkommen totgeschwiegen wird ist die Gesellschaft. Allein vom Schulsystem bilden wir in Deutschland etwa 30% bewusst in die dauerhafte Arbeitslosigkeit aus. Nahezu jeder der heute auf der Hauptschule anfängt wird niemals eine Chance haben. Die Kinder sind vielleicht unwissend aber in den wenigsten Fällen dumm. Du wächst auf in einer Gesellschaft welche dich von vorn herein abschreibt und in welcher du es niemals zu etwas bringen wirst. Wieso sollten sich diese Kinden / angehenden Erwachsenen denn noch benehmen? Die können machen was sie wollen, sie werden nichts erreichen können. Sie werden noch nicht mal groß kritisiert sondern einfach ignoriert oder bemitleidet. ICH würd da auch machen was ich will. Und wenn so einer ne riesen Wut im Bauch hat und da steht grad ein Rentner im Weg den man als Boxsack missbrauchen kann ...

Auch alle Amokläufer waren in der Schule wenn man sich die Kommentare der Schüler anhört immer ... irgendwie da. Aber das wars dann auch. Weder Feinde noch Freunde.

Nichts desto trotz werde ich nachher wieder in Rome die Welt erobern, in Herr der Ringe Online dutzende Feinde schnätzeln. Es gibt halt nicht das eine Medium was alle böse macht. Aber der Gesellschaft zu sagen das sie Mitschuld trägt ist als Politiker halt unbequem.

p.s.: Mein Zynismus weiter oben war nicht gegen dich gerichtet sondern gegen die Leute die wirklich überrascht waren das Spiele süchtig machen können.

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Bibliothekar schrieb:

Habe dir auch im Newskommentar geantwortet und dann erst gesehen das du den Thread aufgemacht hast. Hier meine Antwort noch mal:

Erste Frage: Reden wir von Kindern oder Erwachsenen Menschen? Denn dein EIngangsposting implizierte durch die nennung von Männern und Frauen das es sich um Erwachsene handelt. Das Kinder durch alles in ihrer Umgebung beeinflusst werden ist klar. Ich kenne aber niemanden der das bestreiten will.

Dann stimmst Du darin mit mir überein, das Gewalt in Comupterspielen bestimmte Altersgruppen nachhaltig beeinflussen kann!? Warum aber schränkst Du diese Ansicht unten wieder ein? Im Kern der Untersuchung läßt sich auch feststellen, das zu einem gewissen Grad AUCH Erwachsene von Gewalt in Spieleform beeinflussen lassen, nur der Grad ist noch nicht einstimmig geklärt!

Bibliothekar schrieb:

Und Gewaltzenen aus dem realen Leben nehme ich anders am Fernseher, aber da kommen wir jetzt wieder zu der alten Diskusion ob man nicht alles verbieten soll und die Kinder nicht in einen Raum ohne Fenster setzt damit sie keine Gewalt sehen.
Und Spiele machen süchtig? Jetzt bin ich aber schockiert. Jeder Sport und jedes Hobby und jede Tätigkeit im allgemeinen kann süchtig machen. Gibt sehr interessante Studien zu Fußballfans die irgendwelche Rituale abnhalten und immer wenn ihr Verein verliert geißeln die sich selbst weil sie schuld sind.
Mediale GEwalt, erzählen über Gewalt und so muss überhaupt nix damit zu tun haben das jemand gewalttätig ist. Völlig Banales beispiel gefällig außerhalb von Spielen? Metalfestivals. Da wird über Kriege, Raub, Mord, Brandschatzung und so weiter gesungen und Glory, Steel, Valhalla und haste nicht gesehen. Schau dir mal die Pressemeldungen der Polizei zu den Festivals an. Ich selbst war auf einigen und hab nie was anderes gesehen als echt nette (meist betrunkene) Spinner. Und dafür das die Leute aus der halben Welt kommen, fast alle nicht mehr nüchtern sind und so ziemlich jede Band über Gewalt singt ist das durchaus anerkennenswert. Auf nem Dorffest oder Schützenfest wirst du das nicht finden, da gibt es immer irgendeinen der sich prügeln will.

Nichts für ungut, ich kenne durchaus die Texte so mancher Metalband, aber hier geht es nicht um gehörte sondern um "erlebte", gesehende Gewalt. Der Mensch ist auf sein visuelles System geeicht, selbst Gedächnisstrukturen bedienen sich Bilder, insofern ist Dein Argument durchaus plausibel, hat aber in dieser Diskussion nur bedingten Wert! Sicher stimme ich mit Dir darüber ein, das nicht alle Beeinflussungen nachhaltige Auswirkungen auf das persönliche Verhalten haben, Musik ist da ein Beispiel.

Bibliothekar schrieb:

Und was immer vollkommen totgeschwiegen wird ist die Gesellschaft. Allein vom Schulsystem bilden wir in Deutschland etwa 30% bewusst in die dauerhafte Arbeitslosigkeit aus. Nahezu jeder der heute auf der Hauptschule anfängt wird niemals eine Chance haben. Die Kinder sind vielleicht unwissend aber in den wenigsten Fällen dumm. Du wächst auf in einer Gesellschaft welche dich von vorn herein abschreibt und in welcher du es niemals zu etwas bringen wirst. Wieso sollten sich diese Kinden / angehenden Erwachsenen denn noch benehmen? Die können machen was sie wollen, sie werden nichts erreichen können. Sie werden noch nicht mal groß kritisiert sondern einfach ignoriert oder bemitleidet. ICH würd da auch machen was ich will. Und wenn so einer ne riesen Wut im Bauch hat und da steht grad ein Rentner im Weg den man als Boxsack missbrauchen kann ...

Leider ist die Jugendgewalt immer häufiger eben kein Ventil der Aggressionsauslebung, sondern schlichter Selbstzweck. Auch hier gibt es einige Untersuchungen dazu, die aufzeigen, das es immer häufiger zu "sinnloser" (antriebsloser) Gewalt gegen andere Menschen kommt, und das der Grad der Gewalt deutlich zunimmt. Jetzt hast Du natürlich Recht, kann man die Compuiterspielgewalt nicht einfach als Sündenbock für eine verkorkste Erzeihung nehmen, das wollte ich auch nicht ausdrücken, die Frage inweiweit sich aber Verstärkungen dadurch ergeben, ist nicht eingehend geklärt. Inwieweit Kinder, denen die Medien oft als Beschäftigungsfeld dienen, Gewalttätiger sind, als solche, mit denen man sich auch außerhalb der medialen Welt beschäftigt, wird meiner Erinnerung nach gerade untersucht und läßt durchaus Raum für Spekulationen.

Bibliothekar schrieb:

Auch alle Amokläufer waren in der Schule wenn man sich die Kommentare der Schüler anhört immer ... irgendwie da. Aber das wars dann auch. Weder Feinde noch Freunde.

Nun ich wollte eigentlich die Basis weiter fassen, als die sinnbefreite Amoklaufdiskussion, aber ein Amoklauf ist nicht allein ein Affekt aus einer erlebten Computerspielgewalt heraus. Das sind eine Menge von Faktoren nötig, die einen Menschen dazu treibt, solche ine Verzweiflungstat zu begehen. Ich denke darüber wurde schon ausreichend geschrieben. Das hier die "Killer"-Spiele als vermeidlich leichtes Opfer, zum Sündenbock erklärt wird, ist medialer Vereinfachung geschuldet. Es ist einfacher auf einen unbeliebten Einzelgegener zu schießen, als sich mit einer oft schwierig zu beziffernden Mehrzahl an Gründen zu befassen. Das das natürlich in den Köpfen der Leser anhaftet ist natürlich bedauerlich, gibt es doch umfangreiche Studien zum Thema Amoklauf und Suizid in der Psychologie. Aber wer mag schon dieses Wort gerne hören?

Bibliothekar schrieb:

Nichts desto trotz werde ich nachher wieder in Rome die Welt erobern, in Herr der Ringe Online dutzende Feinde schnätzeln. Es gibt halt nicht das eine Medium was alle böse macht. Aber der Gesellschaft zu sagen das sie Mitschuld trägt ist als Politiker halt unbequem.

p.s.: Mein Zynismus weiter oben war nicht gegen dich gerichtet sondern gegen die Leute die wirklich überrascht waren das Spiele süchtig machen können.

Dein Zynismus habe ich durchaus verstanden, aber schön das Du es noch angemerkt hast! Nun sicher ist die persönliche Freiheit der Freizeitgestaltung ein besonderes Gut und darf nicht in "sicherheitsstaatlicher" Überkontrolle untergehen, das will sicher keiner. Was ich aber mich immer frage ist, ob es nicht auch andere Spielarten gibt, in denen ich mal zur Abwechslung erschaffe, als stetig zu zerstören. Sicher gibt es durchaus viele Beispiele in der Computer- und Konsolenspielewelt, in denen nicht getötet wird, aber der Großteil alle Spieletitel hat eben dieses als Grundidee und genau darauf zielt auch meine Kritik, muss es denn immer nur ums Töten von vermeidlichen Feinden gehen, ist das der Weg, den wir beschreiten sollen. Braucht es einen neuen Shooter, mit dem das US-Militär seine Soldaten trainiert? Sollte man nicht schauen, ob es vielleicht andere Wege der Unterhaltung gibt, fern aller Gewalt?

Das Leben ist schon hart, trist und ungerecht genug, da kann ein wenig Frohsinn durchaus hilfreich sein, oder?

LG

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Quillok (12 Trollwächter, 860 EXP)
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Ok... DER NÄCHSTE DER BEHAUPTET DAS SPIELE AGRESSIV MACHEN, DEN BRING ICH UM!!! mr.green

Sry, musste sein lol

So mal meine Meinung zu dem Thema:

Ich bin fest davon überzeugt das Spiele nicht gewalttätig machen. Eher im Gegenteil, bei mir wirken sie sogar befreiend was das angeht. Also keine Ahnung wie das bei anderen Leuten ist, ich bin ja eigentlich auch kein agressiver Mensch, aber es beruhigt meiner Meinung nach schon wenn man mal Dampf ablassen kann. Und das kann man in Spielen doch super durchziehen...
Ich mein Hallo? Da verkaufen sich Spiele wie Call of Duty millionenfach, aber es gab keine Millionen Spieler die plötzlich wild schießend durch die Straßen gerannt sind.

Ich denke das es an der Erziehung bzw. dem generellen Umfeld der Personen liegt. Wenn die Eltern den Kindern nicht genügend Aufmerksamkeit schenken um mitzubekommen das da jemand irgendwie abdriften oder dem Kind keine Wertvorstellungen beibringen kann schon schnell mal was schief gehen. Wenn dann natürlich das Umfeld nicht stimmt, also die Freunde (falls vorhanden, dann wohl die falschen) oder derjenige in der Schule auch als Außenseiter behandelt wird, kann so ein Videospiel vll. als Auslöser fungieren, aber das könnte ein Film, ein Bild oder sogar die bloße Fantasie auch erreichen.

Also das alles auf Spiele zu schieben ist in meinen Augen recht arm, aber damit hat man ja nen tollen Grund gefunden.

Also Reihenfolge der Schuldigen die ich mir so denken würde sind an erster Stelle die Eltern und dann das Umfeld derjenigen... und irgendwann weit hinten könnte man eventuell Spiele nennen, die aber wie ich schon sagte eher zur Streßbewältigung beitragen sofern sie nicht sonst wie schwer sind smilie

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XLuxx (09 Triple-Talent, 261 EXP)
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Quillok schrieb:

Ok... DER NÄCHSTE DER BEHAUPTET DAS SPIELE AGRESSIV MACHEN, DEN BRING ICH UM!!! mr.green

Sry, musste sein lol

Ok, unsäglich zu sagen das das unnütz war, oder? wink

Quillok schrieb:

So mal meine Meinung zu dem Thema:

Ich bin fest davon überzeugt das Spiele nicht gewalttätig machen. Eher im Gegenteil, bei mir wirken sie sogar befreiend was das angeht. Also keine Ahnung wie das bei anderen Leuten ist, ich bin ja eigentlich auch kein agressiver Mensch, aber es beruhigt meiner Meinung nach schon wenn man mal Dampf ablassen kann. Und das kann man in Spielen doch super durchziehen...

Interessant, Du entspannst Dich dabei, wenn Du Gewalt in fiktionaler Form ausübst? Das stellt aber wieder einen rattenschwanzartigen Fragenkatalog zusammen. Also ich kann mich am See entspannen, beim Sonnen, beim Sport, beim Radfahren, usw.! Alles Dinge, die weder gegen mich, noch gegen andere fiktionale, wie reale, Wesen Gewalt ausüben! Warum musst Du denn Deinen Druck in Form von Gewalt gegen Andere (Computergegner) ablassen? Man könnte fragen (zugespitzt natürlich) worin liegt Dein Aggressionspotenzial? Reine Vermutung natürlich, aber es ist schon interessant, das Du "gespielte" Gewalt als Entspannend empfindest! (Kein persönlicher Angriff, nur ein offen gestellte Frage, bitte nicht falsch verstehen!)

Quillok schrieb:

Ich mein Hallo? Da verkaufen sich Spiele wie Call of Duty millionenfach, aber es gab keine Millionen Spieler die plötzlich wild schießend durch die Straßen gerannt sind.

Gewalt kann viele Auslebungsarten besitzen und wird auch nicht immer in seiner extremsten Form ausgelebt, hier geht das schon sehr ins Extrem. Die Diskussion fußt auch auf der Annahme, das "fiktionale" Gewalt, das Gewaltempfinden generell abstumpft. Es geht hier nicht nur darum Gewalt in der Realität auszuüben, sondern auch, ob und inweiweit sich Gewalt in medialer, fiktionaler Form in Gewohnheitsempfindungen realer Natur ummünzt und inwieweit dadurch erlebte Gewalt (passiv, aktiv) verringert wird!

Quillok schrieb:

Also das alles auf Spiele zu schieben ist in meinen Augen recht arm, aber damit hat man ja nen tollen Grund gefunden.

Also Reihenfolge der Schuldigen die ich mir so denken würde sind an erster Stelle die Eltern und dann das Umfeld derjenigen... und irgendwann weit hinten könnte man eventuell Spiele nennen, die aber wie ich schon sagte eher zur Streßbewältigung beitragen sofern sie nicht sonst wie schwer sind smilie

Da hast Du sicher Recht, als alleiniger Sündenbock aller Probleme, geben die Spiele nicht viel her, sie sind ein Faktor unter einigen. Aber solange man so tut, als seien die Spiele KEIN Faktor, kommt man auch nicht wirklich weiter. Inweiweit Spiele eingestuft werden müssen, wird gerade erarbeitet aber soooo klein ist ihr Einfluss nicht. Gerade in Kombination mit Vernachlässigung der Eltern und der medialen Überkandierung gibt es deutliche Hinweise auf nachhaltige Auswirkungen auf den menschlichen Geist!

LG

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Liam (13 Koop-Gamer, 1222 EXP)
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Das die Forschungen und Studien ergeben, dass man durch konstanten Konsum gewalthaltiger Spiele gegenüber der Darstellung selbiger (oder auch realer Gewalt) abstumpft, halte ich für ein wenig überraschendes und zu erwarten gewesenes Ergebnis. Was mich immer wundert, was will man genau mit diesen Studien bezwecken? Das Computerspiele, ebenso wie Fernsehen auf Dauer einen Gewöhnungseffekt haben, hat doch nie jemand ernsthaft angezweifelt oder?

Die Frage ist doch vielmehr, können sie einen aktiven Einfluss haben? Kann ein Spiel mich dazu zwingen oder überzeugen, dass Gewalt (inkl Selbsttötung) die einzig richtige Alternative sei und zwar so stark, dass es alle anerzogenen und gesellschaftlichen Normen ausschaltet. Dieses zu bejahen alleine aufgrund der Tatsache, dass uns Computerspiele eine höhere Toleranz gegenüber Gewalt verschaffen können, halte ich für das unseriöse.

Außerdem mich wundern die Versuchsparameter, dass Tetris weniger gewaltgewöhnend ist als ein Egoshooter ist zu sagen wie ein Liebesfilm gewöhnt weniger an Gewalt als Terminator. Grundlegend richtig, aber nichts wonach man wirklich überrascht ist, wenn das einzig logische Ergebnis bei rauskommt. Interessanter wäre es gewesen, Gewaltfilm mit Egoshooter zu vergleichen und dann zu schaun, wobei hmm hat man eigentlich schon und es fiel nicht zugunsten des Fernsehens aus.

@Bibliothekar

Wäre da nicht so zynisch, denn in dem Umfang wie es grad bei MMORPGs passiert heutzutage, dass Menschen ihr ganzes Leben aufgeben nur für Computerspiel x ist bei weitem nicht so vorhersehbar gewesen. Die meißten anderen Hobbys und Sportarten sind fest in der realen Welt integriert, erst online Spiele haben eine derartige umfassende Abkopplung ermöglicht.

Oh und der Vergleich mit den Liedern hinkt ein wenig. Das primäre Sinnesorgan für Musik ist das Gehör nicht dein textverarbeitendes Gehirn. Wenn ich also das ganze auf Musik übertragen wollen würde, müßte ich vielleicht eher was machen ala, wenn ich über einen gewissen Zeitraum konstant Explosionen oder Schreie etc. höre stumpfe ich dann auf Dauer auch dagegen ab? Vermute das Ergebnis wäre ziemlich das gleiche.
Selbst wenn wirs es aber so gelten lassen von Anfang an, wäre es immer noch eine andere Qualität. Musik bedient 2 Elemente das hören auf das wir erstmal keinen Einfluss haben und die Texte die von unserem Gehirn im Zusammenhang mit allem was wir wissen und kennen verarbeiten.
Beim Fernsehen hast du schon hören und sehen (und man könnte argumentieren so stark visuell wie Menschen ausgerichtet sind, ist der Effekt sowiso stärker dabei), welches dich direkt konfrontiert bevor dein Gehirn da reinfiltert und bei Computerspielen hast du nicht nur hören und sehen, sondern du mußt auch nach dem Verarbeiten des Gehirns dich bewußt zu einer weitern Handlung entschließen, die oft weitere Gewalt fördert.

Edit: Ts ich sollte schneller tippen eben waren hier nur 2 Beiträge.

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Liam schrieb:

Die Frage ist doch vielmehr, können sie einen aktiven Einfluss haben? Kann ein Spiel mich dazu zwingen oder überzeugen, dass Gewalt (inkl Selbsttötung) die einzig richtige Alternative sei und zwar so stark, dass es alle anerzogenen und gesellschaftlichen Normen ausschaltet. Dieses zu bejahen alleine aufgrund der Tatsache, dass uns Computerspiele eine höhere Toleranz gegenüber Gewalt verschaffen können, halte ich für das unseriöse.

Nun ja, hier geht es auch um Hemmschwellen. Diese sind sicher schwer in einer Gesellschaft generell zu bestimmen, aber wenn ich gegenüber Gewalt abstumpfe und sie deswegen als weniger schlimm empfinde, sinkt auch meine Hemmschwelle, diese auszuüben. Das ist schon vielfach in Kriegsgebieten nachgewiesen worden (als aktuelles Beispiel). Darin wurde festgestellt, das man mit zunehmender Abstumpfung, zunehmend gewalttätig vorgeht. Das kann extreme Züge annehmen, ohne das sich der Protagonist wirklich der Härte seiner gelebten Gewalt bewußt ist. Es gab Beispiele in denen die Soldaten sich gar nicht ihrer Härte und Gewalttätigkeit bewußt waren, es war regelrechter Alltag für sie.

Das die Gewohnheitsspirale den Menschen schnell an Dinge gewöhnen kann, ganz gleich wie extrem es einem Außenstehen auch erscheinen mag, zweifelt hier wohl niemand an. Und genau da setzen auch die verschiedenen Studien, die gerade erarbeitet werden an, inwieweit "gewöhnen" sich Spieler an Gewalt und inwieweit bewerten sie reale Gewalt! Das sind wichtige Faktoren zur Bestimmung der Hemmschwelle.

Das ausgeübte Gewalt im Spiel und ausgeübte Gewalt im Realen Leben, zwei verschiedene Paar Schuhe sind, ist völlig klar!

LG

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Liam (13 Koop-Gamer, 1222 EXP)
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Würde aber den Vergleich mit dem Kriegsgebiet nicht unbedingt als passend ansehen, weil das eine ganz andere Ebene ist. Einmal weil reale Gewalt viel extremere emotionale Auswirkungen erstmal hat (man fängt ja nicht abgehärtet an) und vor allem weil in Kriegsgebieten sämtliche gesellschaftlichen Strukturen wegfallen und Gewalt ja als etwas positives und für das Überleben wichtige Angesehen wird.

Mir geht die ganze "sehen von Gewalt stumpft ab ergo benutzen wir mehr Gewalt" zu sehr in die Richtung eines Kausalzusammenhanges, der aber extrem viele Faktoren auslässt. Selbst in Kriegsgebieten gibt es genug Leute die sich der Gewalt verweigern, also kann es keinen so einseitigen Zusammenhang geben der losgelöst von unserem Willen und nur den unterschwelligen animalischen Trieben zugehörend uns automatisch zur Gewalt treibt.

Betatester: War bei der Closed Beta von GamersGlobal (März bis Mai 2009) dabeiAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreichtLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Reporter: Hat Stufe 6 der Reporter-Klasse erreichtStar: Hat 1000 Kudos für eigene News/Artikel erhaltenKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientAzubi-Redigierer: Hat 100 EXP beim Verbessern fremder News verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhaltenVielschreiber-Azubi: Hat mindestens 50 veröffentlichte News geschriebenTop-News-Schreiber: Hat mindestens 5 Top-News geschriebenSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner SammlungProfiler: Hat sein Profil komplett ausgefüllt
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Ich bin mal dreist, und lese mir nicht alles durch wink Sondern schreibe einfach meine Meinung dazu.

Die meisten Jugendlichen, wo auch die Eltern entsprechende Erziehung umsetzten, sehe ich keine Gefahr, wie sie in einigen Studien prognostiziert werden. Sonst hätten wir dann die gleichen Probleme mit anderen Sportarten und oder Medien.

Bei Menschen, also nicht mal unbedingt nur Kinder, die eh Probleme mit ihrem sozialem Umfeld haben, suchtgefährdet sind oder einfach Gewaltbereit, werden bestimmte Spiele einfach interessant finden. Genauso wie sie entsprechende Gewaltfilme und Sportarten interessieren. Medien können sicherlich eine gewisse Wirkung haben, aber nur Temporal wenn überhaupt.

Auslöser zu Amokläufen realer Gewalt sind woanders zu suchen. Zumeist Vernachlässigung der Eltern, Mobbing in der Schule oder dem falschem bzw. gar keinem sozialem Umfeld. Ich denke eher, dass nur reale Gewalt wieder zu echter Gewalt führen kann. Medien können einen innerhalb des Mediums abstumpfen, aber wenn man real gesehen hat, wie jemanden Gewalt angetan wird, dann sind das ganz andere Verhältnisse. Siehe Kriegskinder.

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Quillok (12 Trollwächter, 860 EXP)
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XLuxx schrieb:
Quillok schrieb:

Ok... DER NÄCHSTE DER BEHAUPTET DAS SPIELE AGRESSIV MACHEN, DEN BRING ICH UM!!! mr.green

Sry, musste sein lol

Ok, unsäglich zu sagen das das unnütz war, oder? wink

Ich hab auch 2x überlegt ob ich das drin lassen soll oder nich mr.green

XLuxx schrieb:
Quillok schrieb:

So mal meine Meinung zu dem Thema:

Ich bin fest davon überzeugt das Spiele nicht gewalttätig machen. Eher im Gegenteil, bei mir wirken sie sogar befreiend was das angeht. Also keine Ahnung wie das bei anderen Leuten ist, ich bin ja eigentlich auch kein agressiver Mensch, aber es beruhigt meiner Meinung nach schon wenn man mal Dampf ablassen kann. Und das kann man in Spielen doch super durchziehen...

Interessant, Du entspannst Dich dabei, wenn Du Gewalt in fiktionaler Form ausübst? Das stellt aber wieder einen rattenschwanzartigen Fragenkatalog zusammen. Also ich kann mich am See entspannen, beim Sonnen, beim Sport, beim Radfahren, usw.! Alles Dinge, die weder gegen mich, noch gegen andere fiktionale, wie reale, Wesen Gewalt ausüben! Warum musst Du denn Deinen Druck in Form von Gewalt gegen Andere (Computergegner) ablassen? Man könnte fragen (zugespitzt natürlich) worin liegt Dein Aggressionspotenzial? Reine Vermutung natürlich, aber es ist schon interessant, das Du "gespielte" Gewalt als Entspannend empfindest! (Kein persönlicher Angriff, nur ein offen gestellte Frage, bitte nicht falsch verstehen!)

Ehrlich gesagt ja... es geht dabei aber nicht nur um Ego-Shooter, ich schließe da auch Spiele wie Anno mit ein, wo man sich einfach mal zurücklehnen kann und zugucken, musike dudeln hören... das beruhigt ungemein smilie
Aber bei Shootern ist das bei mir auch so... kA ob das normal ist oder nicht, aber besser fühle ich mich schon wenn ich mich bei Left4Dead z.B. durch ne Horde Zombies geschoßen habe.
Was dabei aber größeren Stellenwert hat, als das Massker was man anrichtet oder das Leid was man zufügt, ist einfach diese Belohnung das man es geschafft hat... man hat das Ende des Levels erreicht und dabei ist es aber egal wieviele tote auf meinem gegangenen Weg liegen. Splinter Cell war da auch sowas, wie toll war es doch durch ein Level gekommen zu sein ohne auch nur einmal Feindkontakt gehabt zu haben... Bei mir ist es also so, dass ich ruhiger durch dieses "Geschafft"-Gefühl werde und nicht weil ich mitner Schrotflinte durch ne Herde Zombies gepflügt bin smilie

XLuxx schrieb:
Quillok schrieb:

Ich mein Hallo? Da verkaufen sich Spiele wie Call of Duty millionenfach, aber es gab keine Millionen Spieler die plötzlich wild schießend durch die Straßen gerannt sind.

Gewalt kann viele Auslebungsarten besitzen und wird auch nicht immer in seiner extremsten Form ausgelebt, hier geht das schon sehr ins Extrem. Die Diskussion fußt auch auf der Annahme, das "fiktionale" Gewalt, das Gewaltempfinden generell abstumpft. Es geht hier nicht nur darum Gewalt in der Realität auszuüben, sondern auch, ob und inweiweit sich Gewalt in medialer, fiktionaler Form in Gewohnheitsempfindungen realer Natur ummünzt und inwieweit dadurch erlebte Gewalt (passiv, aktiv) verringert wird!

Gut ok, dass mit dem Amoklaufen war wirklich schon der worst case, aber generell ist es doch auch so, dass das Ziel der Gewalt ausschlaggebend ist oder? Es gibt so gut wie kein Spiel in der die Gewalt sinnlos ist, man braucht sie um selbst zu überleben, dem Spieler wird also nicht vorgeschrieben das er wahllos Leute umbringen soll obwohl das fürs Spielziel unnötig ist. Und dementsprechend müsste dem Spieler dann auch einleuchten das die Gewalt zwar notwendig ist, aber nur aus der Selbstverteidigung heraus geschieht. Also ein Spieler sollte das schon alles auseinanderhalten können sodass das Spiel keine negativen Auswirkungen haben sollte. Wenn ein Spieler das nicht kann, weil er vll labil ist, könnte aber auch schon wie schon erwähnt ein Film oder ein Bild ausreichen das er unnötig aggressiv wird.

XLuxx schrieb:
Quillok schrieb:

Also das alles auf Spiele zu schieben ist in meinen Augen recht arm, aber damit hat man ja nen tollen Grund gefunden.

Also Reihenfolge der Schuldigen die ich mir so denken würde sind an erster Stelle die Eltern und dann das Umfeld derjenigen... und irgendwann weit hinten könnte man eventuell Spiele nennen, die aber wie ich schon sagte eher zur Streßbewältigung beitragen sofern sie nicht sonst wie schwer sind smilie

Da hast Du sicher Recht, als alleiniger Sündenbock aller Probleme, geben die Spiele nicht viel her, sie sind ein Faktor unter einigen. Aber solange man so tut, als seien die Spiele KEIN Faktor, kommt man auch nicht wirklich weiter. Inweiweit Spiele eingestuft werden müssen, wird gerade erarbeitet aber soooo klein ist ihr Einfluss nicht. Gerade in Kombination mit Vernachlässigung der Eltern und der medialen Überkandierung gibt es deutliche Hinweise auf nachhaltige Auswirkungen auf den menschlichen Geist!

LG

Na hoffentlich sitzen an diesen "Forschungen" auch Leute dran die Ahnung von der Materie haben, nicht das wieder ein 08/15 Ergebnis bei rauskommt, wo dann gesagt wird: "Ja, Spiele haben einen Anteil daran."

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Medien jeder Form können Einfluss auf das Verhalten von Menschen nehmen, wenn sie unverantwortlich genutzt werden und auf fruchtbaren Boden fallen. Konkret heißt das für mich, dass psychisch anfällige Menschen durchaus in eine falsche Richtung driften können bei übermäßigem Konsum entsprechender Medien. Das betrifft sowohl Computer- und Videospiele als auch Filme oder Musik.

Das grundlegende Problem, wieso ein Mensch gewalttätig oder gar zum Amokläufer wird, ist nicht sein Medienkonsum sondern seine Sozialisation. Fest in einer funktionierenden Gesellschaft eingebundene Menschen nehmen keinen Schaden durch (hohen) Konsum von "Gewaltspielen", Slashermovies oder härtesten Abarten von Musik. Eine gewisse Prädisposition vorausgesetzt können solche Einflüsse aber verstärkend wirken.

Daher ist in meinen Augen diese Debatte völlig am Thema vorbei und ähnelt doch stark den Stoppschildern gegen KiPo. Man macht in diesem Fall ein Symptom zur Ursache und blendet aus, dass es für diese Menschen einen Grund gibt, wieso sie sich diesen Spielen, Filmen, Liedern zuwenden und damit nicht zu anderen Menschen gehen und darüber reden. Wir haben kein Medienproblem, wir haben ein soziales Problem.

Medien müssen einer gewissen Kontrolle unterworfen sein, denn nicht für jedes Alter eignet sich jedes Spiel, jeder Film oder auch jedes Lied. Wer abstreitet, dass gerade jüngere Kinder sich durch eine entsprechende Präsentation beeindrucken lassen, scheint mir selber mit Scheuklappen durch die Gegend zu laufen. Um diese Kontrolle zu garantieren brauchen wir aber keine schärferen Gesetze oder Verbote von unliebsamen Spielen. Dazu müssen zum einen bestehende Regelungen konsequent durchgesetzt werden - ein 12jähriger darf keinen Film kaufen können, der erst ab 18 freigegeben ist. Zum anderen muss aber ein Lernprozess in der gesamten Gesellschaft einsetzen, dass Medien etwas sind, deren Nutzung man lernen muss. Stellt man den Fernseher als billigen Babysitter ein und die XBox als Schnullerersatz, darf man sich nicht wundern, dass viele Jugendliche keine Sozialkompetenz haben (ja, auch mit der XBox kann man echte Menschen treffen - anderes Thema).

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grimmi schrieb:

Medien jeder Form können Einfluss auf das Verhalten von Menschen nehmen, wenn sie unverantwortlich genutzt werden und auf fruchtbaren Boden fallen. Konkret heißt das für mich, dass psychisch anfällige Menschen durchaus in eine falsche Richtung driften können bei übermäßigem Konsum entsprechender Medien. Das betrifft sowohl Computer- und Videospiele als auch Filme oder Musik.

Das grundlegende Problem, wieso ein Mensch gewalttätig oder gar zum Amokläufer wird, ist nicht sein Medienkonsum sondern seine Sozialisation. Fest in einer funktionierenden Gesellschaft eingebundene Menschen nehmen keinen Schaden durch (hohen) Konsum von "Gewaltspielen", Slashermovies oder härtesten Abarten von Musik. Eine gewisse Prädisposition vorausgesetzt können solche Einflüsse aber verstärkend wirken.

Daher ist in meinen Augen diese Debatte völlig am Thema vorbei und ähnelt doch stark den Stoppschildern gegen KiPo.

Oh je, wenn ich bedenke wie polarisierend diese Stoppschild-Debatte im INet geführt wird. Allein in einem Forum mussten 3 Threads geschlossen werden, weil es sehr schnell in persönliche Beleidigungen ging, das war teilweise sehr sehr heftig. Aber richtig, ich bin weder von einem Stoppschild begeistert, noch glaube ich, das simple Sticker auf einer Packung ernsthaft Folgen nach sich ziehen, sie behandeln vielleicht eventuell, man weiß es nicht, EIN Symptom, bekämpft aber nicht die Ursache!

grimmi schrieb:

Man macht in diesem Fall ein Symptom zur Ursache und blendet aus, dass es für diese Menschen einen Grund gibt, wieso sie sich diesen Spielen, Filmen, Liedern zuwenden und damit nicht zu anderen Menschen gehen und darüber reden. Wir haben kein Medienproblem, wir haben ein soziales Problem.

Richtig, aber genau das ist auch einer der Punkte, die nicht wirklich objektiv betrachtet werden. Inzwischen denke ich schon, das Computerspiele ein Teil der Problematik als sekundäres Objekt in Frage kommt, wenn man die soziale Entwicklung der Gesellschaft betrachtet. Denn der Anteil der jungen Bevölkerung, die zum Teil sehr viel Zeit mit dem Medium Computer und Konsole verbringt, ist eben nicht soo klein, wie es vielleicht nötig wäre. Dadurch erhalten Spiele auch einen soziologischen Aspekt. Da Kinder und Jugendliche sehr viel Zeit damit verbringen, prägt es ihre Entwicklung mit. Das gibt es durchaus auch positive Effekte, wie das eine hier herausgepickte Negative.

grimmi schrieb:

Medien müssen einer gewissen Kontrolle unterworfen sein, denn nicht für jedes Alter eignet sich jedes Spiel, jeder Film oder auch jedes Lied. Wer abstreitet, dass gerade jüngere Kinder sich durch eine entsprechende Präsentation beeindrucken lassen, scheint mir selber mit Scheuklappen durch die Gegend zu laufen. Um diese Kontrolle zu garantieren brauchen wir aber keine schärferen Gesetze oder Verbote von unliebsamen Spielen. Dazu müssen zum einen bestehende Regelungen konsequent durchgesetzt werden - ein 12jähriger darf keinen Film kaufen können, der erst ab 18 freigegeben ist.

Richtig, aber das ist schwer bis gar nicht durchsetzbar, solange die Regelungen nicht einheitlich in Europa und in der USA durchgesetzt werden. Junge INet-Nutzer sind weit mehr darin geschult und geübt mit seinem Umgang, als es so manche Eltern wohl ahnen. Sie finden immer einen Weg, die Dinge sich zu besorgen, die sie sich gerne wünschen. Das Stoppschild für Kinderpornographie ist da mit zu nennen, setzt es doch vorraus, das der INet-Nutzer keine Ahnung hat, was schlicht an der Realität vorbei gedacht ist! Zudem ist die Vernetzung viel umfangreicher und die Informationsweitergabe globaler. Das Erschwert jegliche Regulierung. Sicher kann man Verkäufer und Händler, die Kinder Spiele verkaufen, die sie nicht spielen dürften, bestrafen, käme aber wieder in den Teufelskreis an ein Symptom herumzudoktern, ohne die Ursache zu bekämpfen.

Somit komme ich zu dem Schluss, das man hier weit generalisiert Denken muss und sich hinterfragen sollte, wie man wirklich etwas dagegen machen könnte. Ich bin nicht per se gegen Ego-Shooter, ich frage mich nur, warum gerade diese Art der Freizeitunterhaltung so viele Kiddies an die Schirme bannt!?

grimmi schrieb:

Zum anderen muss aber ein Lernprozess in der gesamten Gesellschaft einsetzen, dass Medien etwas sind, deren Nutzung man lernen muss. Stellt man den Fernseher als billigen Babysitter ein und die XBox als Schnullerersatz, darf man sich nicht wundern, dass viele Jugendliche keine Sozialkompetenz haben (ja, auch mit der XBox kann man echte Menschen treffen - anderes Thema).

Schade das mir dieser Satz nicht eingefallen ist, sehr richtig, schön formuliert!

LG

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@XLuxx: Ich denke das heranwachsende immer von ihrer Umwelt beeinflusst werden. Je älter man wird, desto "stabiler" wird man. Ich möchte auch Jugendschutz etc. garnicht wegreden im gegenteil.
Und war es bei Jugendgewalt nicht eher so das die zurückgeht, die fälle die eintreten aber dafür schlimmer werden? Lasse mich da gerne korrigieren aber so hab ich das im Kopf.

Und bei Spielen die erschaffen kann ich aktuell World of Goo empfehlen. Macht viel Spaß. Aber das nur mal so dazwischen geworfen.
Ich weiß leider nicht mehr welche Ausgabe es war, aber in einer der letzten ix (Informatik Fachzeitschrift) war ein gutes Vorwort zu dem Thema in welchem die Aussage in etwa die war, das es für eine ganze Branche doch eher erbärmlich ist das alles was man bis auf wenige Ausnahmen zur Kultur beiträgt Gewalt ist. Die ix müsste in den letzten 4 Monaten erschienen sein.

Was mir bei der Diskusion sehr wichtig ist, ist das es eben nicht einfach ist herauszufinden woran es denn nun liegt das jemand ausrastet. Bei einer Sache bin ich mir jedoch sicher: Es ist nie ein Medium oder ein Umstand alleine, sondern immer mehrere.

Ich nutze ein Spiel wie COD - Modern Warfare oder Quake Live gerne um Dampf abzulassen. Für mich funktioniert das Prima.

@Liam: Nur weil Fußballspieler nicht aus Pixeln bestehen (ich bleib einfach mal bei meinem Beispiel) muss das nicht bedeuten das die Fans nicht den Kontakt zur Realität verlieren können.
Was ich bei WOW erlebt habe (habe es lange Zeit recht intensiv gespielt) war auch oft das Gesellschaftliche Klassen unwichtig wurden. Da besteht der Trupp mit dem man gerne unterwegs ist auf einmal aus Studenten, Hartz 4 Empfängern, Hausfrauen, Schülern, Abteilungsleitern und so weiter und keinen stört es. Das ist wie ich finde sehr angenehm, bietet natürlich auch die verlockung das sich die Leute darin vergraben.
Und mein Zynismus bezog sich auf die Leute welche auf einmal schokiert aus allen Wolken gefallen sind das auch Spiele Sucht erzeugen können, nicht jedoch auf die Sucht ansich.

Schwierig ist auch das wir einen Medialen Umbruch hatten welcher sich in weniger als einer Generation vollzogen hat. Ich (26 Jahre) kann von meiner Mutter nicht im Umgang mit Internet, Digitalen Spielen, Web 2.0 lernen und musste mir alles selbst aneignen. Ein Problem welches sich in vielfälltiger weise Zeigt heutzutage, nicht nur im sozialen Bereich. Aber auch ein wichtiger Grund dafür, dass Spiele heute von älteren Generationen so verteufelt werden. Sie kennen es nicht und verstehen es oft nicht das bestehende Kausale zusammenhänger nicht mehr bestand haben oder aber komplett überarbeitet werden müssen.
Dem "gesunden Menschenverstand" zu folgen kann auch schnell mal falsch sein.

Gruß

EDIT: Ihr seit zu schnell.

Zitat:

Zum anderen muss aber ein Lernprozess in der gesamten Gesellschaft einsetzen, dass Medien etwas sind, deren Nutzung man lernen muss. Stellt man den Fernseher als billigen Babysitter ein und die XBox als Schnullerersatz, darf man sich nicht wundern, dass viele Jugendliche keine Sozialkompetenz haben (ja, auch mit der XBox kann man echte Menschen treffen - anderes Thema).

Gut formuliert.

SynTetic (Neuling, 0 EXP)
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"Macht Computergewalt gewalttätig?"

Tja, das dürfte eine der meistdiskutiertesten Fragen im Computerspielebereich der letzten Zeit sein. Früher, d.h. so vor ca. 8-10 Jahren, als ich noch jünger war und mich erst seit einigen Jahren überhaupt mit Computerspielen beschäftigte (damals u.a. Half-Life, Quake 2, Unreal, Jedi Knight), habe ich das gänzlich abgestritten.

Heute, wo ich Spiele wie Doom 3, Dead Space, Crysis, die Call of Duty-Serie usw. (nur, um zu zeigen, dass ich die breite Palette meine) immer noch gerne spiele, aber natürlich schon etwas älter bin, sehe ich das etwas differenzierter. Natürlich macht Computergewalt nicht automatisch auch im Real Life gewalttätig, aber ich denke schon, dass man einfach weniger sensibel für bestimmte Abläufe von Gewalt ist bzw. Gewalt an sich eher milder einstuft. Zusammen mit anderen Faktoren im äußeren Umfeld kann dies - meiner Meinung nach - sehr wohl dazu führen, dass man leichter geneigt ist, Konflikte oder Probleme auf gewalttätigere Art (nicht notwendig körperliche Gewalt) zu lösen versucht.

Das ist natürlich pauschal formuliert. Nicht umsonst widmet (durchaus gute kriminologische) Fachliteratur diesem Thema mehrere Regalmeter. Aber ich denke, dass der Tenor klar geworden ist.

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@Biblio

Hmm ich seh einfach den Unterschied darin, dass man sich bei einem MMORPG abschotten kann von der Realität und auch wenn viele es anders argumentieren, ich seh einen Unterschied darin Zeit mit Leuten online zu verbringen und sie nur in Form von Text und Avatar zu erleben oder real.
Bei einem Fussballverein bin ich immer noch in die Realität im allg. einbezogen, ich geh zu spielen, vielleicht Fantreffen etc. (was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem bisserl spinne was meinen Verein angeht). Bei einem MMORPG wenns mich richtig erwischt, sitze ich in meinem Zimmer vorm Computer und das wars, vielleicht nochmal rausgehen für Lebensmittel einkaufen und damit enden meine realen Bindungen. So extrem bietet das fast kein anderes Hobby an.

Das es gewisse Vorteile hat wie eben die Unwichtigkeit gesellschaftlicher Klassen oder Äußerlichkeiten ist sicherlich etwas positives, aber vermutlich auch grad einer der starken Anziehungsfaktor, grad für die Leute die eh schon nicht so gut im realen Leben klar kommen.

@Luxx

Glaub das hat viel mit dem am liebsten zitierten Irrtum der Presse/Politiker zu tun. Medien und Spiele machen nicht gewalttätig, sie bringens maximal hervor. Wir Menschen sind veranlagt für Gewalt. Wir sind zwar gut darin es inzwischen mit Erziehung und sozialen Strukturen zu unterdrücken und einzuschränken, aber ein Blick in ein beliebiges Kriegsgebiet, in unser wahrlich nicht glorreiche Geschichte oder simpel in der Faszination mit dem Thema zeigt einfach, es ist ein Teil von uns und auch ein recht natürlicher.
Es ist spannend, es ist fordernd, es gibt Machtgefühl damit verbunden Selbstwertgefühl usw. Gewalt ermöglicht einfach auf eine rel. simple Art und Weise eine große Anzahl positiver Erfahrungen.
Warum es bei Spielen besonders effektiv wirkt, dürfte sich imo simpel darin erklären, du bist nie das Opfer im Endeffekt bist du beim spielen immer der Aktive, der Ausübende, der Obsiegende. Ich besiege x und mir passiert dabei genau nichts, die wichtigsten Hemmer für reale Gewalt Angst, Schmerz, Demütigung, Verlustängste, Bestrafung sie alle fallen weg und wir bekommen dafür lediglich das Gefühl am Ende, wir waren besser als das Spiel, die Online Gegner etc.

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Es ist immer wieder toll zu beobachten, wie sehr Eltern an der Gewaltdiskussion vorbeierziehen. Erst kürzlich hab ich in einem Saturnmarkt mit meiner Frau eine Situation erlebt, einfach herrlich.

Eine Mutter mit ihrem Sohnemann, er ca 12-13, steht am Xbox 360 Regal. Er visiert die ganzen Titel mit roter USK Kennung an, greift zielsicher zu Riddick und sagt sowas wie, cool. Mama nickt nur, er hälts fest und beide wollen wohl zur Kasse. Ich mach mir den Spass, und frage sie, ob sie weiss, das das Spiel für ihren Jungen garnicht Altersgerecht ist, was dieses rote Symbol auch anzeigt.
Ihre Antwort: Das weiss sie, aber er findet diesen Riddick so cool, es gehe mich auch nix an..bla bla und geht.

Und es geht mich doch was an, wegen solcher Eltern, die eben alle Jugendschutzversuche torpedieren, stehen erwachsene Spieler da und müssen sich mit Zensur und geschnittenen Versionen rumärgern, oder mit einfachen No-release in Germany. Woher kennt der Bengel überhaupt Riddick? Sind die Filme ab 12???

Gewalt in Spielen hat in Kinderhänden nichts zu suchen, da brauch es keine Studien die belegen oder widerlegen, da brauch es nur Eltern, die sich mit den Medien auseinandersetzen, die Ihre Kinder konsumieren möchten.
Gewalt in Spielen kann meiner Meinung nach, ein Kind durchaus abstumpfen lassen...Genauso, wie die tägliche Dosis Terror und Gewalt in den Nachrichten uns Erwachsene abstumpft, nur haben wir eben die Erfahrung damit umzugehen, Kinder tuen sich da schwer.

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Bibliothekar schrieb:

@XLuxx: Ich denke das heranwachsende immer von ihrer Umwelt beeinflusst werden. Je älter man wird, desto "stabiler" wird man. Ich möchte auch Jugendschutz etc. garnicht wegreden im gegenteil.
Und war es bei Jugendgewalt nicht eher so das die zurückgeht, die fälle die eintreten aber dafür schlimmer werden? Lasse mich da gerne korrigieren aber so hab ich das im Kopf.

Das ist richtig, die Bundeskriminalbericht 2008 sagt es aus!

Bibliothekar schrieb:

Und bei Spielen die erschaffen kann ich aktuell World of Goo empfehlen. Macht viel Spaß. Aber das nur mal so dazwischen geworfen.
Ich weiß leider nicht mehr welche Ausgabe es war, aber in einer der letzten ix (Informatik Fachzeitschrift) war ein gutes Vorwort zu dem Thema in welchem die Aussage in etwa die war, das es für eine ganze Branche doch eher erbärmlich ist das alles was man bis auf wenige Ausnahmen zur Kultur beiträgt Gewalt ist. Die ix müsste in den letzten 4 Monaten erschienen sein.

Muss ich mal schauen, ich lese die ix eher sporadisch, aber das Vorwort passt, was ich immer hier sage, warum muss ein Computerspiel Gewalt beinhalten? World of Goo liebe ich, ein geiles Game!!!

Bibliothekar schrieb:

Schwierig ist auch das wir einen Medialen Umbruch hatten welcher sich in weniger als einer Generation vollzogen hat. Ich (26 Jahre) kann von meiner Mutter nicht im Umgang mit Internet, Digitalen Spielen, Web 2.0 lernen und musste mir alles selbst aneignen. Ein Problem welches sich in vielfälltiger weise Zeigt heutzutage, nicht nur im sozialen Bereich. Aber auch ein wichtiger Grund dafür, dass Spiele heute von älteren Generationen so verteufelt werden. Sie kennen es nicht und verstehen es oft nicht das bestehende Kausale zusammenhänger nicht mehr bestand haben oder aber komplett überarbeitet werden müssen.
Dem "gesunden Menschenverstand" zu folgen kann auch schnell mal falsch sein.

Generationenkonflikt Extrem, sicher richtig. Meine Generation hat mit dem C64 erst angefangen! (Was für Zeiten!!!) Das meine Mutter und mein Vater eher skeptisch den neuen Möglichkeiten entgegen stehen, hat sicher etwas mit der Neuausrichtung zu tun, hat aber auch einen durchaus nachfolziehbaren Grund: Ist das aktuelle Gebaren wirklich das Wahre? Allerdings ist das nicht Thema dieser Debatte, oder wink !!

Bibliothekar schrieb:

EDIT: Ihr seit zu schnell.

Kann nicht sein! smilie

LG

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Erynaur schrieb:

Es ist immer wieder toll zu beobachten, wie sehr Eltern an der Gewaltdiskussion vorbeierziehen. Erst kürzlich hab ich in einem Saturnmarkt mit meiner Frau eine Situation erlebt, einfach herrlich.

Eine Mutter mit ihrem Sohnemann, er ca 12-13, steht am Xbox 360 Regal. Er visiert die ganzen Titel mit roter USK Kennung an, greift zielsicher zu Riddick und sagt sowas wie, cool. Mama nickt nur, er hälts fest und beide wollen wohl zur Kasse. Ich mach mir den Spass, und frage sie, ob sie weiss, das das Spiel für ihren Jungen garnicht Altersgerecht ist, was dieses rote Symbol auch anzeigt.
Ihre Antwort: Das weiss sie, aber er findet diesen Riddick so cool, es gehe mich auch nix an..bla bla und geht.

Und es geht mich doch was an, wegen solcher Eltern, die eben alle Jugendschutzversuche torpedieren, stehen erwachsene Spieler da und müssen sich mit Zensur und geschnittenen Versionen rumärgern, oder mit einfachen No-release in Germany. Woher kennt der Bengel überhaupt Riddick? Sind die Filme ab 12???

Nein ab 16Jahre (kurz bei Amazon vorbeigeschaut)! Ein trauriges aber alltägliches Beispiel, danke dafür! Erziehung ist die Grundlage allem, ohne vernünftige Erziehung hat es ein Kind sehr schwer seinen Platz in der Welt zu finden. Das Erziehung heutzutage aber um einige schwerer ist, als z.B. zu meiner Kindheit, sollte auch nicht unbemerkt bleiben! Letztlich kann ich hier nur wiederholen, was ich Mütter und Vätern gerne mitgebe: Kinder werden Leer geboren und saugen alles auf, wie ein trockener Schwamm! Kein Kind ist von Geburt an "böse", es wird in Teilen so erzogen!!

Erynaur schrieb:

Gewalt in Spielen hat in Kinderhänden nichts zu suchen, da brauch es keine Studien die belegen oder widerlegen, da brauch es nur Eltern, die sich mit den Medien auseinandersetzen, die Ihre Kinder konsumieren möchten.
Gewalt in Spielen kann meiner Meinung nach, ein Kind durchaus abstumpfen lassen...Genauso, wie die tägliche Dosis Terror und Gewalt in den Nachrichten uns Erwachsene abstumpft, nur haben wir eben die Erfahrung damit umzugehen, Kinder tuen sich da schwer.

Aber dieses Erfahrungspotenzial geht gerade im Sumpf der mangelnden Kindererziehung unter. Wir bekamen von unseren Eltern mit, wie man mit Informationen umgehen muss, wie sie einzuordnen sind, woran man glauben soll oder nicht. In der Schule wurde dann noch der Faktor Zweifel eingebaut und Schwupps war ein kritischer aufgeklärter Mensch entstanden.
Heute verkommen viele dieser, sagen wir mal, Tugenden, im Sumpf der Geltungssucht und der Gruppendynamik. Heute ist Aids plötzlich heilbar und Paris Hilton ein Megaidol! Die kritische Auseinandersetzung mit den gebotenen Informationen findet, so mein Eindruck, nur sehr selten statt! Man glaubt was man irgendwie hört und hinterfragt selten. Warum argumentieren? Aber auch dieses Thema entgleitet ein wenig der Grundproblematik, oder?

LG

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Ich hab mir grad das Video mal angeguckt. Wird der Kameramann eigentlich bereits von einem gewaltbereiten Videoten traktiert oder warum wackelt die Kamera so arg?

Es würde mich interessieren, wie groß oder klein die Menge derer ist, die sich in keinster Weise mit dem Begriff Gamer identifizieren können, obwohl sie bereits seit vielen Jahren Videospiele spielen. Irgendwie versprüht das Wort den Charme nicht ernst genommen zu werden.

Ich hab mir auch kurz mal die Webseite angesehen. Schlicht, Web V1 like seriös wirken wollende Agenturbilchen, kurz: In den Anfängen. Ich hab mich nicht mit deren Inhalten auseinandergesetzt. Mag sein das dies löblich ist, vielleicht aber auch nicht. Ich kann mit Vereinsmeierei und Lobbyismus generell wenig anfangen.

Zur Diskussion und mein Beitrag als weiterer Hobbypsychologe: Gewalt in Videospielen ist, relativ zum Vergleich entsprechend eingestuft, genauso zu sehen wie Gewalt in jeder anderen Form oder medialen Präsentation. Im Endeffekt kommt es immer auf den Einzelfall drauf an; es braucht aber auch sinvolle Regulierungen, damit dies in einer nicht utopischen Gesellschaft nicht ausartet. Die Politik polemisiert das Thema seit Jahren, wobei neuerdings, neben Menschen die es ernst meinen, auch einige Pro-Wahl-Trittbrettfahrer die Bühne betreten haben. Ein ernstes Thema, bei dem sich auch die Frage stellt: Woran es manchen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder ermangelt.

Zum Diskussionsstil: Ich finde es in Ordnung, wenn Diskussionen auch mal hitzig und leicht persönlich werden. Ältere Semester können sich vielleicht noch an anregende Nächte mit ORFs Club 2 erinnern.

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Nur um auf der anderen Seite noch kurz die Eltern auch was in Schutz zu nehmen, sie können es auch nur begrenzt kontrollieren. Selbst wenn sie das Glück haben und nicht beide arbeitstätig sein müssen, so dass einer immer zuhause verfügbar ist. Wenn du es deinem Kind selber nicht ermöglichst, mein Gott dann geht es zu einem Freund, besorgt es sich als Raubkopie auf dem Schulhof etc..
Ich weiß nicht wies bei dem Rest hier aussieht im Forum, aber ich hab in meiner Jugend definitiv so einiges gesehen und gespielt von dem meine Eltern nichts wußten und wo sie def. dagegen gewesen wären.

Sicher Eltern sollten Verantwortung zeigen und nicht einfach lapidar alles kaufen was Kinder wollen, nur das grad von über Gesetzesinitiativen empörten Spielern gern geforderte "die Eltern sollen doch bitte kompetent werden und alles regeln" ist genauso an der Realität vorbei, wie zu behaupten Spiele sind grundsätzlich gefährlich.

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Eben, das ist das was ich meine: Es sollte u.a. festgestellt werden, warum manche Eltern ihre Kinder nicht in ausreichendem Maße erziehen. Wo liegen die Probleme begraben? Liegt's am Kind? Liegt's an der Zeit? Liegt's daran, daß sie nicht wollen? Liegt's daran, daß sie nicht können?

Dann müßte man die entsprechenden Schlüsse ziehen und höchstwahrscheinlich umfassenderere und langfristigere Politik wagen, als dies derzeit üblich ist. Vielleicht packt's ja aber auch die Gesellschaft alleine.

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Ich möchte auch noch mal nen anderen Ansatz einbringen.
Früher in meiner Jugend, also Anfang Achtziger,so mit 11-13 da rannten wir mit Pistolen und Knallerbsen durch die Gegend, und haben uns unzählige Male "erschossen", "in die Luft gesprengt".

Da gab es noch in jedem Spielzeugladen Soldaten und Panzer zu kaufen. Wir haben quasi auch eine ganz andere Kindheit und frühe Jugend gehabt, man hat sich noch ausgepowert, auch mal nen kleene Klopperei auf dem Spielplatz gehabt.

Das war aber alles nicht so extrem wie heut, andere Zeiten, Tabus von damals sind heute selbstverständlich, so wie der Minirock sich in den Sechszigern durchsetzt hat, und Mode immer extremer wurde, so wird Gewalt unter Kindern und Jugendlichen immer extremer....und da komm ich zum allgemeinen Medienkonsum.
Der ist unter Kindern und Jugendlichen von heute um ein vielfaches Höher als bei den heute Mitte 30ern und Kindern von damals.
Der Gewaltgehalt im Fernsehen und die Dauer des Konsums hat deutlich zugenommen.
Es sind nicht die Spiele, es ist die Gesamtsituation der Gesellschaft und zunehmende Perspektivlosigkeit + Dauerberieselung aller Medien mit Hiobsbotschaften über Zukunftsängste, die diese in so manchem Gehirn verankern und irgendwann bringt ein Tropfen das Fass zum überlaufen, und Peng, der junge, heranwachsende Amokläufer ist geboren....vielleicht zu einfach Gedacht?; ein Ansatz; nicht der Einzige.

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ohne allzuviel gelesen zu haben von dem thread usw..
wahrscheinlich habe ich auch nichts wertvolles beizutragen

afaik ist die theorie des ventils, also das, daß man mit ausübung von gewalt auf dem einen level (n kissen prügeln, virtuelle gewalt ausüben) andere gewaltwünsche abbaut, auch schon bei manchen stellen widerlegt. tatsächlich meinen manche, daß es nichtnur NICHT funktioniert, sondern das ganze nurnoch schlimmer machen kann.
dann existieren studien über virtuelle gewalt mit dem inhalt, daß ein gewaltspiel als gewalt akzeptiert wird und somit akzeptanz dafür aufbaut genauso wie studien, daß es eine deutliche unterscheidung bei den leuten gibt, die das zeugs kennen (!) zwischen realem und virtuellem ballern.

also ich weiß nicht so recht, wie die shooterfans immer schreiben, daß es sie friedlicher und ausgeglichener machen würde. ich halte ventile auch für quatsch. aber sowohl das eine als auch das andere ist für mich nicht beweisbar. aber ich unterstütze mit meiner nichtfachmännischen meinung die studie, die besagt, daß leute unterscheiden können. nun kommt aber erstmal ein ABER. denn diese studien benutzen leute, die wissen, daß es unterschiede gibt und sehen können, was was ist.
beispiel: das spiel mensch ärger dich nicht. das ist ein gänzlich blödes spiel und reine glückssache, wie die würfel fallen. kann den ganzen abend ein 6er nach dem anderen haben oder nicht eine spielfigur aufs feld bringen. und sobald ichs doch schaffe, würfelt mein gegner zufällig genau die augenzahl um nich absolut niederzumähen. und bei mensch ärger dich nicht ist die erziehung doch meist so ausgefallen: "ist doch nurn spiel". genau da liegt der gag.. wir sind gamer. warum sollten wir nicht in der lage sein, das für uns offensichtliche zu erkennen?

ich denke weiterhin, daß ich tatsächlich nicht ganz so heftig bei gewalt reagiere.. ganz einfach, weil ich nicht direkt mit gewalt konfrontiert bin. ich sehe keine blutigen kadaver vor mir. und genau so gehts jedem anderen hier nehme ich mal an. in den nachrichten bekommen wir die welt und deren abgründe inzwischen aufm silbertablett serviert. ich erinnere mich noch, da gabs mal nen konflikt und ard oder zdf haben gezeigt, wie irgendwelche armeetypen einen verbrannten kadaver hinter sich hergezogen haben. meine eltern haben sofort versucht, mir die hand vors gesicht zu halten (did not work) und schon damals muss ich sagen, daß mich der anblick weder großartig schockiert noch geängstigt hat. und das war eine reale szene. zu der zeit habe ich wie heute auch im grunde keine gewalt in games gehabt. ich bin kein shooterzocker. aber nicht wegen gewalt oder sowas. einfach nur, weil mir das spielprinzip meistens zu simpel ist. also.. warum hat mich das trotzdem nicht so gestört, wie meine eltern das vielleicht erwartet haben? war ich abgestumpft? vielleicht- aber nicht durch games. ich erinnere mich an den golfkrieg, da haben wir die berichterstattung in der glotze verfolgt und mir kam das sooooooo weit weg vor. im geschichtsunterricht wird einem immer gesagt, daß kriege und gewalt zu allen ereignissen gehört. und der letzte krieg, der uns so direkt was anging.. da gehört kaum einer aus der gamergeneration noch dazu. gewalt findet für uns nicht auf die gleiche art statt.
und deswegen und auch dadurch, daß wir sehen und wissen, daß wir da keine gewalt vor uns haben, verstehen wir nicht, wo das problem an unserer virtueller gewalt liegt. weil es keine virtuelle gewalt IST. es ist virtueller zeitvertreib, virtuelle würfelspielchen, brettspielchen, kartenspielchen und papier stein schere auf pixelniveau. da ist KEINE gewalt zu sehen. warum ist der haufen aus voxel, pixel, poligonen ein opfer von gewalt? warum ist ein zerschnittenes foto kein opfer von gewalt, kein vom hund zerbissener spielstein ein opfer von menschenfressenden tieren und warum ist das missglückte und verschnittene kopflose papiermännchen kein blutiges massaker? weils einfach keines IST!! zumindest nicht für die, die sehen, was es wirklich ist. klingt blöd.. aber für mich ist es eben so.
es gibt actionfilme, die realer auf mich wirken als wenn ein pixelmännchen den kopf in einer blutfontaine verliert. und auch da weiß ich, daß es keine gewalt IST.

aber haben wir uns schon nach der filmindustrie umgesehen? die verstörenste und gruseligsten szenen sind dort die, die man nicht sieht.
warum ist das so? und warum sollte dann das manchmal fast lächerlich übertriebene in manchen shootern dargestellte derart schlimmer sein? bei filmen würde man das in manchen shootern gesehene als trash abhaken und es würde als solcher von filmfans zum klassiker gemacht werden.
von besonders stumpfsinnigen extrembeispielen mal abgesehen, wo der spielinhalt nur virtueller splatter war. das beleidigt mich aber eher in meinem verständnis, daß computergames durchaus spielwert brauchen, estetisch sein sollen und teilweise kunstanspruch haben. ich erinnere mal an ein game, was mit vollen leichensäcken warb. btw ein gutes beispiel für die nicht dargestellte gewalt und deren macht.

wann komme ich zum punkt? wahrscheinlich niemals. und sicher habe ich wieder 4397 (verschwörungstheoretiker aufgepasst) gedankengänge übergangen die ich noch hatte und massig logiklücken im text. bin halt manchmal unstrukturiert und verpasse am ende den punkt zu machen.
ich schreib später nochmal in einer antwort auf ein zerreißerpost, was es eventuell geben wird wenn ich merke, daß ich irgendwo wieder was übersprungen habe, was noch rauswollte razz

was wollt ich noch sagen?
ahja.. ich möchte noch was anmerken. viele behaupten gerne, daß der shooter nur aus spieltechnischen gründen für sie interessant ist. und ich glaube das auch vielen, da diese spiele meistens für mich aus spieltechnischen gründen gerade uninteressant sind. aber bei manchen wirkt das lächerlich. es gibt einfach die leute, die shooter spielen, weils ihnen einen kick gibt, mal abzudrehen. nur auch die sagen gerne: "da ist nur der teamaspekt, weswegen ich das spiele. ich könnte genausogut mit yoghurtbechern gegen tofublöcke als figuren spielen, die kleine erdbeeren werfen und das ganze sollte in einer großen diskoarena spielen." nope, dont think so. da finde ich, daß man denen es auch ansieht. witzigerweise sind das immer die knilche, die das fernsehen gerne zeigt. die, die da grinsend vorm splattergame hängen und dann lauthals losglucksen vor glück und freude "ey! dem hab ich den kopf weggesägt! haha!"
seid endlich ehrlich- ihr könntet nicht wirklich ohne den spielinhalt. es geht auch teilweise bei shootern darum, daß man nicht dem tofublock ne ecke rauswirft mit seiner erdbeere, sondern eine art achievement hat. und das ist eben das besiegen eines gleichwertig wirkenden objektes. man ist nunmal kein yoghurtbecher. und wenn das noch dann möglichst real dargestellt wird, ist der belohnungsapekt sogar noch höher. es ist eben ein spielanteil genauso wie der teamaspekt und nicht losgelöst von selbigem.
es ist imho aber die frage, ob es sich dabei um gewalt handelt, handeln kann oder es wirklich als gewalt für das geübte (!!!) auge erkennbar ist?

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BFBeast666 (14 Komm-Experte, 2062 EXP)
Na, dann mach mal einen Rettungswurf!
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Beigetreten: 21.5.2009
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Ich will jetzt gar nicht auf die Grundsatzfrage eingehen, denn es gibt für jede Seite des Argumentes genug Studien. Allerdings beweist das nur, daß diese Materie erheblich komplexer ist, als viele Leute sich das gerne zurechtbiegen.

Ich spiele jetzt seit meinem 10. Lebensjahr ziemlich regelmäßig Computer- und Videospiele. Das sind (Hirn anwerf) knapp 23 Jahre, in denen ich von Operation Wolf (C64) über Wolf3D, Doom, UT und so manche andere Splatter-Nummer gesehen habe, bis hin zum heute bei mir eingetrudelten Prototype. Anfangs hat mein Vater noch regelmäßig vorbeigeguckt und dafür gesorgt, daß gewisse Spiele nicht in meiner Diskettenbox geblieben sind. Und das wichtigste: Er hat sich mit mir darüber unterhalten, was ich da halt spiele. Solange man nicht unreflektiert konsumiert, sollte es kein Problem darstellen, zwischen virtueller und realer Gewalt zu unterscheiden. Ich hab früher oft genug auf die Fresse bekommen, um zu wissen, daß eine Keilerei in Street Fighter erheblich angenehmer ist, als ein Karatetritt gegen den Kiefer. Dementsprechend habe ich auch kein Verlangen danach, jemanden "in echt" einen Hadouken zu verpassen.

Leider haben viele Eltern einfach keine Zeit (oder - viel, viel schlimmer - keine Lust), sich mit ihren Sprößlingen zu beschäftigen. Da wird halt einfach eine Xbox ins Kinderzimmer gestellt und gut ist. Hauptsache die Gören sind still. Daß die Kids vielleicht auch mal Zuspruch wollen, wird dabei oft und gerne vergessen. Die Schule konnte auch früher schon eine Tortur sein, mit (realem oder eingebildeten) Leistungsdruck, nervenden/mobbenden Mitschülern oder indifferenten Lehrern, die nur noch ihren Stoff abspulen und denen die 20, 30 Kids eigentlich total egal sind. Das gab es schon zu meiner Zeit, und ich wette, die Zustände sind nicht besser geworden. Und wenn dann die Eltern nicht mal Zeit für einen haben, können sich schnell Emotionen aufstauen - grade bei Teenagern. Das entlädt sich bei einigen im Komasaufen, andere randalieren - und wieder andere zocken.

Es ist bei mir nicht das Pixel-Blut, daß meinen Blutdruck hochgehen läßt und auch gelegentlich Controller an die Wand fliegen läßt, es ist schlampiges Spieldesign, verbugte Software oder unverständliche Spielelogik. Wer in letzter Zeit mal "Das Bourne-Komplott" gespielt hat, weiß sicher, was ich meine...

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grimmi (10 Kommunikator, 466 EXP)
hat heute frei!
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Liam schrieb:

Nur um auf der anderen Seite noch kurz die Eltern auch was in Schutz zu nehmen, sie können es auch nur begrenzt kontrollieren.

Erziehung bedeutet ja nicht umfassende und allgegenwärtige Kontrolle. Eher genau das Gegenteil: Man erzieht sein Kind so, dass es (u.a.) mit den Medien sinnvoll umgehen kann. Wenn das Kind denn Egoshooter toll findet, so sollte es sich aber mindestens bewusst sein, dass das Geschehen auf dem Bildschirm erst einmal nichts mit der Realität zu tun hat.

Wenn ich immer auf mein Kind aufpassen muss, damit es nichts schlimmes macht, habe ich in der Erziehung Fehler gemacht. Eigenständiges Erfahren ist ein wichtiger Punkt im Erwachsenwerden. Bei einer richtigen Erziehung schafft ein Kind es von ganz allein, seine Umwelt zu beurteilen und bspw. zu entscheiden, dass die Vorgehensweise aus CounterStrike im echten Leben vielleicht unangebracht ist.

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Liam (13 Koop-Gamer, 1222 EXP)
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Beigetreten: 6.6.2009
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Hmm grimmi weiß nicht so ganz worauf du hinauswillst. Es geht nicht um eine Kontrolle der Kinder per se sondern ihres Medienkonsums. Ich vermute auch du wirst kein 12 jähriges Kind nach einem ernsthaften, aufklärenden Gespräch danach mit ab 18 Horrorfilmen alleine lassen, damit es seine Erfahrungen sammelt. smilie

Außerdem wenn man die Untersuchungen anschaut, es geht ja nicht drum, dass die Kinder spontan glauben, im echten Leben Mitschüler zu ermorden, wäre das gleiche wie im Spiel Terroristen abzuschiessen. Das Problem ist ja, dass die Medien anscheinend zu einer Abstumpfung gegenüber Gewalt führen und diese Form der Abstumpfung kannst du auch nicht mit rationalen Argumenten den Kindern erklären oder mit guter Erziehung verhindern.

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XLuxx (09 Triple-Talent, 261 EXP)
Trine kostet mich Lebensjahre aber macht einfach nur Spass!!
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Beigetreten: 16.7.2009
Liam schrieb:

Außerdem wenn man die Untersuchungen anschaut, es geht ja nicht drum, dass die Kinder spontan glauben, im echten Leben Mitschüler zu ermorden, wäre das gleiche wie im Spiel Terroristen abzuschiessen. Das Problem ist ja, dass die Medien anscheinend zu einer Abstumpfung gegenüber Gewalt führen und diese Form der Abstumpfung kannst du auch nicht mit rationalen Argumenten den Kindern erklären oder mit guter Erziehung verhindern.

Zumal diese Abstumpfung sehr latent vonstatten geht, der Protagonist merkt nicht bewußt, das er gegenüber Gewalt abstumpft, das ist für Kinder gleichermaßen anwendbar!

Mit Erziehung kann man da nur bedingt entgegen wirken, dazu (aus meiner kinderlosen Sicht heraus, wohlbemerkt) ist die Zeit, in der ich als Elternteil wirklich Einfluss auf meine Kind habe, immer knapper Bemessen. Sobald die Kinder in die Schule gehen erziehen die sich selbst, dazu ist der Gruppenzwang und der Zusammengehörigkeitszwang zo enorm, so das die Eltern dann nur sehr beengt Einfluss nehmen können. Wenn es in der Schule cool ist, einen Shooter zu spielen, hilft alle Erziehung wenig, seinen Schützling davon abzubringen, die Gruppe ist stärker. Das macht Erziehung heutzutage so schwierig, man glaubt Anfangs nach der Geburt sooo viel Zeit zu haben, das Kind in die vermeidlich "richtigen" Bahnen lenken zu können und ihm alles mitgeben zu können, was es für den Großstadtdschungel so braucht. Später kommt dann das böse Erwachen, wenn man bemerkt wie schnell sich Kinder aus den Händen der Eltern heraus gewegen. Wer will schon ein Kind sein???

Somit ist eine wirklich "Vorbereitung" auf mediale Einflüsse nur schwer zu Realisieren, nicht unmöglich, sicher, aber die Schule entscheidet eigentlich mehr darüber (so mein Eindruck), was getan, gespielt und gesehen werden muss, um dazu zu gehören! Aussenseiter, zu meiner Zeit höchstens belächelt, werden heute nicht selten Opfer übelster Hetze und übelsten Mobbing, wer will da dann schon gegen den Strom schwimmen???

Ich komme immer wieder an den Punkt an dem ich sagen muss, ob es notwendig ist weiter so gewaltglorifizieren in dem Medium Computerspiel zu agieren und zu riskieren, das Kinder gegen Gewalt abstumpfen? Oder sollten die "Erwachsenen" nicht doch lieber einsehen, das kein Weg an eine gesunde Mischung vorbei führt, weg von sinnloser Gewalt hin zu einem vielseitigen Medium?? Sicher nur ein Teilstück der ganzen gesellschaftlichen Torte, dazu gehört noch weit mehr. Aber irgendwo muss ein Anfang gesetzt werden und was würden dann wohl die Medien schreiben?? Ich hörs schon trappsen ... smilie

Der Klügere gibt nach ... !!

LG

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Gadeiros (15 Kenner, 3062 EXP)
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XLuxx schrieb:

Mit Erziehung kann man da nur bedingt entgegen wirken, dazu (aus meiner kinderlosen Sicht heraus, wohlbemerkt) ist die Zeit, in der ich als Elternteil wirklich Einfluss auf meine Kind habe, immer knapper Bemessen. Sobald die Kinder in die Schule gehen erziehen die sich selbst, dazu ist der Gruppenzwang und der Zusammengehörigkeitszwang zo enorm, so das die Eltern dann nur sehr beengt Einfluss nehmen können. Wenn es in der Schule cool ist, einen Shooter zu spielen, hilft alle Erziehung wenig, seinen Schützling davon abzubringen, die Gruppe ist stärker.

da ist ja das tolle neue konzept: ganztagsschule.. denn das bringt mehr wissen, macht deutschland besser und entlastet die armen eltern. außerdem: wer kann shooter spielen, wenn man da einfach über die ganztagsschule kaum zeit dafür hat. das holt diese verbrecherischen suspekte auch endlich von den straßen. Es beugt der verrohung dieser kinder vor. DAS konzept der zukunft! preiset die weisheit der politik.
daß ganztagsschulen gruppenbildung und den dazugehörigen gruppenzwang erhöhen, die wirkung von mobbing drastisch intensivieren und die kinder noch weiter ins abseits stellen.. und die verrohung der jugend wird schon allein durch die allgemeine ansichtsweise der lehrer, daß kinder eben NICHT durch die schule erzogen werden noch weiter vorangetrieben.. das scheint da oftmals irgendwo außer acht gelassen zu werden.
da kann man doch nur sagen: geniestreich, wirklich.
hauptsache die pisatests stimmen.

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XLuxx (09 Triple-Talent, 261 EXP)
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Beigetreten: 16.7.2009
Gadeiros schrieb:
XLuxx schrieb:

Mit Erziehung kann man da nur bedingt entgegen wirken, dazu (aus meiner kinderlosen Sicht heraus, wohlbemerkt) ist die Zeit, in der ich als Elternteil wirklich Einfluss auf meine Kind habe, immer knapper Bemessen. Sobald die Kinder in die Schule gehen erziehen die sich selbst, dazu ist der Gruppenzwang und der Zusammengehörigkeitszwang zo enorm, so das die Eltern dann nur sehr beengt Einfluss nehmen können. Wenn es in der Schule cool ist, einen Shooter zu spielen, hilft alle Erziehung wenig, seinen Schützling davon abzubringen, die Gruppe ist stärker.

da ist ja das tolle neue konzept: ganztagsschule.. denn das bringt mehr wissen, macht deutschland besser und entlastet die armen eltern. außerdem: wer kann shooter spielen, wenn man da einfach über die ganztagsschule kaum zeit dafür hat. das holt diese verbrecherischen suspekte auch endlich von den straßen. Es beugt der verrohung dieser kinder vor. DAS konzept der zukunft! preiset die weisheit der politik.
daß ganztagsschulen gruppenbildung und den dazugehörigen gruppenzwang erhöhen, die wirkung von mobbing drastisch intensivieren und die kinder noch weiter ins abseits stellen.. und die verrohung der jugend wird schon allein durch die allgemeine ansichtsweise der lehrer, daß kinder eben NICHT durch die schule erzogen werden noch weiter vorangetrieben.. das scheint da oftmals irgendwo außer acht gelassen zu werden.
da kann man doch nur sagen: geniestreich, wirklich.
hauptsache die pisatests stimmen.

Nun ja, Sarkasmus bringt die Pisastudie auch nicht weiter und löst bekanntlich keine Probleme, oder!??!?! Nichts für ungut!

LG

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Zitat:

Hmm grimmi weiß nicht so ganz worauf du hinauswillst. Es geht nicht um eine Kontrolle der Kinder per se sondern ihres Medienkonsums. Ich vermute auch du wirst kein 12 jähriges Kind nach einem ernsthaften, aufklärenden Gespräch danach mit ab 18 Horrorfilmen alleine lassen, damit es seine Erfahrungen sammelt. smilie

Nein, das wäre falsch. Aber ein Bekannter, welcher einen Sohn hat, hat sich mit dem die Herr der Ringe Filme zusammen angeschaut (Sohn war zu dem Zeitpunkt irgendwas zwischen 11 und 13 meine ich) und danach wurd noch mal drüber gesprochen. Das hat er vor allem getan weil die Filme recht ... gewaltig (im Sinne von groß wink ) sind und seiner Meinung von Kindern nicht immer so ohne weiteres geschluckt werden können. Hat prima geklappt. Es muss also nicht immer der 12 Jährige sein welcher ab 18 Filme schaut.

Und wenn Kinder mal an Filme ab 16 / 18 drankommen ist das auch nicht immer direkt die nicht wahrgenommene Aufsichtspflicht. Wir haben auch früher versucht an alles mögliche dranzukommen. Turrican auf dem Amiga, der weiße Hai auf Video und so weiter. Kinder sind auch nicht doof und können die Eltern austricksen. Wobei das dann schon fast wieder ein gutes Zeichen ist. Sie wissen das sie es nicht sollen und verstecken es deshalb und ihre Kreativität wird beim verstecken auch gefördert smilie

Gruß

EDIT: Quote korrigiert

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