Jugendschutz oder Erwachsenengängelung

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Hendrik -ZG- (25 Platin-Gamer, 61241 EXP)
KZH
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Aufgrund einer kleinen Abschweifung diesem Threat: http://www.gamersglobal.de/forum/73023/gewaltaetige-spielemedien-mal-ganz-subjektiv, (gemeint ist meine kleine Diskussion mit Thomas)
Mal eure Meinung: Findet ihr den Jugendschutz in Deutschland genau richtig, oder empfindet ihr ihn nur als Gängelung Erwachsener ?

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Seine Lordschaft, Imperator, seine allessehende alleswissende Göttlichkeit, Herrscher der sieben Meere und aller Kontinente, , Anwender der herrlichen Stahlanaconda, Anbetungswürdigster Erdbürger, Bescheidener Diener Mammons und Bester Vater aller Väter, Hendrik der erste grüsst sein Volk

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Thomas Barth (21 Motivator, 27449 EXP)
ist wieder voll auf dem Retro-Trip
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Beigetreten: 24.1.2010
Inhalte: 127

Meiner Meinung nach sind die Jugendschutz-Bestimmungen in Deutschland genau richtig und keineswegs als Erwachsenen-Gängelung anzusehen. Die einzigen die diese Bestimmungen zu einer Gängelung machen, sind die Publisher wie insbesondere Valve, dadurch das sie diese nicht verstehen. Es ist in Deutschland problemlos möglich, an ein indiziertes Spiel unter der Ladentheke ranzukommen, es darf halt einfach nur nicht öffentlich beworben werden, um einen Jugendschutz zu gewährleisten. Nicht verkauft werden dürfen nur die wenigsten Spiele, die sich auf dem Listenteil B befinden, wobei es aber für den Publisher möglich ist, eine erneute Prüfung zu verlangen, um vom Listenteil B wieder runterzukommen, wie es Deepsilver mit Dead Island vorgemacht hat.

Es ist für Valve problemlos möglich, dass ein deutscher Spieler, ohne Authentifizierung ohne Personalausweis, ab 23 Uhr ein indiziertes Listenteil A-Spiel bei Steam erwirbt, wenn er direkt nach dem Spiel sucht, es also von Valve nicht durch einen Banner beworben wird. Bevor ein Spiel überhaupt auf den Listenteil B kommt, vergehen einige Wochen, so könnte ein Publisher für ein Spiel ohne Altersfreigabe durch das Internet wie z.B. über Youtube problemlos Werbung im Ausland machen, die deutschen Spieler das Spiel über Steam kaufen lassen und dann wieder aus dem Store entfernen, falls der Titel auf dem Listenteil B landet.

Programmiertechnisch kriegt so etwas ein Azubi im ersten Lehrjahr hin, das Problem ist nur das Publisher wie Valve zu dumm sind es zu verstehen.

Meiner Meinung nach, sind die Jugendschutz-Bestimmungen in Deutschland also genau richtig.

Sören der Tierfreund (Neuling, 0 EXP)
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Der Jugendschutz ist gut so wie er ist. Ich würde mir nur bessere Vertriebskanäle für Erwachsene wünschen, sollte ein Spiel keine Freigabe erhalten/indiziert werden.

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Novachen (18 Doppel-Voter, 12747 EXP)
Demokratie? Wählt sich aktuell selbst ab :'(. #alleskommtwiederauch1933
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Naja Erwachsenengängelung drängt sich für mich höchstens bei "Ab 18" Titeln auf. Warum diese aus Jugendschutzgründen geschnitten werden müssen, werde selbst ich wohl tatsächlich nie vollends nachvollziehen können. Aber ist ja nicht nur bei Spielen so, bei Filmen genau das selbe. Vielleicht sollte ich einfach mal eine E-Mail an die USK schreiben und um eine detaillierte Aufklärung bitten lol.

Man sollte aber selbst da nicht vergessen, dass da viele Entwickler oder auch Publisher dann auch eine viel zu große Schere ansetzen falls die ungekürzte Version, falls sie denn eingereicht wurde, abgelehnt wurde. Da werden dann viel mehr Sachen rausgenommen als eigentlich für eine 18er Freigabe nötig wären. Fear 3 ist da beispielsweise ein Kandidat. Diese deutsche Fassung hätte in der Form tatsächlich auch ein 16er Siegel bekommen, wenn es denn darauf geprüft worden wäre. Da allerdings nur der Antrag auf "Ab 18" eingereicht wurde, kam das eben am Ende auch raus.
Dazu kommt der Punkt, dass bei sehr vielen Spielen eine ungekürzte Fassung bei der USK nicht einmal eingereicht wird, sondern schon ganz vorsorglich Sachen rausgenommen werden um überhaupt erst kein Risiko auf eine Neuprüfung, die eben Geld kostet, aufkommen zu lassen. Gibt da sicherlich auch das eine oder andere Spiel das vollkommen umsonst angepasst wurde und auch tatsächlich ungekürzt eine Freigabe erhalten hätte.

Wie gesagt, die Sache mit der Ablehnung von Freigaben die sowieso für volljährige Kunden sind, ist das einzige was für mich in die Nähe einer Erwachsenengängelung kommt, weil da für mich der Jugendschutz eben nicht mehr greift. Der ganze Rest ist aber vollkommen in Ordnung. Und wenn diverse Entwickler der Meinung sind manche Spiele in eine Version zu verwandeln die auch die Prüfung zur USK 16 schaffen würden, dann ist das eine ganz andere Problematik.

Und wegen Digital... naja ist ja nicht nur Steam, bei Origin ist das ja auch so, dass man keine indizierten Titel bekommt. Eigentlich für mich tatsächlich verwunderlich, gerade weil EA einer der Entwickler ist, die recht eng mit der USK zusammenarbeiten.

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Hendrik -ZG- (25 Platin-Gamer, 61241 EXP)
KZH
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Beigetreten: 27.5.2012
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Novachen schrieb:

Naja Erwachsenengängelung drängt sich für mich höchstens bei "Ab 18" Titeln auf.

Das ist ein gutes Beispiel. Schaut man sich an was die Zensoren bei Bulletstorm angestellt haben könnte man weinen. Da die Gewalt bei dem Game ja durch seine völlig überzogene Darstellung eher Sarkasmus ist, verliert das Spielprinzip der Skillshots durch die radikalen Schnitte völlig seinen Sinn.

Bei Steam nun wieder ist es ja so das man nur über Proxy im Shop no Usk oder indizierte Spiele angezeigt bekommt. Das wiederum ist warum auch immer gegen die Valve Regeln und kann einen Acc Bann zur Folge haben. Da kriegst du doch ne Meise. Und ja man bekommt es jetzt noch unter der Ladentheke, aber was passiert wenn alles nur noch digital ist , was über kurz oder lang kommen wird ? Wie man sieht haben Steam und Co keine virtuelle Ladentheke. Das heisst dann wohl, bleib draussen Bundesbürger nosmilie
Und ob ein Spiel beworben werden darf oder nicht ist scheissegal. Wenn etwas auf dem Index steht gilt heute wie früher, Mundpropaganda ist alles. Noch dazu wo man in Zeiten des Netzes genug Infos bekommt. Wer von den Kiddies das spielen will besorgt es sich dafür so oder so und wenn es nur über die Tauschbörse ist, deshalb meinte ich das der Jugendschutz in seiner heutigen Form mehr Erwachsenengängelung ist.

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Faerwynn (17 Shapeshifter, 6657 EXP)
:)
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Ich empfinde es als völlig sinnlos. Wichtiger ist eine anständige Erziehung, dann kann ein Kind auch mal was brutales sehen oder spielen und ordnet es richtig ein. Statt Jugendschutz zu fördern sollte man Erziehung von Kindern fördern... das verhindert Amokläufe eher als ein die Pseudosicherheit durch Verbote.

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You must be tired. You've been running through my mind the whole night... screaming.

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NamenloserHeld (09 Triple-Talent, 300 EXP)
rät allen: werdet nie sozialarbeiter!
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Ich stimme da Fearwynn weitestgehen zu. Eigentlich ist Jugendschutz für den A****, denn Jugendliche haben und hatten durchaus seit jeher die Kompetenz und die Ressourcen, den zu umgehen. Es ist ein leichtes, wenn die Eltern keine entsprechenden Schutzmaßnahmen getroffen haben, mittels einem PC an so ziemlich alles ranzukommen, egal ob Porno, Horrorfilm oder eben auch Spiel. Und ich habe den Eindruck, dass ein großteil der Eltern gar nicht die Kompetenz hat, entsprechende Schutzmaßnamhem am PC einzurichten.

So hilft es dann, wenn ein Spiel ab 18 ist, jeder der aber bei google den entsprechenden Suchbegriff eingibt, irgendwie ran kommt? - Ich glaube nicht

Vielmehr bin ich der Meinung, man sollte in den Schulen ansetzen. Beispielsweie wäre ein Fach Medienkunde ein guter Ansatz aus Kinder mündige Medienrezipienten zu machen. Dabei sollte nicht der pädagogische Zeigefinger winken und sagen "Ihr dürft dies nicht und jenes nicht und überhaupt". Vielmehr sollte in einem solchen Fach dem Kind die Möglichkeit geboten werden, ein eigenes, für ihn angemessenes Rezeptionsverhalten zu entwickeln. Nicht nur in Bezug auf Videospiele, auch was TV, Web2.0, etc. betrifft. Schule ist so weit weg vond er Alltagskultur junger Menschen, mit solch einer Orientierung wäre Meiner meinung nach nicht nur ein KOmpetenzgewinn bei den Schülern im Bereich des Medienumgangs zu erwarten, vielmehr könnte man interdisziplinär ansetzen und bspw. Assassins Creed spielen lassen und die Architektur und Kleidung im KOntext der Zeit analysieren (nur ein Vorschlag). Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.

Also Jugendschutz JA, aber nicht im Sinne einer Bewahrpädagogik, sondern im Sinne von Kinder befähigen, mündige Mediennutzer zu sein.

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"der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt" (Schiller)

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SirCartman (14 Komm-Experte, 2117 EXP)
Overwatch!
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Wenn wir ehrlich sind, ist die größte Baustelle im deutschen Jugenschutz nicht bei den Videospielen zu suchen. Wo früher nur verschmitzt mal die nackte Sabine in der Bravo angeschaut wurde, kann heute jeder 12 Jährige den härtesten pornografischen Kram innnerhalb von 3 Sekunden im Internet finden. Die fiesesten Horrorfilme sind vermutlich auch nicht viel weiter weg. Das Pornoschauen ist vermutlich sogar legal, weil ja nichts raubkopiert wurde, oder?
Egal. Spiele sind vermutlich auch schnell, aber dann halt illegal, herunterladbar.

Eigentlich finde ich den Ansatz des Jugendschutzes rictig. Kinder und Jugentlich sollten nicht schon zu früh mit zu viel solchem Zeugs konfrontiert werden. Ein Egoshooter hier, ein Horrorfilm da: das hat es in jeder Jugend gegeben. Aber der Konsum wird eben erschwert und das verhindert, dass die Kids nichts anderes mehr tun. So die Theorie...

Aber wie ich oben schrieb: Das ist alles für die Katz. Das einzige halbwegs effektive Mittel ist vermutlich das Werbeverbot, weil es dafür sortgt, dass man sich schon informieren muss. Die Stolpersteine bei der Verbreitung von "kontroversen" Medien nerven aber eigentlich nur noch die Falschen.

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*Star Citizen & Elite:Dangereous spiel*
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Ich finde den Jugendschutz in Deutschland eigentlich okay. Nur der Handel verhält sich nicht ordentlich, denn defakto ist es erheblich schwerer, eine ungeschnittene Version eines Spiels zu bekommen das hier geschnitten ab 18 erschienen ist. Oft wissen die Verkäufer bei Mediamarkt & Co auch überhaupt nicht, welche Version sie genau haben und/oder erzählen einem Unwahrheiten.

Als Verbesserungsvorschlag könnte man z.B. auf Spiele ab 18 die trotzdem geschnitten sind, einen klaren hinweis
auf der Packung anbringen, dass Inhalte entfernt wurden. Und bei Steam sollte man mal eine klare Altersnachweisfunktion einbauen, kann doch nicht so schwer sein. Wofür gibt es schließlich personalisierte Werbung?

Mediamarkt & Co haben ungeschnittene Versionen oft nicht da. Hier in Berlin kenn ich auch nur einen Laden, der die Dinger vertreibt und das auch nur mit einem satten Aufpreis. Für Steam habe ich inzwischen eine halblegale Art gefunden an die Spiele zu kommen, aber für Retail ist es mehr oder weniger Glückssache. Zum Glück sind die meisten der Spiele die mich interessieren sowieso nicht ab 18, aber wenn ich dann ab und zu mal einen richtigen Zombie-Splatter-Shooter haben möchte, dann sollen da auch die Leichen liegen bleiben.

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UEE CITIZEN RECORD #26535 Garage:
Origin 325a (Charon); RSI Constellation Aquilla (Pluto); BIRC Merchantman(Eris);

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NamenloserHeld (09 Triple-Talent, 300 EXP)
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SirCartman schrieb:

schrieb: Das ist alles für die Katz. Das einzige halbwegs effektive Mittel ist vermutlich das Werbeverbot, weil es dafür sortgt, dass man sich schon informieren muss. Die Stolpersteine bei der Verbreitung von "kontroversen" Medien nerven aber eigentlich nur noch die Falschen.

Schau dir mal die Geschichte des Jugendmedienschutzes in Deutschland an, wer da schon alles auf den Index stand:
- die Ärzte (zumindest einzelne Lieder), heut sind sie Weltstars und wir leben nicht in Sodom und Gomorrha
- Schweinchen Dick, es erschien den Menschen der 60er oder 70er zu brutal, heute finden wir es niedlich
- ich bin mir nicht sicher, ob sie Verboten wurden, aber die Panzerknacker standen ende der 60er in der Kritik, weil sie der Jugend den KOmmunismus lehren, immerhin wollten sie permanent den reichsten Mann der Welt enteignen
- selbst größen wie Schiller und Goethe waren vor Verfolgung und Zensur nicht sicher, heute gehören sie zum kulturellem Erbe, auf dass viele Deutsche stolz sind

Es ist auch ein immer wiederkehrendes Muster zu beobachten, dass Kulturpessimisten jedes neue Medium als den Untergang des Abendlandes sehen. So wurden seit dem 15. Jahrhundert Bücher und Zeitungen zensiert, in der Moderne waren es Radio, Fernsehen und Filme, Comichefte, Musik und jetzt eben Videospiele, die von der älteren Generation als Jugendgefärdent eingeschätzt werden. Dies funktioniert aber nur, wenn die Annahme stimmt, dass Kinder und Jugendliche besonders schützenswerte Wesen sind, da sie noch nicht in der Lage sind, Kognitiv zwischen Realwelt und Medienwelt zu differenzieren. Das dem nicht so ist, hat bspw. Jürgen Fritz in meghreren Publikationen gezeigt.
Ich möchte jetzt nicht als sturer und unverbesserlicher Kritiker des Jugendmedienschutzes dastehen. Ich bin jedoch der Meinung, dass Medien (und auch Videospiele) erst dann schädlich sind, wenn der Kontext des Aufwachsens eines Kindes an sich gestört ist. Also wenn ein Kind täglich 8-10 Stunden zockt, die Eltern sich einen scheiß kümmern und die Freunde der NPD nahe stehen, dann finde ich das problematischer, als wenn es mit Videospielen gut umgehen kann und dafür auch mal was brutaleres spielt.

Worauf ich eigentlich mit meinen Ausschweifungen hinaus wollte, selbst Werbe- und Verbreitungsverbote sowie Zensur und Strafverfolgung bringen nichts, wenn ein Medium auf ein entsprechenden Zeitgeist trifft. Und Videospiele treffen nun mal den Zeitgeist der Jugend in postmodernen, enttraditionalisierten und individualisierten Gesellschaften.

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