Ausrüstung für Podcasting

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Guten Morgen

Ich möchte heut gern mal das geballte Wissen der GG-Community nutzen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Und zwar bin ich begeisterter Podcasthörer und möchte auch langsam in das aktive Geschäft wechseln. Keine Angst, es soll nicht noch ein Spielecast werden, vielmehr soll es um den Themenbereich Jugend- und Sozialpolitik gehen, also so Sachen wie Schule, Bildung, Kita, Jugendhilfe, etc. Ich weiß, klingt jetzt langweilig, aber hey, für einen nichtspieler sind Games auch sowas von Öde.

Nun bin ich aber technisch nicht der versierteste Mensch und habe mal google gefragt, was man so zum Podcasten braucht. Ich glaube das war ein Fehler. Von gefühlt 100 Menschen hat jeder eine andere Meinung, empfehlt anderes Equipment oder unterschiedliche Hosts. Ich bin also noch verwirrter als zuvor.

Nun hoffe ich hier auf ein paar aktive Podcaster zu stoßen, die mir helfen können. Für Hinweise und Tips jeder Art bin ich sehr dankbar. Aber vielleicht erst mal die Fragen, die mich momentan am meisten beschäftigen:

1. Welche Technik nutzt ihr und wie zufrieden seid ihr damit?

2. Headset oder Mikro? (Ich tendiere zum Headset, denn dann kann man auch Interviewpartner immer gut verstehen, auch wenn sie sich bewegen)

3. Über welchen Host habt ihr eine Seite erstellt? Welche Software zum Erstellen der Seite habt ihr genutzt?

4. Mit welchen Kosten muss ich etwa rechnen (Erstausgabe zur Anschaffung) bzw. monatliche Kosten für die Seite?

5. Welche OSS-Programme könnt ihr empfehlen, um Audiodatein im Nachgang zu bearbeiten. Oder doch lieber für teuer Geld was kaufen?

Vielen Dank für Antworten.

Beste Grüße

Christian

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Hi NamenloserHeld,

ich hoffe es ist okay wenn ich mich hier zu Wort melde, auch wenn ich mich nicht zu den aktiven Podcastern zähle smilie

1. Man erzielt bereits mit einem vernünftigen Großmembran-Mikrofon gute Ergebnisse. Ich selbst nutze das Samson C01U, welches via USB gespeist wird. Ist auch schon etwas betagter, macht seinen Dienst aber noch wie am ersten Tag. Einsteigen kann man da zwischen 60 und 80, maximal 120 Euro. Ein Popkiller darf da natürlich nicht fehlen, sowie eine Tischhalterung oder einen großen Mikrofonständer "für nebendran".
Für Nachbearbeitung der Aufnahme hast du die Qual der Wahl, für vieles kommst du allerdings auch mit Audacity aus.

2. Headset geht natürlich auch - gibt ja so einige Podcasts, da ist die Quali trotzdem ok, bei vielen allerdings sehr bescheiden. GG ist da keine Ausnahme. Wenn du zum Headset tendierst wäre wichtig, dass du auf jeglichen softwareseitigen Optimierungs-Schnickschnack möglichst verzichtest. "Crystal Clear" und wie die ganzen Funktionen der Hersteller heißen mögen: solche Funktionen versauen den Ton.

3. Für viele reicht schon Wordpress oder ein anderer kostenloser Blog-Dienst aus wink

4. Den größten Unterschied macht halt aus, zu welcher Technik zu greifen wirst. Ein vernünftiges Headset wird nicht die Welt kosten, da wirst du zwischen 20 und (allerhöchstens) 50 Euro glücklich werden. Die gehobenere Variante mit gesondertem Mikrofon & Zubehör, ab 60 bis 100. 150 Euro wenn du enthusiastisch einkaufst wink
Falls du noch eine eigene Seite betreiben willst, wirst du da je nach Anbieter und Umfang mit 5 bis 10 Euro im Monat rechnen. Insofern du nicht nur eine Weiterleitung zur kostenlosen Bloglösung einrichten willst.

5. Bereits bei eins angeführt: Audacity. Sicherlich kannst du zu teuren Lösungen greifen, aber für die reine Nachbearbeitung von Podcast Aufnahmen wüsste ich nicht warum.

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Danke für deine Antwort erst mal an dieser Stelle. Bin gerade noch auf Arbeit, werde zu Hause aber mal die Software und Mikros googeln.

Eine Sache ist mir beim Lesen spontan in den Kopf geschossen:
Das heißt du nimmst direkt über den Rechner auf? Hab mehrfach gelesen, dass man ein seperates Aufnahmegerät nutzen sollte, da dass knarzen und ächzen der Festplatte die AUfnahme stört.
Und auf Verstärker, Mischpult, etc. verzichtest du ganz?

beste Grüße
Christian

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Wenn du das im Alleingang oder in beständiger Stammtischmanier planst, ist das natürlich ein gültiger Punkt smilie Dann bietet sich ein mobiles Aufnahmegerät an oder man nimmt sich einen Laptop mit Mikro zur Seite.

Wege, zu einer klanglich guten Aufnahme ohne Störgeräusche zu gelangen, gibt es reichlich.
Wenn Knarzen oder andere Betriebsgeräusche die Aufnahme stören, kann man sein Rechner Setup überdenken.

Im Fall des C01U nehme ich den Ton direkt so ab, wie er gespeist wird (ist USB, daher sind die Möglichkeiten natürlich etwas begrenzt). Paar Testaufnahmen gemacht, um den optimalen Pegel für die eigene Stimme und den Abstand zum Mikro zu finden, in meinem Fall 64 von 100. Für meine Zwecke super, für Raumaufnahmen mit mehreren Teilnehmern weniger.
Da ich wie gesagt (noch? mr.green ) keinen Podcast betreibe, gelegentlich für musikalische Ausflüge aber etwas besseres brauchte als Headset, hab ich mich für den kompakten Aufbau entschieden: Älteres Foto davon

Worüber du einspeist hängt letztendlich ja vom Mikrofon ab. Viele gute Mikros für Broad- bzw. Podcast kommen ohne größere Setups aus.

Ich konnte mir immer eine gute Übersicht bei Thomann machen. Schau ggf. mal direkt in die Rubrik Broadcast Mikrofone oder in die Mikrofonübersicht.

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Fisch (14 Komm-Experte, 2662 EXP)
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NamenloserHeld schrieb:

Das heißt du nimmst direkt über den Rechner auf? Hab mehrfach gelesen, dass man ein seperates Aufnahmegerät nutzen sollte, da dass knarzen und ächzen der Festplatte die AUfnahme stört.
Und auf Verstärker, Mischpult, etc. verzichtest du ganz?

So etwas hängt davon ab, ob der Rechner arg Krawall veranstaltet. Wenn Du kein Kugelmikro verwendest, sondern eines mit Nierencharakteristik, dann ist das Mikro "hinten" relativ taub.

Aus Deiner Bemerkung zum Interviewpartner schließe ich mal, daß Du wenigstens zwei Mikrofone benötigst, damit zwei Personen sich gegenüber sitzen können. Dann benötigst Du für jeden einen Kopfhörer, denn Lautsprecher sind kritisch, was die Rückwirkung auf die Mikros angeht.

Da die meisten Soundkarten eher mäßige Mikrofoneingänge haben, gibt es zwei Möglichkeiten: Mikrofone mit eingebautem USB-Wandler oder Mikrofone mit "normalem" Ausgang (XLR) und ein Audiointerface, das die Mikros aufnimmt und das Signal dann per USB an den Rechner reicht. Die meisten Interfaces haben allerdings nur einen Kopfhörerausgang, so daß man einen Mehrfach-Kopfhörerverstärker nutzen sollte, damit jeder ein separat regelbares Signal bekommt.

Bei "Musikalienhandlungen" wie Thomann oder Music Store haben ein breites Sortiment an passenden Geräten, u. a. auch Podcast-Pakete, die Mikro, Kabel, Ständer bis hin zu Software umfassen. Bei den Audiointerface sind meist abgespeckte Fassungen von Audiopaketen im Lieferumfang enthalten.

Mikrofone gibt es in fast allen Preislagen - zu billig klingt dann aber meist schlecht, was brauchbares kostet dann 60 bis 100 EUR pro Stück - nach oben gibt's viel Luft, am oberen Ende sind die Mikros von Neumann legendär, was die Qualität/den Klang, aber auch den Preis angeht. Ein Audiointerface für zwei Mikros kostet wenigstens 100 EUR, ein einfacher Kopfhörerverstärker kostet von 20 EUR aufwärts, für Poppschutz, Ständer, Kabel sollte man noch einmal mit 100 EUR rechnen.

Die Podcast-Pakete (mit einem Mikro) liegen etwas über 100 EUR.

Solltest Du ein separates Aufnahmegerät bevorzugen, was vor allem dann eine Alternative ist, wenn Du mobil sein möchtest, dann sind Fieldrekorder wie etwa der Zoom H-4n (rund 250 EUR) oder Geräte wie det Zoom R16 interessant. Die (besseren) Fieldrekorder haben durchaus passable interne Mikrofone, um unterwegs ein Interview aufzuzeichnen, aber auch XLR-Anschlüsse, um externe Mikrofone anzuschließen.

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Boah Leute, ich bin euch ja erstmal so dankbar, auch wenn ich oftmals nur Bahnhof verstehe wink

ICh werde mal eure Technik durchgoogeln und mir mal was zusammenbasteln. Vielleicht, wenn es für euch OK ist, würde ich mein Gedankenspiel dann mal hier posten und ihr sagt mir dann, an welcher Schraube ich noch ein wenig drehen könnte, damit alles gut klingt.

Fisch schrieb:

Solltest Du ein separates Aufnahmegerät bevorzugen, was vor allem dann eine Alternative ist, wenn Du mobil sein möchtest, dann sind Fieldrekorder wie etwa der Zoom H-4n (rund 250 EUR) oder Geräte wie det Zoom R16 interessant. Die (besseren) Fieldrekorder haben durchaus passable interne Mikrofone, um unterwegs ein Interview aufzuzeichnen, aber auch XLR-Anschlüsse, um externe Mikrofone anzuschließen.

-> Ja, darum geht es, eine Mobile Lösung für mindestens 2 Personen. Ich hab bisher immer hobbymäßig mit einem Olympus Diktiergerät gearbeitet (bitte nicht lachen), möchte mir jetzt aber eine Richtige Ausrüstung zulegen. Ein Jahr rumprobieren reicht um mich selbst davon zu überzeugen, dass ich Spaß habe an der Sache und nicht nach einem Monat die Lust verliere.
Noch mal ne dumme Frage: XLR ist doch das dicke mit den drei dünnen drin. Wie bekomm ich da ein Headset ran? Oder bewerte ich die Dinger über?

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Ich mache zwar keine Podcasts, aber ich habe hier schon seit ein paar Jahren ein Alesis Multimix 4 rumstehen. Da hättest du zwei XLR-Eingänge mit Phantomspeisung für Großmembranmikrofone und könntest noch ein wenig pegeln. Leider gibt das Pult nur eine Stereo-Summe aus, d.h. du hast am Ende nur eine Datei mit einer Spur (egal mit wieviel Mikrofonen du ins Pult gehst).

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Light travels faster than sound. That's why some people appear bright until they speak.
The Flaming Fridges - Sekt, Lachs & Rock'n'Roll

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NamenloserHeld schrieb:

Boah Leute, ich bin euch ja erstmal so dankbar, auch wenn ich oftmals nur Bahnhof verstehe

Immer an den Spruch aus der Sesamstraße denken und einfach fragen - ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, daß hier keiner beißt. wink

NamenloserHeld schrieb:

XLR ist doch das dicke mit den drei dünnen drin. Wie bekomm ich da ein Headset ran? Oder bewerte ich die Dinger über?

Die gibt's mit drei bis sieben Polen. XLR ist ein symmetrischer Anschluß, d. h. das Signal wird parallel über zwei Drähte geführt. Damit können Störungen, die über die Leitung eingefangen werden, recht gut eleminiert werden.

Ein Headset mit XLR-Anschluß ist mir nicht bekannt, schon mit symmetrischen Anschlüssen wird es haarig. Und dann müßte man ja auch noch verzweigen, weil Mikrofonanschluß und Kopfhörerausgang ja verschieden sind. Bei den Kopfhörern wird - weil die Kabellängen meist unkritisch sind - auf den 3,5 mm bzw. 6,35 mm Klinkenanschluß gesetzt. Headsets haben aber meiner Meinung nach den Nachteil, daß sie den Träger vom Umfeld mehr oder weniger stark von der Umgebung abschirmen. Das ist für den Toningenieur gut, bei einem Interview mit einem Ein-Mann-Team ist das eher ungünstig. Der Interviewer muß sich ja auf die Gesprächsführung konzentrieren, die Technik muß laufen. Die Mikros sind bei Headsets im Vergleich auch mäßig. Und wenn beide mit Headsets abgeschirmt sind, dann trennt das ja auch eher als eine angenehme Atmossphäre zu schaffen.

Der von Dir angesprochene Vorteil, daß Bewegungen quasi ausgeglichen werden, relativiert sich ja schon dadurch, daß das Kabel einschränkt und auch Quelle von Störgeräuschen sein kann. Habe ich wirklich jemanden, der sich bewegt, dann nutzt man Ansteckmikrofone (Lavalier), ggf. mit Funkstrecke, was aber dann ordentlich Geld kostet.

Wobei "mobil" ja vieles heißen kann: von absolut mobil im Sinne von Straßeninterviews bis hin zu einem portablen Ministudio, das am Interviewort ohne großen Aufwand aufgestellt werden soll. Im ersteren Fall reicht ja ein Mikro mit dickem Windschutz, im zweiten Fall sitzen sich Interviewer und Interviewte(r) gegenüber, zwei Mikros mit Nierencharakteristik stehen auf dem Tisch in entkoppelten Haltern und nehmen je eine Seite auf. Ohne eigenen Toningenieur muß man vorher alles einpegeln und genügend Headroom (Pegelreserve vor dem Übersteuern) lassen, damit ein lauter Ausbruch die Aufnahme nicht versaut und nicht zu leise, denn sonst ist der Ton zu leise und beim Verstärken kommt das Rauschen hoch.

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