Gewalt als Suchtmittel in PC-& Videogames

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Andi Amo (10 Kommunikator, 511 EXP)
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Hallo zusammen,
als neulich mein Neffe zu Besuch war, besser gesagt, als ich auf ihn aufgepasst habe, packte ich meine (angestaubte) Wii aus und ich wollte mit ihm zusammen etwas spielen. Die Wii sollte ja eigentlich prädistiniert sein für einen 11-jährigen Jungen, dachte ich.

Aber falsch gedacht, wie sich etwas später herausstellte. Nach ein paar versuchen mit Mario Kart, Wii Sports Resort, SMG und den üblichen Verdächtigen, fand er das meiste ziemlich langweilig (das Bogenschießen war noch eher der Hit).

Auf die Nachfrage hin, was er denn so spiele, sagte er, dass er bei einem Schulfreund u.a. God of War und GTA (beide PS2)gespielt habe. Das sind coole Spiele. Wenn ich ihn frage, was ihm daran so gefällt, sagt er nur: "Die machen halt einfach Spass".

Also mir geht es hier nicht um Gewaltzensur und was welche Jugendlichen ab wann spielen dürfen und sollten. Sondern woher die starke Fixierung auf gewalttätige Games kommt? Ist das naturbedingt? Habt ihr das bei anderen jungen Bekannten beobachten können? Oder bei den eigenen Kindern?

Meine Theorie ist einfach die, wenn ich mich mal selber studiere (mit den Jahren, in denen ich CounterStrike gespielt habe), dass es mir primär um das Überleben im Spiel ging und nicht die Tötungsart bzw. das Töten allgemein.

Anders sieht es bei GTA aus. Die Passanten mit dem Auto zu überfahren oder auf diese zu schiessen bzw. einzuprügeln, scheint ja auch einen gewissen Reiz für so machen Spieler zu haben. Warum? Hier fehlt mir ein nachvollziehbarer Grund, ausser das es "Spass" macht...

Wie ist das bei euch?
Freue mich auf eure Anworten.

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Alte Liebe rostet nicht.

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Stromsky (16 Übertalent, 4734 EXP)
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Hallo,

also erstmal: du hast ja als Beispiel deinen Neffen genannt - aber meiner Meinung nach keinen richtigen Hinweis darauf gegeben das er gerade an der "Gewalt" Spaß hat (außer das er spiele wie GTA und God of War besonders mag, wobei GTA z.B. für mich eher durch das Auto fahren und der offenen Welt interessant ist)

Ich muss leider sagen das viele der Wii-Spiele auch langweilig sind, da muss man schon die richtigen auspacken - für sein Alter würde ich zum Beispiel Super Mario Galaxy vorschlagen, das ist ziemlich cool, die Wii-Fit und Sports Resort Spiele sind auch ganz lustig für zwischendrin, aber auf Dauer auch schnell langweilig!

Auf das Thema Gewaltzensur - meine Erfahrung (von mir selbst wie auch vom Bekanntenkreis) ist: Wenn Jugendliche (ok 11 ist jetzt noch was sehr jung, aber ab 13 denke ich auf jeden Fall) es wollen, bekommen sie es auch, auf die eine oder andere weise. Ich finde es jetzt auch nicht super wenn 13-Jährige Prototype spielen wo die Körperteile herumfliegen, aber sowas wie Counterstrike finde ich schon ok, wenn man sich damit ein bisschen beschäftigt geht es ja auch nicht nur um das abschießen von Gegnern (Bei Quake oder vergleichbarem vielleicht etwas anders) sondern auch um Teamplay, Strategie und (das ist glaube ich umstritten, aber ich bin davon überzeugt) man trainiert auch Reaktionsvermögen und Anpassungsfähigkeit.

Aber zu dir eine Frage: Dir geht es nicht um die Tötungsart, aber freust du dich nicht bei Counter-Strike mehr wenn du jemanden mit einem Headshot weghaust? Oder du die meisten Abschüsse in einer Runde gemacht hast?

Ich denke dein Neffe wird auch an anderen Spielen Spaß haben - versuch ihn mal an Spiele heranzuführen die du vielleicht interessant findest (und in deinen Augen passend für ihn sind). Ich fand das als Kind immer besonders interessant einem meiner großen Brüder zuzuschauen was sie gespielt haben und wollte dann auch selber mal spielen, meistens unabhängig von der Genre (die sich meiner Erfahrung nach erst später festigt, wenn überhaupt!)

PS: Ich fand es früher (und wahrscheinlich ist es auch jetzt noch so) lustig bei GTA 1 und 2 (die alten Spiele mit Vogelperspektive) mit dem Auto durch die Fußgängerzone zu fahren - zum einen hat es Punkte gebracht, und zum anderen hatte man eine gewisse "Macht". Nur weil du das nicht magst, heißt das nicht das andere nicht daran Spaß haben oder mal etwas "ausleben" können. Aber in Wirklichkeit mache ich das natürlich nicht wink

Das ist natürlich nur meine Meinung smilie

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Valeo (15 Kenner, 2743 EXP)
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Also m.M.n. ist das eine Frage für einen Psychologen (der ich leider nicht bin mr.green) und lässt sich auch mit den paar Infos zu Deinem Neffen nicht ohne Glaskugel beantworten.

Ich würde aber (allgemein) folgendes denken: Mit 11 hat er schon einige Veränderungen in seinem Leben hinter sich: Schulwechsel, neue Freundeskreise, evtl. erste sexuelle Impulse, ein immer feineres Gefühl für familiäre Zusammenhänge, ... Gepaart mit den alltäglichen Einflüssen des Lebens (Informationsflut, Leistungsdruck) stehen Kinder schon früh unter individuellem Stress, den sie durch verschiedene Weise kanalisieren und abbauen müssen, was ganz normal ist - halt Anfänge der Pubertät. Und Gewalt bzw. Gewaltdarstellung weckt - so beobachte ich das zumindest auch an mir selbst - einen Urinstinkt des Kämpfens und des Kräftemessens, auch wenn es nur virtuell geschieht. Alternativ kann man sich auch im Sport austoben, kreativ sein (Musik, Kunst), jeder findet halt was anderes. Spiele sind also Mittel zum Zweck der Stressbewältigung. Außerdem ist die indirekte Vorbildfunktion nicht zu vergessen, die Identifikation mit Charakteren, die man selbst spielen kann, ist natürlich auch größer - und hier "lernt" man z.B., dass einen ein paar simple Morde Geld, Frauen und Ruhm bringen können (was ja "cool" ist, weil der Protagonist so einfach so viel erreicht). Und in dem Alter sucht man sich seine Vorbilder auch schon außerhalb der Familie.

Jeder findet halt bei Spielen die Art der Entspannung und Befriedigung, die er gerade braucht: Manche wollen denken und spielen Schach, manche wollen schnelles Kräftemessen und Action, die Spielen Shooter, manche wollen soziale Spiele, die spielen dann Sims oder MMO's, manche wollen kreativ sein, die spielen sowas wie Minecraft, Für Bewegung bei schlechtem Wetter wird ein Tanzspiel gespielt...

Falls Du Dir Gedanken machst, kannst Du ja nachfragen, ob in seinem Umfeld etwas ist, was ihn sauer gemacht hat (oder macht) und findest da einen Grund für die Affinität zu Gewaltspielen.

Epilog: Natürlich ist das nicht der Wahrheit letzter Schluss. Soziales Umfeld, Erziehung, Gewichtung und Entwicklung des Über-Ich's spielen wichtige Faktoren, aber rauscht meine Glaskugel, wenn ich sie nach Deinem Neffen frage.. smilie

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Andi Amo (10 Kommunikator, 511 EXP)
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Guten Morgen,

danke für die Beiträge.
Eigentlich habe ich meinen Neffen nur als Beispiel genommen, weil es mich zum Grübeln gebracht hat, ob das allgemein bei Kindern so ist, heutzuTage vielleicht mehr als in meiner Kindheit?

Es stimmt sicher, dass bei einem GTA das Fahren ein grosser Anreiz ist. Fast das coolste im Spiel, zusammen mit dem Radio. smilie

Ich habe aber das Gefühl, dass die Mehrheit der Kinder/Jugendlichen (so zwischen ca. 11-17 Jahre) mehr auf Action (+Gewalt) bevorzugen. Wie gesagt, dass ist nur gefühlt. Ob es wirklich so ist, kann ich natürlich nicht sagen. Aber wenn es so sein sollte, würde ich es mich interessieren, warum? Am logischsten erscheint mir da der UrInstinkt-Aspekt von Valeo, dazu noch der schnelle Erfolg und schnell erlernbares Gameplay.

Stromsky schrieb:

Aber zu dir eine Frage: Dir geht es nicht um die Tötungsart, aber freust du dich nicht bei Counter-Strike mehr wenn du jemanden mit einem Headshot weghaust? Oder du die meisten Abschüsse in einer Runde gemacht hast?

Tja, es war für mich eher der "Kick" zu Überleben (ohne zu campen btw.) und das jeweilige Missionsziel zu schaffen, was wohl daran geschuldet ist, dass ich ein ganz miserabeler Schütze bin und es mir so keinen Spass gemacht hat.

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Azzi (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

Ich glaube das ist nur natürlich in dem Alter. Mit 11 Jahren setzen die ersten Veränderungen der Pupertät ein, die Hoden produzieren beispielsweise mehr Testosteron. Dazu kommt der Reiz nach Verbotenem und Unbekanntem und die suche nach ihrere eigenen männlichen Identität.

Das mit Stressbewältigung konnte übrigens nie nachgewiesen werden. Gab immer mal wieder Studien zu den Shootern und den Auswirkungen und ein Weniger an Stress konnte dabei nie festgestellt werden. Eher im Gegenteil, unser Körper wird dabei in Alarmbereitschaft versetzt, bildet beispielsweise Adrenalin. Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bekräftigen, ich kenne keinen der im Internet bei kompetetiven Shootern sich erholt fühlt danach und während des Spielens, das ist immer Stress für den Körper (kann ja auch positiv als Spannung und Leistungsdruck wahrgenommen werden).
Also wir spielen keine Shooter um Stress zu bewältigen oder Agressionsabbau zu betreiben sondern um uns mit andern Männern zu messen und hoffentlich besser zu sein.

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nikk9 (14 Komm-Experte, 2669 EXP)
WiiU Ja/Nein? Hmm..
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Ich kann mich noch gut an die Spiele aus meiner eigenen "Kindheit" erinnern: Siedler, viele viele Rennspiele, Final Fantasy, aber auch sowas wie Diablo oder GTA 1&2 (hat mich als Kind auch sehr gefesselt, wahrscheinlich wegen dem bereits erwähnten "Überlegenheits-Gefühl). Ich glaube aber nicht, dass Kinder Gewalt "bevorzugen". God Of War stelle ich mir als Kind einfach episch vor. Man spielt einen Gott, Hallo!? ;D Wäre in seinem Alter wahrscheinlich auch eins meiner Favoriten gewesen. Die Neffen meiner Freundin spielen ebenfalls Spiele die viel Gewalt beinhalten aber eben auch typische Nintendo Spiele wie Mario Kart, Party, Galaxy oder One Piece usw.
Kinder spielen einfach was ihnen Spaß macht ohne darauf zu achten warum, wie viel Gewalt in dem Spiel steckt, auf welchem Grad der Beliebtheits-Skala der Entwickler steht oder welche DRM-Maßnahmen dahinter stecken. Und ich wage zu behaupten, damit sind sie uns weit voraus wink

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Larnak (21 Motivator, 25585 EXP)
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Andi Amo schrieb:

Eigentlich habe ich meinen Neffen nur als Beispiel genommen, weil es mich zum Grübeln gebracht hat, ob das allgemein bei Kindern so ist, heutzuTage vielleicht mehr als in meiner Kindheit?

Bei solchen Sätzen fällt mir immer eine Kolumne eines etwas älteren Herrn in der Zeitung ein, die ich vor einiger Zeit gelesen habe. Er nahm eine ähnliche Diskussion zum Anlass, um zu erzählen, womit er und seine Freunde in der Kindheit ihren Spaß hatten und nebenbei noch Geld verdienten: Hamster, Kaninchen und andere Feld-Schädlinge zu jagen und tot zu prügeln.
Das war wohl damals keine Seltenheit. Da ist es mir doch ganz Recht, wenn sich heutige Jugendliche stattdessen ihre Dosis Gewalt in GTA 4 holen wink

@Azzi:
Ich bin da kein Experte, aber Aggressionen lassen sich doch auch abbauen, indem man sie auslebt. Und kann es nicht auch zur Stressbewältigung von Alltagsstress gehören, wenn eine andere, alternative Stressart diesen Stress überlagert, man also von Alltagsproblemen dank Spiel-Stress abschalten kann?
Das stelle ich mir bei einigen sogar recht notwendig vor, schließlich kann der Alltagsstress ein Level erreichen, bei dem Entspannen gar nicht mehr möglich ist, ohne dass unruhige Gedanken an die Probleme zurückkommen, jedenfalls nicht ohne professionelle Hilfe.

@nikk9: Die These, dass jemand, der Begleitumstände ausblendet, dem, der sie bei seiner Entscheidung einbezieht, weit voraus ist, kann ich jetzt spontan nicht unterschreiben ... Das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein.
Viele Probleme unserer Gesellschaft sind erst durch solches Ausblenden entstanden.

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Larnak schrieb:

@nikk9: Die These, dass jemand, der Begleitumstände ausblendet, dem, der sie bei seiner Entscheidung einbezieht, weit voraus ist, kann ich jetzt spontan nicht unterschreiben ... Das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein.
Viele Probleme unserer Gesellschaft sind erst durch solches Ausblenden entstanden.

Ich weiß schon worauf du hinaus willst. Du hast auch vollkommen Recht. Ich meinte damit eher das Kinder dadurch, dass sie eben Kinder sind, einfach noch nicht auf diese Begleitumstände eingehen können/müssen. Selbstverständlich sollte man sich einigermaßen bewusst sein, was man da nun konsumiert. Kinder jedoch haben diesen Denkprozess noch nicht "verinnerlicht". Das mag grundsätzlich nicht unbedingt förderlich sein, zocken können sie dadurch doch wesentlich befreiter, ohne Hintergedanken und mehr auf das Spiel fokussiert.

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Novachen (18 Doppel-Voter, 12752 EXP)
Demokratie? Wählt sich aktuell selbst ab :'(. #alleskommtwiederauch1933
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Menschen werden durch die Medien gemacht wink. Wenn es da viel Gewalt zu sehen gibt, wünschen sich auch viele Leute Gewalt. Das ist irgendwie ganz natürlich.

Ich bin weiblich und daher lässt sich das sowieso etwas anders projizieren, dazu habe ich mit 11 Jahren auch erst überhaupt mit Videospielen angefangen. Mein erstes gekauftes Spiel war auch direkt Freespace 2 und warum? Weil im Fernsehen Star Trek und auch kurzzeitig Babylon 5 in Dauerschleife liefen. Bei ersterem gab es halt die Faszination Sci-Fi und bei letzterem eben auch die Faszination Kommando über ein Schiff/Jäger zu haben. Halt was für andere damals eben die Star Wars und auch Star Trek Filme waren, waren für mich eben die beiden Serien. Dazu gab es mit Susan Ivanova auch noch eine Starke Frau die beweißt, dass man sich auch in sowas behaupten kann wink

Und wenn man jetzt mal im Fernsehen guckt was so läuft. Meistens irgendwelche Krimiserien die auch tatsächlich nicht an Effekten sparen. Jemand mal eine Folge CSI gesehen? Da wird tatsächlich gezeigt wie die Kugel effektvoll durch die Niere fliegt. Dazu dann halt als Spielfilm oft nen Action-Film. Das hat für mich durchaus eine entsprechende Wirkung auf die Leute. Dazu geht es in der Welt auch seit Jahren bezüglich Kriege wieder hoch her, dass es jeden Tag in den Nachrichten entsprechende Bilder über Leichen oder verletzten Leute ohne Gliedmaßen gibt. Das hat durchaus alles seinen gewissen Einfluss. Zumindest in meiner Betrachtungsweise.

Gewalt ist kein Suchtmittel als solches, Gewalt ist in den Medien totaler Alltag. Und eben weil man nahezu ständig damit konfrontiert wird, wenn man einfach nur die Bildröhre anwirft, ist das für mich nicht verwunderlich, wenn man das in Spielen genauso haben möchte. Gewohnheitseffekt. Für mich gab es auch erst später die Ausprägung auch für andere Spielarten und Genres.

Wäre ich heute 11 Jahre alt und würde tatsächlich wieder was mit Videospielen anfangen, wahrscheinlich wäre mein erstes Spiel auch irgendwie was, was dem Programm im Fernsehen recht nahekommt. Also wohl auch was gewalttätiges.

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Novachen schrieb:

... Dazu geht es in der Welt auch seit Jahren bezüglich Kriege wieder hoch her, dass es jeden Tag in den Nachrichten entsprechende Bilder über Leichen oder verletzten Leute ohne Gliedmaßen gibt. Das hat durchaus alles seinen gewissen Einfluss.

Zu der Aussage muss ich hinzufügen, dass es für mich unangenehm ist in den Nachrichten verstümmelte oder verletzte Menschen zu sehen die wirklich existieren, als in Horror Filmen oder Spielen(dort ja sogar selbst tatkräftig mithelfend).

Ich kann es auch nicht verstehen, das "brutalere" Actionfilme erst um 22:00 gezeigt werden mit Warnung und allem, und in den Nachrichten um 19:00 (und früher) werden schon die krassesten Sachen gezeigt!

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Weryx (18 Doppel-Voter, 10032 EXP)
Vergrößere meinen PoS, diesmal mit DS und 3DS Games!
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Stromsky schrieb:

Ich kann es auch nicht verstehen, das "brutalere" Actionfilme erst um 22:00 gezeigt werden mit Warnung und allem, und in den Nachrichten um 19:00 (und früher) werden schon die krassesten Sachen gezeigt!

19Uhr? Das sieht man doch teils schon morgens zwischen den Kinderserien...

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Weryx schrieb:

Stromsky schrieb:
Ich kann es auch nicht verstehen, das "brutalere" Actionfilme erst um 22:00 gezeigt werden mit Warnung und allem, und in den Nachrichten um 19:00 (und früher) werden schon die krassesten Sachen gezeigt!
19Uhr? Das sieht man doch teils schon morgens zwischen den Kinderserien...

Deswegen sagte ich "(und früher)" weil ich selber eigentlich nur um 19:00 Uhr Nachrichten gucke (sonst habe ich den Fernsehr nur selten an) und mich mit den anderen Uhrzeiten nicht so auskenne smilie

Azzi (Neuling, 0 EXP)
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Naja Nachrichten zeigen aber das reale Leben und verherrlichen nicht und nutzen Gewalt nicht als Stilmittel. Ausserdem sieht man keine Verstümmelten, kann mich nicht an sowas erinnern, höchstens später die Versehrten im Krankenhaus und ein paar Blutflecken.

Auch sind da die Eltern gefragt den Kindern im Gespräch das zu erklären, Kinder sind ja ab nem gewissen Alter durchaus in der Lage sowas zu reflektieren.

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...im Moment leider zu wenig Zeit :(
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Tja, was macht den Reiz bei gewalttätigen Spielen aus? Ich glaube das kommt ganz auf den Spieler an.

Als Kind habe ich mich eigentlich nicht sonderlich für gewalttätige Spiele interessiert. Nach der Lektüre diverser WAS ist WAS Bücher fuhr ich damals auf so ziemlich alles ab, was mit Weltraum zu tun hat. Space Quest (auch wenn ich damals kaum was verstanden hab) und später Wing Commander waren meine Lieblinge.

Gewaltspiele kamen erst später, wobei es sich zunächst um aus heutiger Sicht harmlose Simulationen handelte. Gegen Ende der Grundschulzeit zog diverses Kriegsgerät in Form von Modellbausätzen und eben auch Software ins Kinderzimmer ein. Ich hab so einige Flugstunden in einer F-15 oder A-10 verbracht, immer auf der Jagd nach den bösen Russen. Ein Tornado oder ein Panzer übte auf mich eine viel größere Faszination aus, als z.B. eine 747, die mich vollkommen kalt ließ. Düsenjäger waren halt einfach cool. Dies führte zu kuriosen Dingen wie mein Beitrag zum Volksbank-Malwettbewerb mit dem Thema "Luft". Zitat meines Kunstlehrers: "Ihr könnt Flugzeuge malen, aber doch keine Militärmaschinen.“ Zudem habe ich mich über jede NATO-Tieffliegerübung sehr gefreut.

Einige Jahre später war es dann bei DOOM ganz anders. Neben der Atmosphäre, der Grafik und dem perfekt designten Spiel war da noch der Reiz des Verbotenen. Frei nach dem Motto: „Haha, ihr dämlichen Pädagogen und Psychologen, ihr wollt mir das Spiel verbieten? Ohne mich! Ich spiele es trotzdem. Schaut nur her, ich zerlege die rosa Monster fachgerecht mit der Kettensäge. Und ihr könnt nix dagegen machen. Geht wieder Matetee trinken, ihr Ökos!“.

Man sieht, Gründe für die Faszination von Gewaltspielen gibt es viele und bei jedem von uns sind sie unterschiedlich. Sicherlich kommt in einem gewissen Alter auch noch Gruppendruck dazu.

Wobei nicht jeder Jugendliche auf Gewalt abfährt. Ende letzten Jahres sollte ich einem Nachbarsjungen den PC wieder flott machen. Der Junge war 15, ich habe ihn aber auf höchstens zwölf geschätzt. Auch sein Zimmer war wie das eines Zwölfjährigen eingerichtet. Als der Computer wieder lief holte er mir noch ein Spiel was ich installieren sollte. Ich dachte, jetzt kommt der mit Modern Warfare 3 oder einem Zombieshooter an. Und wisst ihr was das Spiel war? Der Landwirtschaftssimulator 2011!

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Xentor (14 Komm-Experte, 2164 EXP)
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Pffff kompliziertes Thema, so kompliziert das daran dauernd unsere Politdarsteller scheitern, jedes Jahr und bei jedem AMoklauf.

Es ist denke ich wirklich u 60 % eine Psychologische Grundeinstellungskiste, welche Spiele man anziehend findet. Der Rest teilt sich auf in soziales Umfeld, Leistungsdrucksituation, Gruppenzwang, und anderes.

Also in dem Alter, habe ich shooter nicht gemocht, ich mag sie jetzt immer noch nicht, ich habe bei meinen mehr als 170 SPielen vieleicht 8 Shooter dabei, weil die aus der Masse wirklich rausgestochen haben (das waren so ultra Besonderheiten). Ich bin immer auf Spiele zum denken abgefahren, Adventures und Rollenspiel *lechts*.
Und seit das Puzzelspielmania mit Portal ausgebrochen ist, liebe ich die Dinger auch smilie. (Leider gibts ja nochnicht sooooo viele, wirklich gute).

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