CPU Übertakten - Spiele FPS

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(Neuling, 0 EXP)
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Huhu,

ich hätte mal ne Frage.

Bringt es überhaupt mehr FPS bei Spielen wenn man eine CPU übertaktet wenn
wie bei mir die CPU als mit max 60-80% ausgelastet wird?

Rechnet eine übertaktete CPU generell schneller?
Oder bringt das übertakten erst etwas wenn ein CPU mit 100% ausgelastet
wird und man damit halt mehr Leistung rausholen kann?

Grüße

Azzi (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

Rein von den Benchmark Ergebnissen bringt ne schnellere CPU eigentlich immer mehr FPS wenn keine anderen Komponenten limitieren. Dabei ist es auch egal ob deine CPU durchschnittlich nur auf 60% läuft.

In der Praxis bringt übertakten heute selten etwas. Jeder der ne Mittelklasse CPU sein eigen nennt (im Bereich Intel i5) kann davon ausgehen das in keinem Spiel die CPU limitiert. Erstens sind die meisten Spiele heute eh grafisch limitiert wegen der Knsolentauglichkeit und zweitens skaliert schon seit zig Jahren nahezu jede Engine mit der Grafikkarte am deutlichsten, die CPU hat nur noch sone Art Supporterstellung.

Mir fallen spontan eigentlich nur zwei Spiele ein die aktuelle PCs überhaupt ans Limit bringen: Battlefield3 und Metro2033.

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Fisch (14 Komm-Experte, 2662 EXP)
User ist offline. Zuletzt gesehen vor 41 Wochen 5 Tagen Offline
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"Übertakten" kann an mehren Stellschrauben passieren. Eine Verbesserung bringt es ja nur, wenn die verbesserte "Einheit" den Engpaß darstellte und nun eben mehr Berechnungen vorgenommen werden können, die Daten schneller transferiert werden usw. Also eigentlich setzt das voraus, daß ohne "Tuning" 100 % erreicht wurden.

Haarig ist nur, daß es gar nicht so einfach ist, festzustellen, wie die Auslastung genau aussieht: die Anzeige etwa im Taskmanager ist ja eine Durchschnittsanzeige - eine kurzzeitige Vollauslastung kann da untergehen, aber zu einem Ruckeln führen. Zudem sind kaum Spiele wirklich so auf Mehrkernprozessoren optimiert - da wird die Lastverteilung schon interessant. So kann ein Vierkernprozessor mit einer Auslastung von 25 % die Bremse sein, wenn eben nur ein Kern vollständig genutzt wird. Dann würde Übertakten etwas bringen - machen die neuen Prozessoren mit "Turbo" und Co. ja von alleine.

Was Spiele angeht, die PCs an ihre Grenzen bringen: der Flugsimulator von Microsoft, X-Plane oder auch die Bahnsimulatoren schaffen auch kräftige Maschinen an ihre Grenzen zu bringen - teils CPU-basiert (siehe oben zur Mehrkerngeschichte), teils über den Datentransfer, weil in ganz kurzer Zeit große Datenmengen nachgeladen und dargestellt werden müssen und/oder Grafikkarten-limitiert, weil die Grafikengines da teilweise noch erheblichen Optimierungsbedarf hätten. Aber ob es sich dabei um "Spiele" handelt, wird ja von einigen bestritten ... sceptic

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Black Baron (14 Komm-Experte, 2335 EXP)
Und wieder ein zu kurzes Wochenende...
User ist offline. Zuletzt gesehen vor 1 Tag 19 Stunden Offline
Beigetreten: 7.2.2012
Fisch schrieb:

"Übertakten" kann an mehren Stellschrauben passieren. Eine Verbesserung bringt es ja nur, wenn die verbesserte "Einheit" den Engpaß darstellte und nun eben mehr Berechnungen vorgenommen werden können, die Daten schneller transferiert werden usw. Also eigentlich setzt das voraus, daß ohne "Tuning" 100 % erreicht wurden.
Haarig ist nur, daß es gar nicht so einfach ist, festzustellen, wie die Auslastung genau aussieht: die Anzeige etwa im Taskmanager ist ja eine Durchschnittsanzeige - eine kurzzeitige Vollauslastung kann da untergehen, aber zu einem Ruckeln führen. Zudem sind kaum Spiele wirklich so auf Mehrkernprozessoren optimiert - da wird die Lastverteilung schon interessant. So kann ein Vierkernprozessor mit einer Auslastung von 25 % die Bremse sein, wenn eben nur ein Kern vollständig genutzt wird. Dann würde Übertakten etwas bringen - machen die neuen Prozessoren mit "Turbo" und Co. ja von alleine.
Was Spiele angeht, die PCs an ihre Grenzen bringen: der Flugsimulator von Microsoft, X-Plane oder auch die Bahnsimulatoren schaffen auch kräftige Maschinen an ihre Grenzen zu bringen - teils CPU-basiert (siehe oben zur Mehrkerngeschichte), teils über den Datentransfer, weil in ganz kurzer Zeit große Datenmengen nachgeladen und dargestellt werden müssen und/oder Grafikkarten-limitiert, weil die Grafikengines da teilweise noch erheblichen Optimierungsbedarf hätten. Aber ob es sich dabei um "Spiele" handelt, wird ja von einigen bestritten ...

Das ist so nicht korrekt. Es gibt bereits einige Spiele, die deutlich von Mehrkernern profitieren und teilweise laufen einige Spiele auf Einkernern gar nicht mehr richtig bzw. überhaupt nicht. Es stimmt zwar, dass manche Spiele bei Mehrkernern manchmal einen einzelnen Kern überproportional beanspruchen, aber das hängt von der Engine und der Art des Spiels ab und wie die Entwickler die einzelnen Aufgaben verteilen, z.B. Soundberechnung, Physik, KI usw.

Zudem habe ich selbst festgestellt, dass es wohl auch von der CPU-Architektur und dem Mobo abhängt. Ich hatte bis Anfang des Jahres noch einen Intel Quadcore Q6700 und ein Mobo mit nForce 680i Chipsatz, dort konnte ich mit meinen Auslastungs-Anzeigen öfter mal das Phänomen sehen, dass einige Spiele einen einzelnen Kern bevorzugt ausgelastet haben. Jetzt hab ich nen i5 2500K mit Sandy-Bridge-Chipsatz (also noch nicht mal die aktuelle Generation) und kann hier bei einigen dieser Spiele eine deutlich gleichmäßigere Lastverteilung feststellen.

Zur Frage des TE: Übertakten bringt generell mehr Leistung, da die Komponenten durch die höhere Taktung mehr Prozesse gleichzeitig verarbeiten können. Ist aber mit Vorsicht zu genießen, weil dabei die Kühlung stimmen muss und man die Komponenten generell über ihre Grenzen bringt, es sei denn man hat Teile verbaut, die explizit aufs Übertakten abgestimmt sind.

Generell würde ich sagen, bei älteren Rechnern ohne die Turbo-Funktionen der Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-CPUs von Intel lohnt sich das durchaus, auch Grafikkarten lassen sich zu deutlichen Leistungssprüngen animieren, aber grade Grafikkarten sind etwas tricky, weil man noch viel mehr auf die Spannungen für Speicher und GPU achten muss - bei CPUs machen das vernünftige Mainboards bzw. BIOS' automatisch korrekt. Zu wenig Spannung bei erhöhtem Takt führt leicht zu Instabilitäten, zu viel Spannung überhitzt die Komponenten der Grafikkarte (die Spannungswandler sind da die Archillesferse). Wenn du ernsthaft an's Übertakten denkst, dann würde ich mich an deiner Stelle in das Thema reinlesen, dazu gibt es im Internet viele hilfreiche und ausführliche Guides. Mach aber nicht den Fehler loszurennen und einen Haufen Geld für Wasserkühlungen oder andere Spirenzchen rauszuwerfen ohne dir ganz sicher zu sein, dass dir das deutlich mehr Leistung bringt. Oft ist es dann rentabler den Rechner einfach aufzurüsten, je nachdem wie alt die Komponenten sind.

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Wer ist der größere Tor, der Tor, oder der Tor der ihm folgt?

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