Wasser predigen Wein saufen

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(Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970
Zitat:

Ein im Internet veröffentlichtes Non Disclosure Agreement (NDA, Geheimhaltungsvertrag) von Wikileaks heizt die Debatte über die Whistleblower-Plattform wieder an, nachdem der britische Journalist James Ball vom Guardian die Echtheit des Dokumentes (PDF-Datei) bestätigt hatte. Kritiker sehen in dem Papier ein Indiz dafür, dass Wikileaks nicht länger ein Hilfsprojekt für Whistleblower ist, sondern eigene kommerzielle Ziele verfolgt.
Das Dokument enthält ferner juristische Passagen aus englischsprachigen Verträgen, die offenbar von einem Nichtjuristen zusammengefügt wurden. So ist von einem Wertverlust der Informationen die Rede, der durch den NDA abgesichert werden soll. Auch soll ein Reputationsverlust verhindert werden, der sich ergäbe, wenn Wikileaks derart diskreditiert wird, dass es der Organisation nicht mehr gelingt, "ihre" Informationen zu verkaufen. Die bis 2020 gültige Vereinbarung soll nach englischem Recht abgeschlossen werden, das Verleumdungen besonders hart bestraft.
Laut James Ball wurde das von Assange verteilte NDA von allen Beteiligten außer ihm ohne Zögern unterschrieben. Ball verweigerte die Unterschrift, weil er vergleichbare NDAs aus früheren Situationen kannte und ihm daher das ungewöhnliche Ausmaß der Vertraulichkeitsvereinbarung auffiel.

"Dieses Verfahren erinnert schmerzlich an die Methoden, die Wikileaks bei anderen Organisationen immer angeprangert hatte", sagte der einstige Assange-Mitarbeiter und heutige Kritiker Daniel Domscheit-Berg gegenüber heise online. "Wikileaks war angetreten, Transparenz zu verteidigen, Whistleblower zu schützen und Missstände offenzulegen". Es sei unmoralisch und ein Verrat an den eigenen Werten, Mitarbeiter auf diese Weise erpressbar zu machen und vollständig zu kontrollieren. "Man kann nicht als Organisation Gagging Orders oder Libeling-Gesetze in England anprangern und gleichzeitig selbst so agieren. Damit macht sich WikiLeaks unglaubwürdig als Projekt, das für Offenheit angetreten war", erklärte Domscheit-Berg.

Von Wikileaks oder von Julian Assange selbst gibt es bisher keinen Kommentar zu dem Papier. Via Twitter erklärte Wikileaks, dass die "abtrünnigen" Zeitungen Guardian, New York Times und Wall Street Journal die Pressefreiheit verrieten.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vertraulichkeitsvereinbarung-von-Wikileaks-sorgt-fuer-Diskussionsstoff-1242741.html

Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen,Vom Staat verlangt Wikileaks, dass sie Transparenz zeigen, aber von ihren eigenen Interna darf niemand etwas erfahren.
Auf der einen Seite ist es logisch, da man Wikileaks sonst wohl schnell dicht machen könnte. Auf der einen Seite kämpfen sie allerdings für etwas, was sie ihren eigenen Mitarbeitern verbieten.
Aber Assange hatte seinen Ruhm...

Als Wikileaks die diplomatischen Depeschen veröffentlicht hat, haben die Regierungen exakt mit dieser Argumentation auf ihrem Recht zur Geheimhaltung bestanden: "Wir müssen unsere Informanden schützen."

Was ich hier einfach nur sehe ist, daß Wikileaks zu einer Organisation mutiert, die bald genauso aufgebaut sein wird und genauso agieren und argumentieren wird, wie die Organisationen, die Wikileaks eigentlich überwachen wollte. Das beginnt schon damit, daß Assange als Kopf der Organisation wahrscheinlich ein ähnlich hohes Paranoia-Level hat wie wahrscheinlich auch Geheimdienstchefs und Innenminister.

Wer überwacht Wikileaks? Ist Lasagne per se eine solche Lichtgestalt, dass sie über den Gesetzen und über jeglicher demokratischer Legitimation steht? Wenn ich das Gejammer über seine Auslieferung einiger seiner Anhänger hier so betrachte, scheint das ja die gängige Meinung unter den Lasagne-Kultisten zu sein...

Alleine durch die Auswahl, was ich
veröffentliche, kann ich die Wahrheit verzerren und keiner hinterfragt Assange und Wikileaks

http://www.wired.com/threatlevel/2011/05/nda-wikileaks/

Zitat:

Interestingly, the agreement warns that any breach is likely to cause WikiLeaks
to lose the “opportunity to sell the information to other news broadcasters and
publishers.”

Man koennte sich also fragen, ob Wikileaks die Informationen, die
Informanten u.a. unter Lebensgefahr kostenlos aus ueberzeugung an sie
weiterreichen, evtl. zu Geld machen moechte - das waere in meinen
Augen ein absoluter No-Go.

Wordsmyth (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

Thurius, du bist ein Sensationalist. Aber du gestehst ihnen immerhin zu, daß diese Vereinbarung eine Notwendigkeit sein könnte, weil sie sonst früher oder später sicherlich dicht machen könnten.

Ich sehe es als rechtliche Absicherung um journalistischen Status zu erlangen (und geltend machen zu können), bei der Hysterie mit der die US-Regierung mittlerweile jeden (auch mehr als gerechtfertigten) whistle-Blower (bsp. in der Tierzucht-Industrie) verfolgt, ist diese Vorsichtsmaßnahme mehr als gerechtfertigt.

Außerdem, in keinem Absatz des NDA scheint vorzukommen, das diese Verluste gegen den Verursacher gerichtet werden. Statt dessen wird versucht, die Leute zu schützen die sich durch die Informationsweitergabe in Gefahr begeben. Auch sollten wir bedenken das wir Wikileaks einen enormen Transparenzgewinn zu verdanken haben. Sogar einen internationalen Regierungsspitzel haben wir dank WL in Deutschland aufdecken können, wenn dir all die politischen Winkelzüge nicht ausreichen.

Dein Argument, die würden durch Medienauswahl Manipulation betreiben halte ich in Anbetracht der Intransparenz und des Medienmonopols in vielen behandelten Ländern als lachhaft. Die Inhalte sind ja noch nicht einmal editiert, außer dort wo Namen redigiert wurden. Dein for-Profit Argument wäre schon interessanter, hätte sich WL in der Vergangenheit nicht als non-profit Organisation erwisen und sich nicht durch eine Ideologie der Informationsfreiheit ausgezeichnet. Da darf man allerdings gern mal wachsam bleiben und sehen, ob sich deine Anschuldigung bewahrheitet.

Zur Entgegnung könntest du einfach hier nachsehen, ist im Gegensatz zu manchmen Populismus rational und überlegt formuliert: http://wlcentral.org/node/1763

thurius (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970
Wordsmyth schrieb:

Sogar einen internationalen RegierungsspitzelSogar einen internationalen Regierungsspitzel

oh ein namenloser "Regierungsspitzel" ehrlich gesagt habe ich nicht mehr von dir erwartet bei deinen posts in Überwachungskultur - Forenbeitrag die schon charakter einer verschwörungstheorien hat

Wordsmyth schrieb:

Sogar einen internationalen Regierungsspitzelpersonalisierte ("unsichtbare") Zensur und Manipulation in Medien
Music And Film Industry Association of America™ (MAFIAA)wobei Music And Film Industry Association of America, a parody created on April 1st 2006
kleinen, extrem reichen Gruppe von Personen und Konzernen (natürlich auch namenlos)

Mittel des Erklärungsmusters von Machtkreisen, grauen Eminenzen oder Geheimgesellschaften lässt sich ein roter Faden durch alle Verschwörungstheorien ziehen. Am Ende jeder Theorie findet sich immer der Hinweis auf Personenkreise, die im Hintergrund die Fäden ziehen und die wahren Machthaber auf der Erde sind. Dadurch erklärt sich auch die Beliebtheit der Verschwörungstheorien, denn sie bieten eine im Grunde recht einfache und verständliche Erklärung für eine unübersichtliche Welt, unaufgeklärte Ereignisse und globale Zusammenhänge.

Das Web 2.0 gibt dem Nischenthema Spielraum

Wurden diese Annahmen früher noch hauptsächlich in geschlossenen Foren diskutiert, so hat sich dies mit dem Web 2.0 verändert. Es ist leichter, "eingeweiht" zu werden, denn man muss nur die richtigen Suchbegriffe bei YouTube eingeben, um per Video die Wahrheit erfahren zu können. Oder man tritt der entsprechenden Gruppe im sozialen Netzwerk seiner Wahl bei. Dann erfährt man ganz schnell, was es mit MK ULTRA und den "Chem-Trails" auf sich hat, warum Kennedy wirklich ermordet wurde und dass die Vogelgrippe nie existiert hat. Und natürlich stößt man dabei auf offene Ohren, denn Verschwörungen und Geheimabsprachen finden statt. Verschwörungstheoretiker setzen jedoch fast jede Ungereimtheit in den Zusammenhang mit einem globalen Plot, welcher von einer Elite, eben jenen erwähnten grauen Eminenzen, erdacht wurde.

Das Weltbild der Truther ist geschlossen
Damit ist das Vorgehen gegen die "Wahrheitsbewegung" vor allem den Netzwerkbetreibern überlassen. Dabei ist es schwer, effektiv gegen die Truther vorzugehen. Diskussionen verlieren sich oft im Detail und es ist schwer, mit Fachwissen die einzelnen Argumente zu widerlegen. Werden die Inhalte der Verschwörungstheoretiker aber einfach gelöscht, so sehen die Truther im Plattformbetreiber den Erfüllungsgehilfen der Regierung, die die Wahrheit unterdrücken will.

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Age (19 Megatalent, 13994 EXP)
Wenn du laberst wie ne rechte Hohlbirne, biste wohl ne rechte Hohlbirne.
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Hach, manchmal wäre ich auch gerne eine kritikloser und linientreuer Mensch mit Hang zur Hörigkeit und dem festen Glauben an das Gute in allen Konzernen, Politkern und Menschen. Einfach mal der sein, der die einzig wahre Wahrheit gepachtet hat, die ich natürlich auch nur kreuz und quer zusammenkopiert übernehme anstatt mir eine eigene Meinung zu bilden, in dem ich verschiedene Perspektiven betrachte. Wenn ich dann noch jeden themenfremd diffamiere, der nicht meiner Linie entspricht, wäre das ein prima Leben.

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Been there. Done that.

Wordsmyth (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

Du fühlst dich immer persönlich angegriffen, oder Thurius? Ich mag dich trotzdem, zwar nicht für deine reisserische Argumentation, aber dafür das du dich gegen den Rassismus im Sonythread eingesetzt hast.

Allerdings ist das was du hier tust alles andere als objektiv. Zum einen ignorierst du nun zu deiner Verteidigung vollkommen die Grundaussagen des Themas, zum anderen versuchst du dein Argument zu stärken, indem du meine Kompetenz zu untergraben suchst - das typische Autoritätsargument. Billig. Warum? Weil du meine Argumentation einseitig darstellst. Wie kommt es das du die ganzen Einschränkungen vergisst die ich mache? Aus dem Zusammenhang gegriffene "Beweise" würden einen guten Demagogen auszeichen, was du machst ist sogar noch unter BILD-Niveau mein lieber. Was versuchst du mit deinen eigenen Zitaten? Alles wild durcheinander werfen, aber die gesamte Argumentationskette sowie die Belege für die Behauptungen vergessen, zeigt irgendwie nicht von Reife.

Wie dem auch sei, zum Spitzel bemühe dich bitte selbst, vielleicht hilft dir das bischen Sucharbeit, deinen Horizont zu erweitern. Wobei, weißt du was? Da du das wahrscheinlich aus Trotz ohnehin nicht tun wirst, verrate ich es dir: Helmut Metzner (FDP).

Zum wirklichen Thema findest du die Diskussion bezüglich:
"Whistleblower Protection Enhancement Act" und "Intelligence and Enforcing Lawful Dissemination Act (SHIELD Act)" vielleicht interessant.

P.S: Danke an Age. Gut zu wissen das sich in diesen Beitrag auch Menschen reintrauen, die eine differenzierte und offene Weltsicht haben, auch wenn die Gefahr droht, als Verschwörungstheoretiker beschimpft zu werden.

Edit: Danke an Thurius für den Hinweis, das ich personalisierte "unsichtbare" Zensur mgwl nicht anschaulich genug beschrieben habe. Habe ein YoutubeVideo eingefügt, dass es imo besser verdeutlicht (* in Kommentar 14).

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