Krieg in Libyen

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Green Yoshi (20 Gold-Gamer, 23298 EXP)
Test
User ist offline. Zuletzt gesehen vor 17 Stunden 15 Minuten Offline
Beigetreten: 6.1.2010
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Der UN-Sicherheitsrat hat soeben eine Flugverbotszone über Libyen beschlossen, um ein Massaker der Regimetruppen in Bengahzi zu verhindern.
Nun dürften die Flugabwehrstellungen Libyens bombardiert werden, vielleicht auch die Panzer die nach Benghazi unterwegs sind.

Was ist eure Meinung? Überschreitet der Westen damit seine Grenzen oder war das ein lange überfälliger Schritt?

Einerseits finde ich es gut, dass der Westen die libyschen Rebellen nicht im Stich lässt, andererseits ist das ein riskantes Unterfangen. Wenn die Regimetruppen Benghazi besetzen und die Rebellen vertreiben, muss man wohl doch mit Bodentruppen einmarschieren.

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Larnak (21 Motivator, 25593 EXP)
..,-
User ist offline. Zuletzt gesehen vor 1 Stunde 13 Minuten Offline
Beigetreten: 26.7.2009
Inhalte: 58

Riskant ja, aber riskant ist es immer, wenn Menschen gegen die Herrschenden revoltieren und ihre Menschenrechte einfordern. Auf der anderen Seite ist der Westen auch in der Pflicht, etwas zu tun - schließlich propagiert er ja ständig die Werte, für die man dort nun aufstand und vertritt auch die Meinung, dass das Volk doch für diese Rechte aufstehen solle.
Wenn es das also dann tut und den Westen um Hilfe bittet, wäre es sehr schädlich, dann plötzlich zu sagen "Nö, macht ihr mal - wir gucken von hier aus zu und warten mal ab, was passiert. Wir wollen ja dann im Zweifel doch wieder mit Gaddafi handeln und Militärparaden angucken..."

Ich finde es bedenklich, dass man erst jetzt diese Zone einrichtet. Nicht, weil ich grundsätzlich dafür gewesen wäre - allerdings ist der Zeitpunkt in meinen Augen ungünstig, der richtige wurde bereits verpasst und es könnte sein, dass es jetzt schon zu spät ist. Und dann hat diese Zone das Potential, mehr Ärger zu bringen, als sie Helfen kann - aber das wird die Zeit zeigen, ob es nicht zum jetzigen Zeitpunkt doch besser gewesen wäre, die Zone nicht mehr einzurichten.

Ob man mit Bodentruppen einmarschieren muss, wenn die Rebellen geschlagen werden? Naja, man könnte es natürlich, aber ich sehe eigentlich keinen Grund, von 'müssen' zu sprechen. Da kommt es wohl stark auf die Situation an - und man wird es sich wohl in jedem Fall sehr gut überlegen, ob man sich noch einen solchen Einsatz ähnlich denen in Irak und Afghanistan leisten kann. Man könnte hier natürlich argumentieren, dass diesmal die Bevölkerung auf der Seite des Westens stünde - trotzdem würde ja so ein Einsatz viele Jahre dauern, denn wenn man dort einmal drin ist, ist man auch in der Pflicht, dort zu bleiben, bis sich stabile Verhältnisse herausgebildet haben.

In jedem Fall sind die Geschehnisse dort für die Entwicklung der Welt wohl für relativ große Bedeutung - nur wurde die Berichterstattung durch Japan leider ziemlich verknappt.

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commie_d (10 Kommunikator, 384 EXP)
User ist offline. Zuletzt gesehen vor 2 Jahren 50 Wochen Offline
Beigetreten: 15.3.2011
Inhalte: 3

Ein Einmarsch ausländischer Truppen ist durch die Resolution Nr. 1973 nicht gedeckt und damit völkerrechtswidrig. Des Weiteren wird es auch von keiner Seite gewünscht – weder von den libyschen Oppositionellen, der Arabischen Liga oder dem Westen und würde den breiten Konsens (ja ich weiß es gab 5 Enthaltungen bei der Abstimmung aber die Chinesen und Russen hätten sich ohnehin nie aktiv beteiligt – insofern ist der Verzicht auf das Veto schon fasst als aktive Teilnahme zu werten und wäre vielleicht ohne die massenhafte Flucht von chinesischen Arbeitern auch Libyen vielleicht so auch nicht möglich gewesen) der relevanten Akteure nur zerstören.
Allerdings fürchte ich auch wie Larnak, dass es bereits zu spät sein könnte – der optimale Zeitpunkt für eine solche Zone war vor den Rückeroberungen der Rebellenstädte in den letzten Tagen. Immerhin sind die USA ja bereits vor Ort und können nach eigenen Angaben sofort mit der Operation beginnen. Und die Franzosen legen ja auch eine bemerkenswerte Aktivität an den Tag, wobei ich mich nicht recht entscheiden kann: Ist es vor allem die innenpolitische Schwäche Sarkozys vor der Präsidentenwahl im nächsten Jahr und die damit einhergehende Ablenkung – wenn es in der Innenpolitik nicht klappt macht sich die Internationale Bühne immer gut – die hier die treibende Kraft ist oder handelt es sich um Versuch der Wiederherstellung von Vertrauen in Nordafrika nachdem diplomatischen Desaster in Folge der zögerlichen Haltung Frankreichs insbesondere bezüglich der Demokratiebewegung in Tunesien. – Wahrscheinlich beides…

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Vidar (18 Doppel-Voter, 12274 EXP)
User ist offline. Zuletzt gesehen vor 1 Stunde 9 Minuten Offline
Beigetreten: 14.6.2009

Die sache kommt viel zu spät!
Seit Tagen haben sie darüber debatiert, in dieser Zeit hat Gaddafi eine Stadt nach der andren zurückerobert und nun haben sie eine Flugverbotszone... suuper

Nun brauchen sie sich auch nicht mehr einmischen, wenns blöd läuft ist der Gadaffi schon dabei weiter zu machen.
Ich finds auch gut das wir uns da raus halten denn so oder so, die zivilen Opfer werden jetzt nicht weniger, eher mehr.

Bin kein Freund von dem Kerle da er schon etwas irre ist aber wenn man sich die wenigen Bilder die es gibt ansieht ist das Land eh am ende, da vieles eh schon Zerstört ist. Da nun noch mehr Krieg anzuzetteln anstatt das ganze schnell zu beenden ist dumm, was hat das Arme land davon wenn am ende gar nichts mehr steht weil der Westen einen auf "Retter" machen will... vorallem hat Gaddafi immernoch Giftgas was er überraschender weiße noch nicht eingesetzt hat aber darüber denkt man nicht nach...

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Dragor (14 Komm-Experte, 2161 EXP)
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User ist offline. Zuletzt gesehen vor 22 Wochen 5 Tagen Offline
Beigetreten: 5.8.2009
Inhalte: 28

Man muss auch sagen, dass es nicht allein die Schuld der UN ist, dass die Verbotszone erst jetzt eingerichtet wird. Man musste ja auf die Arabische Liga warten, welche erst vor 6 Tagen sich für eine solche Zone bekannt haben.

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Larnak (21 Motivator, 25593 EXP)
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User ist offline. Zuletzt gesehen vor 1 Stunde 13 Minuten Offline
Beigetreten: 26.7.2009
Inhalte: 58

@Vidar: Bisher sieht es doch eher so aus, als hätte die Flugverbotszone in Verbindung mit gezielten Attacken auf Gaddafis Militär ein Blutbad in Bengasi verhindert.
Wir wissen nicht, wohin uns dieser Konflikt noch führen wird - aber das ist zumindest schon mal etwas, was wir auf der "Plus"-Seite hinschreiben können.

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Linksgamer (14 Komm-Experte, 1931 EXP)
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Beigetreten: 20.2.2011
Inhalte: 14

Ich empfehle zu diesem Thema unbedingt diesen Artikel.

Was sich in den Medien sonst dazu abspielt, ist mehr als lächerlich. Als gäbe es nicht inzwischen genug Beispiele für Länder, wo vermeintlich heroische Interventionen zu mehr Toten führten als der jeweilige Diktator jemals hätte umbringen können.

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Ich habe den Artikel gelesen und empfinde ihn als ziemlich zynisch - Rechtsphilosoph scheint mir da schon fast als Beleidigung zu taugen.
Philosophen scheinen oft dazu zu neigen, die Lebenswirklichkeit aus den Augen zu verlieren. Gut, das passiert auch Politikern oft, aber das macht es ja nicht besser.

Natürlich ist das ein sehr schwieriges Thema und eine noch schwierigere Entscheidung, das bestreitet ja niemand. Aber die Argumente, die dort gebraucht werden, um eine scheinbar so eindeutige Entscheidung zu untermauern, stehen nicht auf einer Grundlage, die diese Bestimmtheit zu bekräftigen in der Lage ist.
Das Problem an geltendem Recht ist ja nicht zuletzt, dass es die Angewohnheit hat, Dinge festzulegen, die oft, wenn auch nicht immer, an der Lebenswirklichkeit und dem Grundverständnis von Menschen vorbeigehen, indem sie Definitionen, Konstrukte künstlicher Wirklichkeit oder rein hypothetische Gedanken als Basis ihrer Argumentation benutzen. Das mag oft funktionieren - aber nicht ohne Interpretation. Interpretation ist und war schon immer die Grundlage der Anwendung von Gesetzen, vor allem, wenn es sich dabei um grundsätzliche "Rahmengesetze" handelt, wie es z.B. auch unser Grundgesetz ist.

Im Rahmen solcher Gesetze mit so einer Bestimmtheit zu argumentieren, wie es ein Rechtsphilosoph an dieser Stelle tut, macht mich fragen, ob dieser nicht gewisse Kernelemente seines Aufgabenbereichs falsch verstanden hat?
Von interpretatorischer Variabilität sehe ich da jedenfalls nichts...

Zumal dort offenbar jegliche Argumente, die für ein Eingreifen sprechen, einfach mal außen vor gelassen wurden und man sich stattdessen lieber darauf beschränkt, Rechtsnormen so auszulegen, dass man in vielen Fällen zu dem Schluss kommt, dass
Welt, Gesetz, Moral, Ethik, kurz: Wir Menschen sind nicht ideal. Das ist der Grund, warum Idealisten früher oder später auf schwere innere Konflikte stoßen (müssen) - und warum man die Frage nach der Legitimation dieses Eingriffs nicht mit rechtlichen Grundlagen erschlagen kann.

Dass das Unternehmen auf "brüchigem" Boden steht, darauf kann man sich ja einigen. Einige Dinge von denen, die er als Argument eben dafür benutzt, finde ich aber sehr fraglich.

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