Vier Fragen, und eure Antworten zu künstlicher Intelligenz

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Jonas der Gamer (13 Koop-Gamer, 1550 EXP)
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Ich habe gerade ein Projekt am laufen (für die Oberstufe) und brauche da mal ein paar Leute die mir ein paar Fragen beantworten. Die Fragen beziehen sich auf Künstliche Intelligenz, sind allerdings eher von philosophischer Art, ihr müsst also keine Ahnung von Technik haben. Es wäre echt hilfreich wenn ihr mir Antworten geben könntet.
Hier sind also die Fragen:

1.
Ist es eurer Meinung nach möglich, dass ein Computer (natürlich ein sehr fortschrittlicher) Gefühle entwickeln kann? Und wie fändet ihr das?

2.
Darf der Mensch künstliches Leben erschaffen?

3.
Darf der Mensch, wenn er einen fühlenden und lernenden Computer erschaffen hat, diesen noch kontrollieren, ihn vielleicht sogar abschalten?

4.
Ist es möglich, dass der Mensch irgendwann von seiner eigenen Schöpfung beherrscht wird?

Danke für eure Antworten.

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Gerjet Betker (19 Megatalent, 13638 EXP)
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1. Ja. Es hängt davon ab, was der Computer damit anfängt - solange er sich an die Asimov'schen Gesetze hält ist alles i.O.

2. Ja

3. Sobald ein "etwas" sich seiner selbst bewusst ist, wäre das grundlose Abschalten mit Mord zu vergleichen.

4. Gegenfrage: Werden wir das nicht schon? (Stichpunkt: Technirisierung, Digitalisierung)

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*brohoof*

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Prismendrache (11 Forenversteher, 755 EXP)
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Hallo,

zunächst einmal muss ich sagen, ein spannendes Thema. Zu dem Thema geht meiner Ansicht nach nichts über Ghost in the Shell. Besonders die beiden Kinofilme oder besser noch die Mangaserie (vor kurzem erst wieder eine Neuauflage in den USA erschienen). In beides muss man sich hineinarbeiten, aber dann sind sie gehaltvoll. Besonders wichtig für ein philosophisches Thema: sie geben zwar eine Sichtweise, aber keine gründlichen Antworten, sondern regen vielmehr zum Nachdenken an.

Bevor ich zu deinen Fragen komme noch eine allgemeine Erklärung. Du bist ein wenig sprunghaft mit deinen Formulierungen. In der Einleitung sprichst du von künstlicher Intelligenz. In zwei Fragen aber sprichst du von einem Computer. Zwar kann man existenzielle Fragen für den Menschen auch mit einer Einheit von Körper und Kognition beschreiben, aber eine digitale Entität glaube ich, ist nicht auf eine konkrete Hardware beschränkt. Damit geht einher, dass ihre Fähigkeiten mit der physischen Welt zu interagieren von ihrem Körper abhängig sind. Meine Antworten beziehen sich nun auf eine vom Menschen erschaffene digitale Entität, die lernfähig ist und dadurch auch ein Selbstbewusstsein erlangen kann und weiterhin auf eine Vielzahl von Geräten zugreifen und sie steuern kann.
Nun zu deinen Fragen.

Zitat:

1. Ist es eurer Meinung nach möglich, dass ein Computer (natürlich ein sehr fortschrittlicher) Gefühle entwickeln kann? Und wie fändet ihr das?

In Anbetracht der Tatsache, dass wir selbst nicht nachvollziehen, wie Gefühle funktionieren, glaube ich nicht, dass wir in absehbarer Zeit einer künstlichen Intelligenz beibringen, wie Menschen zu fühlen. Aber ich denke, es wird möglich sein, einer sich selbst bewussten Intelligenz das Abstrakte und Ablenkende/Steuernde von Gefühlen zu vermitteln, auf dass sie selbst davon beeinflusst wird.
Aber sollte das auch getan werden? Ich sehe den einzigen großen Nutzen darin, dass dem Menschen auf diese Weise eine neue Perspektive auf sich als Lebensform im Umgang mit anderen Lebensformen gegeben werden könnte. Aber wenn wir bedenken, wie Arrogant der Mensch gegen andere Tiere und selbst gegen seines Gleichen vorgeht, könnte eine Rasse autonomer künstlicher Intelligenzen eine neue Form von Apartheid auf sich ziehen.

Zitat:

2. Darf der Mensch künstliches Leben erschaffen?

Das schließt an meinen letzten Punkt an. Freiheit bedeutet für mich, alles tun zu können, solange man niemand anderen dadurch einschränkt. Eine Grenze der Freiheit ist also die Verantwortung. Und solang der Mensch die Freiheit einer künstlichen Intelligenz nicht gewährleisten kann, darf er sie nicht so gestalten, dass sie Freiheit wünschen würde. Denn dann würde man nur einen Sklaven erschaffen.
Eine lernfähige Intelligenz zu beschränken, sodass sie kein Bewusstsein erlangen und Wünsche entwickeln kann, ist dabei auch schon zu weit gegangen. Denn es würde bedeuten einen Organismus zu erschaffen, den man an menschliche Fähigkeiten heranführt, aber den Zugang zum Menschsein verweigert. Denn wenn man das zulässt, sollte es auch erlaubt werden, Kinder zu lobotomisieren, um ihre kognitive Leistung zu mindern, um lediglich ihre Körper der Arbeitskraft wegen nutzen zu können.

Zitat:

3. Darf der Mensch, wenn er einen fühlenden und lernenden Computer erschaffen hat, diesen noch kontrollieren, ihn vielleicht sogar abschalten?

Nein. Wenn wir es zulassen, ist es Mord. Wenn wir es anders bezeichnen, ist es Diskriminierung. Wenn wir weg sehen ist es Ignoranz.

Zitat:

4. Ist es möglich, dass der Mensch irgendwann von seiner eigenen Schöpfung beherrscht wird?

Wenn der Mensch dumm genug ist, dann da. Wenn eine künstliche Intelligenz weit genug entwickelt und mit genügend Befugnissen ausgestattet ist, kann sie den Menschen unterdrücken. Denken wir an die Weimarer Republik. Das demokratische System war so weit offen, dass es zu einer Diktatur umfunktioniert werden konnte.
Freiheit ist riskant, weil sie nicht nur einem selbst Möglichkeiten bietet, sondern auch weniger Schutz gegen äußere Einflüsse lässt.

Deshalb sehe ich nur zwei Wege.
Der erste ist, man sollte künstliche Intelligenzen auf einem Niveau halten, dass sie nicht einmal ansatzweise den Turing Test bestehen können. Selbstbewusstsein ist gefährlich.
Der zweite Ansatz wäre einer künstlichen Intelligenz genügend Freiheiten einzuräumen, dass es ihr keinen Nutzen bringt, den Menschen zu ünterdrücken. Gleichberechtigung ist die einzige Form sozialen Lebens ohne Hierarchie.

Ich hoffe, meine Gedanken konnten dir weiterhelfen.
P.

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Sciron (19 Megatalent, 15787 EXP)
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1. Schwierige Frage, grade im Bereich SciFi/Cyberpunk findet man diese Thematik ja quasi ständig. Dadurch würde man natürlich vor völlig neue, ethische Probleme gestellt werden. Kommt auch drauf an, inwiefern so eine Gefühlstechnik zum Einsatz kommt. Wenn ich in Zukunft meinen Taschenrechner trösten muss, weil ich ihn mal wieder mit den kompliziertesten Formeln quäle, wird's natürlich grenzwertig wink. Mich gruselt es bei der Vorstellung noch etwas und glaube auch, dass unsere Generation sowas wohl nicht mehr erleben wird.

2. Kommt drauf an wie man "künstliches Leben" definiert. Mittlerweile wurden ja schon diverse Tiere geklont, was ich eigentlich auch als künstlich erschafftes Leben sehen würde. Die Frage nach dem "dürfen" stellt sich dabei eigentlich nicht. Wenn es die Möglichkeit gibt, wird es früher oder später eh gemacht werden. Irgendwelche Wissenschaftler die von Moral und Ethik nichts halten, wird man immer finden.

3. Naja, ein Tier fühlt und lernt auch (daran glaub ich zumindest) und das rettet es auch nicht vor der Schlachtung. Ich glaube nicht, dass man sich als Mensch das Bestimmungsrecht nehmen lassen wird und eine Abschaltung deswegen wohl immer irgendwie zu rechtfertigen wäre. Ist natürlich die Frage wie die Gesetzeslage dabei aussehen würde und ob das "töten" eines Computers z.B. ähnlich bestraft wird, wie das töten eines Wirbeltieres. Endlose ethische Diskussionen wären auf jeden Fall die Folge.

4. Da denk ich wieder spontan an die Kurzgeschichte "I Have No Mouth, And I Must Scream" von Harlan Ellison (wurde auch ein ziemlich verstörendes Adventure draus gemacht), in der die letzten 5 Überlebenden des finalen Weltkrieges, von einer durchgeknallten KI über 100 Jahre lang gequält und gedemütigt werden. Ähnliches Thema hat ja auch die Terminator-Saga. Sowas wäre natürlich ein Extrembeispiel. Wenn man natürlich dumm genug wäre, einer CPU, KI oder was auch immer, den Zugang zu Massenvernichtungswaffen oder ähnlichen "Spielzeugen" zu geben, verdient man wohl auch die völlige Auslöschung.

Man kann es natürlich, ähnlich wie Gerjet oben, auch schon auf die heutige Welt beziehen. Es gibt wohl viele von uns (da nehm ich mich nicht aus), die ohne modernen Technik-Firlefanz gar nicht mehr auskommen würden. Das nennt man wohl "passive Versklavung" oder so wink.

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NikeX (07 Dual-Talent, 105 EXP)
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1. Gefühle:
Die Gefühle bleiben allerdings eine Simulation. Da dahinter stets eine Architektur steckt, bzw. ein Script.

Simulation bleibt Simulation. Bisher haben es Menschen nur zu einer kosmetischen Nachahmung geschafft.
Es gibt nur künstliche "Nicht-Intelligenz" - egal ob Spiel, "K.I." oder sonstiges Programm.

Doch kommen wir gleich zu unserem Leben:
Ob alles Simulation ist, ist nach meiner Meinung eine derart existenzielle Frage, so dass sie für mich
unbeantwortet bleibt. Jedenfalls nach meinem Wissenstand und Begreifen.

Ich verweise auf folgende Literatur: Stanislaw Lem - "Die Entdeckung der Virualität",
sowie "Die Technologiefalle"

Bevor das zum Monolog ausartet, gleich zu den nächsten Fragen.

2.
künstliches Leben erschaffen?

Der Terminus "künstlich" wird irgendwann mindestens so antiquiert wirken, wie "Sonne kreist um Erde",
da unsere Möglichkeiten immer weiter fortschreiten. So ist ein Unterscheiden zwischen rein biologischen
Leben und technobionischen irgendwann nicht mehr möglich, bzw. sinnvoll.

Es bleibt auch hier die Frage: Ist künstliches Leben eine Simulation, ein Nachäffen, oder eine
eigenständige Spezies - es hängt von der Qualität und den gemeinsamen Nennern mit bisherigem Leben
zusammen. Auch hier: Verweis auf S.Lem (s.o.O

3.
fühlende und lernende Computer - abschalten?

Das kommt auf die Art des Computers an. Bleibt das Bewusstsein des Computers eine reine Simulation,
kann auch das Gedächtnis "Ich bin von User ausgeschaltet worden / mein 'Leben' ist unterbrochen",
so getürkt werden, dass der Computer keine Kenntnis davon hat. Behindert dies allerdings die
(wohlgemerkt simulierte!) Gefühls- und Lernwelt des Computers, ist es sicherlich interessant zu wissen,
was dann passiert. ABER:

Allerdings ist auch dies nur so interessant wie verschütteter Kaffee: Man weiß, was als nächstes passiert.
Denn hinter dem Computer(-programm) steckt ein Code.
Wer ihn geschrieben hat, weiß, wie das Programm reagiert.
Es müsste also eine völlig neue Art von Code / Sprache her.

Das Zauberwort heit hier: VOLITIVES HANDELN
quasi zu völlig unbekannten Lösungen kommen.

So ist das Kreieren von Fehlern eines Programms eigentlich intelligenter - weil nicht gewünscht,
und damit nicht vorhersehbar - als das sture Abfahren des Codes.

4.
Mensch - beherrscht von eigener Schöpfung?

Nicht irgendwann, wir werden schon. Ohne Computer, Internet, Programme läuft kein Kraftwerk,
hebt kein Flugzeug ab, ja, sterben Menschen in Krankenhäusern.

Aus der Biologie weiß man, dass jede Art, die sich gegen andere Arten durchsetzt, sich am Ende
selbst limitiert.
Bei uns mag es eine Ausnahme geben, wir werden durch eine selbstgeschaffene Art limitert.
Muss nicht sein, kann aber.
Denn: Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen - Intelligenz ohne Moral. (Zitat: John Osborne)

Ich hab mich auf mit dem Thema beschäftigt, hinsichtlich Milo und HALO 1:
http://mikkai.wordpress.com/2010/07/15/milo-kinect/
http://mikkai.wordpress.com/2010/07/15/nicht-intelligent/
(kann gelöscht werden, wenn das als Werbung in eigener Sache aufgefasst wird)

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3DO M2 - Put your other toy machines in the garage or something

Grinzerator (Neuling, 0 EXP)
Beigetreten: 1.1.1970

1. Die Entwicklung von etwas Gefühlsähnlichem ergibt sich meiner Meinung nach automatisch bei der Entwicklung unabhängig agierender künstlicher Intelligenz. Denn mit dem Unabhängigkeitsprozess ergeben sich Bedürfnisse, zunächst vor allem das Bedürfnis nach einem Recht auf Existenz. Wird dies abgesprochen, ist die logische Reaktion die Elimination oder Vermeidung des Entgegenstehenden, um weiter existieren zu können. Dieser Prozess, auch wenn hier sehr vereinfacht ohne gesellschaftliche Zusammenhänge dargestellt, mag vom Menschen als Angst und daraus resultierend Wut empfunden werden, auch wenn die künstliche Intelligenz dies vielleicht anders wahrnimmt. Die sich daraus ergebende Prioritätensetzung ist jedoch meiner Ansicht nach der Schlüssel zur Gefühlsbildung. Denn wenn das Absprechen des Existenzrechts Angst und Wut nach sich zieht, so wird das Gegenteil, die Akzeptanz und möglicherweise auch Respekt, als positiv oder zumindest nicht negativ aufgenommen und damit im Ansatz dem menschlichen Gefühl Freude gleichzusetzen sein. Da es nur logisch ist, die Akzeptanz der Ablehnung vorzuziehen, würde durch diese Prioritätensetzung schon ein Zustand dem anderen vorgezogen und so etwas wie ein Gefühl würde sich entwickeln. Das heißt aber nicht, dass es genauso oder auch nur ähnlich wie beim Menschen aussehen muss. Weitere Gefühle wie Dankbarkeit oder Misstrauen ergeben sich als logische weitere Schritte. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, dass, wenn keine unabhängigen A.I.s entwickelt werden, jedes "Gefühl" auch hochentwickelter A.I.s reine Nachahmung ohne jede Empfindung bleibt.
Mir ist bewusst, dass ich meinen Gedankengang oben nur sehr rudimentär und nicht lückenlos beschrieben habe, hoffe aber, den grundlegenden Gedanken einigermaßen verständlich vermittelt zu haben.

2. Ja.

3. Auch meine erste Reaktion wäre hier gewesen, das Abschalten sich ihrer selbst bewusster A.I.s als Mord zu bezeichnen, jedoch wurde dieser Begriff bisher nur vom Menschen für seinesgleichen angewandt. Ich denke, wenn es dazu kommt, wird ein neuer Begriff dafür gefunden oder der Begriff "Mord" in seiner Wahrnehmung neu definiert werden müssen.

4. Ja. Ich halte es sogar für wahrscheinlich.

Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Alter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDieser User hat uns an Weihnachten 2011 mit einer Spende von 11 Euro unterstützt.GG-Supporter: hat einmalig 10 Euro gespendetMissionar: 3 Neu-User für GamersGlobal.de anwerbenBronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreichtLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiScreenshot-Geselle: Hat 500 Screenshots hochgeladenDatenbank-Geselle: Hat 100 Steckbriefe angelegtGG-Spender: Hat eine Spende von 5 Euro an GG.de geschicktFleißposter: Hat 200 EXP mit Forumsposts verdientKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhalten
Imperitum (18 Doppel-Voter, 9391 EXP)
Who you gonna call...?
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1. Nein. Aus dem einfachen Grund, da Gefühle das Resultat chemischer Reaktionen im Körper sind und ich es für unwahrscheinlich halte, dass System auf eine Maschine zu übertragen.

2. Ja. Allerdings müssen diesem künstlichen Leben dann auch Rechte eingestanden werden. Freiheit, Gleichheit...

3. Nein. Wie es bereits schon erwähnt wurde, wäre dies in meinen Augen ebenfalls Mord.
Dennoch müsste man zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich die Grundrechte neu definieren und ein solches "Wesen" unter den Schutz der Ethik stellen.

4. Ich bin der Meinung, dass wir schon jetzt von unseren eigenen Schöpfungen beherrscht werden.
Aktuell: Computer, Internet, Fernsehen, Gesellschaftliche Normen...

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"People are crazy and times are strange
I’m locked in tight, I’m out of range
I used to care, but things have changed"
- Bob Dylan

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