Regression der Strategiespiele

remix 07 Dual-Talent - 140 EXP - 27. September 2010 - 19:18 #

Dem Grundtenor des Artikels ist im Großen und Ganzen richtig. Auch der Anmerkung eines Mit-Kommentators, dass die üblichen Print-Spielezeitschriften durch ihre Grafik-Fixierung in nicht unerheblicher Weise zu dieser "Regression" beigetragen haben, kann ich nur zustimmen. Ein anderer Faktor wurde ebenfalls bereits genannt: das Downgraden des allgemeinen Schwierigkeitsgrades auf das Niveau des Durchschnittsspielers, was klar der immerwährenden Jagd nach höheren Absatzzahlen seitens der Publisher geschuldet ist. Schade eigentlich.
Ich kann mich noch an mein erstes Strategie/Taktikspiel erinnern. 1944 - Across The Rhine von Microprose (1994 glaub ich). Eine Panzersimulation die es wirklich in sich hatte, nicht nur was Umfang, sondern auch was Ausstattung anging (zwei Hochglanz-Handbücher, eines zur Spielmechanik, eines zum historischen Hintergrund der im Spiel vorkommenden Panzerdivisionen). Die Grafik dabei war für ein Spiel dieser Art hervorragend und, was eigentlich wichtiger ist, zweckmäßig! Genauso verhält es sich mit Hearts Of Iron. Die Grafik ist mehr als zweckmäßig, für ein Globalstrategiespiel auf jeden Fall hübsch! Hier gehts es auch mehr um die Spielmechanik (!!), wie eigentlich im gesamten Strategiebereich.

Bei Strategietiteln sollte der Fokus wieder mehr auf die zugrunde liegende, essentielle Spielmechanik gelegt werden, wozu die künstliche Intelligenz einfach auch großteils zählt. Und nicht nur von Seiten der Hersteller, sondern auch von Seiten der Spielezeitschriften! Es kann doch nicht sein, dass für ein Strategiespiel grafikmäßig die gleichen Maßstäbe herangezogen werden wie für einen 3D-Shooter, und gleichzeitig der eigentlichen Spielanlage nicht Rechnung getragen wird.

Testet doch bitte mal Command Ops: Battles From The Bulge (Panther Games). Dieses Spiel ist ein Mix aus Runden- und Echtzeit-Taktik auf Divisions- bzw. Battallionsebene (Ardennen 1944). Das spezifischste Feature ist dabei die realistische Befehlsverzögerung. Außerdem braucht man hier nicht jeder individuellen Einheit einzeln Befehle geben: das Spiel simuliert eine realistische Befehlskette. Das heißt, man gibt dem z.B. Zug-HQ einen Befehl (Angriff auf eine bestimmte feindliche Stellung), und die KI übernimmt die Steuuerung der mit dem Zug-HQ assoziierten Einheiten. Mich würde wirklich interessieren welche Wertung dieses Spiel bekommen würde.

Viele Grüße!

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