Angetestet: Back to the roots

Stalker: Call of Pripyat Preview

Mit Stalker: Call of Pripyat schickt euch GSC Game World ab 5. November ein drittes Mal in die Zone. Im Vergleich zum etwas unausgegorenen Stalker: Clear Sky versprechen die Entwickler Besserung und eine Rückbesinnung auf die Stärken des ersten Teils. Wir haben uns eine fast fertige Version des Rollenspielshooters genauer angeschaut.
Christoph Hofmann 6. Oktober 2009 - 18:10 — vor 7 Jahren aktualisiert
PC
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Der Reaktor von Tschernobyl explodiert, und nichts ist in der Umgebung mehr, wie es war. Was 1986 tatsächlich passierte, spann GSC Game World weiter, bediente sich außerdem der Romanvorlage Picknick am Wegesrand von Arkadi und Boris Strugatzki (1972), überzog die Entwicklung des Spiels um mehrere Jahre -- und brachte Stalker 2007 dann doch noch heraus, mit großem Erfolg.

Mit dem eigenständigen Add-on Stalker: Clear Sky wollten die ukrainischen Entwickler vergangenes Jahr die Welt des Rollenspiel-Shooters Stalker mit interessanten Features sinnvoll erweitern. Was jedoch am Ende auf den Markt kam und die Vorgeschichte zu Shadow of Chernobyl erzählte, blieb Spielern nicht durch seine spielerischen Glanzpunkte im Gedächtnis. Stattdessen bot der Titel einen hohen Schwierigkeitsgrad, nervige Zufallsaufgaben, ein unglücklich gelöstes Fraktionssystem und viele technische Probleme, die selbst heute, nach mehreren Patches, noch nicht alle beseitigt sind. Anfang November starten die ukrainischen Entwickler mit Stalker: Call of Pripyat einen zweiten Versuch. Spielerische und technische Neuerungen müsst ihr dieses Mal jedoch mit der Lupe suchen. Im Gegenteil, es wurden viele Features aus Stalker: Clear Sky wieder gestrichen, darunter das Fraktionensystem. Im Gegenzug wollen sich die Entwickler auf die Stärken des Originals konzentrieren.

Die Sonne scheint in der Zone nur selten. Meist müsst ihr euch mit wolkenbehangenem Himmel zufrieden geben.


Das Militär macht mobil

Einige Tage, nachdem Strelok, der Held des Hauptspiels, am Ende den Hirnschmelzer deaktiviert hat, riecht das Militär seine Chance, weiter ins Innere der Zone vorzustoßen. Fünf Hubschrauber werden entsandt, um die meist tödlichen Anomalien zu kartografieren. Eine Karte der Anomalien zeichnen? War deren Position nicht größtenteils zufällig? Früher ja, doch in Stalker: Call of Pripyat sind die Anomalien an vordefinierten Plätzen zu finden. Die Positionen der einzigartigen sind gar von Beginn an auf eurer Karte verzeichnet. Diese werden besonders imposant in Szene gesetzt und locken nicht nur mit ihren Artefakten neugierige Stalker an.

Doch, o weh, die Erkundungshubschrauber stürzen aus unerfindlichen Gründen ab und der Kontakt zur Crew geht verloren. Um die Unfallursache zu klären, schickt das Militär euch los, als Stalker getarnt. Euer Weg führt durch ein ausgetrocknetes Flussbett voller Schiffswracks, durch die Region rund um den Bahnhof Yanov mit dem Jupiter-Fabrikgelände (westlich von Pripyat) und schließlich in die Geisterstadt selbst. Das ikonische Riesenrad seht ihr dieses Mal jedoch nur aus der Ferne. Stattdessen lernt ihr den östlichen Teil mit Sehenswürdigkeiten wie dem Kulturpalast Energetik kennen, die ihren realen Vorbildern wieder beängstigend detailgetreu nachempfunden wurden.

Das Leben in der Zone

In fünf Ingame-Tagen in der Zone haben wir uns zwei Achievements verdient, uns erfolgreich mit Zwergen angelegt, aber nur vier Artefakte gefunden.
Auf eurer Reise begegnet ihr neben freien Stalkern den drei schon bekannten Fraktionen Banditen, Freedom und Duty. Eure Taten entscheiden darüber, wer euch mag und wer nicht. Erschießt ihr jeden Banditen, der euch über den Weg läuft, verändert das genauso eure Reputation wie das Erfüllen der über 70 Nebenquests. Letztere sind nicht mehr zufallsgeneriert, sondern komplett handgemacht. Zwar gibt es auch in Stalker: Call of Pripyat Fedex- und Kill-Quests, doch der Großteil erzählt eine eigene Geschichte und bringt euch so die Zone und ihren Bewohnern näher. Bei manchen warten gar besondere Belohnungen. Findet ihr beispielsweise heraus, warum ständig Stalker verschwinden und behebt das Problem, erhaltet ihr nicht nur ein Achievement – eure Kiste im Stützpunkt wird in Zukunft zudem regelmäßig mit nützlichen Gegenständen gefüllt. Erfreulich: Eine Zeitbegrenzung gibt es für keine der Aufgaben. Trotzdem müsst ihr euch vor allem bei der Suche nach Artefakten beeilen, denn auch die anderen Bewohner der Zone gehen ihrem eigenem Tagesablauf nach. Da kann es schon einmal passieren, dass euch ein anderer Stalker zuvorkommt. Zeuge von Massenkämpfen und Sektorenübernahmen wie früher werdet ihr in Call of Pripyat jedoch nicht werden: Jede Fraktion bleibt größtenteils für sich und in der Wildnis kämpft meist nur eine kleine Gruppe gegen die Fauna der Zone. Diese hat Zuwachs durch Chimären und Burer erhalten -- zwei gemeingefährlichen Muntantenarten, die ursprünglich bereits im Hauptspiel auftauchen sollten.

Zwerge sind Psi-begabt und schleudern gerne allerllei Kram in Richtung Spieler -- fast wie die Gnome in Risen.

Loco 17 Shapeshifter - 8190 - 6. Oktober 2009 - 20:59 #

Zwerge finde ich schon etwas unpassend in der Welt *Hust* Außerdem wird es wie alle anderen Stalker wieder verbuggt bis zum geht nicht mehr sein. Werde mir nachher mal den Test hier zu gemüte führen vielleicht hat sich ja endlich was bei Stalker verändert.

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 140682 - 6. Oktober 2009 - 21:02 #

Die Schnellreise-Funktion hört sich gut an (das doch recht zeitaufwändige Hin und Her im ersten Teil hat mich irgendwann sehr gestört). Ebenso, dass die Aufträge nicht mehr zeitlich begrenzt sind. Freue mich auf den Test.

"die Zombies geben sind so" = ohne "geben"?

keimschleim 15 Kenner - 3021 - 6. Oktober 2009 - 21:33 #

Ich fand das Hauptspiels sowas von geil! Das Addon hingegen habe ich nie angerührt. Ein Bug-Fest wie in Gothic 3 wollte ich mir nicht noch einmal antun. Also: Bitte, bitte liebe GSC's lasst Euch damit Zeit!

Loco 17 Shapeshifter - 8190 - 6. Oktober 2009 - 21:47 #

Das HAuptspiel war doch Stalker?! Das Teil war ansich echt toll, allerdings waren die große WElt in Mini Levels mit Zäunen eingeteilt und das ganze Ding war verbuggter und performance hungriger als Gothic 3. Ein addon gab es doch gar nicht oder? Nur Teil 2 was danna uch wieder verbuggt war.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 6. Oktober 2009 - 21:48 #

Das was du als Teil2 bezeichnet IST das Addon ;) ..

Christoph Hofmann Redakteur - 55130 - 6. Oktober 2009 - 22:01 #

Stalker - Shadow of Chernobyl (Hauptspiel)
Stalker: Clear Sky (1. Eigenständiges Addon erzählt Vorgeschichte zum Hauptspiel)
Stalker: Call of Pripyat (2. Eigenständiges Addon führt die Geschichte nach dem Hauptspiel weiter)
Stalker 2 (Echte Fortsetzung, angekündigt aber keine weiteren Details außer das es eine CryEngine verwenden soll und wohl nicht vor 2011 auf den Markt kommt)

Loco 17 Shapeshifter - 8190 - 7. Oktober 2009 - 11:29 #

Das war doch nicht wirklich nen Addon?! War das nicht auch nen Vollpreistitel? Naja hin oder her war zwar atmo, texturen, look, etc. durchaus fantastisch so enttäuschte es leider mit bugs bugs bugs und mini levels + laufwegen und viele features fehlten. Es hört sich aber interesant an das Stalker 2 die CryEngine nutzen soll (falls es die neue ist) dann könnten sie sich vielleicht mal auf bugfixing und performance konzentrieren.

Christoph Hofmann Redakteur - 55130 - 7. Oktober 2009 - 11:50 #

Es wurde teuer verkauft (glaub um die 40 Euro damals) das stimmt, aber es war schon immer als ein eigenständiges Add-on deklariert. Call of Pripyat wird übrigens von Start weg nur 29,90 kosten. Die Special Edition gibt's für 10 Euro mehr dann.

Loco 17 Shapeshifter - 8190 - 8. Oktober 2009 - 12:35 #

Eigenständiges Addon... ist doch iwie blödsinn oder nicht? War ein Vollpreistitel... und es ging doch dabei auch um die vorgeschichte rund um strelok oder? Addon wäre es gewesen hätten sie die Zone vergrößert... neue Waffen... Fahrzeuge fahrbereit gemacht etc. aber im gleichen Spiel. Ein Addon mit völlig neuer Handlung wird doch nur Addon genannt wenns zu kurz ist um es als normales Spiel zu kennzeichen. Finde ich ne Frechheit. Stalker 1 hat mich damals so reingezogen TROTZ der 1 Million mängel... doch irgendwann war es dann zuviel des guten und ich konnte mir das nicht mehr antun. HAbe Jahrelang gewartet und jede NEws verfolgt von diesem wirklich vielversprechenden Spiel aber sie habens mal wieder in den Sand gesetzt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 6. Oktober 2009 - 21:47 #

Exakt genau SO geht es mir auch :) . Ich hoffe einfach bestes für Call of Pripyat - und wünsche mir eine neue Grafikkarte um das Ding dank DX11 hübscher spielen zu können als Christoph ;) ..

keimschleim 15 Kenner - 3021 - 6. Oktober 2009 - 22:26 #

Jetzt mal nicht ganz passend zum Thema: Einige Ex-Mitarbeiter von GSC haben doch ein neues Entwickler-Studio aufgemacht und entwickeln "Metro 2033". Eine Versoftung des Buches von D. A. Gluchowski. Leider hab ich seit einer halben Ewigkeit nichts mehr davon gehört. Hat jemand aktuelle Infos zum Spiel? Das Buch war nämlich recht interessant.

Christoph Hofmann Redakteur - 55130 - 7. Oktober 2009 - 6:28 #

Das letzte Lebenszeichen war Ende 2008 ein Trailer. Release ist letzter Stand 1. Quartal 2010. Mehr ist mir auch nicht bekannt.

Ceifer 13 Koop-Gamer - 1783 - 6. Oktober 2009 - 23:41 #

Dennoch, wer noch nicht genug hat von der Zone kann doch gerne zugreifen, dauert ja auch nicht mehr lange, anfang November kommt sie ja bereits. Übrigens die beiden vorherigen Stalker waren in der dt. Version ungeschnitten, so wird es mit diesem wahrscheinlich ebenfalls sein, an sich hat sich ja nicht wirklich was geändert.

@ Dod hast du dir die DX11 Effekte angesehen ? Naja ich sag mal meine Meinung so, auf den Screenshots ist es für mich mehr oder minder dasselbe, also wirklich visuell hübscher anzusehen wenn man net ABSOLUT ins Detail geht wirds mit DX11 wohl auch nicht, allerdings kannst du dir dadurch vlt. einen Performanceschub von 5-20 % erhoffen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 7. Oktober 2009 - 0:08 #

Ich würde auf größere Performancegewinne tippen. Wenn sie es tatsächlich schaffen, Teile der KI und die Physik auf die GPU zu legen, wäre viel CPU-Power frei. Die verbesserte Multithreadingunterstützung hat bei Battleforge schon zwischen 20 und (in wenigen Situationen) bis zu 47% Leistungsgewinn gebracht.

Pripyat soll weiterhin Tesselation nutzen. Schaut jetzt in den paar Screenshots noch nicht beeindruckend aus, wenn man aber mal Nahaufnahmen z.B. von Gasmasken (siehe aktuelle PCGH) vergleicht, sieht man den Unterschied doch stark. Rundungen sind endlich rund und nicht mehr eckig. Das sind allerdings Effekte, die eher bei Nahaufnahmen wie z.b. in Gesprächen sichtbar sein werden.

Porter 05 Spieler - 2981 - 7. Oktober 2009 - 1:27 #

tja schlechtes timing für den Release eines "durchschnitts" Shooters im November

was denken sich die Publisher eigentlich dabei, HALLO?! NOVEMBER! DA LIEGT DAS REGAL SCHON VOLL MIT SHOOTERN! oder anderen Toptiteln.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12525 - 7. Oktober 2009 - 8:56 #

welche shooter denn? kommt nur MW2 die meistne spiele sind ja auf frühjahr verschoben wurde

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 7. Oktober 2009 - 8:57 #

Ich bezweifle, dass der Standard-CoD-Fan bei Stalker zuschlagen würde. Ich sehe die Stalker-Reihe auch eindeutig nicht als Durchschnittsshooter.

Lexx 15 Kenner - 3494 - 7. Oktober 2009 - 13:32 #

"Obwohl unsere Version bereits sehr weit fortgeschritten war, machten uns noch viele Bugs zu schaffen."

Überrascht mich kein Stück. Würde mich nicht wundern, wenn es mal wieder ein Bug-Fest gibt.

GingerGraveCat (unregistriert) 8. Oktober 2009 - 8:49 #

Ich werde das Spiel nicht mehr kaufen. Das erste Stalker und das Addon habe ich beide als Collectors Edition gekauft und wurde zweimal von den Entwicklern herbe enttäuscht. Der erste Teil war und ist immer noch verbuggt ohne Ende. Ich konnte nie alle Quests im Spiel abschließen. Das einzige was sich bei Clear Sky verbessert hat, war die Verpackung der Collectors Edition, denn diese war nun einen schicke Metallbox. Die Bugs sind aber auch in Clear Sky noch stark vertreten und das Spiel war in der ersten Version sogar unspielbar. Gerade im anbetracht des ersten Teils darf sowas einfach nicht passieren. Für mich ist S.T.A.L.K.E.R. gestorben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29629 - 10. Oktober 2009 - 14:48 #

Die Bugs im Hauptspiel haben mich auch genervt. Trotzdem faszinierte mich Stalker viel zu sehr, um es komplett sein zu lassen. Und auch Call of Pripyat wird gekauft, ich mag einfach Spiele mit Atmosphäre, die weg gehen von den ewig gleichen Moorhuhnleveln eines CoD.

McFareless 16 Übertalent - 5557 - 3. Januar 2010 - 4:04 #

Hmmm...Stalker...da war doch was, naja habs vergessen, wird wohl kein wichtiges Spiel sein.

Spartan117 13 Koop-Gamer - 1298 - 26. Januar 2010 - 15:45 #

Das Spiel funktioniert bei mir nicht unter Windows 7 stürzt ganze Zeit ab und ich weiß nicht wieso hab nen aktuellen Rechner.. habs danach sofot von der Platte verbannt und wird nichtmehr gespielt sowas nervt mich

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