Günstig und ambitioniert

Section 8 - Prejudice Preview

Man nehme die Jetpacks aus Halo, offene Gebiete wie in Battlefield 2 sowie den Horde-Multiplayermodus aus Gears of War 2. Einmal gut schütteln, und fertig ist das mehrspielerlastige Section 8 - Prejudice. Der Downloadtitel bedient sich munter bei Genregrößen und will mit seinen Servern die Online-Landschaft der Konsolen verändern.
Alex Hassel 31. Januar 2011 - 18:00 — vor 6 Jahren aktualisiert
PC 360 PS3
Ein Blick auf die wöchentlichen Xbox-Live-Charts der meistgespielten Titel reicht aus, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Shooter die Spieler rund um den Globus bevorzugen. Auch wenn es diese Informationen nur für die Xbox 360 gibt, ist davon auszugehen, dass auf der Playstation 3 ähnliche Zustände herrschen. Da rangieren bis zu drei Vertreter der Call of Duty-Serie in den Top Ten, Halo Reach verteidigt regelmäßig seinen Platz unter den beliebtesten Spielen, und auch Battlefield ist regelmäßig ganz vorne mit dabei. Je nach Konsole mischen zudem immer wieder mal der Kettensägen-Shooter Gears of War 2 aus dem Hause Epic auf der Xbox 360 und Titel wie Killzone 2 auf der Playstation 3 vorne mit. 
 
Andere Titel haben es da deutlich schwerer, sich langfristig durchzusetzen und eine große Spielergemeinde aufzubauen. Dieses Problem haben auch die Macher von Section 8 - Prejudice erkannt. Schon der Vorgänger Section 8 hatte nicht zuletzt mit einer geringen Anzahl von Spielern zu kämpfen -- für einen Mehrspielertitel ein sicheres KO-Kriterium. Mit Prejudice will man die Fehler der Vergangenheit beheben und dank umfangreichen Online-Support und dedizierten Servern ein Stück vom großen Kuchen der Online-Szene abbeißen. Dazu kommt ein günstiger Preis von etwa 15 €. Ob das Rezept aufgeht? GamersGlobal hat in London probegespielt.
 
Die Kampagne ist kurz und dient als erweitertes, story-schlichtes Tutorial: Gut gegen Böse, Section 8 vs. Arm of Orion. 

Kampagne als Einstieg 
 
Wir hatten bei unserem Besuch in London mehrere Stunden Zeit, selber den Controller in die Hand zu nehmen und Section 8 - Prejudice anzuspielen. Dabei stand zunächst die Einzelspielerkampagne auf dem Programm. Die soll laut Adel Chaveleh, Präsident des Entwicklerstudios Timegate, rund fünf Stunden dauern und den Spieler insbesondere in die neun unterschiedlichen Umgebungen einführen.
 
Eine epische Story solltet ihr allerdings nicht erwarten: Section 8 - Prejudice setzt den Schwerpunkt eindeutig auf den Mehrspielermodus, für die Kampagne bleibt lediglich die Rolle eines erweiterten Tutorials übrig. Die Rahmenhandlung ist daher so einfach wie schnell erzählt: als Alex Corde, Mitglied des Spezialkommandos Section 8, kämpft ihr gegen die Überreste der feindlichen Armee des "Arm von Orion". Ein paar Offiziere geben markige Sprüche von sich und weisen uns den Weg zum nächsten Zielpunkt. Dort erwarten uns dann auch schon ein paar Feinde, die es auszuschalten gilt. Anschließend wiederholt sich dieses Prinzip Mission für Mission. Das klingt wenig spannend, ist aber im Rahmen eines 15-Euro-Spiels völlig in Ordnung, zumal ja der Schwerpunkt woanders liegt. Aufgesetzter als die Einzelspielerkampagne aus, sagen wir, Unreal Tournament 3 ist die Section 8 - Prejudice nach unseren Eindrücken auch nicht.
 
Conquer-Modus und Nebenmissionen 
 
Das Kernstück von Section 8 - Prejudice ist der Kampf zweier Teams auf einer riesigen Karte. Die Größe der Karte variiert je nach Spieleranzahl. Auf jeder Map gibt es zwei Punkte, die die Teams einnehmen können (ähnlich den Herrschafts-Modi aus Call of Duty). Je länger man die Ziele hält, umso mehr Punkte gibt es. Neu in Section 8 - Prejudice ist der Swarm-Modus, der bei Gears of War Horde und in Halo Firefight heißt: Mit maximal drei Kameraden gilt es, eine Gegnerwelle nach der anderen zu überleben. Mit menschlichen Mitspielern sicher ein vielversprechender Modus, mit drei Bots im Team aber einfach nur frustrierend schwer. Der Conquer-Modus ist zudem auch kaum motivierend genug, um die bis zu 40 Spieler auf einer Map dauerhaft zu unterhalten. Deswegen gibt es wie schon im Vorgänger die Dynamic Mission Objectives. 
 
Dabei handelt es sich um Nebenmissionen, die während einer normalen Mehrspielerpartie angeboten und von den Spielern zur Erlangung zusätzlicher Siegpunkte ausgetragen werden können. Insgesamt neun Arten von DMO gibt es, darunter den Typ "VIP". Bei diesem hat ein Team die Aufgabe, einen von der KI gesteuerten Bot zu beseitigen, während das andere Team wiederum versucht, diesen zu beschützen. Schon im Vorgänger wurde hier die mangelnde KI der Bots bemängelt. Adel Chaveleh und Lead Designer Brett Norton versicherten uns im Gespräch, dass man insbesondere die Wegfindung der künstlich gesteuerten Kameraden verbessert habe, und dass VIP und Konvoi-Missionen diesmal für weniger Frustration sorgen sollen. 
 
Drop Spawn: Nach jedem Ableben kommt ihr mittels Absprung wieder ins Spiel. Doch Vorsicht: Zonen, die von gegnerischer Flugabwehr gesichert sind, eignen sich nicht als Landeplatz. 
rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 31. Januar 2011 - 18:25 #

Hat das Spiel Ähnlichkeit mit der Tribes Serie? Mir kamen da doch einige Sachen recht ähnlich vor :)

KikYu0 (unregistriert) 31. Januar 2011 - 18:28 #

Ja, Tribes trifft es so ziemlich zu 100% - nur weniger Fahrzeuge - zumindest bei Teil 1 - da gibt es nur 2~, und nix Fliegendes ^^.

Suzume 14 Komm-Experte - 1881 - 31. Januar 2011 - 23:23 #

Daran musste ich auch die ganze Zeit denken. Jetpack, diverse konfigurierbare Loadouts, Fahrzeuge, große Karten... fehlt nur noch das Skiing - der Overdrive scheint ja nicht für große Distanzen geeignet zu sein.

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 1. Februar 2011 - 2:11 #

Man könnte mit dem Overdrive schon eine längere Distanz überbrücken -- wesentlich länger als der Sprint bei Halo Reach zum Beispiel. Das Problem ist halt, dass man sehr leicht an Kleinigkeiten hängenbleibt. Da sind Sprints schneller vorbei als geplant.

KikYu0 (unregistriert) 31. Januar 2011 - 18:27 #

Mhm, ich spiel das Original immer noch 1-2h pro Woche und muss sagen das es trotz der wenigen Spieler recht viel Spaß macht ( es gibt da immer so 2-3 server mit 5-15 Leuten, glaube die maximale Spieler-Anzahl wäre 64 ;P ).

Ob ich für das "bisschen" noch mal 15€ investiere, ich glaube eher nicht ._., vllt ists mal im Steam-Angebot für 5,99 dann könnte ich über das "Update" nachdenken.

Wäre schön wenn sie Spieler von Teil 1 mit nem Sonderpreis oder sowas locken, oder einem wenigsten die Statistiken mit Rüberkopiern, das wär mal tolle Kundenbindung. ^^

Pingevin 04 Talent - 12 - 13. April 2011 - 11:37 #

Ich fand den ersten Teil grausam. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es bei dem Teil besser wird.

Marcelkagi 10 Kommunikator - 457 - 19. April 2011 - 0:04 #

Es spielt sich sehr gut Empfehlenswert

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