Zurück unter der Marsoberfläche

Red Faction Armageddon

Eine ausführlichere, intensivere Story ist das oberste Ziel des Entwicklers von Red Faction Armageddon. Dazu opfert Volition die offene Marswelt des Vorgängers und kehrt zurück zu den Anfängen der Serie: unter die Oberfläche. Die taktische Zerstörung der Umgebung bleibt aber möglich. Wir haben ausprobiert, ob das alles funktioniert.
Christoph Hofmann 25. April 2011 - 11:18 — vor 2 Jahren aktualisiert
PC 360 PS3

Nachdem wir uns in unserem Angespielt-Beitrag kürzlich den Multiplayer-Modus von Red Faction Armageddon vorgestellt haben, wollen wir euch nun den Solomodus detailliert schildern. Es ist schon irgendwie paradox: Nachdem Red Faction Guerilla als Open-World-Titel ähnlich eines GTA 4 angekündigt wurde, war das Geschrei unter den Fans der Vorgänger groß. Doch den zerstörbaren Umgebungen, dem Aushängeschild der Shooter-Serie, tat die größere Freiheit auf der Marsoberfläche erstaunlich gut. Das Spiel wurde ein voller Erfolg. Nun schwappt erneut eine Protestwelle durch die Reihen der Fans, denn Armageddon wirft das Open-World-Prinzip wieder über Bord und führt euch zurück unter die Marsoberfläche.

"In Guerilla erledigte der Spieler eine Storymission, widmete sich einige Zeit den Nebenaufgaben und machte dann erst weiter mit der Geschichte" erklärt uns Dan Sutton, Associate Producer von Red Faction Armageddon. "Das fragmentierte die gesamte Erzählung und ließ die Spannungskurve abflachen." Und viel zu erzählen haben die Entwickler: 800 Seiten umfasst laut Sutton die interne Designbibel, in der alle Informationen zur Welt von Red Faction hinterlegt sind. Deshalb lautet die Marschrichtung beim mittlerweile vierten Teil der Serie: Eingeschränkte Freiheit im Austausch gegen eine spannende und actionreich inszenierte Hintergrundgeschichte. Gleichzeitig soll aber auch das Markenzeichen der Serie, die freie Zerstörung der Umgebung, einen neuen Höhepunkt erreichen. Eigentlich zwei gegensätzliche Ziele, oder nicht? Wir haben in Dublin mehrere Stunden lang selbst den Einzel- und Mehrspielermodus gespielt.

Darf in keinem Spiel fehlen: Die weibliche Begleiterin, die selbst unter widrigsten Umständen leicht bekleidet ist.

Hauptstadt ohne Wasser
Der Film zum Spiel



Begleitend zum Release von Red Faction Armageddon wird in den USA am 4. Juni auf SyFy der Actionfilm Red Faction Origins gezeigt.

Zur Handlung: 13 Jahre nach dem Ende von Red Faction Guerilla wird Samanya Mason von Alec Masons rachsüchtigen Feinden getötet und ihre gemeinsame Tochter Lyra gekidnappt. Der Film setzt zwölf Jahre nach diesen Ereignissen ein und konzentriert sich auf Jake Mason, dem Vater von Darius Mason. Der erfährt, dass seine Schwester noch am Leben ist, und macht sich auf die Suche nach ihr -- nur um herauszufinden, dass sie mittlerweile die Seiten gewechselt hat.

Im Regiestuhl nahm der TV-Großserien-erfahrene Michael Nankin (unter anderem Monk und Battlestar Galactica) Platz. Und auch die Hauptdarsteller sind keine Unbekannten in der Branche. Unter anderem geben sich Robert Patrick (Terminator 2, Akte X) als Alec Mason, Brian J. Smith (Stargate Universe) als Jake Mason und Danielle Nicolet (Hinter dem Mond gleich links) als Tess De La Vega die Ehre.

Ob und wann der Film auch in Deutschland zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Auch zu einer reinen DVD- oder Blu-ray-Veröffentlichung wurden noch keine Angaben gemacht. Sollte der Film erfolgreich sein, soll in den USA eine Serie daraus werden.

In der unterirdischen Hauptstadt Bastion ist die Trinkwasserversorgung ausgefallen. Die Aliens haben die Generatoren zerstört, und da wir für den ganzen Schlamassel verantwortlich sind, müssen wir uns auch drum kümmern. Also machen wir uns auf die Suche nach den Generatoren. Selbstverständlich wimmelt es in den schwach beleuchteten Höhlen rund um die Stadt nur so vor Aliens. Egal ob groß oder klein: Alles, was sich bewegt, will uns an den Kragen. Alles, was sich bewegt, lernt allerdings auch unser Sturmgewehr kennen.

Aber Aliens einfach nur abschießen? Das ist doch langweilig! Für was haben wir denn unser tolles Magnetgewehr? Das verschießt zwei Projektile, die sich gegenseitig anziehen. Die erste Kugel bleibt in einem Gebäude stecken, die zweite in einem Alien. Dann übernehmen die Gesetze der Physik: Das Monster wird förmlich in die Hütte katapultiert und reißt sie komplett ein. Wir widmen uns den nächsten beiden Angreifern: Ein Projektil feuern wir auf einen dicken Brummer, das andere auf den kleineren Vertreter, schon knallen beide mit tödlicher Wucht zusammen.

So arbeiten wir uns durch die streng linearen Tunnel in Richtung der Generatoren vor, die die Wasserpumpen betreiben. Als wir sie gefunden haben, nehmen wir unser Reparaturtool und machen die Zerstörung rückgängig. Das passt den Aliens offensichtlich nicht, denn plötzlich kommen sie von allen Seiten auf uns eingestürmt. Zeit, die echten Waffen auszupacken. Ein Knopfdruck, und eine Schockwelle macht alle Gegner um uns herum kurzzeitig kampfunfähig. Das verschafft uns genug Luft, um auf Distanz zu gehen und sie wie gewohnt aufs Korn zu nehmen. Als auch der letzte Störenfried auf den harten Marsboden fällt, kehren wir zurück nach Bastion. Mission erfolgreich abgeschlossen!

Gemeinsam mit ein paar Kollegen beschützen wir einen wichtigen Konvoi auf dem Weg nach Bastion.

bsinned 15 Kenner - Abo - 3371 EXP - 25. April 2011 - 11:31 #

Mein böses ich möchte glatt sagen: "Ich kauf mir das Spiel auf Grund der nervtötenden Werbung auf diversen Websites nicht".

Das Red Faction Universum hat mich noch nie besonders überzeugen können und so kommt auch Armageddon - trotz eines guten Ersteindrucks - nicht auf meine Must-Have-Liste.

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5307 EXP - 25. April 2011 - 11:47 #

"Nachdem wir uns in unserem Agespielt-Beitrag..."

Da fehlt ein "n" in Angespielt

Philipp Spilker Redakteur - Abo - 22078 EXP - 25. April 2011 - 12:08 #

Nein, das ist natürlich Christoph'scher Dialekt. Er hätte stattdessen auch "Oagspielt" schreiben können. ;) Danke aber für den Hinweis, wird direkt in Hochdeutsch geändert.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1901 EXP - 25. April 2011 - 14:51 #

RFG stark verbuggt auf dem PC? Habe ich überhaupt nichts von bemerkt.

Christoph Hofmann Redakteur - 55036 EXP - 25. April 2011 - 15:07 #

Dann hattest du Glück. Viele konnten bis zum Patch, der erst Monate später erschien, so gut wie gar nicht spielen vor allem wegen ekelhaften Rucklern.

Elysion 13 Koop-Gamer - 1697 EXP - 26. April 2011 - 11:58 #

"Im Sachen Mehrspielermodus erwarten euch der Ruin und der Infestation Mode."
Sind das die einzigen beiden Modi? Ich mein ich spiele wenig bis gar nicht MP Shooter aber mich hat es doch sehr gewundert, da beide Modi nicht gerade wie die ganzen erfolgreichen neumodischen Varianten klingen. Sachen zerstören und ein Suvival Modus, ich bin skeptisch ob das dann für viele MP Fans ein Kaufgrund wird. Aber andererseits freut es mich als SP Spieler "falls" mehr Fokus aus den Solopart gelegt wird ;)

Christoph Hofmann Redakteur - 55036 EXP - 26. April 2011 - 12:03 #

Ja, es werden die einzigen MP-Modi sein. Der Fokus liegt ganz klar auf SP.

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