Angetestet: Gemetzel im Weltraum

Greed Preview

Millionen Action-Rollenspielfans warten auf das Erscheinen von Diablo 3 in 2010. Wer schon vorher neues Hack-and-Slay-Futter sucht oder ein Science-Fiction-Setting dem ewigen Fantasy-Allerlei vorzieht, kann schon Ende November an die Maus: Wir haben eine Vorversion des ambitionierten Greed - Black Border angetestet.
Christoph Hofmann 17. Oktober 2009 - 9:20 — vor 7 Jahren aktualisiert
PC
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Greed – Black Border entführt euch in eine ferne Zukunft, in der die Entdeckung des neuen Elements Ikarium für mächtig Ärger sorgt. War bei der Besiedelung des Weltalls bislang Friede, Freude, Eierkuchen angesagt, streiten sich die fünf Kolonialmächte nun um die seltenen Vorkommen. Mittendrin: ein ehemaliges Mitglied einer Elite-Militäreinheit – ihr! Doch anders als in ClockStones Debüt-Titel Avencast – Rise of the Mage seid ihr im neuen Action-Rollenspiel nicht mehr auf einen Charakter festgelegt. Stattdessen wählt ihr aus drei sehr unterschiedlichen Klassen aus. Bekannt ist bislang nur der Marine, laut Hersteller der ausgewogenste der drei. Kampfstark auf mittlere Distanz und dank dicker Panzerung auch im Nahkampf überlebensfähig, durften wir ihn durch die ersten fünf fast fertigen Levels des Spiels lotsen. Auf unserem Weg sind uns nicht nur viele Gemeinsamkeiten mit Avencast aufgefallen, sondern auch mit dem unterhaltsamen Top-Down-Shooter Shadowgrounds. Ein äußerst kurzweiliger Mix!

Im Video zeigen wir euch einige Spielszenen aus unserer Vorab-Version. Beachtet, dass wir uns oft im God-Mode befinden und noch einige Sounds, grafische Effekte und Texte fehlen oder nur als Platzhalter vorhanden sind.

Hübsche Aussicht

Unser Abenteuer beginnt auf einem Minenschiff. Einem Notruf folgend, sind wir an das mächtige Objekt angedockt und finden uns nur in einer verlassenen Schleuse wieder. Unsere Chaingun fest umschlossen, verlassen wir den Raum und folgen einem langen Gang. Während durch die Fenster die Sterne an uns vorbeiziehen, bemerken wir zum ersten Mal die schöne Grafik. Der Gang, offensichtlich eine Dekontaminierungskammer, wird nur indirekt durch Lampen im Boden erhellt.  Viel stärker fällt das intensive Notfalllicht auf, das stumm seine Kreise zieht und die Schatten tanzen lässt. Es werden Schläuche an der Decke sichtbar, die unermüdlich Wasserdampf versprühen. Kratzer und Dellen zieren den metallenen Fußboden, und auch die Wände scheinen ihre besten Tage schon lange hinter sich zu haben. Blankgeputzte Hightech-Räume werdet ihr in Greed nur selten antreffen, viel häufiger hingegen Blutspuren, zerfetzte Leichen und unzählige Kisten. Die Kamera zoomt, dreht aber nicht -- stattdessen wird die Umgebung transparent, wenn etwas euren Helden verdecken sollte.

Ungewöhnliches Kampfsystem

Wenig später, wir haben bereits ein paar Räume des Schiffs erkundet, erhellt erstmals das Mündungsfeuer unserer Chaingun die Umgebung. Ein kleiner Kampfroboter hat es auf uns abgesehen. Er schießt eine blaue Energiekugel zurück, vor der wir uns zur Seite rollen. Wie schon in Avencast und eher untypisch für ein Action-Rollenspiel, kann unser Marine in alle Richtungen ausweichen. Das macht die Kämpfe nicht nur action-reicher, sondern auch taktisch anspruchsvoller, als einfach nur da zu stehen und die linke Maustaste gedrückt zu halten. Doch Ausweichen geht nicht immer. Zudem ist unser Marine danach erstmal außer Puste und braucht einige Sekunden, bevor er sich wieder abrollen darf. Dasselbe Prinzip gilt auch für eure Talente, die Energie verbrauchen, die sich langsam von selbst regeneriert. Kennt man alles von der blauen Manakugel bei Diablo, nur dass hier statt einem bläulichen Manatrunk eben eine Energiezelle das Wiederaufladen beschleunigt.

Nach einer kurzen Lernphase geben sich die Kämpfe relativ unkompliziert und gehen gut von der Hand. Zudem müssen eure Gegner zuerst durch euren automatisch regenerierenden Energieschild dringen, bevor sie an eurer Lebensenergie kratzen. Stehen bleiben und die linke Maustaste gedrückt halten ist somit nicht immer gleich mit dem Neustart an einem der (weit auseinanderliegenden) Checkpoints verbunden.

Impressionen aus dem Weltall

Hier einige ausgewählte Szenen aus dem bereits jetzt sehr ansehnlichen Greed: 1 Diesen Korridor erleuchten wir im Kampf gegen eine Roboterspinne per Mündungsfeuer zusätzlich. 2 Hier ist etwas Schreckliches passiert, soviel ist offensichtlich. Was genau, dass erfahrt ihr später am eigenen Leib. 3 Das gedämpfte, gelbe Licht der explosiven Fässer erhellt nur sanft den Raum – zumindest bis ihr darauf schießt. 4 Nicht alle Levelobjekte sind zerstörbar. Umso schöner sieht es aus, wenn wir sie kaputt machen dürfen. 5 Der Untote Chemiker ist dank seines grünen leuchtenden Gastanks die einzige Lichtquelle im Raum. 6 Noch mehr Zombies warten in der Kajüte des Kapitäns – einer der saubersten Orte des Schiffs.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22468 - 18. Oktober 2009 - 19:26 #

Online- und Offline-Koop ist mal wirklich ein gutes Argument (dass ja erfreulicherweise generell im Kommen zu sein scheint, für lange Zeit war das ja eher ein wenig umsorgtes Stiefkind des Gamings). Und Greed an sich hatte ich bisher gar nicht auf der Liste, aber offenbar könnte es ja eine ganz nette Überraschung werden. Wäre ja fast schon Ironie, wenn es ein Mid-Price-Titel schaffen sollte, besser zu sein als Space Siege (meinte Chris Taylor das eigentlich ernst?)

Und Shadowgrounds habe ich auch sehr gerne gespielt. Von daher: Die bisherigen Vorzeichen stehen jetzt nicht unbedingt in einer ungünstigen Konstellation. ;)

Carsten 18 Doppel-Voter - 12131 - 18. Oktober 2009 - 20:21 #

Naja, hört sich nicht schlecht an. Aber wenn ich lese "(-) Mangelnde Item- und Gegnervielfalt", bin ich doch etwas skeptisch. Letzteres ist ja fast normal in dem Genre. Aber mangelnde Itemvielfalt ist oft der Todesstoß für ein ARPG, da so die Suchtspirale, das Kernelement, nicht greift. Denn warum sollte ich mich auf die Item-Hatz begeben, wenn der Super-Mega-Blaster genau so aussieht wie die zirpende Grille, nur in einer anderen Farbe? Ich hoffe aber trotzdem das Beste, interessant und etwas neues scheint es ja zu sein. :)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 19. Oktober 2009 - 7:51 #

Dem Video kann ich mal gar nichts abgewinnen. Die ganzen Trashmobs leben imo viel zu lang und tauchen immer nur vereinzelt auf. Dann doch lieber Alien Shooter 2 oder der Konkurrent, dessen Name mir entfallen ist. Der hatte 3D-Grafik mit stimmiger Beleuchtung. Ne Fortsetzung gabs dazu auch vor nem Jahr oder so...

Außerdem muss ich bei dem Namen an das grottenschlechte Breed denken.^^

Headup Games (unregistriert) 19. Oktober 2009 - 8:17 #

Dass die Monster so lange leben, liegt daran, dass die Werte für die Gegner noch nicht eingestellt sind (die Version, die hier als Grundlage vorlag, war noch nicht gebalanced).

Gruß,
Dieter

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 19. Oktober 2009 - 12:01 #

diablo3 in 2010? no way, josé

Anonymous (unregistriert) 22. Oktober 2009 - 2:09 #

Gut erkannt, "in 2010" geht im Deutschen nicht :)

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 19. Oktober 2009 - 13:01 #

Hmmm, sollte ich auf jeden Fall auf den "Nice-to-have-Stack" legen und beobachten wie das Endergebnis aussieht :)

Porter 05 Spieler - 2981 - 20. Oktober 2009 - 14:57 #

Zu bunt und gleichzeitig zu Öde anzusehen/hören.
In welcher Preisklasse soll das denn später liegen, ~7€?

@maddcat du meinst Shadow Grounds!

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 21. Oktober 2009 - 8:40 #

Exakt, danke.

ichus 15 Kenner - 2987 - 18. November 2009 - 17:36 #

Warum leben die Gegner so lange?? da kann man ja nur Probleme bekommen!

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Rollenspiel
Hack and Slay
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ClockStone Softwareentwicklung
Headup Games
10.12.2009
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