Kriegsdrama an der Ostfront

Company of Heroes 2 Preview

Es war vielleicht der schrecklichste Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs: die Ostfront. Relic Entertainment will den gnadenlosen Kampf zwischen Nazis und Kommunisten, Hitler und Stalin, in all seiner Härte abbilden – und scheut im RTS nicht vor Szenen zurück, bei denen die Rotarmisten das Feuer auf die eigenen Truppen eröffnen.
Benjamin Braun 22. Mai 2012 - 16:00 — vor 4 Jahren aktualisiert
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2006 gehörte Company of Heroes zu den am meisten beachteten Echtzeitstrategie-Spielen, da es viel Wert auf Realismus und taktisch anspruchsvolle Gefechte zwischen Deutschen und Amerikanern legte und zudem überaus ansehnlich zelebrierte. Die größtenteils zerstörbare Umgebung ließ zudem ein hohes Maß an Authentizität zu und war auch spielerisch von entscheidendem Belang. Alles begann damals mit der Invasion in der Normandie und endete mit der Rückeroberung der Niederlande und Belgien. Nur ein kleiner, wenige Monate umfassender Ausschnitt aus dem Zweiten Weltkrieg und ein Szenario, das in zahlreichen Filmen aber auch in anderen Computerspielen vielfach Verwendung fand. THQs Warhammer-RTS Dawn of War legte 2004 mit der Fokussierung auf Kontrollpunkt-Eroberungen den spielerischen Grundstein, Company Heroes beeinflusste dann seinerseits stark Dawn of War 2.

Mit dem zweiten Teil, Company of Heroes 2, verlegt Relic Entertainmen den Kampf viele hundert Kilometer Richtung Osten. Dort ist die Wehrmacht nach ihrem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 und gewaltigen Vorstößen tief in das Riesenreich hinein mittlerweile auf dem Rückzug. Die Niederlage in Stalingrad im Januar 1943 markierte die große Wende im Krieg an der Ostfront und bildet gleichzeitig auch den Ausgangspunkt der 15 Missionen umfassenden Kampagne des RTS-Spiels. Realismus ist laut Quinn Duffy, Producer bei Relic Entertainment, oberstes Gebot. Und so bemühten sich die Entwickler nicht nur darum, historisch korrekte Missionen zu entwerfen und Truppentypen erkennbar abzubilden. Sie begaben sich auch nach Russland und Berlin, um die historischen Schlachtfelder zu besuchen. In jenem Krieg, der nicht zuletzt auch ein Krieg der Ideologien und von unzähligen Kriegsverbrechen auf beiden Seiten gekennzeichnet war. Sogar die Geräusche der damaligen Waffen nahmen sie auf.

Realistisch, taktisch, gnadenlosQuinn Duffy stapelt nicht gerade tief, als er die hohen Ansprüche des Spiels an den Realismus formuliert. Er holt weit aus, schildert die Kämpfe zwischen Rotarmisten und Wehrmacht, die unmenschlichen Verhältnisse, unter denen die in Kriegsgefangenschaft geratenen Russen zu leiden hatten. Aber auch die Ideologie der russischen Seite (die man übernehmen wird) verdeutlicht die Gnadenlosigkeit. Es fallen Stichworte wie Stalins Weisung 227, die besagt, dass ein Rotarmist keinen Schritt zurückweichen dürfte, wenn er nicht Verrat am Vaterland begehen wolle. Argumentiert wird auch mit Zahlen: geschätzte 13 Millionen gefallene Rotarmisten bis Kriegsende, kaum schätzbare Opfer unter den Zivilisten. 13 der 15 verlustreichsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs fanden an der Ostfront statt. Einige davon, wie etwa die Schlacht von Rshew, werden die Spieler selbst nachspielen.

Relic will auch eine Geschichte erzählen, Dynamik und Dramatik der Ereignisse schildern und auf den Spieler übertragen. Als Beispiel führt der Entwickler eine erste Mission vor, bei der wir mit einer kleinen Einheit auf ein Lager der Deutschen zupirschen. Aus größerer Entfernung können wir die Lage noch kaum einschätzen und kaum sind wir nahe genug dran, eröffnen die Wehrmachts-soldaten auch gleich mit einem MG42 das Feuer auf uns: ein ohrenbetörender Lärm, der einem zumindest mit der wuchtigen Surround-Anlage des Präsentationsraums das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Deutschen verfügen auch über Mörser, die unter donnerndem Getöse wenige Meter neben uns kleine Krater in den schneebedeckten Boden reißen. Unser kleiner Trupp nimmt die Stellungen der Deutschen ins Kreuzfeuer. Es dauert nicht lange, bis das MG-Nest ausgehoben ist und auch das Mörserfeuer für einen Moment zum Stillstand kommt.

Doch niemand weiß, was im Inneren des Gebäudes auf uns wartet. Wir schicken unseren Flammenwerfertrupp los, der das Holzhaus in Brand setzt. Das Gebäude brennt lichterloh und beginnt einzustürzen. Für Kenner klingt das zunächst nicht unbedingt neu, da schon im Vorgänger mehr oder weniger alles zerstört werden konnte. Es sieht aber noch besser aus, Relic verspricht zudem mehr betretbare Gebäude. Plötzlich geht die Tür auf und ein deutscher Soldat rennt brennend nach draußen. Er schafft es nicht allzu weit; zehn Meter vom Haus entfernt sinkt er zu Boden und hinterlässt nicht mehr als seine verkohlte Leiche. Weiter hinten im Abschnitt warten hinter einige Sandsäcke gekauert noch mehr Deutsche mit einem weiteren MG. Mit einer Kombination aus Gewehrfeuer und unserem Flammenwerfer schaffen wir auch dieses Hindernis aus dem Weg, bevor unsere Soldaten unter erneutem Mörserfeuer den Tod finden…

Neue Einheit, neues Glück
Wie groß die Bedeutung von Fahrzeugen im Spiel sein wird, ist noch unklar. Der Fokus liegt aber auf der Infanterie.
Momente, bei denen unseren Truppen unweigerlich ausgelöscht werden oder aus einem anderen Grund auf eine neue Einheit gewechselt wird, soll es im Spiel häufiger mal geben, obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt nichts verkehrt gemacht haben. Dann wechselt das Spiel innerhalb derselben Szene auf eine andere Einheit und es geht weiter. Das soll dem Spiel mehr Dramatik geben.

Wo wir gerade von Dramatik schreiben: Bevor wir, an einer ähnlichen Stelle später im Spiel, eine neue Einheit übernehmen, wird eine Zwischensequenz eingestreut, bei der unsere Infanteristen aus Angst vor der deutschen Übermacht das Weite suchen. Ein Offizier der Roten Armee warnt die flüchtenden Truppen ein einziges Mal, weiterzukämpfen. Als sie nicht stoppen, gibt er den Befehl, die „Fahnenflüchtigen“ im eigenen MG-Feuer zu töten.

Wie die Inszenierung im weiteren Verlauf noch aussehen könnte, ist nicht so ganz klar. Fest steht nur, dass Relic nicht einzelne Soldaten in den Mittelpunkt der Handlung rücken will, wie es beispielsweise Codename Panzers - Phase One vor einigen Jahren tat, sondern die Infanterie als solche stärker betonen möchte. Ihr kommandiert also vor allem kleine Trupps von Soldaten, doch ab und zu auch Panzer oder mal ein Flugzeug. Doch immer stehen die einfachen Soldaten sowie Spezialisten mit besonderer Ausrüstung im Zentrum. Das gilt im Spiel sogar für die Schlacht von Kursk, die sogenannte Operation Zitadelle, die als größte Panzerschlacht aller Zeiten in die Geschichtsbücher einging. Realismus und Authentizität haben also ihre Grenzen. Inwieweit das für das Balancing bestim
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mter Waffen gilt, dazu wollte Relic sich noch nicht konkret äußern. Aber so ganz wird es sich wohl nicht vermeiden lassen, dass ein Tiger auch mit Kanonen kleineren Kalibers besiegt werden kann. Eine wichtige Rolle wird aber in jedem Fall der russische Panzer T34 spielen, dessen Kampfkraft und Robustheit die Deutschen in den ersten Kriegsjahren vollkommen überraschte. Aber auch da betont Duffy, dass der Panzer nichts ohne seine Besatzung sei (die ihr übrigens zu jeder Zeit aus dem Panzer aussteigen lassen könnt).

In Company of Heroes 2 erlaubt es euch Relic, feindliche Vehikel zu erbeuten und dann im Kampf gegen die Wehrmachtsverbände einzusetzen. Umgekehrt wird das natürlich auch mit den russischen Fahrzeugen möglich sein – aber nur online. In der Kampagne steuert ihr wie schon geschrieben nur die Russen. Über eine zweigeteilte Kampagne hat Relic zwar nachgedacht, die Idee aber vorerst verworfen. Ebenfalls nicht sonderlich konkret wurde Relic mit Blick auf die so wichtigen Nachschubwege in Russland, die in der weiten Steppe und den kaum besiedelten Gebieten der Sowjetunion von größter Wichtigkeit waren. Sie sollen irgendwie eine Rolle spielen.
Wer einfach vorprescht, wird in den nur spärlich besiedelten Weiten Russlands schnell den Tod finden. Taktisches Vorgehen ist gefragt, zudem gilt in jeweiligen Terrain, den Feind zu entdecken, bevor er uns entdeckt.
Andreas 16 Übertalent - 4622 - 22. Mai 2012 - 16:20 #

>> "Spielerisch noch kaum einschätzbar"
Gab es deswegen ein Gut statt einem Sehr gut?

Benjamin Braun Redakteur - 281311 - 22. Mai 2012 - 16:51 #

Im Prinzip schon. Ohne es selbst gespielt zu haben, wäre ein "sehr gut" vielleicht ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber Company of Heroes 2 befindet sich damit ja in guter Gesellschaft. Bei Assassin's Creed 3 haben wir uns das "Sehr gut" ja auch zunächst verkniffen, bis wir weiteres sehen.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1215 - 22. Mai 2012 - 16:22 #

Single Player bei CoH ist etwa so spannend wie bei Counterstrike. :P Das einzige was zählt ist der Multiplayer! Denn der war im ersten Teil top.. hoffentlich gibts ein Matchmaking, was sich mehr an CoH Online als an CoH Vanilla anlehnt. Also Automatches 3v3 und 4v4.

Dann wäre ich schon zufrieden. ;)

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 22. Mai 2012 - 16:30 #

Ich finde CoH im Singleplayer großartig!

canuck97 11 Forenversteher - 669 - 22. Mai 2012 - 16:49 #

dito

volcatius (unregistriert) 22. Mai 2012 - 16:53 #

Hab auch nur die Kampagnen gespielt und war begeistert.

Barkeeper 16 Übertalent - 4226 - 22. Mai 2012 - 17:15 #

Japp, Kampagne war super. Habe eine Zeit lang CoH Online gespielt. War nicht soo mein Fall. Mit Freunden gegen KI war zwar lustig, aber für mich irgendwie nicht so witzig wie andere, vergleichbare, Spiele.

DocRock 13 Koop-Gamer - 1215 - 22. Mai 2012 - 20:25 #

Für mich ist Diablo 3 ein vergleichbarer Fall. Single Player / Kampagne ok.. kann man spielen.. muss man aber nicht. Materialschlacht mit der KI und eine nicht wirklich interessante Band of Brothers Story.

Aber Multiplayer einfach genial, kein Vergleich z.B. zu SC2. Dort gewinnt Schnelligkeit und APM, bei COH gewinnt der bessere Stratege.

Anonymous (unregistriert) 23. Mai 2012 - 15:13 #

Für den MP ist CoH das beste Strategie-Game ever. Auf jeden Fall :)

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 22. Mai 2012 - 22:39 #

+1

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2012 - 10:09 #

Jupp, den spiele ich auch – ausschließlich.
Für RTS im Multiplayer müsste ich mir erst mal das Zehnfingersystem aneignen… ;)
Zudem hätte ich als eher passiver RTS-Spieler nicht den Hauch einer Chance.

Christoph Vent Redakteur - P - 123725 - 22. Mai 2012 - 16:37 #

CoH2 könnte echt dafür sorgen, dass ich nochmal Strategie spiele. Optisch sieht es jedenfalls schonmal richtig gut aus.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 22. Mai 2012 - 16:54 #

Die Grafik wirkt etwas comichaft. Das ist nicht ganz so mein Ding.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 23. Mai 2012 - 1:42 #

Es passt nicht so ganz zu einem WW2-RTS wenn man mich fragt.

fazzl 13 Koop-Gamer - 1277 - 24. Mai 2012 - 15:22 #

??? Comic-Stil ??? Wo?
Weil davon seh ich gar nichts.

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 16:59 #

Naja, wie auch bei Diablo 3. Solche Spielprinzipien sind heutzutage nicht mehr wirklich zeitgemäß. Ich will inszenierte Storys haben, nicht irgendnen Gameplay, wo ich mich "ganz cool vorkommen kann", weil ich irgendne achso tolle "Taktik" hatte. - Aber wenn sie das Genre endlich mal weiterbringen würden (Also eben richtige Geschichte erzählen, etc), dann wärs natürlich was.

Limper 16 Übertalent - P - 5147 - 22. Mai 2012 - 17:23 #

Eigentlich braucht ein RTS mit guter KI/MP theoretisch gar keine Kampagne/Story. Gerade bei Company of Heroes fand ich die dann aber auch sehr gut. Ich hege große Hoffnungen für diesen Teil, speziell dass in der Kampagne im Prinzip die Skirmish AI zum Einsatz kommen soll. Natürlich muss ich zugeben, dass ich diesbezüglich totaler Fanboy bin - also Nachsicht walten lassen bitte ;)

vicbrother (unregistriert) 22. Mai 2012 - 17:22 #

Hm, nur die Rote Armee spielbar? Das hört sich schon nach der Planung eines Nachfolgers an. Ich würde gerne die Schlacht um Cholm spielen - ob man dann auch das Cholm-Schild als Erfolg bei Steam erhält?!

Limper 16 Übertalent - P - 5147 - 22. Mai 2012 - 17:31 #

Naja, auch wenn man noch nicht sagen kann wie gut oder schlecht das Umgesetzt wird: THQ hat schon verraten, dass man in Sachen CoH2 stark auf DLC setzen will. Einen richtigen Nachfolger nur für andere Parteien kann ich mir nicht vorstellen, Relic waren bisher gut darin die Spielerschaft nicht aufzuteilen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11023 - 22. Mai 2012 - 17:26 #

Nachfolger aka. Addon. ;)

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11023 - 22. Mai 2012 - 17:28 #

"Fest steht nur, dass Relic nicht einzelne Soldaten in den Mittelpunkt der Handlung rücken will."
-
Schade eigentlich. Hat das zumindest in ein paar Filmen und vor allem Band of Brothers sehr gut funktioniert, wenn man einen Bezug zu den Darstellern hatte. Ist aber auch verständlich, wenn man hauptsächlich die Massen-Schlachten thematisieren will, wäre es recht unrealistisch, wenn da eine kleine Gruppe über die ganze Front hin und her fährt.
-
"Wir finden es aber schade, dass es keine deutsche Kampagne geben wird"
-
Das finde ich allerdings auch, den Schritt von mehreren Parteien ist man zuletzt in einem CoH-Addon immerhin auch gegangen.

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 17:49 #

Ihr wollt die Kontrolle über die Wehrmacht im Russlandfeldzug übernehmen? Wozu denn das? Die Wehrmacht auf abstrakten Multiplayer-Maps spielen - ok. Aber in einer Kampagne mit historischen Bezügen?

Sorry, aber angesichts der Verbrechen im Russlandfeldzug ist das einfach nur geschmacklos. Oder grauenhaft bescheuert.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 22. Mai 2012 - 18:17 #

"Grauenhaft bescheuert" wird es eigentlich nur dann, wenn eine deutsche Kampagne schlecht geschrieben wird.
So wie das klingt wird der Fokus auf die Schrecken des Krieges liegen (das zitierte MG-Feuer auf die eigene Truppen bei den Russen). Wenn man also den Überfall der Wehrmacht auf Russland auch als solchen darstellt, dann steht einer Versoftung dieser Seite meiner Meinung nach nichts entgegen.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 22. Mai 2012 - 18:40 #

lol du sagst wegen der Verbrechen im Russlandfeldzugs wäre das geschmacklos?
Dann schaue dir mal die Kriegsverbrechen der Russen an und dann rede nochmal darüber. Dabei nicht nur während sondern auch vor dem 2. WK wie zb die Massenerschießungen/Folter/Niederbrennen ganzer Dörfer in Polen/Ukraine usw.
Als Deutschland Angriff haben sie vor ihrem Rückzug so gut wie alle Gefangene erschießen lassen.
Was sie dann im Krieg gemacht haben wie Plünderungen, Vergewaltigungen ect an deutschen Zivil Flüchtlingen waren "normal". Die KZ Lager (besserungslager die bis 1990 angeblich 40 Millionen Opfer/Tote brachte) will ich gar nicht mal erwähnen!

die Russen waren genauso schlimm wie die Deutschen und haben genau so viel Dreck am stecken

canuck97 11 Forenversteher - 669 - 22. Mai 2012 - 18:47 #

"die Russen waren genauso schlimm wie die Deutschen und haben genau so viel Dreck am stecken"

Sorry, aber das ist schlichtweg einfach total falsch und allein die reinen Fakten (siehe reine Opferzahlen während deutscher Besatzung > Holocaust, "Partisanen"bekämpfung, systematischer Massenmord an Gefangenen usw.). Also bitte hier keine falschen und grob verharmlosenden Statements dieser Art, die jedweder Realität widersprechen.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 22. Mai 2012 - 19:30 #

Selbst wenn die Russen meinetwegen ein paar Millionen weniger Leute auf dem Gewissen haben, so kann man durchaus vom gleichen Niveau der Härte gegenüber dem Feind und dem eigenen Volk sprechen.

canuck97 11 Forenversteher - 669 - 22. Mai 2012 - 19:33 #

Mit dem "kleinen" Unterschied, dass die Sowjetunion keinen ideologisierten Vernichtungskrieg gegen "Untermenschen" geführt hat...

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 22. Mai 2012 - 20:15 #

Stalin hat ideologisierte Vernichtungskriege gegen so einige Gruppen geführt. Ich weiß allerdings nicht, ob er eine davon explizit als "Untermenschen" bezeichnet hat.

canuck97 11 Forenversteher - 669 - 22. Mai 2012 - 20:52 #

Man sollte in diesem Zusammenhang auf die Wortwahl achten. Sicherlich hat die Sowjetunion unter Stalin etliche Massenverbrechen begangen, v.a. jedoch am eigenen Volk, und das - insbesondere im Zuge der Zwangskollektivierung - Sterben billigend in Kauf genommen; jedoch nicht systematisch geplant. Von "ideologisierten Vernichtungskriegen" kann man da nicht sprechen, das ist eine deutsche Spezialität. Sogar im sonst so drögen Wikipedia gibt's darüber schnelle Auskunft:

"Die Ausrichtung des „Unternehmens Barbarossa“ als von vornherein geplanter Vernichtungskrieg beweisen die nach den zitierten allgemeinen Vorgaben Hitlers vom 30. März 1941 noch vor Beginn des Feldzuges ausgearbeiteten Befehle wie der Erlaß über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet ‚Barbarossa‘ vom 13. Mai 1941, die Richtlinien für das Verhalten der Truppe in Russland vom 19. Mai 1941 und die Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare vom 6. Juni 1941.
Die deutschen Richtlinien für die Agrarpolitik in den zu erobernden sowjetischen Gebieten sind eines der extremsten Beispiele für eine Raub- und Vernichtungsstrategie. In einer Besprechung der Staatssekretäre vom 2. Mai 1941 wurde das planmäßige Verhungern der Bevölkerung vorbereitet."

Man beachte u.a. das Wort "planmäßige". Von Massenerschießungen wie bei Babyn Jar, die auch unter der Verantwortung der Wehrmacht ausgeübt wurden, ganz zu schweigen. Hier noch ein kurzer Ausschnitt - auch aus Wikipedia - zum Umgang mit russischen Kriegsgefangenen:

"Sowjetische Kriegsgefangene wurden vom Deutschen Reich äußerst schlecht behandelt. Sie litten unter Hunger, Kälte, Zwangsarbeit und Misshandlungen. Gestapo-Kommandos durchsuchten die Reihen der Gefangenen nach Juden, staatlichen Offiziellen und anderen „untragbaren“ oder „gefährlichen“ Individuen sowie Sowjetkommissaren, welche den Kommissarbefehl überlebt hatten, und brachten sie in Vernichtungslager, wo sie in der Regel sofort getötet wurden.[14] Insgesamt starben zwischen 140.000 und 500.000 sowjetische Kriegsgefangene in Konzentrationslagern, die meisten davon wurden erschossen oder vergast.[15] Von den 5,7 Millionen sowjetischen Soldaten, welche sich in deutscher Gefangenschaft befanden, überlebten 3,3 Millionen den Krieg nicht, was 57 % entspricht. 500.000 sowjetische Gefangene wurden von der Roten Armee noch während des Krieges befreit. 930.000 wurden nach dem Krieg aus Lagern befreit. Zahlreiche sowjetische Friedhöfe in Deutschland dokumentieren die hohe Zahl der in Deutschland umgekommenen sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter.[16]"

Diese Dimensionen und v.a. die ideologische Aufladung, die hierfür Grundlage war, hat es eben auf der anderen Seite schlichtweg nicht gegeben.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 22. Mai 2012 - 22:12 #

In einem Vielvölkerstaat wie der UDSSR kann man nicht nur von Verbrechen am eigenen Volk sprechen. Mir schwebt da z.B. die Ermordung oder Deportation der Tschetschenen vor. Das erfüllt vielleicht nicht unbedingt die genaue Definition eines "Vernichtungskrieges". Von der Ideologie wurde das natürlich mitverschuldet, denn Stalin wurde ja durch diese Ideologie als Heilsbringer verehrt, dessen Entscheidungen unfehlbar sind.
Dass so etwas eine deutsche Spezialität sein soll, kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Es hat sogar in der näheren Vergangenheit etliche solche Konflikte gegeben und es laufen wahrscheinlich in diesem Moment noch unzählige.

Nachtrag: Von den sowjetischen Kriegsgefangenen, die die deutschen Lager überlebt hatten, hat übrigens "Onkel Joe" die meisten als Vaterlandsverräter in den Tod geschickt.

ein anderer Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 19:36 #

Aha? Und was war mit dem Überfall auf Finnland? Oder der laut Lenin notwendige Völkermord zur Durchsetzung des Kommunismus?

Gut, wollen wir jetzt keine politische Debatte lostreten, aber es gibt hier nichts zu relativieren oder zu rechtfertigen. die Deutschen haben einen beispiellosen Massenmord an den Völkern Europas durchgeführt, die Russen ihr eigenes und umliegende Völker terrorisiert. Das zu vergleichen und mehr-weniger-schlimm-Vergleiche anzustellen halte ich für sarkastisch.

Übrigens kann man auch sehr gut eine deutsche Kampagne erzählen. zum Beispiel könnte man die Geschichte eines rebellierendes Batallions erzählen. Da gibt es viel Potenzial für moralischen Zoff.

Benjamin Braun Redakteur - 281311 - 22. Mai 2012 - 18:50 #

Wenn dich das Spiel in die Rolle eines Kriegsverbrechers schlüpfen ließe, sicherlich. Ansonsten spricht nichts dagegen. Das hat Relic schließlich auch selbst schon gemacht, das gab es im genannten Codename Panzers usw. Und um "historisch korrekt" zu bleiben, hätte es ja gereicht, die ersten Kriegsjahre für die deutsche Kampagne zu nehmen. Die russische Kampagne beginnt ja aus gutem Grund nicht bereits im Jahr 1941.

Schade ist es für die Leute, die das Spiel nicht online spielen möchten, denn im Mehrspieler-Modus wird man ja auch deutsche Einheiten übernehmen können. Das hätte andere Einheitetypen und womöglich eine ganz andere Taktik bedeutet. Ich habe Quinn Duffy zum Beispiel nach den Nachschubwegen gefragt, die gerade für eine deutsche Kampagne ein besonders wichtiges Element hätte sein können. So wie sich seine Antwort anhörte, fällt dieser Aspekt in der russischen Kampagne nicht gerade sonderlich zentral aus. Wirklich konkret geworden ist er diesbezüglich aber nicht.

vicbrother (unregistriert) 22. Mai 2012 - 20:23 #

In der Schlacht um Rshew wurde in der Mitte der Stadt von den Deutschen ein KZ erbaut und genutzt - bin auf dessen Thematisierung im Spiel gespannt.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11023 - 22. Mai 2012 - 19:57 #

Ich gehe mal nur auf einen Teil ein:
Fragst du mich gerade, wieso ich mehr Einzelspieler-Inhalte haben möchte? Wenn ja, weil ich auch den 1. Teil quasi nur im SP gespielt habe und den MP ziemlich inbalanced fand.

Anonymous (unregistriert) 22. Mai 2012 - 20:15 #

Und wieso dann nicht zusätzliche Missionen für die russische Kampagne, sondern deutsche? Weil du gerne Deutsche im Zweiten Weltkrieg spielst!?

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11023 - 22. Mai 2012 - 21:06 #

Abwechslung? Andere Einheiten-Typen?

Anonymous (unregistriert) 23. Mai 2012 - 15:11 #

Kann man doch auch alles mit der Roten Armee realisieren? Missionen, in denen man Massen von schlechten Einheiten hat, Missionen, in denen man nur wenige gute Einheiten hat, Missionen, in denen man angreifen muss, Missionen, in denen man verteidigen muss, ...

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11023 - 23. Mai 2012 - 15:49 #

Ich hoffe doch deine Ideen werden schon in der Russischen Kampagne aufgegriffen.
Es ging in anderen Spielen, es ging im Vorgänger-Addon und dann wäre das hier auch möglich. Vor allem da die Einheiten aus dem MP bzw. als Gegner-Partei im SP sowieso schon fertig vorhanden sind, wäre der Mehraufwand gering.
Wenn ich in einem Medieval 2 mit xy Partei spiele und ganz Europa unterjoche, ist mir auch egal ob Mailand oder Sizilien oder sonstwer vor 1000 Jahren irgendwas angestellt hat. Es ist und bleibt ein Spiel. Ich sehe bei eine Kampagne bezüglich der Schlacht zwischen Deutscher und Russischer Armee kein Problem darin, wenn man beide Seiten anbietet, wie Benjamin das auch schon sehr treffend gesagt hat.
Wenn dir dann halt das Szenario insgesamt nicht gefällt, steht es dir ja frei das Spiel nicht zu spielen.

Anonymous (unregistriert) 23. Mai 2012 - 17:10 #

Du hast also wegen der Verbrechen der Wehrmacht in Russland keine Bedenken, das Kommando über Truppen dieser zu übernehmen?

ogir 12 Trollwächter - 1184 - 24. Mai 2012 - 10:32 #

Hast du wegen den Verbrechen der USA in Vietnam, Guantanamo, Irak, Afghanistan keine Bedenken die Amis in CoD zu übernehmen?

Anonymous (unregistriert) 24. Mai 2012 - 14:35 #

Von welchen Verbrechen sprichst du? Und weder gewollte noch geduldete Einzeltaten von Soldaten (My Lai, Abu Ghraib) willst du doch wohl nicht ermsthaft mit der systematischen und gezielten Ermordung von sechs Millionen Judem vergleichen???

vicbrother (unregistriert) 24. Mai 2012 - 20:35 #

Die Diskussion zeigt mir, dass diese Spiele leider nicht genug über das gezeigte reflektieren, da hier bereits Abstufungen von Kriegen und Greultaten durchgeführt werden - aber es gibt ja auch Leute die glauben das Ego-Shooter nichts mit Amokläufe zu tun haben. Aber jeder sei in seiner Meinung frei.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11023 - 25. Mai 2012 - 10:46 #

Ne, das zeigt sie nicht. Weil die Diskussion geht über eine mögliche Kampagne, die im Spiel nicht enthalten sein wird. Ich finde, sie zeigt nur, dass verschiedene Leute das aus Prinzip kategorisch ablehnen, ohne zu wissen wie es umgesetzt wird bzw. werden könnte.
PS: Bitte die Diskussion mit den Ego-Shootern nicht hier anfangen, dafür dann bitte im Forum ein Thema aufmachen.

vicbrother (unregistriert) 22. Mai 2012 - 20:17 #

Alle Feldzüge der Wehrmacht (sowie anderer Nationen) wurden von Greultaten überschattet. Daher halte ich die WK-Szenarien insgesamt für bedenklich und spiele da lieber moralisch unbedenkliche Fantasy.

vicbrother (unregistriert) 22. Mai 2012 - 20:15 #

Das Balancing wird sicherlich schwierig, wenn die Russen in Masse kommen ;)

Naja, man kann in den Multiplayer-Partien ja dennoch mehrere Parteien spielen, aber halt nicht auf Achsen-Seite. Vielmehr spielt dann einer Frontrusse und einer NKWD mit MG im Hinterland.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 22. Mai 2012 - 17:52 #

Eine deutsch Kampagne kommt dann sicher im ersten AddOn bzw. DLC...
Aber hört sich ja recht gut an, auch wenn mir das System mit den auf jeden Fall sterbenden Einheiten nicht so gut gefällt. Dynamik hin oder her, ich will eigentlich lieber selbst einen strategischen Überblick haben und dann selber entscheiden ob ich den Feind z.B. verfolgen wodurch ich halt ggf. in Mörserfeuer gerate.
Bei Dawn of War 2 war das was anderes, weil es da von der Lore her plausibel ist, dass nur ein paar wenige Trupps mächtige Space Marines agieren.
Aber in CoH erwarte ich irgendwie größeres, mehr auch etwas strategisches bei der Bewältigung einer Aufgabe, nicht nur reine Taktik.

ogir 12 Trollwächter - 1184 - 22. Mai 2012 - 18:09 #

Ist das mehr in Richtung Dawn of War 2, oder eher CoH? Das konzentrieren auf Infanterie klingt leider sehr nach DoW 2, und darauf hätte ich mal sowas von keine Lust -.-

GeneralGonzo 12 Trollwächter - 1173 - 23. Mai 2012 - 8:08 #

sehe ich genauso !
Klingt wie DoW2 im 2.WK ! Und das fände ich sehr schade. Will wieder " Panther rausrollen lassen, die mit Inf kurzewn Prozess machen etc. pp !

Fokus auf Inf klingt erstmal eher negativ für mich....

DarkMark 15 Kenner - 2908 - 23. Mai 2012 - 11:26 #

Ich konnte dem Text auch leider nicht entnehmen, ob Basen- bzw. Gebäudebau enthalten sein werden. Wenn es in Richtung DoW geht (eben ohne Basenbau) würde man zu dem Thema ja in die Röhre schauen, was ich persönlich bedauerlich fände.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 22. Mai 2012 - 18:19 #

Das Spiel hatte ich schon wieder komplett vergessen. Unter welchen Umständen war denn die Präsentation? Wurdet ihr eingeladen zu einer größeren Vorführung in Stadt X? Die Umstände bzw. der Hintergrund von solchen Berichten würde mich interessieren. Vielleicht ist das sogar etwas, was man zukünftig in den Berichten mit integrieren kann.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 24. Mai 2012 - 16:18 #

Finde ich eine gute Idee, könnte ja in einem (Neben-)Satz erwähnt werden.

fazzl 13 Koop-Gamer - 1277 - 25. Mai 2012 - 8:36 #

Aber bitte mit der Funktion "optional einblenden".

Ich glaube das ist weniger Mantel&Degen bzw. Nacht&Nebel und viel mehr bei Assistenten durchtelefonieren um einen Termin zu bekommen als man denkt.

(Tatsächlich wissen tue ich es natürlich nicht.) :D

GrayFox 11 Forenversteher - 648 - 22. Mai 2012 - 19:31 #

Nach Opposing Fronts wisch die Begeisterung für das Spiel immer mehr dem Frust und der Enttäuschung ob des Ungleichgewichtes in der Spielbalance, das zugunsten der Alliierten Seite ausfiel. 1-2 Monate nachdem Tales of Valor erschien, spielte kaum noch jemand aus unserer Stammrunde COH, da das Spiel zu diesem Zeitpunkt für uns dermaßen imba geworden war, dass kaum noch einer Lust auf den Frust hatte.

Ich bete dafür, dass COH2 deutlich ausbalancierter wird.

>>>>"da es viel Wert auf Realismus und taktisch anspruchsvolle Gefechte zwischen Deutschen und Amerikanern legte"<<<<

Von welchem Realismus wird hier gesprochen?

Ich halte ein Spiel, in dem ein "M10 tank destroyer" auf kurze Distanz (spielintern auf 300m geschätzt) einen Seitentreffer aus der 8,8 cm Kanone des "Panzerkampfwagen VI "Tiger I" überlebt, nicht gerade für sehr realistisch. :)
COH legte auch nie großen Wert auf taktisch anspruchsvolle Gefechte. Sie waren zwar möglich, vor allem durch die Kombination der verschiedenen Waffengattungen, aber solche Gefechte habe ich in all den Jahren nur sehr selten erlebt. In der Regel spammte die Allliierte Fraktion einfach nur endlos Einheiten oder zerbombte alles mit Artillerie, da blieb kaum Zeit für eine "taktisch anspruchsvolle" Vorgehensweise.

DerMitdemTee 13 Koop-Gamer - 1267 - 22. Mai 2012 - 21:23 #

Hast du schonmal diverse Modifikationen für CoH durchgeschaut? Auf Moddb.com gibt es einige davon, die nicht nur das komplette Spielgefühl verändern sondern auch einige, die einfach das Spiel Balancen, ob mit neuen Einheitentypen, Maps, Fähigkeiten, ganzen Fraktionen oder Waffenverhalten. Der Blitzkrieg Mod ist darunter der bekannteste. Damit macht das Spiel vor allem im Multiplayer unmengen mehr Spaß als das Original, mit größtenteils vernünftigem Verhalten der verschiedenen Einheitenklassen. Wenn dich das Spiel noch interessiert, kannst du ja mal hier durchblättern:

http://www.moddb.com/games/company-of-heroes-opposing-fronts/mods

GrayFox 11 Forenversteher - 648 - 23. Mai 2012 - 6:07 #

Danke für den Hinweis, aber ich habe schon fast alle bekannten Mods angespielt und bisher könnte mich keine Mod wirklich begeistern ;) Außerdem bringt der beste Mod nichts, wenn sie nur von 10-20 Leute gespielt wird

saxz 13 Koop-Gamer - P - 1794 - 22. Mai 2012 - 20:59 #

Abseits der Solokampagne bin ich persönlich gespannt, ob mit CoH2 ein Konkurrent für StarCraft II in den Ring steigt. Im Prinzip fokusiert sich zur Zeit eigentlich alles, wenn man das RTS-Onlinegaming/Esports betrachtet, auf SCII. Alle anderen Titel spielen imo keine (großartige) Rolle, was ich persönlich sehr schade finde, da sich bei den Blizzardtitel mit ihrem doch meist recht hohen Anteil an Micromanagement viel Richtung Reaktion verschiebt und dementsprechend etwas weniger Taktik möglich ist. Was nicht heißen soll, dass SC2 nicht taktisch wäre. Aber je schneller das ganze Spiel ist und ich mich um jede Kleinigkeit kümmern muss, desto weniger Platz bleibt dann für großangelegte strategische Planung/Züge, selbst wenn man durch regelm. Training von Automatismen einiges noch rausholen kann.

Sollten sie es schaffen eine gute Balance zwischen den Einheiten zu erreichen, ein ordentliches Matchmaking-System zu integrieren, dann freue ich mich schon auf tolle Onlineschlachten. Warten wir mal den GG-Test ab.

GeneralGonzo 12 Trollwächter - 1173 - 23. Mai 2012 - 8:12 #

Was e-Sports Tauglichkeit und wirklich klassische strategische MP Gefechte angeht, setze ich dann doch eher die Hoffnung in

C&C Generals 2

als in CoH2. Liegt einfach am Typ Spiel und wenn EA/BioWare das auch nur halbwegs gut hinbekommen, wird es das RTS des Jahres werden in 2013 !

Anonymous (unregistriert) 23. Mai 2012 - 12:21 #

Schon CoH war nicht wirklich eSport tauglich. Zu viel zufall drin. Die PaK kann den Panzer aus der gleichen Richtung in 2 Schüssen zerstören oder in 10. Mal prallt was ab und macht keinen Schaden, mal macht ein Treffer sofort massiven Schaden.
Und das gleiche gilt für alle Waffeneinsätze gegen Fahrzeuge.
Und dazu ist die Balance grottig.

patrick_ 13 Koop-Gamer - 1402 - 22. Mai 2012 - 22:30 #

"Plötzlich geht die Tür auf und ein deutscher Soldat rennt brennend nach draußen. Er schafft es nicht allzu weit; zehn Meter vom Haus entfernt sinkt er zu Boden und hinterlässt nicht mehr als seine verkohlte Leiche."

Angesichts der Tatsache, dass man sich verstärkt auf Ideologie und Gnadenlosigkeit konzentrieren will, oha. USK 18 ick hör dir trapsen!

Achja: "Die Deutschen verfügen auch über Mörser, die unter donnerndem Getöse wenige Meter neben uns kleine Krater in den schneebedeckten Boden reißen. Unser kleiner ______ nimmt die Stellungen der Deutschen ins Kreuzfeuer."

Ich denke mal, dass da noch das Wort "Trupp" stehen soll?^^

Limper 16 Übertalent - P - 5147 - 22. Mai 2012 - 23:21 #

Ich hab das als "Unser kleiner Mörser" gelesen. USK 18 halte ich auch für möglich/wahrscheinlich; lustigerweise war der erste Teil Pegi18 und USK16, wobei in der deutschen zumindest in der Sprachausgabe ein paar Begriffe durch harmlose Varianten ersetzt wurden.

patrick_ 13 Koop-Gamer - 1402 - 28. Mai 2012 - 14:56 #

Ah, so macht das dann durchaus Sinn.^^

PEGI18/USK16 ist mal wirklich eine ungewöhnliche und seltene Situation. Ob's wirklich an der deutsche Sprachausgabe liegt, weiß ich nicht. Ich vermute mal, dass der gewichtigste Punkt der war, dass in der deutschen Version Körper bei Granateinschlägen nicht auseinander reißen (etwas, das man wirklich nicht vermisst).

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2012 - 10:05 #

Netter Artikel, aber dieses Realismus-Geblubber geht mir mächtig auf den Zeiger.
Solange Einheiten und Gebäude noch Lebensbalken haben, können sie sich originale Waffensounds (war bestimmt ne nette Dienstreise) und „realistisch einfedernde“ Panzerfahrwerke schenken.

Nicht falsch verstehen, CoH ist ein geniales RTS (spiele es z.Z. übrigens wieder) und der zweite Teil könnte auch nett werden, aber ein Großteil der hier erwähnten Features sind für ein gutes Spiel einfach irrelevant. Das Preview liest sich für mich gar so, als ob es nur ein Grafikupdate werden könnte.

ogir 12 Trollwächter - 1184 - 23. Mai 2012 - 10:10 #

Damit wäre ich sogar extrem einverstanden. DAs Spiel war eigentlich schon gut, ich will nur kein DoW2 Verschnitt -.-

GeneralGonzo 12 Trollwächter - 1173 - 23. Mai 2012 - 10:36 #

Pflichte dir bei, wer Realismus RTS spielen will, sollte zur "Men of War" Reihe greifen! Da stirbt der Infantrist auch nach einem Treffer ...

CoH soll bleiben, was es war:
ein tolles MP RTS, mit wuchtiger Grafik und schönem Gameplay sowie einigen tollen Features (Deckungssystem, Häuser betreten, Physikengine). Bloss nicht übertreiben mit dem Realismus - es soll doch ein spaßiges SPIEL bleiben!

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 23. Mai 2012 - 10:56 #

Richtig, es mokiert sich schließlich auch niemand darüber, wenn 3 Männchen mit einem Schweißbrenner in wenigen Sekunden einen Panzer inklusive getötetem Gunner reparieren können. Eben weil es ein Computerspiel ist.

Darum finde ich dieses Realismus-Getue ja so lächerlich. Was soll es bringen, wenn sich die Entwickler 70 Jahre nach Geschehen Originalschauplätze ansehen? Und ich wette, kaum ein Spieler hat jemals live einen T-34 feuern gehört.
Auch dieses „physikalisch korrekt“, was man zu jedem zweiten Spiel mit Havoc lesen kann, ist im Grunde völliger Blödsinn. Wenn das realistisch ist, muss ich in einem Paralleluniversum leben. ;)

ogir 12 Trollwächter - 1184 - 24. Mai 2012 - 13:30 #

Nein, das mit den Originalschauplätzen ist denke ich schon ok so. Natürlich stehen nicht mehr alle Gebäude, aber darum geht es ja auch nicht. Oftmals wurden die Straßen nicht verändert, oder große markante Gebäude stehen noch (sieh dir doch einfach mal Berlin an)

Einen T-34 will glaube ich auch kein Spieler jemals feuern hören. Es heisst zwar immer "Krieg ist scheiße, aber der Sound ist geil" nur wenn jemand mal den wahren Sound des Krieges hören würde, würde ihm wohl anders werden.

Und auch im 1. Teil war CoH zwar schon irgendwie "realistisch", aber auch da gabs so einige Fehler:
- Kein Mahlzeitbonus für Tiger
- Kanonenblende des Tigers bewegt sich beim Feuern
- MG42 Chassis als Panzer MGs (waren aber MG34)

Aber mal ehrlich: Man KANN und WILL wohl keine realistische Simulation in ein RTS einbauen. Sogar Men of War ist hier reichlich unrealistsisch:

Menschen brauchen schlaf, Wasser, Essen - ich habe in noch keinem Spiel eine Feldküche gesehen

Beeinflussung des Geländes durchs Wetter - also nicht nur einheiten langsamer, sondern auch mal einen LKW der im Matsch versinkt

etc.

Aber das gute an diesem "Realismus-Getue" ist:
- keine Spacemarines die mit 7,92mm geschossen einen Panzer zerlegen
- kein "berechnen" von Kämpfen
- das Gebäude- und Deckungsystem in CoH ist einfach göttlich!

Aber ich denke solange der Spielspaß stimmt ist es sowieso egal.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 25. Mai 2012 - 8:07 #

Markante Gebäude und grobe Geländestrukturen kann man heute leicht online ermitteln. Um eine grobe Topographie zu erhalten, eignet sich imho schon Google Maps/Earth besser, als ein Besuch vor Ort. Auch findet man viele historische Bilder aus dieser dunklen Zeit, die sicherlich nützlicher sind als z.B. ein Stadtbummel durch das moderne Stalingrad. ;)

Um in einem Spiel eine Stadt darzustellen, reichen den meisten Spielen ein paar markante Stellen. Etwas überspitzt gesagt: Man nehme den Eiffelturm, setze Notre Dame neben einen Fluss, baue ein paar Straßenzüge drumherum und schon glauben die meisten Spieler, das Level spielt in Paris.

Viel mehr Realismus ist nicht nötig – und möglich: Die Map muss an die Spielfeldgröße angepasst werden, die Balance muss beachtet werden und jedes Haus originalgetreu nachzubilden, würde wohl jeden Entwicklungsrahmen sprengen. ;)

Den Gameplay-Realismus, den du ansprichst, finde ich da schon wichtiger. Gerade wegen des Deckungssystems und Pistolen, die keine Panzer knacken können, gefällt mir CoH.

Wie du schon sagst, der Spielspaß muss stimmen.

GeneralGonzo 12 Trollwächter - 1173 - 23. Mai 2012 - 10:36 #

hoffentlich verzicjhten sie nicht auf den Basisbau wie bei DoW2 - dann seh ich nämlich schwarz für den MP Teil ...

Anonymous (unregistriert) 23. Mai 2012 - 12:08 #

Warum glaube ich nach dem Lesen, dass es eher eine entschlackte Kopie der Soilders / Faces of War / Men of War - Reihe wird, denn ein Nachfolger von CoH.
Alleine das übernehmen feindlicher lahmgelegter Fahrzeuge erinnert stark daran. Und es läßt mich an einem Basenbau und Einheitenproduktion massiv zweifeln.
Allerdings wäre ein sehr stark entschlacktes Soilders das eher einem DoW2 ähnelt bestenfalls noch als Taktikspiel zu deklarieren. Je nachdem ob sie auch wieder irgendwelche "Helden" und Mobs einbauen sogar eher als Actionrollenspiel.

Einen wirklichen CoH Nachfolger sehe ich jetzt nicht. Ist nach der Entwicklung von Relic aber nur konsequent.

knallfix 14 Komm-Experte - 1835 - 23. Mai 2012 - 12:56 #

Mir unverständlich was an einer deutschen Kampagne in CoH2 politisch unkorrekt und schlimm sein soll.
Einige Comments hier schießen imo etwas sehr weit am Ziel vorbei.
Und Relic hat doch im Vorgänger gezeigt, dass sie Kampagnen jenseits von Hurra Patriotismus und Kriegsverbrechen erzählen können.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 24. Mai 2012 - 16:14 #

Finde ich auch. Es ist schließlich eine Frage, wie die Kampagne erzählt wird. Ich vermute stark und hoffe nicht, dass Relic eine deutsche Kampagne mit Nazismus-Tendenzen designen würde.

Anonymous (unregistriert) 27. Mai 2012 - 17:10 #

Stattdessen soll es eine Kampagne geben die die Geschichte umschreibt und die Rolle der Deutschen relativiert?

PS: Mit der roten Armee zu spielen finde ich auch geschmacklos.

B1ixX0r 12 Trollwächter - P - 1026 - 24. Mai 2012 - 13:11 #

Die Reduzierung auf Infanterie finde ich nun nicht schlecht. So schaffen sie es auch vielleicht das Durcheinander mit 15 verschiedenen Unit Typen auf großen Maps zu verringern.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 24. Mai 2012 - 16:11 #

Bin schon sehr gespannt auf das CoH 2. Der Vorgänger ist eines meiner Lieblingsspiele.

Anonymous Enge (unregistriert) 30. Mai 2012 - 22:23 #

Teil 2 der Company Saga,sag da nur:Wird ja auch Zeit,lang musten wir warten!Blitzkrieg3 war ein scöner Zeitvertreib, leider nicht für alle oder für mere gemeinsam.Hoffe das man daran was ändern kann,(für neue, alte Mods,Online)ansonsten weiter so.

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 17:12 #

Ich würd gerne mal den Elefanten zocken :D

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 22:12 #

Na ich hoffe mal ebenfalls das COH2 einigermaßen seinem game Prinzip treu bleiben wird. Allerdings kann ein wenig mehr Realitätsnähe durch aus nicht schaden.

Man erinnere nur an den Airborne Ranger spam. Soldaten welche einfach durch alles durch rannten & quasi unverwundbar waren wärend des sprints. Oder aber das zu bunkern und das kontinuierliche gespamme von Artillerie auf die eigene base. Das fand ich persönlich doch recht eintönig. Kam das doch in 80% aller mp games drin vor. Da war wenig strategisches können gefragt.

Aufjeden Fall hoffe ich das der Netcode verbessert werden wird. Zur Hälfte aller Spieler lies sich wegen diesem p2p Mist nie richtig eine Verbindung etablieren.

Dominik12 (unregistriert) 17. Januar 2013 - 13:57 #

Es währe schöhn wenn bei den allierten frankreich,england,amerikaund russland und bei den anderen vielleicht die wehrmacht,die panzerelite,japan und afgahnistan könnt ihr das den entwickler schicken ich würd es gerne selber machen aber mein englisch ist nicht gut danke. zumindest das sie die fraktionen in den multiplayer modus einfügen

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