Das Mysterien-MMO

Angetestet: The Secret World Preview

Spielerische Freiheit – nichts geringeres hat sich Entwickler Funcom mit The Secret World auf die Fahne geschrieben. Unter anderem soll dieses Ziel mit Klassensystem-Verzicht, dynamischen Kämpfen und einer vielschichtigen Story erreicht werden. Wir haben das MMO angespielt.
Jonas Schramm 21. November 2011 - 15:59 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Ende dieses Jahres erscheint Star Wars – The Old Republic, nächstes Jahr steht MMO-Fans unter anderem Guild Wars 2 ins Haus. Und der Zuspruch, den Blizzards World of Warcraft seit dem Start im Jahr 2004 erfährt, ist weiterhin nahezu ungebrochen. An hochkarätigen Online-Rollenspielen mangelt es also auch in nächster Zeit nicht. Nun will auch der norwegische Entwickler Funcom (Dreamfall, Age of Conan) in der Topliga mitspielen: The Secret World wurde bereits 2007 angekündigt, es versucht eine wirklich erfrischende Interpretation des bekannten MMO-Themas. Und: Es könnte schon Anfang 2012 erscheinen.

Drei Fraktionen, eine Bedrohung
In The Secret World verschlägt es euch weder in eine typische Fantasy- noch eine Science-Fiction-Umgebung. The Secret World spielt in der aktuellen, modernen Zeit, in der sich die Menschheit einer dunklen Bedrohung gegenüber sieht. Natürlich ist es eure Aufgabe, als Spieler die Welt vor dem Untergang zu retten. Wobei eure übermenschlichen Kräfte durchaus nützlich sein können! Die Entwickler ziehen ihre Inspirationen für die Handlung aber nicht nur aus aktuellen Geschehnissen, sondern vermischen diese mit antiken Mythen, typischen Verschwörungstheorien und Themen aus der Popkultur. Die daraus entstehende Spielwelt kombiniert munter Vampire, Mumien und Zombies mit Zaubersprüchen und modernen Waffen.
In The Secret World verpassen die Entwickler antiken Mythen einen aktuellen Touch. Vampire sind beispielsweise verhüllt, um sich vor dem Sonnenlicht zu schützen.
Das heißt nicht, dass Funcom keine eigenen Ideen einbrächte: Vampire beispielsweise verhüllen ihren ganzen Körper, damit sie auch am Tage ihr Unwesen treiben können. Zudem besitzen sie so etwas wie Strohhalme, mit denen sie ihren Opfern effizienter das Blut entnehmen als mit der herkömmlichen Beißerchen-Methode.

Drei Fraktionen stehen zur Wahl: Dragon, Illuminati und Templars. Die Dragon sind in Seoul beheimatet und wollen durch Manipulationen und Verschwörungen ihre Interessen durchsetzen. Die Illuminati haben ihren Sitz in New York, pflegen einen Rockstar-Lifestyle und wollen eine neue Weltordnung herstellen. Das Ziel der in London stationierten Templars ist es, jegliche Form des Bösen auszurotten – koste es, was es wolle. Aufgrund der unterschiedlichen Ideologien der drei Fraktionen kommt es im Laufe der Geschichte immer wieder zu Konflikten zwischen den Parteien. Im Kampf gegen das Böse müssen sie aber zusammenarbeiten, was zu einer interessanten Dynamik in der Story führen könnte. Hinzu kommt, dass ihr die Missionen je nach gewählter Fraktion auch aus einem etwas anderen Blickwinkel erleben sollt. Das aber konnten wir in unserer mehrstündigen Anspielsession bei Electronic Arts in Köln noch nicht ausprobieren. Bei unserem Termin standen nur die Templars als Fraktion zur Verfügung. Auch die Charaktererstellung fiel in dieser Version weg, uns standen nur ein paar vorgefertigte Charaktere zur Wahl. Wir entschieden uns für einen auf cool gebürsteten Japaner mit langem grünen Mantel.
London ist einer der sozialen Treffpunkte des Spiels. Hier könnt ihr euch mit anderen Spielern vergnügen.

Von London nach Tokio
Das Intro beginnt in der Wohnung unseres Charakters. Es ist Nacht, eine Art Biene fliegt ins Zimmer, wir verschlucken sie – wodurch übernatürliche Kräfte in uns geweckt werden. Mit der Zeit lernen wir diese dann immer besser zu kontrollieren, bis ein paar Wochen später ein Anhänger unserer Fraktion vor der Tür steht und uns für den Kampf gegen die dunklen Mächte rekrutiert.

Da die Templar ihren Sitz in London haben, ist das auch das erste Gebiet, das wir erkunden können. Die Hauptstadt Englands dient also als sozialer Treffpunkt aller Fraktionen, in dem wir mit andern Spielern tanzen, trinken oder einfach reden können. Pflichtbewusst, wie wir nun mal sind, statteten wir jedoch sofort dem Trainingsraum einen Besuch ab, um die verschiedensten Waffen auszuprobieren, darunter Samurai-Schwerter, Gewehre und Zaubersprüche. Habt ihr euch für einen Stil entschieden, werdet ihr drei Wochen in die Vergangenheit auf eure erste Mission geschickt, die in der U-Bahn von Tokyo stattfindet. Dort geht ihr auch zum ersten Mal mit den Mächten der Dunkelheit auf Tuchfühlung. Die Mission dient einerseits als Story-Einleitung und anderseits als Tutorial. Erfreulicherweise wirft das Spiel uns und unseren Teamkameraden gleich einige schwere Brocken entgegen.

Kingsmouth: Küstenstadt mit Zombieplage
Im Trainigsraum dürft ihr euch schon gleich zu Beginn mit den verschiedenen Waffen des Spiels vertraut machen.
Den Großteil unserer Antestzeit mit The Secret World verbringen wir aber in Kingsmouth Town. Diese Küstenkleinstadt hat nicht nur mit einer Zombieplage zu kämpfen, sondern auch mit Seeungeheuern. Unsere Aufgabe ist es natürlich herauszufinden, was es mit diesen Gestalten auf sich hat, und warum sie es gerade auf Kingsmouth abgesehen haben. Dazu reden wir mit den wenigen Überlebenden der Angriffe und lösen die ein oder andere Quest für sie. Die Entwickler von The Secret World legen nicht nur einen hohen Wert auf die Story, sondern auch auf eine cineastische Inszenierung. So werden alle Missionen von einer hübschen, vertonten Zwischensequenz eingeleitet, in denen unser Charakter aber nie spricht. Im fertigen Spiel soll es noch ein simples Dialogsystem ohne echte Entscheidungen geben.
 
Die Missionen reichen von typischer MMO-Standardware bis zu komplexeren Aufgaben samt Rätseleinlagen. Die Quests bestehen allesamt aus mehreren Phasen, so verschlägt es uns am Anfang einer 08/15-Mission ans Nordende des provisorisch errichteten Stützpunktes der Überlebenden, wo wir alle Zombies töten. Danach begeben wir uns in den Osten, wo wir wieder alle Zombies töten, und so weiter. Zu guter Letzt beschützen wir den Unterschlupf noch vor einen anrückenden Draug Boss, dessen Design, wie auch das anderer Gegnertypen, gut gelungen ist. Es handelt sich dabei nämlich um eine übergroße Krabbe, die auf zwei Beinen läuft und zwei riesige Scheren als Arme besitzt. Komplexer fällt da schon ein Auftrag einer gewissen Helen Bannerman aus, für die wir ein paar Überwachungskameras besorgen sollen. Schnell stell
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t sich heraus, dass im Keller des Museums noch ein paar zu finden sein sollten. Doch der Raum wird durch mehrere Sicherheitssysteme geschützt; unter anderem müssen wir nun Laserfallen ausweichen und uns von Kameras fern halten.

Damit The Secret World seine volle Story-Wirkung entfalten kann und nicht in die MMO-typische "Zig Quests abgreifen und Zielmarker ablaufen"-Falle gerät, dürfen wir immer nur einer Hauptquest und einer Nebenaufgabe gleichzeitig nachgehen. Da es unsere Hauptaufgabe ist, die Geschehnisse in Kingsmouth Town zu untersuchen, können wir also immer nur einer Mission folgen. Sollten wir in einer Quest mal nicht weiter kommen, können wir diese auch pausieren und eine andere Aufgabe annehmen, was jedoch mit viel Herumgelaufe verbunden ist. Die Handlung wird aber nicht nur durch Haupt- und Nebenaufgaben weitergeführt: Auch gefundene Bücher sowie Kämpfe liefern viele Hintergrundinfos. Durch die Kämpfe erforschen wir automatisch die unterschiedlichen Fähigkeiten unseres Gegenübers. Sind unsere Nachforschungen abgeschlossen, schicken wir einen Bericht an unser Hauptquartier, das uns im Gegenzug auch ein paar neue Story-Infos zukommen lässt.
In der kleinen Küstenstadt Kingsmouth Town verbrachten wir den Großteil unserer Anspiel-Session. Unter anderem mussten wir uns dort mit Zombies und Seeungeheuern herumschlagen.
twendifor (unregistriert) 21. November 2011 - 15:04 #

Es wird eh wieder buggy auf den Markt geworfen. Funcom Taktik!

Asto 15 Kenner - 2904 - 21. November 2011 - 15:08 #

Abwarten. Bin auf jeden Fall gespannt. Vlt lernen sie auch mal aus Fehlern.

Aber es klingt schon mal sehr schön mit dem Story-Schwerpunkt.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. November 2011 - 15:38 #

Firmen lernen nicht aus Fehlern. Wäre mir jedenfalls neu.

Anonymous (unregistriert) 22. November 2011 - 9:01 #

Davon kannst du wohl ausgehen. Zumal EA auch noch ein Publisher ist der gerne halbfertiges auf den Markt wirft. Hauptsache die Schüffelware läuft.

erasure1971 14 Komm-Experte - 2080 - 21. November 2011 - 15:26 #

Bei (+) fehlt noch der Punkt: Ragnar Tornquist.
Und wegen dieses Punktes habe ich in Bezug auf Setting und Story auch wenig Bedenken, dass TSW gut werden wird. Abseits von SciFi und vor allem Fantasy wird es wirklich einmal Zeit für ein MMO.
Den Verzicht auf Klassen und Level finde ich spannend. In Sachen Gameplay hoffe ich, dass Funcom hält, was sie versprechen, unter anderem auch in Hinsicht auf die im Artikel nicht erwähnten Investigativ-Missionen und die Augmented Reality-Elemente, die Funcom einbauen will.

Olphas 24 Trolljäger - - 46994 - 21. November 2011 - 15:47 #

Ganz genau wegen ihm hab ich das Spiel auch im Auge, obwohl ich eigentlich den MMORPGs längst abgeschworen habe. Der Mann kann einfach Geschichten erzählen und Welten erschaffen.
Und nebenbei find ich Setting und die etwas anderen Ansätze was die Mechaniken betrifft interessant.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. November 2011 - 15:38 #

Also wenn ich ne Biene verschlucke bekomme ich keine Superkräfte, eher nen dicken Hals ^^

Lyhawk 15 Kenner - P - 2979 - 21. November 2011 - 15:43 #

Klang schon damals interessant, als ich 2008(?) zufällig auf die Seite des Spiels kam. Bleibt abzuwarten in welchem Stadium sie es auf die Welt loslassen.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15105 - 21. November 2011 - 15:43 #

Tja, Funcom...
Was hatte AO für ein Potential. Innovative Ideen und cooles Setting. Und was isses heut, F2P.
Das kam auch total verbuggt auf den Markt, hat aber trotzdem richtig Laune gemacht.
Ich werde nie den Stresstest der Beta vergessen, der Anmeldeclient ist abgesemmelt, kaum einer kam in der Endschlacht Zone an. Die Entwickler meinten damals, alles super gelaufen, Gold...
Seitdem nehme ich die nicht mehr ernst.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. November 2011 - 15:50 #

Anarchy Online war damals mein erstes MMORPG. Ich bin da mit offenem Mund durchgelaufen. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Eine echte Stadt nachgebaut für Spieler mitten in der Wildnis oO

Aber die Realität ist halt, das solche Spiele eine kurze Blütezeit erleben von maximal 1-2 Jahren. Danach sind alle Orte verweist und die Welt ist leer, wie jetzt auch in WoW. Leider hatte ich immer das Glück erst dann zu kommen als schon alles vorbei war, wie bei Star Wars Galaxy. SWG wäre glaube ich das geilste Mmorpg gewesen das man sich vorstellen kann, aber nein... man musste ja wieder alles ändern ;(

opastock 13 Koop-Gamer - 1278 - 21. November 2011 - 22:00 #

Und Anarchy läuft immernoch :) auch wenn "die Neue Welt" leider vom Netz genommen wurde...

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15105 - 22. November 2011 - 8:21 #

Ich kam aus EQ und wollte mal was anderes. AO hatte ein richtig geiles Setting, btw, das erste MMORPG wo du Items in die Chatleiste ziehen konntest. Auch die Idee mit den Implantaten, und die Wissenschaft dazu mit den richtigen Buffs den dicksten Kram einzubauen. Irre geil. Die Klamottenshops, Truppentransporter, den Grid undundund. Und die Pfeifen haben es verbockt.
Mir ist endgültig der Kragen geplatzt, als ohne Not der XP Verlust nach einem Tod, in du bekommst deine XP langsam zurück umgemodelt wurde...
Die Idee war einfach zu geil, du scannst deinen Körper am Automaten ab, und wirst genau so wieder hergestellt.
Ne, das Game hatte ne geile Atmo. Auch die 3 Fraktionen Idee, wie bei DAOC. Das Spielgefühl ist irgendwie bis heute unerreicht.
Nach gefühlt gespielten 100 MMORPGs sowieso.

Etomi 15 Kenner - P - 3851 - 22. November 2011 - 16:04 #

SWG war tatsächlich das geilste MMORPG (neben UO) das ich jemals gespielt habe. Zumindest bis zur Umstellung auf Level und der Streichung meines Berufs Bio Engineer. ;-)

Wie auch immer. Die Funcom Spiele waren bisher am Anfang immer katastrophal verbuggt. Trotzdem war der Release von Conan im Vergleich zu Anarchy Online schon fast als problemlos zu bezeichnen. Vielleicht werden sie bei Secret World also wieder ein bisschen besser. Ich mag auf jeden Fall das Setting und die Ideen und werde ziemlich sicher mal nen Blick rein werfen.

Merawen 11 Forenversteher - 637 - 21. November 2011 - 15:52 #

Achtung Funcom! Also Finger weg!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23272 - 21. November 2011 - 16:22 #

The Longest Journey ist immer noch ein großartiges Adventure, die MMOs hab ich nicht gespielt.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. November 2011 - 17:40 #

Ja sie hatten auch schon 8 Jahre vor WoW Flying mounts ^^ Da kann man nich meckern

Jetfighter3 12 Trollwächter - 937 - 5. Juli 2012 - 12:49 #

Ahso und die anderen Publisher sind besser?

Theryn (unregistriert) 21. November 2011 - 18:55 #

Hallo zusammen!

Ja, ne, is klar! Nach dem Mist, den FunCom mit "Age of Conan" abgeliefert hat, nachdem dieses Unternehmen mehrmals bewiesen hat, dass seine Kunden ihm am Arsch vorbei gehen, nachdem man sich in windigen Versprechen ergangen hat und dabei die Leute nur manipulierte, da will dieser Laden einen erneuten Vertrauensvorschuss? Am Arsch die Räuber!

Ich sag nur "Ja, klar ist Age of Conan fertig. Wir verschieben den Release nur ein wenig, um den Leuten ein perfektes Spiel abzuliefern". Der Haufen hat es bei mir wirklich verschissen. "Fool me once, shame on you...fool me twice, shame on me" Ich lass mich kein zweites Mal von denen über den Tisch ziehen.

Auf bald!

Theryn

Anonymous (unregistriert) 21. November 2011 - 20:30 #

Vielleicht solltest du einfach nochmal reinschauen. Das Game hat net umsonst bein den Retests überall massiv gewonnen. Bei Gamestar hat die Erweiterung sicher nicht zum Spaß 90% bekommen. Fabian ist ja nicht bescheuert.

Aber du bist sicher einer der "Launchspieler", die da 2 Monate subscribed waren und danach nie wieder reingeschaut haben und darauf ihre Erfahrungen basieren und überall Trashtalk betreiben.

Schonmal drüber nachgedacht, dass die Entwickler und Designer mit blutendem Herz über ihrem Baby standen, als es unfertig bei Launch rauskam? Die haben sicher net umsonst so hart daran gearbeitet das Spiel zu verbessern. Immer diese Firmenphilosophiescheisse.. eine Firma besteht aus Individuen und net aus einem bösen Molloch, der nur dazu da ist User abzuzocken...

Anonymous (unregistriert) 22. November 2011 - 0:18 #

gabs denn einen vernünftigen grund, nochmal in das spiel reinzuschauen, wenn man die ersten 2 monate mitgemacht hat? entschuldigung, aber nicht jeder lässt sich für dumm verkaufen und vergisst das irgendwann mal einfach so. fast jede info vor release konnte man als täuschung ansehen und nach release folgte ignoranz gepaart mit unfähigkeit. glaubst du die ganzen spieler, die sich von aoc für immer abgewand haben sind im unrecht und die paar tausend am ende sind die einzigen, die alles richtig gemacht haben? bitte...

Theryn (unregistriert) 22. November 2011 - 8:34 #

Hallo zusammen!

@ Anonymous

Weißt Du, dieses halbseidene Wischi-Waschi war früher nicht richtig und ist es heute immer noch nicht. Also verschone mich bitte damit.

Es ist mal scheißegal, ob dieses Spiel nach einer geraumen Zeit das geworden ist, was es zu Release hätte sein sollen. Es geht um die Art und Weise, wie FunCom mit seiner zahlenden Kundschaft umgegangen ist. Und das war lange, lange Zeit einfach unsäglich. Habe es lange genug verfolgt.

Welche Wertung die Gamestar da jetzt drunter setzt, ist ebenfalls vollkommen belanglos, weil sie den Ist-Zustand des Produkts bewertet. Ob man da die Historie und den Umgang des Unternehmens mit den Kunden mit berücksichtigen muss, ist wohl eine persönliche Stil-Frage.

Und Dein letzter Absatz...mein lieber Scholli, da werde ich echt sauer. Ja, klaaaar, FunCom ist ja die sympathische Garagenfirma von nebenan! Alle mit Herzblut und so dabei. Die armen, armen Schweine, mussten mit ansehen, wie das unfertige Produkt auf den Markt geschleudert wurde.
Sag mal, gehts noch? Das einzige, was bei FunCom wirklich funktioniert hat, war die Marketingmaschinerie. Erling Ellingson und Gaute Godager sind damals nicht müde geworden, den Mist, den sie produziert haben, schönzureden und die Leute hinzuhalten. Waldgeist, der Community-Manager, hat sich da ebenfalls einspannen lassen, ich habe auch nicht vergessen, was er für einen Mist verzapft hat.
Der Entwickler selbst hat nach fünf Jahren Entwicklungszeit ein Spiel rausgebracht, in dem NICHTS, aber auch gar nichts fertig war. Alles war Baustelle, alle Veränderungen im Spiel in Form von Patches blieben intransparent, weil sie nie vollständig dokumentiert waren. Die Spieler wurden sogar dazu angehalten, gefälligst auf den Test-Server zu gehen, wenn sie zu der Entwicklung etwas beitragen wollen, statt nur rumzumeckern. Aber die monatliche Abbuchung der 15,- EUR, die hat prima funktioniert.

Natürlich mag es so gewesen sein, dass sich einzelne Mitarbeiter dafür geschämt haben oder es ihnen unangenehm war und sie sich etwas anderes für ihr Spiel gewünscht hätten. Aber mit denen hat man als Spieler nunmal nichts zu tun. Wir haben mit den Unternehmen zu tun und was Du als "Firmenphilosophiescheisse" abtust, sollte ein Kriterium für einen mündigen Konsumenten sein, sich mit einem Unternehmen einzulassen oder nicht.

Es geht auch nicht darum, einen bösen "Moloch" in einem Unternehmen zu sehen. FunCom ist ein börsendotiertes Unternehmen und sie haben damals sehr klar gezeigt, dass es ihnen eher darum geht, die Aktionäre zufrieden zu stellen, als die eigene Kundschaft. Das hat nichts mit böse zu tun, auch wenn es aus meiner Sicht absolut verwerflich ist, es hat was mit betriebswirtschaftlichen Erwägungen und ökonomischen Prinzipien zu tun. Nix mit sympathische Garagenfirma, da geht es knallhart darum, möglichst viel Knete mit dem geringstmöglichen Aufwand rauszuholen. Welcher Mittel sich dabei ein Unternehmen bedient, ist ein Indikator dafür, ob man sich mit diesem Unternehmen einlassen sollte, oder nicht.

Auf bald!

Theryn

Anonymous (unregistriert) 22. November 2011 - 13:34 #

unvergessen das es nichtmal einen testserver am start gab. der kam ja erst nach dem desaster, als sie einen ganzen tag lang im live betrieb der server versucht haben, fehler zu beheben. erbärmlicher auftritt.

Anonymous (unregistriert) 23. November 2011 - 10:46 #

Haha.. man sieht wie verblendet vor Hass du bist. Was hätte denn der Ellingson tun sollen? Die Wahrheit sagen und gefeuert werden? Oder deren CM? Die Leute sind dazu gezwungen zu sagen, was ihnen aufgetischt wird. Glaubst doch net, dass der GD umsonst gefeuert wurde.. der hat sicher den größten Teil der Scheiße zu verantworten, da es nach dem Wechsel direkt bergauf ging und innerhalb relativ kurzer Zeit die größten Probleme gelöst waren.

Aber hate du ruhig weiter, viel Spaß.

Theryn (unregistriert) 23. November 2011 - 11:50 #

Hallo nochmal!

@ Anonymous

Was erzählst Du da für einen infantilen Müll? Gebrauche Worte wie "Hass" erstmal etwas besonnener und Pseudo-Anglizismen wie "haten" am besten gar nicht, Du Eumel.

Ellingson hat doch diese Strategie selbst mit entwickelt! Oder was glaubst Du, wofür ein Product Manager unter anderem da ist? Und dass Waldgeist Schönwetter im offiziellen Forum machen muss, dagegen sage ich nichts, aber es kommt auf das "Wie" an und mit Sicherheit ist er nicht angehalten worden, in inoffiziellen Foren sporadisch und ineffektiv rumzuwursten.

Und dass die größten Probleme innerhalb relativ kurzer Zeit gelöst waren, nachdem Gaute rausgeschmissen worden war, davon kann ja wohl keine Rede sein. Natürlich gab es einen Richtungswechsel, aber besser geworden ist alles erst peu à peu und der Stand, der zu Release versprochen war, ließ sehr lange auf sich warten, wenn er überhaupt je erreicht wurde. Und komm mir nicht mit der üblichen Wischi-Waschi-Aussage, das sei für ein MMORPG normal.

Also, rede Dir ruhig alles schön, aber bevor Du jemand anderem ans Bein pinkelst, solltest Du erstmal Deinen Standpunkt reflektieren und nicht so einen infantilen Müll, da wiederhole ich mich gern, in die Kommentare kotzen.

Auf bald!

Theryn

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73395 - 23. November 2011 - 12:20 #

Bitte in der Diskussion und Wortwahl sachlich bleiben und von persönlichen Angriffen absehen, danke.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 21. November 2011 - 19:02 #

Klingt interessant, besonders, dass Kleidung keine Stats hat. Auf so was warte ich schon seit Jahren. Mal schauen!

Anonymous (unregistriert) 22. November 2011 - 9:30 #

FAIL!
Warum? Items haben keine Stats - kein E-Pen Vergleich. Macht höchstens casuals Spaß und auch nur kurz.
Keine Klassen, noch verkraftbar (brauchen Heiler! Kannst du heilen? - ja glaub schon) wenn auch nervig für teamplay. Keine Level ist da schon schwerwiegender. Ein highend Spieler kann ja nicht mit einem Anfänger in eine Instanz gehen.

Viele Spiele haben es schon mit diesen Spielelementen probiert und sind alle ges heitert.

Und nach AoC muss man zu Funcom eh nichts mehr sagen.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 25. Dezember 2011 - 18:04 #

Wow, als Mystery-Fan finde ich "The Secret World" sehr interessant... Ich habe mich jedenfalls mal auf der Webseite zur Beta als Templer angemeldet. Bei einem MMO ist mir vor allem Atmosphäre, gut gemachte Kämpfe und eine nette Community wichtig. Ich befürchte aber das Spiel wird in Europa nicht unbedingt gut ankommen.

Anonymous (unregistriert) 29. Dezember 2011 - 9:01 #

Ich habe TSW mit Beta-Key angespielt und bin enttäuscht. Ich hatte mich ehrlich gefreut. Endlich mal ein anderes Setting als immer die Elfen, Zwerge etc. Die Grafik ist toll und lädt zum Erkunden ein. Man kann mit seinem Charakter über das Skill-Wheel Fähigkeiten freischalten, zusätzliche Fähigkeiten erwerben und seine Fähigkeiten verbessern. Das geht über grinden und Quests. Man darf aber nur 3 Quests gleichzeitig aktiv haben. Viele davon sind wiederholbar. Manche davon nach 1 Stunde, andere später nach 3 Tagen. Für mich wurde es ganz schnell ganz langweilig, immer nur die gleichen Quests zu machen. Es gibt zwar mehrere Gebiete, aber das ändert ja nix an der Tatsache. Auch die Quests dort wiederholen sich. Mir kam es vor, wie beim Endkontent in AOC, wo man auch dauernd die gleichen Quests machen musste, um Ruf zu erhalten. Ich werde mir das Spiel NICHT kaufen.

Jetfighter3 12 Trollwächter - 937 - 5. Juli 2012 - 12:48 #

Nenne mir bitte ein MMO wo du keine Quests wiederholen musst! Nur eines! Außerdem kannst du 5 Quests haben was auch vollkommen ausreichen ist, desweiteren kannst du noch mehr haben da die anderen nur pausiert werden!

Steven C. 12 Trollwächter - 1032 - 7. Februar 2012 - 22:13 #

Also ich warte drauf, das ich das Spiel an testen kann, daher nur meine Meinung aus bisher veröffentlichten Meldungen.

Für Funcom hoffe ich das Sie aus dem AoC Desaster gelernt haben. Sie versprechen es ja in jedem Interview.

Vorteile für mich:

Ein anderes Setting als das übliche Fantasy Szenario ist schon einmal zu begrüßen.
Rüstung gibt es nicht, so fällt schon einmal das grinden weg um mit der Rüstungsprogression mithalten zu können.
Diese Sonderquests, die man mithilfe von Google lösen muss, außerhalb des Spieles.

Neutral für mich:

Skillwheel - super Idee wenn es gut umgesetzt wird, aber wie ausgeglichen bekommt man das Spiel hin?
Das Prinzip von Magic of the Gathering hat schon in Guild Wars 1 nicht funktioniert, hier sehe ich viele Nervs und Buffs auf die Spieler zu kommen.

Negativ:
Pay to Play und Itemshop - das ist ein Ding zu viel.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 6. Juli 2012 - 15:58 #

lol Monatsabo + Itemshop ? oO

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